VfB Germania Halberstadt - zur Startseite
Germania Halberstadt Mannschaft Spielplan Bilder Extras Links Fan-Forum Germania-Fanpage.de Fan-Forum



» August 05  » September 05  » Oktober 05  » November 05  » Dezember 05  » Januar 06  » Februar 06  » März 06  » April 06  » Mai 06  » Juni 06  » Juli 06  

Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

November 05


Volksstimme vom 30.11.2005

VfB Germania Halberstadt
Keiner verletzt, keiner schwächelt

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. So erfolgreich war Germania noch nie: Halberstadts Fußball-Oberligist spielt derzeit eine Saison, die selbst die kühnsten Optimisten der Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch nicht zugetraut hätten. "Wir haben zurzeit gemeinsam viel Spaß, davon profitiert jeder in der Mannschaft, und das treibt an", betont der Coach.
Den Spaß bekam auch Youngster Gabriel Lorenz am Sonntag in Meuselwitz beim Spiel gegen den ZFC (5:3) zu spüren. Der 19-Jährige kam bisher nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, wie auch vergangenen Sonnabend. Gegen Meuselwitz musste er dann am Sonntag "aus dem Kalten" für Nils Thiele ins Spiel, der in der 35. Minute mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Platz musste. Gleich die erste Aktion von Lorenz sorgte für einen Strafstoß und den 2:2-Ausgleich der Meuselwitzer. Groll hegte deshalb bei Germania keiner gegen Lorenz. "Fehler können jedem passieren, bei uns wird dafür niemand verdammt", unterstreicht Pfannkuch.
Lorenz zahlte das Vertrauen prompt zurück, spielte den Rest der Begegnung fehlerfrei und bot sich so für das Sonnabend-Spiel gegen den Mitfavoriten Sachsen Leipzig an. "Seine Leistung hat es in der Abwehr enger werden lassen", meint auch der Trainer. Ob der angeschlagene Thiele gegen Leipzig spielen kann, ist noch offen. Allerdings sitzt mit René Cunaeus ein weiterer Abwehr-Routinier auf der Bank, der nur auf eine Lücke im Kader hofft.
Zudem haben sich Nils Plölzing und Alex Kopp wieder zurück ins Team gespielt und hoffen auf ihren Einsatz. Kurz vor der Winterpause hat Pfannkuch seine komplette Mannschaft zur Verfügung. Keine Verletzten, keine Schwächelnden – auch das gab es Germania Halberstadt kurz vor dem Winter noch nie.


Bild Magdeburg vom 30.11.2005

Germania Halberstadt
Auch Kischel ist begehrt

Von Olaf Scholz

Sebastian Kischel (23) ist heiß. Der Torwart vom Oberliga-Zweiten Halberstadt hat die Rot-Sperre abgebrummt. Sonnabend kann er gegen Sachsen-Leipzig (3.) ran.
Dann werden die Späher wieder genau hinschauen. Germanias Nr. 1 (Vertrag bis 2007) wird von der 3. Liga gejagt. Manager René Cunaeus: "Drei Vereine haben sich bei uns mit Anfragen wegen Basti gemeldet."
An Kevin Schlitte (24) sind Hansa und Jena dran. Meuselwitz-Trainer Damian Halata nach dem 3:5: "Halberstadt hat nicht umsonst den besten Sturm der Oberliga."
Und eine begehrte Nr.1.


Volksstimme Halberstadt vom 29.11.2005

Fußball-Oberliga: Germania siegt und Pfannkuch beweist viel Trainer-Geschick
Drei Tore in nur 14 Minuten, Germania schoss ZFC ab

Von Mathias Kasuptke

5:3 in Meuselwitz – wohl selbst der kühnste Optimist hätte das nicht erwartet. Dass der Sieg so deutlich ausfiel, lag auch am Händchen von Trainer Thomas Pfannkuch, der in der 56. Minute ein besonderes Gespür für die Situation offenbarte.

Halberstadt. So richtig gut war das eigentlich nicht, was Germania in der ersten Halbzeit in Meuselwitz zeigte. Die Halberstädter gingen zwar zweimal in Führung, zauberten streckenweise in der Offensive, offenbarten aber in der Defensive erneut einige Schwächen. Die wiederum führten zu den Standards (Freistoß, Strafstoß), die Meuselwitz jeweils für den Ausgleich nutzte.
Auch nach dem Seitenwechsel sah es in Germanias Hintermannschaft ziemlich wackelig aus. Der sonst eher ruhige Ersatz-Keeper Daniel Löffke sah sich nach zwei Paraden dann doch gezwungen, seine Vorderleute einmal so richtig zusammen zu stauchen. Ob es der Anranzer von Löffke war oder die von Pfannkuch kurze Zeit später in der 56. Minute vorgenommene Auswechslung – von dieser Minute an lief es bei den Halber städtern optimal. Die Meuselwitzer drohten regelrecht unter die Räder zu kommen. Innerhalb von 14 Minuten schossen zweimal Schlitte und Banser den ZFC vom Platz.
Bis zur 56. Minute spielte die Dreier-Spitze mit Stefke, Banser und Schlitte. Das funktionierte auffallend gut. Kopp war ins Mittelfeld aufgerückt, Pölzing in der Abwehr von Beginn an dabei. So richtig reißen wollte der Knoten aber nicht. Erst als Pfannkuch Kopp vom Platz nahm, Reitzig dafür in den Sturm einwechselte und Stefke ins Mittelfeld umsetzte, lief es wie am Schnürchen. Die Abwehr der Meuselwitzer war plötzlich offen wie ein Scheunentor. Germania schoss Tore wie aus dem Lehrbuch. Das zum 5:2 dokumentierte die Überlegenheit der Halberstädter. Reitzig köpfte im Strafraum seelenruhig zu Banser, der verlängerte, ebenfalls ganz gelassen, mit dem Kopf ins Tor.
Nach dem Spiel, während die Mannschaft mit Wiege händen der Cunaeus-Tochter gratulierte, wusste selbst Trainer Pfannkuch nicht genau, wie hoch seine Mannschaft gewonnen hatte: „Ein Spiel mit sieben Toren, das war auch etwas für die Fans“, freute sich der Trainer. Nach einem Hinweis und den kontrollierenden Blick auf die Anzeigetafel meinte Pfannkuch: „Warum war ich denn eigentlich in den letzten Spiel minuten so aufgeregt?“


Volksstimme vom 28.11.2005

Germania Halberstadt trumpft beim 5:3 in Meuselwitz groß auf
Auftrag von Spielermanager Cunaeus erfüllt

Von Mathias Kasuptke

Meuselwitz. Der Auftrag war eindeutig: Germania Halberstadt musste drei Punkte in Meuselwitz holen. So verkündete es Kapitän Gerlach vor dem Spiel der Mannschaft. Per Telefon hatte er die Anweisung angenommen. Auftraggeber war Spielmanager Cunaeus. Der hatte in der Nacht zuvor von seiner Frau Eileen eine Tochter geschenkt bekommen. Und Germania schenkte ihm einen Sieg. Zweimal Banser, zweimal Schlitte und Gottwald schossen die Tore beim 5:3 (2:2)–Auswärtssieg. Ungefährdet war der Erfolg dennoch nicht.
Noch nie hatten die Halberstädter gegen Meuselwitz gewonnen. In der vergangenen Saison setzte es zwei Niederlagen. Vielleicht startete die Mannschaft von Trainer Pfannkuch deshalb gestern „wie von der Leine gelassen“. Die Führung durch Banser schon nach sieben Minuten schien das einzuläuten, was es am Ende wurde. Doch zunächst antwortete der ZFC postwendend. Zwei Minuten später versenkte Pinder einen 18-Meter-Freistoß mit einem Kunstschuss im Germania-Tor.
Im Anschluss daran hatten beide Teams Chancen, das Ergebnis zu ihren Gunsten zu drehen. Die Spielanteile waren gleich verteilt. In der 35. Minute musste Thiele mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Platz, nachdem ihm zuvor Kwiatkowski den Ellenbogen ins Gesicht gedrückt hatte. Zwei Minuten später lenkte Gottwald einen Distanzschuss von Stefke zum 2:1 ins ZFC-Tor.
Die Führung hielt allerdings nicht lange. Der für Thiele eingewechselte Lorenz holte in der 41. Minute Weinert im Strafraum von den Beinen. Den Strafstoß verwandelt Weiß sicher zum 2:2.
Nach dem Wechsel verhinderte zunächst Löffke mit zwei Paraden einen Rückstand der Gäste, ehe die sich an den Auftrag erinnerten und Meuselwitz in Grund und Boden spielten. Die Halata-Truppe bekam nur noch Stückwerk zusammen, Germania spielte wie von einem anderen Stern und hätte nach den Toren von Schlitte (2) und Banser noch höher gewinnen können. Der Anschlusstreffer von Sedlacek in der 86. Minute war nur noch Ergebniskosmetik.


Kicker vom 28.11.2005

NOFV-Süd: ZFC Meuselwitz - Germ. Halberstadt 3:5 (2:2)
Klasse-Konter über Pfeil Schlitte

Von Ronny Eichhorn

Spannung bis zur letzten Sekunde. Der ZFC erspielte sich einsatzstark optische Vorteile. Doch die Gäste lagen stets gefährlich in Lauerstellung. Das Spiel kippte in der 48. Minute als Weinert elf Meter frei vor Löffke nicht traf.
Die Gäste nutzten ihre Chancen cleverer. Zwei Klasse-Konter binnen drei Minuten schloss der pfeilschnelle Schlitte zum Doppelschlag ab. Sein Schatten Pinder sah dabei hilflos aus. Statt 3:2 stand es plötzlich 2:4, die Entscheidung!


Volksstimme vom 26.11.2005

Germania Halberstadt
Heißer Tanz in Meuselwitz

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Trotz der gegenwärtig fallenden Temperaturen dürfte es am morgigen Sonntag in der „Blue Chip“-Arena des ZFC Meuselwitz heiß hergehen. Die gastgebenden Thüringer sind scharf darauf, dem Tabellenzweiten Germania Halberstadt ein Bein zu stellen.
„Schon in der Vorsaison hatten wir uns mit den Halberstädtern zwei Spiele auf Messers Schneide geliefert, und auch für den Sonntag erwarte ich nichts anderes. Für mich kommt der Höhenpflug Halberstadts nicht ganz überraschend. Der zeichnete sich angesichts der personellen Verstärkungen schon im Sommer ab“, so ZFC-Trainer Damian Halata.
Sein Team verlor zuletzt deutlich mit 1:4 in Eilenburg, wobei einige Akteure dort angeschlagen mitwirkten. Das wird auch für morgen zutreffen, zum Beispiel für Abwehrchef Holm Pinder und Angreifer Miroslaw Rada. Sie sind nicht hundertprozentig fit.
„Angesichts der hohen Meuselwitzer Niederlage am vergangenen Wochenende und der Tatsache, dass er gegen uns sein letztes Heimspiel der Hinrunde hat, wird unser Kontrahent alles daransetzen, mit großem Kraftaufwand drei Punkte zu holen“, bereitet Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch seine Männer auf ein ganz schweres Spiel vor. Er gibt aber auch die Defensive aus: „Wir wollen gewinnen.“
Wie fast immer in der laufenden Serie gibt es im Germania-Team keine verletzten Akteure. Allerdings fehlt in Meuselwitz Stammtorhüter Sebastian Kischel, der den letzten Spieltag seiner Rotsperre „abbrummt“ und erneut durch Daniel Löffke ersetzt wird. Nachdem er zuletzt im Spiel gegen Erfurt unfreiwillig pausierte (5. Gelbe), ist Germania-Abwehrchef Randy Gottwald mit Sicherheit wieder im Aufgebot.


Volksstimme Halberstadt vom 26.11.2005

Fußball-Oberliga: Halberstadt spielt morgen um 13 Uhr beim ZFC
Bisher nur verloren: Schafft Germania erstes Erfolgserlebnis gegen Meuselwitz?

Von Mathias Kasuptke

An den ZFC Meuselwitz hat Germania Halberstadt keine guten Erinnerungen. Bisher gingen beide Begegnungen verloren – 2:3 in Meuselwitz und 1:2 in Halberstadt. In beiden Spielen ließ sich Germania in der Schlussphase die Butter vom Brot und somit die Punkte nehmen.

Halberstadt (mak). Ein Erfolgserlebnis haben die Germanen gegen den ZFC noch nicht vorzuweisen. In dieser Saison könnte sich das allerdings ändern. Grund: Die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch ist nicht mit der von Coach Lieberam aus der Vorsaison zu vergleichen. Gerlach & Co sind reifer, abgebrühter und längst nicht so launisch wie noch in der vergangenen Serie.
Damals musste der VfB mit einer 2:3-Niederlage beim Aufsteiger ZFC Meuselwitz die erste Niederlage der Saison einstecken. Die Halberstädter waren nach den Spielen gegen Dessau (4:1) und den HFC (3:0) völlig ein gebrochen. Nach einem 0:1-Rückstand gingen sie zwar durch Tore von Penev und ein Eigentor der Meuselwitzer mit 2:1 in Führung, doch der Mannschaft fehlte damals die Cleverness, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Mittlerweile ist Germania erwachsen geworden und spielt bisher eine nie erwartete Saison. 27 Punkte nach 13 Spieltagen können sich sehen lassen. In der Vorsaison benötigte die Mannschaft dafür immerhin 17 Spieltage.
Wenn man beim VfB eine Schwäche ausmachen will, dann höchstens bei Auswärtsbegegnungen. Dort wurden bisher die Spiele verloren (FCM und Eilenburg jeweils 0: 1). Zuletzt in Dresden hat das Pfannkuch-Team allerdings bewiesen, dass es auch in der Lage ist, eine Wendung in schlechte Spiele zu bringen sie und zu gewinnen. An Meuselwitz 2004 erinnert diese Mannschaft wahrlich nicht mehr.


