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Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

Februar 06


Volksstimme Halberstadt vom 28.02.2006

Germania Halberstadt
Oberligist ist auf der Suche nach bespielbarem Platz

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Es ist zum Haareraufen: Germania Halberstadt findet keinen Platz für Testspiele. "Gegner hätten wir sofort, aber keinen Platz", erklärte Mannschaftsleiter Frank Bergmann. Begegnungen mit dem SV Südharz oder dem Goslarer SC mussten bereits wieder abgesagt werden, weil die Plätze im tiefen Schnee versunken oder von einer Eisfläche überzogen sind.
Schon das Testspiel gegen Staßfurt am vergangenen Sonnabend (5:2) war mehr als ungewöhnlich. Innerhalb von drei Wochen gleich zweimal gegen ein und die selbe Mannschaft zu spielen, ist in Oberliga-Kreisen wohl mehr als selten. "Was sollen wir machen. Staßfurt verfügt über den besten Kunstrasenplatz und hat diesen auch in den letzten Wochen gut in Schuss gehalten, so dass es eben die einzige Mannschaft ist, die derzeit Gegner empfangen kann", erklärt Trainer Thomas Pfannkuch. Heute spielt die zweite Mannschaft von Germania in Staßfurt.
Die Platznot hätte allerdings beinahe zu einem höchst interessanten Aufeinandertreffen zweier Mannschaften geführt. Germania lag eine Anfrage aus Stendal vor, ob die Halberstädter am Mittwoch zum Testspiel in die Altmark kommen könnten. Halberstadts Ex-Coach Frank Lieberam wollte gegen seine ehemalige Mannschaft spielen. Doch auch diese Begegnung kam nicht zustande. Grund waren bereits erfolgte Absprachen mit anderen Teams, die jedoch ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt waren. "Wir sind in engem Kontakt und werden so schnell wie möglich einen Termin mit Frank vereinbaren", untermauerte Pfannkuch sein Interesse an einem Test gegen Stendal.
Bei Trainer Pfannkuch macht sich dennoch mittlerweile richtig der Frust breit. Fast 13 Wochen ohne Punktspiel hat auch er noch nicht erlebt. Und ein Ende ist nicht abzusehen. "Da kann keiner etwas dafür, ich hoffe nur, dass sich das Wetter bald ändert und wir wieder Rasen zu sehen kriegen."


Volksstimme Halberstadt vom 27.02.2006

Germania Halberstadt
Oberligist gewann Testspiel gegen Staßfurt

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Verrückte Fußball-Zeiten: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen trat Germania Halberstadt beim SV 09 Staßfurt an und gewann am Sonnabend klar mit 5:2 (2:1). Die Halberstädter Tore erzielten Stefke, Gerlach, Binsker und zweimal Reitzig.
Nach der Absage der Oberliga-Begegnung beim VFC Plauen hatten die Germania-Verantwortlichen noch am Freitag krampfhaft nach einem Testspielgegner gesucht und ihn in Staßfurt gefunden. Der dortige Kunstrasenplatz war der einzige, bespielbare Platz in der Region.
Die Begegnung mit dem Landesligisten nutzte Trainer Thomas Pfannkuch für kleinere Experimente. So setzte er erstmals Benjamin Bujak von den A-Junioren in der Innenverteidigung ein. Er spielte 90 Minuten und "machte seine Sache gut", schätzte Trainer Pfannkuch nach dem Spiel ein. Ebenfalls zufrieden war der Coach mit dem Spiel von Sebastian Stosch, der im zentralen, defensiven Mittelfeld für den angeschlagenen Ingo Vandreike agierte.

Halberstadt: Kischel (46. Löffke), Pölzing, Thiele, Bujak, Heckeroth, Stosch, Binsker, Gerlach, Stefke, Banser, Reitzig.


Kicker vom 27.02.2006

NOFV-Süd: Halberstadt will um die begehrten Zähler mitspielen
Hauptsponsor weg, Cunaeus ohne Panik

Von Wolfgang Seibicke

Wie die meisten Mannschaften der Oberliga Süd scharren auch die Spieler von Germania Halberstadt gegenwärtig förmlich mit den Hufen.Sie wollen endlich wieder um die begehrten Zähler spielen, doch mit der für den vergangenen Sonnabend angesetzten Partie beim VFC Plauen ist bereits das vierte Rückrunden-Punktspiel abgesagt.
Das allerdings dürfte das kleinere der Probleme sein, die die Vorharzer gegenwärtig zu bewältigen haben. Ihnen ist praktisch über Nacht der Großsponsor abhanden gekommen. Die Wach-, Sicherheits- und Werttransport (WSW) GmbH Halberstadt ist seit etwa einem halben Jahr Tochter des in einen Betrugsskandal verwickelten Heros­-Geldtransportunternehmens. Man kann davon ausgehen, dass WSW den Germania-Fußball bislang jährlich mit einer sechsstelligen Summe unterstützt hat. Die entstandene, außerordentlich große Lücke zu schließen, ist nunmehr die Hauptaufgabe der Vereinsverantwortlichen.
Zwar haben die Halberstädter einen generell recht üppigen Sponsorenpool, doch nun muss noch einmal gründlich "nachgerechnet" werden. Spielermanager René Cunaeus betont: "Wir werden jetzt nicht in Hektik verfallen, sondern die Entwicklung genauestens beobachten und reagieren." Für Trainer Thomas Pfannkuch und seine aufstiegshungrige Truppe ist die Situation kein Grund zur Unruhe.


Volksstimme vom 25.02.2006

Völpke und Halberstadt
Erneut Pause für Oberligisten

Von Wolfgang Seibicke und Uwe Tiedemann

Halberstadt/Völpke. "Ich wollte unbedingt spielen, unser Platz wurde auch lange präpariert, doch es geht einfach nicht", verkündete gestern Thoralf Bennert. Der Trainer des TSV Völpke musste registrieren, dass das Oberliga-Aufsteigerduell gegen RW Erfurt II ausfällt.
"Wir haben Eisplatten auf dem Rasen. Wenn die auftauen, bilden sich Pfützen. Für die Sportler ist das einfach zu gefährlich", so Bennert, der versucht, am Wochenende noch kurzfristig einen Testpartner zu finden.
Den hat Germania Halberstadt bereits. Der VfB gastiert heute ab 12 Uhr beim Landesligisten SV Staßfurt. Eigentlich sollten die Vorharzer heute zum Punktspiel nach Plauen reisen, doch die äußerst schwierige Platzsituation lässt auch im Vogtland keinen Fußball zu.
Mittlerweile hat Staffelleiter Werner Georg die Nachholtermine ergänzt. Gespielt werden soll jetzt zusätzlich am 26. April (ein Mittwoch) sowie am 14. Mai (Sonntag). Darüber hinaus werden die letzten beiden Spieltage um eine Woche verschoben (29. Runde vom 14. auf den 21. Mai, 30. Runde vom 21. auf den 28. Mai). Die genauen Anstoßzeiten will der Verband erst nächste Woche mitteilen.


Volksstimme vom 24.02.2006

Fußball-Oberliga: Punktspiele am Wochenende
Halberstadt und Völpke hoffen

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Ganz allmählich bessert sich offenbar die Situation auf den Fußballplätzen Sachsen-Anhalts. Dabei scheint es ein Nord-Südgefälle zu geben. Während sich zum Beispiel in der Altmark viele Vereine anschicken, ihre Kicker am Wochenende wieder um Punkte spielen zu lassen, ist die Situation südlich des Mittellandkanals komplizierter.
Beispiel TSV Völpke: Der Oberligist hat im Normalfall am Sonntag ab 14 Uhr Heimrecht gegen Rot-Weiß Erfurt II. Frühestens heute jedoch fällt aufgrund der immer noch komplizierten Bodenverhältnisse eine Entscheidung, ob die Partie stattfinden kann. Ist das der Fall, dann kann Trainer Thoralf Bennert nicht auf die muskelverletzten Ronny Röper und Christian Helmke zurückgreifen.
Bei Germania Halberstadt ist nach dem plötzlichen Ausfall der Gelder, die bislang von Hauptsponsor WSW, dem Opfer der Heros-Pleite, kamen, nicht etwa Panik ausgebrochen. Die finanzielle Situation bei den Kickern ist zweifellos als ernst einzuschätzen, doch Spielermanager René Cunaeus betont: "Wir werden jetzt nicht in Hektik verfallen, sondern die Entwicklung genauestens beobachten und reagieren." "Ich kümmere mich ausschließlich um die sportlichen Belange", versucht Trainer Thomas Pfannkuch Druck von sich und vor allem vom Team fernzuhalten.
Germanias nächstes Punktspiel ist für Sonntag in Plauen angesetzt. Unter den gegenwärtigen Bedingungen kann jedoch im Vogtland keine Partie angepfiffen werden. Der Platz gleicht einem See. Der Gastgeber hofft auf kräftigen Schneefall, um doch spielen zu können.


