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Hier werden ausschließlich die Presseberichte zur 1. Mannschaft, dem Fußball-Oberliga-Team gepostet. Alle weiteren Berichte zum VfB Germania Halberstadt sind im Fan-Forum nachzulesen.

April 06


Germanen-Echo vom 30.04.2006

Interview mit René Cunaeus
Chef der Fußball GmbH dankt den Sponsoren

Von Mathias Kasuptke

Germanen-Echo: Die Meldung über die Insolvenz der Heros-Gruppe und der damit verbunde Ausstieg von WSW als Hauptsponsor hat bei Germania und im Umfeld für viel Aufregung gesorgt. Hat die sich mittlerweile gelegt?

René Cunaeus: Hat sie, allerdings nicht von allein. Der Verein hat es dem Engagement der Sponsoren zu verdanken, dass wir die durch das Ausscheiden von WSW gerissene Lücke wieder geschlossen haben. Die Resonanz in der Halberstädter Wirtschaft auf die Zeitungsmeldungen von der drohenden Finanzkrise war überwältigend.

Germanen-Echo: Wie muss man sich das vorstellen, haben plötzlich alle angerufen und gefragt, ob sie Geld geben dürfen?

René Cunaeus: Ganz so einfach ist es dann doch nicht gewesen. Der Verein, die Fußball GmbH, einzelne Sponsoren - alle haben unzählige Gespräche geführt, um die Wichtigkeit des Vereins für die Region zu verdeutlichen. Das war allerdings gar nicht so in dem Umfang nötig, wie wir erwartet hatten. Die Frage, ob geholfen werden kann, wurde von allen Seiten positiv beantwortet.

Germanen-Echo: Germania ist unverschuldet in diese Situation gekommen, hat bisher nie übertrieben gewirtschaftet oder auf großem Fuß gelebt. Liegt die Hilfe in der Not vielleicht daran?

René Cunaeus: Auf jeden Fall. Unsere bisherige Art zu wirtschaften, basierte immer auf Vertrauen und Offenheit, ohne dabei ständig mit Zahlen in der Öffentlichkeit zu hantieren. Germania hat einen Stil entwickelt, der in der Oberliga fast einmalig ist. Firmen, die uns unterstützen, können sich immer darauf verlassen, dass wir mit ihrem Geld verantwortungsvoll umgehen. Bei uns werden keine Hirngespinste finanziert, sondern solider und guter Oberliga-Fußball, von dem, wenn er denn erfolgreich ist, eine ganze Region profitieren kann.

Germanen-Echo: Ein Blick in die neue Saison. Ist die Suche nach einem neuen Hauptsponsor schon erfolgreich gewesen? Wer wird in der nächsten Saison die Brust unserer Spieler zieren?

René Cunaeus: Wir sind auf einem guten Weg. Mehr kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Auf jeden Fall stellt das Ausscheiden von WSW auch in der nächsten Serie kein Problem dar. Ich kann mich nur wiederholen: In die WSW-Lücke sind zahlreiche andere Unternehmen aus der Region gesprungen. Dafür kann ich mich bei allen Verantwortlichen nur bedanken.

Germanen-Echo: Wenn die finanzielle Situation abgesichert ist, stellt sich die Frage nach neuen Spielern. Wird es im Sommer Neuverpflichtungen geben?

René Cunaeus: Ich werde einen Teufel tun und jetzt schon Namen nennen. Der Germania-Fan kann aber sicher sein, dass der Kader an entscheidenden Stellen verstärkt wird. Die bisherigen Verhandlungen mit einzelnen Kandidaten waren sehr erfolgreich und es wird auch die eine oder andere Überraschung geben. Ich gehe davon aus, dass unsere Neuen ebenso einschlagen werden, wie die fünf letzten Neuverpflichtungen. über deren Qualität ist ja wohl jeder Zweifel erhaben. Die neue Mannschaft wird interessant zusammengesetzt sein.


