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Andreas Petersen

Für euch Trainer war es bestimmt ebenso ein Schock keinen Lizenzantrag zu stellen und wie ist die momentane Stimmung in der Mannschaft nach den unschönen Querelen?
Natürlich war dies auch für uns Trainer ein Schock, weil wir im Vorfeld darüber leider nicht ausreichend informiert worden sind. Die Stimmung war anfangs wie nach einem verlorenem Spiel, sozusagen am Boden, vielen fehlten die Worte, aber als Trainer muss man immer voran gehen und seine Jungs motivieren. Wir können jetzt die entsprechenden Antworten auf dem Platz geben und es allen beweisen, indem wir Spiele gewinnen. Mit der Mannschaft haben wir in den letzten Tagen viel gesprochen, es geht ja auch weiter und die Trainingsarbeit ist nach wie vor sehr gut – neue Kräfte werden anscheinend frei gesetzt und wir versuchen, jeglichen Ärger in positive Energie umzuwandeln.

Wie ist ihre derzeitige Gemütslage, angesichts der Negativschlagzeilen in der letzten Woche?
Ganz klar, erstmal gab es einen Tag Trauer und alle, nicht nur ich, haben sich gefragt, was ist da eigentlich los? Dennoch hieß es dann ganz schnell, wieder aufzustehen und ich habe sofort überlegt, was ich persönlich dazu beitragen kann, um in der Außenwelt von Germania für positives Feedback zu sorgen. Für mich geht es auch nicht in erster Sache darum, die Schuldigen zu suchen – Lösungen sind jetzt wichtig und müssen schnellstmöglich her. Wir können die Öffentlichkeit, die Fans, aber auch unsere Sponsoren momentan nur mit sportlichen Argumenten begeistern, indem wir gute Spiele abliefern – dafür werden wir alles tun.

Am Dienstag konnten wir in einem Testspiel vollends überzeugen. Beim Niedersachsenligisten BSV Ölper gewannen ihre Schützlinge am Ende hoch verdient mit 7:1. War dies eine erste sportliche Antwort?
Das war mehr als eine sportliche Antwort. Auch wenn es "nur" ein Freundschaftsspiel war, muss ich ganz deutlich sagen: Hut ab, was meine Jungs da geleistet haben. Sie haben über 90 Minuten vollends überzeugt. Von irgendwelchen Auswirkungen etwaiger Probleme im Umfeld war absolut nichts zu sehen, wir haben den Gegner regelrecht demontiert. Ich hoffe, wir können diese Spielfreude für die Partie gegen Sachsen Leipzig aufrechterhalten. Wenngleich man so eine Testbegegnung nicht überbewerten darf, aber ich war am Dienstagabend stolz auf meine Mannschaft!

Was kann man insgesamt beim VfB Germania tun, um die Sponsoren, die Öffentlichkeit und die Anhänger in der Zukunft mit positiven Meldungen zu begeistern?
Ganz einfach – Spiele gewinnen! Und wenn es geht, natürlich Jedes! Eigentlich ist unser Verein doch intakt, hier wird im Großen und Ganzen seriös und ehrlich gearbeitet. Eines darf man jedoch nicht vergessen, alle Beteiligten sind Aushängeschilder. Wir müssen jetzt weitere Unruhe vermeiden und alle Leute sollten den Verein unterstützen, nur so können wir etwas erreichen!

Nicht wenige Germaniafans sind mittlerweile der Meinung, dass es in der laufenden Saison um nichts mehr geht. Denken sie ähnlich und wie motivieren sie jetzt ihre Mannschaft, auf dem Platz weiterhin alles zu geben?
Das dachte ich anfangs auch, aber ganz schnell war mir klar, ich muss als Trainer immer ein Vorbild für meine Spieler sein und sie weiterhin zu bestmöglichen Leistungen animieren. Es geht nach wie vor um Einiges. Wir möchten diese Saison bestmöglich abschließen und jeder einstellige Tabellenplatz ist doch auch was. Außerdem traut uns doch jetzt keiner mehr etwas zu. Das wollen wir nutzen und vielleicht noch den einen oder anderen großen Verein ärgern und das wir bis zum Juni alles geben, das sind wir vor allem unseren Fans schuldig.