Freie Presse Plauen vom 23.02.2006

Fußball-Oberliga: VFC Plauen empfängt zu Hause Tabellennachbarn
Im Spitzenspiel gegen VfB Germania Halberstadt nachwaschen

Von Ilong Göll

Sollte Petrus seine Schleusen bis zum Wochenende weitestgehend geschlossen halten, dann empfängt der VFC Plauen am Sonntag um 14.00 Uhr im Plauener Vogtlandstadion die Spitzenmannschaft VfB Germania Halberstadt. Der Tabellenvierte aus Sachsen-Anhalt hat wie der VFC Plauen den Kampf um die Meisterschaft noch nicht aufgegeben.
VfB-Trainer Pfannkuch, der am Mittwoch seinen 36. Geburtstag feierte, hätte gegen ein verspätetes Geburtstagsgeschenk in der Vogtlandmetropole nichts einzuwenden. Doch auch der VFC Plauen, der am vergangenen Wochenende in Eilenburg den ersten und schwer erkämpften Rückrundensieg (0:1) einfuhr, brennt auf das erste Rückrundenspiel vor eigener Kulisse. Viele Stunden haben die Stadionarbeiter, Spieler und weitere zahlreiche Helfer in der zurück liegenden Woche zugebracht, um das Spiel am Sonntag zu ermöglichen. Nun hoffen VFC-Trainer Tino Vogel und sein Team, dass sich all diese Mühen, gelohnt haben und ein ansprechendes Spiel zu Stande kommt. Ein Sieg für Plauen ist dabei nicht nur die Wunschvorstellung des VFC Plauen.
Auch das Spiel gegen die Germania wird ein Härtetest für die Vogtländer. Die Anhaltiner haben eine noch kompaktere Mannschaft, als sie die Eilenburger zuletzt vorweisen konnten. Es bleibt zu hoffen, dass die Kicker aus der Vogtlandmetropole noch mehr Druck nach vorn entwickeln können und vor allem in ihrem Abwehrverhalten entsprechende Konsequenzen aus dem Spiel gegen Eilenburg ziehen. Der VfB Halberstadt hat noch immer eine junge und schelle Mannschaft, auch wenn sich Schlitte in Richtung Jena verabschiedet hat. Während die Spitzenstädter ein Team mit einem Altersdurchschnitt von 27,8 Jahren in die Punktspielvergleiche schickten, weisen die Halberstädter im Schnitt nicht einmal ein Alter aller eingesetzten Spieler von 25 Jahren (24,9) auf.
Für den VFC Plauen zählt dafür die Erfahrung. Was am Ende mehr zählt, wird das Spiel gegen den VfB Halberstadt zeigen. In der Hinrunde zeigten sich beide Teams etwa gleichstark. Jede der beiden Mannschaften konnte neun Siege einfahren, drei Remisspiele und drei Niederlagen vorweisen. Das bedeutete Platz drei für Halberstadt und Platz vier für die Vogtländer. Nur in der Tordifferenz lag der kleine Unterschied zwischen den Teams. Während die Gäste 33-mal ins Schwarze trafen, brachte es die Heimelf auf 26 Treffer. Ein Tor weniger (16) kassierten die Plauener im Vergleich zu Halberstadt (17). Mit dem Sieg in Eilenburg hat sich der VFC Plauen an den Anhaltinern vorbeigeschoben. Nun hat es die Vogel-Schar in der Hand, den Abstand auf Platz vier zu vergrößern.
Schwer genug wird es für den Gastgeber. Die zuletzt absolvierten Tests der Pfannkuch-Schützlinge verliefen zumindest Erfolg versprechend. Sie gewannen ein Blitzturnier in Ottersleben mit Landesligabeteiligung und ein Testspiel gegen MTV Gifhorn (0:2). Am vergangenen Mittwoch (22.02.) vollzogen sie einen weiteren Test gegen den Blankenburger FV, bevor sie am Wochenende im Vogtlandstadion weilen.
Mit dem 24-jährigen Banser (10 Tore) und dem 20-jährigen Binsker (5) bringt Germania Schusskraft ins Vogtland. Mit Reimann (13 Treffer) steht der gegenwärtige Torschützenkönig in den Reihen der Kicker aus der Vogtlandmetropole. Und mit Zapyshnyi (5), der am Sonntag sein 300. Pflichtspiel für den VFC Plauen absolviert, muss auch wieder gerechnet werden. Wenn er die Chancen, die er sich in Eilenburg zahlreich erarbeitet hat, wieder nutzen kann, dann sollte es Trainer Vogel um den Sturm der Plauener nicht bange sein.
Das ehemalige Prunkstück des VFC Plauen, die Abwehr, wird sich mit Blick auf das Eilenburg-Spiel steigern müssen, will man keine negative Überraschung erleben. Auch im Mittelfeldspiel lief zuletzt nicht alles rund. Doch da Matthias Pannach seine fünfte Gelbe Karte "abgebrummt" hat, ist mit der Rückkehr eines echten Kämpfers bei gegebenen widrigen Bodenverhältnissen zu rechnen. VFC-Coach Tino Vogel weiß nach dem Hinspiel, was seine Elf im Vogtlandstadion erwartet und wird seinen Spielern die entsprechende Marschrichtung auf den Weg geben.


Volksstimme Halberstadt vom 23.02.2006

Germania Halberstadt
Fanclub chartert Bus nach Plauen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). In der Hoffnung, dass am Sonntag für Germania Halberstadt endlich die Rückrunde beginnt, hat der Fanclub Harz einen Bus zum Spiel gegen den VFC Plauen gechartert. Allerdings steht nur ein kleiner Bus mit 19 Plätzen zur Verfügung. Interessenten sollten sich also möglichst schnell im Fanshop im Fahrzeughaus Klus melden. Sollte es auf Grund der schlechten Witterungsbedingungen erneut zu einer Spielabsage kommen, wird im Internet auf der Germania-Homepage rechtzeitig darüber informiert.


Kicker vom 23.02.2006

NOFV-Süd, Plauen: Defensive muss sich steigern
Vogel will Druck nach oben erhöhen

Von Gottfried Indlekofer

Erfolgreich ist der VFC aus der langen Winterpause gekommen. Erfolgreich, aber nicht überzeugend. Der 1:0-Auswärtssieg in Eilenburg war mehr der unzureichenden Chancenverwertung der Gastgeber, die zudem Pech mit drei Aluminiumtreffern hatten, zuzuschreiben als der Plauener Abwehrleistung.
Dies hat natürlich auch Trainer Tino Vogel so gesehen, weshalb er in der folgenden Trainingseinheiten besonderen Wert auf die Auswertung dieser Partie legte. Fazit: Die gesamte Defensive muss besser werden, um nach dem Verfolgerduell gegen Halberstadt den führenden Mannschaften Leipzig und Magdeburg weiter auf den Pelz zu rücken.
Ob die Partie gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn überhaupt stattfinden kann, ist mehr als unsicher. Zwar haben viele Freiwillige unter der Woche den Platz von Schnee und Eis befreit, doch haben nachfolgender Regen und Nachtfrost die Arbeiten praktisch sabotiert. "Wir wollen auf jeden Fall spielen", so Vogel, der dann wieder auf Matthias Pannach zurückreifen kann, der sein Gelbsperre abgesessen hat. "Bei einem Sieg würden wir den Druck nach oben weiter erhöhen", hofft der Trainer auf den fünften Liga-Sieg in Folge.
Dafür muss aber die Abwehr zur gewohnten Stärke zurückfinden. Hier ist vor allem der Organisator Marco Hölzel gefragt. Berufsbedingt kann der Versicherungsvertreter aber nicht alle Trainingseinheiten absolvieren. "Trotzdem bin ich überzeugt, dass der Kapitän seine Aufgabe erfüllen wird", ist Vogel optimistisch.


Volksstimme Halberstadt vom 22.02.2006

Ein kleines Trostpflaster für die ausgefallenen Spiele
Mit neuen Bällen zum Testspiel

Von Mathias Kasuptke

Halberstadts Friedensstadionchef Detlev Büchner überreichte im Auftrag von Dachdeckermeister Wolf-Dieter Bosse an Oberliga-Coach Thomas Pfannkuch Spiel- und Trainingsbälle. Die sollen am heutigen Mittwoch bereits im Testspiel gegen den Blankenburger FV zum Einsatz kommen. Anstoß ist um 18.30 Uhr in Blankenburg auf Kunstrasen.


Volksstimme vom 22.02.2006

Auswirkungen auf Germania Halberstadt
Heros-Pleite trifft auch den Sport

Von Mathias Kasuptke

Auszug

Halberstadt. Damit hatte keiner gerechnet. Plötzlich wackelt das finanzielle Fundament von Germania Halberstadt. Der Fußball-Oberligist war bisher ohne wirtschaftliche Probleme durch die vierte Liga gekommen. Jetzt droht der finanzielle Kollaps. Grund ist der Betrugsskandal beim größten deutschen Geldtransportunternehmen Heros.
Betroffen davon ist auch die Heros-Tochter WSW in Halberstadt. Die Wach-, Sicherheits- und Werttransport GmbH ist Hauptsponsor des Oberligisten.
Bisher gehörte das Unternehmen Uwe-Karsten Heimbürger – ein fußballbegeisterter Unternehmer aus Halberstadt. Vor sechs Monaten hatte der allerdings die WSW an die Heros-Gruppe verkauft. Der laufende Sponsorenvertrag sollte bis zum Saisonende dennoch erfüllt werden, hieß es damals aus der neuen WSW-Chefetage. Daraus dürfte jetzt nichts werden.
Bei Germania ist man noch völlig konsterniert. "Wir haben gestern erst aus den Nachrichten von der neuen Situation erfahren. Jetzt geht es für uns darum, uns zu sammeln und im Präsidium in Ruhe nach Lösungen zu suchen", betont Olaf Herbst, Präsident des VfB Germania Halberstadt. Er gehe davon aus, dass diese Lösungen auch gefunden werden. "Die Gespräche laufen, bisher sieht es ganz danach aus, ich bin guter Hoffnung", zeigt der Präsident Optimismus.
Wie groß die Lücke ist, die WSW in den Germania-Haushalt reißt, will Germania nicht sagen. Insgesamt soll sich die finanzielle Unterstützung der WSW auf eine sechsstellige Summe pro Saison belaufen haben.


Volksstimme Halberstadt vom 22.02.2006

Gespräch mit Detlev Büchner
Über Absagen entscheidet eine Platzkommission

Von Bernd Kramer

In diesem Jahr sind bisher wegen Unbespielbarkeit der Plätze in Halberstadt alle Pflichtspiele ausgefallen. Lokalsportredakteur Bernd Kramer sprach mit Detlev Büchner, dem Verantwortlichen Hallen und Plätze bei der Stadt Halberstadt.

