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Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

März 06


Volksstimme Halberstadt vom 31.03.2006

Germania Halberstadt nach hohem Sieg, aber schwachem Spiel
Da kommt jetzt sicher vieles zusammen

Von Mathias Kasuptke

Gewonnen ja, aber wie. Das 4:0 gegen Völpke täuscht über die wirkliche Leistung des Halberstädter Oberligisten hinweg. Zumindest in der ersten Halbzeit war die Pfannkuch-Mannschaft völlig von der Rolle. Als "katastrophal" bezeichnete der Trainer den Auftritt seines Teams. Germania steht vor einer schweren Rückrunde.

Halberstadt (mak). Zumindest der Abschluss war versöhnlich. Ein Tor wie ein Geschenk für seine Tochter Leonie. Seit einer Woche ist er Vater eines kleinen Mädchens und Enrico Gerlach zirkelte in der 90. Minute einen Freistoß aus halblinker Position über etwa 25 Meter ins lange Eck, wie nur er es kann.
Das 4:0 steht in den Papieren, daran wird sich nichts mehr ändern. Doch zufrieden sein, kann niemand mit diesem Spiel. Das es am Ende ein deutlicher Sieg war, lag an einer erheblichen Steigerung in der zweiten Halbzeit. Das, was vor dem Seitenwechsel auf dem Rasen geboten wurde, war indiskutabel. Trainer Thomas Pfannkuch fand für die Leistung seiner Mannschaft auch erst gar keine Worte: "Ich kann gar nicht verstehen, was wir da gespielt haben".
An dem schwachen Auftritt waren so ziemlich alle Germania-Spieler beteiligt. Kein Pass fand seinen Adressaten, immer wurde ein Haken zu viel geschlagen und anstatt nach vorn, wurde der Ball nach hinten oder quer gespielt. Selbst einfache Dinge wie eine normale Ballannahme schienen an diesem Tag ein schwieriges Unterfangen.
Von Völpke war nicht viel zu erwarten. Der Abstiegskandidat stellte sich hinten rein, hoffte auf Konter. Gegen schwache Halberstädter gelang das sogar recht ansehnlich. Mehr aber auch nicht. Eine richtige Torchance hatten sie nicht.
Germanias-Auftritt bleibt ein Rätsel. Dabei hatte Gäste-Coach Bennert noch vor dem Spiel für genügend Motivationsstoff gesorgt. Völpkes Trainer Bennert hatte in einem Zeitungsinterview große Halberstädter Schwächen vorhergesagt: Erst ein Spiel in diesem Jahr, eine schwache Leistung gegen den FCM, wenig auf Rasen gespielt, keine Harmonie in der Mannschaft. Toralf Bennert versucht, Germania schwach zu reden. Doch was andere Teams aufgebaut hätte, sorgte bei Germania am Mittwoch für das Gegenteil. Oder hatte Bennert recht, war seine Mannschaft nur zu schwach, um daraus Kapital zuschlagen. "Wir haben alles in der Kabine gelassen, was man zum Fußballspielen braucht. Wir hatten in der ersten Halbzeit keinen Mut, kein Selbstvertrauen und keinen Ehrgeiz. Es war eine Katastrophe", fasste es Pfannkuch zusammen und sieht die Ursache dafür in der Mischung aus dem von Bennert Geäußertem. "Da kommt jetzt sicher vieles zusammen."
Erst nach dem Seitenwechsel gelang den Halberstädtern wieder etwas. Dafür haben sie allerdings mächtig gerackert. Germania fand über den Kampf zum Spiel, was wiederum viel über die Qualität dieser Mannschaft sagt. Sie lässt sich nicht hängen, hat den Anspruch, besser spielen zu wollen. Das Banser-Tor wirkte wie ein Befreiungsschlag, der zusätzliche Kräfte freisetzte. Eins steht allerdings bereits jetzt fest. Die Rückrunde wird schwer.

Am Sonntag empfängt der VfB Germania um 14 Uhr den FC Eilenburg.


Volksstimme vom 31.03.2006

Fußball-Oberliga: Sachsen-Anhalt Derby Halberstadt - Völpke
Völpke in der Offensive zu schwach

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Für klare Fronten sorgten am Mittwochabend die Kicker von Germania Halberstadt im Nachbarschaftsderby gegen den TSV Völpke. Mit 4:0 gewannen sie im Friedensstadion standesgemäß.
Zufrieden ist Germania-Coach Thomas Pfannkuch aus dieser Begegnung aber keineswegs heraus gegangen. "Unsere Leistung in der ersten Halbzeit war katastrophal. Das hatte mit Oberliganiveau nichts zu tun. Kein Zusammenspiel, vor allem auch kein Kampfgeist - es sah schlimm aus. In der zweiten Hälfte haben wir uns dann ins Spiel hereingekämpft", so der Halberstädter Trainer, der voraussichtlich auch im am Sonntag stattfindenden nächsten Heimspiel gegen Eilenburg auf Abwehrorganisator Randy Gottwald verzichten muss, dessen alte Oberschenkelverletzung wieder aufbrach.
"Wir haben nach dem 0:1 nach knapp einer Stunde zu schnell den Kopf hängen lassen", ärgerte sich Völpkes Trainer Thoralf Bennert darüber, dass sein Team in der Folge nicht mehr den Widerstand der ersten Spielhälfte leistete.
Da nämlich ärgerte sie Favorit Halberstadt gewaltig, was sich angesichts des "Fehlpass-Festivals" der Gastgeber in großem Unmut auf den Zuschauerrängen niederschlug. So oft und laut wurde dort selten gestöhnt. "Wir haben gut gestanden, so dass die Halberstädter sich im Spielaufbau mächtig schwer taten. Aber die Fortsetzung nach vorn fehlte schon da. Wir hatten nur zwei echte Torchancen, eine für André Linzert und ein für Ronny Bree", rührte Trainer Bennert an dem wunden Punkt, der der wundeste der Völpker ist - die Offensive.
Es ist kein SChwarzmalen, wenn man den Bördekreiskickern auch in der kommenden Partie einen immens schweren Stand voraussagt. Am Sonntag kommt der Hallesche FC.


Bild Magdeburg vom 30.03.2006

Schwaches Oberliga-Nachholspiel
Germania vermöbelt Völpke 4:0

Von Olaf Scholz

Ein echtes Derby war es eigentlich nie. Der VfB Germania Halberstadt gewann gestern 4:0 gegen TSV Völpke. Ein schwaches Oberliga-Nachholspiel.
Mit 10 Minuten Verspätung ging es im Friedensstadion los. Andrang an den Kassen. Aber was die 726 Fans in der ersten Halbzeit sahen, war zum Abgewöhnen.Erster Lichtblick: Germanias Stürmer Reitzig schoß, TSV-Torwart Pietruska hielt (21.) Dann 2 Chanchen per Kopf. Erst Reitzig aus zwei Metern vorbei (35.). Völpkes Linzert in die Arme von Germania-Keeper Kischel (38). Ein Derby ohne Feuer.
Aber Germania hat ja Knipser Banser, der gleich doppelt traf. Erst per Kopf (58.), dann aus 10m (70.) zum Saisontor 11 und 12. Sturmkollege Reitzig staubte zum 3:0 (72.) ab. Kapitän Gerlach netzte mit dem Abpfiff ein. 4:0 wie im Hinspiel...


Volksstimme vom 30.03.2006

Fußball-Oberliga: Germania Halberstadt - TSV Völpke 4:0
Bansers Treffer leitete späten Siegeszug ein

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Im Landesderby der Fußball-Oberliga zwischen Gastgeber Germania Halberstadt und dem TSV Völpke gab es gestern ein standesgemäßes Resultat. Mit 4:0 (0:0) fertigte Germania den abstiegsbedrohten Kontrahenten ab. Das waren die ersten drei Halberstädter Punkte im Jahr 2006.
Der favorisierte Gastgeber startete ausgesprochen schwach in die Begegnung. Gegen die zumeist aufgerückte Völpker Abwehr veranstaltet Germania zunächst ein regelrechtes Fehlerfestival. Ausdruck dessen war zum Beispiel die Tatsache, dass der Außenseiter in der 18. Minute drei Eckbälle in Folge verzeichnete.
Über lediglich zwei Torchancen verfügte Germania in der ersten Spielhälfte. Beide besaß Friedrich Reitzig (21., 37.), doch speziell beim ersten Versuch war Völpkes Keeper Frank Pietruska auf der Hut. Für die Gäste hatte Linzert zunächst die beste Möglichkeit, köpfte das Leder jedoch vorbei (39.).
Auch die zweite Spielhälfte begann auf schwachem Niveau. Weiterhin wurden auf beiden Seiten entschieden zu viele Fehler produziert. In der 57. Minute aber erlöste Fait-Florian Banser seine Germanen, indem er nach Flanke von Ladislav Stefke zum 1:0 einköpfte. In der Folge wurde das Halberstädter Spiel zwingender. Völpkes Mannschaft begann zu schwächeln.
In der 72. Minute fanden sich Stefke und Banser erneut. Der Germania-Angreifer schoss flach zum 2:0 ein. Als "Fritze" Reitzig kurz danach das 3:0 markierte, war die Begegnung entschieden. Banser hatte in der 86. Minute seinen dritten Treffer auf dem "Latschen", traf jedoch lediglich das Außennetz des Völpker Kastens. Die Treffer-Zugabe gab es dann jedoch in der 90. Minute. Den 4:0-Endstand erzielte der junge Vater Enrico Gerlach (für seine Tochter Leonie) per Freistoß.
Fazit: Germania gewann hochverdient, brauchte jedoch sehr lange, um ins Spiel zu kommen. Die Fehlerquote war entschieden zu hoch. Die Gäste waren zunächst gut eingestellt, doch fehlte es ihnen im Angriff nahezu an allem.


Volksstimme vom 29.03.2006

NOFV-Oberliga
Völpke rechnet sich im Derby eine Chance aus

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Wenn heute ab 17.30 Uhr das Amateuroberligaderby zwischen Germania Halberstadt und dem TSV Völpke im Friedensstadion angepfiffen wird, dann schlüpfen logischer Weise die viertplatzierten Gastgeber in die Favoritenrolle.
Doch Völpkes Coach Thoralf Bennert rechnet sich durchaus etwas aus: "Halberstadt hat in diesem Jahr - und wir haben schon Ende März - erst ein Punktspiel bestritten, und das auch noch verloren. Ich glaube, dass sich die Germaniaspieler etwas im Unklaren darüber befinden, wo sie leistungsmäßig stehen. Wir haben uns zuletzt in unserem dritten Punktspiel 2006 beim 2:1 in Grimma deutlich gesteigert und über weite Strecken gut präsentiert. Vielleicht können wir ja für eine Überraschung sorgen." Neben dem langzeitverletzten Ronny Röper fällt bei Völpke Christian Uffrecht (Sprunggelenkverletzung) aus.
Bei Germania Halberstadt gibt es keine Probleme im Spielerkader. Trainer Thomas Pfannkuch ist erfreut darüber, dass der zuvor angeschlagene Enrico Gerlach heute mitwirken kann. "Er wird unserem Spiel wieder Sicherheit verleihen und für einen gefährlichen Zuschnitt in der Offensive sorgen", ist sich Pfannkuch sicher. Germania will mit dem erhofften Heimsieg eine Erfolgsstrecke beginnen. Einschließllich der Partie gegen Eilenburg (Sonntag, ebenfalls daheim) sollen am Wochenende sechs Punkt zu Buche stehen.


Bild Magdeburg vom 29.03.2006

Anhalt Derby
Bennert stichelt gegen Germania

Von Olaf Scholz

Anpfiff zu den Nachholwochen in der Oberliga. Heute um 17.30 Uhr geht es für Halberstadt (4) und Völpe (15) im Friedensstadion los. Aber auch friedlich?
Völpkes Trainer Thoralf Bennert stichelt: "Wir können doch nur gewinnen. Halberstadt hat schon Probleme - erst ein Spiel gemacht und das 0:1 verloren. Vielleicht hat man auch den Nachwuchs von Sportfreund Gerlach zu doll gefeiert..."
Was sagt Germanias Trainer Thomas Pfannkuch dazu? "Benno ist ein Schlitzohr, er versucht Druck zu machen." Pfannkuch kennt ja den Kollegen Bennert gut. Sie wohnen beide in Braunschweig, haben beide bei Braunschweig gespielt.
Pfannkuch gibt aber zu: "Unser Problem ist die fehlende Spielpraxis. Und gegen den FCM fehlte die Einstellung." Er glaubt: "Gegen Völpke zeigen wir alte Stärke". TSV-Kapitän Mathias Zahn kontert: "Wir haben alle ein Ziel, punkten für den Klassenerhalt. Auch heute."
Bei Völpke fehlen die verletzten Röper und Uffrecht. Bei Germania rückt nach überstandener Oberschenkelverletzung Kapitän Gerlach für Kopp ins Team.