Osterländer Volkszeitung vom 26.11.2005

Sonntag: Meuselwitz - Halberstadt
ZFC will sich mit Sieg verabschieden

Von Ronny Eichhorn

Meuselwitz. Morgen gastiert mit Germania Halberstadt die Überraschungsmannschaft der Oberliga in der Bluechip-Arena. Nur drei Punkte liegt das Team von Trainer Thomas Pfannkuch mittlerweile hinter Spitzenreiter 1. FC Magdeburg und avanciert damit immer mehr zum heißesten Verfolger.
"Das ist eine spielerisch homogene Mannschaft, die für mich nicht überraschend da oben steht. Die schnuppern bestimmt Morgenluft und wollen ihren Konkurrenten Magdeburg weiter ärgern", ist sich ZFC-Coach Damian Halata sicher.
Seine Meuselwitzer plagen sich weiter mit gesundheitlichen Problemen herum. Besonders prekär sieht es in der Hintermannschaft aus. Hier wird definitiv Miroslav Rada fehlen. Der Tscheche hat sich eine Mittelohrentzündung zugezogen. Auch hinter dem Einsatz von Holm Pinder steht ein dickes Fragezeichen. Sein grippaler Infekt ist immer noch nicht ganz ausgeheilt. "Das heißt, ich muss wieder einmal tüchtig umstellen", so der Coach. Möglich, das Mirko Graf - wie schon in Magdeburg - in die Viererkette rückt. Allerdings ist der "Lange" nach seiner Lungenentzündung noch nicht wieder ganz auf dem Damm.
Doch egal wer aufläuft: Der ZFC Meuselwitz möchte sich mit einer starken Leistung von seinen treuen Heimfans verabschieden. "Wir wollen bei unserem letzten Heimauftritt des Jahres unbedingt ein ordentliches Spiel zeigen, möglichst auch den Dreier zu Hause lassen."
Trotz der Wetterkapriolen scheint der Partie übrigens nichts im Wege zu stehen. Halata optimistisch: "Ich denke, wir werden unter vernünftigen Bedingungen spielen können." Anpfiff ist bereits 13 Uhr.


Bild Magdeburg vom 26.11.2005

Halberstadt
Jena ist heiß auf Germanias Schlitte

Von Olaf Scholz

... Germania ist erst morgen (13.00 Uhr) dran. Und die Halberstädter fahren ganz entspannt nach Meuselwitz. Da geht es für den zweiten darum, in der Spitze zu bleiben.
“Wir haben uns mit 27 Punkten eine riesige Ausgangsposition geschaffen. Jetzt fahren wir nach Meuselwitz, um zu gewinnen. Auch wenn das kein Honigschlecken wird”, sagt Trainer Thomas Pfannkuch. Torwart Sebastian Kischel brummt sein letztes Spiel der Rot-Sperre ab. Für ihn hält wieder Daniel Löffke.
Kevin Schlitte stürmt. Am Flügelflitzer ist neben Hansa auch Jena dran. Eventuell schon für die Rückrunde. Coach Pfannkuch: “Auch das sehen wir ganz entspannt. Kevin hat Vertrag bis Sommer 2006”


Osterländer Volkszeitung vom 25.11.2005

ZFC empfängt Germania Halberstadt
Kann der Germanen-Höhenflug gestoppt werden?

Von Ronny Eichhorn

Das schwache Spiel in Eilenburg ist Geschichte – jetzt gilt es gegen ein absolutes Topteam der Liga zu bestehen. Am Sonntag gastiert mit Germania Halberstadt der aktuelle Tabellenzweite in der bluechip-Arena. „Das wird mindestens so schwer, wie gegen Magdeburg. Aber wir wollen in unserem letzten Heimspiel des Jahres den Fans einen guten Abschluss bieten“, verspricht Mittelfeldmotor Matthias Großmann.
Dass die Germanen sich zum ersten Verfolger von Überflieger Magdeburg aufgeschwungen haben, kommt für ZFC-Trainer Damian Halata nicht überraschend. „Halberstadt ist eine homogene Mannschaft, die auch spielerisch einiges zu bieten hat.“ Und die Germanen werden motiviert sein: Da Spitzenreiter Magdeburg zuletzt Federn ließ, fehlen dem Team von Trainer Thomas Pfannkuch nur noch drei Punkte zum Platz an der Sonne. Personell kann der Coach auch in Meuselwitz beinahe aus dem Vollen schöpfen. Nur auf einer Position muss er umstellen. Stammkeeper Sebastian Kischel (Rotsperre) wird erneut vom erst 20-jährigen Daniel Löffke ersetzt. Die Statistik spricht für den ZFC: In der Vorsaison wurden beide Spiele gewonnen.
Worauf sich die Fans des ZFC Meuselwitz einstellen können, ist ein verändertes Abwehr-Gesicht. Da Miroslav Rada (Mittelohrentzündung) definitiv ausfällt, könnte Mirko Graf eine Chance in der Viererkette bekommen. „Mal sehn, Mirko hat sich von seiner Lungenentzündung noch nicht ganz erholt“, bremst Trainer Halata. Fraglich ist zudem, ob Oldie Holm Pinder spielen kann. Sein grippaler Infekt hat sich unter der Woche zurück gemeldet. Kaum Fragen dürfte es dagegen im Sturm von „Zipse“ geben. Da Sebastian Miltzow nach der fünften gelben Karte nur Zaungast ist, werden wohl Pavel Sedlacek und Mario Weiß auf Torjagd gehen. Wenn also das Wetter hält – es soll zumindest nicht schneien – steht der sicher rassigen Partie am Sonntag nichts mehr im Weg. Halata verspricht, dass seine Mannschaft „unbedingt ein ordentliches Spiel zeigen will. Wenigstens ein Punkt - oder besser noch alle drei - sollen in Meuselwitz bleiben.“
Also auf in die bluechip-Arena und den ZFC im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal kräftig anfeuern. Die Partie beginnt übrigens bereits um 13.00 Uhr.

Voraussichtliche Aufstellungen:

ZFC: Dix – Bronec, Graf, Müller, Pinder – Kotowski, Großmann, Dimter, Weinert – Sedlacek, Weiß

VfB Germania Halberstadt: Löffke – Pölzing, Thiele, Gottwald, Heckeroth – Vandreike – Gerlach, Stefke – Schlitte, Banser, Reitzig


Volksstimme Halberstadt vom 24.11.2005

Fanclub chartert Bus zum Oberliga-Punktspiel nach Meuselwitz/ Zweites Fanclub-Treffen geplant
VfB Germania hat den zweiten Fanshop eröffnet

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Der Fußball-Oberligist Germania Halberstadt hat einen neuen Anlaufpunkt für Fußballfans. Mit der Eröffnung der neuen Geschäftsstelle der Halberstädter Fußball GmbH wurde auch ein zweiter Fan-Shop eröffnet. Außer im Fahrzeughaus Klus in Halberstadt können Fanartikel und Eintrittskarten für die Spiele der Oberliga-Mannschaft jetzt auch im Halber städter Gewerbegebiet Am Sülzegraben erworben werden. Der Fan-Shop befindet sich im ehemaligen Teppichmarkt in unmittelbarer Nähe eines Möbelhauses.
In beiden Fanshops können sich Interessenten auch für die Fanbusse zu den Auswärtsspielen anmelden. Zum nächsten Punktspiel des VfB Germania, am Sonntag beim ZFC Meuselwitz, wird der Germania Fanclub „Harz“ auch wieder einen Bus chartern. Abfahrt ist am Sonntag um 8. 45 Uhr vor der Firma Wolf-Reisen in der Spiegelstraße und um 9 Uhr von der Shell-Tankstelle im Gewerbegebiet. Es steht ein großer Bus mit 50 Plätzen zur Verfügung. Interessenten können sich also noch in den beiden Fanshops anmelden.
Das nächste Fanclub-Treffen ist ebenfalls bereits geplant. Fans des Oberligisten und Spieler treffen sich am 9. Dezember um 19. 45 Uhr zum zweiten Mal. Trainer Thomas Pfannkuch hat zugesichert, dass wieder einige Spieler an der Veranstaltung teilnehmen. Beim ersten Treffen waren Kapitän Enrico Gerlach, Keeper Sebastian Kischel, Randy Gottwald und Spieler manager René Cunaeus dabei.
Doch damit nicht genug. Der Germania-Fanclub stellt mit seinem Mitglied Bernd Waldow, die Stimme des Friedens stadions, auch für eine Buchlesung mit Täve Schur zur Verfügung. Am 29. November wird die Rad-Legende in der Buchhandlung Bengsch auf dem Halberstädter Breiten Weg aus seinem Buch „Täve – Die Autobiographie“ lesen. Beginn ist um 19 Uhr. Bernd Waldow wird diese Lesung moderieren.


Volksstimme vom 23.11.2005

Germania Halberstadt
Vandreike – Fleißbiene und Anfeuerer

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Oberligist Germania Halberstadt hat sich zu einem ernsthaften Kontrahenten im Kampf um die Tabellenspitze gemausert. Bis auf drei Punkte sind die Vorharzer an Klassenprimus 1. FC Magdeburg heran gerückt.
Einen gehörigen Anteil an der Stabilität hat der erfahrene Ingo Vandreike (30), der in der Sommerpause vom Landesligisten MTV Gifhorn zu Germania kam und damit seinem Kumpel aus Braunschweiger Regionalligazeiten, Thomas Pfannkuch, einen großen Gefallen tat. Vom nunmehrigen Halberstädter Coach wurde Vandreike für das defensive Mittelfeld gesetzt. Mit der Auswirkung, dass der kampfstarke und wendige Spieler alle bisherigen Saisonspiele mitbestritten hat. Das sind immerhin bereits 1 170 Minuten.
Neben dem Ausfüllen der Funktion des „Staubsaugers“ ist Vandreike in der Lage, auch für gefährlichen Zuschnitt nach vorn zu sorgen. Und: Er kümmert sich sehr um die Stimmung auf dem Spielfeld. Es kommt schon mal vor, dass er eingreift, wenn sich zwei seiner Mitspieler während der Partie „anfahren“. „Ihr müsst positiv denken und anfeuern“, so seine Philosophie, mit der er die meisten seiner Teamgefährten inzwischen schon angesteckt haben dürfte.


Volksstimme Halberstadt vom 22.11.2005

Fußball-Oberliga: Vertrauen zurück erspielt
Germania sorgte gegen Erfurt für Versöhnung bei den Fans

Von Mathias Kasuptke

Germania machte die Pokalpleite von Piesteritz gegen Erfurt am Sonnabend fast vergessen. Plötzlich war wieder das vorhanden, was im Pokal gegen den Verbandsligisten spurlos verschwunden war: Selbstbewusstsein. Gegen Erfurt spielte die alte Germania und sorgte für ein bisschen Versöhnung für die Pokal-Schmach.

Halberstadt. Den Blick zurück mag Thomas Pfannkuch nicht. Der Trainer des Halberstädter Oberligisten wollte nach dem 2:1-Erfolg über die 2. Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt am Sonnabend nicht noch einmal auf das Pokal-Aus in Piesteritz eingehen oder die jüngste Leistung seiner Mannschaft damit in einen Zusammenhang bringen. "Piesteritz ist abgeschlossen, wir haben darüber geredet, intern, hinter verschlossenen Türen. Die Mannschaft hat mich verstanden, das war gegen Erfurt deutlich zu sehen. Es war ein ganz wichtiger Sieg", erklärte Pfannkuch.
Womit er Recht hatte. Die Fans, die in der Vorwoche das Drama von Piesteritz mit ansehen mussten, sahen gegen Erfurt eine Mannschaft, die mit der gleichen Leistung im Pokal nie aus geschieden wäre. Ein erster Schritt der Versöhnung war gegangen. Da stimmte plötzlich wieder alles. Und das, obwohl Pfannkuch ohne Abwehr-Organisator Gottwald und Stammkeeper Kischel auskommen musste. Doch die Vertretungen lieferten gute Arbeit ab.
Im Tor steht für den gesperrten Kischel mit Daniel Löffke ein "Ersatz"-Keeper, der alles andere als nur ein Ersatz ist. Der 20-Jährige strotzt vor Gelassenheit, als ob die Oberliga-Einsätze für ihn bereits Alltag wären. Dabei absolvierte Loeffke am Sonnabend seine ersten kompletten 90 Minuten im Trikot der Oberliga-Mannschaft.
Der für Gottwald erstmals in dieser Saison von Beginn an spielende René Cunaeus agierte fast fehlerfrei. Nur in der 64. Minute ließ sich der "Lange" von Ullmann überlaufen. Der nutzte die Chance zum 1: 2-Anschlusstreffer. Ansonsten liefert Cunaeus eine gute Partie ab, obwohl er in dieser Saison zuvor erst zwölf Minuten Spielpraxis hatte. Vielleicht liegt die gute Leistung an den Vater-Freuden, denen Cunaeus entgegen sieht.
Was derlei Erwartungen aus Spielern machen können, demonstriert seit einigen Wochen eindrucksvoll Enrico Gerlach. Der Kapitän wird im nächsten Jahr ebenfalls Vater und spielt derzeit, als käme er von einem anderen Stern. Zuletzt im Freundschaftsspiel gegen Wolfsburg berauschte er Fans und Bundesligaprofis bereits mit Hackentricks, in Piesteritz war er bis zur letzten Sekunde der treibende Keil und gegen Erfurt verzückte der 29-Jährige erneut die Zuschauer – mit Treffsicherheit und Kaltschnäuzigkeit. Beispiel: 57. Minute, Erfurts Mensah versuchte redlich, an Gerlach vorbei zu kommen. An der Torauslinie kam es mit "Gerle" zum Schulterschluss und Mensah musste sich an der Eckfahne festklammern. Was Vater-Freuden doch so bewirken können.


Thüringer Allgemeine vom 21.11.2005

Rot-Weiß-Zweite verliert 1:2 in Halberstadt
Fußball-Oberliga: Noch zu grün

Von Steffen Ess

Die Serie der Halberstädter im Friedensstadion bleibt bestehen. Auch in seinem siebten Heimspiel gab sich der Zweite keine Blöße. Die Rot-Weiß-Zweite enttäuschte beim 1:2 jedoch keineswegs.