Volksstimme: Spielaus fälle sind in diesem Jahr sehr häufig. Ist das langsam nicht frustrierend?

Detlev Büchner: Das trifft in erster Linie wohl eher auf die Spieler, Trainer und Zuschauer zu. Vorhersehbar ist, dass der Terminkalender auch bei uns immer enger wird, was natürlich auch den gesamten Ablauf in meinem Bereich betrifft.

Volksstimme: War die relativ frühe Absage eine Vorsichtsmaßnahme aus Kenntnis der letzten Vorkommnisse, wie zum Beispiel in Stendal?

Büchner: Bei der Sicherheitskonferenz in Vorbereitung auf das Punktspiel gegen Halle wertete die Polizei die Vorfälle in Stendal aus. Die Zahl der in Halberstadt vorausgesagten Gästefans veranlasste eine entsprechende Vorbereitung. Entscheidend für die frühzeitige Spielabsage waren jedoch allein die vorhandenen Platzverhältnisse.

Volksstimme: War absolut kein Spiel möglich?

Büchner: Selbst die Oberligaspieler des VfB wollten unter der Woche helfen, den Schnee von der vereisten Rasenfläche abzutragen. Da jedoch der Frost sehr tief im Boden nachgewiesen wurde, entschieden wir uns für ein "normales Abtauen".

Volksstimme: Hätte auch der Einsatz eines Hubschraubers, wie zum Beispiel in Dresden, keine Lösung gebracht?

Büchner: Nein. Ich verstehe diesen ganzen Unfug nicht. Ich denke dabei an die Folgekosten, die dem Nachwuchs besser zustehen würde. Unsere geplanten finanziellen Mittel werden für die jährliche Platzrenovation verwendet.

Volksstimme: Bestimmen Sie ob gespielt wird, oder wer ist berechtigt, für eine Spielabsage zu sorgen?

Büchner: In jedem Fall der Rechtsträger, der trägt ja auch die Kosten. In unserem Fall ist das die Stadtverwaltung. Von mir werden im Auftrag alle weiteren Maßnahmen getroffen. Neben den eigenen Erfahrungen der langjährigen Verantwortlichkeit für die Sportanlagen der Stadt Halberstadt erfolgt die Entscheidung unter Hinzuziehung von Trainern, Vorstandsmitgliedern, Verbandsmitgliedern sowie des Sicherheitsbeauftragten. Diese Personen gehören auch der Platzkommission an.

Volksstimme: Befürchten Sie weitere Spielabsagen?

Büchner: Ja. Die Wettervorhersage ist diesbezüglich schon deprimierend. Der Zustand der Plätze wird sich deshalb in den nächsten Tagen nicht wesentlich verbessern. Für die anstehenden Entscheidungen erwarte ich von allen Beteiligten Verständnis. Wir werden uns auch nicht unter Druck setzen lassen.

Volksstimme: Wer bei diesen Witterungsverhältnissen einen Kunstrasenplatz zur Verfügung hat, kann sich glücklich schätzen, oder?

Büchner: Andere Städte und Vereine sind uns da voraus. Auch ich wünsche mir schnellstens diese Variante, bin für die Perspektive sehr optimistisch. Die wenigen Hallenzeiten, die den Fußballern zur Verfügung stehen, reichen bei weitem nicht aus, um einen optimalen Trainingsbetrieb zu gewährleisten.


Volksstimme Halberstadt vom 22.02.2006

VfB Germania Halberstadt: Jahreshauptversammlung Abteilung Fußball
Büchner für mehr Kooperation im Halberstädter Nachwuchs

Von Mathias Kasuptke

Die Abteilung Fußball des VfB Germania Halberstadt kann auf ein erfolgreiches Jahr 2005 zurück blicken. Abteilungsleiter Frank Butzke hob am Montagabend während der Jahreshauptversammlung die gute Nachwuchsarbeit und das gute Abschneiden der Männermannschaften hervor. Geschäftsführer Detlev Büchner plädierte für eine bessere Kooperation der Nachwuchsmannschaften aller Vereine in Halberstadt.

Halberstadt (mak). Beim VfB Germania denkt man weiter. Auf dem momentanen Erfolg scheinen sich die Verantwortlichen nicht ausruhen zu wollen. Das wurde während der jüngsten Jahreshauptversammlung der Abteilung Fußball deutlich. Trotz der Erfolge aller Mannschaften, vom Oberliga-Team bis zu den G-Junioren, will die Vereinsführung noch mehr Stabilität in die Arbeit bekommen. Mit Blick auf die Kreisgebietsreform meinte Abteilungs-Geschäftsführer Detlev Büchner, "wir stehen vor ungeahnten Herausforderungen, die wir nur nutzen können, wenn wir zunächst vor der eigenen Tür kehren."
Was Büchner meint, scheint klar. Vor dem Blick in die Nachbarstädte, erst die Möglichkeiten in der eigenen Stadt nutzen. "Die geburtenschwachen Jahrgänge gehen auch an den Sportvereinen nicht spurlos vorbei. Ich könnte mir vorstellen, im Nachwuchsbereich mit Fortuna Halberstadt neue Wege zu gehen. Auch der MSV Eintracht muss in solche Überlegungen eingebunden werden", erklärte Büchner. Damit sei keine Fusion der Vereine gemeint, aber eine enge Zusammenarbeit. Bei seiner Vereinsspitze rannte Büchner mit der Idee offene Türen ein. Germania-Präsident Olaf Herbst unterstützt den Vorstoß: "Wir müssen in der Zukunft mehr über den Tellerrand schauen. Das setzt natürlich voraus, dass wir den Tellerrand auch kennen und nicht nur in der eigenen Suppe sitzen." Eine Zusammenarbeit der Vereine im Nachwuchsbereich würde diese Abteilungen erheblich stabilisieren und "dem Nachwuchs eine Perspektive geben." Die Abteilung Fußball beim VfB Germania Halberstadt zählt derzeit 287 Mitglieder, 187 davon sind noch keine 18 Jahre alt." Das zeigt, welche Bedeutung die Nachwuchs arbeit hat", betonte Herbst.
Bereits jetzt laufen bei Germania die Vorbereitungen für die Saison 2006/2007 im Nachwuchsbereich. "Wir wollen, dass alle Spieler rechtzeitig wissen, wen sie in der nächsten Saison als Trainer haben", betonte Büchner. Im März seien die Planungen abgeschlossen.
Einen großen Dank richtete der Verein an die Sponsoren und Eltern, ohne die eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit nicht möglich sei. Besonders, wenn es um die Fahrten zu den Spielen geht. Denn: Die bisherige gute Nachwuchsarbeit bei Germania hat auch Schattenseiten. Fast alle Mannschaften spielen in hohen Spielklassen, was erhebliche Wege zur Folge hat. "Ohne Sponsoren und Eltern wäre die Last der Fahrkosten nicht zu tragen", betonte Abteilungsleiter Butzke.
Einer, der eine große Last trägt, ist Uwe Wytek. Der Chef von Halberstadts Shell-Tankstellen gilt als großer Mäzen von Germanias Nachwuchsfußballern. Etliche Liter Benzin sind schon in so manchen Bus geflossen, der die Nachwuchskicker zu ihren Spielen gefahren hat. Germania dankte Wytek mit einem Präsent.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden Cornelia Kriese (Betreuerin der 1. B-Junioren), Andreas Hauer (Betreuer der 3. Männermannschaft) und Andreas Amelung (Betreuer der 2. Männermannschaft) für ihr Engagement ausgezeichnet. Außerdem erhielten Germanias Schiedsrichter Rolf Borchert, Bernhard Mende und Karl-Heinz Hartmann Ehrungen.


Bild Magdeburg vom 22.02.2006

Germania Halberstadt
Gottwald verlängert bis 2008

Von Olaf Scholz

Das freut die Verantwortlichen bei Germania Halberstadt. Verteidiger Randy Gottwald verlängerte bis 2008 beim Oberligisten. Nicht nur der HFC hatte schon ein Auge auf den Ex-Stendaler geworfen. Kein Wunder: Der Abwehrmann macht nicht nur hinten dicht, er hat auch schon zwei Punktspiel-Tore geschossen.
Weil die Oberliga nicht spielen konnte, vertreibt sich Germania die Zeit mit Tests. Zuletzt wurde Gifhorn 2:0 geschlagen. Heute um 19 Uhr soll in Blankenburg auf Kunstrasen gespielt werden.
Aber es gibt Hoffnung. Germania konnte endlich wieder auf Rasen trainieren. Allerdings wegen einer Rückenverletzung ohne Defensiv-Statege Vandreike. Trainer Pfannkuch "Bei ihm wird es eng fürs Spiel Sonntag in Plauen".


Volksstimme Halberstadt vom 21.02.2006

Morgen Abend
Germania testet in Blankenburg

Von Bernd Kramer

Halberstadt (bkr). Die Oberliga-Fußballer vom VfB Germania Halberstadt bestreiten morgen ein Testspiel gegen den Blankenburger FV. Gespielt wird in Blankenburg auf Kunstrasen. Anstoß ist um 19 Uhr.


