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Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

August 05


Osterländer Volkszeitung vom 28.11.2005

ZFC Meuselwitz - Germania Halberstadt 3:5 (2:2)
Das tut so richtig weh

Von Ronny Eichhorn

Der ZFC hat das letzte Heimspiel des Jahres gegen Halberstadt verloren. Doch die nackten Zahlen täuschen: Wie sich das stark ersatzgeschwächte Team von Trainer Damian Halata präsentierte, war aller Ehren wert. "Das war hier eine sehr gute Oberligapartie, zu der Meuselwitz deutlich beigetragen hat", lobte auch Gäste-Coach Thomas Pfannkuch. Doch am Ende nahmen die Germanen alle drei Zähler mit nach Halberstadt.
Die Meuselwitzer begannen die Partie mit einer erneut erzwungenermaßen umgekrempelten Abwehr. Diesmal stand Sven Dimter mit in der Viererkette. Und die Platzbesitzer erwischten beinahe einen Start nach Maß. Bereits nach zwei Minuten lag Mario Weiß der Ball vor den Füßen, doch der Stürmer verfehlte das Tor um Zentimeter. In der Folgzeit konnten die 660 Besucher in der Bluechip-Arena beobachten, warum Halberstadt auf Platz zwei in der Tabelle steht. Sicher lief der Ball durch die eigenen Reihen. Besonders die schnellen Außenstürmer Kevin Schlitte und Ladislav Stefke brachten den ZFC ein ums andere Mal mächtig ins Schwitzen.
Nach sieben Minuten lag der Ball dann bereits im Meuselwitzer Tor. Nach einer Gerlach-Eingabe köpfte Vait Banser unbedrängt ein. Doch der ZFC stand wieder auf und schlug nur 120 Sekunden später zurück. Holm Pinder - immer noch von einer Grippe gezeichnet - zirkelte einen Freistoß ins rechte Eck. Und mehr schien gegen die starken Gäste möglich. Doch bei einer scharfen Direktabnahme von Weiß reagierte Gästekeeper Daniel Löffke glänzend. Unglücklich dann das 1:2: Randy Gottwald (37.) hielt einfach mal aus 18 Metern drauf. Über die Zwischenberührungen Oliver Dix und Rene Weinert trudelte der Ball ins Netz. Wieder bewies das Halata-Team Moral und kam durch einen von Weiß (41.) verwandelten Elfmeter zum erneuten Ausgleich. Der auffällige René Weinert war zuvor im Strafraum gefoult worden.
Mit noch mehr Dampf kamen die Meuselwitzer dann aus der Kabine und eigentlich schien das Führungstor nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch weder Weinert (48.) - er scheiterte am toll haltenden Löffke - noch Pinder per Freistoß (51.) wollte der Treffer gelingen. Die Germanen warteten auf ihre Chance, und die kam in der 58. Minute, als Banser auf der rechten Seite plötzlich völlig frei stand. Der Angreifer passte auf Kollege Kevin Schlitte, der im zweiten Zupacken das 2:3 erzielte. Im Stile einer Spitzenmannschaft legte Halberstadt kurze Zeit später nach. Diesmal schickte Friedrich Reitzik seinen Stürmer Schlitte, der sich aus 18 Metern die Ecke aussuchen konnte.
In beiden Situationen war die neu formierte ZFC-Abwehr allerdings auch nicht auf der Höhe. "Da hat man auch gesehen, wie sehr Leute wie Baumann, Rada und ein gesunder Pinder fehlen. Doch zuvor hätten wir das Führungstor eigentlich machen müssen", ärgerte sich Halata. Trotz der erneuten Rückschläge mühte sich der ZFC weiter und wurde zum fünften Mal kalt erwischt. Diesmal traf Banser (72.) nach einer schönen Kopfballvorlage von Schlitte. Doch Kompliment an die Meuselwitzer, die nie aufsteckten und sich das dritte Tor redlich verdienten. Pavel Sedlacek traf vier Minuten vor Schluss aus Nahdistanz. Am Ende aber jubelten die abgezockten Gäste. "Diese Niederlage tut uns so richtig weh. Der Mannschaft kann ich aber überhaupt keinen Vorwurf mache", resümierte der Trainer.


Freie Presse Plauen vom 31.08.2005

VFC Plauen bei Senkrechtstartern in der Pflicht
Fußball-Oberliga: VFC Plauen gastiert beim VfB Halberstadt und visiert mindestens einen Punkt an

Von Ilong Göll

Der VFC Plauen hat mit dem Weiterkommen im Sachsenpokal beim FV Dresden Nord II, der immerhin sechs Spieler des A-Kaders gegen die Vogtländer einsetzte, seine Feuertaufe bestanden und endlich wieder für positivere Schlagzeilen gesorgt. Nun sollten die Spitzenstädter wieder nach vorn blicken und mit gestärktem Selbstbewusstsein am Sonntag um 14.00 Uhr im Friedensstadion von Halberstadt die schwere Aufgabe gegen den VfB angehen mit dem größtmöglichem Erfolg.
Der VfB Halberstadt ist stark in die Saison gestartet. Er überzeugte mit zwei Siegen und einem Remisspiel. Verdientermaßen nehmen die Platzherren deshalb augenblicklich Rang drei in der Tabelle ein, während sich der VFC Plauen mit seinem Fast-Fehlstart auf Platz acht wiederfindet. Dabei durften die Gastgeber sogar schon einmal an Platz eins schnuppern(1./2.Spieltag). Weil die Halberstädter zum Saisonende über einen Aderlass von vier talentierten Leistungsträgern (Döring-HFC, Penev-Sachsen Leipzig, Mzyk und Kullat zu unterklassigen Vereinen) quittierten, kann der gegenwärtige dritte Tabellenrang als überraschend eingestuft werden. Doch mit Steffke (Dessau), Banser(1. FCM), Vandreike (MTV Gifhorn), Heckeroth (TSV Völpke) und Gottwald (Lok Stendal) holten sie Topspieler, die sich sofort ihren Stammplatz erstritten. Banser zeigt mit seinen bereits drei erzielten Treffern Torjägerqualitäten, Binsker traf zweimal, Gottwald und Reitzig je einmal. Bei den Halberstädtern „stechen“ die Stürmer mit ihren Toren. Durch ihre robuste Spielweise und einem guten Kischel im Tor hielten sie zudem ihren Kasten bisher fast rein (1 Gegentor beim HFC).
Das macht gegenwärtig den Unterschied zu Plauen aus. Zu wenig Tore für die Gelb-Schwarzen trotz zahlreicher Chancen bei zu vielen Gegentreffer durch Mängel im Abwehrverhalten. Damit brachten sich die Spitzenstädter wie so oft zuletzt selbst um die Früchte des Erfolgs. Verunsicherung im Spiel nach vorn und hinten waren die unabdingbare Folge. Damit sollte jetzt Schluss sein. Auch die Ergänzungsspieler müssen sich mit Leistung anbieten, um eventuelle Ausfälle kompensieren zu können. Der Anfang wurde in Dresden gemacht. Böhme zeigte, wie wertvoll er mit Standards für sein Team ist und wenn er selbst ins Spiel integriert wird. Stiefels Freistöße haben es in sich und in die Spielgestalterrolle findet sich der Yougster immer besser hinein. Auch der junge Schuster rechtfertigte seine Aufstellung mit einer soliden Leistung in seinem ersten 90-Minuten-Spiel für die Erste. Gute Ansätze, auf die der VFC Plauen auch in Halberstadt bauen kann.
Mit einem Sieg könnten die Spitzenstädter zu Halberstadt aufrücken (7 Punkte-Plauen 4) und die Tabelle etwas zurechtrücken. Mut sollte den Plauenern auch machen, dass die Anhaltiner ihre Siege nicht gegen Magdeburg einfuhren, sondern gegen TSV Völpke und FV Grimma, die sich beide im Tabellenkeller befinden(0:4/2:0). Das 1:1 beim Halleschen FC gibt da vielleicht schon eher Aufschluss darüber, dass den Plauenern am Wochenende eine heiße Kiste ins Haus steht. Bange machen bringt nichts. Hinfahren, Punkt(e) mitbringen und sich dann auf Auerbach freuen, das muss die Devise am Sonntag beim Auswärtsspiel in Halberstadt sein. VFC-Coach Tino Vogel motiviert seine Mannschaft entsprechend.


Volksstimme vom 31.08.2005

Germania Halberstadt
Abwehr klagt über Langeweile

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Entspannt saß Nils Thiele am Wochenende während des Landespokalspiels seiner Halberstädter Germania-Elf beim Haldensleber SC auf der Bank. Nicht nur der deutliche Spielverlauf – am Ende 4:0 für Germania – ließ ihn relaxed wirken.
Auch die Art und Weise, wie Germania in letzter Zeit auftritt, trug zweifellos zur Entspanntheit bei. "Für uns Abwehrspieler ist es nicht mehr so anstrengend wie zuvor. Dadurch dass vorn entschieden mehr Betonung auf das Spiel gelegt wird, kommen die Bälle nicht mehr prompt zurück. Das war ja einige Zeit bei uns der Fall", meinte er in Bezug auf die Germania-Spielweise etwa im Aufstiegsjahr. Noch etwas ist bemerkenswert geworden bei den Vorharzern. Der ehemalige Spieler, zeitweilige Spielertrainer und nunmehrige Coach Thomas Pfannkuch hat die Veränderungen seiner Funktion ganz offensichtlich mit Erfolg gemeistert. Der 35-Jährige führt sein Team mit einer Konsequenz, die manch einer dem ehemaligen "Kumpeltypen" gar nicht zugetraut hätte. Im Kreis der Spieler ist sogar die Rede davon, dass Pfannkuch ein konsequenteres Trainer-Regime führe als sein strenger Vorgänger Frank Lieberam. Sehr schnell sind da mal fünf Euro fällig, wenn ein Akteur mit einer Minute Verspätung zum Training kommt oder sich aber beim Rauchen erwischen lässt.
Die eingangs geschilderte Entspanntheit Nils Thieles ist inzwischen verschwunden. Nachdem er beim Pokalauftritt wegen (abklingender) Leistenbeschwerden geschont wurde, bereitet sich der kopfballstarke Defensivakteur mit dem Team auf ein sicherlich schweres Match vor. Am Sonntag empfängt Germania mit dem VFC Plauen eines der Teams, das trotz mittelmäßigem Saisonstart auch in dieser Saison zu den ganz heißen Staffelfavoriten zählt. In den beiden Jahren ihrer Zugehörigkeit zur Amateuroberliga haben die Halberstädter Kicker noch nie gegen die Vogtländer gewinnen können. "Dieses Mal sind wir damit dran", will Keeper Sebastian Kischel den Bock mit seiner Mannschaft endlich umstoßen.


Volksstimme Halberstadt vom 31.08.2005

Germania Halberstadt
Trainer Pfannkuch zieht es zu Testspielen aufs Land

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Thomas Pfannkuch zieht es aufs Land. Der Trainer des Halberstädter Fußball-Oberligisten will jetzt auch während der Saison für mehrere Testspiele Mannschaften im Umfeld von Halberstadt besuchen. Den Anfang machte gestern Abend der TSV Hadmersleben. Das Ergebnis stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.
Die Landesklasse-Vertretung eröffnete eine Serie von Testspielen, die immer am Dienstag ausgetragen werden sollen und in denen Pfannkuch gezielt Spieler aus der zweiten Reihe seiner Mannschaft unter Wettkampfbedingungen testen will. Eine zusätzliche Belastung sieht Pfannkuch durch die Testspiele nicht auf seine Mannschaft zukommen. „Die Tests sollen Spielern aus der 2. Mannschaft oder von der Bank eine Chance bieten, sich für die 1. Mannschaft anzubieten“, erklärt der Trainer unmissverständlich. Gestern beim TSV Hadmersleben kamen zum Beispiel René Cunaeus, Steffen Wiekert und einige Spieler aus der 2. Mannschaft zum Einsatz.
Thomas Pfannkuch ist überzeugt davon, dass die Testspiele, auch wenn sie gegen unter klassige Mannschaften stattfinden, für jeden Spieler eine andere Belastung oder Herausforderung darstellen als normale Trainingsspiele im heimischen Stadion „Das sind Wettkampfbedingungen. Da besteht die Gefahr, sich zu blamieren. Das setzt Mannschaft und jeden einzelnen Spieler unter Druck“, ist der Coach überzeugt vom positiven Effekt der Spiele.
Ein Blick auf die Bank des Halberstädter Oberligisten macht deutlich, dass Pfannkuch dort Spieler sitzen hat, die in der vergangenen Saison noch zum Oberliga-Stammkader gehörten. Zudem drängen aus der 2. Mannschaft immer wieder Talente in das Oberliga-Team.
Mittelfeldakteur Sebastian Stosch hat es in der vergangenen Saison vorgemacht. Seine guten Leistungen in der 2. Mannschaft sind auch Pfannkuch nicht verborgen geblieben. Heute zählt er zur Oberliga-Stammelf und hat bei seinen Einsätzen die Berufung immer bestätigt. Trainer Pfannkuch ist überzeugt davon, dass die Spieler aus der zweiten Reihe Chancen, wie gestern gegen Hadmersleben, zu nutzen wissen. „Sie erheben den Anspruch, in der 1. Mannschaft spielen zu wollen. Also sollen sie ihren Anspruch auch unter Beweis stellen“, erklärte Pfannkuch. Ob die gestrige Begegnung neue Erkenntnisse für das Spiel gegen Plauen gebracht hat, wird sich am Sonntag zeigen – an der Mannschaftsaufstellung.