HALBERSTADT (se). "Meine Jungs sind eben noch zu grün", sah Erfurts Trainer Albert Krebs den entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Während auf seiner Seite von 17 Akteuren immerhin 15 unter 24 Jahre waren, wies das Protokoll bei den Hausherren gerade einmal fünf aus. "Das macht sich schon bemerkbar", erklärte Krebs, der seiner Elf wegen der Niederlage keinen Vorwurf machen wollte. Seine Abwehr mit Heim und Habichhorst im Zentrum hatte so beispielsweise noch nie zusammen gespielt. Und bemüht hätten sich schließlich alle, stellte der Coach fest. Dass das allein gegen eine der Spitzenmannschaften der Oberliga aber nicht reicht, war Krebs bereits im Vorfeld bewusst.
Die deutliche Steigerung, die zu einer Überraschung nötig gewesen wäre, blieb indes aus.Von Beginn an hatte der Gastgeber das Sagen. Vor allem die schnellen Offensivleute Schlitte, Banser und Stefke sorgten tüchtig für Unruhe. Die Rot-Weißen überstanden die Druckperiode aber schadlos und starteten eigene Angriffe. Es blieb jedoch bei einigen Schussversuchen aus der Distanz, ehe zwei individuelle Fehler der Erfurter die Platzherren auf die Siegerstraße führten. Zunächst war es Keeper Essig, der Stürmer Schlitte neben dem Tor zu Fall brachte. Ein gefundenes Fressen für Halberstadts Kapitän Gerlach (35.). Wenig später stand Manndecker Stark einen Tick zu weit von seinem Gegenspieler Schlitte entfernt, der Stefkes weiten Pass volley versenkte (43.). "Das war klasse gemacht", fand Krebs.
Nachdem er seine Jungs in der Halbzeit noch einmal motiviert hatte, konnte er sich über einen nicht minder sehenswerten Treffer freuen. Einen genauen Pass von Weis veredelte Ullmann mit einem Lupfer zum Anschluss (64.) und setzte bei seinen Erfurtern noch einmal Kräfte frei. Mensah und Braunschweig besaßen sogar noch je eine Möglichkeit, um einen Zähler zu erobern. Obwohl sich der Erfurter Coach beim nur um Zentimeter vorbeigestrichenen Freistoß Braunschweigs in der Schlussminute die Haare raufte, räumte er am Ende sachlich ein, dass der Sieg des Zweiten in Ordnung geht. Unerwartet kam er ohnehin nicht.


Volksstimme vom 21.11.2005

Halberstädter 2:1-Sieg über Erfurts Reserve
Stefke und Schlitte beim Treffer zum 2:0 mit Maßarbeit

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Im heimischen Friedensstadion sind die Kicker von Fußballoberligist Halberstadt in der laufenden Serie noch ungeschlagen. Die Überlegenheit der Germania-Elf, die am Sonnabend noch auf Sebastian Kischel (gesperrt) und auch auf Randy Gottwald (5. Gelbe) zu verzichten hatte, musste auch das Team von Rot-Weiß Erfurt II anerkennen, das 1:2 unterlag.
„Wir haben Halberstadt aufgebaut. Insgesamt geht der Sieg für den Gastgeber in Ordnung. Er war cleverer“, so Albert Krebs, Trainer der Gäste, nach dem Abpfiff der Partie, in der seine Mannschaft über weite Strecken sehr ordentlich mithielt.
Germania hatte großen Widerstand seitens der Blumenstädter zu brechen, ehe erneut der stark aufspielende Mannschaftskapitän Enrico Gerlach per Elfmeter zum 1:0 für Halberstadt einschoss (36.). Zuvor hatte Erfurts Keeper Stephan Essig den Germania-Angreifer Kevin Schlitte im Strafraum gefoult. Noch vor der Pause markierte Schlitte das 2:0 selbst – ein toller Treffer (43.). Ladislav Stefke war auf der linken Seite durchgestartet, passte per weiter Flanke millimetergenau auf Schlitte, der per Direktabnahme genau so präzise in den Gästekasten schoss.
Nachdem die Halberstädter weitere Chancen ausgelassen hatten, kamen die nie aufsteckenden Thüringer wieder heran. Martin Ullmann wurde geschickt frei gespielt und markierte nach gut einer Stunde das 1:2 aus Erfurter Sicht.
In der Folge hatten beide Teams noch ihre Möglichkeiten, auf seiten der Germanen Banser, Binsker und Stefke, doch es fiel kein Tor mehr. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, weil wir den Sack nach dem 2:0 nicht zugemacht haben“, monierte ein ansonsten zufriedener VfB-Coach Thomas Pfannkuch nach der Partie.


Volksstimme Halberstadt vom 19.11.2005

Fußball-Oberliga: Halberstadt empfängt heute um 13. 30 Uhr die 2. Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt
Aufstellung unklar, Ehrgeiz groß: Wie reagiert Germania auf Pokal-Aus?

Von Mathias Kasuptke

Der VfB Germania empfängt heute um 13. 30 Uhr die 2. Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt. Neben der spielerischen Reaktion der Mannschaft auf das Pokal-Aus in der Vorwoche sorgt noch die Mannschaftsaufstellung für Spannung. Germanias Coach Thomas Pfannkuch hatte Verände rungen angekündigt.

Halberstadt. Für Erfurt wird es heute sehr schwer. Grund: Germania scheint bis in die Haarspitzen motiviert zu sein. Wenn das Pokal-Aus von Piesteritz überhaupt etwas positives hat, dann der Umstand, dass die Mannschaft von Trainer Pfannkuch offenbar vor Ehrgeiz brennt. „Die Spieler wollen zeigen, dass in der restlichen Saison nicht nur Freundschaftsspiele stattfinden“, beschreibt der Coach seinen Eindruck von der Trainingswoche. Da sei sich nichts geschenkt worden, jeder habe um seinen Platz im Team gekämpft.
Das passierte wohl auch vor dem Hintergrund, dass Pfannkuch angekündigt hatte, nach dem Piesteritz-Spiel Veränderungen vornehmen zu wollen. Welche das allerdings sind, überließ der Trainer zunächst den Spekulationen. Als gesetzt gelten lediglich Heckeroth, Thiele, Gerlach und Stefke – vier von elf. So sickerte es zumindest gestern durch.
Für zusätzliche Spannung dürfte zudem sorgen, wer bei Germania neben Nils Thiele in der Innenverteidigung spielt. Randy Gottwald muss wegen fünf gelber Karten pausieren. Das könnte die Chance für René Cunaeus sein. Halberstadts Spielermanager hat in dieser Saison erst zwölf Minuten im Oberliga-Team gespielt. Ein Einsatz käme fast einem Comeback des Abwehr-Routiniers gleich.
Selten war die Mannschaftsaufstellung so unklar, wie vor dem heutigen Spiel. „Nichts ist unmöglich. Es gibt grundsätzlich keine Namen, die davor gefeit sind, auf der Bank sitzen zu müssen“, kündigte Pfannkuch an. Ins Team drängen Pölzing, Stosch und Lorenz. Vom Trainer bescheinigte gute Trainigsleistungen bestätigen dies. Bleibt abzuwarten, in wie weit Pfannkuch heute Veränderungen wagt.


Thüringer Allgemeine vom 18.11.2005

Rot-Weiß-Zweite beim aktuellen Tabellenzweiten Halberstadt
Fußball: Spielpause effektiv genutzt

Von Steffen Ess

So unterschiedlich die beiden Ex-Rot-Weißen Albert Krebs und Jürgen Heun das vergangene pflichtspielfreie Wochenende auch genutzt haben, beiden kam es vor den schweren Partien gerade recht.

ERFURT (se). Aus dem Testspiel bei Landesklässler Fahner Höhe (2:3) zog Albert Krebs beispielsweise die nötigen Schlüsse, wer seiner Anschlusskader das nötige Rüstzeug mitbringt, um im rauen Oberliga-Alltag bestehen zu können. Genau diese Unterstützung von der Bank braucht der Coach in dem morgigen Spiel der Rot-Weiß-Zweiten (6., 20) beim aktuellen Tabellenzweiten Halberstadt (13.30 Uhr). "Germania ist ein Spitzenmannschaft", weiß der Coach. "Eine, die vor allem körperlich sehr stark ist und mit drei schnellen Stürmern agiert ", fügt er respektvoll an. "Da müssen wir uns strecken", meint er. Umso mehr wurmt Krebs, dass gerade an diesem Samstag beide Erfurter Teams zeitgleich antreten. Personelle Nöte plagen ihn in der Abwehr. Nur Gauder und Habichhorst stehen als gestandene Verteidiger bereit, da sich Bastian Krebs im Test vorige Woche erneut am Knie verletzte. Ungeachtet dessen zeigt sich Albert Krebs gelassen. "Wir haben 20 Punkte. Die wollen wir noch ein bisschen ausbauen".
Nords Trainer Jürgen Heun will seine Landesliga-Elf des FC Nord (11., 13 Pkt.) vor dem Duell beim Vorletzten Heiligenstadt (7) ebenfalls nicht unter Druck setzen. Bis auf die 17-jährigen Weichert und Lütz, die einen Abstecher zu den A-Junioren machten und mit der Landesklasse-Truppe den VfB Apolda 2:0 bezwangen, hatte er allen Akteuren das Pokalwochenende frei gegeben. Alle haben sich auskuriert. Und erstmals in dieser Serie kann Heun auf den kompletten 16-köpfigen Kader zurückgreifen. Doch bleibt er auf dem Boden. "Wir können gegen jeden gewinnen", weiß Heun, "aber auch gegen jeden verlieren", hofft er, dass seine Mannschaft endlich die einfachen Fehler abstellt.


Volksstimme vom 18.11.2005

VfB Germania Halberstadt
Ausgleich für Schlappe im Pokal schaffen

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. „Germania Halberstadt verfügt über starke Angreifer und mit Gerlach über einen exzellenten Regisseur. Wir müssen uns warm anziehen, wenn wir dort bestehen wollen“, bereitet Albert Krebs, Trainer der 2. Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt, sein Team auf einen schwierigen Auftritt im Halberstädter Friedensstadion vor. Der findet am morgigen Samstag bereits ab 13.30 Uhr statt.
Voraussichtlich können beide Teams in Bestbesetzung antreten. Einzige Ausnahme ist Erfurts Trainersohn Bastian Krebs, dessen für das Halberstadt-Spiel geplantes Comeback wegen neuerlicher Knieprobleme ausfällt.
Eine klare und auch etwas lautere Ansprache von Trainer Pfannkuch mussten Halberstadts Kicker zu Wochenbeginn über sich ergehen lassen. Grund war natürlich das Pokaldebakel von Piesteritz, bei dem die Mannschaft, die bekanntlich in dieser Saison unbedingt Landescupsieger werden wollte, gegen den Verbandsligisten mit 1:2 verlor. Pfannkuch machte klar, dass das Team mit Blick auf das Punktspiel gegen die Erfurter Reserve in jedem Fall Veränderungen unterworfen wird. Positive Folge der „Auswertung“ war, dass die Mannschaft sich in dieser Woche noch ehrgeiziger in die Trainingsarbeit kniete.
Stammkeeper Sebastian Kischel ist wegen seines Ausrasters (Tätlichkeit) im Punktspiel beim FV Dresden Nord vom NOFV-Sportgericht mit einer Sperre von drei Spieltagen (einschließlich Pokalwettbewerb) belegt worden. Somit ist der 23-Jährige erst im letzten Spiel der Oberliga-Hinrunde (daheim gegen Sachsen Leipzig) wieder spielberechtigt. Daniel Löffke (20) wird ihn erneut ersetzen.


Bild Magdeburg vom 18.11.2005

Halberstadt
Nach Pokal-K.o. - Ist Germania wieder richtig fit?

Von Olaf Scholz

Das Trainer-Donnerwetter ist verzogen. Nun wollen es die Spieler des Oberliga-Zweiten Halberstadt wieder krachen lassen. Coach Thomas Pfannkuch: "Unser Pokal-Aus ist abgehakt. Jetzt müssen wir Sonnabend gegen Erfurt II gewinnen".
Aber wie? Kevin Schlitte konnte beim Pokal-1:2 in Piesteritz auch nichts ausrichten. “Ich war schlecht”, so der Flügelflitzer. Hat Schlitte (6 Saison-Tore) das Probetraining bei Hansa nicht verkraftet? Pfannkuch: Vielleicht war es eine Kraftfrage. Der Junge sucht keine Ausreden. Im Gegenteil. Er ist einer, der manchmal zu viel will”.
Im Sturm ist für Erfurt II keiner gesetzt. Einen Stammplatz hat aber Spielmacher Enrico Gerlach. “Er ist der Kopf der Mannschaft. Gerle spielt bisher eine überragende Saison”, lobt Germanias Trainer.


Volksstimme Halberstadt vom 17.11.2005

Signal nach Pokal-Aus: Dank für Unterstützung
Oberliga-Mannschaft schenkt Fanclub 100 Freikarten

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Mit einer bemerkenswerten Geste revanchiert sich Halberstadts Oberligist für das jüngste Aus im Pokalwettbewerb. Die Mannschaft um Kapitän Enrico Gerlach hat 100 Freikarten für das Punktspiel am Sonnabend gegen die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt zur Verfügung gestellt. Die Beschenkten sind die Mitglieder des Germania-Fanclubs Harz. Finanziert werden die Eintrittskarten für die Oberliga-Begegnung aus der Mannschaftskasse.
Mit dieser Aktion will sich die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch bei den Fans für die bisherige Unterstützung bedanken und zeigen, dass auch bei ihr das Pokalaus tief sitzt. „Ich glaube, wir ärgern uns am meisten über die Leistung in Piesteritz und sind selbst bitter enttäuscht“, erklärte Mannschaftskapitän Enrico Gerlach. Mit den Freikarten könne zwar die Leistung und das Pokalaus nicht ungeschehen gemacht werden, „wir wollten aber zeigen, dass wir für die Unterstützung der Fans sehr dankbar sind“.
Die Fans zeigen sich von der Aktion der Mannschaft be eindruckt. „Das hätten wir nicht erwartetet, um so mehr freut uns diese Geste. Daran merkt man, dass die neue Qualität der Unterstützung auf den Rängen auch von der Mannschaft gewürdigt wird“, betonte Eddi Masannek, Organisator vom Germania Fanclub Harz.
Bereits ab heute können Fanclub-Mitglieder bei Vorlage ihres Mitgliedsausweises sich je zwei Freikarten im Fanshop im Fahrzeughaus Klus in der Halberstädter Klusstraße abholen. Das Angebot gilt bis Freitag. Die Restkarten werden dann am Sonnabend mit Öffnung der Kassen vom Friedens stadion um 12.30 Uhr von Fanclub-Organisator Eddi Masannek vor dem Stadion an Fanclub-Mitglieder ausgegeben. Anstoß ist um 13.30 Uhr.
So bemerkenswert die Freikarten-Aktion des Oberligisten ist, so bemerkenswert ist allerdings auch die Leistung der Mannschaft in der laufenden Saison. 24 Punkte nach 12 Spieltagen hatte Germania noch nie auf dem Oberliga-Konto. Somit kann sich auch die Bilanz von Trainer Thomas Pfannkuch sehen lassen, der am 1. Dezember ein Jahr im Amt ist.