Braunschweiger Zeitung vom 20.02.2006

Niedersachsenligist MTV Gifhorn unterliegt Halberstadt 0:2 – Deutliche Steigerung nach der Pause
Härtetest bringt nötige Erkenntnisse

Von Jens Neumann

GRAVENHORST. Es war der erste ernsthafte Test in der Vorbereitung. Und Fußball-Niedersachsenligist MTV Gifhorn hat ihn trotz einer Niederlage bestanden – zwar nicht mit Bravour, aber zumindest mit einer befriedigenden Note. Die Schwarz-Gelben unterlagen vor rund 100 Zuschauern in Gravenhorst dem Oberliga-Dritten Germania Halberstadt mit 0:2 (0:1).
Keine Frage, den Gifhornern war die mangelnde Spielpraxis noch deutlich anzumerken, es fehlte die nötige Ordnung im Spiel. Während der Oberligist bereits sechs Testspiele – darunter das 1:2 gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig – sowie ein viertägiges Trainingslager hinter sich hatte, bestritten die Schwarz-Gelben ihre letzte Vorbereitungspartie Mitte Januar in Müden.
Nach einem frühen Warnschuss von Alexander Lippke (2.), der einen Freistoß an die Latte setzte, übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando. Insbesondere der schnelle Slowake Ladislav Stefke stellte die rechte Gifhorner Abwehrseite vor große Probleme und leitete einige gefährliche Angriffe ein. Völlig zu Recht gingen die Halberstädter auch mit einer 1:0-Führung in die Pause – nach einem Freistoß war der gerade eingewechselte Felix Binsker (36.) zur Stelle.
"Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Da hat nicht viel gepasst. Wir haben zu weit weg von den Leuten gestanden – und aus dem Mittelfeld kam gar nichts", analysierte MTV-Coach Klaus Fricke und fügte hinzu: "Nach dem Seitenwechsel wurde es aber besser. Da haben wir sicherer gestanden und hätten uns auch einen Treffer verdient gehabt. Über die 90 Minuten gesehen war Halberstadt aber ein Tor besser als wir."
Die Riesenchance zum möglichen Ausgleich vergab der agile Marcel Bernier wenige Sekunden nach der Pause: Er überwand zwar Halberstadts Schlussmann, doch das vom Keeper noch abgefälschte Leder kullerte am langen Eck vorbei. Den zweiten Gästetreffer in einer engagiert geführten, temporeichen Partie markierte Friedrich Reitzig in der 61. Minute, als er ein Zuspiel von Stefke verwertete.
"Das Spiel hat die erwünschten Erkenntnisse gebracht. Es war aber auch ein Spiegelbild der Trainingswoche", hatte MTV-Trainer Fricke die Schwachpunkte im Spiel seiner Mannschaft voraus geahnt. Und die waren vor allem im zentralen Mittelfeld zu finden, während der Sturm auch ohne den verletzten Torjäger Artem Schur zu gefallen wusste.



Braunschweiger Zeitung vom 20.02.2006

Fußball: Wiedersehen mit MTV dauert 34 Minuten
Kurz und heftig: Vandreike verletzt sich an der Hüfte

Von Jens Neumann

GRAVENHORST. Das erste Wiedersehen mit seiner "alten Mannschaft", es war kurz, aber heftig für Ingo Vandreike. Denn: Der defensive Mittelfeld-Akteur des Fußball-Oberligisten Germania Halberstadt schied beim Testspiel in Gravenhorst gegen den MTV Gifhorn bereits nach 34 Minuten verletzt aus.
Eine unglückliche Bewegung im Mittelfeld, ein "Knacken in der Hüftgegend", und schon musste der letztjährige MTV-Kapitän den Platz verlassen – ohne gegnerische Einwirkung. "Keine Ahnung, was da ist. Ich habe beim Gang in die Kabine kaum noch Luft gekriegt", erklärte Vandreike, der sich lange in der Kabine behandeln ließ.
Eine schmerzhafte Bekanntschaft hatte der 30-Jährige bereits in der 21. Minute gemacht: und zwar mit Dominik Lütge. Der ehemalige Weggefährte stieg an der Seitenlinie rüde gegen Vandreike ein, blieb aber ohne Verwarnung. "Und ich kriege kurze Zeit später für ein harmloses Foul Gelb", meinte der Halberstädter lächelnd.
Ansonsten war Vandreike mit dem Duell gegen den MTV zufrieden. "Das war mal ein richtiger Test für beide Mannschaften. Da ging es auch in den Zweikämpfen richtig zur Sache, da hat keiner zurückgezogen. Ich denke, es war gut von beiden Teams – auf einem schwer bespielbaren Boden", konstatierte der Ex-Gifhorner.


Volksstimme Halberstadt vom 20.02.2006

Oberligist Germania Halberstadt: Nach Punktspielabsage gegen MTV Gifhorn
Oberligist gewann ein Testspiel gegen MTV Gifhorn souverän 2:0

Von Mathias Kasuptke

Während das Friedensstadion am Wochenende unter Wasser stand, machte sich Halberstadts Oberligist nach der Absage des HFC-Punktspiels auf die Suche nach einem Testspielgegner. Gefunden wurde der in Form des Niedersachsenligisten MTV Gifhorn. Die Germanen siegten am Sonnabend in Gravenhorst (bei Gifhorn) 2:0. Die Tore erzielten Felix Binsker und Friedrich Reitzig.

Halberstadt (mak). Wer es nicht gesehen hatte, glaubt es nicht. Während oben die Sonne schien, lief unten das Friedensstadion voll. Der Frost im Boden hinderte das Tauwasser daran, abzulaufen. Der Hauptplatz glich einer Seenlandschaft. Spielen war unmöglich. Es war für Halberstadts Oberligisten bereits der dritte Spielausfall in Folge.
Nach der Absage am Freitag machte sich Oberliga-Coach Thomas Pfannkuch auf die Suche nach einem Testspielgegner. Den fand er in Form des MTV Gifhorn, dem Ex-Verein von Ingo Vandreike. In Gravenhorst, einem Ort zwischen Braunschweig und Gifhorn wurde ein noch bespielbarer Platz gefunden. Germania siegte souverän, muss allerdings einige Blessuren beklagen.
Ein schönes Spiel war es auf dem sehr weichen Boden nicht. Das lag allerdings weniger an Germania Halberstadt. Die Gastgeber nahmen das Testspiel besonders in der Anfangsphase sehr emotional und spielten streckenweise sehr hart. Nach 30 Minuten musste Ingo Vandreike vom Platz. Grund: Rückenprellung. Eine direkte Einwirkung eines Gifhorner Spielers konnte nicht aus gemacht werden. Für Ingo Vandreike kam Felix Binsker ins Spiel, der postwendend die Führung der Halberstädter erzielte. Pfannkuch hatte zuvor Alex Kopp auf die Vandreike-Position ins defensive Mittelfeld umgesetzt und dafür Stürmer Binsker im rechten Mittelfeld spielen lassen. Das passte, nach Vorarbeit von Banser, drosch Binsker das Leder ins Tor.
Mit zunehmender Spielzeit wurden angesichts der spielerischen Überlegenheit der Halberstädter zwar beim MTV Gifhorn die Emotionen weniger, die spielerische Härte allerdings blieb. Ladislav Stefke konnte in der 60. Minute noch das 2:0 durch Friedrich Reitzig vorbereiten, dann nahm Pfannkuch auch ihn vom Platz. Grund: Leichte Blessuren. Ein längerer Ausfall ist nicht zu erwarten.
Pfannkuch war mit dem Spiel seiner Mannschaft insgesamt zufrieden. "Das war ein richtiger Test, bis auf ein oder zwei Aktionen auch nicht unfair. Meine Mannschaft hat sich gut präsentiert."

Germania: Kischel (46. Löffke), Pölzing (60. Lorenz), Thiele, Gottwald, Heckeroth (60. Wiekert), Vandreike (30. Binsker), Kopp, Gerlach, Stefke (75. Cunaeus), Banser, Reitzig.


Volksstimme vom 20.02.2006

Nach den Spielausfällen der vergangenen Wochen/NOFV will Regionalmeister ermitteln
Oberliga droht Terminchaos: Wird die Saison verlängert?

Von Uwe Tiedemann

So hatten sich die Fußball-Oberligisten den Start in die Rückrunde gewiss nicht vorgestellt. Am vergangenen Wochenende hofften der 1. FC Magdeburg, Germania Halberstadt und TSV Völpke zum dritten Mal in Folge vergeblich auf ihren Einsatz. "So langsam wird es eng", räumte selbst Staffelleiter Werner Georg (Braunsbedra) ein. Möglicherweise wird die Saison sogar "verlängert".
Magdeburg. Am 3. Dezember 2005 waren die Oberligisten zuletzt aktiv, verabschiedeten sich in die Winterpause und wollten am 5. Februar 2006 wieder loslegen. Doch daraus wurde wegen der widrigen Witterungs- und Plätzverhältnisse nichts. Und Georg rechnet auch für die nächste Runde mit erheblichen Problemen: "Ab Mittwoch soll es zu 80% regnen. Somit ist wieder mit zahlreichen Absagen zu rechnen."
Allerdings hat gerade die Oberliga "Luft" nach hinten. Grund: Die beiden Relegationsspiele um den Aufstieg in die Regionalliga fallen bekanntlich weg. Diese freien Termine direkt nach dem 30. Spieltag (21. Mai) könnten für Nachholspiele genutzt werden.
An "englische Wochen" ist weniger gedacht. Georg: "Dann würden Gastmannschaften regelrecht bestraft. Bei einem Auswärtsspiel in Neugersdorf beispielsweise müssten diese Teams schon mittags aufbrechen. Viele Spieler gehen aber einem Beruf nach." Gleiches gilt selbstverständlich für die Fans.
Fest stehen bislang nur die ohnehin im Spielplan berücksichtigten offi ziellen Nachholtermine am 17. April (für den ausgefallenen 16. Spieltag) und 30. April (17. Runde), wobei für den 1. FC Magdeburg eine Sonderregelung unausweichlich scheint, denn das Landespokalfinale findet laut Georg auf jeden Fall am Ostersonnabend (15. April) statt.
"Wie es dann weitergeht, muss man abwarten und dabei in alle Richtungen denken. Ich habe da so meine Vorstellungen, die aber natürlich noch mit dem NOFV abzusprechen sind", sagte Georg, der betonte, das auf jeden Fall die beiden letzten Spieltage zeitgleich stattfinden müssen, damit eine Wettbewerbsgleichheit gegeben ist.
Danach wird nach Vorstellungen des NOFV aber noch der so genannte "Regionalmeister" ausgespielt. Georg: "Die Erstplatzierten der Oberliga-Staffeln Nord und Süd steigen zwar direkt auf, sollen aber trotzdem gegeneinander antreten. Ein Prestigeduell. Wie der Modus genau aussieht, ob ein- oder zweimal gespielt wird, ist noch nicht entschieden und soll mit den betreffenden Vereinen geklärt werden."
Von allen 32 NOFV-Oberligisten ist der FC Sachsen Leipzig wohl noch am besten dran, kann er doch im heimischen Zentralstadion spielen, das zu den WM-Arenen zählt und deswegen über eine Bodenheizung verfügt. Allerdings nicht uneingeschränkt. Georg: "Anfang, Mitte Mai wird das Stadion von der FIFA übernommen. Dann muss Sachsen in den Kunze-Sportpark ausweichen."


