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Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

September 05


Volksstimme Halberstadt vom 28.09.2005

Oberliga-Nachlese vom Spitzenspiel
„Nicht einer von uns macht Basti auch nur einen Vorwurf!“

Von Mathias Kasuptke

Germanias Fans sind am vergangenen Sonntag positiv aufgefallen. Bis zur letzten Minute haben sie ihre Mannschaft unterstützt. Selbst nach dem unglücklichen Rückstand war von Pfiffen nichts zu hören. Unglücksrabe Sebastian Kischel wurde nach dem Spiel sogar mit Sprechchören Mut gemacht. Bei Fußball-Fans nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

Halberstadt. Etwa 300 Halberstädter Fußballfans hatten sich am vergangenen Sonntag auf den Weg nach Magdeburg gemacht. Der Gästeblock im Magdeburger Germer-Stadion war brechend voll. Wie es sich für ein Spitzenspiel gehört, hatten sich die Germania-Fans auf die Begegnung mit dem FCM bestens vorbereitet. Die Choreographie war für Halberstädter Verhältnisse mit drei Großfahnen, diversen Transparenten und einem Spruchband sehr aufwändig. Schließlich kann die Fan-Gemeinde nicht auf eine jahrelange Tradition und entsprechende Logistik verweisen, wie die des Gegners.
In kurzer Zeit hat der Germanias Fanclub „Harz“ etwas auf die Beine gestellt, das Anerkennung verdient. So fand am vergangenen Freitag in der Gaststätte im Halberstädter Friedensstadion auch der erste Fanabend statt, an dem Mannschaftskapitän Enrico Gerlach, Spielermanager René Cunaeus, Germanias Abwehrchef Randy Gottwald und Torhüter Sebastian Kischel (mit bandagierten Arm) teilnahmen. In lockerer Atmosphäre fand ein Schulterschluss zwischen Fans und Mannschaft statt. Diese neue Nähe zu den Fans hat sich dann am Sonntag in Magdeburg bemerkbar gemacht. Während die FCM-Fans ihre Mannschaft bereits auspfiffen, nur weil sie nach 45 Minuten noch kein Tor geschossen hatten (FCM-Coach Heyne dazu: „Haben die etwa geglaubt, man schießt Halberstadt einfach so vom Platz?“) wurde von den Germania-Fans die eigene Mannschaft auch nach der Niederlage noch mit viel Beifall bedacht.
Einen Spieler hatten Halberstadts Fans an diesem Tag besonders ins Herz geschlossen. Unglücksrabe „Basti“ Kischel, der durch seinen Patzer den FCM-Sieg erst ermöglichte, wurde mit Sprechchören nach dem Spiel Mut gemacht. „Nicht einer von uns macht Basti auch nur einen Vorwurf“, betonte Fan-Club-Organisator Eddi Masannek in einer E-Mail mit tausend Ausrufezeichen.


Volksstimme vom 28.09.2005

Germania Halberstadt
Kischels Dank an FCM-Coach Heyne

Von Mathias Kasuptke

Vier Tage nach seinem „Blackout“ geht es Sebastian Kischel schon wieder besser. „Ich habe es verdrängt, aber am Sonntag war es eine Katastrophe. Ich habe sehr wenig geschlafen“, verriet der Keeper von Germania Halberstadt. Kischel hatte im Oberliga-Spitzenspiel in der 67. Minute mit seinem Fehler den 1:0-Siegtreffer des FCM ermöglicht. Auch wenn der 23-Jährige betont, in den ersten Minuten nach dem Spielabpfiff „nicht mehr viel mitbekommen zu haben“, an eine Geste erinnert er sich dennoch ganz besonders: den Trost vom Trainer des Gegners. FCM-Coach Dirk Heyne war nach dem Abpfiff sofort zum am Boden zerstörten Kischel gegangen und hatte diesen minutenlang getröstet. „Das war ganz stark, unglaublich. Er ist eben selbst einmal Keeper gewesen, da kann er sich wohl gut vorstellen, was da in mir nach diesem Fehler vorgegangen ist. Er hat immer wieder gesagt, dass mir dieser Patzer helfen wird und mich das stärker macht. Dafür danke ich ihm“, erklärte Kischel gestern. Aber auch aus der eigenen Mannschaft oder von Trainer Thomas Pfannkuch musste sich der Torhüter keinerlei Vorwürfe anhören. Von allen sei ihm nur Mut zugesprochen worden. „Aber in solch einer Situation können alle auf dich einreden, du machst dir trotzdem deine Gedanken“, beschrieb Kischel seine Gefühle. Am Sonntag sei er dann erst einmal „in ein tiefes Loch gefallen“. Mittlerweile ist die Schleimbeutelentzündung im rechten Ellenbogen, mit der Kischel am Sonntag trotz Schmerzen gespielt hatte, wieder schlimmer geworden. Montag und Dienstag konnte er nicht trainieren. Bis zum Sonntag-Spiel gegen den FCO Neugersdorf will der Keeper aber wieder fit sein. Und wenn sämtliche Behandlungen nicht anschlagen, dann muss eben wieder Pferdesalbe drauf. Kischel: „Damit ging es am Sonntag ja auch.“


Volksstimme vom 27.09.2005

Nach dem 1:0 im Fußball-Oberliga-Derby
FCM und die Glückszahl sieben, Germania und das Halbzeit-Problem

Von Uwe Tiedemann und Mathias Kasuptke

Magdeburg/Halberstadt. Sie waren so dicht dran, aber wieder hat es nicht gereicht: Die „schwarze Serie“ von Germania Halberstadts Kickern gegen den 1. FC Magdeburg – noch nie gewonnen und seit dem Oberliga-Aufstieg vor drei Jahren noch kein einziges Tor erzielt – hält zumindest bis zum 19. März 2006 an. Dann heißt es im Rückspiel: Auf ein Neues. Ob der FCM dann immer noch Tabellenführer ist? Oder sein Polster vielleicht sogar ausgebaut hat? Nach dem 1:0 herrscht jedenfalls eitel Sonnenschein bei den Blau-Weißen. Sieben Spiele, sieben Siege, sieben Punkte Vorsprung, 17 Tore – das ist schon eine „echte Hausnummer“ und nötigt höchsten Respekt ab. Germania-Trainer Thomas Pfannkuch über den Club: „Wenn das Umfeld stillhält und die Finanzen einigermaßen stimmen, steigt der FCM auf.“ Dieses Team habe über Jahre ein festes Korsett. Die Neuverpflichtungen verstärkten es nur. „Da liegt der entscheidende Unterschied zu anderen vergleichbaren Mannschaften wie dem HFC oder Sachsen Leipzig“, so Pfannkuch. Dort sei nichts gewachsen. Kollege Dirk Heyne: „Ich denke, wir sind im Moment zu Recht die Nummer eins und stehen verdient an der Spitze.“ Und mit einem Wink Richtung Halberstadt: „Ich hoffe, auch Germania bleibt oben dabei – aber natürlich möglichst immer hinter uns.“
Eine Überflieger-Mannschaft ist der FCM dennoch nicht. Die Erfolge musste sich das Team stets hart erarbeiten, und manches Mal war auch das nötige Quentchen Glück dabei. So wie in Cottbus (2:0), Eilenburg (3:1) oder eben am Sonntag im Derby, das ausgerechnet der bis dato beste Halberstädter, Keeper Sebastian Kischel, mit seinem dicken Klops nach Kallnik-Freistoß entschied. „Das Glück bei diesem Tor hatte sich die Mannschaft aber redlich erarbeitet. Es mangelte zwar mitunter an der Präzision, aber die Einstellung hat gestimmt. Und das war das wichtigste“, strahlte FCM-Präsident Volker Rehboldt, der sich außerdem – wen wundert‘s? – natürlich über die stattliche Kulisse freute. 4912 Zuschauer – das ist für Oberliga-Verhältnisse in der Tat eine bemerkenswerte Zahl. Möglicherweise ließen sich davon auch einige Akteure beeindrucken. Denn ein hochklassiges Derby war die Partie nicht. „Nach solch einem optimalen Start erwarten alle nur noch Siege von uns. Vielleicht war da der eine oder andere etwas übermotiviert“, mutmaßte FCM-Kapitän Mario Kallnik. Und sein Mittelfeld-Kollege und Ex-Halberstädter Steffen Plock meinte: „Es war enorm schwer. Ich bin beeindruckt von Germania. Da wird richtig gute Arbeit geleistet.“
Beim Verlierer stand gestern kein Wundenlecken, aber eine klare Spielanalyse auf dem Programm. Vor allem die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit fanden in der Auswertung bei Pfannkuch kritische Worte. „Da waren wir zu passiv, haben dem FCM zu viel Spielanteile überlassen. Meine Mannschaft hatte wohl Angst vor der eigenen Courage.“ Nicht anders sahen das seine Akteure. „Nach dem Seitenwechsel waren wir gar nicht da“, meinte Ingo Vandreike. Und weiter: „Wir konnten zu keiner Phase der Begegnung im Mittelfeld unser gewohntes Kurzpassspiel aufziehen.“ Große Unterschiede zwischen beiden Teams wurden aber nur vorne deutlich. Der sonst so torgefährliche Gäste-Angriff blieb fast wirkungslos: Schlitte nach 40-Grad-Fieber-Grippe in der Vorwoche nicht auf dem Posten, Jungspunt Binsker abgemeldet, Banser übermotiviert. Grund zum Ärgern sah Pfannkuch dennoch nicht: „Dafür, dass das Derby überhaupt ein Spitzenspiel war, hatten wir mit unseren Leistungen bereits im Vorfeld gesorgt.“


Bild Magdeburg vom 26.09.2005

Das Derby
Germania-Torwart patzte - 1.FCM bleibt ganz oben

Von Ronny Hartmann und Olaf Scholz

Der 1.FC Magdeburg ist in der 4. Liga nicht zu stoppen. Das 1:0 gestern im Spitzenspiel gegen Verfolger VfB Germania Halberstadt war der 7. Sieg im 7. Spiel. Auch wenn diesmal das Glück mitspielte. Wie beim Tor des Tages durch FCM-Kapitän Mario Kallnik: Seine harmlose Freistoßflanke in der 67. Minute ließ der bis dahin glänzende Germania-Torwart Sebastian Kischel durch die Hände rutschen. Beim Pechvogel flossen bittere Tränen: "Das war absolut mein Ding. Es tut mir so leid für die Mannschaft." Die schönste Szene: Gleich nach dem Abpfiff tröstete FCM-Trainer Dirk Heyne den Keeper. Der Coach: "Sebastian hat eine Top-Leistung gebracht. Er wird aus dieser Sache gestärkt rausgehen." Die 4912 Fans im Germerstadion sahen einen verdienten Sieg des FCM, Germania konnte auch im fünften Derby nicht gewinnen, holte erst einen Punkt, schoss noch kein Tor und fraß jetzt den 11. Treffer. Dabei hatte Halberstadt seine Chance. Ausgerechnet der Ex-Magdeburger Fait-Florian Banser (5 Tore) hätte es kurz vor der Pause klingeln lassen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Trainer Thomas Pfannkuch: "Nach der Pause haben wir dann nur noch reagiert." Mehr Chancen hatte der FCM. Aber selbst Knipser Aleksandar Kotuljac (6 Tore) kam nicht an Kischel vorbei. Bis dem Keeper der Klops unterlief...


Kicker vom 26.09.2005

Anhalt-Derby nur 30 Minuten mit Niveau
Kischel erst Held, dann Pechvogel

Von Hans-Joachim Malli

Knisternde Derby-Spannung, und 30 Minuten wurde es auch ein richtig gutes Spiel mit leichtem Chancenplus für den Spitzenreiter. Doch Kullmann (6.) wie N'Dombasi (13., 22.) kamen frei am reaktionsstarken Kischel nicht vorbei. Ähnlich erging es Schlitte (12.) als er Probst entwischt war. Beide Teams hielten das ansprechende Niveau nicht, viele Ballverluste schlichen sich ein, Abschlussschwäche auch. Kotuljac (54., 55. und 84.) und Thiele (81.) trafen nicht, dafür Kallnik, dessen Freistoß der sonst glänzende Kischel durch die Arme rutschen ließ.