Volksstimme vom 29.03.2006

Germania Halberstadt
Oberligist fehlen 55 000 Euro

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Germania hat das Schweigen gebrochen. Erstmals hat Präsident Olaf Herbst offen konkrete Summe genannt. Etwa 40 000 Euro fehlen dem Oberligisten für die laufende Saison bis zum 30. Juni. Das gab Herbst während der Jahreshauptversammlung des Vereins am Montagabend offiziell bekannt. Das finanzielle Loch resultiert nach Aussage von Herbst aus der Heros-Pleite und der damit verbundenen Insolvenz von Germanias Hauptsponsor WSW. Vergrößert werde das Finanzloch um 15 000 Euro durch die zahlreichen Spielausfälle, die erhebliche Einnahmenverluste zur Folge hatten.
Trotz der finanziellen Offenbarung versprüte Präsident Herbst vor den Vereinsvertretern Zuversicht. "Wir haben gemerkt, dass der Verein an den richtigen Stellen Freunde hat", erklärte Herbst und versicherte: "Wir werden die klaffende Lücke bis zum 30. Juni füllen." Das hätten die Gespräche mit der Wirtschaft ergeben. Bereits zum 30. April will Herbst den Etat für die nächste Saison zu 70 bis 80 Prozent abgedeckt wissen. "Wir haben bisher kaufmännisch gehandelt, das wird auch weiter so bleiben, bei aller sportlicher Emotionalität", unterstrich der Präsident.
Zwar räumte man intern ein, dass ein Hauptsponsor wie WSW nicht durch ein anderes Unternehmen ersetzt werden kann, die WSW-Insolvenz habe aber zur Folge gehabt, dass viele Unternehmen dem Verein zur Seite gesprungen seien. "Unser Wirtschaftsbeirat hat gute Arbeit geleistet", sagt Herbst und betont: "Wir werden nächstes Jahr Oberliga spielen."
Das gute Krisenmanagement bei Germania wirft allerdings ein neues Problem auf: Es gibt viele gleichwertige Sponsoren. Anders als mit einem Hauptsponsor stellt sich jetzt bei den Halberstädtern die Frage. Wer darf im nächsten Jahr auf das Trikot?


Volksstimme Halberstadt vom 29.03.2006

Jahreshauptversammlung des VfB Germania Halberstadt
Dr. Hausmann: Stadt kann stolz sein auf den VfB Germania

Von Mathias Kasuptke

Der VfB Germania Halberstadt hat ein spannendes Jahr 2005 hinter sich. Sportliche Erfolge kennzeichneten das Jahr ebenso wie Umstrukturierungen und Mitgliederverluste. Der größte Verein der Region meisterte die Höhen und Tiefen und präsentierte sich am Montagabend zur Jahreshauptversammlung als starke Einheit.

Halberstadt (mak). Der VfB Germania ist das Aushängeschild Halberstadts. Neben dem guten Abschneiden der Oberliga-Fußballer sorgen vor allem die Leichtathleten des Vereins für einen großen überregionalen Bekanntheitsgrad der Stadt Halberstadt. Dessen ist sich auch Dr. Harald Hausmann bewusst. "Die Stadt kann stolz sein auf diesen Verein", betonte der Oberbürgermeister und bezeichnete die Germania-Athleten als "Botschafter Halberstadts". Sein Herz " schlägt für Germania".
Der Präsident des VfB Germania Halberstadt, Olaf Herbst, erinnerte daran, dass die Erfolge des Vereins viele Väter und Mütter habe. "Es sind die Trainer, Übungsleiter, Eltern und Großeltern, die jede Woche, jedes Wochenende diesen Verein zu dem machen, was er ist", unterstrich Herbst. Ohne dieses Engagement wären die sportlichen Erfolge bei Germania Halberstadt nicht möglich. Nach den Leistungen der Sportler würdigte Herbst das Engagement der Spon soren. "Ohne sie wäre der Verein nicht denkbar", erinnerte der Präsident und dankte zahlreichen Firmen für "ihre große Verbundenheit mit unserem Verein". Nur so könne Germania auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung in Halberstadt und der Region gerecht werden, meinte Herbst mit Blick auf die bei Germania im großen Umfang betriebene Nachwuchsförderung. Herbst : "Wir sind ein Pool mit zahlreichen sozialen Aufgaben."
Intern hat der VfB Germania Halberstadt auch einige Umstrukturierungen gemeistert. Nach Rücktritten musste eine neue Führungsstruktur gefunden und besetzt werden. Mit Uwe-Karsten Heimbürger als Vize-Präsidenten und Roland Voigt als Vize-Präsidenten mit Schatzmeister-Funktion sowie Frank Butzke als Fußball-Abteilungsleiter hat sich der VfB Germania Halberstadt für die Zukunft solide aufgestellt.
Dennoch hatte der Verein im vergangenen Jahr einen erheblichen Mitgliederschwund zu verzeichnen. Germania zählt derzeit nur noch 1054 Mitglieder. Das sind 121 weniger als noch ein Jahr zuvor. Schatzmeister Voigt sieht diesen Verlust neben einer negativen demographischen Entwicklung auch in der im vergangenen Jahr umgelegten Beteiligung der Mitglieder an den Betriebskosten der Sportstätten begründet. "Es gab Sportgruppen, die diesen Betrag nicht zahlen konnten und deshalb den VfB Germania verlassen haben", erklärte Schatzmeister Voigt. Der Verein bedauere diese Entwicklung.


Volksstimme vom 28.03.2006

Fußball: Morgen steigt Nachbarschaftsduell Germania Halberstadt - TSV Völpke
VfB-Trainer Pfannkuch fordert: Mehr agieren als reagieren

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Neuen Anlauf zur Austragung eines Fußball-Landesderbys nehmen gegenwärtig die Oberligakicker von Germania Halberstadt und vom TSV Völpke. Am morgigen Mittwoch wird um 17.30 Uhr im Halberstädter Friedensstadion nachgeholt, denn eigentlich sollte die Partie schon am 5. Februar ausgetragen werden. Das verhinderte bekanntlich der recht materialistisch auftretende Winter.
Es ist ein Nachbarschaftsduell, jedoch nur in einer Beziehung. Die Orte liegen etwa 30 Kilometer voneinander entfernt. Was jedoch den Stand in der Tabelle angeht, so ist der Abstand zwischen beiden Mannschaften beträchtlich. Völpke ist stark abstiegsgefährdet und steht bei 13 Punkten. Gastgeber Halberstadt hat zwei Partien weniger ausgetragen als der Konkurrent und dennoch schon 30 Zähler gesammelt.
Germania-Trainer Thomas Pfannkuch sieht daher seine Mannschaft nicht nur des Heimvorteils wegen als klaren Favoriten an. Er sagt jedoch deutlich: "Es ist ganz wichtig, dass wir nicht reagieren, wie zuletzt beim 1. FC Magdeburg, sondern selbst massiv die Initiative übernehmen." Von großer Bedeutung ist sicherlich, dass Halberstadts Mittelfeldlenker und junger Vater Enrico Gerlach morgen wieder mit von der Partie ist.
In Völpke wirft man die Flinte angesichts des scheinbar ungleichen Kräfteverhältnisses jedoch keineswegs ins Korn. "Sicherlich ist Halberstadt vom Spielerpotential besser besetzt als wir, doch wir werden alles versuchen, einen oder sogar drei Punkte zu entführen", sagt TSV-Torwartroutinier Frank Pietruska der Germania den Kampf an und ergänzt: "Ich sehe einen kleinen Vorteil auf unserer Seite. Während Halberstadt in diesem Jahr erst einen Punktekampf absolviert hat, haben wir schon dreimal gespielt. Und weil es zuletzt in Grimma mit einem Sieg geklappt hat, kommt schon Optimismus auf."


Bild Magdeburg vom 28.03.2006

Derby gegen Völpke
Pfannkuch bleibt bis 2008 bei Germania

Von Olaf Scholz

Wenn das kein Ansporn für die Spieler des VfB Germania Halberstadt ist: Thomas Pfannkuch bleibt dem Oberligisten bis 2008 treu. Der Coach: "Wir sind uns per Handschlag einig".
Jetzt will der Trainer eine Reaktion der Mannschaft sehen: "Wir haben 30 Punkte. Wenn wir aus den 14 Spielen noch 25 bis 30 holen, bin ich zufrieden". Los geht es morgen (17.30 Uhr Friedensstadion) mit dem Derby gegen den Tabellen-15. TSV Völpke. "Völpke kommt nach dem 2:1 in Grimma mit Selbstvertrauen", glaubt Pfannkuch. "Sie haben Blut geleckt und sind dran". Dem TSV fehlen für einen Nichtabstiegsplatz fünf Punkte.
Germania hat die letzten Heimspiele gegen Sachsen Leipzig (0:2) und FCM (0:1) verloren.


Volksstimme Halberstadt vom 28.03.2006

Germania Halberstadt
Pfannkuch hofft auf Gerlach und Leonie

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Einer steht morgen besonders im Blickpunkt: Enrico Gerlach. Der Mannschaftskapitän von Halberstadts Oberligisten VfB Germania wird morgen im Nachholspiel gegen den TSV Völpke wieder spielen können. Und erstmals als Vater. "Ich hoffe, dass ihn das beflügelt", betont Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch.
Schlecht wäre es nicht, wenn Gerlachs Töchterchen Leonie dem Neu-Vater Flügel verleiht. Gegen den FCM hat der Kapitän zuletzt an allen Ecken und Enden im Halberstädter Spiel gefehlt. Die Zerrung im rechten Oberschenkel, wegen der der Kapitän gegen Magdeburg gefehlt hat, scheint keine Rolle mehr zu spielen. "Wenn beim Training nichts passiert, dann wird Gerlach gegen Völpke am Mittwoch spielen können", ist Pfannkuch der Auffassung.
Wie wichtig Enrico Gerlach im Mittelfeld der Halberstädter ist, wurde gegen den FCM einmal mehr deutlich. Der Ex-Halberstädter Kevin Schlitte hatte es nach dem FCM-Spiel auf den Punkt gebracht: "Er ist momentan der Einzige, der bei Germania den tödlichen Pass spielen kann." Der hat gegen Magdeburg das ein ums andere Mal gefehlt.
Pfannkuch sieht das nicht wesentlich anders. Nach dessen Einschätzung war Ingo Vandreike von der Rolle, Alex Kopp ließ einiges vermissen, und Ladislav Stefke war immerhin noch bemüht. "Das war aber zu wenig", erklärte Pfannkuch, der morgen im Derby gegen den TSV Völpke ein anderes Mittelfeld erwartet.
Anstoß im Friedensstadion ist um 17.30 Uhr. Die Kassen öffnen eine Stunde vorher. Eintrittskarten können bereits heute in den Fanshops im Fahrzeughaus Klus oder im Gewerbegebiet Am Sülzegraben gekauft werden.


Volksstimme Halberstadt vom 27.03.2006

Oberliga: Nachholspiel
Germanen am Mittwoch daheim gegen Völpke

Von Bernd Kramer

Halberstadt (bkr). Nach der Zwangspause am Wochenende gibts für den Fußball-Oberligisten VfB Germania Halberstadt am kommenden Mittwoch die nächste Auflage bei den Nachholspielen.
Im heimischen Friedensstadion erwarten die Halberstädter im Landesderby den TSV Völpke, der am Sonnabend überraschend drei Punkte holte. Anstoß ist um 17.30 Uhr.
Der VfB bittet alle Fans und Interessenten, sich bereits im Vorverkauf eine Eintrittskarte zu sichern. Tickets können in den VfB-Shopsim Fahrzeughaus Klus und im Gewerbegebiet Am Sülzegraben erworben werden.


Volksstimme Halberstadt vom 24.03.2006

Germania Halberstadt
FC Oberlausitz sagt Spiel ab

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (rbh). Das Spiel des VfB Germania Halberstadt gegen den FCM war eine Eintagsfliege. Die Germanen müssen erneut pausieren. Der FC Oberlausitz hat die für morgen geplante Oberliga-Begegnung gegen den VfB Germania abgesagt. In einer Mitteilung des Staffelleiters wird die Absage mit der Unbespielbarkeit des Platzes begründet.
Eine kurzfristige Umverlegung des Nachholspiels gegen den VfB Pößneck am Sonntag in Halberstadt ist ebenfalls gescheitert, da die Thüringer ein anderes Nachholspiel bestreiten. Somit haben Halberstadts Oberliga-Kicker ungewollt erneut ein spielfreies Wochenende.


Volksstimme vom 24.03.2006

Germania Halberstadt
Absage für Spiel in Neugersdorf

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Schon am gestrigen Donnerstag erhielten die Fußball-Oberliga-Kicker von Germania Halberstadt darüber Bescheid, dass das für morgen geplante Punktspiel beim FC Oberlausitz ausfällt.
Der Platz ist immer noch unbespielbar. Besonders bitter: Es ist der bereits siebte (!) Spielausfall für Germania im Jahr 2006.
Halberstadts Mannschaftskapitän Enrico Gerlach wird über die neue Fußballpause allerdings nicht unbedingt böse sein. So kann er sich nämlich mehr um seine nunmehr dreiköpfige Familie kümmern. Am Donnerstag um 9.43 Uhr gebar seine Lebensgefährtin Melanie Reek (22) die gemeinsame Tochter in Quedlinburg. Der Sprössling wog bei der Geburt 3640 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Mutter und Kind sind wohlauf.