Braunschweiger Zeitung vom 18.02.2006

Testspiel gegen Germania Halberstadt
Wiedersehen mit Ingo Vandreike

Von Jens Neumann

GIFHORN. Es ist der zweite Anlauf: Fußball-Niedersachsenligist MTV Gifhorn bestreitet heute von 14.30 Uhr an ein Testspiel gegen den Oberligisten Germania Halberstadt. Gespielt wird in Gravenhorst.
Es ist das erste Mal, dass die Schwarz-Gelben auf ihren ehemaligen Kapitän treffen: Ingo Vandreike. Der Mittelfeldregisseur der Gifhorner wechselte im Sommer zu den Halberstädtern und hat sich dort als "Staubsauger" vor der Abwehr etabliert. Die Germanen rangieren zurzeit auf dem dritten Tabellenplatz der Oberliga Nordost-Süd.


Volksstimme Halberstadt vom 18.02.2006

Fußball: Auf Kreisebene wurden alle Spiele abgesetzt
Spiel Germania gegen Halle fällt aus

Von Bernd Kramer

Halberstadt (bkr). Im Halberstädter Friedensstadion fallen alle am Wochenende angesetzten Fußballspiele wegen Unbespielbarkeit der Plätze aus. Das teilte der Leiter Hallen und Plätze bei der Stadt Halberstadt, Detlev Büchner, mit. Nach der angekündigten Begutachtung der Plätze wurde diese Entscheidung getroffen. Bei der Entscheidung wurde auch die Wettervorhersage der Meteorologischen Wetterdienst GmbH Berlin (MC Wetter) hinzugezogen, die am Wochenende keine entscheidenden positiven Veränderungen der Wetterlage in dieser Region erwartet. "Dadurch werden sich die Platzverhältnisse auch nicht ändern ", so Büchner. Damit fällt auch das Oberliga-Spiel des VfB Germania gegen den Halleschen FC aus.
Wegen Unbespielbarkeit der Plätze wurden auch vom SV Fortuna Halberstadt die beiden Heimspiele der 1. und 2. Mannschaft abgesetzt. Ebenso fallen die Landesklasse-Begegnungen Osterwieck gegen Harbke, Zilly gegen Ballenstedt und Schlanstedt gegen Darlingerode aus.
Der Spielausschuss des KFV Fußball Halberstadt sagte alle angesetzten Spiele in der Kreisliga und den beiden Kreisklassen ab.


Volksstimme vom 18.02.2006

Abermalige Zwangspause auf Landesebene/FCM und Völpke suchen Testgegner
Erneute Absage: Tauwetter macht Fußballplätze unbespielbar

Von Uwe Tiedemann und Wolfgang Seibicke

Magdeburg/Völpke/Halberstadt. Erneut ruht am Wochenende der Fußball in Sachsen-Anhalts höchsten Spielklassen. Von der Verbandsliga bis zur Landesklasse wurden gestern wegen des Tauwetters alle Partien abgesagt. Die Plätze gleichen eher einer Seenlandschaft, weil das Wasser nach dem strengen Frost der letzten Wochen nicht ablaufen kann. Und in der Oberliga tut sich ebenso kaum etwas. Von den Ausfällen sind jedenfalls auch der 1. FC Magdeburg, Germania Halberstadt und TSV Völpke betroffen.
"85 Prozent der Begegnungen wären auf Landesebene ausgefallen, lediglich auf den Kunstrasenplätzen hätte gespielt werden können, doch dann wäre eine Wettbewerbsgleichheit nicht gegeben", erläuterte Vize-Präsident Werner Georg vom Fußball-Verband und nannte den 29. April als Nachholtermin.
Schweren Herzens musste Germania Halberstadt das für morgen geplante Landesderby gegen den HFC gestern absagen. Die Besichtigung des heimischen Friedensstadions brachte letzte Gewissheit. Der Rasen steht unter Wasser, das derzeit nicht in den Boden einsickern kann, weil in diesem noch eine dicke Frostschicht präsent ist.
Gar nicht erbaut über den neuerlichen Ausfall ist Germania-Spielermanager René Cunaeus: "Langsam wird das alles so richtig bitter. Seit Anfang Januar bereiten wir uns intensiv auf die Rückrunde vor. Nunmehr sind für uns schon drei Punktspiele ausgefallen."
Vom FV Dresden-Nord kam in den gestrigen Mittagsstunden die nicht ganz unerwartete Kunde, dass die Partie gegen den TSV Völpke ebenfalls ausfallen muss. Völpkes Coach Thoralf Bennert hat sich vorsichtshalber den Kunstrasenplatz in Flechtingen (Ohrekreis) gesichert und sucht für 14 Uhr noch einen Gegner.
Richtig kompliziert in Bezug auf einen Testspielpartner ist es beim 1. FC Magdeburg, der ursprünglich gegen Energie Cottbus II antreten wollte. Manager Bernd Hofmann: "Wir wollen gerne am Sonntag um 13.30 Uhr auf der Anlage der SG Messtron gegen die Amateure des VfL Wolfsburg spielen. Als Ersatz steht der FSV Zwickau bereit. Alles hängt davon ab, ob diese Mannschaften selber im Punktspieleinsatz sind. Wenn das wider Erwarten bei beiden der Fall sein sollte, spielen wir gar nicht, sondern werden trainieren. Die endgültige Entscheidung fällt leider erst Sonnabend mittag."


Volksstimme Halberstadt vom 17.02.2006

Oberliga: Germania vor Rückrundenstart gegen HFC
Heute, 10 Uhr, entscheidet sich, ob am Sonntag gespielt wird

Von Mathias Kasuptke

Ob der VfB Germania Halberstadt am Sonntag in die Oberliga-Rückrunde startet, entscheidet sich heute. Um 10 Uhr wird der Platz im Friedensstadion begutachtet. Wird er freigegeben, kommt am Sonntag der Hallesche FC. Anstoß ist um 14 Uhr. Für Germania ist es fast ein Start aus dem Kalten.

Halberstadt (mak). In letzter Minute hat es doch noch geklappt. Nachdem Haldensleben und Quedlinburg die Testspiele mit Germania Halberstadt wegen unbespielbarer Plätze kurzfristig absagen mussten, ging es für die Germanen am Donnerstagabend noch schnell nach Ottersleben zu einem Blitzturnier auf Kunstrasen.
Gegner dort waren der VfB Ottersleben (Landesliga) und der SV Gerwisch (Landesklasse). Germania gewann beide Spiele – gegen Ottersleben 6:0 (Gerlach, Vandreike, Reitzig, Alex Kopp und zweimal Banser) und gegen Gerwisch 3:0 (Banser, Binsker und Stefke). Gespielt wurden je einmal 45 Minuten. Somit konnte Trainer Thomas Pfannkuch fast in letzter Minute vor dem Rückrundenstart noch einmal seine Mannschaft testen. "Wir wollen unbedingt spielen, egal ob wir nun viele Testspiele absolviert haben, oder nicht", unterstrich Pfannkuch. Sein Ziel: "Mit drei Punkten im Gepäck nächste Woche nach Plauen fahren."
Nichts ist unmöglich. Das Hinspiel in Halle "hätte Germania gewinnen können", ist der Coach noch heute überzeugt. Die nach dem 1:1 in Halle gebliebenen Punkte sollen diesmal zurück geholt werden. Also bleibt nur der Sieg.
Leicht wird es nicht, dessen ist sich Pfannkuch sicher. Er hat die Hallenser zuletzt in einem Testspiel gegen den Chemnitzer FC (1:1) beobachtet. "Die haben eine gute Mannschaft. Die hatte am Anfang der Saison etwas Pech, gehört aber in der Oberliga zu den Spitzenmannschaften", betonte Pfannkuch. Wer gegen den HFC drei Punkte holen wolle, "muss 100 Prozent abrufen. So mal nebenbei wird das nichts."
Ob das Spiel am Sonntag stattfindet, wird aber erst heute bekannt gegeben. Um 10 Uhr wird im Friedensstadion entschieden, ob am Sonntag gespielt werden kann. Die frühe Entscheidung fordert die Polizei. Aus Halle werden mehr als 500 Fans erwartet. Ein großes Polizeiaufgebot soll die Begegnung im Friedensstadion absichern.
Der VfB Germania hat bereits im Vorfeld Zeichen gesetzt. Gegen zwei Halberstädter wurden vom Verein, wegen wiederholter Störungen der Spiele des Oberligisten, Stadionverbote ausgesprochen, die für zwei Heimspiele gelten.


