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Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

Dezember 05


Volksstimme Börde vom 31.12.2005

Hallenfußball, Aral-Cup in Oschersleben: Pokalverteidiger wird Dritter
OSC Vierter beim eigenen Turnier, Germania souverän

Von Peter Bindseil

Ein wenig konnten die Außenseiter den Favoriten ärgern. Mehr aber auch nicht. Germania Halberstadt kam beim Hallenturnier des OSC ohne Punktverlust über die Runden und hatte den treffi schersten Spieler in den eigenen Reihen.

Oschersleben. Der Aral-Cup gestaltete sich in der Oschersleber Sporthalle "Am Bruch" zu einem wahren Höhepunkt. Die zahlreichen Zuschauer erlebten durchweg gute Fußballkost, an der alle Mannschaften ihren Anteil hatten. Dies belegen die vielen Tore und hart umkämpften Spiele.
Am Ende setzte sich mit Oberligist Germania Halberstadt der Favorit vor Blau-Weiß Wanzleben und Pokalverteidiger TSV Hadmersleben durch. Für den Gastgeber blieb nach einem 2:2 gegen Wanzleben, dem 6:2-Erfolg über Wenrigerode und den beiden Niederlagen gegen Hadmersleben (2:3) und Halberstadt (1:3) der vierte Platz. Bester Torhüter des Turniers wurde David Hinz vom TSV Hadmersleben, der nicht nur durch Paraden zu überzeugen wusste, sondern als spielender Torwart auch für Torgefahr sorgte und immerhin auch einen Treffer erzielte.
Bester Torschütze war der Halberstädter Kevin Schlitte mit vier Treffern. Für den Gastgeber traf Christian Rasch am häufigsten (drei Tore).
Auch die übrigen OSC-Turniere erfreuten sich in dieser Woche guten Besucherzuspruchs und spannender Spiele. Allertal Wormsdorf gewann den Heindorf-Cup beim Turnier der OSC-Zweiten. Berichte und Tabellen folgen.


Volksstimme Halberstadt vom 29.12.2005

Hallenfußball: Halberstädter Oberligist gewann ein Turnier in Oschersleben
Germanen beim Turniersieg locker und mit viel Spaß

Von Bernd Kramer

Fußball-Oberligist VfB Germania Halberstadt trat in der fußballlosen Zeit nach den Feiertagen erstmals bei einem Hallenfußballturnier in Erscheinung. Die Germanen folgten am Dienstagabend mit einem Team der Einladung des Oscherslebener SC.

Oschersleben (bkr). Mit Blau-Weiß Wanzleben, dem TSV Hadmersleben, Germania Wernigerode, dem OSC und eben den Germanen war das Turnier in der Bruchhalle gut besetzt. Im Team der Halberstädter standen Daniel Löffke, René Heckeroth, Ingo Vandreike, Enrico Gerlach, Kevin Schlitte, Fait-Florian Banser, Alex Kopp, Steffen Wiekert, René Cunaeus und Sebastian Kischel.
Das Team von Mannschaftsleiter Frank Bergmann, der Cheftrainer Thomas Pfannkuch und Co-Trainer Frank Lindemann (beide Urlaub) vertrat, wurde ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Die Germanen waren gut besetzt und hatten viel Spaß. Sie bestritten reibungslos und locker ihre vier Spiele, die sie auch alle gewannen. Im Auftaktspiel gegen Wanzleben gab es einen 4:2-Erfolg. Germanias Torschützen waren Banser, Schlitte, Vandreike und Kopp. Danach mussten die Halberstädter gegen Wernigerode antreten. Durch den Treffer von Schlitte gewann der Oberligist mit 1:0. Im folgenden Spiel gegen Hadmersleben errangen die Germanen beim 6:2 ihren höchsten Sieg im Turnierverlauf. Schlitte (2), Heckeroth, Kopp, Gerlach und Kischel, der diesmal nicht das Tor hütete sondern "draußen" spielen durfte, schossen den klaren Sieg heraus. Im letzten Spiel des Turniers standen sich der VfB Germania und das Team vom gastgebenden OSC gegenüber. Auch in dieser Begegnung ließ sich der Oberligist nicht überraschen und gab durch die Tore von Banser, Gerlach und Kopp dem Landesligisten mit 3:1 Toren das Nachsehen. Mit insgesamt 12 Punkten und 14:5 Toren standen die Halberstädter am Ende auch ungeschlagen als Turniersieger fest. Hinter den Germanen folgten Blau-Weiß Wanzleben (7 Punkte, 10:9 Tore), der TSV Hadmersleben (6, 12:11) und der Oscherslebener SC (4, 11:10 Tore ). Ohne Punkt und mit 3:15 Toren landeten die Wernigeröder, in deren Reihen mit Michael Preuß ein Ex-Germane spielte, auf dem letzten Rang.
Den Halberstädter Oberliga-Fußballern hat diese Abwechslung in der Winterpause sichtlich Freude bereitet. Am 6. Januar stellen sie sich bei einem eigenen Turnier in der Sporthalle " Völkerfreundschaft " den heimischen Fans vor.


Volksstimme Halberstadt vom 28.12.2005

Oberliga : Rückblick auf die Hinrunde des VfB Germania Halberstadt
Germanias Team macht sich mit viel Spaß zu neuen Ufern auf

Von Mathias Kasuptke

Es ist schon viel gesagt worden über den Höhenflug des Halberstädter Oberligisten. Am letzten Spieltag schickte sich die Pfannkuch-Truppe auch noch an, Herbstmeister zu werden. Dass es dann doch nicht geklappt hat, wurde Gerlach und Co. von jedem Fan verziehen. Grund: Germania hatte in den Wochen zuvor zu viel Spaß gemacht.

Halberstadt. Man muss schon tief in den Geschichtsbüchern des Halberstädter Fußballs wühlen, um Vergleichbares zu finden. Die Begeisterung rund um Halberstadts Oberliga-Mannschaft erinnert schon fast an die Zeiten, als Lok Halberstadt in der DDR-Liga spielte. Und das ist schon etliche Jahre her. Von Oberliga-Coach Thomas Pfannkuch hört man in diesem Zusammenhang immer nur einen Satz: "Es muss den Spielern Spaß machen. "
Dass sie Spaß haben, ist an vielen Beispielen in der Hinrunde erkennbar gewesen. Zum einen an der Art und Weise, wie Germania auf dem Rasen Fußball spielt. Meist locker, häufig mit Kabinettstücken und immer mit Spielwitz. Neben dem Platz wird gemeinsam gefeiert und auch gemeinsam gelitten. Zum Beispiel als Torhüter Sebastian Kischel beim FCM durch einen Patzer die Niederlage verursachte, gab es von keinem aus dem Team irgend einen Vorwurf in Richtung Keeper. "Wir haben hier als Mannschaft verloren", sagte damals Kapitän Gerlach.
Selbst die Fans sind mit der Mannschaft gewachsen. Waren sie in den Jahren zuvor noch ein unsortierter Haufen, so hat sich am Spielfeldrand ein Potenzial entwickelt, das durch den Germania-Fanclub Harz gut organisiert wird und sich mittlerweile auch bei Auswärtsspielen als Rückhalt für die Mannschaft entpuppt. Germania hat sich aufgemacht und eine neue Qualität erreicht. Die zu stabilisieren, erfordert allerdings noch viel Unterstützung – von allen Seiten.


Volksstimme Halberstadt vom 28.12.2005

Interview mit Thomas Pfannkuch
Müssen an den Fehlern arbeiten

Von Mathias Kasuptke

Nach einer erfolgreichen Hinrunde sprach Lokalsportmitarbeiter Mathias Kasuptke mit Germanias Trainer Thomas Pfannkuch.

Volksstimme: Eine erfolg reiche Hinrunde liegt hinter Ihrer Mannschaft, in der Sie erstmals auch für den sportlichen Erfolg verantwortlich waren. An was denken Sie, wenn Sie zurück blicken?

Thomas Pfannkuch: An das Pokal-Aus in Piesteritz.

Volksstimme: Die Germanen spielten bisher eine überragende Saison und Sie erinnern sich als erstes an das Pokal-Aus. Warum?

Pfannkuch: Es war das einzige Spiel, in dem wir richtig schlecht gespielt haben. Das wurmt mich. Aber auch die in Magdeburg und Eilenburg gelassenen Punkte ärgern mich. Allerdings waren die Spiele gegen Wolfsburg, Sangerhausen und Dresden-Nord, wo wir selbst das Spiel gedreht haben, auch Höhepunkte.

Volksstimme: Haben Sie eine solch gute Leistung Ihrer Mannschaft erwartet?

Pfannkuch: Auf keinen Fall. Damit war nicht zu rechnen. Um so mehr freut mich der Erfolg. Ich gebe mich damit aber nicht zufrieden. Wenn wir weiter wollen, müssen wir an unseren Fehlern arbeiten und nicht unsere Siege aufzählen.

Volksstimme: Auch das letzte Team in der Oberliga wird es jetzt mitbekommen haben, dass Germania kein Underdock mehr ist. Was erwartet Ihre Mannschaft in der Rückrunde?

Pfannkuch: Wir werden uns auf Rückschläge einstellen müssen. Ich gehe davon aus, dass sich einige Mannschaften im Winter verstärken werden. Wenn wir wieder 30 Punkte holen würden, stünden wir am Ende auf Platz eins. Ich glaube, davon geht keiner wirklich aus.

Volksstimme: Was wird in der Rückrunde die schwerste Aufgabe sein?

Pfannkuch: Die Kontinuität in der Leistung zu halten. Wir hatten bisher kaum wirkliche Ausrutscher, haben immer auf einem relativ hohen Niveau gespielt. Das auch in der Rückrunde zu halten, wird eine echte Herausforderung. Dabei kam schon dem ersten Spiel gegen Völpke eine besondere Rolle zu. Ein Derby zu gewinnen, gibt Selbstvertrauen, das hat uns auch in der Hinrunde geholfen.

Volksstimme: Was wird aus Fußball Halberstadt nach dieser Saison?

Pfannkuch: Gar nichts, wenn man nicht bereits jetzt beginnt, die nächste Saison vorzubereiten. Dabei muss man aber auf dem Teppich bleiben. Hirngespinste helfen uns nicht weiter. Wir müssen sachlich und in Ruhe arbeiten, dann können wir uns in der nächsten Serie auf dem jetzigen Niveau stabilisieren und wären dann schon einen Schritt weiter als in dieser Saison.