Volksstimme vom 26.09.2005

Germania-Keeper der Unglücksrabe
Kischel kämpft mit den Tränen

Von Mathias Kasuptke und Uwe Tiedemann

Wie ein Häufchen Elend saß Germanias Keeper Kischel nach dem Abpfiff auf dem Rasen des Germerstadions. In der 67. Minute hatte sich der Torhüter der Halberstädter, der bis dahin glänzend gehalten hatte, einen dicken Patzer erlaubt und dem FCM damit den Siegtreffer beschert. Was genau passiert war, konnte selbst Kischel nicht mehr erklären. Eigentlich war der Ball längst am Tor vorbei, dann aber plötzlich hinter der Linie. Kischel war ein Freistoß von Kallnik völlig unbedrängt aus der Hand auf den Oberschenkel gerutscht und von dort ins Netz gekullert. „Es tut mir leid für die Mannschaft“, kämpfte der 23-Jährige mit Tränen in den Augen. Erst eine Stunde vor dem Spiel hatte sich entschieden, dass er überhaupt im Kasten stehen konnte. Kischel hatte die gesamte Vorwoche wegen einer Schleimbeutelentzündung im rechten Ellenbogen nicht trainieren können. Der Arm war bis gestern Morgen in einer Schiene bandagiert. Erst nach einigen Übungen im Stadion hatte der Keeper signalisiert: Es geht. Noch am Freitag hatte Kischel den Tipp eines Freundes befolgt und Pferdesalbe besorgt, die bei solchen Entzündungen besonders helfen soll. Und es funktionierte. Kischel hielt bis zu seinem Patzer fehlerlos. „Er hat Germania im Spiel gehalten“, lobte FCM-Coach Dirk Heyne, der nach dem Abpfiff sofort zum dem am Boden zerstörten Kischel geeilt war, um ihn zu trösten. „Jeder, der einmal Sport getrieben hat, weiß, was jetzt in dem Jungen vorgeht“, unterstrich Heyne seine Geste. „Er wird gestärkt aus diesem Spiel herausgehen.“ Getröstet wurde Kischel sogar von den mitgereisten Germania-Fans. Die bauten den Torhüter mit „Basti-Kischel“- Sprechchören nach dem Spiel wieder auf. Ebenfalls eine schöne Geste. Torschütze Kallnik zu der Szene: „Ich habe mit viel Schnitt bewusst auf den langen Pfosten geflankt und gehofft, dass jemand ran kommt oder die Kugel mit Drall aufsetzt. Dass dann ein solches Tor fällt, ist natürlich riesiges Glück.“


Volksstimme vom 26.09.2005

1. FC Magdeburg schlägt Germania Halberstadt mit 1:0 und baut Tabellenführung aus
Kurioser Treffer von Kallnik entscheidet packendes Derby

Von Uwe Tiedemann und Mathias Kasuptke

Ein im Vergleich zu den Vorjahren stark verbesserter VfB Germania Halberstadt hat es wieder nicht geschafft: Der 1. FC Magdeburg gewann das Oberliga-Derby vor 4912 Zuschauern durch ein kurioses Tor von Kallnik – siehe gesonderter Bericht – mit 1:0 (0:0) und baute damit zwei Serien weiter aus: Erstens die Tabellenführung (nun schon sieben Zähler vor den Verfolgern), zweitens die Punktspielbilanz gegen die Vorharzer (nun neun Spiele, acht Siege, ein Remis, 36:3 Tore).

Magdeburg. Es entwickelte sich von Beginn an ein flottes Derby, bei dem sich die Gäste keineswegs versteckten. Der Club besaß zwar Feldvorteile, konnte diese aber nicht in Tore umsetzen. Immer wieder erwies sich VfB-Schlussmann Kischel als Meister seines Fachs. So gegen den fleißigen Netchyporuk (14.) oder N‘Dombasi (22.). Auf der anderen Seite verstolperte Schlitte (11.) in aussichtsreicher Position bzw. verzog Banser per Direktabnahme (44.). Trotz vieler gelungener Aktionen auf beiden Seiten gab es aber auch eine Menge Leerlauf und Fehlpässe. Diese Ungenauig- und Unzulänglichkeiten waren es dann wohl auch, die so manchen Zuschauer zur Pause zu Pfiffen veranlassten. FCM-Trainer Heyne bei der späteren Pressekonferenz verärgert: „Diese Reaktion habe ich gar nicht verstanden.“
Zweite Hälfte: Der Club erhöhte nun den Druck, Halberstadt ließ sich weit zurückfallen. Zu weit. Trainer Pfannkuch dazu: „Insgesamt war es eine ansehnliche Oberligapartie. Und wir haben uns gut verkauft, waren in der zweiten Hälfte aber häufig zu passiv und ängstlich. Daher das Magdeburger Übergewicht.“ So kam Germania kaum noch zu Entlastungsangriffen, musste hinten Schwerstarbeit verrichten, was aber wiederum mit Glück und Geschick gelang. Einzige Ausnahme der „Blackout“ von Kischel nach Freistoß von Kallnik (67.), der das packende Duell letztlich entschied. Zuvor hatte N‘Dombasi aus kurzer Distanz getroffen, doch der Referee zuvor eine Abseitsposition gesehen (56.). Dusel dann noch einmal für die Platzherren, als Schlitte eine Hereingabe von rechts mit der Hacke verlängerte und Grundmann im letzten Moment vor Banser zur Ecke klären konnte (81.). So blieb es beim 1:0, das den FCM mehr denn je von der Regionalliga träumen lässt, aber auch Halberstadt keineswegs in eine Krise stürzen dürfte. Dazu war der Auftritt zu stark, was auch von den Magdeburgern neidlos anerkannt wurde. „Halberstadt hat hier prima mitgehalten. Sie stehen zu Recht so weit oben. Wir waren aber einen Tick besser, und deswegen ging der Sieg auch in Ordnung“, betonte Abwehrchef Prest, der doppelten Grund zur Freude hatte – schließlich wurde er gestern 25 Jahre alt.
VfB-Kapitän Gerlach erklärte: „Von Respekt war nicht viel zu sehen. Allerdings fehlte bei uns der Drang zum Tor, und wir haben dem FCM nach der Pause zu viel Raum gelassen. Ein 0:0 wäre verdient gewesen.“ Sturmspitze Banser, 2004/05 noch im FCM-Trikot, ergänzte: „Wir haben uns insgesamt gut verkauft. Hier kann man verlieren.“ Und Magdeburgs Oberbürgermeister Trümper befand: „Unterm Strich ein gutes Spiel. Richtung Strafraum wurde allerdings häufig zu ungenau gespielt. Die Gelassenheit fehlte.“


Volksstimme vom 26.09.2005

Magdeburg - Halberstadt
FCM gewinnt Derby mit 1:0

Von Uwe Tiedemann

Der 1. FC Masgdeburg bleibt das Maß aller Dinge in der Fußball-Oberliga. Die Elbestädter gewannen das Derby gegen den bis dato ebenfalls ungeschlagenen VfB Germania Halberstadt mit 1:0 (0:0) und bauten mit dem siebten Sieg in Serie die Tabellenführung auf sieben Punkte aus. 4912 Zuschauer im Germerstadion bildeten eine stattliche Kulisse, und sie sahen ein flottes, mitunter aber auch zerfahrenes Duell, das durch einen schweren Patzer von Gäste-Keeper Kischel entschieden wurde (67.). Nach einem eher harmlosen Kallnik-Freistoß glitt Kischel der Ball durch die Hände ins Netz.


Bild Magdeburg vom 24.09.2005

1. FC Magdeburg
Das Derby! Für den FCM zählt nur ein Sieg

Von Olaf Scholz

Neun Punkte, 7:0 Tore. Der 1. FC Magdeburg ist in Liga 4, im Germer-Stadion eine Macht. Da will der Aufstiegsfavorit Nr.1 auch morgen ab 14 Uhr im Derby gegen den Tabellen-Zweiten VfB Germania Halberstadt nichts anbrennen lassen. "Egal gegen wen, in Heimspielen zählt für uns nur ein Sieg", sagt FCM-Kapitän Mario Kallnik. FCM-Trainer Dirk Heyne (48) hatte sich Halberstadt schon beim Auftakt-4:0 in Völpke angeguckt. Für ihn steht fest: "Wir sind der Favorit. Auch wenn Germania eine stärkere Mannschaft hat als letzte Saison. In einem Derby gehört es dazu, vom Anstoß weg zu zeigen, wer der Herr im Hause ist." Lässt sich Germania im Derby wieder den Schneid abkaufen? "Fußball soll Spaß machen. So freuen wir uns auch riesig auf dieses Spiel in Magdeburg", sagt Germanias Trainer Thomas Pfannkuch (35). "Der FCM gehört sich zu den Top-Aufstiegsfavoriten und darf sich keinen Hänger erlauben. Wir können nur gewinnen im Derby." Die Halberstädter fühlen sich wohl als Außenseiter.


Volksstimme vom 24.09.2005

Oberliga FCM - Halberstadt
Derby-Splitter

Von Uwe Tiedemann und Mathias Kasuptke

ZUSCHAUER: Der FCM erwartet morgen ein volles Haus. Knapp 1 000 Karten gingen bereits im Vorverkauf weg. Zugelassen ist das Germerstadion für 4. 990 Besucher.

ZAHLEN: Letztmalig ausverkauft bei einem Punktspiel des FCM war das Germerstadion am 21. März 1981. Da sahen 18 000 Zuschauer die 2:4 Niederlage gegen den BFC Dynamo.

FRAGEZEICHEN I: Der Einsatz von Germania-Keeper Sebastian Kischel ist noch offen. Der 23-Jährige zog sich eine schmerzhafte Schleimbeutelentzündung zu, musste bis gestern mit dem Training aussetzen. Sollte er ausfallen, würde Daniel Löffke sein erstes Oberligaspiel überhaupt bestreiten.

FRAGEZEICHEN II: Beim Club zog sich Andreas Sommermeyer in Eilenburg eine Bauchmuskelzerrung zu, musste zuletzt mit dem Training aussetzen. Ihn könnte Stefan Mensch ersetzen.

TORJÄGER: Der 1. FC Magdeburg und Germania Halberstadt führen nicht nur die Oberliga-Tabelle an. Auch in der Torschützenliste liegen die Vereine vorn. Aleksandar Kotuljac (FCM) ist mit 6 Toren Erster, Fait-Florian Banser (VfB/5) Zweiter.

QUINTETT: Im aktuellen Aufgebot von Germania Halberstadt stehen fünf Spieler, die bereits das Trikot des FCM getragen haben: Gerlach, Kopp, Banser, Binsker und Löffke.

SERVICE: Rechtzeitig zum ersten „Zahltag“ präsentiert der FCM auch sein neues vergrößertes VIP-Zelt von Klaus-Peter Krebs (Miesterhorst). „Es ist fest installiert und soll so lange stehen bleiben, bis wir ins neue Stadion umziehen“, sagt Manager Bernd Hofmann.


Volksstimme vom 24.09.2005

Vor dem Oberligagipfel FCM contra Halberstadt: Volksstimme vergleicht beide Mannschaften
Wie endet das Duell Mann gegen Mann?

Von Uwe Tiedemann und Mathias Kasuptke

Morgen (14 Uhr, Germerstadion) steigt der Fußball-Oberliga-Hit zwischen dem derzeitigen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg und seinem schärfsten Verfolger, VfB Germania Halberstadt. Beide Teams sind nach sechs Spieltagen noch ungeschlagen. Die Volksstimme hat trotz unterschiedlicher Spielsysteme der Teams (FCM 3:5:2, VfB 4:3:3) versucht, die Akteure gegenüber zu stellen und nach Punkten zu bewerten. Herausgekommen ist ein durchaus diskussionswürdiges Ergebnis ...

Tor:
Christian Beer (FCM): Erst 24 Jahre alt, aber schon ein Routinier mit Regionalligaerfahrung. Nach langer Verletzung wieder topfit. Hat seine Stärken vor allem auf der Linie
Sebastian Kischel (VfB): Beherrscht den Luftraum souverän, überzeugt auch auf der Linie durch schnelle Reaktionen. Hat aber noch nicht höherklassig gespielt und ist noch recht jung (23) Wertung: Punkt für FCM – 1:0

Abwehr
Peter Otte (FCM): Als Mann- decker eine „Bank“. Im Spiel nach vorn oft ohne Übersicht
René Heckeroth (VfB): Beidfüßig, schnell und mit viel Offensivdrang. Aber kaum Oberliga-Erfahrung Wertung: Beide 0,5 Pkt. – 1,5:0,5

Mario Kallnik (FCM): Kopf der Mannschaft, Kapitän, Antreiber. Zuletzt aber mit einigen Patzern
Nils Thiele (VfB): Aggressiv im Zweikampf, kopfballstark, aber kaum offensive Ausrichtung Wertung: Punkt für FCM – 2,5:0,5

Pit Grundmann (FCM): Sowohl als Abwehrchef als auch als Manndecker einsetzbar. Clever, kopfballstark, manchmal jedoch zu leichtsinnig
Randy Gottwald (VfB): Abwehrchef, spielt mit viel Ruhe und Übersicht, macht kaum Fehler, Kopfbälle sind indes nicht seine Stärke Wertung: Beide 0,5 Pkt. – 3:1

Marcel Probst (FCM): Hat sich mit viel Einsatz und Ehrgeiz in die Stammelf zurückgekämpft. Solide, aber verletzungsanfällig
Nils Pölzing (VfB): Beidfüßig, schnell mit viel Offensivdrang, aber kopfballschwach Wertung: Beide 0,5 Pkt. – 3,5:1,5

Mittelfeld
Andreas Sommermeyer (FCM): Ersetzt den verletzten Stefan Pientak. Mit guten Szenen, aber ebenso vielen „Stockfehlern“
Ingo Vandreike (VfB): Beidfüßig, sehr erfahrener Spieler, guter Taktiker, allerdings sehr klein Wertung: Punkt für VfB – 3,5:2,5

Steffen Plock (FCM): Techniker, torgefährlich. Mitunter zu ballverliebt, kein „Reißer“
Enrico Gerlach (VfB): Kopf der Mannschaft, ausgereifter Spieler mit Übersicht und Kampfkraft Wertung: Punkt für VfB – 3,5:3,5

Stefan Neumann (FCM): Auf der linken Außenbahn „gesetzt“. Solide, zuverlässig, aber zu wenig Durchschlagskraft und Torgefahr
Ladislav Stefke (VfB): Techniker, torgefährlich, guter Vorbereiter, im Zweikampf zu zögerlich Wertung: Beide 0,5 Pkt. – 4:4

Angriff
Aleksandar Kotuljac (FCM): Geht weite Wege, sucht das 1:1-Spiel und den direkten Weg zum Tor. Schon sechsmal erfolgreich
Kevin Schlitte (VfB): Sehr schnell, kopfballstark, torgefährlich, im Abschluss häufi g unglücklich Wertung: Punkt für FCM – 5:4

Sven Kubis (FCM): Oberliga-Torschützenkönig der vergangenen beiden Jahre, aber derzeit mit Ladehemmung. Noch ohne Treffer
Fait-Florian Banser (VfB): Kopfballstark, war schon fünfmal erfolgreich, braucht aber noch zu viele Chancen. Hitzkopf Wertung: Punkt für VfB – 5:5

Christopher Kullmann (FCM): Für sein Alter (18) schon erstaunlich abgebrüht. Gute Ansätze
Felix Binsker (VfB): Nesthäkchen, wenig Erfahrung, aber großes Talent Beide 0,5 Pkt. – Endstand 5,5:5,5

Fazit:
Beide Teams liegen gleichauf. FCM hat Vorteile in der Abwehr, Germania im Mittelfeld. Im Angriff nehmen sich beide wenig.