Volksstimme vom 23.03.2006

Germania Halberstadt
Coach Pfannkuch will die Zügel anziehen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Bei Germania ist man in sich gegangen. "Wir hatten am Dienstag eine längere und sehr offene Aussprache", verriet Halberstadts Fußball-Oberliga-Coach Thomas Pfannkuch mit Blick auf die seiner Meinung nach "emotions- und willenlose Vorstellung" seiner Mannschaft gegen den 1. FC Magdeburg (0:1) am vergangenen Sonntag.
Die Mannschaft habe ihm versichert, dass sie sich selbst am meisten über ihre "dezente Zurückhaltung" (Pfannkuch) ärgere.
Dabei bewenden lassen will es der Coach trotz der angekündigten "Rehabilitation" seiner Mannschaft bei den Fans für die FCM-Leistung aber nicht. Beim Tabellenvierten werden die Zügel angezogen. "Ich werde in den nächsten Wochen die Situation genau beobachten", erklärte Pfannkuch und meinte deutete damit auf die Vertragsverhandlungen für die nächste Saison hin. "Ich werde viel unterwegs sein, mir andere Spieler ansehen und die Planungen für die nächste Saison vorantreiben. Es liegt an jedem Spieler selbst, sich zu empfehlen", meinte der 36-Jährige.
Neuverpflichtungen wird es für die nächste Saison bei Germania sicher geben. Pfannkuch spricht von fünf bis sechs "jungen Talenten". In der vergangenen Saison hatte der Trainer gemeinsam mit Spielermanager René Cunaeus unauffällig im Hintergrund gearbeitet und am Ende fünf Neue verpflichtet, die heute alle Stammspieler sind. Eine im Fußball seltene Quote.
Das nach der Heros-Pleite und dem daraus resultierenden Ausstieg von Hauptsponsor WSW entstandene finanzielle Loch scheint sich wieder zu füllem. Zumindest gibt es bereits für die neue Saison geschlossene Verträge mit Spielern. Nach Kopp hat auch Banser angekündigt, seinen Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Am Montag will Germania-Präsident Olaf Herbst bei der Jahreshauptversammlung des Vereins genaue Zahlen über die finanzielle Situation des Oberliga-Teams vorlegen.


Volksstimme vom 21.03.2006

1. FC Magdeburg nach Sieg im Fußball-Oberliga-Derby Aufstieg großes Stück näher
Germania trauert vertaner Chance nach

Von Mathias Kasuptke und Uwe Tiedemann

Die einen hatten eine große Chance vertan, die anderen am Ende viel Dusel: In den bisherigen Fußball-Oberliga-Derbys wirkte Germania Halberstadt gegen den 1. FC Magdeburg immer irgendwie gehemmt, war meistens die klar unterlegene Mannschaft. Nicht so am vergangenen Sonntag, als die Vorharzer beim 0:1 den ersten Punktgewinn und damit einen Favoritensturz nur knapp verpassten.

Halberstadt/Magdeburg. Die Enttäuschung bei allen Germania-Beteiligten saß tief. Trainer Thomas Pfannkuch, den besonders die Art und Weise der Niederlage ärgerte, brachte es auf den Punkt: "Wir hätten die Magdeburger an diesem Tag ohne weiteres schlagen können. Doch wenn ein Großteil der Mannschaft ihr Leistungsvermögen nicht abruft, kann man eben auch gegen einen schwachen FCM nicht gewinnen."
Ausreden dafür, dass es erneut nicht gereicht hatte, wollte der Coach nicht suchen. Zwar fiel Kapitän Gerlach kurzfristig aus (Zerrung), Schlitte war zur Winterpause verkauft worden, zudem spielte seine Elf erstmals seit mehr als zehn Wochen wieder auf Rasen – das alles zählte für den Trainer aber nicht. Auch dass seine Mannschaft im Vergleich zum FCM noch zu jung und unerfahren ist, ließ Pfannkuch nicht gelten: "Die Bereitschaft zum Laufen und zum Kämpfen hat nichts mit Alter oder Erfahrung zu tun. Das kann jeder Fußballer, unabhängig von seiner Qualifikation."
Die erforderliche Bereitschaft hatte Pfannkuch am Sonntag nur bei ganz wenigen seiner Spieler gesehen. In seiner Auflistung fielen spontan lediglich zwei Namen: Nils Pölzing und Sebastian Kischel. Mit einigen Abstrichen erwähnte der Trainer noch Ladislav Stefke. Das war‘s dann aber auch. Pfannkuch: "Pölzing spielte fehlerfrei, der beste Mann auf dem Platz. Und Kischel (für den Keeper war es das erste Pflichtspiel nach seiner Roten Karte gegen Dresden-Nord am 5. November 2005/d. Red.) wollte absolut seinen Fehler aus dem Hinspiel auswetzen. Er hat viel Übersicht bewiesen."
Im September 2005 hatte Kischel einen harmlosen Kallnik-Freistoß zum entscheidenden 0:1 durch die Arme gleiten lassen. Kurioserweise gab es auch diesmal das direkte "K & K"-Duell wieder, nur mit umgekehrtem Ausgang. Sonntag patzte nämlich der Magdeburger Kapitän, in dem er einen Foulelfmeter an die Latte hämmerte. "Der Strafstoß war stramm geschossen. Ich bin nur etwas zu sehr unter den Ball gekommen", beschrieb der 31-Jährige die Szene und stellte klar, dass er selbstverständlich auch den nächsten Elfer treten wolle. Sein Trainer Dirk Heyne wollte seine uneingeschränkte Zustimmung dazu allerdings noch nicht geben, brachte auch Christopher Kullmann als möglichen Schützen ins Gespräch.
Solche Diskussionen wurden beim FCM nach dem "big point" allerdings mehr im Flachs geführt. Allen Beteiligten war die Erleichterung anzusehen. "Wenn man solche Spiele gewinnt, müsste es am Ende für den Aufstieg reichen", blickte Torschütze Alexandar Kotuljac optimistisch nach vorn. Denn nachdem der Club eine Vielzahl hochkarätiger Chancen erarbeitet hatte, diese jedoch nicht nutzen konnte, hing der Sieg in der hektischen Schlussphase am Ende am seidenen Faden. Und niemand beim FCM hätte sich beschweren können, wenn der Unparteiische bei der ungestümen Aktion von Probst an Reitzig auf den Punkt gezeigt hätte (78.). Pfannkuch war jedenfalls stocksauer ("Ein klarer Elfmeter"), und auch Heyne räumte ein, dass man durchaus hätte pfeifen können.
Die Rollen für die zweite Saisonhälfte sind indes klar verteilt. Für Halberstadt ist nicht mehr drin als das obere Drittel, weil es an Alternativen bzw. Konkurrenzdruck mangelt. "Gerlach und Schlitte können wir derzeit nicht ersetzen", so Pfannkuch. Dessen scheint sich auch die Mannschaft bewusst zu sein. "Es hat einfach die letzte Konsequenz gefehlt", rätselte Ingo Vandreike, gegen den FCM nur ein Schatten seiner selbst. Kapitän Gerlach: "Es ist zu wenig zusammengelaufen." Pfannkuch will jetzt Fakten sehen: "Wir müssen gegen Neugersdorf, Völpke, Eilenburg und Grimma punkten."
Der FCM untermauerte dagegen den Anspruch, aufsteigen zu wollen. Auffällig: Gegen die Spitzenteams hat der Club noch keinen Zähler abgegeben. Kallnik: "Vielleicht unser großes Plus, aber eigentlich paradox, denn normalerweise heißt es ja immer, dass die Spiele gegen die so genannten Kleinen im Saisonverlauf den Ausschlag geben."


Bild Magdeburg vom 21.03.2006

1:0-Sieg in Halberstadt wichtiger Schritt nach oben
FCM: Mit so viel Glück gelingt der Aufstieg

Von Olaf Scholz

Der 1. FC Magdeburg bleibt Aufstiegsfavorit Nr. 1 in der Oberliga. Der 1:0-Sieg beim Derby in Halberstadt war ein ganz wichtiger Schritt nach oben.
"Auf jeden Fall gehört auch Glück zum Aufstieg", gibt Mittelfeldmann Michael Habryka (23) zu bedenken. So wie in Halberstadt eine Viertelstunde vor Schluß. FCM-Verteidiger Marcel Probst hatte Germania-Stürmer Friedrich Reitzig von hinten umgehauen. Elfer? Schiri Stefan Lupp (Zossen) sah es nicht so. Eine Fehlentscheidung! Da waren sich die Trainer Thomas Pfannkuch (Germania) und Dirk Heyne (FCM) gleich nach dem Abpfiff einig.
"Da kann man Dankeschön sagen", so Habryka aus Sicht von Blau-Weiß. "Abends habe ich zuhause im Internet die Szene gesehen. Da war es noch klarer zu erkennen, als im Spiel."
Mit seiner Leistung beim FCM-Einstand war der Ex-Bremer ganz zufrieden. Habryka: "Je länger das Spiel lief, desto stärker wurde ich. Aber besser kann man immer spielen." Und bleibt das Glück, kann mit dem Aufstieg nichts schiefgehen…


Volksstimme Halberstadt vom 21.03.2006

Germania Halberstadt verabschiedete zwei verdienstvolle Spieler
Hartmann und Schlitte sagten Adieu

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). In der Halbzeitpause der Oberliga-Begegnung Germania Halberstadt gegen den 1. FC Magdeburg wurden am Sonntag Erik Hartmann und Kevin Schlitte offiziell verabschiedet. Beide Stürmer waren Leistungs- und Sympathieträger bei Germania. So richtig angenehm war es ihnen nicht. Stadionsprecher Bernd Waldow musste sie erst auffordern, ehe sie den Weg ins Stadion rund gingen. Erik Hartmann und Kevin Schlitte hatten dort zwar ihre größten Auftritte, allerdings immer mit Fußballschuhen und im Trikot des VfB Germania. In "Zivil" schien ihnen die Anwesenheit von knapp 3 700 Fußballfans eher unangenehm.
Das rot-weiße Germania-Trikot hätten Hartmann und Schlitte am Sonntag sicher gern noch einmal übergestreift. Vielleicht hätte es dann mit dem historischen Treffer gegen den FCM geklappt – schließlich waren Hartmann und Schlitte einst die Torgaranten bei Germania. So steht auch nach dem sechsten Aufeinandertreffen auf dem Germania-Torkonto gegen den FCM eine Null.
Hartmann wird künftig als Rechtsanwalt arbeiten. Der studierte Jurist hat eine eigene Kanzlei eröffnet. Ein nicht minder hartes Terrain, das mitunter auch Schienbeinschützer erfordert. Kevin Schlitte wechselte in der Winterpause zum Regionalligisten Carl Zeiss Jena. Dort wurde er bereits mit viel Lob überschüttet. Bisher gehörte er immer zur Startformation der Jenaer. Schlitte : "Das war ein schöner Abschied von Germania. Dank an die Fans für das Geschenk. Ich fühle mich mit dem Verein immer noch sehr verbunden und werde öfter zu Spielen herkommen."


Volksstimme vom 20.03.2006

Knapp 3700 Zuschauer sahen niveauarmes Spitzenspiel
1:0 – 1. FC Magdeburg gewinnt Oberliga-Derby in Halberstadt

Von Uwe Tiedemann

Halberstadt/Magdeburg (ut). Schön war's nicht, aber effektiv: Fußball-Oberligist 1. FC Magdeburg gewann gestern das nur auf mäßigem Niveau stehende Sachsen-Anhalt-Derby in der Fußball-Oberliga bei Germania Halberstadt mit 1:0 (1:0), feierte damit den ersten Sieg im neuen Jahr und machte gleichzeitig einen großen Schritt in Richtung Regionalliga-Aufstieg.
Die Entscheidung vor knapp 3700 Zuschauern im Halberstädter Friedensstadion fiel nach 41 Minuten durch einen Treffer von Sturmführer Kotuljac.


Bild Magdeburg vom 20.03.2006

FCM 1:0!
Kotuljac gelingt goldenes Tor

Von Ronny Hartmann

Der 1. FC Magdeburg hat weitere drei Punkte im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga. Alexandar Kotuljac machte in Halberstadt das goldene 1:0! Die Gastgeber, die über drei Monate aufs erste Rückrundenspiel warten mußten, hatten zunächst mehr vom Spiel. Der FCM hatte mehr Chancen. Erst haute Kallnik einen Foulelfmeter an die Latte (23.). Dann traf Kotuljac. Die Kubis-Flanke versenkte er aus 15 m zum Siegtor (42.). Mehr sahen 3674 Fans in der ersten Hälfte nicht. FCM-Trainer Dirk Heyne: "Bis auf Torhüter Beer leistete sich da wohl jeder mindestens einen Fehlpass." Nach der Halbzeit hatte der FCM durch Kubis, Pientak und Habryka noch Möglichkeiten. Halberstadt vermißte Enrico Gerlach sehr. Der Spielmacher (Oberschenkelzerrung) machte sich warm, musste dann aber passen.


Volksstimme vom 20.03.2006

Fußball-Oberliga: Germania Halberstadt verpasst beim 0:1 gegen FCM Remis denkbar knapp
Kotuljac-Treffer entscheidet ein niveauarmes Derby

Von Uwe Tiedemann und Mathias Kasuptke

Wieder einmal hatte der 1. FC Magdeburg im Sachsen-Anhalt-Derby der Fußball-Oberliga das bessere Ende für sich. Gestern gewannen die Club-Kicker bei Germania Halberstadt mit 1:0 (1:0), holten damit drei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg. Die Vorharzer warten dagegen in die 4. Liga weiter auf den ersten Torerfolg gegen die Elbestädter. Für die Entscheidung in der nur auf mäßigem Niveau stehenden Partie sorgte Stürmer Kotuljac (41.).