Volksstimme Halberstadt vom 23.12.2005

Fußball-Kracher im neuen Jahr
Eintracht Braunschweig und BFC Dynamo beim VfB zu Gast

Von Mathias Kasuptke

Es ist ruhig geworden auf den Oberliga-Spielplätzen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch hat sich zum Teil bereits in den Urlaub verabschiedet. Vor dem Start der Rückrunde am 5. Februar 2006 im Friedensstadion gegen den TSV Völpke erwartet die Germania-Fans aber noch ein nicht minder spannendes Vorbereitungsprogramm. Unter anderem mit einem Testspiel gegen Eintracht Braunschweig.

Halberstadt (mak). Nach Weihnachtsbraten und Sylvester-Sause ist für Halberstadts Oberliga-Fußballer am 4. Januar 2006 Trainingsauftakt. Der erste öffentliche Auftritt der Pfannkuch-Truppe ist dann schon zwei Tage später. Der Oberligist wird beim Neujahrs-Hallenturnier in der Sporthalle " Völkerfreundschaft " in Halberstadt antreten. Mit dabei sind bei diesem Turnier der SV Südharz, der Quedlinburger SV, Fortuna Halberstadt, SV Staßfurt und Stahl Thale. Beginn ist um 18 Uhr. Der Sieger soll um 22 Uhr feststehen. Der Sieger und der Zweitplazierte des Turniers vom Vortag, bei dem Germania II, Germania III, der SV Langenstein, Eintracht Osterwieck, der FSV Sargstedt, Olympia Schlanstedt, Grün-Gelb Ströbeck und der Harsleber SV Germania um den Einzug in das Hauptturnier spielen, komplettieren das Teilnehmerfeld am 6. Januar.
Bereits am 8. Januar wartet dann ein Kracher auf die Halberstädter Fußballfans. Germania Halberstadt empfängt den Zweitligisten Eintracht Braunschweig zu einem Testspiel im Friedensstadion. Um 14 Uhr ist Anstoß gegen die ehemalige Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch, der den Bundesligisten nach Halberstadt gelockt hat.
Ein weiteres Highligth dürfte das Testspiel gegen den BFC Dynamo Berlin sein. Der Oberligist aus der Nordstaffel des NOFV steht zum Ende der Hinserie auf Platz sechs der Tabelle.
Am Hallenturnier in Oschersleben, am 27. Dezember, nimmt Germania nur mit einer Rumpf-Mannschaft teil. Dass die Halberstädter auch beim Kroschke-Cup in Magdeburg spielen ist zwar geplant, Verträge wurden aber bisher nicht unterschrieben.

Die Vorbereitungstermine im Überblick ( Änderungen möglich ):

27. Dezember 2005: Hallenturnier in Oschersleben;
6. Januar 2006: Neujahrs-Hallenturnier in Halberstadt, Beginn 18 Uhr, u. a. mit SV Staßfurt 09, Stahl Thale, Quedlinburger SV, Oscherslebener SC;
7. Januar: Hallenturnier in Calbe, Beginn noch offen, u. a. mit TSV Völpke, 1. FCM ( A-Jugend ), TSG Calbe;
8. Januar: gegen Eintracht Braunschweig im Friedensstadion, 14 Uhr;
10. Januar: beim VfB Oschersleben, 19 Uhr;
13. Januar: gegen den BSV Ölper, 18.30 Uhr, Austragungsort noch offen;
15. Januar: beim SV Gernrode, 14 Uhr;
17. Januar: beim SV Staßfurt, 18.30 Uhr;
20. Januar: Kroschke-Cup in Magdeburg, Gieseler-Halle;
21. Januar: gegen MTV Gifhorn, 14 Uhr, Friedensstadion;
22. Januar: gegen BFC Dynamo im Friedensstadion, 14 Uhr;
24.-27. Januar: Trainingslager Osterburg;
25. Januar: gegen TuS S-W Bismark, 19 Uhr, Austragungsort noch offen;
27. Januar: bei Olympia Schlanstedt, Anstoß 18.30 Uhr;
29. Januar: gegen Wacker Nordhausen, Anstoß 14 Uhr im Friedensstadion.


Bild Jena vom 22.12.2005

FC Carl Zeiss
Schlitte bleibt noch in Halberstadt

Von Ulrich Klemm

Der Winterpausen-Wechsel von Kevin Schlitte (24) zum FC Carl Zeiss ist geplatzt.
In Jena steht der Stürmer von Germania Halberstadt weit oben auf der Wunschliste. Doch seit gestern ist klar: Schlitte beendet die Saison beim Oberligisten.
Zeiss-Boss Rainer Zipfel: "Kurzfristig wird es nichts, weil Halberstadt Ablöse will. Und die zahlen wir nicht." Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Im Sommer wird Jena wieder aktiv. Dann ist Schlitte ablösefrei.
Ärger droht Carl Zeiss im Fall Faruk Hujdurovic (35). Dem Bosnier war nach einem Trainings-Kopfstoß gegen Mitspieler Andreas Keil gekündigt worden. Zipfel befürchtet: "Die Sache könnte vor dem Arbeitsgericht enden." Wenn Hujdurovic die Kündigung nicht hinnimmt. Danach sieht es im Moment aus.


Volkstimme Halberstadt vom 21.12.2005

Fans danken Busunternehmer
Kleine Präsente erhalten die Freundschaft

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Ein Geschäft macht man mit Fanbusreisen nicht. Andreas Wolf fährt dennoch zu jedem Auswärtsspiel der Halberstädter Oberliga-Mannschaft und sorgt so für die nötige Unterstützung in den Stadien der Gegner. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nur zwei Spiele wurden in der laufenden Saison verloren. Dafür dankte der Germania-Fanclub „Harz“ jetzt dem Busunternehmer und überreichte Andreas Wolf einen Germania-Kalender mit Wimpel. „Ohne Enthusiasmus geht es nicht“, begründete Fanclub-Mitglied und Stadionsprecher Bernd Waldow das Dankeschön an den Unternehmer.
Außerdem gab Germania bekannt, dass die Karten für die Hallenturniere am 5. und 6. Januar 2006 in der Sporthalle „Völkerfreundschaft“ im Fan-Shop im Fahrzeughaus Klus erhältlich sind. Die Preisspanne reicht von drei bis fünf Euro.


Volksstimme Halberstadt vom 20.12.2005

Interview mit Germania-Präsident Herbst über den Erfolg der Halberstädter Oberliga-Mannschaft
Ohne finanzielle Absicherung sind die Erfolge nicht zu halten

Von Mathias Kasuptke

Der VfB Germania Halberstadt gilt als die Überraschungs-Mannschaft in der Fußball-Oberliga. Das Halberstädter Team "überwintert" auf dem 3. Tabellenplatz, womit vor der Saison niemand gerechnet hatte. Was bedeutet dieser Erfolg für den Verein? Welche Chancen und Risiken verbinden sich damit? Darüber sprach im Auftrag der Volksstimme Mathias Kasuptke mit Olaf Herbst, dem Präsidenten des VfB Germania Halberstadt.

Volksstimme: Vor dem letzten Heimspiel hatten Sie mit Blick auf die mögliche Herbstmeisterschaft den Fans ein Fass Freibier versprochen. Hat sich der Präsident vom Oberliga-Fieber anstecken lassen?

Olaf Herbst: Wir haben uns in der ersten Halbserie der laufenden Saison gegenüber dem Vorjahr spielerisch enorm verbessert. Mit Blick auf die mögliche Herbst-Meisterschaft habe ich mich gern anstecken lassen. Wir sollten dabei allerdings nicht vergessen, dass unser Ziel ein einstelliger Tabellenplatz ist, so dass wir jetzt keinen Grund haben, irgendwie abzuheben. Mannschaften wie Leipzig, Magdeburg, Halle oder Plauen haben einfach ganz andere Voraussetzungen. Davon können wir zurzeit nur träumen. Ich gehe nicht an den Realitäten vorbei. Dennoch überwog die Freude.

Volksstimme: Das klingt so, als ob nicht alles so rund läuft, wie es der Außenstehende angesichts des sportlichen Erfolgs glauben mag?

Herbst: Hinter dem Erfolg auf dem grünen Rasen steckt ein ganzes Stück Arbeit, sowohl im sportlichen als auch im technischen Teil. Da unser Verein überwiegend ehrenamtlich geführt wird, wir haben weder einen Manager noch einen hauptamtlichen Berater oder Betreuer, damit sind schon bestimmte Grenzen gesetzt.

Volksstimme: Höhere sportliche Ziele beinhalten andere Strukturen, was natürlich auch finanzielle Auswirkungen haben würde.

Herbst: Richtig. Das wirtschaftliche Umfeld ist derzeit dazu noch nicht in der Lage, höhere sportliche Ziele zu definieren. Wir wollen keine Luftschlösser bauen. Bekanntlich haben wir den wirtschaftlich finanziellen Teil des Oberligafußballs in eine GmbH ausgegliedert. Verbindlichkeiten können somit terminlich realisiert werden. Das ist aber nur durch die zahlreichen Sponsoren möglich, die einen enormen Anteil am Aufschwung des Fußballs in unserem Verein haben. Geben und Nehmen, Leistung und Gegenleistung sind Kriterien, die immer wieder neu auf den Prüfstand gestellt werden. Können wir den finanziellen notwendigen Rahmen nicht vertraglich absichern, sind auch die sportlichen Leistungen nicht mehr zu halten.

Volksstimme: Zu den Fans. In Magdeburg fliegen Flaschen, in Halle wird geprügelt und Halberstadt ist auch nicht ganz verschont geblieben. Was will der VfB Germania gegen diese Entwicklung im eigenen Stadion unternehmen?

Herbst: In der Woche vor einem Heimspiel treffen sich Ordnungskräfte, Polizei, Grenzschutz, Vertreter der Stadt sowie des Vereins zu einer Sicherheitskonferenz. Unter Verantwortung unseres Sicherheitsbeauftragten, Wilfried Ollech, werden wir gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, derartige Zwischenfälle zu unterbinden. Dazu muss auch der Fanclub einen entscheidenden Beitrag leisten. Der Verein haftet mit drastischen finanziellen Strafen, auch Platzsperren drohen. Die wenigen Schwachköpfe dürfen nicht die Oberhand bekommen. Dazu müssen alle ihren Anteil leisten. Wir werden keine Entschuldigungen gelten lassen. Bei Verstößen erfolgt ein Stadion verbot. Hilfreich stehen uns dabei Videoaufzeichnungen von der Veranstaltung zur Verfügung, so dass wir die "Täter" mit Beweisen ermitteln können.