Volksstimme vom 24.09.2005

Interview mit FCM-Manager
Hofmann: „Der Top-Zuschlag im Derby wird eine Ausnahme bleiben“

Von Rudi Bartlitz

Zum ersten Mal erhebt auch der 1. FC Magdeburg für das morgige Landesderby gegen Germania Halberstadt einen Top-Zuschlag. Volksstimme-Redakteur Rudi Bartlitz fragte Manager Bernd Hofmann nach den Gründen dafür.

Volksstimme: Müssen Sie den treuen Fans diesen zusätzlichen Obolus wirklich zumuten?

Bernd Hofmann: Ich bin überzeugt, dass die Fans diesen einen Euro zusätzlich, denn mehr ist es nicht, gern zahlen, wenn die Leistung stimmt. Außerdem ist dieser Zuschlag (statt 6 diesmal 7 Euro für einen Stehplatz) nur an den Tageskassen zu zahlen. Die bisherigen Vorverkaufspreise von 5,50 Euro und 4,50 Euro (ermäßigt) blieben bestehen.

Volksstimme: Was war denn der Hintergrund für eine solche Entscheidung?

Hofmann: Wir verfügen in unserer Ausweichspielstätte im Germerstadion über keinerlei Sitzplätze. Dadurch sind wir von vornherein bei den Einnahmen aus dem Ticketverkauf über anderen Vereinen benachteiligt. Wir wollen so ein klein wenig unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Volksstimme: Wird der Top-Zuschlag gegen Halberstadt eine einmalige Angelegenheit bleiben?

Hofmann: Es wird auf jeden Fall eine Ausnahme bleiben. Wir haben im Verein festgelegt, für maximal zwei bis drei Spiele pro Saison einen solchen Zuschlag zu erheben.

Volksstimme: Nun sind, unter Sicherheitsaspekten gesehen, Derbys stets besonders gefährdet. Wie schätzt der FCM die Situation vor der morgigen Partie ein?

Hofmann: Aus unserer Sicht ist es kein so genanntes sicherheitsrelevantes Spiel. Die Fans beider Klubs sind, wenn man es so sagen darf, untereinander nicht verfeindet.

Volksstimme: Es werden, wenn die Prognosen einigermaßen stimmen, am morgigen Sonntag etwa doppelt so viele Fans (4000) im Germerstadion erwartet wie an normalen Spieltagen. Worauf muss sich der Fan einstellen?

Hofmann: Vor allem darauf, dass nur sehr wenig Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Deshalb wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel dringend empfohlen. Den zu erwartenden Andrang an den Ticket-Häuschen versuchen wir durch „fliegende Kassen“ zu begrenzen.


Bild Magdeburg vom 23.09.2005

1.FCM gegen Germania
So sehen es Plock und Banser

Von Ronny Hartmann

Erster gegen Zweiter - das reicht schon für ein Kracherspiel. Aber es ist ja auch noch ein Derby! Und: Der Oberliga-Gipfel am Sonntag (14 Uhr) zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem VfB Germania Halberstadt ist sogar noch brisanter. Beide Klubs kennen die Geheimnisse des Gegners: Sie haben jeweils einen Insider in ihren Reihen. Magdeburgs Defensivmann Steffen Plock (29) spielte bis 2004 für Halberstadt. Fait-Florian Banser (23) stürmte im Juli vom FCM zum VfB. BILD traf gestern beide im Germer-Stadion: Was unterscheidet die Klubs? Plock: "Beim FCM ist die Erwartungshaltung viel höher. Wir sollen jedes Spiel gewinnen." Banser: "Stimmt. In Halberstadt ist das lockerer. Ich mache gerade mein Abi nach. Obwohl ich manchmal eine Trainingseinheit verpasse, darf ich spielen." Kein Wunder. Banser ist mit fünf Toren bester Schütze bei Germania. Plock traf für den FCM zweimal. In den bisherigen vier Oberliga-Derbys gewann stets Magdeburg(10:0 Tore!). Wer entscheidet das Derby diesmal? Plock: "Wir haben sechs Siege und jedes Mal mehr Sicherheit getankt. Zuhause gehen wir immer volle Pulle. Deshalb gewinnen wir." Banser: "Viel hängt von der Tagesform ab. Wir sind mit drei Spitzen sehr offensiv und wollen unser erstes Oberliga-Tor gegen Magdeburg. Wäre schön, wenn das auch zum Sieg reicht."


Volksstimme vom 23.09.2005

Oberliga Süd: Der 1. FCM empfängt am Sonntag Germania Halberstadt
Heyne: Beim Sachsen-Anhalt-Derby wird offensiver Fußball dominieren

Von Rudi Bartlitz

Mit geschwellter Brust und voller Optimismus geht der 1. FC Magdeburg am Sonntag (14 Uhr, Germer-Stadion) ins Sachsen-Anhalt-Derby der Fußball-Oberliga. Kapitän Mario Kallnik, Trainer Dirk Heyne und Manager Bernd Hofmann waren sich gestern bei einer Pressekonferenz vor dem Spitzenduell Erster (FCM) gegen Zweiter (Germania Halberstadt) einig: Die Blau-Weißen verlassen als Sieger den Platz – auch wenn sie auf einen exakten Tipp des Spielausgangs diskret verzichteten. „So ein Derby ist schon etwas Besonderes, zumal wenn sich die beiden Spitzenteams der Südstaffel gegenüberstehen“, meinte Kallnik. „Das kribbelt schon. Zugleich sage ich aber auch: Wir haben zurzeit einen Lauf. Nach dem Erfolgserlebnis von sechs Siegen in Serie, die wir uns hart erarbeitet haben, werden wir uns von Germania nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.“
Ein Festival des Offensivfußballs erwartet Heyne: „Beide Teams verfügen über viele nach vorn ausgerichtete Akteure. Wir haben bisher 16 Treffer erzielt, Halberstadt 15 – das verspricht zahlreiche Offensivaktionen.“ Der 48-Jährige betont ebenso: „Wir werden, dazu ist es ein Derby, zugleich verbissene Zweikämpfe erleben.“ Ob ihm angesichts der Siegesserie seines Teams nicht manchmal schon mulmig werde, wird Heyne gefragt. Der warnt: „Die Meisterschaft wird nicht im Herbst entschieden, und mit sechs Erfolgen ist auch noch keiner Meister geworden. Wir halten vielmehr an unserer Zielstellung fest, im März 2006, wenn über den Antrag für eine Regionalliga-Lizenz entschieden wird, in einer entsprechenden Tabellenposition zu sein, damit der Verein diesen Antrag guten Gewissens stellen kann.“ Die Vereinführung rechnet unterdessen mit einem „vollen Haus“. Manager Hofmann: „Wir hoffen auf etwa 4 000 Zuschauer. Der Vorverkauf ist sehr gut angelaufen, wir haben etwa das Drei- bis Vierfache der sonst üblichen Tickets verkauft.“ Der Klub weist die Besucher darauf hin, wegen geringer Parkmöglichkeiten öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.


Volksstimme vom 23.09.2005

Germania Halberstadt
Ex-FCM-Junior Binsker: Ein Tor als Genugtuung

Von Mathias Kasuptke

Germania wird derzeit vom Spaß-Faktor dominiert. Vor dem Spitzenspiel am Sonntag gegen den FCM sorgt das für viel Lockerheit und Selbstbewusstsein. Dahinter verbirgt sich die Philosophie von Trainer Pfannkuch: „Fußball muss vor allem Spaß machen“, betont der Coach immer wieder. Die Ergebnisse dieser Einstellung können sich sehen lassen: keine Niederlage. Auch Germanias Abwehr-Hüne Nils Thiele macht „den Spaß und den Zusammenhalt der Mannschaft, gepaart mit dem nötigen Ernst“ als „neue Stärke von Germania“ aus. Jeder kämpfe für den anderen, es zähle immer das gesamte Team und nicht nur die ersten elf Spieler. Rangkämpfe gebe es nicht. „Das macht im Fußball sehr viel aus“, ist Thiele überzeugt. Für Mannschaftskapitän Enrico Gerlach ist es ebenfalls die „Geschlossenheit und der Teamgeist“, der seine Mannschaft antreibt. Aber der Kapitän sieht auch neue spielerische Qualitäten. „Wir sind breiter aufgestellt und dadurch unberechenbarer geworden“, betont Gerlach. Germania-„Jungspunt“ Felix Binsker, bei den FCM-Junioren aussortiert, hat in Halberstadt den Sprung in die Oberliga-Stammelf geschafft. Am Sonntag will er nur eins: „Zeigen, dass es was gebracht hat, zu Germania zu wechseln. Und als Genugtuung ein Tor erzielen.“


Volksstimme vom 22.09.2005

1. FC Magdeburg - VfB Germania Halberstadt
Heyne und Pfannkuch: Auf dem Platz Rivalen, privat Freunde

Von Uwe Tiedemann und Mathias Kasuptke

Trotz aller sportlicher Rivalität, die auf Grund des am Sonntag (14 Uhr, Germerstadion) stattfindenden Gipfeltreffens in der Fußball-Oberliga (Erster gegen Zweiter) eher noch verstärkt wird, haben der 1. FC Magdeburg und Germania Halberstadt auch etwas nicht Alltägliches gemeinsam. Beide Trainer – Dirk Heyne (47) auf der einen, Thomas Pfannkuch (35) auf der anderen Seite – verbindet nämlich eine langjährige Freundschaft. Kennen gelernt haben sich die beiden in der Saison 1990/91 in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach, teilten bei Auswärtsfahrten das Zimmer. Nur war Pfannkuch da mit 20 Jahren noch ein junger Spund, Heyne dagegen mit 33 Lenzen schon ein „alter Hase“. Der Kontakt blieb bestehen, obwohl Pfannkuch nach nur einer Saison nach Lyon ausgeliehen wurde. Erstmals führen sie nun als Trainer ein Oberligaspitzenteam an.
„Dass Germania so weit oben steht, ist für mich absolut keine Überraschung. Ich hatte sie von Anfang an auf der Rechnung. Sie spielen schon länger zusammen, haben sich jetzt noch einmal ordentlich verstärkt und profitieren natürlich – genauso wie wir – auch von den ersten Erfolgen. Da entwickelt sich dann eine gewisse Eigendynamik“, analysiert Heyne, der seinen Kollegen als „absolut symphatischen Menschen beschreibt, der immer für einen Spaß zu haben ist“. Und der schon als Spieler, so Heyne, auf dem Platz die Fäden in der Hand hielt, ein besonderes Organisationstalent besaß. Pfannkuch gibt das Lob gerne zurück: „Dirk war stets ein angenehmer, sehr fairer Kollege. Als junger Spieler konnte man damals einiges von ihm lernen“, erinnert sich der Germanen-Coach. Und weiter: „Dass Magdeburg eine gute Mannschaft besitzt, die auch zum Aufstieg fähig ist, davon bin ich immer ausgegangen“, wundert sich Pfannkuch, dass die Siegesserie der Elbestädter für so viel Erstaunen sorgt. Der Club besitze ein „erfahrenes Korsett, das genau weiß, was, wann, wo auf dem Platz zu machen ist“.
Dennoch ist Pfannkuch überzeugt, dass seine Mannschaft diesmal ein anderes Gesicht zeigen werde als in den vergangenen Jahren. Da erstarrten manche Spieler vor Ehrfurcht, hatten weiche Knie und bezogen immer wieder Niederlagen. Die Bilanz ist ernüchternd: kein Sieg, kein Tor, nur ein 0:0 konnte Germania aus den Begegnungen mit dem FCM in der Oberliga mitnehmen. Der jüngste Vergleich im Mai endete 5:0 für den Club. „Wir haben andere Typen in der Mannschaft, die sich ergänzen. Wenn sie auf den Platz laufen, sieht man ihnen schon an, dass sie gewinnen wollen“, erklärt der Coach. Germania habe heute mehr Charakter als noch vor einem Jahr, das Team sei insgesamt reifer und konsequenter. Daran habe es in den letzten Jahren gefehlt. „Einige Spieler sind heute ein ganzes Stück weiter“, betont Pfannkuch.
Heynes Einschätzung: „Das 5:0 möchte ich mal ausklammern. In all den anderen Duellen war es nie einfach. Und diesmal wird‘s besonders schwer. Denn Halberstadt ist längst ein anderes Kaliber als unsere bisherigen Heimgegner. Aber ich sage auch: Es hängt in erster Linie von uns ab. Wir wollen mit Druck nach vorne spielen und gewinnen.“ Aber egal, wie das Derby nun verläuft – nach dem Abpfiff wollen Heyne und Pfannkuch endlich „Nägel mit Köpfen machen“ und einen privaten Termin vereinbaren. „Wir haben schon so oft darüber geredet, mal gemeinsam ein Bierchen zu trinken und über alte Zeiten zu plaudern. Immer kam etwas dazwischen. Das muss sich ändern“, ergreift Heyne jetzt die Initiative.