Volksstimme vom 17.02.2006

Fußball-Oberliga
Halberstadt und Völpke bangen

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Ob der TSV Völpke sein für morgen angesetztes Oberliga-Punktspiel tatsächlich bestreiten kann, das stand gestern noch völlig in den Sternen. Der Platz beim Gastgeber der Partie, FV Dresden Nord, ist vereist. Darauf fiel Regen. Aus der Geschäftsstelle der Elbflorenzer war zu erfahren, dass heute um 12 Uhr eine Platzbesichtigung erfolgt. Danach wird endgültig entschieden. Gegenwärtige Tendenz: Ausfall.
Etwas besser sieht es derzeit um die Austragung des für Sonntag angesetzten Landesderbys zwischen Gastgeber Germania Halberstadt und dem Halleschen FC aus. "Wir wollen natürlich, nachdem schon zwei Partien ausgefallen sind, unbedingt spielen. In der kommenden Woche müssen wir nach Plauen, und da wollen wir schon ein Punktspiel in den Beinen haben", so Trainer Thomas Pfannkuch. Heute um 10 Uhr wird das Friedensstadion bezüglich der Bespielbarkeit noch einmal unter die Lupe genommen.
Wenn die Entscheidung positiv ausfällt, dann ist mit 400 bis 500 HFC-Anhängern zu rechnen.


Mitteldeutsche Zeitung vom 17.02.2006

Schlechte Bedingungen lassen den Spielplan wackeln - Bereits erste Absagen
Wettergott als Schiedsrichter

Von Karl Ebert

Auszug

Halle/MZ. Oberliga: "Wir haben mit Halberstadt telefoniert. Noch sind die Verantwortlichen vor Ort guter Dinge, dass wir am Sonntag spielen können. Eine endgültige Entscheidung soll aber erst am Freitagvormittag fallen", sagte der Berater des Halleschen FC, Lutz Lindemann. Da auch die dritte Partie der Rückrunde auf der Kippe steht, suchen die Saalestädter natürlich für den Fall einer erneuten Absage nach einer Alternative. "Wir haben da etwas im Blick, werden die Sache bis zu einer definitiven Aussage aus Halberstadt aber nicht weiter verfolgen. Wenn wir wieder testen müssen, dann sicher nur auf unserem Kunstrasenplatz", so Lindemann.
Ob Punkt- oder Testspiel, Trainer René Müller muss mit Sven Döring, Robert Römer, Alexander Gleis, Jan Walle, Irakli Gemazashvili und Alexander Sokolowski gleich sechs Akteure ersetzen. ...


Mitteldeutsche Zeitung vom 15.02.2006

Trainer und Spieler stellen sich Fragen - Fanlubtreffen am 11. März
Jubiläumsbier zum Fanforum des HFC

Von Karl Ebert

Halle/MZ. Nach den beiden Spielausfällen hofft der Hallesche FC am Wochenende auf die erste Partie beim Spiel in Halberstadt. "Natürlich schauen wir weiter auf das Wetter. Die Platzbedingungen sind schwierig. Niederschläge darf es nicht mehr geben", weiß HFC-Marketingchef Eckbert Brauer, der schon Kontakt mit den Halberstädtern hatte.

Vor dem Duell mit Germania freut sich Brauer aber erst einmal auf das Fanforum, das morgen, 18.30 Uhr, im Kurt-Wabbel-Stadion stattfindet. Aus diesem Anlass wird erstmals auch das Jubiläumsbier des HFC zum 40. Geburtstag verkauft, das im Sechserpack zu vier Euro angeboten wird. Am Forum, zu dem das Streetwork-Fanprojekt eingeladen hat, nehmen Trainer René Müller sowie vier Spieler teil. Neben Marcel Geidel sind die drei Neuzugänge des Winters, Manuel Endres, Alexander Gröger und Uwe Sokolowski, dabei. Letzterer ist guter Dinge, nach seinem leichten Muskelfaserriss ins Team zu rücken.
Das Streetwork-Fanprojekt hat sich mit Vertretern verschiedener Fanclubs getroffen, um die künftige Zusammenarbeit zu koordinieren. Dabei ging es um den Aufbau einer neuen Organisationsstruktur aller Fanclubs. Außerdem wurde ein Fanclubtreffen beschlossen, das am 11. März, 12 Uhr, im Restaurant Bischoff stattfinden soll.


Volksstimme vom 14.02.2006

Germania Halberstadt
Zwei Test gegen Landesligisten

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Nach den Punktspielabsagen der vergangenen Wochen hat Halberstadts Oberligist kurzfristig zwei Testspiele ins Programm aufgenommen. Heute spielt der VfB beim Haldensleber SC (Landesliga Nord). Anstoß ist um 19 Uhr. Morgen treten die Halberstädter dann beim Quedlinburger SV an (Landesliga Mitte) an. Anstoß ist ebenfalls um 19 Uhr.
Am kommenden Sonntag (14 Uhr) soll nach nach zwei Ausfällen endlich der Oberliga-Rückrundenstart erfolgen. Gegner ist der HFC


Volksstimme Halberstadt vom 11.02.2006

Stadtverwaltung antwortet auf Fan-Nachfrage
Tribünenüberdachung hat keinen Vorrang

Von Sabine Scholz

Halberstadt (sc). Germania-Fans hatten in einem Leserbrief unter anderem gefragt, warum die Stadt nicht die Tribünen im Friedensstadion überdachen lässt – was einer Oberligamannschaft angemessen wäre, sagen die Fans.
Verwaltung und Stadtrat seien sich bewusst, welche Bedeutung funktionierende Sportstätten für Bürger, aber auch als überregionale Präsentationsobkjekte haben, hieß es gestern dazu aus der Stadtverwaltung.
Bereits 1997/1998 sei in den Ausbau des Friedensstadions investiert worden, u. a. für eine moderne Laufbahn und behindertengerechte Sanitäranlagen. Die hervorragenden Bedingungen – in Kombination mit dem FSZ in der Nachbarschaft – hätten die Landesverbände bewogen, in Halberstadt Leistungszentren zu eröffnen. Dass man den Ansprüchen gerecht werde, zeige die Austragung der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der Leichtathletik. Eine Tribünenüberdachung sei zwar wünschenswert, habe aber keine Priorität. Vielleicht gelingt es mit dem Konzept zum behindertengerechten Ausbau der Sportanlagen mittelfristig zu überdachten Tribünen zu kommen – mit Fördermitteln.


Volksstimme vom 10.02.2006

Germania Halberstadt
Ausweichen auf Kunstrasen?

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Der SV Grimma, planmäßig Punktspiel-Gastgeber für den Oberliga-Tabellendritten Germania Halberstadt, hat beim Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) einen Antrag gestellt, die Partie gegen die Vorharzer wegen der Unbespielbarkeit des Naturrasen-Platzes auf Kunstrasen auszutragen. Eine Antwort darauf wird in den nächsten Stunden erwartet.
Die Begeisterung der Germanen über die Aussicht, auf künstlichem Terrain zu spielen, hält sich arg in Grenzen. "Kunstrasen ist nicht gleich Kunstrasen", so Trainer Thomas Pfannkuch, der fortfährt: "Mit dem in Staßfurt sind wir in der Vorbereitung sehr gut klar gekommen, doch es gibt viele, sehr unterschiedliche Sorten." Natürlich wäre Gastgeber Grimma, der auf seinem Kunstrasenplatz sicherlich intensiv trainiert hat, in dem Fall klar im Vorteil. Wird gespielt, dann können die Halberstädter allerdings aus dem Vollen schöpfen. Alle Akteure sind derzeit fit.


Volksstimme Halberstadt vom 10.02.2006

Verspäteter Oberliga-Start mit Hindernissen
Muss Germania gegen Grimma auf Kunstrasen ran?

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Auch der 17. Spieltag der Fußball-Oberliga scheint dem Wetterchaos zum Opfer zu fallen. Wenn es ganz schlecht läuft, muss Germania am Sonntag auf Kunstrasen ran. In Grimma ist der Hauptplatz unbespielbar. Dass sich das bis Sonntag ändert, ist eher unwahrscheinlich. Die Muldestädter wollen deshalb auf ihrem Kunstrasenplatz spielen. Halberstadts Oberligist ist davon nicht sonderlich angetan. Dennoch meint Trainer Thomas Pfannkuch: "Wir wollen gewinnen, egal auf welchem Boden."
Der SV Grimma muss das Kunstrasen-Spiel allerdings beim Fußballverband beantragen. Angesichts der zahlreichen Ausfälle im Spielplan scheint eine Genehmigung allerdings wahrscheinlich. Der NOFV würde sonst mit der Saison immer mehr in Verzug geraten. Das Ende ist aber mit Beginn der Fußball-WM zeitlich begrenzt. Kunstrasen könnte somit in einigen Fällen Entlastung verschaffen. Für Germania Halberstadt ist das nicht unbedingt ein Vorteil, im Gegensatz zu den Muldestädtern. Nach dem großen Hochwasser 2002 hat der SV Grimma nicht nur ein neues Stadion, sondern auch einen Kunstrasenplatz bekommen. Davon träumt man in Halberstadt heute immer noch. Und eine Erfüllung des Traums ist nicht abzusehen.
Einiges spricht für Kunstrasen: absolut ebene Fläche, der Ball verspringt nicht und rollt sehr schnell. Für technisch versierte Mannschaften ist das immer ein Vorteil. Doch Kunstrasen ist nicht gleich Kunstrasen. Mit dieser Tatsache kann man wohl auch das Unbehagen des Halberstädter Oberligisten begründen, in Grimma auf Kunstrasen spielen zu müssen. "Wir kennen den Platz nicht, wissen nicht, welche Art von Kunstrasen es ist", weist Pfannkuch auf die Unterschiede hin. Die sind vor allem in der Länge des Grases zu finden. Die jüngste Generation der künstlichen Bodenbeläge besteht aus grasartigen Fasern mit Sand/Gummi-Einstreugranulat, die auf einer Spezialunterlage befestigt sind. Allerdings werden, um Geld zu sparen, häufig billigere Böden verbaut.
Für Pfannkuch steht fest, "es hängt von unserer Einstellung ab". Grimma müsse ernst genommen werden, schließlich habe die Mannschaft von Trainer Steffens Sachsen Leipzig mit 2:1 geschlagen. "Mal so eben nebenbei kann man in Grimma nicht gewinnen", unterstreicht Thomas Pfannkuch. Mit Kunstrasen habe das weniger zu tun. Auf dem habe seine Mannschaft, wie zuletzt beim Test in Staßfurt, bereits sehr guten Fußball gespielt.