Volksstimme: Ein Wort zur Mannschaft. Was hat Ihnen in der Hinrunde am besten gefallen, welcher Spieler ist Ihnen aufgefallen?

Herbst: Das Team. Es gab keine Spieler, die durch Allüren aufgefallen sind. Es gab auch keine Unruhe in der Mannschaft. Natürlich ist es mit Erfolg ein facher, eine Mannschaft zu führen. Doch was die Trainer, der Mannschaftsleiter, der Schiedsrichterbetreuer, die Physiotherapeutin, der Mannschaftsarzt sowie die Veranstaltungsleiter und die Mitarbeiter des Friedensstadions geleistet haben, nötigt schon Respekt ab.

Volksstimme: Trauen Sie ihrer Mannschaft zu, noch einmal in den Aufstiegskampf eingreifen zu können?

Herbst: Da sollte der Trainer eher eine Antwort geben können. Ich meine, ja. Die Frage müsste aber besser lauten: "Was passiert, wenn wir Anfang der zweiten Halbserie vor der Situation stehen, eine Lizenz für die Regionalliga beantragen zu müssen?" Ich meine, wir hätten damit derzeit ein Problem. Nicht von der sportlichen Seite gesehen, sondern aus reinem wirtschaftlichen Aspekt. Wir sind nicht in der Lage, einen solchen Aufstieg zu tragen. Allein von Fernsehgeldern lässt sich die nächst höhere Spielklasse nicht erreichen. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Verein auch die Verantwortung für weitere Mannschaften der Abteilung Fußball trägt. Germania hat eine 2. und eine 3. Männermannschaft, ein Frauen-Team, zwölf Nachwuchsmannschaften sowie acht Freizeitgruppen, die sich teilweise in kostenintensiven Spielklassen im oberen Tabellenbild wiederfinden.

Volksstimme: Diese Mannschaften kosten alle Geld und haben ebenso ein Recht auf die Unterstützung des Vereins. Wie schaffen Sie das?

Herbst: Da die Zuschüsse von der Stadt, dem Landkreis, dem Kreissportbund immer mehr reduziert werden, sich der Verein an Betriebskosten der Hallen- und Platznutzungen beteiligen muss, die Kosten des Spielbetriebes steigen, der Bedarf an Spielkleidung und Sportmaterialien zunimmt, müssen wir Prioritäten setzen. Dabei muss die Vernunft siegen, ohne das "Träumen" aufzugeben. Allein die geforderten Sicherheitsbedingungen für die Regionalliga würden sechsstellige Investitionen erfordern. Zudem darf nicht vergessen werden, dass unser Friedensstadion, das zu den gepflegtesten Stadien in der Oberliga zählt, nicht den Anforderungen der Regionalliga entspricht. Da fehlt es zum Beispiel an Räumen für Presse, Dopingkontrollen und einem Kunstrasenplatz mit Flutlicht.

Volksstimme: Sportlich läuft es beim VfB Germania Halberstadt blendend, ein Aufstieg ist dennoch kein Thema, wo sehen Sie dann die Ziele bei Germania?

Herbst: Eine Spitzenmannschaft in der Oberliga zu werden, das wäre eine herausfordernde Zielstellung. Zudem bleibt der Nachwuchsbereich weiterhin ein Schwerpunkt. Hier gibt es Arbeit, die wir nicht unterschätzen dürfen. Da schließe ich auch unsere Schiedsrichter mit ein, die Woche für Woche unseren Verein repräsentieren. Außerdem gibt es im VfB Germania Halberstadt Abteilungen wie Leichtathletik, Turnen, Judo, Tischtennis, Behindertensport, Volleyball, die sich besonders im Nachwuchsbereich über die Landesgrenze hinaus einen guten Ruf erarbeitet haben. Wir tragen mit unserem Verein eine hohe Verantwortung. Gelingt es uns, im Harz eine sportliche Zusammenführung und Zentralisierung von Sportarten zu schaffen, könnten sich auch im Fußball Ambitionen und Voraussetzungen ergeben, die eine Höherklassigkeit in unserer Region als realistisch erscheinen lässt.


Volksstimme vom 19.12.2005

Fußball-Oberliga-Rückschau Germania Halberstadt
Das Wort Spaß machte im Vorharz mehrfach die Runde

Von Wolfgang Seibicke und Mathias Kasuptke

Es ist die Überraschungsmannschaft der Oberliga-Süd: Keiner hatte Germania Halberstadt auf dem Plan, aber plötzlich schickt sich die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch an, den Favoriten der Liga den Aufstieg streitig zu machen. Doch der Erfolg kommt nicht von ungefähr.

Halberstadt. "Unauffällig, unspektakulär und unattraktiv" hätte vor Saisonbeginn als Überschrift von Germanises Saisonvorbereitung stehen können. Während sich andere Oberligisten in der Vorbereitung mit großen Namen duellierten, tingelte Trainer Pfannkuch mit seiner Truppe über die Dörfer. Große Namen waren bei den Neuverpflichtungen ebenfalls nicht zu finden. Lediglich der Wechsel von FCM-Stürmer Banser nach Halberstadt sorgte noch für Gesprächsstoff. Doch schon mit dem ersten Auftritt beim TSV Völpke war klar – Coach Pfannkuch hat sich eine Mustermannschaft zusammengebaut.
Den Aufsteiger aus der Börde spielte Germania beim 4:0 förmlich an die Wand, eine Woche später wurde Grim-ma mit einem souveränen 2:0 , nach Hause geschickt. Am dritten Spieltag wurden beim 1:1 in Halle dem HFC deutlich die Grenzen aufgezeigt. Die Pfannkuch-Truppe zelebrierte einen Offensiv-Fußball, wie man ihn in Halberstadt lange nicht mehr gesehen hatte.
Besonders die fünf Neuverpflichtungen entpuppten sich als alles andere als unauffällig, unspektakulär und unattraktiv. Vandreike, Stefke, Gottwald, Heckeroth und Banser harmonierten mit der Mannschaft, wie es besser kaum noch geht. Von Problemen bei der Eingewöhnung keine Spur, die Mannschaft spielte, als kenne sie sich seit Jahren. Das Wort Spaß machte mehrfach bei Germania die Runde. Immer wieder erinnerte Trainer Pfannkuch an den Spaßfaktor, der seiner Mannschaft so viel Spielfreude bereitet. Die bekam auch der Bundesligist VfL Wolfsburg zu spüren. Mit 2:1 besiegten die Halberstädter die Profis aus ihrer Partnerstadt in einem Testspiel während der laufenden Saison. 1 300 Zuschauer sahen eine toll spielende Germania und trauten ihren Augen nicht.
Wenn der Druck allerdings (zu) groß wird, verliert die Mannschaft von Pfannkuch ihre Gelassenheit. In Magdeburg zum Beispiel, beim 0:1 blieben die Halberstädter hinter ihren Möglichkeiten zurück. Noch nie gewonnen, noch nie ein Tor gegen den FCM geschossen. Das nagte, das quält weiter. Oder beim Landespokal-Aus in Piesteritz (1:2). Der Blick auf die nächste Cuprunde, die Pokalsieg-Vorgabe des Trainers blockierten den Spielfluss offenbar völlig. Germania stolperte aus dem Cupwettbewerb und flog der Länge lang auf die Nase. Peinlich.
Oder gegen Sachsen Leipzig. Die mögliche Herbstmeisterschaft war als Last wohl zu schwer. Gegen die Leutzscher fehlte den Halberstädtern, was eine große Mannschaft. ausmacht. Siegen in wichtigen Momenten ist nicht ihr Ding. Mit der 0:2-Niederlage endete ausgerechnet am letzten Spieltag das Ungeschlagensein der Germania in dieser Serie. Dennoch gibt es in Halberstadt wohl keinen Fußball-Fan, der mit Gerlach & Co hadert. Germania hat in der Hinrunde erfrischenden Offensiv-Fußball geboten und dadurch viele Freunde gewonnen. Im dritten Oberliga-Jahr sind in den ersten acht Heimspielen 7 949 Zuschauer ins Friedensstadion gekommen. Damit liegt Germania im oberen Drittel der Zuschauergunst in der Staffel Süd.

Germania-Splitter

Der beste Sturm der Oberliga kommt aus Halberstadt. Keine Mannschaft hat in der Hinrunde mehr Tore erzielt als Germania: 33 stehen auf dem Konto. Banser (10) und Schlitte (9) trafen am häufigsten.

Fünf Volltreffer sind die fünf Neuen bei Germania. Randy Gottwald (Stendal), Ingo Vandreike (Gifhorn), Ladislav Stefke (Anhalt Dessau), Fait-Florian Banser (1. FC Magdeburg) und René Heckeroth (Völpke) wurden geholt. Keiner hatte weniger als 14 Einsätze.

Die meisten Einsätze im Germania-Trikot hat Ingo Vandreike absolviert. Der Zugang aus Gifhorn hat als einziger Akteur alle 15 Spiele durchgespielt (1350 Minuten). Auf Platz zwei folgt Ladislav Stefke (1343). Mit 1322 Minuten kommt erst auf Platz drei ein "alter Germane": Kevin Schlitte.

Zehn Punkte weniger auf dem Konto hatte Germania in der Vorsaison nach 15 Spieltagen. Damals standen die Halberstädter mit 23 Zählern auf Platz sieben der Tabelle, hatten 29 Tore erzielt. Nach dem 15. Spieltag trat Trainer Lieberam von seinem Amt zurück.

Die Gelb-Sünder bei Germania sind Randy Gottwald (6) und Alex Kopp (5). Allerdings war Abwehrchef Gottwald dafür 1242 Minuten im Einsatz. Alex Kopp brauchte für die gleiche Kartenzahl hingegen nur 611 Minuten.

Einmal Rot steht in der Sünderkartei bei den Halberstädtern. Keeper Sebastian Kischel hatte im Spiel gegen Dresden Nord seine Emotionen nicht unter Kontrolle und sah für eine Tätlichkeit Rot.