Volksstimme Halberstadt vom 15.11.2005

Bitteres Pokal-Aus für den VfB Germania Halberstadt
Sportlich und wirtschaftlich herber Schlag für Germania

Von Mathias Kasuptke

Der Schmerz der Niederlage sitzt tief. Das 1:2 im Pokalviertelfinale in Piesteritz ist noch nicht endgültig aus gewertet. Neben der sportlichen Niederlage schmerzt auch der wirtschaftliche Verlust. Heute Abend kommt die Mannschaft erstmals wieder nach der Pokalpleite komplett zusammen. Ein lockeres Training wird es mit Sicherheit nicht. Trainer Thomas Pfannkuch kündigte eine „deutliche Auswertung“ an.

Halberstadt. Das vorgegebene Ziel war anspruchsvoll: Der Pokalsieg. Für Trainer Pfannkuch war es die Herausforderung in dieser Saison. Er wollte in Dessau siegen. Seit vergangenen Sonnabend steht fest, dass da raus nichts wird. Der Pfannkuch-Traum ist geplatzt. Die sonst wegen ihrer neuen fußballerischen Qualität und kämpferischen Eigenschaften viel gelobten Germania-Kicker sind in Piesteritz gescheitert. Die Konsequenzen sind noch nicht abzusehen.
Ein Germania-Fan brachte es am Sonnabend auf den Punkt. „Wenn ihr heute verliert, müsst ihr aufsteigen“, schallte es kurz vor Schluss von den Rängen. Doch der Aufstieg ist mindestens ebenso unmöglich wie der Pokalsieg. Die Regionalliga ist finanziell und spielerisch bei Germania derzeit absolut kein Thema. Somit hat die Mannschaft von Trainer Pfannkuch den Rest der laufenden Saison zu Freundschaftsspielen deklariert. Der Pokal als Triebkraft ist hin, der Klassenerhalt nun wahrlich kein Thema.
Wirtschaftlich ist das Pokal-Aus ein herber Schlag. Der Einzug in das Finale hätte einen warmen Geldregen für den VfB Germania zur Folge gehabt. Ein Sieg und ein gutes Los in der DFB-Pokal-Hauptrunde, wie es Völpke mit dem FC Bayern hatte, hätte Einnahmen im sechsstelligen Bereich gebracht. Doch daraus wird nun nichts. Stattdessen muss Trainer Pfannkuch mit der Ursachenforschung beginnen. Verträgt die Mannschaft den Druck nicht? Wenn sie locker aufspielen kann, schlägt sie sogar Bundesligisten. In der vergangenen Saison scheiterte Germania auch im Viertelfinale. Ebenfalls mit der Riesenchance, auf den Einzug ins Pokalfinale. Damals war nicht einmal mehr ein Oberligist im Rennen.
Vom Druck befreit, ist Germania jetzt. Vielleicht verwöhnt die Mannschaft ihre Fans nun mehr denn je mit gutem Fußball, als Entschädigung für die Pokalniederlage.


Volksstimme vom 14.11.2005

Landespokalviertelfinale: Piesteritz – Halberstadt 2:1 n. V. (0:0, 1:1)
Ideen- und emotionslose Germania enttäuscht

Von Mathias Kasuptke

Piesteritz. Mit einer enttäuschenden Leistung verabschiedete sich Germania Halberstadt aus dem Landespokal. Der Oberliga-Zweite unterlag im Pokal-Viertelfinale gegen den Verbandsliga-Achten FC Grün-Weiß Piesteritz mit 1:2. Nach der 1:0-Führung der Halberstädter durch Stefke in der 51. Minute schossen Neuberg (67.) und in der Verlängerung Gerstmann (106.) die Piesteritzer ins Pokalhalbfinale. Bei den favorisierten Halberstädtern erreichte lediglich Kapitän Gerlach noch Oberliga-Format.

Es begann, wie es zu erwarten war: Der Oberligist aus Halberstadt bestimmt das Spielgeschehen, machte von der ersten Minute an Druck und hatte durch Banser, Stefke und Schlitte mehrfach die Chancen zur Führung. Der Verbandsligist agierte eingeschüchtert und kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Von Torchancen keine Spur. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis Germania eine der vielen Chancen nutzte und die Verhältnisse klar stellte. Doch Germania schoss kein Tor und Piesteritz wurde aufmüpfiger.
Davon scheinbar völlig unberührt tendelte Germania über den Platz, als wäre nichts ferner als eine Niederlage bei einem Verbandsligisten. In der 30. Minute leistete sich Abwehr-Chef Gottwald einen Patzer, den Naujoks für den ersten Schuss Richtung Germania-Tor nutzte. Der Ball landete am Pfosten. Danach begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Von einem Klassenunterschied war nichts mehr zu sehen.
Nur noch einer schien auf Halberstädter Seite sich gegen das drohende POkalaus wehren zu wollen: Enrico Gerlach. Der Kapitän und vielleicht noch Thiele und Löffke hatten bei Germania Oberliga-Niveau. In der 51. Minute war es auch Gerlach, der die 1:0-Führung durch Stefke vorbereitete. Nach einem Solo durch die Piesteritzer Abwehr legte Gerlach selbstlos auf Stefke ab, der den Ball unter die Latte drosch.
Unter den Augen von Bayern-Coach Felix Magath, der das Pokalviertelfinale als Gast der Wittenberger Fußball-Schule besuchte, zeigte die Pfannkuch-Truppe ideen- und emotionslosen Fußball, der in zahlreichen Aktionen zu durchsichtig und zu langsam war. Etwa 50 mitgereiste Germania-Fans zeigten auf den Rängen mehrt Herzblut.
Germania wusste die eigenen Stärken gegen den spielerisch und technisch unterlegenen Verbandsligisten nie einzusetzen, der über Kampf und Ehrgeiz seine Defizite ausglich. Daran änderte sich auch in der Verlängerung nichts. Germania enttäuschte auf der ganzen Breite und blieb weiter hinter den zuletzt gezeigten Leistungen zurück. „Bei uns haben viele geglaubt, das Ding spielen wir mal so runter“, meinte Trainer Pfannkuch enttäuscht.


Volksstimme Halberstadt vom 14.11.2005

Halberstadt enttäuschte und schied aus

Von Mathias Kasuptke

Mit 1:2 (0:0) unterlag Germania Halberstadt im Viertelfinale des Landespokals bei FC Grün-Weiß Piesteritz. Lediglich in den ersten 30 Minuten verfügte der Oberligist über mehr Spielanteile gegenüber den Piesteritzern, die derzeit auf Platz acht der Verbandsliga stehen. Der Oberliga-Zweite spielte über weite Strecken ohne Ideen und Emotionen. Gegen den nur mittelmäßigen Gastgeber nutze er seine spielerischen, technischen und konditionellen Vorteile nicht, ließ sich vom Gebolze anstecken und enttäuschte am Ende auf ganzer Linie.


Mitteldeutsche Zeitung vom 14.11.2005

FCM in Naumburg souverän - Aus für Halberstadt
Ein Oberligist erreicht Halbfinale

Von unbekannt

Halle/MZ. Ein Oberligist (1. FC Magdeburg), zwei Verbandsliga-Vertreter (MSV Preussen, Piesteritz) und überraschend sogar ein Landesliga-Klub (Staßfurt) haben den Sprung ins Halbfinale des Fußball-Landespokals von Sachsen-Anhalt geschafft. Dabei passen die Ergebnisse von Piesteritz und Staßfurt in die Kategorie Überraschung.
Die Piesteritzer setzten sich gegen den Oberliga-Zweiten Germania Halberstadt mit 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung durch. 500 Zuschauer sahen in Wittenberg einen frech aufspielenden Gastgeber, der sich auch durch das 0:1 von Stefke (50.) nicht aus der Ruhe bringen ließ. In der 66. Minute schaffte Neuberg den Ausgleich für den Außenseiter. Gerstmann machte die Überraschung perfekt (106.).
Der BSV Ammendorf unterlag beim SV Staßfurt 2:3 (0:2) und schied als letzte hallesche Vertretung aus. Selbst aus der numerischen Überlegenheit (ab 67. Minute) schlug die Waggonbau-Elf kein Kapital. Pokalschreck Naumburg, der im Achtelfinale den HFC ausgeschaltet hatte, stand vor 1553 Zuschauern gegen den 1. FC Magdeburg nach dem Doppelschlag von N'Dombasi (7.) und Kallnik (9./Foulelfmeter) früh auf verlorenem Posten und verlor 1:7 (0:3). Für die 05er erzielte Schneider (63.) den Ehrentreffer. Cupverteidiger Preussen Magdeburg setzte sich mit 2:1 (0:1) im Stadtderby beim MSV Börde durch.
Das Halbfinale wird am kommenden Sonntag in der Halbzeitpause des Oberligaspiels FCM - Völpke ausgelost.


Kicker vom 14.11.2005

Rostock: Drei Gastspieler im Probetraining
Pagelsdorf testet Kandidaten

Von Wolfgang Kurth

Ein Wiedersehen mit Marcus Lantz und Thomas Rasmussen, die erst im Sommer vom FC Hansa zu Bröndby IF wechselten, gibt es am heutigen Montag ab 14.15 Uhr, wenn der dänische Meister zu ungewohnter Stunde in Rostock gastiert.
"Wir haben diesen Test bewusst am Montag angesetzt, damit wir wieder in den normalen Wochen-Rhythmus finden, bevor in sieben Tagen dann Energie Cottbus ins Ostseestadion kommt", erklärt Trainer Frank Pagelsdorf. Im Top-Spiel des 13. Spieltages könnten die Gastgeber mit einem Sieg den Rückstand auf den Tabellendritten aus der Lausitz immerhin auf drei Zähler verkürzen, bei einer Niederlage dagegen würde er wieder auf neun Punkte anwachsen.
Abgesehen vom Derby-Charakter ist die bevorstehende Partie also von großer Brisanz. Die ersten Tage der zwei punktspielfreien Wochen nutzte Frank Pagelsdorf auch, um einige Testspieler einzuladen. Mit Kevin Schlitte (24) vom Oberligisten Germania Halberstadt und Kevin Wittke (21) vom Regionalligisten Werder Bremen II wurden zwei Akteure am vergangenen Mittwoch im Trainingsspiel der Profis gegen die eigene Oberligamannschaft eingesetzt.
Eine Gastrolle im Testspiel am Freitag beim Verbandsligisten SV Waren 09 gab schließlich der beim 1. FC Saarbrücken auf das Abstellgleis geschobene Christian Stuff (23), der beim 6:1 in Waren sich mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 in die Torschützenliste eintrug. "All diese Spieler wurden uns von ihren Beratern angeboten, da haben wir sie mal unter die Lupe genommen. Verpflichtet wird aktuell aber keiner von ihnen", versichert Frank Pagelsdorf.


Volksstimme vom 12.11.2005

Halberstadt im Landespokal bei Grün-Weiß Piesteritz
Bayern-Trainer Magath wirft ein Auge auf die Germania

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Zum Viertelfinalspiel im Fußball-Landespokalwettbewerb fahren die Kicker von Germania Halberstadt heute nach Piesteritz, wo ihnen der gastgebende Verbandsligist Grün-Weiß ab 13.30 Uhr gegenübersteht. Das wird aller Voraussicht nach unter den Augen eines Stargastes passieren. Felix Magath, Trainer von Meister und Champions-League-Teilnehmer Bayern München, will sich dieses Spiel ansehen und in der Halbzeitpause auch Autogrammwünsche erfüllen.
Hintergrund: Magath ist Schirmherr der Fußballschule der Lutherstadt Wittenberg und macht im Rahmen einer dortigen Veranstaltung einen kleinen Abstecher nach Piesteritz. Da werden sich die Spieler beider Mannschaften nicht lumpen lassen wollen und sich mächtig ins Zeug legen.
Allen voran die Halberstädter, die als derzeit Zweitplatzierter in der Oberliga gegen den Verbandsliga-Achten favorisiert sind. „Die Sache mit den eigenen Gesetzen von Pokalspielen darf gar nicht erst in den Köpfen der Spieler aufkommen. Wir werden sie aushebeln und siegen“, macht Germania-Trainer Thomas Pfannkuch klar, dass er sein Team von Beginn an hochkonzentriert spielen sehen will.
Nicht dabei ist Stammkeeper Sebastian Kischel, der nach Rot (Tätlichkeit) im Punktspiel bei Dresden-Nord einer mindestens drei Spieltage umfassenden Sperre entgegensieht. Er wird von Daniel Löffke vertreten.


Volksstimme Halberstadt vom 12.11.2005

Landespokal
Magath in Wittenberg auf der Zuschauertribüne

Von Bernd Kramer

Halberstadt (bkr). Der Oberliga-Zweite VfB Germania Halberstadt bestreitet heute um 13. 30 Uhr sein Landespokalspiel gegen den FC Grün-Weiß Piesteritz. Dabei wird ein bekannter Trainer, der unter den Zuschauern weilt, dieses Spiel beobachten. Felix Magath, Chefcoach beim Deutschen Rekordmeister FC Bayern München, ist der Stargast auf der Tribüne im Wittenberger Volksparkstadion.
In der Halbzeitpause gibt es auf dem Rasen eine öffentliche Pressekonferenz mit dem prominenten Gast, der sich auch die Zeit nehmen wird, Autogramme zu schreiben. Es ist bereits der fünfte offi zielle Besuch des Meistertrainers in Wittenberg, wo er Schirmherr der dortigen Fußballschule ist.
Für die Spieler des VfB Germania sollte die Anwesenheit Magaths zusätzlich motivierend sein, um ihrem Ziel, den Landespokal in die Domstadt zu holen, einen Schritt näher zu kommen. So ganz nebenbei ist es auch eine gute Gelegenheit, einmal beim großen FC Bayern Gesprächsstoff zu sein.
Der Gastgeber erhofft sich jedenfalls einen Leistungsschub, auf den sich die Germanen heute einstellen können.