Volksstimme Halberstadt vom 29.08.2005

Fußball-Landespokal: Oberligist VfB Germania Halberstadt gewann beim Haldensleber SC 4:0
Pflichtaufgabe souverän erfüllt – eine Runde weiter

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Da ist Germania diesmal ganz auf Nummer sicher gegangen. Volle Besetzung, volle Konzentration, volle Kraft. Die Halberstädter wollten in der zweiten Runde des Fußball-Landespokals offensichtlich kein Risiko eingehen. Innerhalb einer Minute war das Thema Haldensleber SC am Sonnabend dann auch durchgereicht. Schlitte und Banser markierten in der 8. und 9. Minute die 2:0-Führung und das K.o. des Gastgebers.
Dabei hatten sich die Haldenslebener im Vorfeld richtig Mühe gegeben, den Halberstädter Oberligisten aus der Ruhe zu bringen. VfB-Trainer Thomas Pfannkuch und Ingo Vandreike mussten am Sonnabend die Einschulung ihrer Kinder verlassen, weil Haldensleben einer Spielverlegung auf den Sonntag nicht zugestimmt hatte. Und dann mussten die Halberstädter, nach dem sie sich bereits zehn Minuten auf dem Hauptplatz warm gemacht hatten, wieder von diesem runter und sich auf einem Nebenplatz aufwärmen. „So richtig Sinn machte das alles nicht“, kommentierte Pfannkuch die Taktik der Gastgeber vielsagend und meinte: „Es wird nicht reichen. Wir werden hier durchziehen und eine Pokalüberraschung wird es nicht geben.“
Die blieb dann auch wirklich aus. Kevin Schlitte markierte nach acht Minuten gegen seinen früheren Verein das erste Tor nach der Geburt seines Sohnes Vincent. Die Germanen ließen in keiner Phase des Spiels Zweifel aufkommen, jegliche Zuckungen der Haldens lebener im Keim zu ersticken. Sie spielten abgeklärt, souverän und ließen den Ball locker rollen. Binsker (43.) und Gerlach (52.) schoben den Riegel zu. Der HSC war nur durch Distanzschüsse gefährlich, die aber für den gut aufgelegten Keeper Sebastian Kischel keine Probleme darstellten. Kommentar Trainer Thomas Pfannkuch: „Pflichtaufgabe erfüllt, wir sind eine Runde weiter.“


Volksstimme Haldensleben vom 29.08.2005

Nach dem Landespokalspiel Haldensleber SC – Germania Halberstadt (0:4)
Kapitän Carsten Madaus wehrte sich am heftigsten gegen den Favoriten

Von Wolfgang Seibicke

Fußball-Pokalspiele haben bekanntlich einen besonderen Charakter. In ihnen ist es den vermeintlich Kleinen oftmals möglich, einen höher angesiedelten Kontrahenten zur Strecke zu bringen. So richtig ärgern wollte Landesligist Haldensleber SC am Sonnabend sicherlich auch das zwei Klassen weiter oben angesiedelte Halberstädter Team. Das kecke Vorhaben aber misslang.
Stendal. Diese zwei Klassen Abstand zwischen unseren beiden Mannnschaften waren von Beginn an auszumachen“, schätzte HSC-Kapitän Carsten Madaus nach dem 0:4 seiner Mannschaft gegen die Halberstädter Germanen ein. Woran es lag, dass sein Team verlor, machte er unter anderem im Zweikampfverhalten aus: „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, nämlich unseren Kontrahenten durch aggressive Zweikampfführung zu beeindrucken. Als wir innerhalb einer Minute zwei frühe Gegentore geschluckt hatten, hieß es eigentlich nur noch, das Spiel mit Anstand zu beenden.“
Das allerdings haben die Haldensleber getan, und zwar gegen einen Kontrahenten, der von den Experten im ersten Drittel des Feldes der Amateuroberliga Süd gesehen wird. Die Halberstädter Mannschaft unterstrich auch im Waldstadion, dass sie an Kompaktheit und insbesondere an Spielvermögen enorm zugelegt hat. Wenn sie mal nicht zum Saisonschluss bestes Team aus Sachsen-Anhalt ist Haldenslebens Coach Stephan Grabinski lobte aus seinem Team insbesondere Carsten Madaus, der sich am heftigsten wehrte, sowie den einige Male mit sehr guten Reflexen aufwartenden Keeper Stefan Schulze. Natürlich legen die Ohrekreisstädter – als einer der Mitfavoriten – größten Wert auf das Abschneiden in der Landesligastaffel Nord. Das Pokalspiel gegen Halberstadt war demnach eine Art Pflichtkür. Eine Kür reinsten Charakters ist für das Haldensleber Team am kommenden Sonntag (4. September) angesagt. Dann nämlich kommt Erstbundesligist VfL Wolfsburg zum freundschaftlichen Vergleich ins Waldstadion. Anpfiff ist um 15 Uhr.


Volksstimme vom 29.08.2005

Germania Halberstadt
Nach neun Minuten war alles klar

Von Wolfgang Seibicke

Fußball-Oberligist Germania Halberstadt unterstrich auch im Landespokal bei Landesliga-Vertreter Haldensleber SC, dass das Team derzeit spielerisch sehr gut drauf ist. In der Ohrekreisstadt gewannen die Vorharzer standesgemäß mit 4:0 (3:0)-Toren.

Haldensleben. Die Entscheidung zu Gunsten des Favoriten fiel praktisch schon nach neun Minuten. Zu diesem Zeitpunkt erzielte Fait-Florian Banser nach einem Solo das 2:0 für Germania. 40 Sekunden zuvor hatte Kevin Schlitte nach Freistoß von Enrico Gerlach Treffer eins für die Gäste markiert. „Das war gar nicht in unserem Sinne“, ärgerte sich Haldenslebens Coach Stephan Grabinski, der sich natürlich gewünscht hatte, dass sein Team „bis zur 60. Minute ein 0:0 hält und dann vielleicht für eine Überraschung sorgt“. Doch daraus wurde nichts, obwohl HSC-Kapitän Carsten Madaus nach einer halben Stunde gleich zwei gute Möglichkeiten hatte, etwas Spannung ins Spiel zu bringen, doch Halberstadts Keeper Sebastian Kischel war auf dem Posten. Kurz vor der Pause erhöhte Felix Binsker auf 3:0 für Germania, Enrico Gerlach stellte kurz nach Wiederbeginn den 4:0-Endstand her. In der 61. Minute vergab der eingewechselte Friedrich Reitzig gleich zweimal eine weitere Resultatsverbesserung.
Auf der Gegenseite wäre Reiner Jaobs bei einem geschickten Lupfer fast der Ehrentreffer gelungen, doch der Pfosten stand im Wege. So blieb es dann am Ende beim 0:4. Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch wünscht sich für die nächste Runde nun ein Heimspiel. Das heißt auch, dass er gern ein Oberliga-Duell sehen würde. Zur Partie in Haldensleben meinte er: „Wir haben unsere Pflichtaufgaben erfüllt und kein Gegentor gefressen. Ab sofort gilt unsere Konzentration dem Oberligaheimspiel gegen Plauen“.


Volksstimme vom 26.08.2005

Germania Halberstadt
"Zweite Reihe" soll ran

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mka). Oberliga gegen Landesliga: Der Haldensleber SC empfängt Germania Halberstadt. Anstoß ist morgen um 15 Uhr im Waldstadion. Von einer so genannten Papierform will in Halberstadt niemand etwas hören. Der Cupwettbewerb wird bei Germania mittlerweile ernst genommen. „Nach dem Preußen-Spiel in der Vorsaison wird bei uns keine Mannschaft mehr auf die leichte Schulter genommen“, erklärte Germania-Coach Thomas Pfannkuch und unterstreicht seine Zielstellung im Wettbewerb: „Wir wollen den Pokal holen.“
Dass Germanias Trainer das bereits in der zweiten Runde gegen einen Landesligisten so betont, ist sicher die Erfahrung der Halberstädter in den vergangenen zwei Jahren im Pokal zu erklären. Beide Male scheiterte Germania gegen unterklassige Gegner. „Das wird uns nicht wieder passieren“, unterstreicht Pfannkuch. Wer in seiner Mannschaft dafür sorgen soll, lässt der Trainer allerdings offen. Veränderungen gegenüber dem letzten Oberliga-Spiel gegen den HFC (1:1) wird es geben. Nicht weil es dafür einen Grund gibt – vielmehr will Pfannkuch von seiner zweiten Reihe sehen, dass ihr Anspruch, spielen zu wollen, gerechtfertigt ist: „Einige müssen ihre Trainingsleistungen unter Beweis stellen.“


Volksstimme Halberstadt vom 25.08.2005

VfB Germania Halberstadt
Pokal: Oberligist trifft auf Haldensleber SC

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Nach einem Freilos in der ersten Runde muss nun auch Halberstadts Oberligist im Sachsen-Anhalt-Pokal ran. Erster Gegner für den VfB Germania Halberstadt ist am Sonnabend der Haldensleber Sportclub. Anstoß ist um 15 Uhr im Haldensleber Waldstadion.
Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, ist ein viel zitiertes Sprichwort. Allerdings mussten auch schon die Halberstädter Oberliga-Kicker mehr als nur einmal diese leidige Erfahrung machen. Vor zwei Jahren das peinliche Ausscheiden beim Verbandsligisten Grün-Weiß Piesteritz (1:4) und im vergangenen Jahr das Debakel beim Verbandsligisten Preussen Magdeburg (0:3). Beide Spiele dürften zu den schwärzesten Begegnungen in der Germania-Geschichte zählen. Die Ansage von Germania-Coach Thomas Pfannkuch vor der Saison war eindeutig: „Wir wollen Pokalsieger werden“. Somit zählt am Sonnabend gegendenLandesligistenHaldensleber SC nur ein Sieg, wenn Pfannkuch nicht schon zum Auftakt sein Ziel begraben will. Wer am Sonnabend spielt, lässt Pfannkuch noch offen, kündigt aber Veränderungen gegenüber dem Halle-Spiel an: „Ich will aber erst die einzelnen Trainingsleistungen sehen.“
Die Haldensleber hatten einen guten Start in die Saison. Zum Auftakt gewannen sie beim Oscherslebener SC 4:1 und am vergangenen Wochenende siegten sie im heimischen Waldstadion mit 3: 1 gegen Goldbeck. Derzeit steht die Mannschaft von Trainer Gra binski auf dem 2. Tabellenplatz der Landesliga-Nord.


Volksstimme Halberstadt vom 22.08.2005

Fußball-Oberliga: Halberstadt lieferte in Halle beste Saisonleistung ab
Kapitän Gerlach treibt Germania in eine neue Oberliga-Ebene

Von Mathias Kasuptke

Erwartungen erfüllt. Germania-Coach Thomas Pfannkuch hatte vor der Oberliga-Begegnung gegen den HFC unter anderem auf Kapitän Enrico Gerlach gesetzt. Seine Hoffnungen wurden erfüllt. Beim 1:1 vor 2.600 Zuschauern im Kurt-Wabbel-Stadion fiel Gerlach in einer insgesamt bis zum Umfallen kämpfenden Mannschaft bis zur letzten Minute auf und belehrte so seine Kritiker eines Besseren.

Halberstadt. "Es hängt viel von ihm ab", hatte Pfannkuch vor der Begegnung gegen den HFC am vergangenen Freitag in Halle gesagt und meinte die Leistung seines Mannschaftskapitäns Enrico Gerlach. In der Vergangenheit häufig gescholten, ob seines scheinbaren Übergewichts oder seiner vermeintlich mangelnden Kondition, belehrte der Kapitän in Halle alle Kritiker eines Besseren. "Er hat ein überragendes Spiel gemacht", kommentierte Pfannkuch die Vorstellung seines Spielführers. So manch einer muss sich im Germania-Fanblock die Augen gerieben haben. Gerlach rackerte bis zur letzten Minute, schrie und trieb seine Mannschaft nach vorne. Mal zog er im defensiven Mittelfeld das Spiel mit in die Breite, mal war er sogar vor den eigenen Spitzen anzutreffen. Gerlach kämpfte wie ein Verrückter. Von fehlender Kondition war nichts zu sehen. Der Punktgewinn der Germanen war dennoch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Teilweise mit Wadenkrämpfen und am Rande der Erschöpfung, wurden zunächst die drei, dann aber zumindest der eine Punkt verteidigt. Bei dieser Energieleistung spielte der Kapitän eine wesentliche Rolle. Selbst kein Freund von großen Worten, meinte Enrico Gerlach: "Die ganze Mannschaft hat heute super gearbeitet."
Germania Halberstadt ist, ob es der Verein oder die Mannschaft wahr haben wollen oder nicht, in einer anderen Ebene der Oberliga angekommen. Der 1. Tabellenplatz, auch wenn er zum Saisonbeginn nicht überbewertet werden sollte, war kein Zufall. Gegen den HFC wurde in der ersten Spielhälfte Fußball zelebriert. Und das, obwohl HFC-Coach Müller die Halberstädter zweimal beobachtet hatte und somit genau wusste, wie die Halberstädter spielen werden. Das geschickt stibitzte Führungstor durch Banser hatte die Hallenser an den Rand eines Debakels gebracht. Kaum auszudenken, was passiert wäre, wenn Schlitte, Thiele oder Banser ihre teilweise hunderprozentigen Chancen genutzt hätten. Germania spielen zu sehen, macht derzeit richtig Spaß.