Am Sonntag empfangen wir nun den ambitionierten Traditionsclub FC Sachsen Leipzig, den wir im Friedensstadion leider noch nie besiegen konnten. Was erwarten sie von diesem brisanten Duell?
Vor allem erwarte ich ein geiles Spiel! Ich erinnere nur an die vergangenen Aufeinandertreffen, allein im Hinspiel, als wir in der Nachspielzeit das 1:1 erzielen konnten oder das letzte Heimspiel aus der Saison 2006/07, als Germania knapp verloren hat. Dort war ich noch als Zuschauer im Friedensstadion. Wir waren oft nah dran, Leipzig ein Bein zustellen, und am Sonntag wollen wir das Ruder auch zu Hause endlich mal rum reißen. Wenn meine Mannschaft alles abruft, was sie drauf hat, dann können wir einen Dreier einfahren. Dazu benötigen wir aber auch die lautstarke Unterstützung unserer Fans. Eines darf man nicht jedoch vergessen, Sachsen Leipzig hat ganz andere Voraussetzungen als der VfB Germania Halberstadt, aber dennoch stehen sie in der Tabelle hinter uns und das soll auch so bleiben.

Nicht wenige Fans machen sich große Sorgen, inwieweit die Mannschaft nun im Sommer auseinander fällt, zumal viele Spieler-Verträge auslaufen Sind diese Bedenken begründet?
Wir machen uns auch Gedanken, aber das immer wieder Spieler den Verein lassen, ist völlig normal im Fußballgeschäft. Wir haben hier in Halberstadt ein gutes und sportlich solides Umfeld. Vom 1. FC Magdeburg mal abgesehen, hat in unserer Region kein Verein vergleichbare Voraussetzungen, wie z. B. Stadion, Sponsoren, Fans usw. Ich möchte sogar behaupten, dahingehend kann uns kaum einer das Wasser reichen. Natürlich würde uns darüber hinaus ein Kunstrasenplatz gut zu Gesichte stehen, aber auch daran wird noch gearbeitet. Was die Spieler angeht, ist es immer so, dass sich vor jeder Sommerpause drei bis vier Akteure über einen Vereinswechsel Gedanken machen. Ich kann nur eins sagen, wir führen mit unserem Kader eingehende Gespräche, und wir werden auch in der nächsten Saison eine schlagkräftige Mannschaft vorfinden, davon bin ich felsenfest überzeugt. Ich glaube schon, dass unser derzeitiges Team im Großen und Ganzen zusammen bleibt.

Gibt es schon konkrete Planungen, wie es ab Juli sportlich, aber auch wirtschaftlich weitergeht? Greifen wir in der nächsten Saison noch mal ganz groß an bzw. was hat die Vereinsführung für Vorstellungen?
Natürlich haben wir im Hinblick auf die neue Saison mit der Vereinsführung bereits diverse Gespräche geführt. Schauen wir aber erstmal auf unsere Liga. Auch in der nächsten Serie werden erneut 16 Vereine um den Titel bzw. diesmal um den einen Platz kämpfen, der zum Aufstieg berechtigt. Das ist ein schwieriges Unterfangen, aber ebenso reizvoll. Wir wollen natürlich auch dann aus jeder Partie das Maximale herausholen, und wir werden immer nach dem höchsten Streben. Es ist genauso klar, dass der Schritt von der Oberliga zur Regionalliga eine große Aufgabe ist, aber ebenso für nicht so große Vereine zu bewältigen, auch für Halberstadt. Eines dürfen wir dabei nicht vergessen, wir werden sowohl sportlich, als auch wirtschaftlich kein Harakiri veranstalten – unser Verein wird immer auf soliden Füßen stehen. Ich sehe die nächste Saison als Herausforderung an – wir wollen oben mitspielen, und das ist keine Floskel. Außerdem bin ich mir sicher, dass auch der VfB Germania die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen in naher Zukunft schaffen wird.




 

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