Halberstadt. Wegen des großen Zuschauerandrangs – insgesamt wollten knapp 3700 Besucher das Spitzenspiel auf dem komplett vom Schnee geräumten Rasen sehen – pfiff Schiedsrichter Lupp fünf Minuten später an. Doch die ansehnliche Kulisse schien die Akteure eher zu lähmen. Es gab zunächst viel Leerlauf auf beiden Seiten, zahlreiche individuelle Fehler und kaum zwingende Aktionen. Der erste Aufreger nach 17 Minuten: Thiele sah für sein Foul an Neumann Gelb.
Dann die 24. Minute: Elfmeter für den Club. Und wieder war Thiele beteiligt, der Habryka (bestritt gestern sein erstes FCM-Pflichtspiel) im Strafraum zu Fall brachte. Doch Kapitän Kallnik jagte das Leder an die Unterkante der Latte – die Riesenchance zur Führung war dahin.
Wenig später dann die erste nennenswerte Möglichkeit der Halberstädter (Flachschuss von Kopp zur Ecke abgewehrt), denen oftmals die Entschlossenheit bei ihren Angriffen fehlte. Eine Schwächung stellte natürlich das Fehlen von Kapitän Gerlach dar, der sich zwar warmmachte, dann aber doch passen musste (Zerrung).
Die Gäste verstärkten in der Schlussphase der ersten Halbzeit die Offensivbemühungen, Germania, das zuvor von zahlreichen Magdeburger Fehlern, speziell im Mittelfeld, profitiert hatte, geriet unter Druck. Keeper Kischel verkürzte gegen Neumann den Winkel (39.), Sekunden später verzog Netchyporuk in aussichtsreicher Position kläglich. In der 41. Minute dann aber doch das zu diesem Zeitpunkt verdiente 0:1 – allerdings unter tatkräftiger Mithilfe der Halberstädter Abwehr. Kotuljac stand nach Zuspiel von Kubis im Gewühl goldrichtig und beförderte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie.
Nach dem Wechsel zog sich der FCM immer wieder weit zurück, suchte sein Heil über Konter. Doch selbst die besten Gelegenheiten blieben ungenutzt. Konsequenz: Germania witterte angesichts den knappen Rückstandes weiter seine Chance, hatte mehr Spielanteile, bewies Moral - und sah sich in der 78. Minute um einen klaren Elfmeter gebracht, als Probst bei seiner Rettungsaktion gegen Reitzig viel zu ungestüm zu Werke ging und reichlich Dusel hatte, dass der Referee nicht auf Strafstoß entschied.

Stimmen

Trainer Thomas Pfannkuch (Halberstadt):
"Wir waren nicht in der Lage, uns genügend Torchancen zu erarbeiten. Der FCM hat das gespielt, was er kann, eine seiner Möglichkeiten genutzt und die Partie dann über die Bühne gebracht."

Trainer Dirk Heyne (FCM):
"Dieser Sieg gibt uns Selbstvertrauen, wenngleich wir spielerisch nicht überzeugen konnten. Die Mannschaft war streckenweise sehr nervös, wusste nach dem 0:0 gegen Eilenburg nicht so recht, wo sie stand."

Enrico Gerlach (Germanias Kapitän stand zunächst auf dem Spielformular, musste dann aber wegen einer Zerrung passen):
"Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chance verspielt, keine zwingende Situation herausgearbeitet. Zum Schluss haben wir aber Moral bewiesen."

Kevin Schlitte (der Ex-Halberstädter wechselte in der Winterpause zu Carl Zeiss Jena und wurde gestern offiziell verabschiedet):
"Bei Germania haben Gerlach und die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt."

Fait-Florian Banser (der Ex-Magdeburger will bei Germania verlängern):
"Die Gespräche laufen in dieser Woche, ich fühle mich wohl hier und will bleiben."

Olaf Herbst (Präsident Germania Halberstadt):
"Sie haben gekämpft und sich nach dreieinhalb Monaten ohne Spiel sehr gut verkauft. Ein Tor hätte ich mir gewünscht, damit die schwarze Serie ein Ende hat."

Alexandar Kotuljac (FCM-Torschütze):
"Der Ball ist einem Halberstädter durch die Beine gerutscht. Ich stand goldrichtig, habe ihn dann mit der rechten ,Pieke‘ reingemacht."

Mario Kallnik (FCM-Kapitän):
"Am Platz lag es nicht. Der war super hergerichtet. Wir haben versäumt, ein zweites Tor zu machen. Dann wäre es nicht noch so hektisch geworden."


Kicker vom 20.03.2006

Halberstadt – 1. FCM
Heyne nicht zufrieden nach dem Derby-Sieg

Von Bernd Waldow

Schon vor dem Anpfiff ereilte Thomas Pfannkuch eine Hiobsbotschaft. Sein etatmäßiger Kapitän Enrico Gerlach musste nach dem Warmlaufen wegen muskulären Problemen passen. So war der Trainer mit der Hereinnahme eines dritten Stürmers zu einem Systemwechsel gezwungen. "Wir haben den Ausfall von Gerlach nie kompensieren können", war das Fehlen des Mittelfeldspielers ein Knackpunkt für Pfannkuch.
Zu einem anderen wollte er sich, ebenso wie sein Pendant Dirk Heyne nicht äußern. Zu der elfmeterwürdigen Szene in der 83. Minute: "Ein glasklarer Elfmeter. Schade, dass es nicht zu einem Unentschieden gereicht hat. Wir hätten es verdient gehabt", befand Verteidiger René Heckeroth. Zustimmung bekam der Verteidiger von Kevin Schlitte, der vor diesem Derby offiziell verabschiedet wurde. Das Stürmertalent wechselte bekanntermaßen in der Winterpause zum Regionalligisten Carl Zeiss Jena. "Ein Remis wäre gerecht gewesen, es fehlte aber die Durchschlagskraft", so Schlitte. Und zur umstrittenen Szene kurz vor dem Ende: "Ein Strafstoß wie er im Buche steht".
Unzufrieden war Magdeburgs Trainer Dirk Heyne mit den drei gewonnenen Punkten, nicht aber mit der Leistung seiner Elf: "In der ersten Halbzeit hatte keiner außer Beer Normalform. Nach dem Wechsel, als wir das Spiel kontrolliert haben, war unsere Chancenverwertung katastrophal."


Volksstimme Halberstadt vom 18.03.2006

Oberliga-Spitzenspiel: Noch heute Karten kaufen / Verabschiedung von Hartmann und Schlitte
Endlich wieder Fußball: Der VfB Germania empfängt den FCM

Von Mathias Kasuptke

Es wird gespielt: Der VfB Germania Halberstadt empfängt morgen den 1. FC Magdeburg. Gestern, 10 Uhr, wurde nach einer Besichtigung der Platz freigegeben. Anstoß ist um 14 Uhr. Die Kassen öffnen bereits um 12 Uhr. Zuschauer sollten sich jedoch noch heute im Fanshop im Fahrzeughaus Klus in der Klusstraße Karten kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Halberstadt (mak). Tagelang hatten sie Schwerst arbeit geleistet: Die Mitarbeiter des Stadions haben bereits vor dem Sonntag-Spiel einen Sieg erkämpft. Sie haben in der vergangenen Woche den Hauptplatz im Friedensstadion und die Zuschauerränge von Schnee und Eis befreit. Dennoch weisen die Stadtverwaltung und Germania Halberstadt darauf hin, dass die nicht vom Schnee geräumten Hänge nur auf eigene Verantwortung betreten werden dürfen. "Wir haben genügend Platz geschaffen, wer aber dennoch die Hänge in den Kurven betritt, tut dies auf eigene Gefahr", unterstreicht Stadionchef Büchner.
Erneut hatten sich gestern Vereinsspitze, Stadtverwaltung und Sicherheitsbeauftragte im Stadion versammelt, um zu beraten, ob gespielt werden kann. "Nach Abwägung aller Für und Wider sind wir zu dem Entschluss gekommen, den Platz freizugeben", erklärte Büchner. Sorge habe lediglich der Schnee auf den Hängen bereitet. Der Platz sei bis auf wenige vereiste Stellen gut zu bespielen.
Vor der Begegnung heißt es aber zunächst Abschied nehmen. Erik Hartmann und Kevin Schlitte werden offi ziell verabschiedet. Im Sommer 1999 mit Trainer Frank Lieberam nach Halberstadt gekommen, schoss Hartmann die Halberstädter aus der Landesliga in die Oberliga. Mit Schlitte verlässt ein großer Sympathieträger den Verein. Der gebürtige Haldensleber kam in der Winterpause der ersten Halberstädter Oberliga-Saison 2003/2004 zum VfB. Er wechselt zum Regionalligisten Carl Zeiss Jena.
In der Halbzeitpause heißt es außerdem Bälle zu fangen. Germania Halberstadt und Hasseröder verlosen zehnmal zwei Karten für eine Brauereibesichtigung mit anschließender Verkostung. Allerdings nicht allein. Mit dabei sind die Spieler vom Halberstädter Oberliga-Team. Es werden zehn Bälle in die Zuschauerränge geschossen. Wer einen fängt, hat zwei Karten für eine Brauereibesichtigung gewonnen.


Bild Magdeburg vom 18.03.2006

Grünes Licht für Oberligaduell
Banser bleibt bis 2007 bei Germania

Von Olaf Scholz

"Jeder von uns will endlich wieder Gras fressen!" Germanias Torjäger Fait-Florian Banser (24) freute sich gestern beim Training über den grünen Rasen im Halberstädter Friedensstadion. Am Vormittag gab die Platzkommission grünes Licht für das Duell des Oberliga-Vierten gegen den Zweiten 1. FC Magdeburg morgen ab 14 Uhr.
Es gibt noch eine gute Nachricht: Banser bleibt Germania treu. Der Mittelstürmer (10 Saisontore) verrät. "Ende März unterschreibe ich bis 2007. mit dem Trainer und der Mannschaft passt alles. Das wirtschaftliche Umfeld stimmt. Da gibt es keinen Grund für mich, nicht zu verlängern."
Jetzt will Fait wieder jubeln. Am besten gegen den Ex-Club. Banser: "Nach sechs Ausfällen gleich das Derby. Aber da müssen wir durch und alles geben. Der FCM steh nach dem 0:0 gegen Eilenburg sicher unter Druck. Die müssen gewinnen, sonst kommt noch Plauen ran."
Germania-Trainer Thomas Pfannkuch (36) ist guter Dinge: "Wir werden mit der stärksten Mannschaft auflaufen. Und Fait steht sowieso in Flammen."


Volksstimme vom 18.03.2006

Oberliga-Duell: Germania gegen FCM
Derby-Splitter

Von Mathias Kasuptke und Uwe Tiedemann

Hauptakteure: Schwerstarbeit hatten in den vergangenen Tagen die Stadionmitarbeiter in Halberstadt zu leisten. Sie räumten knapp 1000 Kubikmeter Schnee vom Hauptplatz, befreiten auch die Zuschauerränge von Eis und Schnee.
Schiedsrichter: Geleitet wird das Derby von dem Unparteiischen Stefan Lupp aus Zossen. Als Assistenten fungieren Jan Arndt und Andy Stolz. Lupp hat noch nie eine FCM- oder Germania-Begegnung gepfiffen.
Zuschauer: Trotz der eisigen Temperaturen erwartet Germania bis zu 4 000 Besucher im Friedensstadion. Angesichts der Schneemassen müssen die allerdings zusammenrücken. Die Rasenhänge stehen wegen Vereisung nicht zur Verfügung.
Verletzte: Die Germanen haben ein leeres Lazarett, Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Bartel und Physiotherapeutin Sabine Wiedemann alle Fälle abgearbeitet, u.a. auch die leichten Blessuren von Fait-Florian Banser und Nils Thiele behandelt. Beide können spielen.
Auch beim FCM sind bis auf den Langzeitverletzten Steffen Plock alle fit. Trainer Dirk Heyne ("Ich habe die Aufstellung im Kopf") kann also auch wieder auf Christopher Kullmann und Michael Habryka zurückgreifen.
Statistik: Der FCM ist für Germania kein gutes Pflaster. Null Tore und ein "Pünktchen" lautet die Oberliga-Bilanz. Zu Hause hieß es bisher 0:0 (Saison 03/04) und 0:2 (04/05), auswärts 0:3 (03/04), 0:5 (04/05) und 0:1 (05/06).
Parkplätze: Die Zahl ist begrenzt. Fans sollten öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder mit dem Auto gar nicht erst bis zum Stadion vorfahren. (mka/tn)


Volksstimme vom 18.03.2006

Holt Patzer vom Derby-Hinspiel Germanias Keeper wieder ein?
Torhüter Kischel und sein Freund Mario

Von Mathias Kasuptke und Uwe Tiedemann

Das Ding verfolgt ihn noch immer: 25. September 2005, Magdeburg, Germer-Stadion, FCM gegen Germania Halberstadt, 15.22 Uhr, Freistoß Mario Kallnik. Eigentlich wäre der Ball am Tor von Sebastian Kischel vorbeigesegelt. Doch der Keeper haut sich das Ding selbst in den Kasten. Es war das einzige Tor an diesem Tag, bescherte dem Club den 1:0-Erfolg. Vergessen wird Kischel dieses Tor sicher nie.