Volksstimme vom 22.08.2005

Beim Halberstädter 1:1 in Halle war viel mehr drin
HFC-Coach Müller stuft Germania erneut als Spitzenteam ein

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. "Ich habe immer vor Halberstadt gewarnt. Jeder wusste, was für eine starke Mannschaft sie haben." HFC-Oberliga-Coach René Müller war kurz davor richtig sauer zu werden, als er nach dem 1:1 (0:1) seiner Mannschaft am Freitagabend vor die Presse trat. Trotz seiner Warnungen war seine Mannschaft nur knapp an einer Blamage vorbeigeschlittert.
"Das Beste am Spiel ist das Ergebnis", unkten im Kurt-Wabbel-Stadion HFC-Insider in der Halbzeitpause. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Gastgeber 0:1 zurück. Und es hätte für den HFC viel dicker kommen können. Mit dem 0:1 durch Banser (12.) war der HFC noch gut bedient, denn Thiele (23.), Banser (30./45./Klasseparade von Keeper Küfner), Schlitte (42./Malchow holt den Ball von der Linie) hätten Germania klarer in Front schießen müssen, Der HFC wirkte streckenweise regelrecht hilflos, so dass Müller einräumte. "Wir waren zwischen der 30. und 45. Minute disziplinlos." Das Germania-Spiel forderte dann auch vom HFC-Coach Zustimmung ab. "Das ist tief gestapelt, wenn die sagen, sie wollen um Platz fünf bis zehn spielen. Das kann niemand mehr glauben." schob Müller Germania erneut unter die Plätze eins bis fünf. Seinem Gegenüber war das gar nicht recht: "Wir haben ein ganz gutes Spiel gesehen", meinte Pfannkuch bescheiden.
Ganz zufrieden war man nach dein Abpfiff bei Germania dennoch nicht. Nicht dass es gegen den HFC nur zu einem Punkt gereicht hatte, trieb Zornesfalten in die Gesichter von Trainer und Spielern. Pfannkuch lehnte nach dem Spiel im Kabinengang an der Wand und starrte auf den Boden. Spieler kamen kopfschüttelnd in die Kabine. Die Art und Weise war es, die für Wut und Unverständnis sorgte. Germania hatte 74 Minuten das Spiel bestimmt und dann durch eine unnötige Lässigkeit im Mittelfeld den Ausgleich kassiert und den HFC zu einer Schlussoffensive eingeladen. Das eingewechselte ewige Germania-Talent Kopp hatte den Ball an Konxheli vertändelt der Koslov per Kopf den Ausgleich ermöglichte. Kopp saß dann auch wie ein begossener Pudel nach dein Abpfiff allein auf dem Rasen, während sich der Rest geschlossen bei den etwa 200 mitgereisten Germania-Fans bedankte.


Volksstimme vom 20.08.2005

Fußball-Oberliga: VfB-Keeper Kischel hält Strafstoß
1:1 Germania Halberstadt verschenkt in Halle zwei Punkte

Von unbekannt

Halle (mks). Germania Halberstadt hat gestern Abend beim HFC ein 1:1 erkämpft, ist damit im dritten Spiel der Fußball-Oberliga Süd ungeschlagen und hält so zumindest für 24 Stunden die Tabellenführung. Aus Halberstädter Sicht war es das beste Spiel der bisherigen Saison. Die Mannschaft von VfB-Trainer Pfannkuch beherrschte die Hallenser über 60 Minuten fast nach Belieben. Nach dem Führungstreffer durch Banser in der 12. Minute strotzte Germania vor Selbstbewusstsein.
Auffallend war die taktisch disziplinierte Spielweise der Gäste. Man ließ den Ball locker rollen und zog das Spiel immer wieder in die Breite. Meter für Meter schob man sich auf diese Weise Richtung Mittelkreis, um dann nach vorne vorzustechen. So erzielte Germania Chancen zu Hauf. Zweimal Banser, einmal Stefke und einmal Schlitte vergaben teilweise "Hundertprozentige". Der HFC hätte sich nicht beklagen dürfen, wenn er zur Halbzeit 0:4 zurückgelegen hätte. Großen Anteil am souveränen Auftreten der Halberstädter hatte Torhüter Kischel, der in der 28. Minute einen Foulstrafstoß von Gleis hielt.
Nach dem Wechsel zeigte sich der HFC aggressiver. überließ Germania nicht mehr das Zepter. Dennoch bedurfte es eines krassen Schnitzers des eingewechselten Alex Kopp in der 74. Minute, dass Koslov nach Vorarbeit von Konxheli den Ausgleich erzielte. Ärgerlich, hatten doch die Halberstädter zu diesem Zeitpunkt, teilweise mit Wadenkrämpfen in den Beinen, die drei Punkte gesichert. Der HFC versuchte zwar in den letzten zehn Minuten Druck zu machen, der Siegtreffer gelang aber nicht mehr. "Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Sie haben eine super erste Halbzeit gespielt, und auch die zweite Hälfte hat kaum Wünsche offen gelassen", erklärte VfB-Trainer Pfannkuch nach dem Spiel.


Mitteldeutsche Zeitung vom 20.08.2005

Halberstadt bleibt Halles Angstgegner
Halberstadt bleibt Halles Angstgegner

Von Karl Ebert

Halle/MZ. Germania Halberstadt bleibt für den Halleschen FC ein Angstgegner. Nach dem 0:3 und 2:2 der Vorsaison tat sich der Club auch im ersten Landesderby der neuen Oberliga-Serie überaus schwer gegen die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch und kam am Freitagabend nur zu einem 1:1 (0:1). Damit verteidigte das Team aus dem Vorharz den "Platz an der Sonne".
Halles Coach René Müller ("Ich habe nicht umsonst vor der Spielstärke der Halberstädter gewarnt") hatte seine Mannschaft noch offensiver aufgestellt als in den ersten beiden Punktspielen. So stand neben Koslov, Römer und Gleis auch Gemazashvili in der Startformation. Der 27-Jährige hatte dann auch die erste Möglichkeit, vergab jedoch überhastet (10.). Nur zwei Minuten später die kalte Dusche für den Gastgeber: Zahorec legte Halberstadts Stürmer Banser den Ball "maßgerecht" in den Lauf, der Ex-Magdeburger überlief auch HFC-Torwart Küfner und schoss Germania überraschend in Front. Danach zog sich der Gast zurück, so dass die Saalestädter viel Platz hatten. Als Binsker HFC-Angreifer Römer im Strafraum umrannte, zeigte der gute Referee Schramm (Zielitz) auf den Punkt. Doch Kapitän Gleis fand in VfB-Keeper Kischel seinen Meister (28.). Mit dem 0:1 zur Pause war der HFC noch gut bedient, denn Thiele (23.), Banser (30. / 45. - Klasseparade Küfner), Schlitte (42. - Malchow holt den Ball von der Torlinie) hätten die Gäste klarer in Front schießen müssen.
Nach rund einer Stunde Spielzeit erhöhte der HFC den Druck. Doch Kischel entschärfte selbst scharfe Schüsse von Walle und Gleis (Seitfallzieher/62.). Eine Viertelstunde vor Schluss flankte dann Konxheli, gerade einmal 30 Sekunden auf dem Platz, präzise auf Koslov, und der Russe köpfte zum letztlich gerechten 1:1 ein, denn kurz darauf scheiterte der eingewechselte Petrick am stark haltenden Kischel.


Bild Halle vom 20.08.2005

An Würstchen verschluckt / 1:1! HFC-Grillparty fiel aus
Riesenkampf, aber Halberstadt bleibt Oberliga-Spitzenreiter

Von unbekannt

Der HFC hat sich den Sprung auf den Oberliga-Gipfel selbst verbaut. 1:1 (0:1) gegen Spitzenreiter Halberstadt - die Müller-Truppe entließ 2600 Fans wie arme Würstchen ins Wochenende.
Wiel sich Rot-Weiß (vor allem vor der Pause) eine Klops nach dem anderen leistete. Den ersten schon nach 12 Minuten: Ein versuchter Zahorec-Rückpaß verhungert. Banser spritzt dazwischen, umspielt noch Küfner und locht zum 0:1 ein. Thiele kann erhöhen (24.), schießt aber vorbei. Dann fädelt Römer clever ein, Gleis schiebt den Elfmeter kläglich Kischel in die Arme (28.). Weil Malchow gegen Schlitte (42.) und Küfner gegen Banser (45.) retten, bleibt etwas rot-weiße Hoffnung.
Die Spione Wolfgang Frank (Sachsen) und Lothar Kurbjuweit (Pößneck) bekommen noch eine Doppelchance durch Walle und Gleis (62.) zu sehen. Mit Einwechsler Petrick (73.) schnürt der HFC Halberstadt völlig ein - der Riesenkampf wird mit dem Ausgleich belohnt (76.). Koslov nickt eine Konxheli-Flanke von links ein. Eine Grillparty wird's nicht. Wiel Gästekeeper Kischel auch Petricks Kopfball rauskratzt (78.).


Bild Halle vom 19.08.2005

Heute (19 Uhr) Oberliga-Hit gegen Halberstadt
HFC-Trainer Müller: Jungs, spielt volle Pulle!

Von unbekannt

Das Unternehmen Tabellenführung läuft. Der Dritte HFC will heute Spitzenreiter Germania schlagen. Letzte Saison hieß das noch: Halberstädter Würstchen vernaschen. HFC-Trainer Rene Müller sieht das so: "Wir müssen weg von solcher Großkotzerei. Die sind definitiv so gut besetzt wie wir. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe."
Der Ex-DDR-Nationaltorhüter legt gleich nach: "Die haben ein kompaktes Team. Mit Schlitte und Banser schnelle Offensivleute, die nicht zimperlich sind. Wir müssen aufpassen, daß die uns nicht auskontern." Mächtig viel Lob für den Gegner. Wo steht sein eigenes Team vorm Topspiel? "Germania ist der erste echte Prüfstein. Ich gehe davon aus, daß wir dieses Spiel gewinnen können.
Zuhause ist der HFC immer Favorit. Das geht aber nur über volle Pulle Einsatz und Hingabe." Zum 18er-Kader: Petrick (Knie-OP) kann auf die Bank. Reserve-Kapitän Kindling (nonstop von der Mittelmeer-Hochzeitsreise auf der AIDA eingeflogen) auch. Maskenmann Geidel soll dagegen in der "Zweiten" ran. Möglich, daß Linksflitzer Gemazashvili ins Team zurückkommt. Müller: "Ich überlege, ob ich noch einen Offensiven bringe." Damit's vorn schön klingelt. Hinten könnte ja nach 2 und 1 Gegentor auch mal die Null stehen. Alle wissen: Nach den Aufbaugegnern Neugersdorf und Eilenburg ist der VfB die 1. hohe Hürde.


Mitteldeutsche Zeitung vom 18.08.2005

Sven Döring schätzt Ex-Team noch stärker ein
Halberstadt läuft nicht ins Messer

Von Karl Ebert

Er wird am Freitag beim Derby des Halleschen FC gegen Germania Halberstadt (19 Uhr) auf der Tribüne sitzen und mitfiebern: "Aber nur noch für den HFC. Wir werden mindestens ein Tor mehr erzielen als Halberstadt", ist sich Sven Döring, der im Sommer von den Harzern zu den Saalestädtern gewechselt war, sicher. Nach überstandenem Kreuzbandriss im Frühjahr quält sich der 23 Jahre alte Angreifer durch die Reha. "Ich bin schmerzfrei, fahre viel Fahrrad und das Knie wird nicht mehr dick. Das betrachte ich als gutes Zeichen. Aber ich werde nichts überstürzen, auch wenn es sicher ein komisches Gefühl ist, gegen die alten Kameraden nur Zuschauer zu sein", sagt er.
Döring hat eine sehr hohe Meinung von der neuen Germania-Elf. "Ich war fast der einzige Stammspieler, der den Verein verlassen hat. Gekommen sind durchweg gestandene Leute, die sich sofort in der Anfangself festgebissen haben. Die Halberstädter sind noch stärker als im Vorjahr", glaubt Döring, der hofft, vielleicht in zwei Wochen mit leichten Läufen, nicht länger als fünf Minuten, beginnen zu können.
Trotz der Personalauffrischung weichen die Harzer nicht von der ihnen eigenen Taktik ab. Auch der neue Trainer Thomas Pfannkuch setzt zuerst auf eine sichere Abwehr, die dann die überfallartigen Konter einleiten soll. "Daran wird sich garantiert nichts ändern. Wir haben im Vorjahr mit dieser Taktik beim 3:0 zu Hause und dem 2:2 in Halle vier Punkte geholt. Pfannkuch kann am Ende auch mit einem Punkt ganz gut leben und wird seine Mannschaft nicht ins Messer laufen lassen", so Döring. Aber er weiß auch, dass seine neuen Teamkollegen nicht weniger motiviert sind: "Ein Saisonstart mit neun Punkten tut uns auch ganz gut."