Volksstimme vom 29.04.2006

Germania Halberstadt
Ohne Vandreike gegen Dresden

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Ihr siebtletztes Saisonspiel tragen die Oberliga-Kicker von Germania Halberstadt am Sonntag ab 14 Uhr im heimischen Friedenstadion aus. Kontrahent der Mannen um Trainer Thomas Pfannkuch ist der FV Dresden-Nord.
Während die Vorharzer als derzeit Tabellensechster durchaus noch damit liebäugeln, zum Saisonende unter den besten fünf des Klassements zu sein, stehen die Elbflorenzer mit 29 Zähler völlig jenseits von Gut und Böse auf dem zehnten Rang.
"Natürlich wollen wir dieses Spiel im heimischen Stadion gewinnen", betont Thomas Pfannkuch, bemerkt jedoch auch: "Obwohl wir das Hinspiel 2:1 zu unseren Gunsten entschieden, wird das absolut kein Selbstläufer. Die Dresdner spielen einen technisch anspruchsvollen Fußball, haben schließlich kürzlich auch Magdeburg bezwungen und werden uns ebenfalls stark fordern."
In der Partie am Sonntag muss der Halberstädter Coach auf seinen "Staubsauger" vor der Abwehr, Ingo Vandreike, verzichten, der sich zuletzt in Cottbus die fünfte Gelbe Karte einhandelte und damit für einen Spieltag gesperrt ist. Dagegen besteht die Hoffnung, dass die zuvor angeschlagenen Alexander Kopp und Fait-Florian Banser morgen wieder mit von der Partie sind.


Volksstimme Halberstadt vom 29.04.2006

Fußballfest vor Oberliga-Spiel
Doppelter Auftritt für Germania-Team

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Nach mehr als vier Wochen Abstinenz spielt Germania Halberstadt am Sonntag erstmals wieder im heimischen Friedensstadion. Erwartet wird die Mannschaft vom FV Dresden-Nord.
Schon heute können Germania-Fans direkte Fühlung zum Halberstädter Oberliga-Team aufnehmen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Pfannkuch wird ein Fußballfest am Hagebau-Centrum in der Quedlinburger Landstraße mitgestalten. Geplant sind dort zahlreiche Ak tionen rund um den Fußball: Torwandschießen, Kleinfeldspiele und Show-Trainingseinheiten – alles mit Beteiligung von Ober liga-Spielern des VfB. Moderiert wird die ganze Veranstaltung von der Stimme Germanias, Stadionsprecher Bernd Waldow.
Ein Schmankerl gibt es noch oben drauf. Ein Germania-Sponsor zeigt sich äußerst spendabel. Mit einer Eintrittskarte für das morgige Oberliga-Spiel, die man heute im Baumarkt erwerben kann, erhält man an diesem Tag 20 Prozent Rabatt auf den Einkauf im Baumarkt. Das gilt auch für Dauerkarteninhaber. Ein Ticket für das Sonntag-Spiel gibt es schon für fünf Euro.
Dass dies gut investiertes Geld ist, davon kann man ausgehen. Hat doch die Mannschaft von Trainer Pfannkuch für den Saisonrest die Latte sehr hoch gelegt. Vor dem Mittwoch-Spiel gegen Cottbus (1:1) hatte sich das Team mit dem Coach zusammengesetzt, um das Saisonziel zu defi nieren. "Die Ansage war relativ eindeutig und unumstritten", erklärte Thomas Pfannkuch. Demnach wollte das Team am Dienstag aus den da noch offenen acht Spielen insgesamt 16 Punkte holen. Bleiben also nach dem Cottbus-Spiel noch 15 Punkte in sieben Spielen. "Das hat etwa auch so meine Vorstellungen getroffen. Wir haben ein noch recht anspruchsvolles Schlussprogramm mit unbequemen Gegnern vor uns", betonte der Trainer.
Ein ganz unbequemer Gegner steht morgen auf der Matte. Der FV Dresden-Nord gehört wohl zu den am schnellsten unterschätzten Mannschaften der Oberliga. Derzeit zwar "nur" auf Platz zehn der Tabelle, profitiert die Mannschaft aus der Sachsen-Metropole häufig von der hervor ragenden Nachwuchsarbeit im eigenen Lager. Dresden-Nords A-Junioren spielen in der Bundesliga.
Anpfiff im Friedensstadion ist morgen um 14 Uhr.