Halberstadt. Dafür sorgten allein schon seine Mitspieler. Je näher das Näherrücken des Rückspiels am Sonntag (14 Uhr), wird Kischel im Training immer wieder brutal an die Schlappe erinnert. "Wenn mir im Training mal eine Gurke durchrutscht, heißt es gleich 'Dein Freund Mario hat wieder zugeschlagen'", erzählt der Torhüter. Tragisch sei das aber nicht. Er nennt es halt einen guten "Running-Gag".
Kischel steht in der zweiten Oberliga-Saison als Nummer eins im Tor bei Germania. Er gilt als verdammt ehrgeizig und als Meister seines Fachs. Der Patzer gegen den FCM hat ihn lange gewurmt, ist aber mittlerweile vergessen. Jetzt vor dem Rückspiel wird er wieder daran erinnert, überall darauf angesprochen. "Das kocht jetzt natürlich wieder hoch", meint Kischel. Nervös mache ihn das jedoch nicht. "Ich hoffe, ich bekomme die Chance, den Patzer am Sonntag wieder gutzumachen."
Für viel Aufsehen hatte damals eine Geste von FCM-Coach Dirk Heyne gesorgt. Unmittelbar nach dem Spiel war der Trainer nicht etwa zu seinen siegestaumelnden Spielern, sondern zu Kischel gegangen und hatte diesen getröstet. Selbst einst Torhüter, wusste Heyne, was in Kischel nach diesem spielentscheidenden Fehler vorging. Was für Heyne damals eine "Selbstverständlichkeit" war, wurde im Umfeld mit viel Anerkennung zur Kenntnis genommen, weil es eben nicht selbstverständlich ist. Für Kischel ist die Heyne-Geste eine schöne Erinnerung. "Man tritt sich heute anders gegenüber", schildert Kischel seine Gedanken. Es werden schon mal ein paar Sätze gewechselt, wenn man sich jetzt begegne. Die angenehmen Folgen eines Patzers.
Heyne beurteilt die damalige Schüsselszene heute folgendermaßen: "Das Ding war für Sebastian zweifellos tragisch. Doch ich bin sicher, er steckt so etwas weg." Der 48-Jährige wollte die Partie aber nicht nur an diesem kuriosen Tor festmachen: "Es war ein starkes Spiel von uns. Wir haben vor allem im ersten Abschnitt viel Druck gemacht und insgesamt völlig verdient gewonnen."
Tolle Reaktionen erfuhr Halberstadts Keeper aber auch aus den eigenen Reihen und der Germania-Fangemeinde. Beim nächsten Heimspiel nach der FCM-Begegnung hatten die Fans im Friedensstadion ein Transparent ausgerollt, auf dem sie "Basti" den Fehler ganz offiziell verziehen. "Wir werden immer zu Dir halten", stand darauf. "Eine tolle Geste, die auch nicht selbstverständlich ist", so Kischel.


Volksstimme vom 17.03.2006

Fußball-Oberliga-Derby zwischen Halberstadt und FCM noch auf der Kippe
VfB-Trainer Pfannkuch: Jede Serie geht einmal zu Ende ...

Von Mathias Kasuptke

Beim VfB Germania Halberstadt geht man davon aus, dass am Sonntag (14 Uhr) das Fußball-Oberliga-Derby gegen den 1. FC Magdeburg stattfi nden kann.
Halberstadt. Stadioneigentümer ist die Stadtverwaltung Halberstadt. Seit Tagen arbeiten die Verantwortlichen daran, den Platz in einen bespielbaren Zustand zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, der gestrige Nachtfrost hat für einen Rückschlag gesorgt. "Wir denken an nichts anderes und tun unser Möglichstes", unterstreicht Stadionchef Detlev Büchner, wohlwissend, dass ganz Fußball-Sachsen-Anhalt vor dem Derby nach Halberstadt schaut.
Germanias Trainer Thomas Pfannkuch möchte am liebsten überhaupt nicht daran denken, dass auch das siebte Spiel in Folge für sein Team ausfallen könnte. "Wir blicken schon jeden Tag zum Himmel und hoffen, dass endlich die Sonne durchkommt und es trocken bleibt. Wir drücken alle die Daumen, dass gespielt werden kann", betont der Coach. Ein weiterer Ausfall wäre ein herber Schlag für seine Mannschaft.
Dass der FCM am vergangenen Sonntag spielen konnte und deshalb vielleicht einen Vorteil hat, sieht Pfannkuch nicht. Er hatte sich im Germer-Stadion die Begegnung des FCM gegen Eilenburg (0:0) angesehen. "So wie die Partie für die Magdeburger lief, ist es unerheblich für uns, ob sie gespielt haben oder nicht", meint der Coach und zielt dabei auf den Druck, den der FCM in Halberstadt hat. "Wenn die gegen Eilenburg gewonnen hätten, wären sie mit dicker Brust nach Halberstadt gekommen. So aber müssen sie gewinnen, das macht die Angelegenheit für den FCM nicht leichter."
Pfannkuch zeigt sich selbstbewusst. Und das, obwohl Germania in den drei Jahren Oberliga-Zugehörigkeit noch nie gegen den FCM gewonnen, noch nicht einmal ein Tor erzielt hat. "Wir haben gut trainiert, alle sind fit, und irgendwann ist jede Serie einmal zu Ende", ist Pfannkuch überzeugt.
Wie gut Germania trainiert hat, zeigt sich an den Sorgen des Trainers: "Es wird schon schwer, zu entscheiden, wer am Sonntag spielen kann." Die Gastgeber haben zwar mit Schlitte (zu Carl Zeiss Jena) einen torgefährlichen Stürmer verloren, aber an ehrgeizigen Nachrückern mangelt es nicht. Pfannkuchs großer Vorteil ist die Flexibilität seiner Spieler. Die haben die Systemumstellung nach dem Schlitte-Weggang ohne Verluste kompensiert. Pfannkuch: "Der Kader ist enger geworden."


Bild Magdeburg vom 17.03.2006

Vor Derby
FCM ackert, Germania macht frei

Von Olaf Scholz unf Ronny Hartmann

Noch zwei Tage bis zum Oberliga-Derby. Halberstadt hat als Vierter den großen Aufstiegsfavoriten 1. FC Magdeburg (2.) im Friedensstadion zu Gast. "Ich erwarte ein Klassespiel", sagt FCM-Trainer Dirk Heyne (48). "Wie in der Hinrunde." Der FCM siegte 1:0. "Wir sind Außenseiter, versuchen unsere Chance zu nutzen", so Germanias Coach Thomas Pfannkuch (36).
Was trieben die beiden Teams gestern? Beim FCM wurde zweimal trainiert. Die Germania-Kicker hatten frei. Nanu! Aber wenn's hilft...
Drei Gründe sprechen allerdings für FCM-Punkte.
Die Derbyserie. Seit Germanias Aufstieg 2003 gewann Magdeburg vier Spiele, bei einem Remis.
Der Winterstart. Beim 0:0 gegen Eilenburg gewöhnte sich der FCM wieder an die 4. Liga. Germania ist nach sechs Spiel-Ausfällen noch tiefgefroren.
Die Rückendeckung. Im Friedensstadion werden die FCM-Fans das Derby zum "Heimspiel" machen.
Was noch für den FCM spricht: Mittelfeldmann Michael Habryka (23) hat seine Grippe ist auskuriert. Der Ex-Bremer: "Ab Sommer will ich endlich wieder Regionalliga spielen. " In Magdeburg...


Volksstimme vom 17.03.2006

1. FC Magdeburg
Kapitän betont: Bei uns wird niemand nervös

Von Uwe Tiedemann

Magdeburg. Wie hat Fußball-Oberligist 1. FC Magdeburg das enttäuschende 0:0 gegen den FC Eilenburg und den damit verbundenen Sturz von der Tabellenspitze verkraftet? "Die Partie ist ausgewertet und abgehakt. Jetzt konzentrieren wir uns alle auf das Derby in Halberstadt", erklärte Kapitän Mario Kallnik.
Der 31-jährige Leitwolf bestätigte zwar das Donnerwetter von Trainer Dirk Heyne bei dessen Analyse der schwachen zweiten Halbzeit, wollte aber, wie von allen Beteiligten vereinbart, keine Details nennen. Nur so viel: "Gerade im Fußball sind es manchmal Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Wenn wir in der ersten Hälfte eine unserer vielen Chancen genutzt hätten, wäre es vermutlich ganz anders gelaufen. Aber es kam irgendwie alles zusammen: Der Gegner war sehr defensiv eingestellt, der Platz wahrlich nicht im besten Zustand und bei uns der Frust über die vielen Spielausfälle wohl auch noch nicht ganz raus aus den Köpfen."
Deswegen, so der Routinier, wäre es jetzt auch wichtig, erneut auflaufen zu können und den Rhythmus beizubehalten. Nervös sei seine Mannschaft trotz des mageren Remis aber absolut nicht. "Die Euphorie von außen ist ja ganz schön und auch verständlich. Aber selbst als wir fünf Punkte Vorsprung hatten, wusste jeder von uns: Gelaufen ist da noch gar nichts. Und deswegen spüren wir auch jetzt keinen Druck. Dass das Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch etwas anders darstellt, ist sein gutes Recht, stört uns aber nicht."
Kallnik weiter: "Wichtig ist die Tatsache, dass wir uns als Mannschaft weiter voll auf Fußball konzentrieren können und dass trotz der vielen Spielausfälle auch die Absprachen hinsichtlich unserer Gehälter eingehalten werden. Manager Bernd Hofmann tut wirklich alles, um uns den Rücken freizuhalten." Ausreden, wenn es denn am Ende tatsächlich nicht reichen sollte, hat die Mannschaft diesbezüglich also nicht...
Dass der Teamgeist innerhalb der Truppe stimmt, zeigt sich ebenso daran, dass der Leitwolf eine Lanze für seinen längst nicht mehr unumstrittenen Stürmer Sven Kubis bricht, der auch gegen Eilenburg die Ladehemmung nicht abzulegen vermochte. Kallnik: "Man könnte es negativ auslegen und kritisieren, dass er wieder nicht traf. Ich sehe es aber positiv und sage: "Kubi" hat eine sehr gute Vorbereitung absolviert und erarbeitet sich jetzt wieder seine Chancen. Sein Aufwärtstrend ist unverkennbar. Er wird wohl keine Tore am Fließband mehr erzielen, aber vielleicht die entscheidenden."


Volksstimme Halberstadt vom 16.03.2006

Germania Halberstadt empfängt FCM
Vorbereitungen für Spitzenspiel laufen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Vor dem Spitzenspiel der Fußball-Oberliga zwischen dem VfB Germania und dem 1. FCM sind vor allem die Mitarbeiter des Friedensstadions bemüht, den Platz herzurichten. Optisch sieht er aus der Entfernung bereits sehr gut aus. Beim Betreten versinkt man stellenweise aber noch im Wasser. "Wir tun alles, damit der Platz am Sonntag sich in einem möglichst optimalen Zustand befindet", unterstrich Stadionchef Detlev Büchner, der mit seinen Leuten täglich am Platz arbeitet.
Außerhalb des Platzes laufen die Vorbereitungen für das Derby am Sonntag ebenfalls auf Hochtouren. Welchen Stellenwert diese Begegnung hat, zeigt eine Verlosung der Hasseröder Brauerei in Zusammenarbeit mit dem VfB Germania. Fünfmal zwei Fußball-Fans können am Spieltag in der Halbzeitpause gemeinsam mit der Halberstädter Oberliga-Mannschaft eine exklusive Brauereibesichtigung in Wernigerode gewinnen. "Mit dem VfB Germania Halberstadt haben wir einen starken Partner, der genau wie unser Bier, in der Region sehr bekannt und beliebt ist", erklärt Andree Lenatz, Marketing-Leiter von Hasseröder, Gilde und Wolters.
Der Kartenvorverkauf für das Spitzenspiel läuft bereits an den Germania-Fanshops in der Klusstraße und im Gewebegebiet "Am Sülzegraben". Von Seiten des VfB Germania Halberstadt wird empfohlen, den Vorverkauf zu nutzen, damit lange Wartezeiten am Spieltag vermieden werden. Germania rechnet mit fast 5000 Zuschauern. Anstoß ist um 14 Uhr. Die Kassen öffnen um 12 Uhr.


Volksstimme vom 16.03.2006

Oberliga-Derby Halberstadt kontra FCM
Akteure heiß, aber spielt das Wetter mit?