Volksstimme vom 18.08.2005

Spitzenspiel der Fußball-Oberliga
Halberstadt entspannt, HFC angespannt

Von Mathias Kasuptke

Magdeburg. Wer hätte das vor der Saison gedacht! Es ist das Spitzenspiel des dritten Spieltages: Hallescher FC gegen Germania Halberstadt. Der Tabellendritte empfängt den Tabellenersten. Anstoß morgen Abend um 19 Uhr im Hallenser Kurt-Wabbel-Stadion.
Während Germania-Coach Pfannkuch der Begegnung relativ locker entgegensieht ("Wir fahren ganz entspannt nach Halle") ist sein Amtskollege René Müller vom HFC fest davon überzeugt, dass die Halberstädter sich gezielt in eine Außenseiterrolle reden. "Die können tief stapeln so viel sie wollen, wer Germania nicht ernst nimmt, ist selber schuld."
Müller muss es wissen, war ihm doch im Vorfeld des morgigen Spitzenspiels kein Weg zu weit, um die Halberstädter zu beobachten - erst hat er die Vorharzer in Völpke gesehen (4:0), dann letzten Sonntag in Halberstadt gegen Grimma (2:0). Was er dort beobachtet hat, muss ihn beeindruckt haben. "Die müssen mit dieser Mannschaft unter den ersten fünf mitspielen", ist der ehemalige DDR-Nationalspieler (46 DDR-Länderspiele) überzeugt. Eine Mannschaft, die Germania Halberstadt nicht ernst nehme, "ist krank", betont Müller und lobt das "sehr, sehr professionelle Umfeld" der Halberstädter, als wolle er einer möglichen Blamage wie in der Vorsaison vorbauen. Da verlor der HFC in Halberstadt 0:3 und kam im Rückspiel gegen zehn Halberstädter nicht über ein 1:1 hinaus.
Ganz grundlos scheinen die Sorgenfalten auf der Müllers Stirn nicht. "Wir können nicht aus dem Vollen schöpfen", erklärt der Trainer des HFC. Immerhin muss er auf vier Leistungsträger (Petrick, Geidel, Scherz, Fährmann) verzichten. Und der ExHalberstädter Döring laboriert immer noch an seinem Kreuzbandriss. Glaubt man Müller, dann könnte maximal Petrick morgen auf der Bank sitzen. "Es wird sehr schwer gegen Halberstadt."
Dort will man sich allerdings angesichts der Lobeshymnen aus Halle nicht ins Bockshom jagen lassen. René Müller ist ein alter Fuchs, wir wissen seine Worte zu werten", kommentiert Thomas Pfannkuch die Worte seines Trainerkollegen. Einen Vorteil hat Pfannkuch dennoch: Germania ist komplett fit, steht auf dem ersten Tabellenplatz, hat 6 Punkte und 6:0 Tore und kann somit locker aufspielen.


Kicker vom 18.08.2005

Abwehrhüne Nils Thiele ist wieder dabei
Tabellenführer Halberstadt noch ohne Gegentor

Von Wolfgang Seibicke

Nach zwei Spieltagen hat Germania Halberstadt die Führung in der Südstaffel inne. Überraschend? Nicht so ganz, denn die Vorharzer haben sich in der Sommerpause mit Gottwald (Lok Stendal), Heckeroth (TSV Völpke), Vandreike (MTV Gifhorn), Stefke (Dessau 05) und Banser (1. FC Magdeburg) sehr gezielt verstärkt. Dieses Quintett hat förmlich "eingeschlagen", hat bislang auch vollständig beide Saisonspiele bestritten.
Für Trainer Thomas Pfannkuch heißt das Saisonziel trotz der zwischenzeitlichen Führungsposition "Klassenerhalt". Indes hat er mit einiger Genugtuung registriert, dass Halles Coach René Müller bei beiden bisherigen Punktspielauftritten seiner Elf "spionierte": "Es ehrt uns natürlich, wenn der HFC solch einen Respekt vor uns hat." Am morgigen Freitag folgt in Halle der nächste Auftritt der erstarkten Germania-Elf. Bislang hat sie noch keinen Gegentreffer einstecken müssen. Und damit das so bleibt, kehrt der zuvor verletzt Abwehrhüne Nils Thiele in den Deckungsverbund zurück.


Bild Halle vom 18.08.2005

Käpt'n Gleis: Das ist eine Frage der Ehre
Stürzt der HFC Halberstadt vom Thron?

Von unbekannt

Der HFC hat Aufstieg und Tabellenführung zu Tabuthemen erklärt...
...und kann morgen (19 Uhr) beim Sachsen-Anhalt-Derby gegen Halberstadt auf den Oberliga-Thron steigen. Wie gehen die Rot-Weißen mit dem Dilemma um? Kapitän Alexander Gleis (31): "Wir wollen mit 9 Punkten in die Saison starten. Auf die Tabelle schaue ich dabei nicht."
Manager Lutz Lindemann (56): "Ich gehe ganz entspannt mit der Lage um. Einerseits wäre Platz 1 nur eine Momentaufnahme. Andererseits könnte uns das sehr helfen. Weil ein Team im Erfolg schneller zusammenwächst." HFC gegen VfB, Dritter gegen Erster - für Käpt'n Gleis steht das Topspiel unter dem Motto "eine Frage der Ehre"!
Die Vorgeschichte: Letzte Saison wurde sein Team im Vorharz 0:3 verhauen. Auch das Rückspiel wurde zum Trauma: Halle verschenkte die 2:0-Führung, gurkte sich am Ende nur zum 2:2. "Gleiser", der trotz Bänderdehnung im rechten Knöchel mit Tape und Schmerztabletten stürmt: "Das wird schwer. Halberstadt hat ein sehr kompaktes Team. Aber nach zwei Negativ-Erlebnissen gegen die müssen wir uns endlich rehabilitieren." Wenn das klappt, steht der HFC wohl ganz oben. Aber pssst! Nicht drüber reden...


Volksstimme Halberstadt vom 17.08.2005

VfB Germania spielt beim HFC
Großer Fanbus nach Halle

Von Bernd Kramer

Halberstadt (bkr). Wegen der großen Nachfrage hat der Fanclub "Harz" des VfB Germania Halberstadt für das Punktspiel der Germanen am Freitag beim Halleschen FC einen großen Fanbus organisiert. Fans, die mitfahren möchten, können sich im Fahrzeughaus Klus melden. Die Abfahrtszeiten sind am Freitag um 15.50 Uhr beim Reisebüro Wolf (Spiegelstraße) und um 16 Uhr an der großen Shell-Tankstelle.


Volksstimme vom 17.08.2005

Germania Halberstadt
Kritik am Mittelfeld

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Dass sie nach zwei Durchgängen an der Spitze des Klassements der Staffel Süd stehen würden, damit haben die Fußball-Oberliga-Kicker von Germania Halberstadt sicherlich nicht unbedingt gerechnet. Sechs Punkte nach den Spielen in Völpke (4:0) und gegen Grimma (2:0) sah der Fahrplan der Vorharzer jedoch schon vor, denn in der Vorbereitungsphase zeichnete sich eine Aufwärtsentwicklung deutlich ab. Dass nun in Halberstadt eitel Sonnenschein ausgebrochen ist, kann man jedoch nicht behaupten.
Germania-Trainer Thomas Pfannkuch freut sich zwar über die bislang eingefahrenen sechs Zähler und besonders auch über die Tatsache, dass seine Mannschaft noch nicht einen Gegentreffer kassiert hat. Mit Blick auf das Grimma-Spiel, das beim Montag-Training ausgewertet wurde, äußerte er sich aber auch kritisch: "Nach guter Startphase hat insbesondere unser Mittelfeldspiel nicht so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Erst im Schlussgang lief es dort wieder besser."
Bei jener Begegnung wurde erneut René Müller im Halberstädter Friedensstadion gesichtet. Der langjährige DDR-Auswahltorhüter und nunmehrige Trainer des Halleschen FC "spionierte" bereits zu zweiten Mal den nächsten Kontrahenten aus. Die Halberstädter werden am Freitag im halleschen Kurt-Wabbel-Stadion erwartet. "Es ehrt uns natürlich, wenn der HFC solch einen Respekt vor uns hat", so Pfannkuch.


Mitteldeutsche Zeitung vom 17.08.2005

Hallescher FC - Petrick kann schmerzfrei trainieren - Geidel spielt den Maskenmann
Müller besitzt Alternativen

Von Karl Ebert

Halle/MZ. Genau 21 Spieler versammelte HFC-Trainer René Müller bei der gestrigen Nachmittags-Einheit um sich. Zu ihnen gehörten mit Michel Petrick (Knie-OP) und Marcel Geidel (Kieferhöhlen-Verletzung) auch zwei Akteure, die seit einiger Zeit zuschauen mussten. Bei beiden scheint die Rückkehr, möglicherweise auch über einen Einsatz in der Reserve, nur eine Frage der Zeit.
"Ich kann schmerzfrei trainieren, fühle mich gut", sagte Michel Petrick und hofft, dass ihm der Coach möglichst bald eine Chance gibt. Müller wird nichts übereilen, betont aber auch: "Es wäre nicht schlecht, wenn ich ihn gegen Halberstadt als Joker in der Hinterhand hätte." Geidel muss wie im Vorjahr Almedin Civa bei seinem Comeback einen Maske tragen. Mit der Mannschaft hat der Mittelfeldspieler bereits letzte Woche trainiert. Jetzt - mit Maske - ist auch wieder Körperkontakt erlaubt. Wenn es noch nicht für die Oberliga reichen sollte, dann kann sich Co-Trainer Dieter Strozniak auf eine starke Besetzung im Verbandsligaspiel gegen Sandersdorf am Sonntag (14 Uhr) freuen.
René Müller sah sich nach der Beobachtung der Halberstädter in seiner Einschätzung bestätigt. "Das ist eine kompakte Mannschaft, die sich sehr gut verstärkt hat. Sie halten konsequent an ihrer Taktik fest, aus einer sicheren Abwehr lange Bälle auf die schnellen Spitzen zu spielen", erklärte der Trainer seinen Männern. Und damit sich die Worte bei jedem einprägen, wurde die Germania-Taktik gleich einmal praktisch geprobt.
Die Halberstädter haben ihre Abgänge und den Wechsel von Thomas Pfannkuch auf die Trainerbank sehr gut kompensiert. René Heckeroth (Völpke), Randy Gottwald (1. FC Lok Stendal), Ladislav Stefke (Dessau 05), Ingo Vandreike (MTV Gifhorn) und der Magdeburger Fait-Florian Banser haben sich auf Anhieb in der Stammformation festsetzen können. Ein Zeichen von Selbstbewusstsein ist auch die Tatsache, dass Pfannkuch in Völpke und gegen Grimma mit Kevin Schlitte, Felix Binsker und Banser drei Angreifer in die Anfangsformation schickte. "Mit dem Ergebnis war ich nur in Völpke zufrieden. In Halle werden wir anders agieren", so der Germanen-Coach.


Bild Halle vom 17.08.2005

Noch zwei Tage bis zum HFC-Hit gegen Halberstadt
Jetzt kommt der Grätscher mit der roten Maske

Von unbekannt

Dem Fußballgott sei Dank, Das HFC-Lazarett lichtet sich. Rechtzeitig vorm Oberliga-Kracher HFC (Platz 3) gegen Spitzenreiter Halberstadt (Freitag 19 Uhr Wabbel-Stadion).
Trainer Rene Müller über sein 6:0-Punkte-Team: "Kapitän Gleis mußte eine Einheit weglassen, dafür sieht's bei Petrick sehr gut aus - und auch Geidel hat im Training solide gearbeitet." Maskenmann "Marcello" (Kiefernhöhlenvorderwand druch) trug im Gesicht stolz seinen neuen Arbeitsschutz, räumte bei den Kollegen mächtig ab. "Patient" Geidel (mußte in seiner Laufbahn schon viele Verletzungen wegstecken): "Ich hoffe, daß ich vom Arzt grünes Licht fürs Wochenende bekomme. Vielleicht reicht's ja am Freitag für die Bank. Ansonsten gibt's noch die Reserve. Entscheiden muß und kann das aber nur der Trainer."
Übungsleiter Müller: "Das will genau überlegt sein. Wir haben jetzt Halberstadt, dann den Pokal gegen Völpke, dann kommt Schalke. Da bieten sich viele Varianten." Vorm Spitzenspiel werden die Einheiten schön dosiert - heute und morgen ist nur einmal Training. Müller: "Die Jungs sollen ja gegen Halberstadt frisch und spritzig sein." Auch Ersatztorwart Geisthardt (noch für die A-Junioren spielberechtigt). Der eigentlich für die Bank vorgesehene Kollege Guth stieg wieder ins Training ein. Noch ein Lichtblick.