Mitteldeutsche Zeitung vom 11.11.2005

Grün-Weiß Piesteritz erwartet Oberligist Germania Halberstadt
Halbfinale auf Wunschzettel

Von Thomas Tominski

Wittenberg/MZ. Nur der Gedanke an das Viertelfinal-Landespokal-Match zwischen Gastgeber FC Grün-Weiß und Oberligist Germania Halberstadt am Sonnabend sollte bei den Piesteritzer Anhängern eigentlich leichte Vibrationen in der Magengegend auslösen. Denn die Glücksfee bescherte den Fans eine Neuauflage der Begegnung, die vor zwei Jahren zu den fußballerischen Sternstunden der Stache-Schützlinge im Volkspark avancierte.
Rückblick: Mit einer Mischung aus Teamgeist, unbedingten Siegeswillen, Einsatz bis zur Schmerzgrenze sowie sehenswertem Spielwitz zeigten die Gastgeber einem personell besser besetzten Gegner am 15. November 2003 schnell die Grenzen des Machbaren auf. Die etwa 150 Zuschauer wurden damals schon vor dem Gang zur Kaffeetafel mit dem Verwöhn-Aroma beschenkt. Olaf Buhle und Heiko Wiesegart trugen sich jeweils im Doppelpack in die Torschützenliste ein, der 4:1-Sieg der Grün-Weißen erfüllte alle Prämissen, den Sprung in den Bereich der Superlativen zu schaffen. Das Fazit von Coach Detlef Stache: "Halberstadt hat viel zu lässig agiert, und wir haben sie dafür bestraft."
Seitdem hat sich nichts Wesentliches geändert. Piesteritz und Halberstadt gehören zu den Spitzen-Teams in der Verbands- beziehungsweise Oberliga, lediglich Trainer Thomas Pfannkuch steht jetzt für Frank Lieberam an der Seitenlinie. Stache hat sich innerhalb der Woche akribisch auf dieses Match vorbereitet. "Ich habe mit das Video VfB Sangerhausen gegen Halberstadt angesehen. Vom schnellen Flügelspiel unseres morgigen Kontrahenten war ich schon sehr beeindruckt."
Personell können die Grün-Weißen aus den Vollen schöpfen. Der Brasilianer Flavio hat seine Sperre abgesessen und kann im offensiven Mittelfeld wieder Akzente setzen. Kapitän Heiko Wiesegart, Tobias Heede, Marc Richter und Abwehr-Boss Wellington plagen sich mit kleineren Wehwehchen herum, ihr Einsatz steht aber nicht zur Diskussion. Der Coach kämpferisch: "Jeder der aufläuft, muss die Zähne zusammen beißen. Für uns ist diese Pokal-Partie Standortbestimmung sowie Herausforderung zugleich." Kapitän Heiko Wiesegart blickt dem Auftritt seinen Teams optimistisch entgegen: "Zu Hause schlagen wir immer eine gepflegte Klinge. Die Mannschaft ist gut drauf. Wir rechnen uns Chancen aus, sogar das Halbfinale zu erreichen (Samstag, 13.30 Uhr)."


Volksstimme Halberstadt vom 11.11.2005

Landespokal: Halberstadt tritt morgen um 13. 30 Uhr in Piesteritz an
Pfannkuch überzeugt: „Wir setzen Pokal-Gesetze außer Kraft“

Von Mathias Kasuptke

Morgen muss Halberstadts Fußball-Oberligist VfB Germania im Viertelfinale des Landespokals um 13. 30 Uhr beim Verbandsligisten Grün-Weiß Piesteritz antreten. Germanias Trainer Thomas Pfannkuch sieht die Fahrt morgen nach Piesteritz nur als eine Station auf dem Weg zum Pokalsieg. Dennoch warnt der Coach: „Wir dürfen nicht nachlässig sein.“

Halberstadt. Als sich kürzlich die Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport bei Halberstadts Landrat Henning Rühe zu dessen 60. Geburtstag zum Gratulieren traf, fehlte einer. Germanias Cheftrainer Thomas Pfannkuch schickte seinen Co-Trainer Frank Lindemann zum Gratulieren. Selbst reiste Pfannkuch nach Piesteritz, um sich die Verbandsliga-Begegnung des morgigen Pokalspielgegners FC GW Piesteritz gegen den SV Braunsbedra anzusehen. Piesteritz siegte mit 3: 1 und Pfannkuchs Urteil lautet: „Die haben keine schlechte Mannschaft. Aber wir wollen den Pokalsieg, also müssen wir gewinnen.“
Die üblichen Sprüche wie „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ will Pfannkuch nicht von der Hand weisen. „Die treffen schon zu“, meinte Halberstadts Trainer. Deshalb dürfe man im Pokal besonders bei unterklassigen Mannschaften auch nie nachlässig oder gar überheblich antreten. „Diese Gesetze des Pokals werden wir morgen ganz bestimmt außer Kraft setzen“, unterstrich Pfannkuch.
Germania ist in der jetzigen Verfassung selbst Gesetzgeber. Mit dem Dresden-Sieg vom vergangenen Sonntag und dem 2. Tabellenplatz in der Ober liga im Rücken kann die Pfannkuch-Truppe morgen selbst bewusst in Piesteritz antreten. Der Auftritt der Germanen im Achtelfi nale in Sangerhausen hat zudem in diesem Wett bewerb für viel Aufsehen und Res pekt gesorgt. Wenn sie an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, darf man sich auf ein interessantes Halbfinale freuen. Pfannkuchs Traumlos: gegen den FCM, ein Heimspiel und ein volles Haus.


Mitteldeutsche Zeitung vom 11.11.2005

Naumburg gegen FCM
Felix Magath ist Pokal-Gast in Piesteritz

Von Karl Ebert

Halle/MZ/keb. Im Fußball-Landespokal werden am Sonnabend (Anstoß: 13.30 Uhr) die Halbfinalisten ermittelt. Die besonderen Blicke der Fans richten sich dabei nach Piesteritz und Naumburg, wo favorisierte Oberliga-Mannschaften erwartet werden. Sie aus dem Wettbewerb zu kicken, bereitet den Außenseitern immer wieder besondere Freude. Und nach dem Coup gegen den Halleschen FC gehen die Naumburger auch selbstbewusst in das Duell mit dem Oberliga-Tabellenführer von der Elbe. "Die Magdeburger sind klarer Favorit und seit unserem Sieg gegen Halle gewarnt. Wir wollen unser Tor möglichst lange sauber halten und noch einmal ein großes Fußball-Fest feiern", sagt Naumburgs Trainer Gerd Gattner, der Bestbesetzung aufbieten kann.
Ein Fest gleich in zweierlei Hinsicht verspricht das Duell im Piesteritzer Volkspark zu werden, wo nicht nur der Oberliga-Zweite aus Halberstadt gastieren wird. Auch der Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München, Felix Magath, wird zu den Besuchern dieser Partie gehören. Der Bayern-Coach weilt als Schirmherr der Wittenberger Fußballschule in der Lutherstadt und wird den Besuchern der Pokalpartie in der Halbzeitpause auf dem Rasen Rede und Antwort stehen. Über die Hintergründe des Besuches des Meistertrainers witzelte Piesteritz-Manager Ingo Mattheuer: „Der will sich den ersten Pokalgegener im nächsten Jahr anschauen."
Die beiden anderen Halbfinalisten werden im Magdeburger Derby zwischen Börde und Preussen sowie Staßfurt und Ammendorf ermittelt.
Der im Landespokal früh gescheiterte Hallesche FC holt am Sonntag (13.30 Uhr) sein Oberligaspiel beim FC Sachsen im Leipziger Zentralstadion nach. Beide Mannschaften haben den Kontakt zu Spitzenreiter Magdeburg verloren und müssen, gemessen an ihren Saisonzielen, Schadensbegrenzung betreiben. Nur darin liegt der Reiz des Duells Sechster gegen Neunter.


Volksstimme vom 11.11.2005

Germania Halberstadt
Hansa testet Stürmer Schlitte

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Der FC Hansa Rostock hat ein Auge auf Kevin Schlitte geworfen. Der Stürmer vom Fußball-Oberligisten Germania Halberstadt absolvierte am Mittwoch und gestern beim Zweitligisten ein Probetraining.
Hansa-Chefcoach Frank Pagelsdorf hatte Schlitte zu einem Testspiel gegen die zweite Mannschaft von Hansa Rostock eingeladen. Beim 2:1-Erfolg der Pagelsdorf-Mannschaft war Schlitte allerdings kein Tor vergönnt.
Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch sieht den Ausflug seines Stürmers gelassen: "Wir haben immer gesagt, dass wir eine Ausbildungsmannschaft sind."


Bild Magdeburg vom 11.11.2005

Germania zum Pokalduell nach Piesteritz
Kischel-Rot: Chance für Torwart Löffke

Von Olaf Scholz

Daniel Löffke (20) steht morgen im Landespokal-Viertelfinale in Piesteritz (5. Liga) für den gesperrten Sebastian Kischel (23) im Germania-Tor. „Kein Problem, Löffke hat von der gesamten Mannschaft Unterstützung“, sagt Trainer Pfannkuch (35).
Heute schickt das NOFV-Sportgericht das Urteil für Kischels Rote Karte am letzten Wochenende bei Dresden Nord (2:1). Pfannkuch: „Wir hoffen auf Milde des Richters, weil Basti kein Wiederholungstäter ist“. Bei Tätlichkeiten ist von drei bis sechs Wochen alles möglich. In die Mannschaftskasse hat Kischel schon freiwillig 50 Euro eingezahlt.
Mittelfeld-Flitzer Kevin Schlitte (24) absolvierte ein Probetraining bei Hansa Rostock. Schlitte: „Trainer Pagelsdorf will mich weiter beobachten lassen“.


Volksstimme Halberstadt vom 10.11.2005

Landespokal: Halberstadt gegen Piesteritz
Trainer Pfannkuch hofft auf Fan-Unterstützung

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). An Piesteritz hat Germania Halberstadt keine guten Pokal-Erinnerungen. Im ersten Oberliga-Jahr scheiterte Trainer Lieberam mit seiner Mannschaft beim Verbandsligisten in der zweiten Pokalrunde. 2:4 endete der Ausflug in die Vorstadt von Wittenberg damals.
Aber nicht nur deshalb hofft Trainer Pfannkuch trotz der Entfernung auf große Fan-Unterstützung aus Halberstadt. „Was die Fans bewirken können, haben wir zuletzt im Pokal gegen Sangerhausen gesehen“, so der Coach. 6:0 wurde Sangerhausen vom Platz gefegt, mehr als 100 Germania-Fans waren mitgereist.
Nach Piesteritz sind es 130 Kilometer. Ein offizieller Fanbus fährt nicht. Pfannkuch empfiehlt den Fans, sich selbst abzusprechen und mit Wolf-Reisen Kontakt aufzunehmen. „Wenn sich genügend Fans finden, chartern die bestimmt auch einen Bus“, ist Thomas Pfannkuch überzeugt.


Ostsee Zeitung vom 10.11.2005

Hansa Rostock
Hansa-Amateure boten Profis couragiert Paroli

Von Kai Rehberg

Rostock (OZ). Die Amateure konnten sich mit den Profis messen, Reservespieler bekamen Spielpraxis und die Trainer konnten zwei Probetrainierer unter Wettkampfbedingungen testen – das Übungsspiel zwischen der ersten und zweiten Hansa-Mannschaft erfüllte gestern gleich mehrere Zwecke. Die „Erste“, in der ein Dutzend Profis eine Verschnaufpause erhielt, gewann zwar mit 2:1. Doch die Youngster verkauften sich dabei ordentlich, ehe ihnen am Ende etwas die Puste und die Kräfte ausgingen.
„Man sieht, wie sie sich reinhängen, weil sie eine Chance sehen, oben ranzukommen. Die Grenze zwischen Amateuren und Profis ist ja erfreulicherweise sehr durchlässig geworden“, freute sich Trainer Thomas Finck (Hansa II) über den couragierten Auftritt des Teams und die neuen Perspektiven für seine Spieler. Kollege Frank Pagelsdorf, der in kurzer Zeit ein halbes Dutzend Talente aus dem Nachwuchs zu den Profis beförderte, hat auch die Defensivspieler Dirk Jonelat und Patrick Jahn im Blick: „Sie haben zuletzt konstant gute Leistungen geboten.“ Der Chefcoach stellt aber auch klar, dass die Verbindung zwischen Amateuren und Profis „keine Einbahnstraße“ ist. Diese Erfahrung muss nun Zafer Yelen machen, der bis Dezember vorerst wieder in der „Zweiten“ trainiert.
Hüben wie drüben stellten sich gestern auch zwei neue Spieler vor: Kevin Schlitte (24), Mittelfeldakteur vom Süd-Oberligisten Germania Halberstadt und Kevin Wittke (21) aus der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Der Sohn des früheren Magdeburger DDR-Oberligaspielers Axel Wittke konnte sich sogar über einen Treffer freuen. Beide Probetrainierer reisten gestern zwar gleich wieder zurück, dürften aber im Blickfeld der Hansa-Verantwortlichen bleiben.

FCH I: Keller – Stein, Pohl, Madsen, Maul – Schlitte, Gaede, Flavio (46. Müller), Löw – Shapourzadeh, C. Lange.

FCH II: Busch – N. Lange, Mauersberger, Jahn, Koch – Wittke, Hansen, Jonelat, Kondé – Schwandt (46. Paech), Yelen.

Tore: 1:0 Löw (42.), 2:0 Maul (58.), 2:1 Wittke (69.).