Bild Magdeburg vom 22.09.2005

Halberstadt: Endlich das 1. Tor gegen den 1. FCM?
Träumen darf man ja…

Von Olaf Scholz

Vielleicht klappt es für den VfB Germania Halberstadt in der dritten Oberliga-Saison endlich mit dem ersten Tor gegen den 1. FCM. Sonntag (14 Uhr) im Magdeburger Germerstadion steigt das 5. Derby. Germanias Bilanz gegen den FCM; 0:0 und 0:2 zu Hause, 0:3 und 0:5 auswärts. „Diese schwarze Serie wollen wir beenden“, sagt Trainer Thomas Pfannkuch (35). „Mit einer guten Mannschaft, Einstellung und Leistung. Wir fahren selbstbewusst nach Magdeburg.“ Den Derby-Fluch hat er als Spieler miterlebt. Pfannkuch: „Jedes Mal hatten wir uns viel vorgenommen. Mit dem Anpfiff hatte ich dann das Gefühl, alle sind ängstlich, es passierte nichts. Diese Saison merkt man den Jungs die Freude auf so einen Höhepunkt an. Mit einer gewissen Anspannung und Nervosität, die dazu gehört.“ Klappt es endlich mit dem ersten Tor? Diese Saison schoss Germania 15 Tore, nur eins weniger als der FCM. Fait-Florian Banser (5), Kevin Schlitte (4), Felix Binsker, Ladislav Stefke (je 2), Friedrich Reitzig (1) haben es drauf. Ein Tor erzielte Randy Gottwald.


Kicker vom 22.09.2005

NOFV-Süd: FCM - Halberstadt
FCM-Coach Heyne: "Wir sind der Favorit"

Von Hans-Joachim Malli

Die Rollen sind klar verteilt, wenn der verlustpunktfreie 1. FC Magdeburg und der noch ungeschlagene Verfolger Germania Halberstadt in der Spitzenpartie des 7. Spieltages aufeinander treffen. Noch nie konnten die Vorharzer in der Oberliga gegen die Landeshauptstädter gewinnen, und das soll nach dem Willen der Gastgeber auch so bleiben. "Wir haben eine klasse Serie und dabei soll es auch bleiben. Wir sind nun mal Favorit und nehmen diese Rolle gern an", Trainer Dirk Heyne nach dem 3:1-Erfolg in Eilenburg, dem sechsten Sieg in Folge und der damit besten Auftaktbilanz aller Zeiten. Sein Halberstädter Kollege Thomas Pfannkuch schiebt dann auch die Favoritenrolle eindeutig den Magdeburgern zu: "Ich glaube nicht, dass wir die Konstanz haben, die ganze Saison vorn mitzuhalten. Unsere Zielstellung, Platz fünf bis acht, ist schon realistisch." Dennoch will man beim FCM, der noch um Andreas Sommermeyer (Bauchmuskelverletzung) und Christopher Kullmann (Ferse) bangt, gegenhalten und vielleicht für eine Überraschung sorgen.


Volksstimme Halberstadt vom 22.09.2005

Germania rüstet sich für FCM-Spiel
Billige Germania-Schals und Tickets im Fanshop

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Die Vorbereitungen für das Oberliga-Highlight am Sonntag in Magdeburg laufen in Halberstadt auf Hochtouren. Anstoß für die Begegnung FCM gegen Germania Halberstadt ist um 14 Uhr. Die Halberstädter haben in ihrer Vereinsgeschichte noch nie gegen die Magdeburger gewonnen. Lediglich einen Punkt (0: 0 im Heimspiel in der Saison 2003/ 2004) konnten sie bisher aus allen Begegnungen mit dem FCM mitnehmen. Ein Tor hat Germania in den vier Oberliga-Spielen gegen den FCM ebenso noch nie erzielt.
Im Vorfeld des Spitzenspiels gegen den FCM hat sogar der Germania-Fan-Shop in der Klusstraße die Preise für Germania-Fanschals gesenkt. „Damit alle Halberstädter auch gut ausgerüstet nach Magdeburg reisen“, erklärte Bernd Waldow vom Fanshop. Eintrittskarten für das FCM-Spiel gibt es ebenfalls in diesem Fanshop.
Der Halberstädter Fanbus zum FCM-Spiel fährt am Sonntag um 11. 30 Uhr von der Bushaltestelle Spiegelstraße (vor Wolf-Reisen) und um 11. 45 Uhr von der großen Shell-Tankstelle in der Quedlinburger Chaussee ab.


Bild Magdeburg vom 21.09.2005

1. FC Magdeburg
Nach vier Monaten! FCM endlich wieder mit Prest

Von Olaf Scholz

Der 1. FC Magdeburg legte in der Oberliga mit sechs Siegen in sechs Spielen einen Traumstart hin. FCM-Herz, was willst du mehr? Na klar, am Sonntag (14 Uhr) soll im Germerstadion gegen den Tabellenzweiten VfB Germania Halberstadt die Erfolgsserie weitergehen. Gut für den FCM: Christian Prest (25) ist rechtzeitig wieder fit. Der Innenverteidiger spielte beim 3:1 in Eilenburg zum ersten Mal in dieser Saison wieder 45 Minuten Oberliga. Seit Ende Mai hatte er wegen eines Syndesmoseband-Einrisses und zwei Außenbandrissen im Sprunggelenk gefehlt. Prest: "Nach so langer Zeit ist es schwer, in eine siegreiche Mannschaft reinzukommen." Aber mit seiner Kopfballstärke hat er gute Chancen, es vielleicht schon am Sonntag in die erste Elf zuschaffen. Trainer Dirk Heyne (47) sah da in Eilenburg ein Problem. "Dass der Gegner die Lufthoheit hat, ist uns noch nie passiert." Da ist Prest mit seinen 1,91 m eine große Alternative für das Spitzenspiel gegen Halberstadt.


Volksstimme vom 21.09.2005

Halberstädter Stürmer heiß auf Ex-Klub:
Bansers besonderes Kribbeln

Von Mathias Kasuptke

Es wird das erste Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein. Eigentlich nichts Besonderes im Leben eines Fußballers, doch wenn Germania Halberstadts Fait-Florian Banser am Sonntag zum Oberliga-Spitzenspiel und Derby beim FCM aufläuft, ist mehr im Spiel als nur Fußballer-Alltag. Der Stürmer ist nicht ganz ohne Wut im Bauch vom Club weggegangen.

Halberstadt. Auch wenn der 23-Jährige heute davon nichts mehr wissen will ("Ich gucke nach vorne und nicht nach hinten") - so ganz ohne Emotionen geht auch Banser nicht in das Sonntag-Spiel. "Ich möchte schon mit einer ordentlichen Leistung beweisen, dass mein Weggang ein Verlust ist", erklärte Germanias neuer Stürmer-Star - fünf Tore in sechs Spielen hat er bisher erzielt.
Banser ist ein Fußballer mit Ambitionen. Verbissen. Ehrgeizig. Er will nach oben. Sein Ziel ist die Regionalliga, "dort mal anklopfen", sagt er. Deshalb hatte er in der Winterpause der vergangenen Saison ein Probetraining beim Regionalligisten SV Wehen angenommen. Der damalige und heutige FCM-Coach Heyne fand das überhaupt nicht witzig und verbannte den Stürmer in die zweite Mannschaft. Später saß Banser zwar dann wieder auf der Bank. Doch Heyne und Banser wurden nie wieder richtig warm.
Die Kälte nutzte Germania und holte den Magdeburger klammheimlich nach Halberstadt. Trainer Thomas Pfannkuch huscht heute noch ein Lächeln übers Gesicht, wenn er nach dem mit Spielermanager Cunaeus eingefädelten Transfer befragt wird.
In Halberstadt fühlt sich der gelernte Versicherungskaufmann nach eigenen Worten "sauwohl" und quittiert dies mit entsprechenden sportlichen Leistungen. Die will er sich allerdings nicht alleine auf die eigene Fahne schreiben. "Die gesamte Mannschaft absolvierte bisher eine über-ragende Saison. Wir spielen alle gut zusammen, verstehen uns super, und auch das Umfeld p t einfach. Und weil das so ist, stimmt bei mir auch die Leistung. Es macht einfach Spaß, in und für Halberstadt Fußball zu spielen", betont Fait-Florian Banser. Ein ganz normales OberligaSpiel ist es am Sonntag dennoch nicht, räumt auch Banser ein. Verständlich, hat er doch im Grunde genommen sein bisheriges Fußballerleben beim FCM verbracht, sieht man einmal von einem Intermezzo bei Eintracht Braunschweig (1999 bis 2002) ab. "Ein bisschen kribbelt es schon", gibt Banser gerne zu.


Volksstimme vom 21.09.2005

1. FC Magdeburg
Topzuschlag für Oberliga-Gipfeltreffen

Von Uwe Tiedemann

Magdeburg. Dass am 7. Spieltag das Fußball-Landesderby zwischen dem 1. FC Magdeburg und Germania Halberstadt der absolute Oberliga-Kracher sein wurde, hätten vor Saisonbeginn wohl nur die größten Optimisten. Doch genau dieser Fall ist jetzt eingetreten. Der Club als Spitzenreiter (18 Punkte) erwartet den VfB als Tabellenzweiten (14). Und beide Teams sind noch ungeschlagen.
Diese günstige Konstellation soll sich für die Elbestädter nun auch in barer Münze auszahlen. So hat das Präsidium für kommenden Sonntag (14 Uhr) im Germer-Stadion einen Topzuschlag von einem Euro beschlossenen (nun 7 statt 6 Euro und ermäßigt 6 statt 5 Euro). Allerdings gilt das nur für die Karten an der Tageskasse. Im Vorverkauf bleibt alles beim Alten". erklärte Manager Bernd Hofmann Das bedeutet: Die Tickets sind weitur für 5,50 Euro (ermäßigt 4,50) zu haben. Nochmals Hofmann ..Wir denken, diese Maßnahme ist vertretbar Zumal der FCM einen klaren Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu anderen Vereinen hat, weil wir keine Sitzplatzkarten verkaufen können."
Und dieser Zustand wird bekanntlich auch noch länger andauern. Erst im November kommenden Jahres soll das neue Stadion fertig gestellt sein. Dennoch sind die bisherigen Zuschauerzahlen durchaus zufriedenstellend. Im Durchschnitt kamen zu den bisherigen drei Heimspielen gegen ausnahmslos "graue Mäuse- (VfB Pößneck, Budissa Bautzen und OFC Neugersdorf) gut 2600 Besucher. "Gegen Halberstadt rechnen wir nun natürlich mit deutlich höherein Interesse, hoffen auf bis zu 4000 Anhänger", sagte Hofmann Das Fassungsvermögen des Germer-Stadions liegt momentan bei 4990. Auch im ersten Oberligaspieljahr 03/04 der Germanen war die Resonanz beachtlich. So verfolgten am 21. September 200:3 immerhin knapp 3600 Fans das Derby im Grubestadion. Der Club gewann seinerzeit 3:0. Noch deutlicher war der Ausgang in der darauffolgenden Saison - 5:0 hieß es da am 7. Mai. Allerdings wollten dieses Duell nur 1407 Zuschauer sehen. Grund: Das Spieljahr war praktisch gelaufen der FCM im Kampf urn die Staffelmeisterschaft als Sechster weit abgeschlagen.
Die höchste Besucherzahl beim Aufeinandertreff en der beiden Teams beläuft sich übrigens auf 8500. Das liegt allerdings schon einige Zeit zurück. Am 9. Oktober 1966 schlug der FCM in der DDR-Liga die damalige BSG Lokomotive Halberstadt mit 7:0. Drei Treffer steuerte ein gewisser Jürgen Sparwasser bei. Sonntag heißt es nun: Auf ein Neues!