Die meisten Zuschauer im heimischen Friedensstadion hatte Germania am letzten Hinrunden-Spieltag. 1502 Fans verfolgten das Spiel gegen Leipzig. Die Partie gegen Erfurt II sahen hingegen nur 565 Zuschauer – Minusrekord.

Vaterfreuden erlebten in der Hinrunde mit Kevin Schlitte und René Cunaeus gleich zwei Spieler. Im März folgt noch Kapitän Enrico Gerlach. Und bei Randy Gottwald ist bereits das zweite Kind unterwegs.


Bild Leipzig vom 19.12.2005

Stürmer Benny Boltze brach sich das Wadenbein
Kein Sieg, kein Spaß - aber ein Schwerverletzter

Von Stefan Krause

Wäre der Hans mal lieber daheim geblieben...
Schlimmer Tag für den FC Sachsen und Coach Hans Leitzke beim Super-Regio-Cup in Riesa. Schon in der Vorrunde flog der Oberligist nach Pleiten gegen Chemnitz (0:1) und Jena (0:3) raus. Schaffte nicht mal einen Sieg gegen die Bezirksauswahl aus Riesa (1:1/Tor Werner). Kapitän Nico Breitkopf: "Das hat keinen Spaß gemacht." Sieger wurde Regionalligist FC Carl Zeiss Jena durch ein 3:2 nach Neunmeterschießen gegenm Liga-Rivale Rot-Weiß Erfurt.
Schlimmer für die Leipziger aber: Stürmer Benny Boltze (19) wurde vom Chemnitzer Saalonen böse umgesäbelt, schrie seine Schmerzen raus. Benny: "Eine ganz dumme Situation. Ich hatte auch gleich das Gefühl, daß da etwas kaputt ist." Zunächst humpelte er noch aus der Halle. Diagnose am Abend im Notfallzentrum: Glatter Wadenbeinbruch! Boltze (1 Saisontor) fällt jetzt mindestens sechs Wochen aus. Leitzke: "Der Junge war gerade richtig gut drauf, hatte viel Selbstvertrauen."
Pleiten, Pech und Pannen in Riesa - auch deshalb wird der Klub in der Winterpause reagieren. Der Erfurter Robert Fischer (21) ist nach wie vor ein heißes Thema. Leitzke: "Der würde gut bei uns reinpassen.
Aber auch einen Mann wie Kevin Schlitte aus Halberstadt könnte ich mir gut vorstellen." Doch der Stürmer (9 Saisontore), an dem auch schon Hansa Rostock und Jena dran sind, hat bei den Würstchen-Machern noch einen Vertrag bis 2007. Sachsen-Manager Achim Jungnickel: "Wir haben schon mal vorgefühlt. Aber Schlitte würde richtig dick Ablöse kosten. Das können wir uns nicht leisten."
Einiges Einsparen könnte der Klub allerdings damit: Krisen-Stürmer Andreas Schwesinger (28) ist bei Landesligist FC Gera im Gespräch.


Dresdner Neueste Nachrichten vom 15.12.2005

Hinrunde Oberliga Süd
Bautzen sensationell, Oberlausitz fast abgestiegen

Von Jürgen Schwarz

Dresden. Mit fünf Punkten Vorsprung ist der 1. FC Magdeburg "Herbstmeister" in der Fußball-Oberliga geworden. Der FC Sachsen Leipzig, der VfB Germania Halberstadt und der VFC Plauen folgen mit fünf bzw. sechs Zählern Abstand. Dieses Quartett sollte den Direktaufsteiger in die Regionalliga im kommenden Jahr unter sich ausmachen.
Der FCM verlor nur eine Partie (0:1 in Erfurt), stand an 13 der 15 Spieltage auf Rang eins. Im "Gipfeltreffen" siegten die Bördestädter in der Leipziger WM-Arena vor der Rekordkulisse von 10.459 Zuschauern mit 1:0. Der FC Sachsen schien zwischenzeitlich schon abgeschlagen, rappelte sich aber nach dem Trainerwechsel -Hans-Jörg Leitzke kam für Wolfgang Frank- wieder auf. Ähnlich wie in Plauen spielte dabei wohl auch die DFB-Entscheidung eine (Motivations-)Rolle. Die Relegation entfällt, der Staffelsieger steigt jetzt direkt in die Regionalliga auf und kassiert dort immerhin 355.000 Euro Fernsehgelder!
Die torreichsten Spiele lieferten sich der SV Grimma und der Hallesche FC (5:3) sowie der ZFC Meuselwitz und Germania Halberstadt (3:5). Die meisten Siege landeten die Magdeburger (11), die meisten Niederlagen kassierte Schlusslicht FC Oberlausitz (13). Der deutlichste Sieg gelang Budissa Bautzen daheim im Duell der Neulinge gegen den TSV Völpke (6:0). Die Staffel-Torschützenliste führt Christian Reimann (Plauen) mit 12 Treffern an. Auf den Plätzen folgen Thomas Hönemann (Eilenburg/10), Fait-Florian Banser (Halberstadt/10), Kevin Schlitte (9/Halberstadt) und Nico Breitkopf (9/Leipzig).
Mit Rang neun und 21 Punkten hat Budissa Bautzen in seiner ersten Oberliga-Halbserie überzeugt. Dabei legte der Neuling auch eine Serie von sieben Spielen in Folge ohne Niederlage hin (vier Siege, drei Remis). Höhepunkt war zweifellos der 1:0-Heimsieg über Sachsen Leipzig vor 2500 Zuschauern an der Müllerwiese. Bester Torschütze war der aus Plauen gekommene Steffen Kellig (7), beständigster Akteur ohne Zweifel Torhüter Stefan Schier. Und auch die beiden Oldies Dirk Rettig (36) und Frank Rietschel (34) verdienten ein Extralob: Als einzige Budissa-Spieler standen sie in allen 15 Punktspielen von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Platz.
"Natürlich sind wir mit dem Abschneiden zufrieden. Aber wir müssen hellwach sein, in dieser Liga geht es sehr eng zu", sagt Thomas Hentschel. Der 41-Jährige, der hauptamtlich als Trainer arbeitet, hat weitere Verstärkungen im Blickfeld. Darunter soll auch Sven Kubis sein. Der Torschützenkönig der Oberligaserie 2004/05 scheint in Magdeburg nicht glücklich zu werden. Kontakt gab es bereits, aber: "Der FCM wird ihn vor dem Saisonende ganz sicher nicht ziehen lassen."
Verstärkungen sind beim FC Oberlausitz in der Winterpause nicht zu erwarten. Den Neugersdorfern fehlen bereits acht Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Neun Niederlagen in Folge stempelten die Mannschaft von Trainer Peter Berndt von Beginn an zu einem potenziellen Abstiegskandidaten. Doch zwei Siege in Dresden (3:0 bei Nord) und am letzten Hinrunden-Spieltag gegen Grimma (2:0) lassen noch ein wenig Hoffnung. Berndt selbst ist hin- und hergerissen. "Wir geben nicht auf. Die Moral stimmt, da geht noch etwas", blickt er durchaus optimistisch auf die Rückrunde. Zwischendurch hatte er verbal aber schon mal das Handtuch geworfen: "Einige meiner Spieler haben kein Oberliga-Niveau. So können wir den Abstieg nicht verhindern." Und so sehen es derzeit wohl auch die FCO-Anhänger. Nur 68 Zahlende beim Heimspiel gegen Grimma sind der Minusrekord im Oberligasüden.


Volksstimme Halberstadt vom 13.12.2005

Von der Anstecknadel bis zum Oberliga-Trikot
Weihnachtsgeschenke für Germania-Fans

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, wird im Germania-Fanschop mit Sicherheit fündig. Einzige Voraussetzung für das dortige Angebot: Der Beschenkte muss Germania-Fan sein.
Pünktlich zum Jahreswechsel ist der erste Germania-Oberliga-Kalender erhältlich. Der vom Halberstädter Druckhaus aufgelegte Kalender mit Aufnahmen aus der Oberliga-Hinserie der laufenden Saison ist unter anderem im Fanshop im Fahrzeughaus Klus in der Klusstraße in Halberstadt und im Fanshop im Gewerbegebiet Sülzegraben in Halberstadt erhältlich.
Außerdem können in den Germania-Fanshops auch noch die Germania-Aufkleber erworben werden, die ebenfalls vom Halberstädter Druckhaus gestaltet wurden. Von der Anstecknadel bis zum offiziellen Oberliga-Trikot kennt das Angebot in den Fanshops zudem so gut wie keine Grenzen. Mützen, Schals, Tassen, Mannschaftsplakate gehören ebenso zum Angebot wie Nummernschilderhalter fürs Auto, Fahnen oder Feuerzeuge.
Wer den Weg in die Fanshops nicht findet, kann auch über das Internet bestellen. Unter www.germania-fanshop.de gibt es das komplette Angebot. Wer rechtzeitig bestellt, wird die Geschenke auch noch bis Weihnachten unter dem Weihnachtsbaum haben.


Sächsische Zeitung vom 12.12.2005

Nordost Oberliga Süd
Der Fleischtopf lockt

Von Jürgen Schwarz

Nach der Hinrunde führt in der Süd-Staffel ein Quartett, aus dem es am Saisonende einen Direktaufsteiger gibt.

Die NOFV-Oberliga-Meister der Nord- und Süd-Staffeln steigen direkt in die Regionalliga auf. In den Spielzeiten 2005/06 und 2006/07 wird es somit direkte Aufsteiger aus der vierthöchsten Spielklasse geben. Dadurch entfällt bereits in der laufenden Saison die Relegation.
Offensichtlich hat diese vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) kürzlich beschlossene Regelung Vereine wie den VFC Plauen oder den FC Sachsen Leipzig noch einmal motiviert. Zwischenzeitlich im Oberligasüden schon abgeschlagen, holten beide Klubs zum Ende der Hinrunde stetig auf. Die Leutzscher überwintern nun auf Rang zwei, fünf Zähler hinter Herbstmeister 1. FC Magdeburg. Plauen ist Vierter, hat sechs Zähler Rückstand auf den FCM. Dazwischen hat sich mit Germania Halberstadt die Überraschungsmannschaft der ersten Halbserie gedrängelt. Dieses Quartett sollte den Aufstieg in Liga drei unter sich ausmachen. Und dort locken immerhin 355 000 Euro Fernsehgelder pro Saison in der Regionalliga Nord.