Mitteldeutsche Zeitung vom 16.08.2005

Hallescher FC
Auerbach-Trip in Oktober verlegt

Von Karl Ebert

Halle/MZ. Mit zwei kürzeren Trainingseinheiten beginnt für die Kicker des Halleschen FC heute die Vorbereitung auf das Oberliga-Landesderby gegen Germania Halberstadt am Freitag (19 Uhr). Trainer René Müller hatte den Sonntag genutzt, um das ehemalige Team seines neuen Stürmers Sven Döring beim 2:0 über Grimma noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Doch schon vorher stand für den Coach fest: "Halberstadt ist ein anderes Kaliber als Oberlausitz oder Eilenburg. Das wird der erste Brocken."
Bis auf Alexander Gleis haben alle Akteure die Partie in Eilenburg ohne größere Blessuren überstanden und den freien Montag zum Ausspannen genutzt. Der Kapitän hatte an seinem rechten Knöchel bereits in der Anfangsphase einiges abgekriegt, sich aber durchgebissen. Mit dem Auslaufen am Sonntag war es aber nichts. Müller verordnete Gleis eine Fahrrad-Tour.
Seit Montag steht fest, wie es für den HFC nach dem Derby weitergehen wird. Die Landespokal-Partie gegen den Oberliga-Rivalen TSV Völpke wird am Sonntag, dem 28. August (14 Uhr), angepfiffen. Und das Oberligaspiel beim VfB Auerbach, das wegen des Gastspiels vom deutschen Vizemeister Schalke 04 in Halle verlegt werden muss, steigt am Sonnabend, dem 8. Oktober (14 Uhr), im Vogtland.
"Beim Pokal mussten wir den Termin mit unseren bereits seit längerem geplanten Aktivitäten beim Laternenfest koordinieren. Und den Auerbachern war wichtig, dass wir möglichst an einem Sonnabend spielen, damit sie keine Verluste bei den Zuschauereinnahmen haben", erläutert Manager Lutz Lindemann, warum die Gespräche einen gewissen Zeitaufwand erfordert haben. Mit der Verlegung auf einen Sonnabend waren dann auch die ursprünglich einmal von den Vogtländern angedachten finanziellen Forderungen vom Tisch.
Gesprächsbedarf besteht auch noch um den Termin der Heimpartie gegen Dresden-Nord (ursprünglich 9. September, 19 Uhr). Die Sachsen haben wegen der Verpflichtung ihrer Spieler beim Länderpokal um Verlegung gebeten.


Bild Halle vom 16.08.2005

Noch drei Tage bis zum HFC-Hit gegen Halberstadt
Kopfball-Torpedo / Mach's nochmal, Frieda

Von unbekannt

Die HFC-Kicker durften nach 2 Saisonsiegen gestern ausspannen. Nicht so die "Hand Gottes" Denis Koslov: "Ich war laufen."
Recht so. Am Freitag (19 Uhr) beim Hit HFC (Dritter) gegen den Oberliga-Spitzenreiter Halberstadt muß es rollen. Unvergessen das peinliche 0:3 letztes Jahr im Stadion des Friedens - der Anfang vom Ende für Trainer Andreev und seine Getreuen...
Soll dem neuen Coach Rene Müller mit seinen Jungs nicht passieren. Der Leipziger machte gestern in "Hausarbeit" ("ich habe jede Menge zu tun"), wollte nicht übers Team spekulieren: "Ich gehe davon aus, daß derselbe Kader ranmuß. Mal sehen, was aus Petrick und Geidel wird." Neu: Der Rückkehrer übte gestern bei der Reserve erstmals mit Maske (Kiefernhöhlenvorderwand durch). Vorteil Müller und Co.: Die Standards (Ecken, Freistöße) werden immer gefährlicher. Weil Riesen wie Abwehrrambo Friedrich plötzlich aus der Luft zuschlagen. Siehe Kopfball-Torpedo in Eilenburg. Tobias bescheiden: "Ich mache mein Ding auf dem Platz, rede mein Zeug mit der Mannschaft, will aber keine großen Sprüche machen, okay?"
Übungsleiter Müller: "Ich brauche keine Lautsprecher, sondern Jungs, die auf dem Rasen alles für den HFC tun. Wie zum Beispiel ,Frieda'." Berater Lutz Lindemann: "Ich gehe davon aus, daß das Team durch seine Geschlossenheit viele Punkte einfährt, die letztes Jahr wegwaren." Gegen "HBS" will er mindestens 2000 Zuschauer sehen...


Volksstimme vom 15.08.2005

Germania Halberstadt bezwingt SV Grimma mit 2:0
Binsker und Reitzig sichern Tabellenführung

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. 20 Minuten reichten Fußball-Oberligist Germania Halberstadt, um gegen den SV Grimma mit 2:0 als Sieger vom Platz zu gehen - und die Tabellenführung zu verteidigen.
In der Anfangsphase hätten die Vorharzer bereits mit mindestens drei Toren führen können, wenn nicht sogar müssen. Banser, Binsker und Stefke versiebten Chancen im Minutentakt. Germania spielte die Muldestädter stehend schwindlig. Es vergingen allerdings elf Minuten, bis Binsker aus etwa 18 Metern abzog und mit einem flachen Schuss ins linke untere Eck traf. In den Folgeminuten machte Germania weiter Druck und hatte durch, Banser und Binsker noch gute Möglichkeiten, sich einen gemütlichen Nachmittag zu bescheren. Doch daraus wurde nichts.
Trotz drückender Überlegenheit verloren die Halberstädter mit zunehmender Spielzeit den Faden und setzten nicht mehr energisch nach. "Wir haben uns von Grimma das Spiel regelrecht aufdrängen lassen", kommentierte Halberstadts Trainer Pfannkuch nach dem Spiel die Wende.
Glück für Germania, dass es Grimma nicht vermochte, aus diesem Vorteil einen Nutzen zu ziehen. Bis zur Halbzeit hatten die Gäste lediglich einen echten Torschuss zu verbuchen.
Nach dem Seitenwechsel bei Halberstadt keine Besserung. Es schien, als wenn Germania mehr Angst vor dem Ausgleich hatte als Mut für eine Resultatsverbesserung. Im Mittelfeld bildete sich ein Loch, und der besonders in der Anfangsphase souveräne war dahin. Selbst die nach Gelb-Roter Karte für Gasch wegen Nachtretens gegen Lorenz half nicht.
Ein "goldenes Händchen" hatte allerdings Pfannkuch, als er in der 87. Minute Reitzig brachte, der mit seiner ersten und bis zum Abpfiff einzigen Ballberührung das erlösende 2:0 erzielte. Die Vorarbeit leistete Banser, der allein vor Lippmann stehend auf Reitzig ablegte.


Volksstimme Halberstadt vom 15.08.2005

Oberliga: Halberstadt schlägt Grimma 2: 0 – bleibt aber etwas schuldig
Germania ließ nur 20 Minuten den Qualitätssprung durchblicken

Von Mathias Kasuptke

Halberstadts Oberligist gewann gestern zwar 2:0 gegen Grimma, den vollzogenen Qualitätssprung ließ die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch allerdings nur 20 Minuten durchblicken. Besonders in der zweiten Spielhälfte dominierte das Zittern und Bangen um den Sieg. Für die Erlösung sorgte Reitzig, allerdings erst drei Minuten vor dem Abpfiff.

Halberstadt. So richtig zufrieden war Germanis Trainer Thomas Pfannkuch nicht. Dabei fing alles so gut an. Anders als zuletzt in Völpke, wo man die ersten 20 Minuten völlig verzitterte, trumpfte Germania gestern gegen Grimma selbstbewusst auf und spielte die Gäste fast in Grund und Boden. Germania spielte in der Anfangsphase wie von einem anderen Stern. "Wir hätten uns nur mit Toren belohnen müssen", erklärte Pfannkuch.
Die sonst bei Heimspielen nicht gerade verwöhnten Germania-Fans durften ihren Augen nicht trauen. Bei der Pfannkuch-Mannschaft passte einfach alles. Jeder Pass fand seinen Adressaten, jede Flanke in den gegnerischen Strafraum war eine Chance. Es gab nur ein Problem: Banser, Binsker und Stefke versiebten die Dinger im Minutentakt. Erst als der kleine Binsker nach elf Minuten das Leder aus fast 18 Metern im linken unteren Ecke versenkte, schien der Bann gebrochen. Doch weit gefehlt.
Für Pfannkuch völlig unerklärbar, folgte der Überlegenheit der Einbruch. "Wir sind sofort ins Spiel gekommen, alles lief wie nach Plan. Es hätte ein guter Nachmittag werden können", resümiert der Coach – trotz Dauerregens. Sauer reagierte Pfannkuchs Amtskollege aus Grimma. Bekannt für derbe Sprüche und laute Flüche ging Grimmas Trainer Steffens mit seiner Mannschaft ins Gericht. "So darf man kein Spiel beginnen. Die ersten 15 Minuten haben völlig vergrunzt. Das muss man einfach besser machen, wenn man in der Oberliga spielen will", wetterte der Trainer. Nach der Halberstädter Anfangsoffensive und der Führung durch Binsker sei seine Mannschaft den "selbstbewussten Halberstädter nur hinterhergelaufen". In der zweiten Halbzeit habe man den Gastgeber zwar "eingeholt", sich dann aber durch eine Gelb-Rote-Karte selbst geschwächt. In solchen Situationen fehle es seiner Mannschaft an Cleverness.
Ein Lob kassierte Germania von anderer Stelle. Das Spiel gesehen hatte auch HFC-Coach René Müller. Der saß in der Pause im trockenen Fanmobil und plauderte locker über die Perspektiven des Fußballs im Vorharzer. Friedensstadion und Entwicklung des VfB Germania Halberstadt würden sich für höhere Spielklassen anbieten. Es sei "beeindruckend" was in Halberstadt in den letzten Jahren geleistet wurde, meinte Müller. Mal sehen, ob er dass am Freitag nach dem Spiel gegen Germania immer noch sagt.


Volksstimme Halberstadt vom 13.08.2005

Fußball-Oberliga: Halberstadt empfängt morgen um 14 Uhr den SV 1919 Grimma
Germania ist noch Heimspiel-Beweis für Qualitätssprung schuldig

Von Mathias Kasuptke

Für Halberstadts Fußball-Oberligisten geht es morgen in die zweite Runde der neuen Saison. Nach dem souveränen Auftaktsieg gegen den Aufsteiger TSV Völpke (4:0) geht es für die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch darum, nach bisher lediglich auswärts gezeigten guten Leistungen, auch dem eigenen Publikum den Qualitätssprung zu demonstrieren.

Halberstadt. Der Druck hat nicht abgenommen. Nach dem Völpke-Sieg liegt die Messlatte beim Halberstädter Oberligisten vor dem Grimma-Spiel morgen nicht tiefer. Gegen die Muldestädter müssen erneut drei Punkte eingefahren werden, will man nächsten Freitag mit einem relativ sicheren Polster zum HFC fahren (Freitag, 19 Uhr in Halle). Sonst droht der jetzige erste Tabellenplatz ganz schnell zur Eintagsfl iege der Liga zu werden.
Aber nicht nur der erste Platz sorgt für zusätzlichen Liga-Druck bei Germania Halberstadt. Auch das durchschnittliche Auftreten beim Testspiel gegen Stendal ist unverhofft zu einer Verpflichtung geworden. Allein auswärts mit guten bis überragenden Spielen zu glänzen, reicht den Halberstädter Fußball-Fans nicht. Zudem hat es Germania-Präsident Herbst kürzlich auf den Punkt gebracht: "Gute Spiele haben viele Zuschauer, viele Zuschauer bedeuten höhere Einnahmen."
Die Voraussetzungen für ein gutes Spiel am morgigen Sonntag könnten aus Sicht des Trainers kaum besser sein. Seine Mannschaft strotzt vor Fitness, und Pfannkuch hat die Qual der Wahl in Sachen Aufstellung. Das sich gegenüber dem Völpke-Spiel in den Reihen von Germania Halberstadt viel ändern wird, ist sicher kaum zu erwarten. Zu gut hat die Mannschaft harmoniert, als dass es an der einen oder anderen Stelle Auswechslungsbedarf geben könnte.
Dennoch weiß der Trainer, dass auf seiner Bank Spieler sitzen, die sich auf Dauer sicher nicht mit dieser Position zufrieden geben werden. Namen wie Alex Kopp, René Cunaeus, Erik Hartmann oder Steffen Wiekert gehörten sonst zum Stammkader.
Auch Gabriel Lorenz und Sebastian Stosch haben in der Vorbereitung gezeigt, dass sie alles andere als nur Auswechselspieler sein wollen. Und dann sind da noch Tassilo Werner und Friedrich Reitzig. Während Werner gegen Völpke schon ran durfte, wartet Vorjahres-Talent Reitzig noch auf seinen ersten Auftritt.
Trainer Pfannkuch kann sich also beruhigt zurücklehnen. Aufstellungssorgen dürfte er so bald keine haben. Bleibt lediglich zunächst abzuwarten, wie einige Spieler mit dem derzeitigen spielerischen Höhenflug umgehen können. Ein Wackelkandidat könnte Felix Binsker sein. Er hatte zwar gegen Völpke ein gutes Spiel gezeigt und mit seinem Treffer auch dieses untermauert, dennoch gilt der 19-J ährige als labiler Jungspunt, der auch schon mit dem Ex-Germania-Spieler Penev verglichen wurde. Der heutige Leipziger hatte im Vorjahr auch einen sensationellen Start (zwei Tore gegen den HFC), anschließend ist er allerdings auf dem Rasen nicht wieder aufgefallen. Es liegt an Binsker, ob ihm das gleiche Schicksal erspart bleibt.
Ein Kandidat für Verletzungen ist Ladislav Stefke. In Völpke und in allen Testspielen zuvor hatte es der 26-jährige Slovake mächtig auf die Hacken bekommen. Seine filigrane Spielweise scheint offenbar den Neid seiner Gegenspieler herauf zu beschwören. Germania gegen Grimma morgen ab 14 Uhr im Friedensstadion.