Volksstimme Halberstadt vom 21.09.2005

Germanias-Vize-Präsident Uwe-Karsten Heimbürger bekennt sich nach WSW-Eigentümerwechsel zum VfB Germania Halberstadt
Kein Vereinsmitglied muss sich Sorgen machen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Germanias Vize-Präsident und einstiger Inhaber von Oberliga-Hauptsponsor WSW, Uwe-Karsten Heimbürger, hat sich eindeutig zum VfB Germania Halberstadt bekannt. Im jüngsten Stadionheft der Oberliga-Begegnung des VfB Germania gegen Cottbus hat der 62-J ährige in einem Interview betont, dass er „immer zum VfB Germania stehen“ werde. Nach dem Verkauf der Halberstädter Wach-, Sicherheits- und Werttransport GmbH (WSW) an die Heros-Gruppe aus Hannover machten sich besonders in Fankreisen des Oberligisten Befürchtungen breit, mit dem Eigentümerwechsel bei WSW könnte auch der Oberliga-Fußball bald an seine finanziellen Grenzen stoßen, da völlig unklar ist, ob die Chefetage der Heros-Gruppe in Hannover das von Heimbürger einst uneigennützig vorangetriebene Engagement für den Halberstädter Fußball auch fortführen wird.
Ungeachtet dessen, hat Uwe-Karsten Heimbürger in dem Interview in der Stadionzeitung deutlich da rauf hingewiesen, „es gibt für die laufende Saison in der Fußball-Oberliga eindeutige Verträge, die müssen zunächst eingehalten werden. Daran ändert auch ein Eigentümerwechsel bei der WSW GmbH nichts.“ Heimbürger betonte zudem, dass sich für den VfB Germania Halberstadt auch in der jetzigen Phase nach dem Eigentümerwechsel bei WSW nichts ändern werde. „Kein Vereinsmitglied muss sich Sorgen machen. Kein Fußball-Fan muss Angst haben, dass in Halberstadt kein Oberliga-Fußball mehr gespielt wird, kein Spieler muss sich Gedanken machen, dass sein Vertrag nicht erfüllt wird. Ich bin schließlich auch Vize-Präsident des Vereins und werde schon aus diesem Grund immer zum VfB Germania Halberstadt stehen“, betonte Heimbürger in dem Interview.
Zugleich stellt Heimbürger in Aussicht, dass sich der Sponsoren-Stammtisch des VfB Germania Halberstadt in der nächsten Saison um ein Mitglied erweitern könnte. Das Unternehmen H & P Gesellschaft für Digitalisierung mbH werde in der nächsten Saison im Sponsorenpool des Vereins eine wesentliche Rolle ein nehmen. Hinter H & P stehen Heimbürger Sohn Jens und Spielermanager René Cunaeus. Beide sind Inhaber der Firma, die sich auf die Digitalisierung von Akten, Archivberäumungen und digitale Aktenverwaltung spezialisiert hat.


Bild Magdeburg vom 20.09.2005

Oberliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg erwartet den Tabellenzweiten
Derby! 1. FCM schießt erste Giftpfeile gegen Germania

Von Olaf Scholz

Dieses Derby wird ein Kracher. Am Sonntag, 14 Uhr, steigt im Germerstadion der Oberliga-Gipfel 1.FC Magdeburg (18 Punkte) gegen Germania Halberstadt (14). Die Blau-Weißen schießen schon erste Giftpfeile gegen Germania. Kapitän Mario Kallnik (30): "Wir müssen nicht auf andere gucken. Wir stehen auf Platz 1. Für uns zählt nur ein Heimsieg. Egal, ob wir gegen Neugersdorf oder Halberstadt spielen." Neugersdorf ist letzter, kassierte sechs Pleiten und 19 Tore... Sechs Siege in Serie haben die Magdeburger so selbstbewusst gemacht. Kallnik: "Den Platz an der Sonne wollen wir uns nicht nehmen lassen."
Wie reagiert Germania?
Im letzten Derby beim FCM ging der VfB mit 0:5 unter. "Das kann nur besser werden", glaubt Thomas Pfannkuch (35). Zuversicht schöpft er aus der tollen Serie (2 Remis, 4 Siege). Pfannkuch: "Unser Teamgeist ist super wie nie. Wir fahren völlig entspannt nach Magdeburg. Wen jemand Druck hat, dann der FCM.".


Volksstimme vom 20.09.2005

Oberliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg erwartet den Tabellenzweiten
Vor dem Sonntag-Topspiel: Auch Germania ungeschlagen

Von Uwe Tiedemann

Mannschaftliche Geschlossenheit, eine gehörige Portion Selbstvertrauen und die nötige Cleverness im Abschluss - mit dieser gelungenen Mischung eilt momentan der 1. FC Magdeburg in der Fußball-Oberliga von Sieg zu Sieg. Und nun winkt auch finanziell ein "warmer Regen": Am kommenden Sonntag steigt im Germerstadion das absolute Topspiel gegen den ärgsten Verfolger und Tabellenzweiten Germania Halberstadt.

Magdeburg. Der 3:1-Erfolg am Sonntag in Eilenburg könnte ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Regionalliga gewesen sein. Denn im vergangenen Jahr hatte der Club noch beide Partien gegen die spielstarken Sachsen verloren (jeweils 0:1). "Das ist eben der Unterschied zu dieser Saison. Dass wir uns durchbeißen, aggressiv spielen und dann auch unsere Chancen nutzen. Natürlich gehört auch immer ein wenig Glück dazu", erklärte ein gut gelaunter Kapitän Mario Kallnik, der sich jetzt vor allem eines wünscht: Dass noch mehr Fußball-Fans neugierig werden und für eine richtig volle Hütte am kommenden Sonntag im Derby gegen den beinahe ebenso furios gestarteten und noch ungeschlagenen VfB Germania Halberstadt sorgen.
Zusätzliche Motivation für den Club war auch die überraschende 0:1-Niederlage von Sachsen Leipzig im Nachholspiel in Bautzen. Der selbst erklärte Titelanwärter liegt nun schon fünf Zähler zurück. "Dieses Ergebnis hatten meine Spieler sicherlich im Hinterkopf. Aber insgesamt bleibe ich dabei: Wir kümmern uns intern nicht um die anderen. Das prallt an uns ab", betonte Trainer Dirk Heyne, der seit Sonntag aber ein bisher ungeahntes neues Problem zu lösen hat. "Eilenburg verfügt zweifellos über eine gute Truppe. Dass wir aber im Kopfballspiel so unterlegen waren, ist, seitdem ich die Mannschaft trainiere, noch nie passiert. Das ist eigentlich eine unserer Stärken", zeigte sich der 47-Jährige einigermaßen überrascht.
Dennoch wurde dieses Manko nicht bestraft. Das lag auch an einem glänzend aufgelegten Keeper Christian Beer. Der zweifache Torschütze Aleksandar Kotuljac lobte: "Den Sieg haben wir in erster Line ihm zu verdanken." Der Betroffene selbst war dagegen noch immer mit dem unglücklichen Gegentor beschäftigt. "Solch ein blödes Ding hab ich noch nie kassiert. Der Ball ist ganz unglücklich gegen meinen Hinterkopf und von dort ins Tor geprallt. Danach wurde es ja noch einmal ganz eng. Gerade in der Schlussphase haben wir mitunter die Übersicht verloren". erklärte Beer, der bislang aber erst drei Gegentore kassierte und maßgeblich dazu beigetragen hat, dass der FCM die Top Ausbeute von 18 Punkten und 16:3 Toren zu verbuchen hat. Sechs der 16 Tore hat Kotuljac markiert - in Eilenburg gelang ihm sein dritter Doppelpack, nachdem er zuvor drei Spiele lang leer ausgegangen war. "Ein Stürmer wird immer an seinen Toren gemessen. Insofern war es für mich schon wichtig, wieder zu treffen. Letztlich aber gewinnen oder verlieren wir als Mannschaft", betonte der Ex-Nordhorner.


Volksstimme Halberstadt vom 20.09.2005

Fußball-Oberliga-Nachlese
Germania hat Fans entschädigt

Von Mathias Kasuptke

Lange hat es gedauert. Nach guten bis starken Leistungen bei Auswärtsspielen und mäßigen Auftritten vor eigener Kulisse, hat Oberligist Germania Halberstadt am Sonntag endlich auch das heimische Publikum mit Fußballkost verwöhnt und die Fans mit der bisher besten Saison leistung für die vorherigen mäßigen Heimauftritte entschädigt.

Halberstadt. Das war nicht unbedingt zu erwarten. Germania hatte sich in den vergangenen Spielen im Friedens stadion immer schwer getan. Hoher Erwartungsdruck nach guten Auswärtsspielen hatte die Beine eher gelähmt, als befl ügelt. Nicht so am Sonntag. Nach dem Pößneck-Spiel, in dem die Halberstädter zwei Rückstände ausglichen und am Ende siegten, spielte die Pfannkuch-Truppe gegen Cottbus wie befreit. Auffallend bei Germania war die mannschaftliche Geschlossenheit. Hatte es in der Vergangeheit auch bei guten Spielen immer den einen oder anderen Ausrutscher gegeben – mal war die Abwehr nicht sehr sattelfest oder das Mittelfeld lief etwas kopflos über den Platz – so spielte Germania gegen die Cottbusser auf einem ausgeglichenen, hohen Niveau.
Dass die Lausitzer, die mit Baumgart immerhin einen bundesligaerfahrenen Stürmer im Aufgebot haben, nicht eine hochkarätige Chance hatten, zeugt im Vergleich zum Pößneck-Spiel von einem Qualitätssprung in der Abwehr. Dabei hatten sich die von Pfannkuch vorgenommenen Veränderungen in Grenzen gehalten. Pölzing blieb draußen, auf dessen Position spielte Heckeroth und Kopp rechts. Das funktionierte bestens, auch nachdem Pölzing für den verletzten Heckeroth eingewechselte wurde. Insgesamt bot die Vierer-Kette mit Thiele und Gottwald in der Innenverteidigung eine souveräne Leistung.
Im Germania-Mittelfeld übertrafen sich am Sonntag Vandreike und Gerlach mit Zauberpässen. Beide waren an der Vorbereitung aller Tore mehr oder weniger beteiligt. Stefke schoss eins allein. Gerlach wollte es ihm gleichtun und fi el mit schönen Solos auf. Offensiver kann ein Mittelfeld nicht eingestellt sein. Angesichts des überlegenen Zentrums hatten auch Germanias Spitzen einiges zu tun und zahlreiche Chancen. Banser und Schlitte dankten es mit Toren, und Germania blieb damit auch im sechsten Spiel ungeschlagen. Heute Abend spielt Germania in Wernigerode gegen Einheit ein Testspiel. Trainer Pfannkuch will seinen Kader durchtesten und Bank-Spieler einsetzen. Anstoß ist um 17.30 Uhr.


Volksstimme vom 19.09.2005

Germania Halberstadt
Germania überrennt Energie und liefert beste Saisonleistung ab

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt schlug Cottbus 11 überlegen und ließ vor allem in der zweiten Halbzeit den Gästen aus der Lausitz keine Chance. Stefke, Banser und Schlitte sorgten fur einen auch in dieser Hohe verdienten 3:0-Oberliga-Erfolg. Die Halberstädter boten ihr bisher bestes Spiel der Saison.

Halberstadt. Diesmal passte alles. Gegen Energie Cottbus II zelebrierte Germania streckenweise Fußball. Lediglich in der ersten Halbzeit vermochte die zweite Mannschaft von Energie noch mitzuhalten. Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch ein Team. Einziges Manko bei den Halberstädtern: Sie brauchten zu viele Chancen für ihre Tore. Es war fast schon zum Haareraufen: Banser (2., 11., 30. und 31.) - die Liste der Torchancen ließe sich fortsetzen.
Die Überlegenheit der Halberstädter drückte sich jedoch bis zur 32. Minute nur durch vergebene Möglichkeiten aus. Stefke befreite Germania nach einem Pass von Vandreike dann vom Druck und markierte die 1:0-Führung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Cottbus zwar noch nicht einmal aufs Germania-Tor geschossen, gestaltete aber zumindest das Spiel offen.
Daran sollten die Gäste aber nach dem Seitenwechsel nicht mehr anknüpfen können. Kischel hatte bis auf eine Schrecksekunde in der 80. Minute als Pölzing eine Flanke von Baumgart an den Innenpfosten drosch, der Ball aber nicht im Tor landete, nichts zu tun. Ganz anders auf der Gegenseite. Energie-Keeper Berntsen konnte sich über mangelnde Arbeit an diesem Tag wahrlich nicht beklagen. Nach einer zehnnminütigen Germania-Anlaufphase erarbeiteten sich Banser, Binsker, Stefke, Gerlach und Schlitte fast im Minutentakt Chancen.
Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung bei Germania fiel Gerlach dennoch auf. Der Kapitän versorgte seine Spitzen nicht nur mit millimetergenauen Pässen. Mit sehenswerten Solos (68. und 71.) spielte er auch die Energie-Abwehr schwindlig, traf aber nur den Pfosten oder schlenzte den Ball mit einem Kunstheber am Tor vorbei. Entsprechend positiv fiel auch die Bilanz von Trainer Pfannkuch aus. "Das war eine komplett gute Leistung. Lob an die Mannschaft. Cottbus hatte nicht eine Chance. Der Erfolg ist auch in dieser Höhe verdient." Wermutstropfen bei Germania: Heckeroth musste schon vor der Halbzeit mit einer Zerrung vom Platz. Ausfallzeit: unbestimmt.