Schweriner Volkszeitung vom 10.11.2005

Hansa-Reservisten schlagen zweite Mannschaft
Probetrainierer konnten im Test überzeugen

Von Uwe Pönig

Rostock. Zwei Probetrainierer zu bestellen, bot sich Hansa-Chefcoach Frank Pagelsdorf für das gestrige Trainingsspiel der Profikader-Reservisten gegen Oberligist Hansa II geradezu an. Kevin Schlitte (Germania Halberstadt) und Kevin Wittke (Werder Bremen II) boten dann auch ordentliche Partien.
Der aus Jena stammende Kevin Wittke (21), Sohn des bekannten Magdeburger Fußballers Axel Wittke, der bei Hansa II durchspielte, konnte sogar mit einem straffen Schuss zum 1:2 (69.) auf sich aufmerksam machen. Über den quirligen und schnellen Offensivmann liefen zahlreiche Aktionen der in der Deckung stabil stehenden und auch nach vorn gut mitspielenden Truppe von Trainer Thomas Finck.
Kevin Schlitte im Trikot der Hansa-Reservisten, die diesen Vergleich mit 2:1 (1:0/Tore für Hansa I Löw/43. und Maul/58.) für sich entschieden, war im offensiven Mittelfeld ebenfalls an guten Zügen beteiligt. Ein Treffer war dem Halberstädter allerdings nicht vergönnt. Fast aber hätte es in der ersten Halbzeit geklappt, als er frei durch war. Doch sein Schuss aus 15 m strich über den Balken (34.).
Frank Pagelsdorf zum Spiel: "Die zweite Mannschaft hat sich zuletzt in den Punktspielen in guter Form gezeigt. Das hat sie heute bestätigt."


Volksstimme vom 09.11.2005

VfB Germania Halberstadt
Torwartprobleme kennt Pfannkuch nicht

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Hat Germania ein Torwartproblem? Nach dem Ausraster von Keeper Kischel am vergangenen Sonntag in Dresden, droht dem Stammtorhüter eine lange Sperre. Die Tätlichkeit gegen Dresdens Heinisch fordert von Kischel mindestens drei Spieltage auf der Zuschauertribüne.
Germanias Nummer zwei, Löffke, steht ein Dauereinsatz bevor. Löffke, der auch bei Germanias Landesligisten das Tor hütete, ist dort bisher nicht gerade mit überragenden Leistungen aufgefallen. Elf Gegentore in zwei Landesliga-Spielen sind keine Meisterleistung. Erst wenn der 20-Jährige im Oberliga-Team zwischen den Pfosten steht, läuft er zur Hochform auf. Im Testspiel gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg (2:1 für Germania) lieferte Löffke sein Meisterstück ab. Als er in Dresden für Kischel nach dessen Roter Karte ins Tor musste, überzeugte er ebenfalls mit einer souveränen Leistung und sicherte den Halberstädtern noch in der 89. Minute mit einer Parade die drei Punkte.
Für Trainer Pfannkuch Grund genug, beruhigt in die Zukunft zu schauen. „Ich bin überzeugt, dass wir mit Löffke nicht schwächer aufgestellt sind. Er kann jetzt beweisen, dass die zuletzt in der zweiten Mannschaft gezeigten Leistungen nur Ausrutscher waren“, betont der Coach.
Die Gelassenheit von Pfannkuch bei der Torwartfrage hat aber auch zwei Namen: Helmstedt und Burgsdorf. A-Junioren-Keeper Helmstedt hat 20 Minuten gegen Wolfsburg im Tor gestanden und selbst den Profis den Schneid abgekauft.


Volksstimme Halberstadt vom 08.11.2005

Fußball-Oberliga: Germania gewann in Dresden Punkte und Format
Schlechtes Spiel mit Kampf und Geschlossenheit überwunden

Von Mathias Kasuptke

Germania hat gesiegt und erstmals in dieser Saison auch mannschaftliches Format bewiesen. Es lief schlecht in Dresden. Die Mannschaft hat sich aber selbst aus diesem Tief geholt – mit viel Kampf und einer beeindruckenden mannschaftlichen Geschlossenheit.

Halberstadt. Der Jubel nach dem Spiel in Dresden-Nord ist ein guter Gradmesser für die Schwere des Sieges. Selten hat man die Mannschaft von Trainer Pfannkuch so ausgelassen feiern sehen, wie nach dem 2:1 in Dresden. Und Germania hat in dieser Saison schon einige Siege eingefahren.
Was Germania so jubeln ließ, war wohl eher die Tatsache, sich am Sonntag nicht der eigenen Schwäche ergeben zu haben, so wie es noch in Eilenburg geschah. Dort fanden die Halberstädter keine Lösung, wie das eigene schlechte Spiel überwunden werden konnte. Am Ende hieß es 0:1.
In Dresden sah das anders aus, auch wenn die rote Karte gegen Keeper Sebastian Kischel als Initialzündung dafür nötig war. Dennoch war es auffallend, dass im Anschluss an den Platzverweis Germania über den Kampf zum eigenen Spiel fand. Zwar lange nicht so überragend wie gegen Auerbach, aber die Mannschaft raufte sich in Dresden während des Spiels zusammen. Gegen die Robustheit des mannschaftlichen Aufbäumens hatte Dresden-Nord kein Mittel.
Dass sich die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch durch eine große Geschlossenheit auszeichnet, wurde nach dem Spiel besonders deutlich. Richtig gefeiert wurde auf dem Platz erst, nachdem sich auch Rot-Sünder Kischel dem Jubelkreis angeschlossen hatte. Kapitän Enrico Gerlach hatte den Torhüter über den halben Platz zur Mannschaft gerufen. Auch Felix Binsker, der nach 41 Minuten vom Platz musste, damit Daniel Löffke ins Tor konnte, war ohne Zorn. Die rund 50 mitgereisten Germania Fans feierten jedoch mit Sprechchören nur einen Mann: Thomas Pfannkuch.


Volksstimme Halberstadt vom 07.11.2005

Vandreike & Co. sind weiter in der Erfolgsspur

Von Mathias Kasuptke

Germania Halberstadt hat sein gestriges Amateur-Oberligaspiel bei Dresden Nord mit 2: 1 (1: 1) gewonnen und bleibt dem ebenfalls siegreichen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg zusammen mit dem VfB Auerbach in einiger Entfernung auf den Fersen. Die weitere Konkurrenz (Halle, Plauen, Bautzen, Leipzig) schwächelte durchweg. Ingo Vandreike (links) und seine Germania-Mitspieler mussten 50 Minuten lang zu Zehnt spielen, da Keeper Sebastian Kischel die rote Karte sah. Halberstadts Tore schossen Kevin Schlitte und Fait-Florian Banser.


Volksstimme vom 07.11.2005

Fußball-Oberliga: Halberstadt siegt bei Dresden-Nord 2:1
Rote Karte für Keeper Kischel weckt Germania rechtzeitig auf

Von Mathias Kasuptke

Dresden. Drei Punkte in Dresden aus der Rubrik Arbeitssieg. Durch Tore von Schlitte und Banser sicherte sich Germania Halberstadt den zweiten Tabellenplatz. Zwischenzeitlich hatte Germania durch ein Tor von Jugo in der 26. Minute 0:1 zurückgelegen.
Dass es am Ende zu einem Sieg reichte, lag an der erheblichen Leistungssteigerung nach einer Roten Karte gegen Kischel. Gerrnanias Keeper wurde in der 41. Minute vom Platz gestellt. Grund war eine Tätlichkeit des Torhüters gegen Dresdens Heinisch. Kischel hatte den Angreifer wutentbrannt zu Boden gestoßen, nach dem dieser in den am Boden liegenden Keeper gegrätscht war. "Ich hätte mich trotz der Attacke unter Kontrolle haben müssen", räumte Kischel nach dem Spiel selbstkritisch ein.
Seiner Mannschaft hat die Rote Karte geholfen. Bis zu diesem Zeitpunkt war bei Germania nicht viel zusammengelaufen. Kaum eine nennenswerte Aktion stand auf dem Konto der Halberstädter, die das Spiel zu verschlafen drohten. Dresden-Nord hingegen überzeugte mit schnellem und geradlinigem Spiel. Glück für Halberstadt, dass Pfeffer, Balalka und Heinisch in den ersten 20 Minuten ihre Chancen nicht nutzten. Die Führung der Dresdner in der 26. Minute war mehr als verdient. Nach der Roten Karte für Kischel nahm Halberstadts Trainer Pfannkuch den bis dahin unauffälligen Binsker vorn Platz und Löffke ins Tor. Von dieser Minute an lief es bei Germania runder, plötzlich fanden Pässe wieder ihre Adressaten, wurde nach vorne gespielt. Der Ausgleich durch Schlitte nach Freistoß von Gerlach kurz vor dem Halbzeitpfiff war somit gerechtfertigt.
Nach dem Seitenwechsel spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe. Germania sah zwar im Angriff etwas gefälliger aus dennoch war es eher Arbeit, als souveräner Fußball, den die Halberstädter zuletzt gezeigt hatten. Dresden-Nord verlor in der 77. Minute nach wiederholtem Foul Balalka und hatte, abgesehen von einem Distanzschuss in der 89. Minute von Jugo, keine Chance mehr. Germania hatte dafür Banser, der nach einer Flanke von Schlitte zum 2:1-Siegtreffer einköpfte. Unter dem Strich hat Germania in Dresden Moral bewiesen und mit Kampf zum Sieg gefunden.


Dresdner Neueste Nachrichten vom 07.11.2005

Dresden Nord verliert zu Hause 1:2
"Barone" im Tal der Tränen

Von Jürgen Schwarz

Dresden. Der FV Dresden-Nord steckt mitten im Abstiegskampf - nicht erst seit der gestrigen 1:2 (1:1)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Germania Halberstadt. In den 90 Minuten im Jägerpark wurde das ganze Dilemma der aktuellen Nord-Mannschaft sichtbar. "Eine gute Halbzeit reicht nicht, um ein Spiel zu gewinnen", befand Cheftrainer Thomas Baron. Und: "Wir haben uns eine Vielzahl von Chancen erarbeitet, aber diese nicht genutzt. Nach der roten Karte ist Halberstadt noch motivierter gewesen. Sie haben uns förmlich niedergekämpft."
Die Dresdner begannen vor heimischer Kulisse furios, ließen keine Zweifel daran, im sechsten Anlauf unbedingt den ersten Heimsieg landen zu wollen. Germanias Keeper Kischel musste beim Kopfball von Christoph Klippel (2.) und dem Volleyschuss von André Heinisch (19.) sein ganzes Können aufbieten. Zudem verzog René Balatka in aussichtsreicher Position knapp das Halberstädter Tor (11.). Machtlos war Kischel beim Kopfball von Elvir Jugo, der nach einem Heinisch-Freistoß zur Stelle war (25.).
Die Anhaltiner, immerhin als Tabellenzweiter in Elbflorenz angereist, kamen nur schwer in die Gänge. In der 28. Minute musste Nord-Keeper Maik Schäfer erstmals eingreifen, als Binsker in eine verunglückte Klippel-Rückgabe spritze. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst spielte Heinisch, der sein 60. Oberligaspiel für Nord absolvierte, Sascha Pfeffer mustergültig frei, doch der versiebte die "Hundertprozentige" (33.). Sechs Minuten später attackierte Germanias Schlussmann Sebastian Kischel seinen Gegenspieler Heinisch - und sah Rot. Umso ärgerlicher, dass Schlitte kurz vor dem Pausenpfiff zum 1:1 einköpfte (44.).
In den zweiten 45 Minuten verflachte die Partie. Germania warf Robustheit und Cleverness ins Spiel, Nord versuchte, kämpferisch dagegen zu halten - und kam völlig von der spielerischen Linie ab. Selbst den zahlenmäßigen Vorteil gaben die Platzbesitzer leichtfertig aus der Hand: Jens Georgi sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (67.). Und dann kam es, wie es kommen musste: Banser erzielte das Siegtor für die Gäste (77.). Kurz vor Schluss hatte dann auch Germanias Ersatzkeeper Löffke seinen Auftritt: Er parierte Jugos Distanzschuss (88.) und stürzte die "Barone" ins Tal der Tränen...


Sächsische Zeitung vom 07.11.2005

Der FV Dresden-Nord spielt zu Hause 1:2 gegen Halberstadt und rutscht auf einen Abstiegsplatz.
Selbst ein Bein gestellt

Von Jürgen Schwarz und Thomas Grimm

„Eine gute Halbzeit reicht nicht, um ein Spiel zu gewinnen.“ Verallgemeinern sollte man den Satz von Trainer Thomas Baron nicht unbedingt, aber bezogen auf die Partie im „Jägerpark“ war die Aussage treffend.
Die Dresdner begannen furios, ließen keine Zweifel daran, im sechsten Anlauf unbedingt den ersten Heimsieg landen zu wollen. Germanias Keeper Kischel musste beim Kopfball von Christoph Klippel (2.) und dem Volleyschuss von André Heinisch (19.) sein ganzes Können aufbieten. Machtlos war er beim Kopfball von Elvir Jugo, der nach einem Heinisch-Freistoß zur Stelle war (25.). Die Anhaltiner, immerhin als Tabellenzweiter in Dresden angereist, kamen nur schwer in die Gänge. In der 28. Minute musste Nord-Keeper Maik Schäfer erstmals eingreifen, als Binsker in eine verunglückte Klippel-Rückgabe spritze. Fünf Minuten später hatte Sascha Pfeffer das 2:0 auf dem Spann, konnte aber die sehenswerte Vorarbeit von Heinisch (60. Punktspiel) nicht verwerten. Turbulent wurde es kurz vor der Pause. Sebastian Kischel sah nach einer Attacke gegen Heinisch „Rot“, aber in Unterzahl glich Germania durch Schlittes Kopfball überraschend aus (44.).
In der zweiten Halbzeit rutschte das Niveau der Partie gehörig ab. Halberstadt ging sehr robust zu Werke, die Dresdner nahmen den Kampf an und verloren dadurch ihre spielerische Linie. Selbst den zahlenmäßigen Vorteil „warfen“ die Platzbesitzer weg: Jens Georgi sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (67.). Zehn Minuten später führten die Anhaltiner mit 2:1. Diesmal hatte Schlitte geflankt und Banser getroffen. „Wir haben uns eine Vielzahl von Chancen erarbeitet, aber diese nicht genutzt. Nach der roten Karte waren die Halberstadt noch motivierter und haben uns förmlich niedergekämpft“, resümierte Baron.