Volksstimme Halberstadt vom 28.04.2006

Germania Halberstadt
Entwarnung: Kein Muskelfaserriss bei Banser

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Aufatmen beim Oberligisten VfB Germania. Die Verletzung von Stürmer-Star Fait-Florian Banser (17 Tore) ist doch nicht so schwer, wie anfänglich vermutet. Der 24-Jährige war im Spiel gegen Cottbus am Mittwochabend mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt worden. "Die erste Begutachtung von Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Bartel beim Frühtraining hat ergeben, dass es kein Riss ist", so Trainer Thomas Pfannkuch. Weitere Untersuchungen sollen heute folgen. Ob Banser am Sonntag gegen Dresden spielen kann, ist aber noch offen.
Ebenso ist der Einsatz von Alex Kopp fraglich. Der Mittelfeld-Stratege mit langsam aber sicher ansteigender Form hatte in Cottbus einen schweren Bluterguss (Pferdekuss) davongetragen. Der rechte Oberschenkel schmerzte beim Laufen so sehr, dass er in der 60. Minute ausgewechselt werden musste. "Er konnte das Lauftraining zwar mitmachen, ob es aber für einen Einsatz gegen Dresden reicht, müssen wir noch abwarten", erklärte Pfannkuch gestern. Der Einsatz von Kopp wäre wichtig, denn Ingo Vandreike hat in Cottbus seine fünfte Gelbe Karte bekommen. Damit steht er am Sonntag definitiv nicht zur Verfügung. Würde Kopp auch fehlen, hätte Pfannkuch ein Problem, auch wenn Tassilo Werner am Mittwoch "seine Sache ganz gut gemacht hat", so der Coach.
Für Zuversicht sorgt bei Germania wieder die Stamm-Vierer-Kette. Pölzing, Thiele, Gottwald und Heckeroth waren in Cottbus unzertrennlich und eine Augenweide. Da ist das mögliche Problem im Mittelfeld gleich nur noch halb so groß.


Lausitzer Rundschau vom 27.04.2006

NOFV Oberliga Süd
FCE-Amateure 1:1 gegen Halberstadt

Von unbekannt

Cottbus (Eig. Ber./noc). Trotz einer deutlichen Steigerung nach der Pause sind die Amateure von Energie Cottbus in ihrem Oberliga-Nachholspiel gegen Germania Halberstadt nicht über ein 1:1 (0:1) hinausgekommen und bleiben damit als Tabellen-Zwölfter in Abstiegsgefahr.
Binsker brachte die Gäste in der 19. Minute per Kopf in Führung. Den Ausgleich erzielte Schuppan (53.) mit einem Flachschuss ins lange Ecke. Er war einer von vier Zweitliga-Profis im Cottbuser Team.
Vor 84 Zuschauern startete Energie schwach und hatte anfangs große Mühe, seine Ordnung zu finden. Bereits nach 20 Sekunden musste Torhüter Thoms das erste Mal retten. In der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeber stärker. Die Sturmspitzen Sahin und Lindner konnten sich besser in Szene setzen. Die letzten beiden Chancen hatte jedoch wieder Halberstadt, so dass die Punkte teilung in Ordnung ging.


Volksstimme vom 27.04.2006

Fußball-Oberliga: Teurer Punkt, Banser verletzt
1:1 - Halberstadt bringt aus Cottbus einen Zähler mit

Von Mathias Kasuptke

Cottbus. Schock nach elf Minuten. Banser stößt mit Energie-Keeper Thomas zusammen und verletzt sich dabei so schwer, dass er ausgewechselt werden muss: Verdacht auf Muskelfaserriss. Doch Germania Coach Pfannkuch hat ein glückliches Händchen. Für Banser kommt Binsker, der köpft in der 18. Minute zur Halberstädter Führung - Vorarbeit Gerlach.
Bei Germania spielt wieder die Stamm-Vierer-Kette. Gottwald und Thiele in der Innenverteidigung, Pölzing und Heckeroth auf den Außenbahnen waren in Cottbus unzertrennlich. Das wirkte sich auch nach vorn aus. Im Mittelfeld herrschte Ruhe und Übersicht. Die drei Spitzen Binsker, Stefke und Reitzig profitierten davon. Nach einer halben Stunde hätte Germania 3:0 führen können.
Cottbus liefert einen müden Kick. Dabei hat Energie mit Aidoo, Dworrak und Sahin gleich drei Bundesligaprofis augestellt. Einzige Chance in Halbzeit eins - Sahin köpft in der 44. Minute übers Germania-Tor.
Nach dem Wechsel scheint der Faden bei Germania gerissen. Cottbus kommt besser ins Spiel, unterstützt durch den Ausgleich von Schuppan in der 53. Minute. Wirklich Verwertbares kommt aber nicht bei heraus. Das Spiel verflacht, ehe Germania mit Thiele per Kopf (70.) und Stefke (84./88.) noch mal richtig Druck macht. Für den Sieg reicht es allerdings nicht mehr. "Wir haben den Start in die zweite Halbzeit verpasst. Mit dem Punkt bin ich zufrieden", sagt Trainer Pfannkuch.