Lausitzer Rundschau vom 19.09.2005

Oberliga: Energie II unterliegt in Halberstadt 0:3
Zum Schluss ausgekontert

Von Hajo Schulze

Germania Halberstadt wurde für die zweite Mannschaft vom FC Energie Cottbus zum Stolperstein. Die Cottbuser unterlagen in der Oberliga Süd 0:3 (0:1) und mussten der besseren Einstellung des Tabellenzweiten Tribut zollen. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit lief es bei den Niederlausitzern noch einigermaßen rund. Sie hielten lange Zeit das Geschehen offen, fanden aber nicht zur gewünschten homogenen Leistung. „Ich hatte Halberstadt beobachtet, doch meine Hinweise im taktischen Konzept wurden nur ungenügend umgesetzt“, nannte Thomas Köhler einen Grund für die Niederlage. Energie fehlte der Biss und den jungen Akteuren in Strafraumnähe die Cleverness. Da fiel Steffen Baumgart noch wohltuend mit seinem Bemühen auf, den Cottbuser Aktionen einigermaßen Profil zu geben. Als Energie dann in der Schlussphase alles auf eine offensive Karte setzte, führten klassische Konter zum ernüchternden 0:3.


Germanen-Echo vom 18.09.2005

Interview mit Uwe-Karsten Heimbürger
VfB Germania und Fußball nicht gefährdet

Von Mathias Kasuptke

Frage: Die Presse hat es gemeldet, die WSW hat einen neuen Eigentümer. Was bedeutet dieser Wechsel für den VfB Germania Halberstadt und dort insbesondere für den Oberliga-Fußball?
Uwe-Karsten Heimbürger: Für den VfB Germania Halberstadt ändert sich zunächst nichts. Kein Vereinsmitglied muss sich Sorgen machen. Kein FußballFan muss Angst haben, dass in Halberstadt kein Oberliga-Fußbali mehr gespielt wird, kein Spieler muss sich Gedanken machen, dass sein Vertrag nicht erfüllt wird. Ich bin schließlich auch Vize-Präsident des Vereins und werde schon aus diesem Grund immer zum VfB Germania Halberstadt stehen.

Frage: Werden die drei Buchstaben WSW auch weiterhin auf der Brust unserer Oberliga-Spieler zu lesen sein? Oder könnte sich da bald etwas ändern?
Uwe-Karsten Heimbürger: Daran wird sich zunächst auch nichts ändern. Es gibt für die laufende Saison eindeutige Verträge, die müssen zunächst eingehalten werden. Daran ändert auch ein Eigentümerwechsei bei der WSW GmbH nichts.

Frage: Das klingt aber so, als ob in der nächsten Saison nicht mehr die drei Buchstaben auf der Brust unserer Spieler stehen könnten?
Uwe-Karsten Heimbürger: Davon kann man fast ausgehen. Ohne den abschließenden Verhandlungen mit dem Verein und der Fußball GmbH vorgreifen zu wollen, wird sich die Zahl der Buchstaben verringern.

Frage: Handelt es sich dabei um das Unternehmen H&P?
Uwe-Karsten Heimbürger: Ich gehe davon aus, dass in der nächsten Saison H&P auf den Trikots steht. Hinter H&P steht eine Gesellschaft für Digitalisierung, die meinem Sohn Jens und René Cunaeus gehört. Es ist ein Unternehmen mit Zukunft, das derzeit auf den Markt drängt und den zahlreichen überfüllten Firmenarchiven eine interessante Alternative anbietet.


Volksstimme vom 17.09.2005

Germania Halberstadt
Gerlach im Aufwind

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Am Sonntag, und zwar erst um 15 Uhr (!), wird im Halberstädter Friedensstadion das Punktspiel zwischen Germania und der Reserve des Zweitligisten Energie Cottbus angepfiffen. Die zeitliche Verlagerung des Termins ist auf Grund anderer Veranstaltungen im Halberstädter Sportareal notwendig geworden. Der Gastgeber macht sich auf eine junge gegnerische Mannschaft gefasst, deren Durchschnittsalter bei knapp über 20 Jahren liegt. "Eine Zielstellung in Form eines Tabellenplatzes gibt es für uns nicht. Mir geht es eher darum, am Ende der Serie zwei oder drei Spieler in den Profibereich übergeben zu können-, beschreibt Energie-Trainer Thomas Köhler einen Hauptaspekt seines Jobs. Von Germania, das er beim 4:3 in Pößneck beobachtete, hält er sehr viel: "Die stehen nicht umsonst oben im Klassement. Dennoch wollen wir dort gut aussehen." Für Halberstadts Coach Thomas Pfannkuch kommt es natürlich in erster Linie darauf an, das Punktekonto um möglichst drei Zähler zu erhöhen. Darüber hinaus aber will er den heimischen Zuschauern mit seinem Team auch ein attraktives Spiel bieten. Schwerpunkt der Auswertung des Pößneckspiels und des Trainings dieser Woche war verständlicherweise die Deckungsarbeit. Als "Sorgenkind" erwies sich der angeschlagene Enrico Gerlach, dem es aber schon besser geht.


Volksstimme Halberstadt vom 17.09.2005

Oberliga: Germania empfängt morgen um 15 Uhr Energie Cottbus II/ Kassen öffnen erst um 14 Uhr
Pfannkuch warnt vor Lausitzern: „Junge, gut ausgebildete Spieler“

Von Mathias Kasuptke

Der VfB Germania steht morgen im dritten Heimspiel der Saison vor keiner leichten Aufgabe. Gegner sind die Amateure von Energie Cottbus. Eine schwer einzuschätzende Mannschaft. Ein Vorteil für Germania dürfte sein, das Bundesligist Energie Cottbus ebenfalls morgen spielt und so die Profiverstärkung für die Amateure mager ausfällt.

Halberstadt. Nur noch zwei Mannschaften sind in der Oberliga ohne Niederlage, der FCM (fünf Siege) und Germania Halberstadt (drei Siege, zwei Unentschieden). Diese Serie wollen die Halberstädter morgen fortsetzen. „Wir wollen natürlich zu Hause gewinnen. Alles andere wäre wohl auch ziemlich unsinnig“, unterstrich Trainer Thomas Pfannkuch. Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Erfolgs geschichte sind uneingeschränkt positiv. Pfannkuch hat alle Mann an Deck. Das Lazarett, in diesem Jahr bisher nur mit leichteren Pfl egefällen belegt, ist zur Zeit leer. Enrico Gerlach, der zu Wochenbeginn noch an einer Prellung aus dem Pößneck-Spiel laborierte, ist wieder fit. Doch nach Übermut steht es Pfannkuch vor dem morgigen Cottbus-Spiel nicht. „Das ist eine sehr junge Mannschaft, mit sehr gut ausgebildeten Spielern, die es alle in die 1. Mannschaft drängt“, betonte er.
Die Tatsache, dass Bundesligist Energie Cottbus morgen ebenfalls ein Heimspiel gegen Aachen hat, wird zwar offiziell nicht als Vorteil gewertet, hinter vorgehaltener Hand aber dann schon. Nennenswerte Verstärkungen aus dem Profi - lager dürften damit ausfallen. „Die Mannschaft darf dennoch nicht unterschätzt werden, die sind schwer zu bespielen“, ist Pfannkuch der Auffassung. Ob die nach dem Pößneck-Spiel erfolgte Auswertung der schwachen Defensiv-Leistung für die morgige Aufstellung Folgen haben wird, ist noch offen. „Da werde ich mich erst nach dem Abschlusstraining entscheiden“, räumt sich der Trainer ein, um bis zur letzten Minute die Möglichkeit Veränderungen vorzunehmen. Eine Änderung steht allerdings bereits vor dem Anpfiff fest: Das Spiel beginnt erst um 15 Uhr und die Kassen im Friedensstadion werden erst um 14 Uhr öffnen.


Volksstimme vom 14.09.2005

Germania Halberstadt
Pfannkuchs Einladung an Vogel

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Es gibt leichtere Lose... Fußball-Oberligist Germania Halberstadt hat im Achtelfinale des Landespokals mit dem Vorjahresfinalisten und Verbandsligisten VfB 06 Sangerhausen (derzeit zweiter Tabellenplatz) einen schweren Brocken zugelost bekommen. Doch davon will Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch nichts hören. "Wir wollen am Ende den Pokal gewinnen. Da kann und muss es uns egal sein, wer der nächste Gegner ist", unterstreicht der Coach. Zudem gebe es im Pokalwettbewerb in keiner Runde leichte Gegner.
In Sangerhausen ist man hingegen über das Los hoch erfreut und auffallend selbstbewusst. "Wir können eine Überraschung schaffen", gibt sich Sangerhausens Trainer Eberhard Vogel zuversichtlich. Der 74-fache DDR-Nationalspieler (25 Tore) macht keinen Hehl daraus, in der Vorbereitung auf die Pokalbegegnung mit Germania Halberstadt seine Kontakte in der Oberliga nutzen zu wollen. "Ich werde mit meinem Sohn sprechen und auch Kurbjuweit anrufen", betont Vogel, der insgesamt 440 DDR-Oberliga-Begegnungen auf den Buckel hat und zudem auf 47 Europapokalspiele verweisen kann. Vogel-Sohn Timo trainiert den VFC Plauen - letzter Heimspiel-Gegner der Halberstädter (1:1), Kurbjuweit sitzt beim VfB 09 Pößneck auf der Trainerbank und musste am vergangenen Sonnabend eine 3:4Niederlage seiner Mannschaft mit ansehen - gegen Germania Halberstadt. Somit kann Sangerhausens Coach Vogel auf relativ frische Erfahrungsberichte über den Halberstädter Oberligisten zurückgreifen.
Pfannkuch tangiert das alles nicht. "Meinetwegen kann er auch am Sonntag zum Cottbus-Spiel nach Halberstadt kommen. Dann kriegt er die Infos sogar aus erster Hand. Wir werden Sangerhausen trotzdem schlagen", strotzt der Germanen-Coach vor Selbstbewusstsein.


Volksstimme Halberstadt vom 13.09.2005

Fußball-Oberliga: Pößneck offenbar für Germania ein schweres Pflaster
Pfannkuch: „Wir hatten in der Defensive erhebliche Schwächen“

Von Mathias Kasuptke

Pößneck ist ein schwieriges Pflaster. Fußball-Oberligist Germania Halberstadt sicherte sich zwar mit einem 4: 3-Arbeitssieg am vergangenen Sonnabend bei den Thüringern drei Punkte, doch die drei Gegentore werfen Fragen auf. Wie zuletzt gegen Plauen konnte Germania im Defensivverhalten nicht überzeugen.

Halberstadt. So sauer sieht man den Kapitän selten. Enrico Gerlach schrie nach dem 3: 4-Anschlusstreffer der Pößnecker seine Hinterleute mit nicht zitierfähigen Worten so wütend an, dass selbst die Platzherren zitterten. Zuvor hatte Germania zweimal einen Rückstand ausgeglichen und war dann mit 4: 2 in Führung gegangen. Doch anstatt aus dieser Leistung Selbstbewusstsein zu ziehen, zitterten sich die Halberstädter über die Zeit. Dabei hätten die Germanen alle Gründe dieser Welt gehabt, nach zwei Rückständen und der dann erzielten sicheren Führung, die Pößnecker auflaufen zu lassen. Doch Germania schaffte es nicht, Ruhe ins eigene Spiel zu bringen, den Ball laufen zu lassen. Anstatt das Spiel hinten in die Breite zu ziehen (gegen den HFC teilweise lehrbuchartig zelebriert) und das Tempo herauszunehmen, spielte Germania hektischen Kurzpass-Fußball und vertändelte den Ball ein ums andere Mal. Pößneck witterte die Chance und konterte die Halberstädter aus. Der Anschlusstreffer fiel. Die Germanen gerieten ins Schwimmen. Souverän war das nicht. Nur das Aufbäumen gegen den zweimaligen Rückstand war gegen Pößneck beispielhaft und verlangte Respekt ab.
Pößneck ist schwer zu bespielen. Die Mannschaft wird oft unterschätzt. Zudem hat das Umfeld eher Landesklasse-Niveau. Fußballspielen können die Thüringer dennoch. Allerdings machte Germanias Hintermannschaft es den Pößneckern einfach. „Wir hatten in der Defensive erhebliche Schwächen“, betonte auch Thomas Pfannkuch nach dem Spiel, das Problem erkannt zu haben. Die individuellen Fehler wolle er „unter der Woche auswerten“.