Volksstimme vom 05.11.2005

Germania Halberstadt
Pfannkuchs Warnung

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Voller Optimismus fahren die Kicker von Germania Halberstadt am Wochenende Richtung Dresden. Laut Plan sollte die Begegnung Dresden Nord gegen Halberstadt eigentlich bereits heute stattfinden, doch wegen einer Fernsehübertragung ist das Spiel kurzfristig auf Sonntag verlegt worden.
Der Gastgeber hat, wie schon in der Vorsaison, große Sorgen. Erneut stecken die Elbflorenzer im Abstiegskampf, sind nur einen Punkt vom Keller entfernt.
In der Vorsaison hatte Halberstadt einen 0:2-Rückstand in den letzten zehn Minuten noch in einen 3:2-Auswärtssieg umgewandelt. Doch das alles ist für den VfB-Trainer Thomas Pfannkuch Schnee von gestern. Er warnt ausdrücklich vor den Dresdnern: „Die dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich sind die jungen Spieler zumeist technisch sehr gut ausgebildet. Die Mannschaft steht völlig zu Unrecht so weit unten.“
Bei Germania dürfte sich erneut das Angriffskarussell drehen. Banser, Binsker oder Reitzig – wer stürmt in Dresden von Beginn an? Sicher ist nur, dass Kevin Schlitte, der Mann mit der Turbo-Schnelligkeit, im Sturm gesetzt ist.


Dresdner Neueste Nachrichten vom 05.11.2005

Oberliga: Dresden Nord - Germania Halberstadt
Nord vor schwerer Aufgabe

Von Jürgen Schwarz

Dresden. Als Favorit reist der VfB Germania Halberstadt am Sonntag im Dresdner "Jägerpark" an. Die Anhaltiner sind in der Fußball-Oberliga Süd derzeit Tabellenzweiter, fünf Punkte hinter Spitzenreiter 1. FC Magdeburg. Währen die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch 21 Punkte auf dem Konto hat, sind es beim Gastgeber FV Nord (13.) nur zehn. Vor allem die schwache Heimbilanz - zwei Remis, drei Niederlagen - kostete den Nordlichtern bisher eine bessere Platzierung in der Süd-Staffel.
Halberstadts Coach Pfannkuch lässt am Optimismus seiner Mannen keine Zweifel aufkommen: "Wir haben einen guten Lauf, spielen super Fußball. Warum sollen wir da nicht in Dresden drei Punkte holen." Gestärkt wird die "breite Brust" der Gäste auch aus der Erinnerung an den letzten Punktspiel-Auftritt in Dresden. Als in der Vorsaison Germania noch unter Trainer Frank Lieberam (jetzt bei Union Berlin) am 31. Oktober 2004 in der 81. Minute nach zwei Treffern von Tino Semmer (jetzt Sachsen Leipzig) eigentlich aussichtslos mit 0:2 zurücklag, glaubte selbst der optimistischste Germania-Fan nicht mehr an eine Wende. Doch sie sollte kommen. Thiele, Penev und Reitzig wendeten das Blatt in den neun Schlussminuten.
Beim FV Nord sind derartige taktische Aussetzer in der Schlussphase leider auch in dieser Serie keine Seltenheit. Erst am letzten Spieltag untermauerten die Schützlinge von Trainer Thomas Baron diese Schwäche. Beim 3:3 in Eilenburg war Nord spieltechnisch zwar klar überlegen, verspielte aber in den letzten fünf Minuten einen 3:1-Vorsprung.
So konnte sich dann auch André Heinisch, der letzten Donnerstag zu seinem 21. Geburtstag beglückwünscht wurde und gegen Halberstadt sein 60. Oberligaspiel bestreitet, über seinen lupenreinen Hattrick nicht richtig freuen. Mit sechs Toren ist er zurzeit der erfolgreichste Torschütze. Auch bei Routinier Tino Gaunitz wurde am vergangenen Montag gefeiert. Der Defensivspezialist wurde 37. Und was sich die beiden Jubilare nachträglich wünschen, ist einleuchtend: "Endlich den ersten Heimsieg im sechsten Anlauf." Bei diesem Unterfangen müssen die "Barone" allerdings auf Kapitän Mario Scholze (Innenbanddehnung im rechten Knie) und Torhüter Alexander Moritz (Sprunggelenk-Verletzung) verzichten.


Stadionmagazin des VfL Wolfsburg „GrünUndGut“ vom 05.11.2005

VfL-Tradition
Was macht eigentlich Frank Lieberam?

Von unbekannt

Der frühere Spielmacher der Wölfe trainiert heute den 1. FC Union Berlin

Sein Name ist nicht nur in Ostdeutschland ein Begriff. Er stand für eine Generation, die nach der Wende die sportliche Karriere fortsetzte und auch noch heute im Fußballgeschäft tätig ist.

Frank Lieberam. Der gebürtige Halberstädter kam über die Stationen 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden im Jahr 1992 zum VfL Wolfsburg. Vier Jahre spielte er an der Aller, absolvierte 111 Bundesligaspiele für die Wölfe und erzielte fünf Treffer. Er war einer, der vor allem die Mannschaft organisieren und das Spiel nach vorne öffnen konnte. „Und sicherlich habe ich auch gute strategische Fähigkeiten besessen“, so Lieberam im Interview mit „Gut und Grün“. Seine Profikarriere beendete „Liebe“ in der Volkswagenstadt. Im Spiel gegen Fortuna Köln stand er das letzte Mal im Dress der Grün-Weißen. Zwei weitere Jahre spielte er dann noch beim 1. FC Magdeburg, ehe er die Fußballschuhe als Spieler an den Nagel hing. Heute trägt er neuere Modelle – und zwar als Trainer des Oberligisten 1. FC Union Berlin.

Herr Lieberam, Sie erwecken den Eindruck, dass Sie ohne Fußball nicht wirklich leben können. Täuscht das?

Ich spiele eben Fußball, seit ich denken kann. 18 Jahre habe ich im Männerbereich gekickt, das gehört einfach zu meinem Leben.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin seit Januar dieses Jahres Cheftrainer beim 1. FC Union Berlin und habe hier einen Vertrag bis Saisonende 2006.

Zu welchen Ihrer früheren Mitspieler in Wolfsburg haben Sie noch Kontakt?

Gelegentlich zu Jörg Hoßbach und zu Roy Präger.

An welche Spiele in Ihrer Laufbahn erinnern Sie sich besonders gerne?

Ich war in mehreren Vereinen sehr erfolgreich. Mit Dynamo Dresden bin ich zwei Mal DDR-Meister geworden. In Erinnerung bleiben das UEFA-Cup-Pokalhalbfinale mit Dynamo 1989 und das DFB-Pokalfinale mit Wolfsburg 1995 gegen Borussia Mönchengladbach.

Wer war Ihr unangenehmster Gegenspieler?

Ich habe immer auf einem hohen Niveau Fußball gespielt und da gab es einige starke Gegenspieler. Dazu zählen Rudi Völler, Jürgen Klinsmann und Stefan Effenberg, der einen enormen Siegeswillen verkörpert hat.

Ihr schönstes Tor?

Im Rückspiel des UEFA-Cup-Pokalhalbfinales gegen den VfB Stuttgart habe ich den 1:1-Ausgleich erzielt. Leider hat es zum Weiterkommen nicht mehr gereicht.

Erhalten Sie noch Autogrammwünsche?

Union Berlin ist ein Traditionsverein, nahezu ein Kultklub mit einem hohen Zuschauerschnitt und großem Fanpotential. Durch das starke öffentliche Interesse steh ich auch im Blickpunkt und erfülle noch heute viele Autogrammwünsche.

Wann haben Sie ihren ersten Profivertrag bekommen und wie viel haben Sie verdient?

Unmittelbar nach der Wende habe ich meinen ersten Profivertrag unterschrieben und 5.000 DM verdient.

Welche Trainer haben Sie am meisten geprägt?

Da gibt es drei Namen, die mich gefördert und geprägt haben. Zum einen Eduard Geyer, dann Bum-Kum Cha, bei dem ich eine Saison in Südkorea spielte und der Wolfsburger Trainer Willi Reimann.

Wie beurteilen Sie die Entwicklung beim VfL Wolfsburg?

Ich verfolge die Entwicklung sehr intensiv, denn Wolfsburg war eine sehr schöne Station für mich. Aufgrund des professionellen Umfeldes waren die jetzigen Erfolge abzusehen. Alle Verantwortlichen sind sehr ehrgeizig, und auch sportlich ist die Mannschaft auf einem guten Weg.


Volksstimme Halberstadt vom 04.11.2005

Fußball-Oberliga: Germania tritt am Sonntag bei Dresden-Nord an
Rückblick: Drei Tore in sieben Minuten

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Dresden-Nord hat es mit den letzten zehn Minuten. In der vergangenen Saison gaben die Dresdner in der Schlussphase einen Sieg gegen die Halberstädter aus der Hand. Letztes Wochenende machte Eilenburg auf eigenem Platz gegen Nord aus einem 1:3 noch ein 3:3.
Als in der vergangenen Saison der VfB Germania Halberstadt noch unter Trainer Lieberam beim Auswärtsspiel in Dresden am 31. Oktober 2004 in der 80. Minute eigentlich aussichtslos mit 0:2 zurücklag, glaubte selbst der optimistischste Germania-Fan damals nicht mehr an eine Wende in der Begegnung. Doch sie sollte kommen.
Selbst nach dem Anschlusstreffer von Nils Thiele in der 80. Minute schien vielen Germania-Spielern und mitgereisten Fans das Unmögliche noch nicht möglich. Erst als Kevin Schlitte damals nach einem Traumsolo in der 83. Minute nur durch ein Foul im Strafraum vom Leder getrennt werden konnte und Penev ausglich, witterten die Halberstädter die Chance des eigentlich Unmöglichen. Weitere vier Minuten später schlenzte der kleine Fritze Reitzig den Ball an Dresdens Schlussmann Moritz vorbei und sorgte so für den ersten Germania-Sieg in der Elb-Metropole.
Dass am Sonntag ein weiterer Sieg folgt, davon geht Halberstadts Trainer Pfannkuch aus. „Wir haben einen guten Lauf, spielen super Fußball. Warum sollen wir da nicht in Dresden drei Punkte holen“, ist Thomas Pfannkuch von der Stärke seiner Mannschaft überzeugt.
Kann er auch. Germania spielt derzeit kontinuierlich auf hohem Niveau. Mal abgesehen von einem Ausrutscher in Eilenburg, den man dem Wolfsburg-Sieg ankreiden kann, überzeugt die Mannschaft mit einer taktisch und technisch sehr konzentrierten Spielweise.
Auch außerhalb des Platzes wird das mit Begeisterung zur Kenntnis genommen. Immer mehr Fans begleiten ihre Mannschaft zu Auswärtsspielen. So auch nach Dresden. Geplant war ein kleiner Bus. Angesichts der Fan-Begeisterung wurde aber ein 50-Platz-Bus gechartert. Interessenten können sich noch im Fahrzeughaus Klus in der Klusstraße melden. Der Bus fährt am Sonntag um 9 Uhr von der Bushaltestelle in der Spielgelstraße ab, 15 Minuten später an der großen Shell-Tankstelle in der Quedlinburger Chaussee.


Sächsische Zeitung vom 04.11.2005

Der Tabellenzweite der Fußball-Oberliga aus Halberstadt ist Sonntag in Dresden zu Gast.
Macht Nord endlich Beute im Jägerpark?

Von Jürgen Schwarz

Der VfB Germania Halberstadt ist ohne Zweifel bisher die positive Überraschung dieser Saison. Die Anhaltiner rangieren in der Süd-Staffel der NOFV-Oberliga fünf Punkte hinter Spitzenreiter 1. FC Magdeburg auf Rang zwei. Während Germania bereits 21 Zähler gebucht hat, sind es beim FV Dresden-Nord nur zehn. Tabellenplatz 13 ist für die Elbestädter viel zu wenig.
Am Sonntag (14 Uhr) sollen im „Jägerpark“ endlich die Weichen in Richtung gesichertes Mittelfeld gestellt werden. Voraussetzung ist ein Heimsieg – es wäre der erste im sechsten Anlauf. Acht ihrer zehn Punkte holten die Dresdner bisher auf Gegners Platz. Ein „Dreier“ gegen Halberstadt würde vor allem Routinier Tino Gaunitz und Youngster Andre Heinisch erfreuen. Gaunitz feierte Anfang der Woche seinen 37. Geburtstag, Heinisch gestern seinen 21. Letzterem gelang zuletzt beim 3:3 in Eilenburg ein lupenreiner Hattrick. Am Sonntag bestreitet Heinisch, mit sechs Saisontreffern bisher erfolgreichster Nord-Torschütze, sein 60. Oberligaspiel für die Dresdner. Verzichten muss Cheftrainer Thomas Baron erneut auf Stammkeeper Alexander Moritz (Sprunggelenk-Verletzung) und Kapitän Mario Scholze (Innenbandüberdehnung im rechten Knie). Dagegen ist der vor dieser Saison aus Halle zurückgekehrte Reimund Linkert wieder voll belastbar und auch der Bulgare Ivo Kostadinov steht wieder voll im Mannschaftstraining.
In der Vorsaison verloren die „Barone“ ihre Heimpartie gegen Germania mit 2:3. Ein Spiel, an das bei Nord keiner mehr erinnert werden will. Bis zur 81. Minute führten die Dresdner durch zwei Tore von Tino Semmer (jetzt Sachsen Leipzig) mit 2:0, ehe Thiele, Penev und Reizig in der Schlussphase den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellten.