Volksstimme vom 12.08.2005

Germania Halberstadt
Grimmas Trainer Steffens hat spioniert

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. "Wir wollen zeigen, dass wir auch zu Hause guten Fußball spielen können und die Leistung der Partie in Völpke bestätigen", formuliert Germania Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch die Zielstellung seiner Elf für das am Sonntag anstehende Heimspiel gegen den SV Grimma. Dass dabei unbedingt ein weiterer Erfolg herausspringen soll, ist nach der sehr guten Vorbereitung und dem Oberliga-Auftaktsieg fast schon Pflicht.
Nach der eher durchwachsenden Vorstellung im letzten Test-Heimspiel gegen Verbandsligist Stendal wollen Halberstadts Anhänger zudem sehen, dass ihr Team tatsächlich auf einem höheren Niveau agiert als in der letzten Saison. Zu den "Spähern", die beim 4:0-Erfolg von Germania in Völpke anwesend waren, gehörte neben FCM-Coach Dirk Heyne auch dessen Hallenser Kollege René Müller sowie natürlich mit Achim Steffens der Trainer vom Sonntags-Kontrahent SV Grimma. Dessen Spielerkader ist in der Sommerpause etwas kleiner geworden, unter anderem hat mit Norman Becker ein Leistungsträger den Verein verlassen. Er hütet künftig den Babelsberger Kasten. An seine Stelle rückte der von Sachsen gekommene Daniel Lippmann.
Obwohl nicht unbedingt viel Bewegung in den Kader gekommen ist, darf der Kontrahent keinesfalls unterschätzt werden. Trainer-Fuchs Steffens wird ihn bestens einstellen. Germania wird das erste Saisonheimspiel voraussichtlich in der Aufstellung der Partie in Völpke bestreiten. Erfolgreiche Teams soll man nicht ändern...


Volksstimme Halberstadt vom 10.08.2005

Fußball: Oberligist Germania Halberstadt hat Verstärkung bekommen
Weiterer Neuzugang: Schlitte ist Vater

Von Mathias Kasuptke

Halberstadts Oberligist Germania hat unverhofft Verstärkung bekommen. Kevin Schlitte ist seit Sonnabend Vater eines Sohnes. Der kleine Vincent wird beim Stürmerstar sicherlich ungeahnte Kräfte freisetzen. Dem SV Grimma, als nächstem Gast, dürfte es am Sonntag nicht recht sein, wenn Schlitte auf der rechten Außenbahn noch schneller wird.

Halberstadt (mak). Als Kevin Schlitte am vergangenen Freitag in Völpke zum ersten Oberliga-Punktspiel auflief, hatte er bereits mehrere schlaflose Nächte in den Knochen. Hintergrund der ungewollten Strapazen war der überfällige Endbindungstermin seiner Lebensgefährtin Jennifer. Eigentlich sollte schon Tage zuvor der kleine Schlitte auf die Welt kommen. Doch der ließ sich Zeit. Allerdings waren die werdenden Eltern in den Tagen und Nächten zuvor einige Male zwischen Wohnung und Krankenhaus hin und her gependelt.
Was Schlitte am Freitag nicht wusste: Als er in Völpke die Abwehr des TSV schwindlig spielte, musste seine Freundin erneut ins Krankenhaus. Mittlerweile schien die Sache aber ernster zu sein. Das erfuhr Kevin Schlitte aber erst in der 88. Minute, als er von Trainer Thomas Pfannkuch ausgewechselt wurde – nicht weil er ins Krankenhaus sollte, das wusste der Coach nicht.
Schlitte hatte sich den Applaus der Germania-Fans erspielt und sollte ihn auch uneingeschränkt genießen können. Als er vom Platz ging, standen seine Eltern am Spielfeldrand und übermittelten ihm die Botschaft der nahenden Niederkunft. Am liebsten wäre er sofort quer über den Platz gelaufen, allerdings hätte das wertvolle Zeit der Erklärung beim Schiedsrichter gekostet. Also nahm Kevin Schlitte den weiteren Weg einmal um den Platz und kam dennoch zu früh in Halberstadt an.
Der kleine Neuankömmling hatte es schon wie die Tage zuvor nicht so eilig. Das Licht der Welt erblickte er erst am Sonnabend um 16.25 Uhr im Krankenhaus – 53 Zentimeter groß, 3500 Gramm schwer. Mutter und Sohn geht es gut. Das erste Tor gegen Grimma am Sonntag will Schlitte seinem Sohn widmen.


Volksstimme vom 08.08.2005

Germania Halberstadt
Pfannkuch freut sich uber höhere Ansprüche

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Germania steigert sich. Erstmals im dritten FußbaIl-Oberliga-Jahr stehen die Halberstädter auf dem ersten Tabellenplatz - nach dem ersten Spieltag. Das 4:0 bei Aufsteiger Völpke hat für die erste Pole-Position gesorgt. Zwei Gegentore haben den HFC beim Sprung an die Tabellenspitze behindert.
Die Halberstädter haben noch nie in der Oberliga die Tabelle angeführt. Beste Platzierung war bislang Platz zwei. Im ersten Oberliga-Jahr 2003/04 kamen die Halberstädter nicht über Platz vier hinaus - nach dem vierten Spieltag.
In der vergangenen Serie stand Germania nach dem Auftaktsieg gegen den späteren Absteiger Dessau 05 (4:1 - damals schoss der heutige Halberstädter Stefke die 1:0-Führung für die Muldestädter - und dem sensationellen 3:0 über den HFC zwei Spieltage lang auf dem zweiten Tabellenplatz - hinter Jena. Mit der Höhenluft in der Lunge folgte dann aber ein 2:3 beim Aufsteiger Meuselwitz und bei Germania herrschte dicke Luft.
Über die Ansprüche einiger Spieler, die sich nicht erst nach dem Auftaktsieg gegen Völpke zum Spitzentrio in der Liga zählen, kann sich Trainer Pfannkuch nur freuen. "Es ist doch schön, wenn Fußballer diese Ziele haben. Sie sollten dann aber auch die entsprechende Leistung bringen. Die Punkte kommen nicht von allein", warnt der Coach, genießt aber auch den neuen Ehrgeiz seiner Mannschaft.


Volksstimme vom 08.08.2005

Fußball-Oberliga: Germania Halberstadts überzeugender Auftritt
Kapitän Gerlach weiß: Andere sind stehengeblieben

Von Mathias Kasuptke und Thomas Wartmann

Halberstadt. Da kann man schon ins Schwärmen geraten. Was Germania in Völpke geboten hat, war sehr überzeugend. Lediglich in den ersten zehn Minuten war bei den Halberstädtern eine leichte Nervosität zu spüren. Die erfuhr aber mit Gottwalds Tor in der 14. Minute einen Schlusspunkt.
Für die neue Germania-Souveränität hat Mannschaftskapitän Gerlach eine Erklärung: "Wir sind in der Qualität besser geworden", erklärt Gerlach nach dem Völpke-Spiel. Letztlich seien die Konkurrenten in den letzten Jahren zwar auch nicht schlecht gewesen, sie seien aber in ihrer Entwicklung stehengeblieben. "Wichtig ist jetzt, dass wir das Begonnene, die gute Arbeit in der Vorbereitung, kontinuierlich fortsetzen", betont Gerlach. Trotz des Jubels nach dem klaren Auftaktsieg lässt sich Gerlach nicht gänzlich vom Siegestaumel betören. "Erst, in den Spielen gegen den HFC, FCM oder Leipzig werden wir sehen, wo wir wirklich stehen."
Von einem leichten Spiel wollte Trainer Pfannkuch des klaren Sieges gegen Völpke nichts wissen. "In der ersten Halbzeit hat mir unser Spiel nicht sonderlich gefallen. Völpke hat die Räume sehr eng gemacht und bei uns fehlte es an Passgenauigkeit. Da sind wir nicht so richtig ins Spiel gekommen, das hatte ich mir anders vorgestellt", erklärt Pfannkuch.
Der Gewinner des Tages war ohne Zweifel Fait-Florian Banser. Beim FCM in der Vorsaison in Ungnade gefallen, traf der Neu-Halberstädter in Völpke gleich zweimal. Und das unter den Augen von Ex-Trainer Heyne. Der FCM-Coach beobachtete das Spiele ebenso wie seine Kollegen Steffens (Grimma) und Müller (HFC). Das Geheimnis von Bansers neuer Torsicherheit (24 Tore in der Vorbereitung) scheint Germanias Rückhalt zu sein. "Es macht wieder Spaß. Bei Germania ist keiner sauer, wenn ich nicht treffe. Ich kann locker aufspielen und dann gehen eben auch wieder 1:1-Situationen wie beim ersten Tor auf", sagt Banser.
Dirk Heyne, der zum ersten Mal in Völpke war, meinte. "Der erste Eindruck vom Platz und der Atmosphäre ist gut, Bei Halberstadt läuft es schon sehr gut. Die Völpker spielen ganz gefällig, nur nach vorn bringen sie etwas wenig. So sahen es auch Spieler, Trainer und Verantwortliche beim TSV. Trainer Thoralf Bennert war mit der Leistung seiner Elf in der ersten Halbzeit phasenweise zufrieden und haderte mit dem Spielverlauf. "Das 0:1 fällt nach einem Standard mehr als unglücklich, und beim zweiten Tor habe ich nach dem Wiederanpfiff kaum gesessen. Die Gelb-Rote Karte hat uns dann den Rest gegeben, da haben wir 15 Minuten gebraucht, um uns neu zu organisieren. Aber natürlich waren wir im Angriff auch zu harmlos", meinte er. Mannschaftskapitän Matthias Zahn sah es ähnlich: "In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass unser neues Defensivkonzept aufgeht. Doch das glückliche Tor und der Platzverweis haben uns das Genick gebrochen."
Präsident Georg-Friedrich Oelze hofft, dass die Mannschaft keinen psychischen Knacks davon trägt. Nicht nur er sah bei Torwart Sebastian Reiss die beste Tagesleistung.


Volksstimme Halberstadt vom 08.08.2005

Germania Halberstadt: Überzeugender Oberliga-Auftakt in Völpke
Qualitätssprung in allen Bereichen

Von Mathias Kasuptke

Germania siegt zum Oberliga-Auftakt in Völpke durch Tore von Gottwald, Binsker und zweimal Banser klar mit 4:0 (1:0) und überzeugt in allen Belangen. Im Vorfeld konnte man nicht ausgehen, dass die Begegnung gegen den Aufsteiger so eine klare Angelegenheit wird. Besonders gegen vermeintliche Underdogs taten sich die Halberstädter in der Vergangenheit besonders schwer.

Halberstadt. Die Erleichterung war allen anzusehen: der Mannschaft, den Betreuern, den Fans und den Sponsoren. Nach dem 4:0-Sieg gegen Aufsteiger TSV Völpke war allen ein Stein vom Herzen gefallen. Der Druck, der vor allem auf den Spielern lastete, war enorm. Für die Halberstädter durfte es gegen den Aufsteiger nur einen klaren Erfolg geben, alles andere wäre einer Blamage gleichgekommen.
Angesichts dieser Belastung hat die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch am Freitagabend in Völpke überragend gespielt. Souveräner kann man kaum noch eine Auftaktbegegnung bestreiten. Sieht man einmal von verständlichen zehn nervösen Anfangsminuten ab, waren die Halberstädter immer eine Klasse besser. Selbst wenn Pfannkuch in der ersten Hälfte noch die "fehlende Passgenauigkeit" kritisierte, so waren selbst diese 45 Minuten um Weiten besser als das, was man in den vergangenen Oberliga-Jahren bei Germania schon alles mit ansehen musste.
Der VfB hatte in jeder Saison immer einige Highlights – Jena, HFC, Leipzig. Aber Germania offenbarte auch tiefe Abgründe, die sich besonders gegen die vermeintlichen Underdogs auftaten. Ein solcher ist der TSV Völpke. Vielleicht waren deshalb die Sorgenfalten vor dem Freitagspiel im Germania-Umfeld besonders tief. An Spiele wie gegen Sondershausen, Pößneck oder Oberlausitz wollte man nicht erinnert werden.
Spätestens nach dem Seitenwechsel fand aber selbst der kritische Pfannkuch nichts mehr, was er an der Leistung seiner Mannschaft bemängeln konnte. Germania zelebrierte Fußball. Und das nicht nur, weil Völpke von der 60. Minute an mit einem Spieler weniger auskommen musste. Germanias Qualitätssprung in allen Mannschaftsteilen müsste auch dem größten Kritiker aufgefallen sein. Räume werden aufgerissen, das Spiel verlagert, der Ball wird laufen gelassen, dass es eine Freude ist, zuzuschauen.
Doch es ist richtig, wenn Kapitän Gerlach sagt: "Wir müssen kontinuierlich weiter arbeiten. Erst gegen den HFC, FCM oder Leipzig werden wir sehen, wo wir wirklich stehen."