Ostthüringer Zeitung vom 12.09.2005

4:3-Gästesieg für Mannschaft aus Halberstadt
Kämpferherz der VfB-Elf bleibt am Ende ohne Lohn

Von Mario Keim

Pößneck. Halberstadt ist nach fünf Oberliga-Spieltagen weiter ungeschlagen. Das Team von Trainer Pfannkuch setzte sich nach hartem Kampf beim VfB Pößneck mit 4:3 (0:1) durch. Dabei drehte Germania das Spiel innerhalb von acht Minuten, als es aus einem 1:2 ein 4:2 machte. Trotz streckenweiser spielerischer Überlegenheit war es am Ende nur ein Halberstädter Arbeitssieg.
Germania schoss von Beginn an aus allen Rohren. Ehe Walther in der 19. Minute völlig überraschend die Pößnecker Führung erzielte, hatten zweimal Banser (11. und 17.), Stefke (10.) und Schlitte (15.) die Germaniaführung auf dem Fuß. Pößneck hatte mehr als Glück. Der Halberstädter Rückstand änderte nichts am Spielverlauf. Germania griff weiter unentwegt an. In der Folge hatte Banser drei weitere riesige Chancen. Erst in der 37. Minute drosch er eine Schlitte-Flanke volley in die Maschen. Bis zur Pause hätten Gerlach (41., 18-Meter-Freistoß) und Banser (43.) den überlegenen Spielverlauf auch in Toren ausdrücken können. Pößneck spielte zwar vor der Pause munter mit, hatte aber bis auf den Führungstreffer und einen Kopfball von Kühne (30.) keine weiteren Torchancen.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Germania drückte, Pößneck schoss das Tor (59., Förster-Kopfball). Doch diesmal kam die Halberstädter Antwort postwendend. In der 63. (Solo) und 65. Minute (nach Stefke-Ecke) schoss Schlitte die Halberstädter in Führung. Weitere sechs Minuten später erhöhte Stefke auf 4:2. Doch die Pößnecker steckten nicht auf, machten plötzlich mächtig Druck und kamen durch Zimmermann (79.) noch zum Anschlusstreffer. Zwei Minuten vor dem Abpfiff rettete Keeper Kischel mit einer Fußabwehr die drei Punkte für das Halberstädter Team. "Wir hatten die größere Anzahl von Chancen, aber hinten erhebliche Schwächen. Das Hauptziel waren drei Punkte. Wir fahren zufrieden nach Hause", erklärte Trainer Pfannkuch.


Volksstimme vom 12.09.2005

Halberstadt gewinnt in Pößneck noch 4:3
Weiter ungeschlagen: Germania dreht in acht Minuten das Spiel

Von Mathias Kasuptke

Pößneck. Halberstadt ist nach fünf Oberliga-Spieltagen weiter ungeschlagen. Das Team von Trainer Pfannkuch setzte sich nach hartem Kampf beim VfB Pößneck mit 4:3 (0:1) durch. Dabei drehte Germania das Spiel innerhalb von acht Minuten, als es aus einem 1:2 ein 4:2 machte. Trotz streckenweiser spielerischer Überlegenheit war es am Ende nur ein Halberstädter Arbeitssieg.
Germania schoss von Beginn an aus allen Rohren. Ehe Walther in der 19. Minute völlig überraschend die Pößnecker Führung erzielte, hatten zweimal Banser (11. und 17.), Stefke (10.) und Schlitte (15.) die Germaniaführung auf dem Fuß. Pößneck hatte mehr als Glück. Der Halberstädter Rückstand änderte nichts am Spielverlauf. Germania griff weiter unentwegt an. In der Folge hatte Banser drei weitere riesige Chancen. Erst in der 37. Minute drosch er eine Schlitte-Flanke volley in die Maschen. Bis zur Pause hätten Gerlach (41., 18-Meter-Freistoß) und Banser (43.) den überlegenen Spielverlauf auch in Toren ausdrücken können. Pößneck spielte zwar vor der Pause munter mit, hatte aber bis auf den Führungstreffer und einen Kopfball von Kühne (30.) keine weiteren Torchancen.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Germania drückte, Pößneck schoss das Tor (59., Förster-Kopfball). Doch diesmal kam die Halberstädter Antwort postwendend. In der 63. (Solo) und 65. Minute (nach Stefke-Ecke) schoss Schlitte die Halberstädter in Führung. Weitere sechs Minuten später erhöhte Stefke auf 4:2. Doch die Pößnecker steckten nicht auf, machten plötzlich mächtig Druck und kamen durch Zimmermann (79.) noch zum Anschlusstreffer. Zwei Minuten vor dem Abpfiff rettete Keeper Kischel mit einer Fußabwehr die drei Punkte für das Halberstädter Team. "Wir hatten die größere Anzahl von Chancen, aber hinten erhebliche Schwächen. Das Hauptziel waren drei Punkte. Wir fahren zufrieden nach Hause", erklärte Trainer Pfannkuch.


Ostthüringer Zeitung vom 09.09.2005

VfB Pößneck Schlusslicht bei Zuschauerzahlen
Am Stadtfest-Samstag findet Oberliga-Partie gegen Germania Halberstadt

Von Mario Keim

Pößneck (OTZ). Der VfB 09 Pößneck bildet in der Zuschauerbilanz der Fußball-Oberliga Süd derzeit das Schlusslicht. Nur 248 Fußballanhänger pro Spiel - insgesamt waren es 495 - kamen zu den beiden Heimpartien in den Sportpark Warte. Trotz des Auftaktsieges gegen Energie Cottbus II (2:1) gab es gegen den FC Oberlausitz gerade einmal 181 interessierte Besucher. Das Fehlen attraktiver "Kracher" wie Jena, Sachsen Leipzig oder in der Vergangenheit VfB Leipzig dürfte nicht der einzige Grund für die magere Kulisse sein.
Ob sich diese Bilanz beim Heimspiel am Samstag um 14 Uhr gegen Germania Halberstadt wesentlich erhellt, ist fraglos. Mit der Mannschaft aus dem Harz reisen nach der Erfahrung der beiden vergangenen Jahre nicht so viele Fans nach Pößneck. Skeptiker bringen den Fußball-Tag am Samstag außerdem mit dem Stadtfest und dem Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft in Verbindung. Auch das könnte einen Abbruch bringen, so die Meinung einzelner.
Sportlich dagegen hält die Begegnung im Sportpark Warte viel Spannung bereit: Pößneck gewann zu Hause bisher beide Spiele, die Gäste aus Halberstadt sind in der jungen Saison nach vier Spieltagen noch ohne Niederlage. Sie trotzten Plauen und Halle jeweils ein 1:1-Unentschieden ab und gewannen gegen Aufsteiger Völpke (4:0) sowie gegen Grimma (2:0). Der Aufsteiger des Jahres 2003 ist bekannt für seinen jeweils furiosen Saisonstart. Doch scheint dies nicht der alleinige Grund für den starken Auftritt seit Anfang August zu sein. Mit Fait-Florian Banser (Magdeburg), Ladislav Stefke (Dessau), Ingo Vandreike (Gifhorn) und Randy Gottwald (Stendal) hat Germania vier oberligaerfahrene Kicker neu verpflichtet. Dazu kam René Heckeroth von Völpke. Die Rechnung ging bislang auf. Banser, ehemaliger Mannschaftskamerad der Neu-Pößnecker Kai Kühne und Benny Woitha, traf bisher drei Mal für seine Elf und unterstrich damit seine Torgefährlichkeit.
Der VfB Pößneck will sportlich eine Antwort auf die enttäuschende Leistung bei der 0:2-Niederlage gegen Eilenburg geben. "Ich habe keine Erklärung", sagte Trainer Lothar Kurbjuweit unmittelbar nach dem Abpfiff. In der 55. Minute war es Thomas Hurt, der die erste Pößnecker Chance hatte. Den Gastgebern reichte eine erste starke Halbzeit zum souveränen Erfolg - wie schon dem VfB zweimal zu Hause. Von einer katastrophalen Leistung der Pößnecker, die sich nicht noch einmal wiederholen sollte, sprachen die mitgereisten Fans. Dabei hatten sich die Anhänger des VfB zuvor gute Chancen ausgerechnet. Somit bleibt der VfB nach zwei Auftritten auswärts noch ohne Punktgewinn.


Volksstimme Halberstadt vom 08.09.2005

Fußball-Oberliga: Halberstädter reisen am Sonnabend mit großer Fan-Unterstützung nach Pößneck
Ungeschlagen: Germania will Serie fortsetzen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Der Bus ist voll. Die Gründung des Germania-Fanclubs Harz zeigt eindrucksvoll Wirkung. Das Interesse an Auswärtsfahrten unter den Fans des Halberstädter Oberligisten nimmt stetig zu. Sogar zum Auswärtsspiel gegen den VfB Pößneck, nicht gerade eine Fahrt mal eben um die Ecke, ist der Fanbus voll geworden. Abfahrt ist am Sonnabend um 10 Uhr an der Bushaltestelle vor dem Reisebüro Wolf-Reisen in der Spiegelstraße. Etwa zehn Minuten später kann an der großen Shell-Tankstelle in der Quedlinburger Chaussee zugestiegen werden. Für den Fanbus zum Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg am Sonntag, dem 25. September, liegt bereits im Fanshop im Fahrzeughaus Klus (Klusstraße) eine Liste aus. Interessenten sollten sich beeilen, die Nachfrage ist groß. Die Organisatoren gehen davon aus, dass ein Bus mit 78 Plätzen nicht reichen wird.
Dem großen Interesse der Fans will natürlich auch die Mannschaft Rechnung tragen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch kann mittlerweile auf eine beeindruckende Serie verweisen. Immerhin ist das Team seit dem Saisonauftakt ungeschlagen – inklusive Testspiele, Oberligabegegnungen und Pokalspiel. „Diese Serie wollen wir natürlich auch in Pößneck fortsetzen“, unterstrich Trainer Pfannkuch.
Die Vorzeichen für die Begegnung in Pößneck sehen auch sehr positiv aus. Besonders auswärts hat Germania Halberstadt bisher die überzeugendsten Leistungen geboten. „Auswärts passt es“, meinte der Trainer. Warum es aus gerechnet bei den Heimspielen immer ein bisschen hakt, erklärt der Coach mit einer „sehr hohen Erwartungshaltung“ der Fans. Allerdings müsse man die Heimleistungen auch „relativiert betrachten.“ Drei Spiele hat das Germania Oberliga-Team bisher im Friedensstadion ausgetragen: ein Testspiel gegen Lok Stendal und zwei Punktspiele gegen Grimma und Plauen. Keine einfachen Gegner, erinnerte sich Pfannkuch. „Spiele gegen Stendal sind immer von einer besonderen Rivalität geprägt, die Spiele haben wir auch schon ver loren“, sagte der Coach. Und gegen Grimma muss man erst einmal zwei Tore erzielen“, meinte er. Die Stärke der Muldestädter sei nicht zu unterschätzen, wie die der Plauener. „Die haben in den letzten Jahren das Geschehen in der Oberliga bestimmt. Der schwache Saisonstart gegen den FCM oder Eilenburg darf nicht unterschätzt werden“, so Pfannkuch, der überzeugt ist, das Plauen auch in dieser Saison zu den Spitzenteams gehört. Wenn man gegen die einen Punkt holt, sei dies sicher nicht schlecht.


Volksstimme Halberstadt vom 07.09.2005

Germania Halberstadt
"Plauener Spitzen gefielen gar nicht"

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Fußball-Oberligist Germania Halberstadt scheint auch in dieser Saison kein gutes Pflaster für Spitzenteams zu sein. Beim 1:1 gegen den VFC Plauen war sogar mehr drin, verpassten es die Vorharzer, erstmals einen Sieg über die Vogtländer zu landen. Besonders in Hälfte eins wurde ein voller Erfolg verspielt, fehlte über weite Strecken die Harmonie, muss die Begegnung insgesamt sogar als Rückschritt bezeichnet werden. "Plauener Spitzen" sind ein handwerkliches, besonders die Frauen ansprechendes Textil-Markenzeichen der Region. Mit Plauener Spitzen hatte es diesmal die Halberstädter Abwehr zu tun, und zwar in einem Maße, wie sie es sich nicht unbedingt gewünscht hatte. Das Spitzenduo, bestehend aus Zapyshnyi und Reimann, beschäftigte die Halberstädter Defensive durch eine ganze Palette von perfekt verarbeiteten Aktionen. Ob Solo, Passspiel oder Kopfball - überall erwiesen sich die beiden Plauener wahrlich als "Spitze". Das bekam dem bislang so souveränen Germania-Spiel gar nicht. Nicht nur die Vierer-Abwehrkette musste höllisch aufpassen, dass nicht mehr passierte als das 0:1 per Sonntagsschuss. Auch das Mittelfeld agierte anfangs nicht so gut wie zuletzt gewohnt. Ebenfalls häufig in die Defensive eingebunden, kamen Gerlach und Stefke nicht in dem Maße dazu, ihre Angreifer in Szene zu setzen. Die zerrten zwar die gesamte Spielzeit über an den Ketten, zu Beginn am meisten Banser, doch erst ein regelrecht wütend gewordener Schlitte sorgte schließlich dafür dass es in der zweiten Hälfte der Partie auch im Plauener Strafraum mehrfach lichterloh brannte. Nicht. von ungefähr markierte er schließlich das 1:1.


Volksstimme Halberstadt vom 06.09.2005

Fußball-Oberliga: Germania mit schwacher erster Halbzeit gegen Plauen
Erhebliche Steigerung nach der Pause verhindert erste Niederlage

Von Mathias Kasuptke

Mit dem 1:1-Unentschieden gegen Plauen bleibt Germania Halberstadt zwar in dieser Saison weiter ungeschlagen, doch so richtig zufrieden kann diese Serie nach dem letzten Spiel nicht machen. Halberstadts Oberligist offenbarte Schwächen, die überraschten und von anderen Gegnern konsequenter bestraft würden.