Halle schon aus dem Rennen?
Der Hallesche FC, seit Sommer 2005 vom ehemaligen Dresdner Bundesliga-Torhüter Rene Müller trainiert, scheint mit zwölf Punkten Rückstand auf Magdeburg bereits zu weit abgeschlagen. Der Sprung an den „Fleischtopf“ wird 2006 also etwas einfacher. Der VFC Plauen (2004 gegen Herthas Amateure) und der FC Sachsen Leipzig (2003 gegen Schönberg) haben den Druck der Aufstiegsspiele bereits kennen gelernt. Während die Messestädter vor zwei Jahren den Aufstieg schafften, scheiterten die Vogtländer ein Jahr später. Das war aber eher die Ausnahme, denn zumeist setzten sich in den vergangenen Jahren die Süd-Vertreter – darunter auch der FC Carl Zeiss Jena und der 1. FC Dynamo Dresden – in der Relegation durch.
Die aktuellen Sympathien dürften einigermaßen gleichmäßig verteilt sein. Die Magdeburger haben sich in den letzten Jahren zweifellos sehr kontinuierlich entwickelt. Trainer Dirk Heyne, für Mönchengladbach im Bundesliga-Tor (24 Einsätze), baute in den letzten Jahren ein schlagkräftiges Team auf. Am 22. Dezember steht das 40-jährige Klub-Jubiläum an. Zur Saison 2006/07 soll das neu erbaute Stadion eingeweiht werden. Ein Grund mehr für die Bördestädter, den Spitzenplatz in der Süd-Staffel zu verteidigen.

Bei Aufstieg kassiert Ex-Coach
Viel Zuspruch bekamen auch die Plauener in den letzten Jahren, wohl auch deshalb, weil der Verein im Gegensatz zu anderen Mitbewerbern um den Staffelsieg, nicht permanent über seinen Verhältnissen lebte. Finanziell ist der VFC auch in diesem Spieljahr beispielsweise dem FC Sachsen Leipzig von Beginn an klar unterlegen. Doch auf dem Fußballplatz machen die Marco Hölzel, Christian Reimann, Jens Golle diesen Nachteil mit mannschaftlicher Geschlossenheit und großem Teamgeist wieder wett. Die Leipziger spalten nicht nur in der WM-Stadt die Anhängerschar. Zu viel Geld wurde in den letzten Jahren „verbrannt“. Nach der Beurlaubung von Trainer Wolfgang Frank (geschätztes Monatseinkommen: 12 000 Euro) setzte sich „Urgestein“ Hans-Jörg Leitzke auf den heißen Trainerstuhl – mit Erfolg. Sein Vorgänger drückt Leitzke übrigens ganz fest die Daumen, dass es mit dem Aufstieg doch noch klappt. Dann nämlich müssen die Leutzscher Wolfgang Frank noch ein weiteres Jahr bezahlen! Welch große Popularität der Verein immer noch genießt, beweist die Tatsache, dass beim Spitzenspiel gegen Magdeburg (0:1) 10 459 Zuschauer in die Leipziger WM-Arena pilgerten.

Bliebe der VfB Germania Halberstadt. Auch die „Underdogs“ sind ein Sympathieträger – welcher krasse Außenseiter wäre das nicht? Wie in Magdeburg hat sich auch hier die behutsame (Aufbau-)Arbeit ausgezahlt. Einst vom Dresdner Profi Frank Lieberam (gerade bei Union Berlin als Traienr entlassen) aus der 7. Spielklasse in die Oberliga geführt, haben sich die Anhaltiner unglaublich gemausert.


Kicker vom 12.12.2005

Germania Halberstadt als Überraschungsteam auf Rang drei
Trainer Pfannkuch:

Von Wolfgang Seibicke

Dass Germania Halberstadt beim Jahreswechsel auf dem dritten Platz in der Oberliga-Südstaffel des NOFV überwintert, ist als eine Überraschung zu werten. Schließlich ließ die Mannschaft Staffelfavoriten wie Plauen und Halle hinter sich.

Für Germania-Trainer Thomas Pfannkuch (35) indes ist der Überraschungseffekt so groß nicht: "Wir haben eine sehr gute Vorbereitung gehabt, die Neuen haben sich da schon vollständig integriert. Außerdem sind wir von Sperren und Verletzungen so gut wie verschont geblieben."
Mit Randy Gottwald (Lok Stendal), Ingo Vandreike (MTV Gifhorn), Ladislav Stefke (Anhalt Dessau), Fait-Florian Banser (1. FC Magdeburg) und René Heckeroth (TSV Völpke) hatten die Halberstädter in der Sommerpause fünf neue Spieler an sich gebunden, und jeder aus diesem Quintett ist zu einem Glücksfall für die Vorharzer geworden. Keiner der fünf Akteure hatte bislang weniger als 14 Einsätze.
Was in den vergangenen Monaten im Falle Germanias besonders auffiel, war die erhebliche Angriffsstärke. Mit 33 Treffern markierten die Halberstädter die meisten Tore der Süd-Staffel, woran Fait-Florian Banser (10) und Kevin Schlitte (9) den größten Anteil hatten. Trainer Pfannkuch, der sich in seiner aktiven Zeit einen Namen als Abwehrspieler gemacht hatte, hat ganz offensichtlich seine Liebe für die Offensive entdeckt. "Mir ist ein 5:3 lieber als ein 1:0", so seine Fußball­Philosophie.


Volksstimme Halberstadt vom 08.12.2005

Auch SAW jetzt Partner von Germania Halberstadt
Oberligist erweitert seinen Pool

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Während der Ball in der Oberliga derzeit ruht, werden hinter den Kulissen die Weichen für die Zukunft gestellt. So auch beim VfB Germania Halberstadt. Auf der Suche nach weiteren Unterstützern für die Mission Oberliga ist der Verein erneut fündig geworden und konnte den Radiosender SAW mit ins Boot holen.
Die Magdeburger haben am Dienstag mit dem VfB Germania Halberstadt eine Partnerschaft vereinbart. Nach dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC gehört nun auch der Halberstädter Oberligist in die Riege der SAW-Partner.
Damit erweitert sich der Pool der Unternehmen, die seit Jahren den VfB Germania unterstützen, um ein weiteres Mitglied. "Ich freue mich, dass wir zu dieser Zusammenarbeit gefunden haben", erklärte Germanias Präsident Olaf Herbst nach der Vertragsunterzeichnung. Neben der Volksstimme könne man somit auf einen weiteren kompetenten und professionellen Me dienpartner bauen.
Jens Kerner von Radio SAW lobte den "komplikationslosen Umgang" mit Germania und würdigte die Zielstrebigkeit der Vereinsspitze. Der Sender sehe die Partnerschaft als ein "Zeichen der Regionalisierung und Emotionalität", erklärte Jens Kerner.


Radio SAW Online vom 08.12.2005

radio SAW unterstützt Fußball im Osten!
Germania Halberstadt ist neuer Partner von radio SAW!

Von Jens Kerner

Genau am Nikolaustag haben der Oberligist Germania Halberstadt und radio SAW eine Medienkooperation für die kommenden zwei Jahre unterzeichnet.
radio SAW wird künftig noch ausführlicher von den Spielen der erfolgreichen Oberliga-Mannschaft berichten und zugleich mit Werbung im Programm auf Heimspiele von Germania aufmerksam machen.
Germania Präsident Olaf Herbst freut sich über die Partnerschaft: "Mit radio SAW haben wir den erfolgreichsten Radiosender in Sachsen-Anhalt als Partner. radio SAW bietet Germania die Möglichkeit, sich noch mehr in der Öffentlichkeit darzustellen und sich gleichzeitig als Botschafter für den Harz zu präsentieren."
Neben Germania Halberstadt ist radio SAW ebenfalls Medienpartner der Oberliga-Mannschaften 1. FC Magdeburg und Hallescher FC!


MDR Online vom 07.12.2005

Fußball / Oberliga
Es ist Halbzeit in Liga vier

Von unbekannt

Nach 15 Spieltagen dürfen sich die nordostdeutschen Oberligisten ausruhen und entspannt Weihnachten feiern. Der Blick auf die Tabelle und die letzten Wochen der Südstaffel zeigt, dass längst nicht alles wie erwartet abgelaufen ist.

Zu den Überraschungen der ersten Halbsaison gehört der Fünf-Punkte-Vorsprung, mit dem der 1.FC Magdeburg die Oberliga-Tabelle anführt. Die Elbestädter hatten mit sieben Siegen in Folge aber auch einen glänzenden Start hingelegt und ein kleines Tief (unter anderem eine Niederlage in Erfurt) inzwischen weitgehend überwunden.

Der FC Sachsen ist im Aufwind
Auch der FC Sachsen Leipzig war mit drei Erfolgen gut in die Saison gestartet. Doch dann kam der Absturz und mit ihm der bislang einzige waschechte Trainer-Rauswurf in der Südstaffel. Wolfgang Frank, mit einem monatlichen Gehalt von 12.000 Euro ein Spitzenverdiener in der Oberliga, wurde in den Urlaub geschickt. Dort kann er es sich vielleicht noch lange gut gehen lassen. Denn sollten die Leipziger aufsteigen, wird sein Vertrag automatisch verlängert. Training und Spielaufstellung übernahm jedenfalls Hans-Jörg Leitzke. Mit dem "Chemie-Urgestein" kam der Erfolg zurück. Die Leutzscher liegen jetzt auf Rang zwei.

Unerwartetes von HFC und Aufsteigern
Zum erweiterten Verfolgerkreis des FCM gehören noch Halberstadt, Plauen und Auerbach. Das ist nun keine Überraschung, denn die drei Teams hatten schon letzte Saison nicht schlecht abgeschnitten. Eher schon unerwartet ist das bisherige Abschneiden des Halleschen FC, der anfangs zu den Favoriten gezählt wurde, aber längst im oberen Mittelmaß gelandet ist. Eine geradezu faustdicke Überraschung ist derweil Budissa Bautzen gelungen. Der Aufsteiger schlug sich in der Hinserie wacker und lag zwischenzeitlich sogar auf Platz drei. Aber auch die Zweite von Rot-Weiß Erfurt, ebenfalls Neuling, nötigt Respekt ab. Das Reserve-Team sorgte auch für die einzige Niederlage des FCM.