Volksstimme vom 26.04.2006

Germania Halberstadt
Sponsor "versüßt" erstes Heimspiel seit vier Wochen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Die Abstinenz hat ein Ende: Halberstadts Fußballfans können sich wieder auf Oberliga-Fußball freuen. Am Sonntag ist es soweit. Nach fünf Auswärtsspielen in Folge spielt Germania erstmals wieder vor heimischem Publikum. Gegner ist ab 14 Uhr die Mannschaft des FV Dresden-Nord.
Dresden Nord, da war doch was? Das Hinspiel drohten die Halberstädter so richtig zu vergeigen. Bis zur 44. Minute stand es 0:1, und Germania spielte sich einen furchtbaren Stiefel zusammen. Erst als Keeper Kischel in der 39. Minute nach einer vermeintlichen Tätlichkeit die Rote Karte sah, rappelt sich das Team auf und zog sich trotz schlechten Spiels aus dem Schlamassel. Am Ende drehten sie das Blatt und bewiesen die Qualitäten, die Trainer Pfannkuch jetzt wieder einfordert. "Man muss auch schlechte Spiele gewinnen können."
Nicht weil es erneut ein schlechtes Spiel werden könnte, wird der Gang ins Friedensstadion am Sonntag "versüßt". Ein Germania-Sponsor zeigt sich spendabel. Wer eine Eintrittskarte zum Spiel gekauft hat, erhält am Sonnabend im Halberstädter Hagebau-Centrum, wo es ebenfalls Karten gibt, 20 Prozent Rabatt auf alle gekauften Artikel. Außerdem stehen von 10 bis 12.20 Uhr die Oberliga-Spieler bei zahlreichen Aktionen rund um den Fußball für Fragen zur Verfügung.


Volksstimme vom 26.04.2006

Heute dreimal Oberliga-Fußball
FCM und Völpke wollen noch offene Rechnungen begleichen

Von Uwe Tiedemann und Wolfgang Seibicke

Auszug

"Großkampftag" in der Fußball-Oberliga Süd: Sowohl der 1. FC Magdeburg (in Pößneck) als auch Germania Halberstadt (bei der Reserve von Energie Cottbus) und TSV Völpke (daheim gegen Budissa Bautzen) müssen heute zu Nachholspielen ran. Im Blickpunkt stehen dabei vor allem die Elbestädter, die zurück an die Tabellenspitze wollen, und die Börde-Kicker, die sich gegen den Abstieg stemmen.

Cottbus - Halberstadt (18 Uhr)
"Wir wollen mindestens einen Punkt holen", gibt Halberstadts Coach Thomas Pfannkuch als Zielstellung heraus. Dass er die Latte nicht höher legt, ist auf die nicht zu übersehende augenblickliche Stärke des Kontrahenten zurückzuführen.
Die Cottbuser eroberten zuletzt mit einem 2:2 bei Sachsen Leipzig einen wertvollen Punkt. Dabei holten sie einen 0:2-Rückstand auf und waren nach dem Ausgleich dem Sieg näher als der Gastgeber: "Ich gehe von einem sehr unbequemen Kontrahenten aus und davon, dass wir auch gegen den einen oder anderen Profi zu spielen haben", glaubt Pfannkuch.
Seine Mannschaft kann bis auf eine Ausnahme voraussichtlich in Bestbesetzung antreten. Enrico Gerlach und Randy Gottwald, die in der letzten Partie in Auerbach noch nicht ganz im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, haben zuletzt gut trainiert. Einzig Nils Thiele könnte wegen anfallender Studienaufgaben fehlen.


Volksstimme Halberstadt vom 25.04.2006

Germania Halberstadt
Pfannkuch: Müssen aus dieser Situation lernen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Die Nachbetrachtung des Auerbach-Spiels fällt bei Halberstadts Oberliga-Coach Thomas Pfannkuch trotz der Punkteteilung nicht negativ aus. "Das ist keine schlechte Mannschaft. Das gleiche Team hat in der Hinrunde drei Punkte hinter uns gestanden", erklärte Pfannkuch. Auerbach habe in der Rückrunde bisher auch "absolutes Pech" gehabt, viele Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied hinnehmen müssen.
Dennoch ist Pfannkuch weit davon entfernt, das 1 : 1 im Vogtland schön zu reden. "Wir stecken derzeit in einer spannenden Phase. In der vergangenen Saison haben wir diese Spiele verloren, in diesem Jahr ist von allem etwas dabei. Im nächsten Jahr werden wir sie gewinnen, wenn wir es schaffen, aus dieser Situation zu lernen", ist der Trainer überzeugt. Doch was sollen seine Spieler lernen? "Gute Fußballer müssen auch schlechte Spiele gewinnen können. Das zeichnet sie aus. Das unterscheidet sie von den anderen", erklärte Pfannkuch und sprach von Emotionen, Trainingsfleiß und Kampf. Fußball soll Spaß machen, bedeute aber auch "harte Arbeit und volle Konzentration". Das müssten einige Spieler noch lernen.
Morgen tritt Germania um 18 Uhr bei der Reserve von Energie Cottbus an – ein Nachholspiel vom 21. Spieltag.