Halberstadt. Plauen ist nicht mehr die Mannschaft, die in den vergangenen Jahren die Oberliga beherrschte. Das haben die bisherigen Begegnungen der Vogtländer in dieser Saison gezeigt. Zuletzt gegen Eilenburg stolperten die einst so mächtigen Plauener im eigenen Stadion nur zu einem 1:1. Zum Auftakt setzte es gar eine 2:4-Schlappe gegen den FCM. Um so ärgerlicher ist aus Halberstädter Sicht der Punkteverlust vom vergangenen Sonntag. Es reichten lediglich zwei schnelle Plauener Spitzen (Reimann und Zapyshni), um Germanias Selbstbewusstsein gleich in den ersten Minuten zu erschüttern. Die Folge: Das Spiel der Halberstädter wirkte zerfasert und unkonzentriert. Phasenweise hatte man den Eindruck, die Mannschaft wollte die drei Punkte nicht mitnehmen. Man spielte rückwärts und produzierte Fehlpässe am laufenden Band. Zudem war Stefke wohl so sehr auf sein Geburtstagstor konzentriert, dass ihm an diesem Tag fast nichts gelang.
Kaum auszudenken, was passierte wäre, wenn der Kopfball von Plauens Dashi in der 4. Minute nicht an die Querlatte, sondern ins Tor gegangen wäre. Das Germania-Spiel war 45 Minuten nicht mitanzusehen. Der 0:1-Rückstand fast mit dem Pausenpfiff war symptomatisch. Dass es am Ende doch noch zu einem 1: 1 gereicht hat, ist vor allem mit einer erheblichen Steigerung der Halberstädter in der zweiten Halbzeit zu erklären. Germania machte mehr Druck, zwang Plauen in die Defensive. Dort nämlich waren die Gäste an diesem Tag ebenso verwundbar, wie die Halberstädter auf der anderen Seite. Fast jede Flanke vor das Gästetor kam einer Germania-Chance gleich. Doch deren Verwertung war alles andere als effektiv. Banser und Binsker brauchten zu viel Anlaufzeit, um das Leder über die Linie zu schieben. So war es erneut Schlitte, der den Punkt rettete.


Volksstimme vom 05.09.2005

Germania Halberstadt 1:1 gegen Plauen
Sprinter Schlitte schafft mit dem Knie den 1:1-Ausgleich

Von Wolfgang Seibicke

Germania Halberstadt bleibt in der neuen Fußball-Oberligaserie ungeschlagen, verpasste es gestern jedoch, den ersten Erfolg gegen Kontrahent WC Plauen zu landen. Am Ende stand ein 1:1 zu Buche.

Halberstadt. Über 1200 erwartungsvolle Besucher erlebten einen teilweise recht bissigen Schlagabtausch, in den die nach verhaltenem Saisonstart in Zugzwang geratenen Vogtländer einen Schuss mehr Aggressivität einbrachten. "Uber weite Strecken der ersten Hälfte sind wir überhaupt nicht konsequent in die Zweikämpfe gegangen", ärgerte sich Germania-Coach Thomas Pfannkuch. Für seine Elf gab es da zwar Tormöglichkeiten (Vandreike, Banser), doch in Führung in diesem von der Taktik geprägten Spiel gingen die Gäste. Robert Böhme fasste sich kurz vor der Pause ein Herz und zog aus 22 Metern ab. Vorn Innenpfosten aus prallte das Leder ins Halberstädter Tornetz. Keeper Kischel war machtlos.
"Wir haben uns schwer getan, mussten höllisch auf die Plauener Spitzen aufpassen. Das Gegentor hat uns endlich wachgerüttelt" meinte Abwehrorganisator Randy Gottwald.
So richtig in die Gänge kamen die Gastgeber etwa nach einer Stunde. Felix Binsker (60.) und Fait-Florian Banser (69., 75.) scheiterten mit ihren Versuchen jedoch jeweils knapp. Dem in der zweiten Spielhälfte bestem Mann auf dem Platz, Kevin Schlitte, war es schließlich vergönnt, den Ausgleich zu markieren. Dabei lief er seinem Gegenspieler im Sprintertempo auf und davon und schoss von rechts ab. Plauens Torwart Jens Golle parierte, schlug das Leder jedoch genau an Schlittes Knie, von wo aus es zum 1:1 im Plauener Kasten landete.


Germanen-Echo vom 04.09.2005

Nur offene Türen eingerannt
Germania Fanclub Harz

Von Mathias Kasuptke

Frage: Was hat Dich dazu veranlasst, einen neuen Fanclub zu gründen?
Eddi Masannek: Nachdem sich die Mannschaft in der Oberliga etabliert hat, müssen wir nachziehen und die Fanaktivitäten ebenfalls auf einem höheren Niveau organisieren (ein ausdrücklicher Dank in diesem Zusammenhang an die Alten Germanen). Außerdem verschieben sich derzeit die Prioritäten: während noch vor kurzem für die meisten irgendein Bundesligaclub im Vordergrund stand (erst dann kam Germania), ist der VfB jetzt bei vielen auf Platz 1 der Sympathieskala! Und insofern stimmen die Spitzenreiter-Rufe immer. Mit der Entscheidung für den Namen Harz erhoffen wir uns eine Stärkung der regionalen Identität: Wer guten Fussball sehen will, ist herzlich ins Friedensstadion eingeladen!

Frage: Wie war die Reaktion bei Spielern und Offiziellen des Vereins?
Eddi Masannek: Ausschließlich positiv, insbesondere bei Kevin Schlitte, René Cunaeus und Präsident Olaf Herbst. Da sind wir nur noch offene Türen eingerannt. Es war so, als ob alle nur darauf gewartet hätten, dass jemand die Initiative ergreift.

Frage: Wie hat sich die Zahl der Mitglieder in den letzten Wochen im neuen Fanclub entwickelt?
Eddi Masannek: Die Resonanz ging durch alle Altersgruppen und war riesig. Die Mitgliederzahl hat sich innerhalb von nur vier Wochen auf 30 verdoppelt. Mit Andreas Ochsenkühn aus Taufkirchen bei München begrüßen wir das erste Mitglied außerhalb von Sachsen-Anhalt in unseren Reihen. Bemerkenswert: Andreas ist kein Halberstädter, nicht einmal Ossi.

Frage: Bisher organisiert Ihr zu jedem Auswärtsspiel die Fanbusse. Was habt Ihr noch für Pläne?
Eddi Masannek: Die Fanbusse sollen nur der Anfang sein. Geplant sind noch regelmäßige Fanclub-Treffen, an denen auch immer Spieler teilnehmen werden. Dazu haben wir von der Mannschaft die Zusage. Außerdem wird der Fanclub einen Pokal für den besten VfB-Torjäger ausloben. In diesem Zusammenhang haben sich die Fans bereit erklärt, auch eine Geldprämie zu stiften. Die Höhe soll noch nicht verraten werden. Nur so viel: Es wird sich lohnen!


Volksstimme Halberstadt vom 03.09.2005

Fußball-Oberliga: Germania empfängt morgen den VFC Plauen
Ein Tor als Geburtstagsgeschenk?

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Auch wenn er bisher noch kein Tor erzielt hat, Ladislav Stefke ist ohne Zweifel eine Bereicherung des Oberligisten Germania Halberstadt. Der Mittelfeldakteur ist die perfekte Ergänzung im Trio mit Gerlach und Vandreike. Während Kapitän Gerlach als Stratege durchgeht, ist Vandreike der Rackerer im defensiven Mittelfeld und Stefke der Ballkünstler, der das Leder bei jeder Flanke mit viel Gefühl streichelt, um es ins Ziel zu befördern.
Gestern ist der gebürtige Slovake 28 Jahre alt geworden. „Ich denke, dass ist morgen ein guter Tag für Lazi, um sein erster Tor für Germania zu erzielen“, ist Trainer Pfannkuch überzeugt. Das nachträgliche Geburtstagsgeschenk würde nach Auffassung von Pfannkuch die „sehr gute Trainingsarbeit“ von Stefke in den vergangenen Wochen unterstreichen. „Er ist dran mit diesem Tor. Er hat es sich verdient“, betonte der Coach.
Fraglich ist noch, ob der VFC Plauen morgen auch Balakow aufbietet, um das erste Stefke-Tor zu verhindern. Bisher gibt es zum Einsatz des ehemaligen Bundesliga-Profi s unterschiedliche Meldungen aus Plauen. Die einen meinen, der Bulgare weile noch im Heimaturlaub, andere sprechen davon, dass der Routinier wie „Kai aus der Kiste“ im Friedensstadion auftauchen wird. Anstoß ist um 14 Uhr.


Vogtland Anzeiger vom 02.09.2005

4. Spieltag Fußball-Oberliga
VFC vor hoher Hürde

Von G. Indlekofer

Vor einer sehr hohen Auswärtshürde steht der VFC Plauen (8./4/5:5) am Sonntag beim VfB Germania Halberstadt (3./7/7:1). Während die Spitzenstädter nicht wie erhofft in die Punktspielsaison gestartet sind, erwischte der VfB einen Superstart. Noch keine Niederlage und erst ein Gegentor verdeutlicht die momentane Stärke des Plauener Kontrahenten: die Abwehr. Und mit Fait-Florian Banser (3 Tore) und Felix Binsker (2) haben sie zwei ganz torgefährliche Offensivspieler. Trotzdem fahren die Plauener mit dem festen Vorsatz nach Halberstadt, zumindest nicht zu verlieren, noch besser wäre der zweite Saisonauswärtssieg. Personell entspannt sich die Lage beim VFC. Thomas Risch, Adrian Dashi und auch Matthias Pannach könnten bis Sonntag fit werden. Dagegen fehlt Daniel Fahrenholz weiterhin.


Volksstimme vom 02.09.2005

Germania Halberstadt
Nils Pölzing muss mit Manschette spielen

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. „Wir sind mit vier Punkten aus drei Partien nicht berauschend gestartet. Nun aber wollen wir uns steigern und in Halberstadt punkten“, so die Zielstellung, die Lothar Senf, sportlicher Geschäftsführer des VFC Plauen, seinen Männern am Sonntag mit auf den Weg gibt. Dann treten sie ab 14 Uhr im Friedensstadion an. „Wir haben natürlich mitbekommen, dass sich Halberstadt sehr gut verstärkt hat und scharf darauf ist, uns erstmals eine Niederlage beizufügen. Das wollen wir in jedem Fall verhindern“, glaubt Scherf daran, dass es seine Männer packen.
Auf die Hilfe des ehemaligen bulgarischen Nationalspielers Krasimir Balakov kann der VFC diesmal nicht bauen. Der Ex-Profi beim VfB Stuttgart befindet sich im Urlaub. Ebenso fehlen am Sonntag die verletzten Nikolae Popa, Mathias Pannach und Petr Grund. Besser ist die Personalsituation bei Gastgeber Germania. Nils Thiele ist wieder fit und wird in die Vierer-Abwehrkette rücken, und zwar an die Seite von René Heckeroth, Randy Gottwald und Nils Pölzing. Letztgenannter dürfte gegenwärtig das einzige Sorgenkind der Vorharzer sein. Er hat sich am Daumen verletzt - ein Faserriss. Gut möglich, dass er deswegen am Sonntag mit Manschette spielt.


Volksstimme Halberstadt vom 02.09.2005

Germania Halberstadt nach Landausflug
Keine neuen Erkenntnisse

Von Mathias Kasuptke

Der Ausflug aufs Land unter der Woche war für Germania zwar erfolgreich, aber kaum ergiebig. Mit 9:0 (4:0) gewann der Oberligist beim Landesklässler TSV Hadmersleben und offenbarte erst in der zweiten Hälfte richtige Spiel- und Torlaune. Wesentliche Veränderungen in der Aufstellung zum Plauen-Spiel am Sonntag sind deshalb nicht zu erwarten.

Halberstadt. Die Stimmung in Hadmersleben war gut. Knapp 300 Zuschauer, bestes Wetter, gepflegter Fußball und ein 9:0-Erfolg des VfB Germania Halberstadt waren Werbung für den Oberligisten. Der eine oder andere Hadmersleber wird sich deshalb am Sonntag sicher auf den Weg ins Halberstädter Friedensstadion machen, um Germania gegen den VFC Plauen zu sehen. Anstoß ist um 14 Uhr. Wesentliche Veränderungen bei der Mannschaftsaufstellung wird es aber beim Oberligisten gegenüber dem letzten Punktspiel gegen den HFC nicht geben.
Trainer Thomas Pfannkuch hatte in Hadmersleben mit André Kopp, Kranz, Früh und Dannhauer gleich vier Spieler der 2. Mannschaft im Einsatz, die sich, außer Früh, auch alle in die Torschützenliste eintrugen. Ein Einsatz gegen Plauen am Sonntag ist dennoch eher unwahrscheinlich. „Es waren solide Leistungen, ein Spiel bietet für eine Einschätzung aber zu wenig“, erklärte Pfannkuch. Mit Banser (2), Reitzig (2), Binsker und Stosch waren es vertraute Namen aus dem Oberliga-Kader, die für den hohen Erfolg sorgten.
Ein wenig aufgefallen ist dennoch einer: Alex Kopp. Germanias Dauertalent spielte in Hadmersleben über 90 Minuten und bereitete drei Tore durch sehenswerte Pässe vor. Es hatte fast den Anschein, als wenn die Kritik nach dem HFC-Spiel gefruchtet hätte.




 

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