Abstiegskandidaten punkten
Eher peinlich lief es anfangs für den dritten Aufsteiger, den TSV Völpke. Das Team zeigte anfangs besseres Bezirksliga-Niveau und kassierte in den ersten sieben Spielen 24 Gegentore. Dann fing sich das Team aus Sachsen-Anhalt und steht jetzt mit 10 Punkten gar nicht mehr so schlecht da. Jedenfalls nicht so schlecht wie der FC Oberlausitz, der die rote Laterne bis Februar behalten darf. Trainer Peter Berndt hatte sein Team schon vor längerer Zeit frustriert als abgestiegen eingestuft. Den eigenen Jahresabschluss feierten die Neugersdorfer allerdings mit einem Sieg. In dieser Oberliga ist halt weiter alles möglich.


Volksstimme Halberstadt vom 06.12.2005

Fußball-Oberliga
Die gute Vorbereitung hat sich für Sachsen-Leipzig ausgezahlt

Von Mathias Kasuptke

Die gute Vorbereitung zahlte sich aus. Sachsen-Leipzig hatte sich über Wochen auf Germania Halberstadt eingestellt und die Mannschaft von Trainer Pfannkuch lange im Vorfeld beobachtet. Das Ergebnis: Die Dreh- und Angelpunkte im Halberstädter Spiel waren abgemeldet, Leipzig siegte 2:0.
Halberstadt. Die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben: Sachsen-Coach Leitzke stand im Kabinengang und ballte immer wieder die Sieger-Faust, umarmte fast jeden Spieler seiner Mannschaft. "Wir haben Halberstadt lange beobachten lassen. Das hat sich gelohnt", erklärte der Trainer. Ob gegen Dresden-Nord, Erfurt II, Piesteritz oder Meuselwitz, egal wo Germania Halberstadt in den vergangenen Wochen auflief, war auch immer ein Leipziger am Spielfeldrand. "Die Halberstädter spielen nicht umsonst im Spitzenfeld mit. Das haben wir gesehen und uns auf ihre Stärken eingestellt", betonte Leitzke.
Dennoch wäre die gute Vorbereitung beinahe ohne zählbares Ergebnis geblieben. Hätten Halberstadts Reitzig und Schlitte ihre Chancen zum Auftakt genutzt, Sachsen-Leipzig wäre sicher nicht mit drei Punkten nach Hause gefahren. "Am Anfang hatten wir Probleme", räumte auch Leitzke ein. Mit zunehmender Spielzeit zahlte sich aber dann die genaue Beobachtung der Halberstädter aus. Um Germanias Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, Enrico Gerlach, wurden die Räume immer enger, Banser und Schlitte waren fast gänzlich durch Sonder bewachungen abgemeldet. Leipzig zwang Germania immer mehr zu Fehlern und profitierte davon. Am Ende spielten die Sachsen clever ihr Programm durch. "Der Sieg geht unter dem Strich in Ordnung", resümierte auch Germania-Coach Pfannkuch. Sachsen Leipzig sei in dieser Saison bisher die beste Mannschaft gewesen, die Germania im Friedensstadion empfangen hatte. Pfannkuchs Kommentar: "Bessere Leistungen muss man auch anerkennen. Leipzig war die bessere Mannschaft."


Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2005

Germania Halberstadt - FC Sachsen 0:2 (0:1)
FC Sachsen überwintert auf Platz zwei

Von Guido Schäfer

Halberstadt. Der FC Sachsen Leipzig überwintert auf Platz zwei in der Oberliga, der Aufstieg ist bei fünf Punkten Abstand zum FC Magdeburg (2:0 gegen Halle) wieder machbar! In Halberstadt lieferten die Leutzscher 75 Minuten lang die stärkste Saisonleistung, gewannen 2:0 (1:0). Benny Boltze (21.) und Max Watzka (49.) trafen, zogen dem bisherigen Rangzweiten den Zahn.
"Jetzt greifen wir im Februar voll an", frohlockte Daniel Ferl, der den verletzten René Twardzik als Kapitän vertrat und im Mittelfeld eine glänzende Leistung bot. Keeper Twardzik, der mit einem Hexenschuss, dick eingemummt und stocksteif auf der Bank saß, wurde von Jan Burmeister gleichwertig ersetzt. Der 23-Jährige rettete dreimal, stand wie zuvor angekündigt, seinen Mann. Vornehmlich zu Beginn der Partie musste "Buri" eingreifen, nach einer Viertelstunde hatten die so sturmstarken Halberstädter (33 Tore) dann allerdings ihr Pulver verschossen.
FCS-Abwehrchef Adebowale Ogungbure hatte hinten alles, auch seine Leichtsinnigkeiten im Griff, im Mittelfeld zirkulierte die Kugel beeindruckend sicher, vorne stemmten die wuchtigen Nico Breitkopf (wurde am Sonnabend 22) und Benny Fraunholz ihre Körper ohne Rücksicht auf eigene Verluste in jeden Zweikampf. "Ich bin stolz auf meine Jungs", meinte Cheftrainer Hans Leitzke. "Heute hatte ich wenig auszusetzen." Benny Boltze machte die 400 Schlachtenbummler in der 21. Minute glücklich, dem 1:0 folgte unmittelbar nach der Halbzeit das vorentscheidende 2:0. Dem ein Spielzug vom Feinsten vorausging. Ogungbure bediente Breitkopf, der schüttelt seinen Gegenspieler ab und passte in die Gasse zu Watzka, der seine Schaffenskrise überwunden hat und lässig das zweite Tor machte.
Danach war die Luft raus aus dem Hit in der Bockwurst-Metropole. Halberstadt fügte sich ins Schicksal des Unterlegenen, der FC Sachsen ging etwas dünner als zuvor drüber. Vielleicht schonten sich Ferl und Co. für die dritte Halbzeit, die am Samstag Abend inder Leipziger Innenstadt höchste Anforderungen an die Standfestigkeit der Helden stellte. "Na ja", sagte Ferl, Chef des Vergnügungsausschusses, "ein paar Bierchen waren's schon." Coach Leitzke gab seinen Männern bis zum Mittwoch frei. Dann findet eine Laktattest statt, bevor am Abend die Weihnachtsfeier zelebriert wird.
Während die Fußballer vom 20. Dezember an die Beine hochlegen dürfen, müssen die Herren um Klub-Chef Rolf Heller in die Spur, existenziell wichtige Fragen klären. Das Sponsor-Engagement der Stadtwerke endet Ende des Jahres, eine Verlängerung des für die Sachsen überlebenswichtigen Kontraktes ist noch nicht in Sicht. Auch in Sachen Personal stehen wichtige Entscheidungen an. "So ein abgezockter 30-Jähriger fürs Mittelfeld oder vorne könnten wir schon gut brauchen", regte Daniel Ferl an. Heller will sich zunächst mit Coach Leitzke (satte sechs Siege in sieben Spielen als FCS-Trainer) kurzschließen, um dessen personelle Wünsche zu erfahren.
Dass gleich mehrere erfahrene Profis geholt werden, hält Rolf Heller für ausgeschlossen: "Wir haben eine extrem junge Mannschaft, wollen die Talente in ihrer Entwicklung nicht bremsen."


Bild Leipzig vom 05.12.2005

FC Sachsen 2:0 in Halberstadt
Die Nummer vier hielt den Sieg fest

Von Stefan Krause

"Dem Buri noch ein Trullala, trullala..."
Die Sprechchöre donnerten im Sekundentakt durch den Kabienengang in Halberstadt. Der FC Sachsen feierte das 2:0 im Oberliga-Hit bei Germania, den Sprung auf Platz zwei - und das Fußball-Märchen von Torwart Jan Burmeister (23)! Der war im Sommer schon so gut wie ausgemustert und abgeschoben. Hinter Rene Twardzik sowie den Talenten Erik Domaschke und Felix Weiß nur noch die Nummer vier zwischen den Pfosten. Doch er biß sich durch und gab jetzt sein Riesen-Comeback!
Weil Twardzik mit Hexenschuß ausfiel, Domaschke wegen seiner Ausbildung nicht trainieren konnte und Weiß in der zweiten Mannschaft halten mußte, durfte Burmeister in Halberstadt ran. Und hielt dort den Sieg fest! "Er hat seine Sache sehr gut gemacht", grinste Trainer Hans Leitzke. Beispiele? Beim Kopfball von Vandreike nach 32 Sekunden wischte Burmeister die Kugel mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Stark auch, als er im Karate der Strafraumgrenze gegen Schlitte klärte (72.). Burmeister: "Hat riesig Spaß gemacht, wieder mal in der Oberliga-Kiste zu stehen."
Spaß machte auch, was die Leipziger vor 1502 Fans boten: Das 1:0 fiel durch Benny Boltze (22.) nach Breitkopf-Ablage. Und die Entscheidung kurz nach der Pause, als Watzka einen Konter unter Keeper Löffke durchschob (49.).


Volksstimme vom 05.12.2005

Halberstädter 0:2 gegen Sachsen Leipzig
Frustrierter Kevin Schlitte sieht Gelb-Rot

Von Wolfgang Seibicke

Das Verfolgerduell in der NOFV-Oberliga Süd verlor Gastgeber Germania Halberstadt gegen Sachsen Leipzig mit 0:2 (0:1) und tauschte die Plätze mit dem Gegner.