Volksstimme Halberstadt vom 09.02.2006

VfB Germania Halberstadt
Vorsichtshalber einen Platz sichern

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Ob das Oberliga-Punktspiel des VfB Germania Halberstadt am Sonntag in Grimma stattfindet, hängt vom Wetter ab. Eine Absage der Begegnung ist durchaus möglich. Dennoch sollten sich Germania-Fans vorsichtshalber für den Fanbus anmelden. Abfahrt ist am Sonntag um 9.40 Uhr (Spiegelstrasse) und 10 Uhr (große Shell-Tankstelle). Heute können sich im Fahrzeughaus Klus Fanclub-Mitglieder anmelden. Morgen und Sonnabend werden die Restplätze im freien Verkauf angeboten. Wegen des Risikos einer kurzfristigen Spielabsage empfiehlt es sich, sich im Internet oder im Videotext zu informieren.


Bild Magdeburg vom 09.02.2006

Germania Halberstadt
Spiel auf Kunstrasen?

Von Olaf Scholz

Germania Halberstadt fand keinen bespielbaren Platz für den Test gegen Goslar. Aber in der Oberliga soll am Sonntag in Grimma gespielt werden. Auf dem als Alternative gemeldeten Kunstrasenplatz im Jahnstadion.
"Vor Kunstrasen haben wir keine Angst", sagt Trainer Thomas Pfannkuch. Auf Normal-Rasen geht gar nichts.
Heute wird wohl die Partie Pößneck gegen FCM abgesagt. Für Völpkes Heimspiel gegen Auerbach sieht es auch schlimm aus. TSV-Trainer Thoralf Bennert: "Man guckt verzweifelt jeden Tag den Wetterbericht."



Volksstimme vom 06.02.2006

NOFV-Oberliga
Eisflächen verhindern das Spitzenspiel in Magdeburg

Von Klaus Kahmann und Matthias Kasuptke

Magdeburg. Während in der Nordstaffel der NOFV-Oberliga schon am Freitag feststand, dass die Platzbedingungen keine Fußballspiele zulassen, gingen die Absagen in der Südstaffel zumeist erst am Sonnabend über die Bühne. Mit ganzen zwei Partien konnte hier am Ende noch der Start in die Rückrunde vollzogen werden. Abgesagt wurde auch das Spitzenspiel in Magdeburg zwischen dem gastgebenden Tabellenführer 1. FC Magdeburg und dem Vierten VFC Plauen.
"Auf dem Platz im Germerstadion konnte man wirklich nicht spielen. Wir haben dort am Sonnabend trainiert, überall gab es Eisflächen auf dem Rasen, da hätte es kein reguläres Spiel gegeben", schätzte gestern FCM-Trainer Dirk Heyne ein. Auch der Mittelkreis war von einer Eisschicht überdeckt. Alle Versuche, mit Wärmedecken und anderem diese Schicht zu entfernen, schlugen fehl. Das Eis drückte aus dem tiefgefrorenen Boden nach.
"Natürlich sind wir jetzt enttäuscht, dass es nicht mit einem Heimstart klappte", meinte Heyne. "Es ist nicht schön, wenn man eine so gute Vorbereitung hingelegt hat, so gut drauf ist und dann trotzdem von heute auf morgen verzichten muss. Aber das lässt sich nicht ändern. Dann müssen wir eben den Start am nächsten Wochenende in Pößneck vollziehen", so der FCM-Trainer weiter. Nach der ordentlichen Trainingseinheit am Sonnabend hat Heyne dann seiner Mannschaft am gestrigen Sonntag einmal freigegeben.

Auch bei Germania Halberstadt herrschte gestern Ruhe. Der ausgefallene Spieltag sollte zur "Familienpflege" genutzt werden. So zumindest gab es Trainer Thomas Pfannkuch seiner Mannschaft vor. "Bei uns ist frei, wir waren in den letzten Wochen viel unterwegs, die Spieler sollen deshalb Familienpflege betreiben", erklärte der Coach. Das Spiel gegen den TSV Vöplke musste gestern wegen vereisten Rasens und vereister Zuschauerränge abgesagt werden.
Die Ruhepause dauert allerdings nicht lange. Heute früh ist wieder Training angesagt. Für morgen Abend hat Pfannkuch ein zusätzliches Testspiel ins Programm genommen. Gegner ist der Niedersachsenligist Goslarer SC. Germania geht diesmal aber auf Nummer sicher: Gespielt wird in Goslar auf Kunstrasen.


Volksstimme Halberstadt vom 06.02.2006

Hat Stadt das Stadion vergessen?
Germania-Fanclub wartet auf Ausbau des Friedensstadions

Von Eddi Masannek

Melden sich die Vereine einer Stadt in der öffentlichen Diskussion zu Wort,so müsste das ein Zeichen für funktionierende Basisdemokratie sein. Dieses Recht auf Meinungsäusserung nehmen auch wir, der Germania-Fanclub Harz (ca.70 Mitglieder, Männer und Frauen, alt und jung) für uns in Anspruch.
Es hat den Anschein,als ob nur noch über neue Projekte gesprochen wird. Wir dagegen wollen von der Stadt wissen:

Was macht eigentlich der Um- und Ausbau des Friedensstadions? Wann geht es endlich los?

Der Verein VfB Germania ist ein respektables Aushängeschild für unseren Heimatort. Nicht nur wegen der Oberliga - Fussballer , sondern vor allem im Hinblick auf die Abteilung Leichtathletik , die mit den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften 2006 in Halberstadt auf einen absoluten Höhepunkt zusteuert. Und das Behindertensportfest 2005 war doch wohl für alle Teilnehmer - ob aktiv als Sportler oder passiv als Zuschauer - ein positives Erlebnis der ganz besonderen Art!
Sind sich die Verantwortlichen im Rathaus dieser Tatsachen wirklich bewusst?
Ist jetzt nicht der geeignete Zeitpunkt, die Pläne aus der Schublade zu holen und die Weichen für die Zukunft zu stellen?
Ein angemessenes Stadion muss Teil der Konzeption des neuen Harzkreises sein. Perspektiven für den Sport zur Stärkung der regionalen Identität!

Eddi Masannek, Halberstadt


Volksstimme vom 04.02.2006

Fußball-Oberliga: Magdeburgs Gegner VFC Plauen reist schon heute in die Elbestadt / Grünes Licht für Derby in Halberstadt
Vogel: FCM im Mittelfeld und Angriff vorzüglich besetzt

Von Uwe Tiedemann

Magdeburg. Heute Mittag um 12 Uhr soll sich bei einer Platzbesichtigung im Heinrich-Germer-Stadion endgültig entscheiden, ob das Gipfeltreffen der Fußball-Oberliga zwischen dem 1. FC Magdeburg (1.) und VFC Plauen (4.) morgen um 13 Uhr stattfinden wird.

"Wir gehen nach wie vor davon aus, dass gespielt werden kann, haben an der einen gefährlichen Stelle das Eis entfernt. Auch die Mannschaft konnte gestern trainieren", sagte Geschäftsstellen-Mitarbeiter Martin Wanzek.
Die Vogtländer um ihren Top-Stürmer Christian Reimann (12 Treffer) haben sich entschlossen, schon heute die Reise nach Magdeburg anzutreten, weil man sonst am Sonntag in aller Frühe hätten aufbrechen müssen. "Wir wollen den Aufwärtstrend der letzten Spiele aus der Hinrunde fortsetzen und zeigen, dass wir uns weiterentwickelt haben", sagte Trainer Tino Vogel, der den FCM mehrfach selber gesehen hat oder beobachten ließ. Seine Einschätzung: "Magdeburg ist im Mittelfeld und Angriff vorzüglich besetzt, da haben sie ihre Stärken. Wir müssen an unsere Grenzen gehen. Vor allem dürfen wir uns nicht wie im Hinspiel beim 2:4 so viele individuelle Fehler leisten." Da wirkte bekanntlich noch der bulgarische Weltstar Krassimir Balakov mit, der mittlerweile aber als Trainer beim Schweizer Rekordmeister Grasshoppers Zürich arbeitet.
Dafür hat sich Plauen genau wie der FCM in der Winterpause im Defensivbereich verstärkt. Während der Club Michael Habryka aus Bremen verpflichtete, holte der VFC Carsten Paulick von Carl Zeiss Jena zurück.
Rund 150 Fans wollen den Tabellenvierten morgen nach Magdeburg begleiten. Und die hoffen natürlich, dass das Match einen ähnlichen Verlauf nimmt wie im März letzten Jahres, als der VFC im Germer-Stadion 1:0 gewann.

Übrigens: Gleich zweimal wurde gestern das Fußballareal im Halberstädter Friedensstadion durch Experten begutachtet. "Wir gehen zu 99,9 Prozent davon aus, dass das Nachbarschaftsderby gegen Völpke am Sonntag (14 Uhr) über die Bühne gehen kann", so der optimistische VfB-Spielermanager René Cunaeus.