Volksstimme vom 03.11.2005

Germania Halberstad
Pfannkuch: Ich denke von Spiel zu Spiel

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Germania Halberstadts Kicker haben am vergangenen Wochenende mit dem 2:0 über den VfB Auerbach nicht zum ersten Mal in dieser Saison den zweiten Tabellenplatz in der Südstaffel der NOFV-Oberliga erobert. Die spielerisch erneut sehr ansprechende Leistung hat unter den Anhängern der Vorharzer durchaus Träume geweckt. Erfolgt nun etwa der Angriff auf die Tabellenspitze?
Mit dieser Fragestellung will sich Trainer allerdings überhaupt nicht befassen. „Ich denke von Spiel zu Spiel. Am Sonntag will ich mit meiner Mannschaft bei Dresden Nord drei Punkte holen. Das schaffen wir nur, wenn wir unsere Chancenverwertung verbessern. Bis dahin denke ich derzeit“, so der Germania-Coach.
Im Verein jedoch wird angesichts des bislang sehr erfolgreichen Abschneidens von Germania durchaus über künftige Zeiten nachgesonnen. Spielermanager René Cunaeus wiegelt jedoch bei der Frage, ob die Halberstädter die Regionalliga anstreben, ab: „Natürlich muss man, wenn man auf Platz zwei steht, darüber nachdenken. Aber: Unser Umfeld und der finanzielle Rahmen sind zwar solide, doch für die Regionalliga reicht es bei weitem noch nicht. Wir wollen uns in dieser Saison gegenüber der letzten entscheidend verbessern, das ist unser Hauptziel. Und da sind wir, wie man sieht, auf dem besten Wege.“


Volksstimme Halberstadt vom 03.11.2005

Kurz berichtet
Großer Fanbus fährt nach Dresden-Nord

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Nach dem Erfolg gegen den VfB Auerbach am Sonntag war die Nachfrage nach Tickets für den Fanbus zum Dresden-Nord-Spiel so groß, dass sich die Organisatoren veranlasst sahen, doch noch einen großen Fanbus zu chartern. Bisher war man davon ausgegangen, dass nur ein kleiner Bus mit 19 Plätzen voll wird. Die Zusage von WOLF-Reisen liegt vor, dass nun ein Bus mit mehr als 50 Plätzen fahren wird. Interessenten können sich noch im Fahrzeughaus Klus in der Klusstraße melden. Der Bus fährt am Sonntag um 9 Uhr von der Bushaltestelle in der Spiegelstraße ab, 15 Minuten später an der großen Shelltankstelle in der Quedlinburger Chaussee.


Volksstimme Halberstadt vom 03.11.2005

Kurz berichtet
Ehrenmitgliedschaft für Frank Lieberam

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Frank Lieberam ist Ehrenmitglied im Germania-Fanclub-Harz. Wie Fanclub-Mitbegründer Eddi Masannek mitteilte, soll mit der Ehrenmitgliedschaft für den früheren Germania-Trainer dessen Verdienste für den Verein und den Fußball in der Region gewürdigt werden. „Ohne ihn würden wir nicht dort stehen, wo wir jetzt sind“, betont Fanclubchef Micha Brennert. Lieberam, der heute Trainer bei Union Berlin ist, betont in einem Schreiben an den Fanclub, dass ihn auch heute „noch vieles mit Germania verbindet“.


Kicker vom 03.11.2005

Erfolgt nun der Angriff auf die Tabellenspitze?
Regionalliga noch kein Thema für Cunaeus

Von Wolfgang Seibicke

Germania hat mit einem 2:0 über Auerbach Rang zwei zurückerobert. Erfolgt nun etwa der Angriff auf die Tabellenspitze?
Mit dieser Fragestellung will sich Trainer Thomas Pfannkuch allerdings überhaupt nicht befassen. "Ich denke von Spiel zu Spiel", so sein Grundsatz. Im Verein jedoch wird angesichts des bislang sehr erfolgreichen Abschneidens durchaus über künftige Zeiten nachgedacht.
Spielermanager René Cunaeus wiegelt aber bei der Frage nach der Regionalliga ab: "Natürlich muss man darüber nachdenken. Aber: Unser Umfeld und der finanzielle Rahmen sind zwar solide, doch für die Regionalliga reicht es noch nicht. Wir wollen uns in dieser Saison gegenüber der letzten entscheidend verbessern. Und da sind wir auf dem besten Wege. Wenn es in den nächsten Jahren so weitergeht, dann ist die Regionalliga ein Thema.


Bild Magdeburg vom 03.11.2005

Germania - Lohn - ein Handballspiel

Von Olaf Scholz

Ein bißchen Abwechslung muß sein...

Der Oberliga-Zweite Germania Halberstadt guckte sich in der Magdeburger Bördelandhalle den 32:24-Pokalsieg der SCM-Handballer an. Danach zog man noch kurz in die City. Trainer Thomas Pfannkuch (35) mittendrin: "Das war eine schöne Sache. Wenn die Jungs am Wochenende gut Fußball spielen, können sie auch Spaß haben." Germania hatte Auerbach mit 2:0 geschlagen. Mit Kameradschaft und Können will man auch am Sonntag bei Dresden-Nord wieder erfolgreich sein.


Volksstimme Halberstadt vom 02.11.2005

Fußball-Amateuroberliga: Germania Halberstadt
Binsker und Reitzig puschen sich hoch

Von Mathias Kasuptke

Während auf dem Rasen derzeit bei Germania alles glatt läuft, entwickelt sich außerhalb des Spielfelds ein gesunder Konkurrenzkampf. Ausgerechnet die beiden Zivis Binsker und Reitzig schaukeln sich gegenseitig zu Matchwinnern hoch. Von Trainer Pfannkuch ist das durchaus gewollt.

Halberstadt (mak). Gegen Bautzen in der Vorwoche war es „Fritze“ Reitzig, der für Germania mit einem schönen Kopfballtor die Führung zum 2:1 erzielte, am Sonntag war es Felix Binsker, der den erlösenden ersten Treffer gegen Auerbach erzielte. Ausgerechnet die beiden Jüngsten im Germania-Sturm entpuppen sich als Leistungstreiber. „Ich habe nichts dagegen“, meint auch Pfannkuch.
Binsker und Reitzig absolvieren beide gemeinsam beim VfB Germania Halberstadt derzeit ihren Zivildienst: Kabinen fegen, Rasen mähen, Laub harken, Wäsche waschen. Unterbrochen wird die Zweisamkeit der täglichen Arbeit allerdings durch zwei Trainingseinheiten. Dann ist Schluss mit lustig. Auf dem Trainingsplatz schenken sich die beiden Jungspunde nichts. Und wehe, einer von beiden schießt im Training ein Tor mehr. „Natürlich wurmt das den jeweils anderen, wenn einer im Training besser trifft“, sagt Pfannkuch. Doch maßgeblich für die Leistungssteigerung der beiden Stürmer sei dies nicht. „Sie sehen, dass auch mal ein Banser auf der Bank sitzt, dass es bei uns nur nach Leistung geht und nicht nach der Vorgeschichte. Das spornt die Beiden an“, erklärt der Coach.
Positiver Nebeneffekt der Binsker-Reitzig-Konkurrenz ist, dass auch die „alten Hasen“ Schlitte und Banser sich nie ganz sicher sein können, zur Stammelf zu gehören. „Wir haben nunmal vier gute Stürmer“, betont Pfannkuch. Für seine Aufstellung mit drei Spitzen ist das einer zu viel. Was die Aufstellung am nächsten Sonntag gegen Dresden-Nord nicht einfacher macht.
Schlitte, Reitzig, Binsker und Stefke heißen die Torschützen der letzten beiden Begegnungen. Banser hat zuletzt gegen Oberlausitz getroffen. Das war am 2. Oktober und ist somit drei Spieltage her. Allerdings ist der Magdeburger als personifizierter Ehrgeiz bekannt. Drei Spiele kein Tor, für Banser gibt es kaum etwas Schlimmeres. Dresden-Nord wird sich darauf einstellen müssen.


Bild Magdeburg vom 02.11.2005

Stefke: Der paßt gut zu Germania Halberstadt

Von Olaf Schloz

Bei Germania Halberstadt stimmt derzeit alles. Der Oberliga-Zweite spielt guten Fußball und schießt die meisten Tore der Oberliga Süd (24).
Trainer Thomas Pfannkuch (35) ist kein Typ, der sich die Tabelle an die Kabinenwand hängt. „Wichtig ist, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt. Wir wollen Fußball spielen und kombinieren. Nicht den Ball nach vorn knallen und auf gut Glück ein Tor schießen.“ Da passt Ladislav Stefke (27) genau ins Konzept. Ein Techniker mit viel Gefühl und Torgefahr im linken Fuß. Im Juli kam „Lazi“ aus Dessau nach Halberstadt. Jetzt ist er die zweite Anspielstation nach vorn neben Enrico Gerlach. Stefke hat in Oberliga und Pokal schon fünf Tore geschossen. Pfannkuch: „Lazi spielt überragend. In der Kabine ist er zurückhaltend. Wenn er auf dem Platz den Ball hat, gibt er den Ton an…


Volksstimme vom 01.11.2005

Halberstadt nach 2:0 gegen Auerbach wieder Tabellenzweiter
Felix Binsker tat, was ihm der Trainer mit auf den Weg gab

Von Wolfgang Seibicke

Durch einen 2:0-Heimerfolg über den bisherigen Tabellenzweiten VfB Auerbach und eine überraschende Plauener Niederlage gegen Grimma eroberte am Sonntag Germania Halberstadt den zweiten Platz der NOFV-Oberliga Süd.

Halberstadt. „Zunächst habe ich sicherlich ein paar graue Haare mehr bekommen, dann aber war ich hoch zufrieden“, steckte Germania Halberstadts Präsident Olaf Herbst nach dem 2:0-Heimerfolg seines Teams gegen Auerbach mit sicherlich vielen Beobachtern in einer wechselvollen Gefühlswelt. Auch gegen den bisherigen Zweiten erwiesen sich die Schützlinge von Trainer Thomas Pfannkuch als die spielerisch klar bessere Elf. Allerdings bedurfte es schon einer sehr langen Anlaufphase, bis das erste Tor fiel.
Die Halberstädter begannen wie die Feuerwehr und bestürmten, gut harmonierend, den Gästekasten. Was sich in den letzten Begegnungen bereits andeutete, setzte sich zunächst allerdings auch in der Partie gegen die Vogtländer fort. Germania erarbeitete sich Chancen (Schlitte, Banser, Gerlach, Stefke, Heckeroth) zuhauf, ließ sie jedoch aus. 7:1 – so lautete zur Pause das Verhältnis teilweiser klarster Torchancen zugunsten der Gastgeber. Nach dem Gang in die Kabinen fingen sich die Auerbacher und verdichteten die Abwehr. Vor allem durch Freistöße waren jedoch die Gastgeber weiterhin torgefährlicher. Heckeroth (53.) und Gerlach (65., 71.) scheiterten aber knapp.
Dennoch reifte nunmehr die Spielentscheidung heran. In der 57. Minute wechselte Trainer Pfannkuch Angreifer für Friedrich Reitzig ein und gab ihm eins mit auf den Weg: „Felix, Du machst das Tor, auf das alle warten.“
Derart instruiert blieb Binsker gar nichts anderes übrig, als das 1:0 zu markieren (72.). Vor diesem Treffer wurde das Leder zweimal von der Auerbacher Linie geschlagen, ehe Binsker mit Brachialgewalt und unter Mithilfe eines Gegenspielers einnetzte. In dem Moment war der Knoten geplatzt, schon fünf Minuten später besorgte Ladislav Stefke mit schönem Heber das 2:0.
„Ein hochverdienter Sieg, allerdings müssen wir endlich unsere Chancen verwerten“, resümierte Germania-Abwehrspieler Randy Gottwald, dem die Rufe der Fans („die Nummer eins im Land sind wir“) nicht entgangen waren. War das eine Kampfansage an den 1. FC Magdeburg?


Volksstimme Halberstadt vom 01.11.2005

Germania schlägt Auerbach und begeistert 1200 Zuschauer im Friedensstadion
Trainer wurde mit Sprechchören gefeiert

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Da mag der eine oder andere seinen Augen nicht getraut haben – ob der überragenden Spielweise von Germania und den versiebten Chancen. Das Spiel gegen Auerbach war nichts für Herzschwache. Als in der 77. Minute Felix Binsker das 1: 0 erzielte, galt der Aufschrei im Stadion wohl eher der Erleichterung, als der lange, lange überfälligen Führung.
Wer am Anfang der Saison geglaubt hatte, Germania tummelt sich nur rein zufällig dort an der Tabellenspitze, der dürfte allerspätestens seit dem Sonntag-Spiel gegen die Vogtländer eines Besseren belehrt sein. Germania gehört zurecht dort oben hin. Die Halberstädter spielen frechen, schnellen und offensiven Fußball, der für Begeisterung sorgt. Kann man in der Oberliga noch besseren Fußball spielen? Antwort Pfannkuch: „Man muss mehr Tore erzielen.“
Das ist dann aber auch schon das einzige Manko, das man den Halberstädtern derzeit vorwerfen kann. Allein nach den ersten 45 Minuten lautete das Chancenverhältnis 7: 1 für Germania. Nur Tore waren keine gefallen. „Wir waren auch schon zuletzt gegen Bautzen die bessere Mannschaft, haben aber unsere Chancen nicht genutzt“, meinte Pfannkuch, der auch nach der 2: 0-F ührung am Sonntag seine Mannschaft nach vorne trieb, als man in der Viererkette gelassen den Ball hin und her schieben wollte. „Nach vorne“, ließ der Coach nicht locker und peitschte sein Team zum Sturmlauf.
Die Fans dankten es ihm. Wurden sonst ausschließlich Spieler mit Sprechchören gefeiert, am Sonntag hallte nur ein Name durch das Stadion: Thomas Pfannkuch. Was niemand vor der Serie für möglich gehalten hätte, ist ihm gelungen. Erst Spieler, dann Trainer, Pfannkuch fi ndet eine Sprache, die aus Gerlach & Co. eine bemerkenswerte Mannschaft geformt hat – ehrgeizig, ausgeglichen, kameradschaftlich.
Angesprochen auf die nächsten Ziele, die sich angesichts des Tabellenplatzes nun mal aufdrängen, halten bei Germania alle die Bälle fl ach. Trainer Pfannkuch: „Gegen Dresden-Nord am nächsten Sonntag drei Punkte holen.“ Kapitän Gerlach: „Schön ruhig bleiben und auf uns konzentrieren.“ Präsident Herbst: „Die Saison ist noch lang.“
Nur hinter verschlossenen Türen wird gefeiert: „Super VfB …“ hallte am Sonntag der Gesang durch die verschlossene Tür der Umkleidekabine.




 

VfB Germania Halberstadt – die offizielle Fanpage © Copyright 2015
Design & Umsetzung: www.Sebastian-Grote.de / www.web-grafix.de
Impressum