Halberstadt. Wieder einmal unterstrichen die Sachsen eindrucksvoll ihre Abwehrstärke. Richtig gute Torchancen hatte Gastgeber Germania lediglich in der ersten halben Stunde. Friedrich Reitzig (1., 11.) und Kevin Schlitte (18., 29.) konnten Gästekeeper Burmeister jedoch nicht überwinden. Nachdem die Leipziger die Halberstädter Sturm- und Drangphase überstanden hatten, taten sie selbst etwas für die Offensive. Konnte der diesmal für Stammtorhüter Sebastian Kischel im Germania-Kasten aufgebotene Daniel Löffke einen Breitkopf-Schuss aus Nandistanz noch entschärfen (19.), so war er zwei Minuten später, nachdem seine Abwehr das Leder nach Leipziger Eckball nicht aus dem Strafraum bekam, machtlos. Benjamin Boltze traf aus acht Metern zum 1:0 für die Sachsen.
Als Maximilian Watzka vier Minuten nach dem Wiederanpfiff auf 2:0 erhöhte, war eigentlich schon klar, dass nur Sachsen den Sieg in diesem Spiel davontragen würde. Die Abwehr um den überragenden Nigerianer Ogunbure erwies sich als unüberwindbar. Klare Torchancen gab es für Germania in der Folge nicht mehr. Zudem waren zwei Halberstädter Leistungsträger, Enrico Gerlach und Kevin Schlitte, an jenem Tag so „eingedeckt", dass sie nicht im Entferntesten an ihr wahres Leistungsvermögen heranreichten. Schlitte, der sogar von einem „Scout" aus Mönchengladbach beobachtet wurde, war frustiert. Fünf Minuten vor Spielschluss sah er nach einer Unbeherrschtheit (Ballwegschlagen) Gelb-Rot. Während Halberstadts Coach Thomas Pfannkuch nach Spielschluss den vergebenen Chancen in der Anfangsphase nachtrauerte, sprach sein Leipziger Pendant Hans-Jörg Leitzke von einer „sehr guten Leistung" seiner Mannschaft.


Bild Magdeburg vom 05.12.2005

Halberstadt
Germania 0:2, erste Heimpleite

Von Olaf Scholz

Irgendwann ist immer das erste Mal! Für Germania Halberstadt heißt das: Gegen Sachsen Leipzig gab´s mit dem 0:2 die 1.Heimniederlage der Saison. Germania überwintert bis zum Rückrundenstart Anfang Februar als Dritter.
"Wir haben unsere Chancen zu Beginn nicht genutzt", ärgerte sich Germania-Trainer Pfannkuch. Reitzig (2.,12.) Schlitte (18.) und Thiele (27.) hatten ein Tor auf dem Fuß.
Sachsen-Trainer Leitzke ahnte: "Wir wußten, daß Halberstadt eine gute Kontermannschaft ist, damit hatten wir zu Beginn auch Probleme. Dann haben wir sie zu Fehlern gezwungen".
Boltze (21.) und Watzka (49.) ließen Leipzig vor 1502 Fans jubeln.
Pfannkuch: "Sachsen hat clever gespielt, aber auch ein paar Mal Glück gehabt".


Volksstimme Halberstadt vom 03.12.2005

Fußball-Oberliga: Heute Kracher im Friedensstadion
Germania auf dem Weg zum Herbstmeister?

Von Mathias Kasuptke

Heute um 13 Uhr startet zum Abschluss der Oberliga-Hinserie der Oberliga-Kracher Germania Halberstadt gegen Sachsen Leipzig. Gewinnen die Halberstädter und verliert der FCM morgen gegen den HFC, wäre Germania Herbstmeister. Kein wichtiger Titel, aber aus Halberstädter Sicht wäre es ein Hammer.

Halberstadt. Die älteren unter den Halberstädter Fußball-Fans werden sich noch genau daran erinnern: 1971, 1. Spieltag der DDR-Liga. DDR-Liga-Aufsteiger Lok Halberstadt empfing den Oberliga-Absteiger Chemie Leipzig. Nach 90 Minuten jubelten 6 000 Halberstädter im Friedens stadion. „Sie waren nahe dran, ihre Jungs vom Platz zu tragen. Obwohl kein Tor fiel. Aber dem hohen Favoriten war ein Punkt abgenommen worden“, schrieb das „Sportecho“ damals voller Begeisterung ob der Halberstädter Leistung.
Die Zeiten haben sich mittlerweile geändert. Nach einem 0: 0 und einem 2: 1 über Sachsen Leipzig in der Vorsaison marschiert Germania in dieser Saison mit riesen Schritten auf den Herbstmeister-Titel zu. Für den kann sich die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch zwar nichts kaufen, aber man stelle sich vor, der VfB Germania Halberstadt würde auf Platz eins der Oberliga Süd in die Winterpause gehen. Unglaublich! Zwar müssten dafür der FCM morgen gegen den HFC verlieren und Gerlach & Co heute gewinnen, beides liegt im Bereich des Möglichen. Wer Germania zuletzt gesehen hat, der weiß, wie weit der Spaß-Faktor die Pfannkuch-Mannschaft treiben kann.
Diese Erkenntnis haben sicher auch Sachsen-Coach Leitzke und dessen Beobachter gewinnen können, als sie in den vergangenen Wochen nach eigenen Angaben „intensiv“ die Halberstädter beobachtet hatten. Natürlich versucht Sachsens Trainer nun mit Sprüchen wie „wir sind schon mit einem Punkt zufrieden“ den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen und Germania den Schwarzen Peter des Siegenmüssens zuzuschieben. Nur glauben wird ihm das heute im Friedensstadion wohl keiner.
Für die Leutzscher geht es gegen Halberstadt um mehr als nur um einen Punkt oder einen Sieg. Wenn die Leipziger sich noch den Hauch einer Chance auf den Aufstieg in die Regionalliga wahren wollen, müssen sie heute gegen Germania gewinnen. Wer mit einem Millionen-Etat in die Saison geht, kann sich Niederlagen nicht leisten.


Leipziger Volkszeitung vom 03.12.2005

FC Sachsen muss heute nach Halberstadt
Fällt René Twardzik aus?

Von Guido Schäfer

Leipzig. So schnell kann's gehen: Sachsen-Adonis René Twardzik geht zum ersten Mal seit Jahren am Stock, droht ausgerechnet beim Hit in Halberstadt (heute, 13 Uhr) mit einem Hexenschuss auszufallen. "Ich lieg' flach im Bett", stöhnt der 36-jährige Torhüter. "Bei mir geht momentan gar nix." Wenn's hinten weh tut, soll man vorne aufhören...
Diverse Injektionen und die heilenden Hände von Physiotherapeut Ali Reza Hamzehian haben die Schmerzen nur unwesentlich verringert.
Stand gestern Abend: Die Sachsen müssen heute, 8 Uhr, ohne ihren Kapitän den Bus Richtung Halberstadt besteigen. Weil Eric Domaschke, 20, aufgrund seiner in den letzten Zügen befindlichen Ausbildung zum KFZ-Mechaniker weniger trainieren konnte, ist Jan Burmeister als Twardzik-Statthalter gesetzt. Angst vorm Ernstfall nach halbjähriger Pflichtspielpause hat er keine. "Ich bin topfit, werde meinen Mann stehen." Burmeister legt großen Wert auf die Feststellung, dass er, anders als im Fußballfachorgan "kicker" berichtet, nicht 27, sondern "erst 23 Jahre jung" ist. Wir halten fest: Der Mann steht voll im Saft.
Und hat ein Stein im Brett bei Cheftrainer Hans Leitzke. "Jan hat sich in seiner nicht einfachen Situation prima verhalten, top trainiert. Wir vertrauen ihm." Ob Kevin Kittler (steifer Hals) heute kicken kann, entscheidet sich kurzfristig. Edelreservist Mats Wejsfelt ist erste Alternative, brennt wie eine Adventskerze auf seinen Einsatz.


Leipziger Volkszeitung vom 02.12.2005

Ehrlich, ich rechne nicht. Ehrlich, Hans, das glauben wir nicht ...
Ade, Ade? Ogungbure bleibt nur, wenn Aufstieg klappt

Von Guido Schäfer

Leipzig. Die vorweihnachtlichen Leutzscher Wünsche sind alles andere als demütig: Magdeburg verliert gegen Halle, bleibt bei 33 Punkten. Sachsen Leipzig siegt in Halberstadt, schiebt sich mit 31 Punkten auf Platz zwei - und stemmt hinterher auf dem Weihnachtsmarkt Glühweine. "Ich rechne nicht", behauptet Coach Hansi Leitzke vorm letzten Oberliga-Spieltag 2005.
Während Leitzke sein Team auf den Hit beim Zweiten vorbereitet und morgen, 13 Uhr, eine wohl unveränderte Elf aufs Feld schicken wird, präpariert sich Sportdirektor Achim Jungnickel für wichtige Gespräche. Es geht um die abwanderungswilligen Frank Gerster und Eric Domaschke. Und es geht um Adebowale Ogungbure. Stand der Dinge: Gerster darf gehen. Wenn die Ablöse stimmt. "Uns liegt nur eine konkrete Anfrage vor", sagt Jungnickel. "Von Kickers Emden." Prognose: Man wird sich einigen, Gerster wird gehen.
Stichwort Domaschke: Der soll "unbedingt gehalten" werden, Sportdirektor appelliert an die Geduld des jungen Mannes. "Auch ein Frank Rost musste warten." Domaschke hat aber keine Lust auszuharren, bis er ins Sachsen-Tor rostet. Andreas Sadlo, Berater des 20-jährigen Keepers: "Eric hat in seinen Auswahlspielen auf sich aufmerksam gemacht, es gibt Interessenten." Nach Einschätzung Sadlos hat Domaschke das Zeug, einen Drittligisten vor Gegentoren zu bewahren. Die Zeichen stehen auf schnellen Abschied.
Heißt es im Sommer ade, Ade? Die Vertragsverlängerung mit dem Publikumsliebling, 24, hat oberste Priorität, ist allerdings von einer Kleinigkeit abhängig: dem Aufstieg. Ogungbures Berater Laszlo Kleber hat unzweideutig mitgeteilt, dass sein Klient nur ein halbes Jahr Oberliga spielen werde. Coach Leitzke weiß, was Sache ist: "Ade hat mir gesagt, dass er wieder weiter oben spielen will. Das ist nachvollziehbar, Ade ist ein Top-Mann." Eine Mini-Chance haben die Sachsen im Fall des Nichaufstieges: Es meldet sich kein anderer Klub und/oder Ade fühlt sich inLeipzig so geborgen, dass er bleibt. Ein Klub wie Kickers Emden könnte den brillanten Nigerianer eh nicht hinterm Ofen hervorlocken. Leitzke: "Wir werden um Ade kämpfen."