Von Uwe Tiedemann und Wolfgang Seibecke

Halberstadt/Magdeburg. Die Fußball-Oberliga produzierte auf Grund der zahlreichen Absagen zuletzt überwiegend Negativschlagzeilen. Da kommt das Landesderby zwischen dem Vierten Germania Halberstadt und dem Tabellenzweiten 1. FC Magdeburg (Sonntag 14 Uhr) gerade recht – wenn, ja wenn, überhaupt gespielt werden kann.
Würde das Duell ausfallen, wäre es bereits das siebte Punktspiel in Folge (!), das Gastgeber Germania Halberstadt in diesem Jahr nicht bestreiten könnte. Ein Albtraum. Neben den Vorharzern ist lediglich noch der VfB Pößneck innerhalb der NOFV-Staffel Süd von einer derart drastischen Absagenflut betroffen. Diesmal aber soll angepfiffen werden. Stadionchef Detlev Büchner hat den Schnee- und Eismassen den Kampf angesagt: "Die Stadt Halberstadt wird alles tun, damit das Spiel ermöglicht wird."
Einiges hat sich bereits getan. Bis auf wenige Streifen ist das Spielfeld geräumt. Besagte Teilabschnitte sind noch von Eis bedeckt, das in den nächsten Tagen entfernt werden soll. "Es wird weiter mit Hochdruck gearbeitet. Wir müssen endlich wieder spielen. Alle Akteure scharren förmlich mit den Hufen", hofft Spielermanager René Cunaeus auf den ersten Punktspielauftritt seiner Mannschaft und auch darauf, dass sie endlich eine Hypothek los wird. Schließlich hat Halberstadt nach dem 2003 erfolgten Aufstieg in die 4. Liga noch nie gegen den FCM gewinnen können (vier Niederlagen, ein Remis). Cunaeus trotzig: "Irgendwann ist immer das erste Mal."
Genau das will natürlich der Club mit aller Macht verhindern, der das enttäuschende 0:0 gegen Eilenburg mittlerweile aufgearbeitet hat. Und es müssen deutliche Worte gefallen sein. Trainer Dirk Heyne: "Thema war die zweite Halbzeit und da speziell die Schlussphase der Partie. Was es dazu zu sagen gab, bleibt aber innerhalb der Truppe, ist nichts für die Öffentlichkeit. Ich hoffe nur, dass die Spieler daraus ihre Lehren gezogen haben."
Auf die Frage, wie wichtig er es einschätzt, dass sein Team bereits einmal gespielt hat, während der Gegner quasi aus dem Kalten heraus startet, antwortete der Coach: "Ob das wirklich ein Vorteil ist, wissen wir erst nach dem Spiel. Ich glaube aber, dass uns die Spielweise von Halberstadt entgegenkommt. Germania wird sich nicht wie Eilenburg vorwiegend auf die Defensive beschränken. Ich rechne wie schon in der Hinrunde (1:0/d. Red.) mit einer Klassepartie." Hauptsache, auch der "Wettergott" meint es gut und erweist sich nicht erneut als Spielverderber ...


Kicker vom 16.03.2006

NOFV Süd, Halberstadt: Am Wochenende soll endlich gespielt werden
Manager Cunaeus setzt auf Sieg

Von Wolfgang Seibicke

"Unser Platz im Friedensstadion ist komplett geräumt. Es wird weiter mit Hochdruck daran gearbeitet, dass am Wochenende endlich gespielt werden kann", sagt Spielermanager René Cunaeus.
Für die Vorharzer, deren bisher angesetzte sechs Begegnungen dieses Jahres samt und sonders widrigen Platzbedingungen zum Opfer fielen, ist das Spiel eines der besonderen Art. Schließlich kommt am Sonntag der 1. FC Magdeburg zum Landesderby.
Germania, in der laufenden Saison ganz oben im Klassement mitspielend, schleppt eine Hypothek mit sich herum. Schließlich hat die Mannschaft nach dem 2003 erfolgten Aufstieg in die Oberliga noch nie gegen den FCM gewinnen können ( vier Niederlagen, ein Remis). Cunaeus aber ist optimistisch: "Irgendwann ist immer das erste Mal."
Die Halberstädter sind in Bestbesetzung zu erwarten.


Volksstimme Halberstadt vom 15.03.2006

Fußball-Oberliga: VfB Germania gegen FCM
Vorverkauf für das Derby ist angelaufen

Von Bernd Kramer

Halberstadt (bkr). Wenn es die Platzverhältnisse im Halberstädter Friedensstadion zulassen, wird am Sonntag das mit Spannung erwartete Oberliga-Derby zwischen dem VfB Germania Halberstadt (4.) und dem 1. FC Magdeburg (2.) ausgetragen. Das Schlagerspiel wird um 14 Uhr angepfiffen.
Wie der VfB Germania informierte, ist der Kartenvorverkauf bereits angelaufen. Wer sich dieses Derby ansehen möchte, kann sich ab sofort in den VfB-Fan-Shops in der Halberstädter Klusstraße und im Gewerbegebiet Am Sülzegraben rechtzeitig eine Eintrittskarte sichern.


Bild Magdeburg vom 15.03.2006

Germania bastelt schon an neuer Saison
Halberstadt hofft auf Kischel

Von Olaf Scholz

In Halberstadt wird schon an der neuen Saison gebastelt. Ende des Monats wird mit Nils Thiele (27), Fait-Florian Banser (24) und Nils Pölzing (21) verlängert. "Bei Torwart Basti Kischel gehe ich davon aus, daß er als Halberstädter Junge auch bleibt", so Trainer Thomas Pfannkuch.


Bild Magdeburg vom 15.03.2006

Plock am Sonntag nur Zuschauer
FCM-Plock: 4 Monate verletzt, aber nur vier Spiel verpasst

Von Ronny Hartmann

Fußball-Deutschlan klagt über Eis und Schnee. Doch einem verhalf das strenge Winterwetter zu neuer Hoffnung - Steffen Plock (30) vom 1. FC Magdeburg.
Nach einer Fußprellung im November und einem Mittelfußbruch in der Winterpause, war für den Defensivmann die Saison gelaufen. Doch fünf Spielabsagen und die angekündigte Saisonverlängerung halfen dem Rechtsfuß zurück ins Spiel. Bislang hat Plock erst vier Oberliga-Partien verpaßt. Und heute startet er mit dem Laufband-Training, morgen kann er den Spezialschuh endgültig in die Ecke stellen.
"Endlich", freut sich Plock. "Zuletzt war ich täglich bei der Reha, um die Muskeln zu kräftigen. Bleibe ich schmerzfrei, steige ich in anderthalb Wochen bei der Mannschaft ein." Um gegen Dresden Nord (1. 4.) oder Erfurts Reserve (9. 4.) sein Comeback zu starten...
Plock: "Für den Verein waren die Spielausfälle wegen fehlender Einnahmen bitter. Für mich ist es eine Chance." Auch wenn er beim Spiel gegen seinen Ex-Klub Germania Halberstadt am Sonntag nur Zuschauer ist.


Volksstimme vom 15.03.2006

Germania Halberstadt von Absagenflut besonders betroffen
Die Fußball-Oberliga kämpft derzeit mit vielen Hindernissen

Von Uwe Tiedemann

Magdeburg. Die Fußball-Oberliga Süd wird in diesen Wochen und Monaten geprägt von permanenten Absagen (mittlerweile 35), frustrierten Spielern und schiefen Tabellenbildern. So hat Sachsen Leipzig schon 20 Begegnungen absolviert, Germania Halberstadt aber weiterhin erst 15 – genauso viel wie vor der Winterpause. Und die begann Anfang Dezember 2005.
Die Vorharzer, die damit seit dreieinhalb Monaten (!) pausieren, waren von den Wetterkapriolen besonders betroffen. Alle sechs Partien der Rückrunde fielen aus. Kein Wunder also, dass es nun unter allen Umständen am Sonntag (14 Uhr) im Derby gegen den 1. FC Magdeburg endlich losgehen soll.
Germania hatte sein jüngstes Heimspiel Anfang März gegen den VfB Pößneck noch schweren Herzens abgesagt, damit der Platz für die kommenden Aufgaben nicht zu sehr ramponiert wird.
Abgesehen davon, dass die Unruhe innerhalb einer Mannschaft bei den ständigen Absagen von Woche zu Woche immer größer wird – die fehlende Wettkampfpraxis hinterlässt bei allen Teams Spuren, spielt speziell den Favoriten so manchen Streich.
Diese unliebsame Erfahrung musste gerade erst der gestürzte Spitzenreiter 1. FC Magdeburg machen, der, einen Heimsieg gegen den FC Eilenburg fest eingeplant, nur ein enttäuschendes 0:0 erreichte. Vor allem die schwache zweite Halbzeit muss Chefcoach Dirk Heyne mit seinen Akteuren genauestens aufarbeiten. Vor dem mit großer Spannung erwarteten Derby haben die Elbestädter aber den nicht zu unterschätzenden Vorteil, schon einmal aktiv gewesen zu sein, während der VfB nun so gar nicht weiß, wo er nach dieser extrem langen Zwangspause überhaupt steht.
Noch keinen Boden verloren hat der VFC Plauen. Zwei Spiele – zwei Siege lautet die makellose Bilanz der Rückserie, wenngleich das jüngste 1:0 über das abgeschlagene Schlusslicht OFC Neugersdorf kein Ruhmesblatt war. Arge Probleme, gut aus den Startlöchern zu kommen, hatte dagegen auch der FC Sachsen Leipzig, der erst im vierten Anlauf am Club vorbeizog und die Spitze übernahm. Doch bei vier Spielen mehr auf dem Konto hat das wenig zu bedeuten. "Die Tabellenführung interessiert mich nicht", betonte dann auch Trainer Hans Leitzke nach dem 3:0 in Völpke.
Apropos Völpke: Der Neuling muss dringend punkten, damit das Unternehmen Klassenerhalt nicht schon vorzeitig außer Reichweite gerät. Zumal, wenn aus der Regionalliga der Chemnitzer FC runterkommt, nicht nur drei Teams absteigen, sondern der Viertletzte Relegationsspiele gegen den Vertreter aus der Nordstaffel zu bestreiten hat. Nun geht's am Sonnabend (14 Uhr) im Aufsteigerduell gegen Budissa Bautzen. Im Hinspiel bezog die Bennert-Truppe da mit 0:6 ihre höchste Saisonniederlage ...


Bild Magdeburg vom 14.03.2006

Germania Halberstadt
Wird Derby eine Kopp-Sache?

Von Olaf Scholz

Das ist selten! Beim Oberligisten Germania Halberstadt sind alle fit. "Im Moment kann ja nichts passieren", sagt Thomas Pfannkuch. Denn das letzte Spiel war am 3. Dezember (0:2 gegen Sachsen).
Doch Sonntag steht das Derby gegen den FCM an. "Egal gegen wen - die Jungs ollen ran", so Pfannkuch. "man weiß nach der XXL-Winterpause nicht, wo man steht. Das sah man auch bei Magdeburgs 0:0 gegen Eilenburg."
Alle gesund, wer spielt? Ein Fragezeichen steht hinter Mittelfeldmann Alex Kopp (22), der gerade bis 2008 verlängert hat. Pfannkuch: "Ein guter Fußballer, wenn er macht, was er kann. Und wenn er nach einem guten Spiel nicht gleich denkt, er ist der Allergrößte.


Volksstimme Halberstadt vom 11.03.2006

Germania Halberstadt
Cottbus-Spiel auch abgesagt

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Es sah so gut aus, dann kam der Anruf aus Cottbus. Die heutige Oberliga-Begegnung Energie Cottbus II gegen Germania Halberstadt muss wegen aufgeweichter Plätze abgesagt werden. Für die Halberstädter ist es die sechste Absage in Folge.


Volksstimme vom 11.03.2006

Halberstadt hat frei
Völpke-Spiel noch offen

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt/Völpke. Die Ausfallserie in der nordostdeutschen Fußball-Oberliga geht weiter. In den gestrigen Mittagsstunden wurde nach heftigen Schneefällen bei Energie Cottbus entschieden, dass die für heute angesetzte Begegnung der zweiten Mannschaft des Zweitligisten gegen den VfB Germania Halberstadt nicht stattfindet es ist bereits die sechste Begegnung in Folge, die die Vorharzer nicht bestreiten können. Ein Wunder wäre es keinesfalls, wenn sich dort bald eine Art "Lagerkoller" ausbreiten würde.
Beim Ligakontrahenten TSV Völpke, wo am morgigen Sonntag ab 14 Uhr die Begegnung gegen den Mitfavoriten im Aufstiegskampf, Sachsen Leipzig, angesetzt ist, wird erst in den heutigen späten Vormittagsstunden entschieden, ob angesichts der Platzverhältnisse gespielt werden kann.


Volksstimme Halberstadt vom 11.03.2006

Germania Halberstadt
Schneeberge im Friedensstadion

Von Mathias Kasuptke

Im Friedenstadion hat man bereits das nächste Wochenende fest im Visier. Am kommenden Sonntag soll dort die Oberliga-Begegnung Germania Halberstadt gegen den 1. FC Magdeburg ausgetragen werden. Beim Blick auf den Hauptplatz ist das derzeit allerdings nur schwer vorstellbar. Nachdem die Stadionbetreiber mehrere hundert Kubikmeter Schnee vom Platz geräumt haben, schneite es erneut. Die Grasnarbe ist durch das Tauwetter jetzt völlig aufgeweicht. "Wir machen alles, was möglich ist", betont Stadionchef Detlev Büchner. Einfluss auf das Wetter hat er allerdings auch nicht. Es muss jetzt trocken bleiben und Wind aufkommen. Zum Heimspiel gegen den FCM werden etwa 5000 Zuschauer im Friedensstadion erwartet. für die Halberstädter wäre es das erste Spiel der Rückrunde.