Volksstimme vom 06.08.2005

Fußball: Aufsteiger startet mit Heimniederlage ins Abenteuer Oberliga
4:0 - Germania Halberstadt verdirbt Völpke den Spaß

Von Mathias Kasuptke und Thomas Wartmann

"Spielverderber" Germania Halberstadt hat TSV Völpke gleich zum Auftakt den Spaß am Abenteuer Fußball-Oberliga verdor ben. 4:0 (1:0) gewann der VfB beim Aufsteiger und wurde so seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Die Tore vor 1200 Zuschauern erzielten Gottwald, Binsker und Banser (2).

Völpke. Beide Mannschaften begannen die Partie zunächst verhalten. Nach sechs Minuten war es der Völpker Björn Ohnesorge, der den Ball das erste Mal in Richtung Tor schoss. Er verfehlte den Kasten von Kischel aber weit. Fünf Minuten später musste sein Gegenüber ernsthaft eingreifen, als er einen Ball von Kevin Schlitte abwehrte. Nur eine Minute danach Eckball für Germania Das Leder fiel in den Strafraum, Ingo Herrmanns bekam den Ball nicht unter Kontrolle - irgendwie landete der Ball schließlich bei Randy Gottwald, der den ersten Treffer für die Germane erzielte (12. Minute).
In der Folge machten die Gäste weiter Druck, verlagerten das Spiel auf die Flügel, um dann mit steilen Pässen die Spitzen Schlitte und Banser in Szene zu setzen. In der 37. Minute war es Schlitte, nach Vorarbeit von Gerlach, der fast von der Torauslinie aus 16 Metern voll abzog. Nur einem Reflex von Reiss verdankte es der TSV Völpke, dass es nicht 0:2 stand. Zwei Minuten später war, es Banser, der aus zentraler Position aus der Drehung abzog und erneut Völpkes Keeper zu einer Parade zwang.
Germania wirkte in den ersten 45 Minuten abgeklärter und im Spielaufbau kontrollierter. Völpke hatte nur bis zum Gegentor Anteile am Spiel und wirkte danach zu nervös.
Nach dem Wechsel spielte nur noch eine Mannschaft - Germania. Mit dem frühen 2:0 von Binsker (46.) nach Vorarbeit von Schlitte war den Einstand nach Maß perfekt. In der Folge spulte der VfB sein überlegenes Oberliga-Programm ab, beherrschte das Spiel nach Belieben und führte Völpke streckenweise vor. Die gelb-rote Karte für Heimrath sorgte dafür, dass der Aufsteiger völlig unter die Räder kam. Die Treffer von Banser in der 65. und 75. Minute waren angesichts des souveränen VfB-Spiels nur konsequent. Unterm Strich hätte das Ergebnis sogar. noch höher ausfallen müssen.


Volksstimme Halberstadt vom 06.08.2005

Germania Halberstadt ist auch in punkto Sicherheit für die neue Oberliga-Saison vorbereitet
Soviel Sicherheit wie nötig, bei so wenig Einschränkungen wie möglich

Von Mathias Kasuptke

Die Vorbereitungen für die neue Oberliga-Saison liefen in den vergangenen Wochen nicht nur auf dem Trainingsplatz. Hinter den Kulissen trafen sich Polizei, Stadtverwaltung und Sicherheitsleute des Oberligisten Germania Halberstadt.Tenor der Treffen: "Sicherheit ohne Abstriche für familienfreundliche Spieltage".

Halberstadt (mak). Das Friedensstadion zählt ohne Zweifel zu den friedlichsten Oberliga-Spielstätten. Ausschreitungen haben bisher lediglich unter Gästefans stattgefunden – zum Beispiel nach der 0:3-Niederlage des HFC in der vergangenen Saison. Nur einmal war aus dem Germania-Fanblock eine Glasflasche in Richtung Spielfeld geflogen. "Ein Warnsignal", sagt der Sicherheitsbeauftrage des VfB Germania, Wilfried Ollech. Man habe darauf entsprechend reagiert, den Werfer im Blick.
Grundsätzlich sind auch in Halberstadt derlei Vorkommnisse nicht auszuschließen. Das räumt auch Ollech ein. "Wir können aber alles dafür tun, um die Wahrscheinlichkeit, dass sich so etwas wiederholt, so gering wie möglich zu halten", betont der Sicherheitsexperte und lobt in diesem Zusammenhang neben den professionellen Ordnungskräften von Polizei und Bundesgrenzschutz, die lediglich bei Spielen mit erhöhtem Sicherheitsrisiko zum Einsatz kommen, die Ordnungskräfte des VfB Germania. "Die Arbeit dieser Truppe kann man gar nicht hoch genug schätzen. Sie schaffen die Voraussetzungen für die familienfreundlichen Fußballnachmittage und riskieren im Ernstfall dafür ihre Gesundheit", unterstreicht Ollech.
Lob bekommt der VfB Germania Halberstadt in punkto Sicherheit auch von Außen. "Alle Spiele mit erhöhtem Sicherheitsrisiko vorbildlich gemeistert", heißt es von Seiten des Fußballverbandes. Die "eingesetzten Partner arbeiten offen, korrekt und anforderungsgemäß zusammen".
Für Ollech steht fest, dass es in keinem Stadion eine 100-prozentige Sicherheitsgarantie geben kann. Dennoch habe man sich in Halberstadt angesichts der nun zweijährigen Oberliga-Erfahrung für die neue Saison bestens gewappnet. "Unser Ziel ist es, Sicherheit ohne Abstriche herzustellen, damit unser Publikum familienfreundliche Spieltage erleben kann", erklärt Ollech und verweist auf den WM-Slogan für 2006: "Soviel Sicherheit wie nötig, bei so wenig Einschränkungen wie möglich".


Bild Magdeburg vom 05.08.2005

Oberliga-Auftakt
Völpke-Start: Germania kommt mit allen Neuen

Von Olaf Scholz

Da kommt doch gleich richtig Stimmung auf. Heute, 18.30 Uhr, wird die Oberliga-Saison mit dem Derby TSV Völpke gegen VfB Germania Halberstadt angepfiffen. Die Rollen auf dem Papier sind klar verteilt. Der TSV ist Aufsteiger. Germania also Favorit.
Auf dem Rasen aber wird es ein heißer Tanz. Völpke-Trainer Thoralf Bennert verspricht: "Für uns ist diese Partie gleich die richtige Einstimmung auf die Saison. Meine Jungs sind heiß. Aber es wird nicht nur schwierig, zum Auftakt drei Punkte zu holen, sondern auch die Klasse zu halten." Bis auf den verletzten Defensiv-Allounder Ronny Röper (Knie-OP) sind alle fit.
Bei Germania könnten alle fünf neuen (Gottwald, Vandreike, Stefke, Heckeroth, Banser) in der Startelf stehen. "Zum Glück haben wir die Qual der Wahl bei der Aufstellung", freut sich Trainer Thomas Pfannkuch über eine verletzungsfreie Vorbereitung. "Wir wissen um die Aufstiegs-Euphorie und das Auftaktfieber in Völpke. Wenn jeder bei uns 100 Prozent bringt, sollten wir da gewinnen können"


Volksstimme Halberstadt vom 05.08.2005

Fußball: Heute Oberliga-Auftakt in Völpke
Germania mit fünf Neuzugängen in der Anfangsformation

Von Mathias Kasuptke

Heute geht es los. Die Oberliga startet in die neue Saison. Germania Halberstadt muss zum Auftakt beim TSV Völpke antreten. Anstoß ist um 18.30 Uhr. Bei den Halberstädtern sind alle fit. Die Anfangsformation der Pfannkuch-Truppe dürfte feststehen. Mit dabei auf jeden Fall die fünf Neuverpflichtungen.

Halberstadt. Der Oberliga-Auftakt morgen beim TSV Völpke wird kein Selbstläufer. Auch wenn Germania Halberstadt eine überragende Vorbereitung absolviert hat. "Lässigkeiten wie gegen Stendal werden in Völpke sofort bestraft. Da wird mit Emotion und Leidenschaft gespielt werden", ist Trainer Pfannkuch überzeugt. Der vergangene Sonntag hat gezeigt, dass bei den Halberstädtern nicht immer alles rund läuft. Die drei Tore zum 3: 0-Erfolg gegen den Verbandsligisten waren erst in den letzten zehn Minuten gefallen. Der Ball rollte bei Germania nicht gut und die Zweikämpfe wurden nicht energisch genug angenommen. "Das Spiel haben wir sehr bewusst wahrgenommen", erklärt Pfannkuch.
Dass die fünf Neuverpflichtungen zum ersten Aufgebot gehören, dürfte als sicher gelten. In der Abwehr ist alles klar. Neben Pölzing, Gottwald und Thiele wird auf der rechten Position Heckeroth spielen. Im Mittelfeld werden neben Kapitän Gerlach wohl Stefke und Vandreike auflaufen. Wenn Pfannkuch mit drei Spitzen spielt, ist die linke Position noch offen. Nach den zwei Toren gegen Stendal spricht vieles für Binsker. Schlitte und Banser sind unumstritten. Wer steht im Tor? Kischel war zuletzt angeschlagen, Löffke in Topform.
Ein großes Problem, was der TSV Völpke zu lösen hatte, ist das der Parkmöglichkeiten. In Völpke sind sechs Stellflächen mit einer Kapazität von rund 700 PKW ausgewiesen. Auf der Homepage des TSV (www.tws-voelpke-fussball.de) ist ein Lageplan veröffentlicht, dessen Studium für Ortsunkundige empfehlenswert ist. Eine weitere Schwierigkeit sind die Straßenbaumaßnahmen im Ort. Für die Fans, die aus Richtung Halberstadt anreisen, empfiehlt es sich, in Barneberg Richtung Helmstedt die B 245 zu verlassen, um dann von der B 245 a in Richtung Völpke zu fahren, da die Ortseinfahrt ab der Eisenbahnbrücke gesperrt ist.


Volksstimme Börde vom 05.08.2005

Völpke empfängt Germania Halberstadt
TSV Völpke: Heute Abend Start ins Abenteuer Oberliga

Von Thomas Wartmann

Heute Abend wird es Ernst für Völpkes Fußballer: Der TSV, amtierender Landesmeister Sachsen-Anhalts, startet in das Abenteuer Oberliga. Die Schützlinge von Trainer Thoralf Bennert und Co-Trainer Andreas Brisch laufen in der Staffel Süd auf heimischer Anlage zum Saisonauftaktspiel gegen den VfB Germania Halberstadt auf (18.30 Uhr). Die Gäste aus dem Nachbarkreis gelten als die Favoriten der Begegnung, doch der TSV ließ vor dem Anpfiff keine Zweifel über seine Zielstellung aufkommen. Trainer Bennert: "Wir müssen unsere Punkte zu Hause holen." Den Völpkern steht der am Knie operierte Ronny Röper nicht zur Verfügung. Der TSV rechnet mit 1500 Zuschauern.


Volksstimme vom 04.08.2005

Fußball-Oberliga 2005/06
Völpke und Halberstadt sind gerüstet

Von Mathias Kasuptke und Thomas Wartmann

Jetzt geht's los: Mit dem Landesderby TSV Völpke gegen Germania Halberstadt und der Partie zwischen Sachsen Leipzig und VfB Auerbach (beide morgen, 18.30 Uhr) startet die Fußball-Oberliga Süd in die neue Saison 2005/06.