Mitteldeutsche Zeitung vom 02.12.2005

Oberliga: Derby zwischen Magdeburg und Halle - Halberstadt trifft auf Leipzig
Der doppelte Finalknüller

Von Axel Meier

Halle/MZ. Volker Rehboldt, seit Juni Präsident des 1. FC Magdeburg, hat in seiner knapp halbjährigen Amtszeit beim blau-weißen Traditionsclub eines erkannt: "Der Verein hat jetzt eine einmalige Chance. Es ist aber die letzte", sagte der Chef am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung. Rehboldt verkündete dort die Zahlen zum Spiel, räumte Verbindlichkeiten ein, Gehaltsrückstände "von ein bis zwei Monaten". Und: "Der Etat von 1,1 Millionen Euro für die Saison ist gedeckt, zudem wollen wir alle Rückstände bis Saisonende abbauen."
Einen alten Neuen wird es mit Beginn der Rückrunde auch geben. Sören Holz ist dann nach seinem Ausflug ins Profilager wieder für den FCM spielberechtigt. Weitere Zugänge werde es nicht geben, unterstreicht Rehboldt, der den ehemaligen Präsidenten von Union Berlin, Heiner Bertram, ins FCM-Boot geholt hat.
Klar, dass die Magdeburger die Regionalliga-Lizenz beantragen werden und sportlich das Ziel dritte Liga ganz fest im Blick behalten. Einen wichtigen Schritt dorthin können sie am Sonntag, 13 Uhr, gehen, wenn im Duell der Erzrivalen der Hallesche FC im Heinrich-Germer-Stadion antritt. Die letzten drei Spiele hat jedoch der HFC gewonnen. "Diese Serie soll nicht reißen, zumal es unsere letzte Chance ist, noch einmal Tuchfühlung zur Spitze zu bekommen", weiß Kapitän Alexander Gleis, im Februar Schütze des Siegtores zum 1:0 des HFC in Magdeburg. Bei einer Niederlage wäre der HFC mit dann zwölf Punkten Rückstand endgültig weg vom Fenster. Auch HFC-Boss Michael Schädlich fährt mit einer gehörigen Portion Optimismus an die Elbe, denn "die Handschrift von Trainer Müller wird immer deutlicher. Wenn wir so konsequent spielen wie zuletzt in Pößneck und gegen Cottbus, haben wir reale Chancen auf zumindest einen Punkt".
Schädlich wird sich kurz vor dem Derby gemeinsam mit dem FCM-Chef Rehboldt an die Fans beider Lager wenden. "Besonders vor dem Hintergrund der Geschehnisse der letzten Tage in Leipzig und an der polnische Grenze wollen wir an die Fairness auch auf den Rängen appellieren. Immer noch geht es um Sport." Unabhängig vom Ausgang will sich der HFC in der Winterpause von zwei Spielern trennen, um finanziellen Spieltraum für Neuverpflichtungen zu haben. Manager Lutz Lindemann sucht bereits zwei neue Akteure.
Fast ebenso brisant ist das Spiel der Halberstädter am Sonnabend gegen Sachsen Leipzig. "Wir haben keinen Druck, was den Aufstieg betrifft", erklärt Germania-Trainer Thomas Pfannkuch, der aber "die Großen weiter kräftig ärgern möchte". Sachsen Leipzig ist für viele immer noch ein ganz heißer Aufstiegsanwärter. Mit dem neuen Trainer Hans-Jörg Leitzke kam der Erfolg zurück. 15 Zähler aus sechs Spielen holte der 44-Jährige. "Auch wenn es sich blöd anhört, müssen wir von Spiel zu Spiel denken, nicht an den Aufstieg", meint Leitzke.
Die Leutzscher, die wahrscheinlich Ex-Kapitän Frank Gerster an Union Berlin abgeben werden, planen den Einkauf der Erfurter Sturmhoffung Robert Fischer und die Rückkehr von Linksfuß Farat Toku. Wohl nicht, um nur noch um die goldene Ananas in der Oberliga zu spielen.


Bild Leipzig vom 02.12.2005

FC Sachsen morgen bei Germania
In Halberstadt gehts um die Wurst

Von Stefan Krause

Der Kampf um die Oberliga-Spitze! Vor der Winterpause das Hopp oder Top-Wochenende in Liga vier.
Marschiert Tabellenführer Magdeburg mit nur noch zwei oder sogar acht Punkten vorm FC Sachsen in die Rückrunde? In Halberstadt geht`s morgen (13 Uhr) um die Wurst: Germania gegen den FC Sachsen, der Zweite (30 Punkte) gegen den Dritten (28). Nur der Sieger bleibt dick im Aufstiegsrennen. Sachsen-Coach Hansi Leitzke: "Die dritte Liga ist zwar noch kein Thema. Aber wir wollen natürlich die drei Punkte mitnehmen."
Berger (Knie) und Jeßner (Prellung) sind wieder fit, der wechselwillige Gerster (Wade) fällt weiter aus.
Der FCS in Halberstadt. Hans will sich dort natürlich nicht zum Würstchen machen: "Wir haben den Gegner zuletzt beim 5:3 in Meuselwitz beobachten lassen. Müssen aufpassen, daß wir keine dummen Konter fressen." Beim Überraschungs-Zweiten hat Trainer Thomas Pfannkuch alles an Deck. Und sagt: "Wir sind gegen die Leipziger nicht favorisiert."
Morgen geht`s um die Wurst! Und der Hallesche FC gibt seinen Senf dazu - Derby in Magdeburg! Mit einem Sieg der Truppe von Rene Müller würde oben nämlich alles ganz eng zusammenrücken. Müller: "Wir wollen in Magdeburg gewinnen, keinesfalls mit leeren Händen zurück kommen." Das schmeckt dem FC Sachsen...


Volksstimme vom 02.12.2005

Verfolgerduell in der Fußball-Oberliga
Germania kontra Sachsen: Stärkster Sturm trifft auf die beste Abwehr

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Auf einen absoluten Knüller bereitet man sich in diesen Tagen in Fußball-Halberstadt vor. Am morgigen Sonnabend kommt es ab 13 Uhr im heimischen Friedensstadion zum Verfolgerduell des Tabellenzweiten in der Fußball-Oberliga, Germania gegen den Rangdritten FC Sachsen Leipzig. Dabei trifft die Mannschaft mit dem bislang besten Angriff auf das Team mit der sattelfestesten Abwehr. Germania hat bisher 33 Treffer erzielt, Sachsen erst sieben Tore „geschluckt“.
„Wir bereiten uns auf dieses Spitzenspiel gegen die geschlossenen und kampfstarken Halberstädter sehr gründlich vor“, verkündete Leipzigs Trainer Hans-Jörg Leitzke, der den Job vor einigen Wochen von Wolfgang Frank übernahm. Leitzke ist ein Leipziger Fußball-Urgestein, hatte er doch in DDR-Oberligazeiten für Chemie und Lok insgesamt 130 Spiele bestritten.
Dass Sachsen sich akribisch auf den Hit in Halberstadt einstellt, geht auch daraus hervor, dass Germania von ihnen zuletzt fast durchgängig in Spielen beobachtet wurde. „Wir wollen erfolgreich sein, dass würde auch auf den Gewinn eines Punktes zutreffen“, ist Leitzke recht vorsichtig. Doch sein Team, das sich den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben hat, ist sicherlich fast zum Siegen verdammt.
Germania steht dagegen nicht so sehr unter Zugzwang, den Erfolg streben aber auch die Schützlinge von Trainer Thomas Pfannkuch an. „Wir haben bisher eine sehr gute Saison gespielt und wollen uns gegen Leipzig von unseren Fans erfolgreich in die Winterpause verabschieden“, meinte der Halberstädter Coach, der unter anderem erneut auf seinen starken Sturm baut. Der spielte zuletzt in der Formation Schlitte, Banser, Stefke Gastgeber Meuselwitz beim 5:3 beinahe schwindelig.
Besetzungssorgen haben die Gastgeber morgen kaum. Nils Thiele wird wohl trotz geschwollener Nase auflaufen. Gesperrt (5. Gelbe) ist Alex Kopp. Möglicherweise kommt der besonders trainingsfleißige und ehrgeizige Sebastian Stosch zum Einsatz.


Volksstimme Halberstadt vom 01.12.2005

Fußball-Oberliga: Germania empfängt zum Ende der Hinrunde Sachsen Leipzig
Zum Schlagerspiel gibt es Überraschungskalender

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Die Bilanz zwischen Germania Halberstadt und Sachsen-Leipzig spricht für die Halberstädter: vier Punkte, 2:1 Tore. Nach einem 0:0 im Friedensstadion am 7. November 2004 siegte Germania im Rückspiel am 16. April 2005 im Leipziger Zentralstadion mit 2:1. Am Sonnabend ab 13 Uhr werden die Sachsen versuchen, diese Bilanz etwas aufzubessern. Müssen sie auch, wollen sie in die Regionalliga aufsteigen.
Im Gegensatz zu Sachsen-Leipzig, die angesichts von Millionen-Etat und Aufstiegsdruck in Halberstadt gewinnen müssen, wollen sie sich noch eine Chance auf den Aufstieg wahren, kann Germania Halberstadt locker spielen. Bei der Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch regiert der Spaß. „Wir stehen nicht unter Druck, werden uns und den Fans aber zum Abschluss der Hinserie noch eine Freude machen“, ist er überzeugt.
Außerhalb des Fußballplatzes erwartet die Zuschauer im Friedensstadion am Sonnabend auch eine Überraschung. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird es erstmals für 2006 einen Fußball-Kalender geben, der Fotos aus der laufenden Saison enthält.
Herausgegeben wird der Kalender vom Halberstädter Druckhaus, einem engen Partner des VfB Germania Halberstadt. Es druckt seit vielen Jahren bereits die Stadionhefte, Eintrittskarten und Ankündigungsplakate zu jedem Heimspiel. Wie schon bei den Stadionheften stellt das Halberstädter Druckhaus auch die Kalender dem Verein kostenlos zur Verfügung. Die Einnahmen aus Stadionheften und Kalender kommen ausschließlich den Germania-Fußballern zugute. „Im Halberstädter Druckhaus müssen wahre Fußballfans arbeiten“, meinte Germania-Coach Thomas Pfannkuch mit Blick auf die Unterstützung des Unternehmens. „Ich bin durch den Fußball schon viel herum gekommen, aber dieses Sponsoring habe ich noch nicht erlebt“, ist Pfannkuch überzeugt.
Der Sportkalender kann am Sonnabend beim Spiel gegen Sachsen-Leipzig im Fan-Shop im Friedensstadion erworben werden. Außerdem wird der Kalender in den beiden Fan-Shops verkauft – im Fahrzeughaus Klus in der Klusstraße und im Gewerbegebiet Sülzegraben.




 

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