Volksstimme Halberstadt vom 11.03.2006

Fußball: Weil die Spiele ausfallen, drücken sie jetzt die Schulbank
Germanias Oberliga-Fußballer machen den Trainerschein

Von Mathias Kasuptke

Mit einer ungewöhnlichen Aktion macht der VfB Germania Halberstadt auf sich aufmerksam. Elf Spieler der Oberliga-Mannschaft drücken gemeinsam die Schulbank. Im Halberstädter Aus- und Weiterbildungszentrum (AWZ) absolvieren sie derzeit eine Übungsleiterausbildung. Im Herbst findet die Prüfung für die C-Lizenz statt.

Halberstadt (mak). Kompakte Wochenend-Schnellkurse für erfahrene Oberliga-Spieler gibt es in Halberstadt nicht. Wer den Ausweis als Fachübungsleiter C in den Händen halten will, muss die Schulbank drücken und zwar richtig. Insgesamt 100 Stunden in drei verschiedenen Lehrgängen müssen absolviert werden, bis man zur Prüfung zugelassen wird.
Die Initiative ging vom VfB Germania Halberstadt aus. Der Verein hat dabei mehrere Dinge im Blick. "Wir investieren in unsere Spieler, wollen sie natürlich so auch an uns binden", erklärt Frank Butzke, Chef der Abteilung Fußball bei Germania Halberstadt. Das alle elf Oberliga-Spieler einmal die Trainerlaufbahn einschlagen werden, glaubt auch Butzke nicht. "Aber vielleicht übernimmt der eine oder andere mal eine Nachwuchsmannschaft. Wenn das dann auch noch in Halberstadt ist, hat sich diese Aktion schon ausgezahlt, denn von einer guten Nachwuchsausbildung profitieren wir alle", betont Frank Butzke. Die Kosten für die Ausbildung übernimmt der Verein.
Dass diese Kosten nicht ins Uferlose steigen, dafür sorgt Detlef Rutzen. Der ist nicht nur Geschäftsführer des Aus- und Weiterbildungszentrums Halberstadt (AWZ). In seiner Funktion als Präsident des Kreisfachverbandes Fußball kennt er auch die Sorgen und Nöte bei der Nachwuchsförderung in den Vereinen. "Die Motivation beginnt an der Außenlinie, wenn dort ein guter Trainer steht, gewinnen wir auch die Kinder. Als AWZ stellen wir den Germania-Fußballern die Räume und die technische Ausstattung kostenlos zur Verfügung. Damit halten wir die Kosten niedrig", sagt Rutzen. Damit die Trainingseinheiten des Oberligisten nicht beeinträchtigt werden, erfolgt die Ausbildung in der Mittagszeit. Stunden geschenkt werden ihnen nicht.
Ganz unerfahren sind die Oberliga-Kicker von Germania Halberstadt in Sachen Nachwuchsunterstützung nicht. Seit Monaten läuft bereits ein Patenschaftsprogramm zwischen der Oberliga-Mannschaft und den einzelnen Junioren-Teams bei Germania Halberstadt. Einmal in der Woche trainieren zum Beispiel Gerlach & Co mit B-, C- oder D-Junioren-Mannschaften. Die Resonanz bei den Jungs ist überwältigend ", sagt Frank Butzke. Von den Oberliga-Spielern gehe in den Nachwuchsteams eine "unglaubliche Motivation aus".


Volksstimme Halberstadt vom 10.03.2006

Oberliga: Germania Halberstadt spielt in Cottbus gegen zweite Mannschaft von Energie
Wir wissen nicht, wo wir stehen

Von Mathias Kasuptke

Germania Halberstadt kann morgen spielen, allerdings in Cottbus. Gegner ist die zweite Mannschaft von Energie. Auch wenn das Hinspiel mit 3:0 gewonnen wurde, ein lockerer Kick wird das in der Lausitz nicht. Nach fünf Spielausfällen in Folge beginnt Halberstadts Oberligist wieder bei Null. "Wir wissen nicht, wo wir derzeit stehen", erklärt Germania Coach Pfannkuch.

Halberstadt (mak). Bei Germania scharrt man mit den Füßen. Der Oberligist wird morgen endlich spielen können. Das zumindest versprechen alle Wettervorhersagen aus Cottbus. Nach fünf Spielausfällen in Folge sieht man der Begegnung gegen die zweite Mannschaft von Energie Cottbus nicht ganz unbeschwert entgegen. "Wir wissen derzeit nicht, wo wir stehen, hatten in den vergangenen Wochen keine richtigen Testspielherausforderungen", erklärt Germanias Trainer Thomas Pfannkuch.
Was den Trainer zusätzlich skeptisch macht, ist die Leistung beim letzten Spiel gegen den Haldensleber SC. Dort hatten die Halberstädter zwar am vergangenen Wochenende mit 2:0 gewonnen, die Einstellung der Mannschaft ließ aber wenige Wünsche offen. "Wir haben in dieser Woche gut trainiert und die Einstellung von Haldensleben ausgewertet. Ich gehe davon aus, dass jedem meiner Spieler bewusst ist, wie wichtig das Spiel in Cottbus ist", unterstreicht Pfannkuch.
Einen Fehlstart in der Lausitz kann sich Germania nicht leisten. "Wir müssen jetzt gut aus den Startlöchern kommen. Eine Niederlage wäre nicht unbedingt das Beste für uns", unterschreibt Pfannkuch diplomatisch die psychologische Wirkung eines Fehlstarts in Cottbus.
Allerdings weiß Pfannkuch, was passieren muss, damit es keinen Fehlstart gibt. "Cottbus ist eine junge ehrgeizige Mannschaft. Die können alle Fußball spielen und wollen in die Bundesliga, haben allerdings relativ wenig Erfahrung", erklärt der Coach. Das sei hingegen der große Vorteil seiner Mannschaft. Womit Pfannkuch sicher Recht hat. Gerlach, Vandreike und Co. versammeln einige Fußballjahre. "Wenn wir von Beginn an unser Spiel aufziehen, dann verlassen wir als Sieger den Platz", ist Thomas Pfannkuch überzeugt. Vergangene Woche hat er die Cottbuser in Eilenburg gesehen (2:2). "Die sind zu schlagen".


Volksstimme Halberstadt vom 09.03.2006

Oberliga-Team spielt am Sonnabend in Cottbus
Friedensstadion wird vom Schnee befreit

Von Mathias Kasuptke

Im Halberstädter Friedensstadion wurde gestern mit der Räumung der mehr als zwölf Zentimeter dicken Schneedecke auf dem Hauptplatz begonnen, damit das Oberliga-Heimspiel gegen den FCM am 19. März abgesichert werden kann. "Das Wetter hat es erst jetzt zugelassen, den Platz ohne größere Schäden zu räumen", erklärte Stadionchef Detlev Büchner. Allein auf dem Hauptplatz liegen insgesamt 825 Kubikmeter Schnee. Auch auf den Nebenplätzen wurde mit der Bearbeitung der Flächen begonnen. Ob allerdings dort am Wochenende gespielt werden kann, ist nach Aussage von Büchner noch offen. Betroffen wären neben Nachwuchsmannschaften die zweite und dritte Mannschaft von Germania Halberstadt. Das Oberliga-Team spielt am Sonnabend in Cottbus.


Volksstimme vom 09.03.2006

Germania Halberstadt
Kopp bleibt bis zum Jahre 2009

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Keine Spur von Unruhe. Trotz des Wegbruchs des Hauptsponsors WSW läuft bei Oberligist Germania Halberstadt alles weiter in geregelten Bahnen. Beispiel Vertragsverlängerungen: Alex Kopp hat für zwei weitere Jahre bei den Halberstädtern unterschrieben. Der 22-jährige Mittelfeldstratege spielt in der dritten Saison bei Germania und hatte sich eigentlich mit Wechselgedanken getragen. "Das Angebot war gut, ich kann mich hier sportlich weiterentwickeln. Das ist, was für mich zählt. Außerdem habe ich jetzt vom Verein die Möglichkeit erhalten, einen Trainerschein zu machen. Da konnte ich nicht nein sagen", erklärte Alex Kopp, der in Vergangenheit auch schon mit Union Berlin in Verbindung gebracht wurde. Jetzt bleibt er bis 2009 in Halberstadt.


Bild Magdeburg vom 09.03.2006

Banser will mit Germania endlich um Punkte spielen
Nanu? Germania spielt Badminton statt Fußball

Von Olaf Scholz

Immer wieder Ausfälle – und Testspiele, die nerven. Bei Oberligist Halberstadt bleibt der Fußball sogar jetzt ganz außen vor. Um wieder gierig zu sein auf die Kugel…
Zuletzt wurde im Germania-Training Badminton gespielt. Die Abwechslung tut recht gut. "Aber jeder ist heiß darauf, daß es endlich mit den Punktspielen losgeht", sagt Torjäger Fait-Florian Banser (10 Treffer).
Bald fällt eine wichtige Entscheidung. Bis zum Monatsende können Banser und der Verein die Option auf eine Vertragsverlängerung ziehen. Trainer Pfannkuch weiß schon, was er will: "Ich würde Fait gern behalten. Der Verein weiß Bescheid."
Von März bis Mai sollen die fünf Nachholspiele ausgetragen werden: 29.3. gegen Völpke, 5.4. in Grimma, 15.4. in Plauen, 26.4. gegen Pößneck, 14.5. gegen HFC.


Volksstimme vom 07.03.2006

Germania-Termine noch nicht bestätigt
Vier FCM-Nachholtermine bestätigt

Von Rudi Bartlitz

Magdeburg (rb). Nachdem Fußball-Oberligist 1. FC Magdeburg fünf Spiele in Folge wegen schlechter Platzbedingungen aussetzen musste, stehen seit gestern nach FCM-Angaben für vier Partien die Nachholtermine fest: VFC Plauen (daheim/19.4./17.30 UIhr), VfB Pößneck (auswärts/26.4./17.30), Budissa Bautzen (auswärts/3.5./18.30), Energie Cottbus II (daheim/14.5./14.00).
Germania Halberstadt hat gleichfalls vier Termine fixiert, sie sind aber noch nicht bestätigt.


Volksstimme Halberstadt vom 06.03.2006

Germania Halberstadt gewinnt Testspiel beim Haldensleber SC 2:0 (1:0)
Pfannkuch nicht zufrieden

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Überzeugend war das nicht. Germania Halberstadt gewann zwar sein kurzfristig angesetztes Testspiel beim Haldensleber SC mit 2:0 (1:0), aber mit dem, was auf dem Platz geboten wurde, konnte keiner der Halberstädter zufrieden sein. Nur dem Unvermögen des Landesligisten ist es zu verdanken, dass der Oberligist den Platz als Sieger verlassen hat. Einmal der Pfosten und mehrfach Kischel verhinderten Gegentore.
Man spürte bei Germania, dass die Mannschaft seit Wochen nicht mehr richtig Fußballspielen konnte. In Haldensleben hatte das Team zum ersten Mal seit Monaten wieder grünen Rasen unter den Füßen und konnte auf einem ganz ordentlichen Platz wieder einen Ball führen.
Die mangelnde Spielpraxis bei Gerlach und Co war deutlich zu sehen. Wobei Kapitän Gerlach neben Kischel, Stefke, Heckeroth und streckenweise auch Binsker zu den besten Halberstädter Akteuren gehörte. In allen Mannschaftsteilen haperte es im Zusammenspiel und an der Einstellung.
Das sah Trainer Pfannkuch nicht anders. "Mit der heute gezeigten Leistung kann man nicht zufrieden sein", betonte der Coach nach dem Spiel. Die Ursachen für diese schwache Partie sieht der Trainer unter anderem in den wiederholten Spielabsagen. "Es ist schwer, die Spannung in der Mannchaft über Wochen immer oben zu halten, wenn jede Woche die Spiele ausfallen", erklärt Pfannkuch.
Spielausfälle und schlechte Plätze erklären die mangelnde Spielpraxis, aber nicht die fehlende Einstellung. "Ich werde das in dieser Woche gemeinsam mit der Mannschaft analysieren", kündigte der Trainer an.


Volksstimme Halberstadt vom 04.03.2006

Germania Halberstadt: Oberligist spielt heute in Haldensleben
Aufstellungsexperimente machen Testpiele spannend

Von Mathias Kasuptke

Halberstadts Oberligist spielt heute gegen den Haldensleber SC. Der Tabellenzweite der Landesliga Nord war bereits Halberstadts Gegner in der zweiten Pokalrunde. Damals siegte Germania in Haldensleben 4:0. Anstoß im Waldstadion ist heute um 15 Uhr.