Volksstimme Börde vom 04.02.2006

Fußball-Oberliga Süd: Völpke starte in Halberstadt in die Rückrunde
Ulf Peitsmeyer: Wir wollen bei Germania nicht verlieren

Von Reinhard Klar

Völpke. Der TSV gastiert am morgigen Sonntag in der ersten Rückrundenbegegnung beim Tabellendritten VfB Germania Halberstadt. Zum Aufgebot für dieses Spiel gehört auch Ulf Peitsmeyer, einer der drei Neuzugänge, die Völpke zu Beginn der 2. Halbserie zu verzeichnen hat. Der 32-J ährige stieß über die Stationen Braunschweiger SC, BSV Ölper, Eintracht Braunschweig Amateure, Freie Turner Braunschweig und TSV Helmstedt zum Oberliga–Aufsteiger.
Ulf Peitsmeyer kann sowohl in der Abwehr als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. In den bisherigen Vorbereitungsspielen bot er in der Abwehr stabile Leistungen, zeigte sich bei den Völpkern schon gut integriert. Zu seinen Stärken gehören eine solide Technik, Schnelligkeit und gutes Zweikampfverhalten.
Ulf Peitsmeyer fühlt sich beim TSV wohl und gut aufgenommen. Wesentlich dazu beigetragen habe die vorurteilsfreie Atmosphäre, die im Kreis der Mannschaft und in deren Umfeld herrsche. Angesprochen auf seine Erwartungen, mit denen er nach Völpke gekommen sei, äußerte er sich gegenüber dem Börde–Sport so: "Ich möchte mit meinen Leistungen dazu beitragen, dass der TSV Völpke den Oberliga–Klassenerhalt schafft."
Zur Partie in Halberstadt befragt, meinte er: "Germania gehört ohne Zweifel zu den Spitzenteams in der Oberliga Süd und kann sich durchaus noch Meisterschaftshoffnungen machen. Wir haben uns dennoch vorgenommen, dort nicht zu verlieren." Ulf Peitsmeyer, wohnhaft in Braunschweig, ist mit Michaela verheiratet und Vater einer Tochter namens Merle–Aurelie. Beruflich ist er in der Abteilung Controlling / Buchhaltung eines Unternehmens in Salzgitter tätig.


Volksstimme Halberstadt vom 03.02.2006

Halberstadt startet am Sonntag gegen Völpke in die Oberliga Rückrunde
Schlitte und Hartmann nehmen Abschied vom VfB Germania

Von Mathias Kasuptke

Der Start in Rückrunde ist auch ein Abschied. Wenn am Sonntag der TSV Völpke gegen Germania Halberstadt aufläuft, heißt es auch gleichzeitig Abschied nehmen. Bekannt ist bereits, das Kevin Schlitte künftig für Carl Zeiss Jena spielt. Neu ist, das auch Erik Hartmann seine Töppen an den Nagel hängt.

Halberstadt. Mit einem Tor, das er am 10. Oktober 2004 erzielte, hat Erik Hartmann Geschichte geschrieben. Er war erst in der 72. Minute für Penev eingewechselt worden. Germania führte gegen Carl Zeiss Jena (damals noch Oberliga) im Friedens stadion sensationell mit 2:0. In der 89. Minute beugte sich Jenas Ziegner dem Druck, schaltete den Rückwärtsgang ein, Hartmann setzte nach. Plötzlich stand es 3:0. "Ich kannte Ziegner, wusste, dass sein Ehrgeiz es nicht zuließ, zum Torhüter zurück zu spielen. Also staubte ich an der richtige Seite den Ball ab und schob ihn über die Linie." So oder ähnlich hatte damals Erik Hartmann das Tor erklärt. Es war ein typisches Hartmann-Tor. Eingewechselt, abgestaubt, Tor geschossen.
Darauf müssen Germanias Fans künftig verzichten. Hartmann hört auf. Es hat sich lange angedeutet. In der laufenden Saison hat er bisher nur 12 Minuten (gegen den FCM) gespielt. Der Stürmer, der Germania u. a. aus der Landesliga bis in die Oberliga geschossen hat, hört auf. Morgen vor dem Spiel gegen Völpke soll Hartmann im Friedens stadion offiziell verabschiedet werden. Hartmann kam im Sommer 1999 mit Frank Lieberam zum VfB Germania.
Mit Hartmann wird sich auch Kevin Schlitte von den Halberstädter Fußballfans verabschieden. Lange bekannt: Der schnelle Rechtsaußen wechselte zum Regionalligisten Carl Zeiss Jena. Den Fans hatte er jedoch versprochen, sich vor dem Völpke-Spiel noch einmal sehen zu lassen. Zeit dafür hat er. Jena spielt bereits morgen gegen Hertha II, allerdings definitiv ohne Kevin Schlitte. Die gelb-rote Karte aus dem letzten Heimspiel der Hinrunde gegen Leipzig nimmt er mit in die Regionalliga. Schlitte kam im Winter 2003 vom SV Südharz zu Germania Halberstadt. Hinter der großen Doppel-Verabschiedung steht allerdings noch ein großes Fragezeichen. Ob das Spiel gegen Völpke angepfiffen werden kann, entscheidet sich erst am Sonntag, je nach Wetterlage. Eine kurzfristige Absage des Spiels wäre also durchaus möglich.


Volksstimme vom 03.02.2006

Derby zum Fußball-Oberliga-Rückrundenstart
Völpke in Halberstadt krasser Außenseiter

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Zum Rückrunden-Auftakt in der Oberliga Süd bestreiten Germania Halberstadt und der TSV Völpke am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr) ein Nachbarschaftsderby.
In das gehen die beiden Kontrahenten unter völlig verschiedenen Vorraussetzungen. Während Gastgeber Halberstadt mit einigem Stolz auf dem dritten Tabellenplatz rangiert, sind die Bördekreiskicker Vorletzter - vier Punkte vom ersten Nichtabstiegsrang entfernt.
Stehen die Völpker demnach unter Zugzwang, so kann Germania recht gelassen in die Rückrunde gehen. "Natürlich wollen wir gern jedes Spiel gewinnen, dabei jedoch keinesfalls verkrampfen. Für mich ist wichtig, dass wir wirklich gut spielen", so Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch.
Die Vorbereitung auf die kommenden Spiele verlief für beide Mannschaften wegen der miserablen Platzverhältnisse kompliziert. "Unsere Vorbereitung ist noch nicht abgeschlossen. Wir brauchen noch etwas Zeit", beklagt Völpkes Coach Thoralf Bennert zudem, dass "etliche Spieler aus den unterschiedlichsten Gründen oftmals nicht zur Verfügung standen." Auch für Pfannkuch lief es "alles andere als optimal, doch wir klagen nicht".
In der Winterpause kam insbesondere bei den Völpkern noch einmal Bewegung in den Spielerkader. Mit Ulf Peitsmeyer, Torsten Schulz (beide zuvor TSV Helmstedt) sowie Sebastian Dannhauer (Germania Halberstadt II) wurden drei Neuzugänge aus Landesligateams begrüßt. Germania hingegen gab Leistungsträger Kevin Schlitte an Regionalligist Jena ab.
In das Derby gehen die ohne akute Besetzungssorgen behafteten Halberstädter, die das Hinspiel in der Börde deutlich mit 4:0 gewannen, dennoch als klarer Favorit. "Wir wollen natürlich einen Heimsieg landen", fordert Pfannkuch, der Völpke im letzten Testspiel beobachtete, am Sonntag einen couragierten Auftritt seiner Männer. Völpkes Team hingegen wäre sicherlich über einen Punktgewinn mehr als froh. Auch weil mit Torsten Schulz, Ronny Röper und Christian Helmke am Sonntag gleich drei TSV-Akteure mit Sicherheit fehlen werden. "Wir werden flexibel auf die Bedingungen reagieren", wirft Bennert die Flinte natürlich dennoch nicht ins Korn.
Und damit zu den Platzverhältnissen im Friedenstadion: Unter heutigen Bedingungen könnte sicherlich gespielt werden. Da die Wettersituation sich jedoch umstellen soll, muss damit gerechnet werden, dass die Entscheidung über die Austragung sehr kurzfristig fällt, eventuell gar erst am Spieltag selbst.


Tagesspiegel vom 02.02.2006

Management-Konferenz bringt Ost-Klubs wenig
Kaum Hilfe zur Selbsthilfe

Von Mathias Klappenbach

Dresden - Es war voll im großen Tagungsraum des Dresdner Hotels, in dem sich der ostdeutsche Fußball versammelt hatte. Er war gekommen, um zu lernen. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatte zur "Management-Konferenz Ost" neben Bundesligist Hertha BSC 40 Vereine eingeladen, die in der zweiten, dritten oder vierten Liga spielen. Die Konferenz war im vergangenen Sommer auf dem so genannten Ost-Gipfel verabredet worden, als mit Hansa Rostock der letzte Bundesligist aus den neuen Ländern abgestiegen war und deshalb die Schwäche des ostdeutschen Fußballs thematisiert wurde.
Vom ZFC Meuselwitz bis zu Dynamo Dresden waren fast alle gekommen, um an dem angekündigten "Know-how- Transfer" teilzunehmen. Wie mache ich aus meinem Verein eine Marke? Wie gliedere ich den Spielbetrieb als Kapitalgesellschaft aus dem eingetragenen Verein aus? Was kann ich von den großen Bundesligaklubs lernen, weil ich auch als Oberligist inzwischen ein Wirtschaftsunternehmen bin? Fragen, über die Experten aus Recht, Wirtschaft und Wissenschaft auf Bundesliganiveau referierten. "Wir wollten einen Themenhorizont aufzeigen, mit dem sich jeder höherklassige Verein befassen muss", sagt der für Finanzen zuständige DFL-Geschäftsführer Christian Müller.
Das vermittelte Wissen stand denn auch kaum in Zusammenhang mit spezifischen Problemen im Ost-Fußball, transferiert wurde universelles "Know-how" über gute Vereinsführung und -entwicklung. Die 125 Vereinsvertreter erfuhren etwa, dass sich Kontinuität lohnt, anstatt mit Gewalt sofort aufsteigen zu wollen. "Retten kann den Ost-Fußball so etwas natürlich nicht", sagt Hans-Georg Moldenhauer, der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV). "Die Unterstützung muss differenzierter weitergehen." Konkrete Planungen dafür gibt es noch nicht.




 

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