Völpke/Halberstadt. Beim heutigen Abschlusstraining, spätestens jedoch am Freitagvormittag, fällt bei Völpkes Trainer Thoralf Bennert die Entscheidung über die Aufstellung für das Eröffnungsspiel. "Ich muss gucken, wer frisch und fit ist, dann kann ich mich entscheiden", will er sich im Vorfeld noch nicht festlegen. "Wir sind sehr variabel, allein die Abwehr mit Torwart Sebastian Reiß und die Viererkette mit Herrmanns, Bläsing, Heimrath und Bree ist gesetzt", lässt er sich zumindest in diesem Mannschaftsteil in die Karten gucken.
Außer dem verletzten Ronny Röper (Knie-OP) sind alle Spieler an Deck. Christoph Grabau, der gestern wieder in das Training einstieg und Christian Helmke (aus dem Urlaub zurück) werden wohl definitiv nicht in der Anfangsaufstellung zu finden sein. Mental schätzt Bennert seine Mannschaft als fit ein: "Der Sieg gegen Magdeburg II hat uns motiviert. Wir standen über lange Strecken in der Abwehr sehr sattelfest, da haben die Spieler auch gesehen, dass wir einen großen Schritt nach vom gemacht haben."
Über die Zielstellung der Völpker lässt er keinen Zweifel aufkommen: "Wir müssen unsere Punkte zu Hause holen, und damit fangen wir am besten Freitagabend an." Auch im Umfeld wird fleißig gewerkelt. Zur morgigen Abnahme durch den NOFV müssen die Stehplatztraversen und der Zaun fertig sein. Genauso bezugsfertig ist dann die neue Schiedsrichterkabine.
Ein großes Problem, was der Neuling auch zu lösen hatte, ist das der Parkmöglichkeiten. In Völpke sind sechs Stellflächen mit einer Kapazität von rund 700 Pkw ausgewiesen. Auf der Homepage des TSV (www.tsv-voelpke-fussball.de) ist ein Lageplan veröffentlicht, dessen Studium für Ortsunkundige empfehlenswerl ist.
Eine weitere Schwierigkeit sind die Straßenbaumaßnahmen im Ort. Für die Fans, die aus Richtung Halberstadt anreisen, empfiehlt es sich, in Barneberg Richtung Helmstedt die B 245 zu verlassen, um dann von der B 245 a in Richtung Völpke zu fahren, da die Ortseinfahrt ab der Eisenbahnbrücke gesperrt ist. Ebenso sollten Ortsunkundige, die ans Richtung A 2 kommen, Völpke aus Richtung Helmstedt anfahren.
Gegner Germania Halberstadt sieht sich morgen als Favorit, weiß aber, dass es kein Selbstläufer wird. "Wenn wir nicht 100 Prozent Leistung abrufen, bekommen wir Probleme", warnte Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch. Das letzte Testspiel gegen Stendal hat gezeigt, dass noch nicht alles rund läuft. Die drei Tore zum 3:0-Erfolg gegen den Verbandsligisten fielen erst in den letzten zehn Minuten. Der Ball rollte bei Germania nicht gut, und die Zweikämpfe wurden nicht energisch genug angenommen. Gegen Völpke, so Pfannkuch, werden derlei Lässigkeiten bestraft. Davon ist auch der Ex-Völpker und Neu-Halberstädter René Heckeroth überzeugt. "Völpke ist heiß, und das Publikum wird sie nach vorne treiben", ist der kleine Wirbelwind überzeugt. Pfannkuch ergänzt: "Da wird mit Emotionen und Leidenschaft gespielt."
Abgesehen von der längeren Oberliga-Erfahrung haben die Halberstädter ein spielerisches Plus, können auf eine eingespielte Mannschaft verweisen, in der die Neuverpflichtungen als echte Bereicherung integriert sind. Zudem könnte der 3:2-Sieg über Völpke beim Blitzturmer in Seehausen ein psychologischer Vorteil sein, wenngleich Pfannkuch relativiert: "Das spielt für mich keine Rolle. Die Begegnung hat keine Fragen beantwortet und keine aufgeworfen", betont Pfannkuch. Auch Heckeroth ist davon überzeugt, dass der TSV in Seehausen "nur mit angezogener Handbremse" gespielt hat.


Volksstimme Halberstadt vom 02.08.2005

VfB Germania Halberstadt
Germania Fanclub Harz wurde aus der Taufe gehoben

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Es hat lange im Hintergrund geköchelt, jetzt steht es fest: Der Oberligist Germania Halberstadt hat einen offiziellen Fanclub, der eng mit der Mannschaft und dem Verein zusammen arbeitet. Unter dem Namen "Germania Fanclub Harz" soll alles getan werden, um die eigene Mannschaft bei Heim- und vor allem auch Auswärtsspielen zu unterstützen, betont Mitinitiator Eddi Masannek.
Doch der Fanclub will nicht nur von den Rängen die Mannschaft unterstützen. Fans und Mannschaft sollen mehr als bisher zusammengeführt werden. "Wir planen regelmäßige Fanabende, an denen immer auch Spieler aus dem Oberliga-Kader teilnehmen", erklärt der Vorsitzende des Fanclubs, Micha Brennert. Dazu gebe es von der Mannschaft und auch von Trainer Thomas Pfannkuch die Zusicherung. Aber die bisherigen 15 Mitglieder des Germania-Fanclubs haben noch ein weiteres Anliegen. Sie wollen konsequent gegen gewalttätige Störer in der Germania-Fankurve vorgehen.
"Germania steht für friedlichen Fußball und nicht für Randale", unterstreicht Brennert, und Masannek fügt bestimmend hinzu: "Deshalb werden wir aber nicht minder energisch unsere Mannschaft unterstützen." Der neue Fanclub steht allen Interessenten offen. Jeder, der Mitglied werden möchte, kann sich bei Heimspielen bei Micha Brennert, seinem Stellvertreter Jörg Siering oder Eddi Masannek melden.
Germania-Fanclub-Mitglieder erhalten einen offiziellen Ausweis, mit Foto und Anschrift. Beiträge werden nicht erhoben. Doch damit nicht genug: Jedes neue Mitglied wird mit einem so genannten Starterpaket empfangen. Dahinter verbergen sich nach Aussage von Eddi Masannek drei kostenlose Auswärtsfahrten für jeweils zehn Euro und ein Fanshopgutschein von 15 Euro. Sind die ersten drei Auswärtsfahrten genutzt worden, gibt es drei weitere Fahrten für ebenfalls jeweils zehn Euro geschenkt und einen weiteren Fanshopgutschein von erneut 15 Euro. Die Staffelung macht Sinn. "Wir wollen damit erreichen, dass unsere Mitglieder auch wirklich mit zu den Auswärtsfahren reisen und der Mannschaft helfen", erklärt Fan-Chef Brennert. Für Masannek geht es nur um eins: "Unterstützung für die Mannschaft."
Entstanden war die Idee für den neuen Fanclub bereits zum Ende der vergangenen Saison im Mai. Damals standen Eddi Masannek, Micha Brennert, René Cunaeus und Kevin Schlitte bei dem einen oder anderen Bier beisammen und hoben den Fanclub aus der Taufe. Gesagt getan, heute gibt es den neuen Fanclub, in dem viele Fußballfans erwartet werden.


Volksstimme Halberstadt vom 01.08.2005

Germania gewinnt letzten Test gegen Stendal mit 3:0
Gerlach wieder Mannschaftskapitän

Von Mathias Kasuptke

Zum ersten Mal zeigte sich gestern die neue Oberliga-Mannschaft von Germania Halberstadt vor heimischen Publikum und gewinnt mit 3:0 gegen den 1. FC Lok Stendal auch das letzte Testspiel in der Vorbereitung. Gelüftet wurde auch das Geheimnis um die Nominierung des Mannschaftskapitäns. Es blieb alles beim Alten: Enrico Gerlach.

Halberstadt. Es wurde lange geheim gehalten. Halberstadts Oberliga-Coach Thomas Pfannkuch hatte die Entscheidung mit ins Trainingslager nach Glinde genommen und dort fast eine Nachrichtensperre verhängt: "Wer neuer Mannschaftskapitän wird, geben wir am Sonntag bekannt", war die klare Ansage des Trainers.
Eine Überraschung bei der Ernennung blieb gestern aus. Pfannkuch entschied sich nach Rücksprache mit Co-Trainer Frank Lindemann erneut für Enrico Gerlach. Der 27-Jährige ist somit im dritten Oberligajahr Kapitän bei Germania. Für Pfannkuch ist der Mannschaftskapitän mehr als nur der Armbindenträger: "Das hat was mit Verantwortung zu tun." Der Kapitän ist der Vertreter der Mannschaft und hat deren Interessen zu vertreten. Für den Trainer ist er der erste Ansprechpartner.
Spannender verlief die Wahl des Mannschaftsrates. Jeder Spieler musste fünf Vorschläge abgeben. Die fünf am häufigsten genannten Namen bilden den Mannschaftsrat. Dem gehören in dieser Saison Kevin Schlitte, Ingo Vandreike, Sebastian Kischel, Nils Thiele und Kapitän Enrico Gerlach an.
Wie das neue Germania-Spiel aussieht, war gegen Stendal trotz der Schwächen streckenweise zu sehen. Die Zeiten der langen Pässe auf die Spitzen, unter dem Motto "Mach was draus", gehören der Vergangenheit an. Im Spielaufbau ist deutlich ein Qualitätssprung zu erkennen. Wenn dann auch die Zurückhaltung beim Abschluss abgelegt wird, darf sich jeder Germania-Fan auf die neue Saison freuen. Banser, Stefke und Schlitte haben sich gestern gegenseitig die Bälle und somit die Verantwortung für den finalen Torschuss zugeschoben, dass es schon zum Verzweifeln war.
Es hatte fast den Eindruck, als wenn sie Stendal verschonen wollten. Banser alleine hätte das Spiel entscheiden können. Zweimal Binsker und einmal Schlitte sicherten den klaren Sieg. So bleibt aber Trainer Pfannkuch noch die letzte Trainingswoche vor dem Auftakt im Völpke am Freitag, um an den doch noch offenbarten Unzulänglichkeiten im Germania-Spiel zu feilen. "Die haben uns gut in die Karten gespielt", kommentierte Pfannkuch das Spiel und schien nicht unglücklich.


Volksstimme Börde vom 01.08.2005

Fußball: Völpke im letzten Testspiel vor dem Saisonstart Sieger über Landesliga-Aufsteiger FCM II
Gut für die Moral: TSV-Elf mit erstem Vorbereitungserfolg

Von Ronny Schoof

Nicht schön, aber erfolgreich. Wenn es in der Saison ebenso läuft, dürfte man beim TSV Völpke äußerst zufrieden sein. Gegen Landesligist 1. FC Magdeburg II hieß es am Ende 2:0.

Völpke. Da ist er endlich, der erste Vorbereitungserfolg, der nach 90 Minuten gegen einen gutklassigen Kontrahenten auf dem TSV-Konto steht. Ausgerechnet im letzten Test vor dem Saisonauftakt und dem einzigen vor heimischer Kulisse verließ Völpke den Platz als Sieger – gut für die Moral der ganzen Truppe und gut für die Moral der zuletzt viel gescholtenen Abwehr, die diesmal auch dank eines prächtig aufgelegten Reiß im Tor dicht hielt. Der Völpker Pegel, vor allem, was die taktische Disziplin betrifft, zeigt nach oben. Thoralf Bennert befand: "Der Sieg kam rechtzeitig. Man erkennt Fortschritte. Das ist für die Selbstsicherheit der Spieler ganz wichtig."
Doch hätte das Selbstvertrauen wohl wieder stark gelitten, hätte die FCM-Reserve in den Anfangsminuten ihre beiden Großchancen genutzt. Unvermögen und Verspieltheit auf der einen Seite, Glück und Geschick auf der anderen verhinderten Schlimmeres für den TSV, der dann mit dem ersten sauber vorgetragenen Angriff über die linke Seite in Führung ging. Zahn zog trocken aus 17 Metern ab, und der Ball schlug präzise neben dem linken Pfosten ein.
Danach demonstrierte der Oberligist taktische Reife. Die Abseitsfalle der umformierten Dreierkette Bläsing-Herrmanns-Heimrath schnappte ein ums andere Mal zu. Die Räume im Mittelfeld blieben eng. Die FCM-Jünglinge durften sich austoben, Völpke machte nicht mehr als nötig, wozu auch die gelegentlichen gefährlichen Attacken auf den Magdeburger Kasten zählten. Die Stürmer allerdings blieben ohne Fortune. Linzert und Ohnesorge vergaben gleich mehrfach, weshalb auch Trainer Bennert nach dem Spiel meinte: "Die Chancen müssen rein. Im Punktspiel haben die Stürmer weniger Möglichkeiten und müssen mehr daraus machen."
Aber wenn's die eigenen Leute nicht packen, dann hilft ja gern auch der Gegner aus. So geschehen in der 41. Minute, als eine Bläsing-Ecke vom FCM-Schlussmann Tischer ins eigene Tor geklatscht wurde.
Trotz einiger Möglichkeiten für beide Mannschaften in der Folge, war dies bereits der letzte Treffer der Partie. Völpke, Mitte der zweiten Halbzeit nur noch zu zehnt, weil Bläsing angeschlagen den Platz verließ und Bennert keine Reserveleute mehr hatte, verwaltete den Vorsprung und konnte sich, wenn sich denn ein Magdeburger doch durch die nicht mehr ganz sattelfeste Abwehr mogelte, auf Sebastian Reiß im Tor verlassen. Bennert: "Er hat eine gut Partie gemacht und steht gegen Halberstadt auf jeden Fall im Tor."
Dies ist aber auch schon die einzige Personalie, die der Trainer vorab durchsickern ließ. Den Halberstädter Kiebitzen wollte er am Freitag nicht alle seine Karten präsentieren. Die Änderungen von Besetzungen und Positionen würden jedoch im Saisonverlauf weitergehen. "Wir brauchen eben etwas länger, weil wir vergleichsweise weniger Training mit weniger Spielern machen", so Bennert. Auf Volksstimme-Anfrage, ob er angesichts der dünnen Personaldecke zurzeit selber einen Rückzug vom Rückzug mache, schmunzelte er nur: "Nein, ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt gemeldet bin. Und wenn, hätte ich heute mitgespielt – der Fitness wegen."

TSV Völpke:
Reiß – Herrmanns, Bläsing, Heimrath – Uffrecht (46. Schröder), Bree, Zahn, Fuchs, Bremse – Linzert (46. Behrens), Ohnesorge.

Tore:
1:0 Zahn (8.), 2:0 Tischer (41./ ET)

Zuschauer: 180.




 

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