Halberstadt (mak). Interessant sind Testspiele immer. Auch wenn die letzten Gegner des Oberligisten immer unterklassige Mannschaften waren, mangelte es nicht an einer gewissen Spannung. Grund dafür sind die Verschiebungen, die Trainer Thomas Pfannkuch bei seinen Aufstellungen innerhalb der Mannschaft vornimmt.
So spielte zum Beispiel zuletzt im Test gegen Seehausen erstmals Pölzing neben Thiele in der Innenverteidigung und machte dort eine auffallend gute Figur. Eigentlich ist das die Position von Gottwald, doch der ist derzeit leicht angeschlagen. Pölzing wäre im Ernstfall eine Alternative.
Im offensiven Mittelfeld tauchte zuletzt immer häufi ger Binsker auf der rechten Außenbahn auf. Die hatte sonst Schlitte eindrucksvoll belegt. Große Fußstapfen für Binsker, der aber gegen Staßfurt und Seehausen jeweils mit einem Tor in Erscheinung trat. Eine Kompensation von Schlitte bedeutet das noch nicht, aber es beruhigt zunächst.
Besonders vor dem Hintergrund der neu erwachten Schussfreude von Banser, bereitet der Sturm von Germania derzeit keine Sorgen. Gegen Seehausen am vergangenen Dienstag legte Banser seine Ladehemmung ab und traf gleich dreimal. Aber sein Nebenmann Reitzig hält auch nicht gerade hinter dem Berg. Gegen Seehausen zwei, gegen Staßfurt eins. Der kleine Mann aus Neinstedt scheint ebenfalls aufzublühen.
Unabhängig davon, wer im Oberliga-Einsatz zur Startformation gehört, so kristallisiert sich doch nach dem Weggang von Schlitte eine Veränderung im Spielsystem ab. Pfannkuch reduziert die Spitze auf zwei und setzt auf drei Offensive im Mittelfeld und Vandreike vor der Viererkette. Das bedeutet aber, dass es eng wird. Wo nistet sich Kopp ein? Muss Stosch auf einen schwächelnden Vandreike hoffen? Kann Lorenz sich in die Viererkette spielen? Bleibt dann noch Platz für Wiekert?


Volksstimme Halberstadt vom 03.03.2006

Germania Halberstadt
Wieder Spielausfall: Pößneck abgesagt

Von Mathias Kasuptke

Enttäuschung bei Germania Halberstadt. Der Oberligist kann zum fünften Mal in Folge wegen schlechter Platzbedingungen nicht spielen. Gestern wurde das Heimspiel gegen Pößneck am Sonntag abgesagt. Zuvor hatten Stadionbetreiber, Präsidium, Fußball-Fachverband und Mannschaftsleitung vor Ort beraten.

Halberstadt (mak). Großer Bahnhof im Friedensstadion: Präsident, Vizepräsident, Schatzmeister, Mannschaftsleitung, Fußballfachverband, Stadionbetreiber und sogar Stadionsprecher hatten sich gestern um 11 Uhr versammelt. Es ging um das Oberliga-Heimspiel gegen Pößneck am Sonntag. Mehr als 60 Minuten wurde diskutiert, mit den Füßen im Schnee gescharrt, mit Traktor und Schneepflug versucht, eine Lösung zu finden. Doch es half nichts: Der Platz ist nicht bespielbar.
Einvernehmlich war die Entscheidung nicht. Schatzmeister Roland Voigt wies auf die wirtschaftlichen Zwänge hin. "Ein Spiel bedeutet Zuschauer und die zahlen Eintrittsgelder", erinnerteVoigt. Fußball-GmbH Geschäftsführer und Spieler René Cunaeus bot die Hilfe der Mannschaft an, um den Platz bespielbar zu machen. "Dafür lassen wir sogar eine Trainingseinheit ausfallen", erklärte Cunaeus, der unbedingt spielen wollte. Es änderte nichts.
Die geschlossene Schneedecke ist trügerisch. Im Boden sitzt der Frost. Wird der Schnee geräumt, taut die Oberfläche und es entstehen Pfützen, weil der Frost das Wasser nicht ablaufen lässt. Wird auf der geschlossenen Schneedecke gespielt, wird diese festgetreten und taut schwerer ab. Dann wäre auch das Heimspiel am 19. März gegen den FCM gefährdet, der wirtschaftliche Schaden dann noch größer. "Unabhängig davon, sind die möglichen Schäden für den Rasen unabsehbar", sagt Stadion-Chef Detlev Büchner. Probleme hätten auch die vereisten Zuschauerränge bereitet, die geräumt werden müssten. Zudem erinnerten Präsident Olaf Herbst und Vizepräsident Uwe-Karsten Heimbürger an die erhöhte Verletzungsgefahr für die Spieler bei diesen Platzbedingungen.


Mitteldeutsche Zeitung vom 03.03.2006

Magdeburg, Leipzig, Plauen, Neuruppin, Babelsberg und Berlin denken an Aufstieg
Sechs Viertliga-Vereine beantragen Regionalliga-Lizenz

Von unbekannt

Leipzig/dpa. Jeweils drei Vereine aus den beiden Staffel der Oberliga Nordost (NOFV) haben fristgerecht ihre Lizenzunterlagen zum Zulassungsverfahren für die Regionalligasaison 2006/2007 beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Frankfurt/Main abgegeben. Aus der NOFV-Staffel Süd wollen Tabellenführer 1. FC Magdeburg, der FC Sachsen Leipzig (2.) und der VFC Plauen (3.) für einen möglichen Aufstieg gerüstet sein. In der Nord-Staffel haben ebenfalls die drei erstplatzierten Vereine, der MSV 1919 Neuruppin, der SV Babelsberg 03 und der 1. FC Union Berlin, Antrag auf eine Regionalliga-Lizenz gestellt.
"Der Wirtschaftsprüfer hat uns ein uneingeschränktes Testat erteilt. Der 1. FCM plant in der Saison 2006/07 mit einem Etat von 2,42 Millionen Euro", teilte Magdeburgs Manager Bernd Hofmann mit. Der FC Sachsen Leipzig, derzeit punktgleich mit dem FCM, würde bei einem Aufstieg seinen aktuellen Etat von 2,1 auf knapp 2,9 Millionen Euro erhöhen. Der VFC Plauen, dessen Unterlagen in einem Steuerbüro erstellte wurden, plant mit 1,5 Millionen Euro.
Germania Halberstadt und der Hallesche FC, durchaus noch mit Außenseiterchancen auf den Staffelsieg, reichten keinen Antrag ein. Halberstadt fehlt das wirtschaftliche Umfeld, Halle kann angesichts von zwölf Punkten Rückstand auf Magdeburg "realistisch gesehen, nicht mehr aufsteigen", sagte HFC-Präsident Michael Schädlich.
Von den Vereinen der Nord-Staffel machte niemand konkrete Zahlenangaben. "Zum zu Grunde liegenden Etat gibt der Verein keine Auskunft", teilte der Babelsberger Geschäftsführer Ralf Hechel mit. Auch bei Union wurde Stillschweigen vereinbart. "Während des Lizenzierungsverfahren will das Präsidium keinerlei Angaben zu den Zahlen machen", heißt es in einer Presseerklärung. Das Gleiche war aus Neuruppin zu hören.
Titelchancen hat in der Nord-Staffel auch noch die zweite Mannschaft des FC Hansa Rostock, aber Pressesprecher Axel Schulz gab wie im Vorjahr bekannt: "Hansa hat für die zweite Mannschaft keine Lizenz für die Regionalliga beantragt." Auch der BFC Dynamo verzichtete.


MDR Online vom 02.03.2006

Fußball / Oberliga
OL-Spitzentrio will RL-Lizenz

Von unbekannt

Pünktlich vor Fristende am 1. März hat das Spitzen-Trio der Fußball-Oberliga Süd seine Lizenzunterlagen für die Regionalliga abgegeben.

FCS und Plauen hoffen
Staffelspitzenreiter Magdeburg gab am Mittwoch per Pressemitteilung bekannt, dass der Verein "nach wochenlanger Arbeit Lizenzunterlagen erstellt" habe, "die den Weg des 1. FC Magdeburg in die Regionalliga ebnen". Manager Hoffman freut sich: "Der Wirtschaftsprüfer hat uns ein uneingeschränktes Testat erteilt". Die Magdeburger planen in der kommenden Saison mit einem Etat von 2,42 Millionen Euro. Nun muss der FCM sportlich nachziehen, um den erneuten Regionalliga-Aufstieg nach 2001 perfekt zu machen: Doch trotz vier ausgefallenen Spielen hat die Heyne-Elf die Tabellenspitze weiter fest im Griff.

Die Verfolger hoffen dennoch: So haben auch der Oberliga-Zweite FC Sachsen (bereits am Montag) und Vorjahresstaffelsieger VFC Plauen (am Dienstag) die Unterlagen für die dritte Liga eingereicht.

Halberstadt und HFC verzichten
Germania Halberstadt und der Hallesche FC planen dagegen weiter für die Oberliga. Halberstadt, das als Tabellenvierter bei vier ausgefallenen Spielen noch zum ärgsten FCM-Verfolger werden könnte, muss aus finanziellen Gründen passen: "Unser wirtschaftliches Umfeld kann die Regionalliga noch nicht tragen", sagt Manager Cunaeus: "Wir hoffen aber, dass wir in ein, zwei Jahren soweit sind."

Beim HFC sieht man mit zwölf Punkten Rückstand auf Magdeburg keine sportliche Aufstiegschance: "Wenn man die Situation realistisch einschätzt, muss man sagen: Wir können in dieser Saison nicht mehr aufsteigen", sagt Präsident Schädlich: "Deshalb haben wir keinen Lizenzantrag gestellt". In der kommenden Saison wollen die Hallenser mit Trainer Müller aber neu angreifen. Trotz Tabellenplatz sechs stehe der Coach aber nicht zur Debatte.


Volksstimme vom 02.03.2006

8:1-Sieg in Seehausen
VfB konnte endlich wieder spielen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Spontanaktion von Rene Cunaeus: Der Spieler-Manager des Fußball-Oberligisten VfB Germania Halberstadt griff zum Telefon, rief bei seinem Ex-Verein, Landesligist SV Seehausen, an, und das Testspiel (8:1) stand. Zuvor war zum wiederholten Mal ein Test abgesagt worden. Grund: schlechte Platzverhältnisse. Die waren im Cunaeus-Heimatort Seehausen zwar auch nicht besser, die Börde-Kicker hat aber Lust auf den Oberligisten.
Das bekam der Gast aus Halberstadt dann auch gleich zu spüren. Dirk Wischeropp schoss Seehausen in Führung. Erst danach wurde Germania wach und siegte am Ende überlegen mit 8:1. Banser trug sich gleich dreimal in die Torschützenliste ein, gefolgt von Kopp (2), Vandreike, Stefke und Reitzig.
"So richtig toll war der Boden nicht, aber wir konnten 90 Minuten Fußball spielen. Mittlerweile ist das schon bemerkenswert", richtete Trainer Pfannkuch einen Dank für das Spiel in Seehausen.


Volksstimme Staßfurt vom 02.03.2006

Fußball-Freundschaftsspiel: SV 09 Staßfurt – Germ. Halberstadt 2:5 ( 1:2)
09 er versteckten sich nicht

Von unbekannt

Zum 3. Aufeinandertreffen der Saison kam es am Samstag zwischen dem SV 09 Staßfurt und der Oberliga-Mannschaft Germania Halberstadt. Grund dafür war die erneute Spielabsage gegen Mechau. Vor den wenigen Zuschauern zeigte sich von Anfang an, wer Herr auf dem Platz ist.

Staßfurt (mjr). Halberstadt ging schon in der 5. Minute in Führung. Nach einer Ecke von Guntsch kommt Höppner ganz frei zum Kopfball, aber der Torhüter kann parieren. Danach wieder die Gäste. Durch Abstimmungsfehler nach einem Freistoß kann Spielmacher Gerlach auf 2:0 erhöhen, bevor sich Maadaoui auf der rechten Seite gekonnt durchsetzt und den Anschlusstreffer markiert. Dies war auch der Halbzeitstand.
In der zweiten Halbzeit folgte ein Doppelschlag der Germannen. War an dem 3:1 Torwart Witte nicht ganz unschuldig, schlief die 09 er Abwehr bei einem Freistoß zum 4:1 vor dem 16er. Gute Chancen durch Härtl und Stary führten nicht zum gewünschten Erfolg und so blieben die guten Chancen, wie auch in der ersten Halbzeit größtenteils, bis auf das 4:2 von Trensinger in der 87. Minute, ungenutzt. Den Schlusspunkt zum 5:2-Endstand setzten dann mit dem Abpfiff noch einmal die Gäste aus Halberstadt.
Am Wochenende hat dann die punktspielfreie Zeit ein Ende. Es kommt zum regulären Aufeinandertreffen der beiden Aufstiegsanspiranten 1. FC Magdeburg II und SV 09 Staßfurt. Will man weiter im Rennen bleiben, muss dieses Spiel auf jeden Fall erfolgreich bestritten werden. Dazu müssen sich aber die Leistungen aus den vorangegangen Spielen deutlich bessern.

SV 09 Staßfurt: Stümpel (46. Witte), Schöne, Binnebößel, Kaczur, Dobritz, Maadaoui (75. Tonn), Krull (35. Trensinger), Linsdorf, Stary, Höppner (83. Jeschor).


Volksstimme Halberstadt vom 01.03.2006

Oberliga-Fußball
Entscheidung fällt am Freitag

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Ob Halberstadts Oberligist am Sonntag spielen kann, steht noch nicht fest. Während der gestrigen Sicherheitskonferenz zur Oberliga-Begegnung Germania Halberstadt gegen VfB Pößneck am Sonntag im Friedensstadion (Anstoß 14 Uhr) wurde vereinbart, am Freitag um 10 Uhr zu entscheiden, ob der Hauptplatz bespielbar ist.
Nach Aussage von Stadionchef Detlev Büchner befindet sich derzeit noch eine Eisschicht auf dem Rasen, die eine Räumung oder Aufarbeitung der Fläche unmöglich mache. "Wir werden am Freitag den Platz begehen und dann entscheiden", erklärte Büchner. Sollte das Spiel erneut ausfallen, wäre es für Germania Halberstadt die fünfte Spielabsage in Folge.




 

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