Freie Presse Auerbach vom 24.04.2006

Fußball-Oberliga: Auerbach – Halberstadt 1:1 (1:0)
VfB feiert ersten Punkt des Jahres

Von Gerd Betka

Auerbach (fp). Der Bann ist gebrochen. Nach acht Niederlagen in Folge hat der VfB Auerbach am Samstag mit einem 1:1 (1:0) gegen Germania Halberstadt den ersten Punkt in diesem Kalenderjahr eingefahren.
Dabei hatten die Gelb-Schwarzen sogar mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß und auf dem Kopf. Doch Gäste-Torhüter Kischel ließ die VfB-Stürmer verzweifeln. Der VfB Auerbach wollte gegen Halberstadt unbedingt sein Glück erzwingen. Als Glücksbringer in der Hinrunde bewährt, sollten die Teufelinos-Cheerleader helfen, den Bock endlich umzustoßen. Die Mädels feuerten die Gelb-Schwarzen lautstark an.
Doch vom Start weg gaben zunächst die Gäste den Ton an, die schneller und ballsicherer wirkten. Schon in der 5. Minute wurde VfB-Keeper Fröhlich zum ersten Mal geprüft. Banser (6.) köpfte nach einer Ecke haarscharf links am Kasten vorbei. In der 9. Minute verhinderte Torwart Fröhlich mit zwei Glanzparaden gegen Banser und Reitzig den Rückstand. Das 1:0 fiel überraschend auf der Gegenseite. Düring lief auf der rechten Seite durch und passte von der Grundlinie zu Pfoh, der wiederum Gunnar Stabenow bediente. Der alte Fuchs ließ noch zwei Halberstädter aussteigen und vollendete. Die Führung machte Auerbach Mut. Doch Stabenow (23.) und Pfoh (43.) verpassten es, die Führung auszubauen. Für Halberstadt sorgte Banser (28./29.) für Gefahr.
Nach der Pause machten die Gäste Druck. Während Pfoh (52.) für Auerbach aus 16 Metern überhastet freistehend verzog, machte es zwei Minuten später Halberstadt auf der Gegenseite besser. Nachdem VfB-Libero Oehl im Strafraum am Ball vorbeigeschlagen hatte, zog Ingo Vandreike ab. VfB-Keeper Fröhlich parierte, doch den Nachschuss setzte Vandreike zum 1:1 in die Maschen. Auerbach steckte jedoch nicht auf. Wemme (67.) scheiterte mit seinem 14-m-Schuss am Gästekeeper Kischel. Ebenso entschärfte dieser einen kreuzgefährlichen Kopfball von Korb (75.). Kramer (76.) brachte eine Eingabe von Pfoh nicht unter Kontrolle. Pfoh selbst stand mehrfach im Abseits. Die letzte Chance hatte Wiegand (90.), der aus neun Metern abzog, doch Kischel parierte erneut mit tollem Reflex.
"Eigentlich müssen wir bei so vielen Chancen das 2:1 machen", meinte Carsten Pfoh nach der Partie. Kräftemäßig hatte er selbst Mitte der 2. Halbzeit einen Durchhänger. "Ich bin froh, dass wir den ersten Punkt in diesem Jahr geholt haben. Sogar ein Sieg war drin. Wir haben bewiesen, dass wir nicht die Schießbude der Liga sind. Gleichwohl leisteten wir uns zu viele Unsicherheiten. Unsere Stürmer schleppen nach der Negativserie noch immer einen Rucksack mit sich herum und wirken im Abschluss zu verkrampft. Vor allem die letzte halbe Stunde lässt mich aber hoffen. Kommenden Mittwoch ist im Derby gegen Plauen alles drin", urteilte VfB-Coach Volkhardt Kramer.


Volksstimme vom 24.04.2006

Fußball-Oberliga: Auerbach - Halberstadt 1:1 (1:0)
Kischel hält Punkt für Germania fest

Von Mathias Kasuptke

ACHTUNG! Der Autor war kein Augenzeuge. Der MDR-Liveticker diente für diesen Artikel als Grundlage, deshalb ist er mit Vorsicht zu genießen.

Auerbach. So richtig ausgewetzt ist die Scharte von Plauen nicht. Nach dem 2:6 in der Vorwoche kam der Fußball-Oberligist Germania Halberstadt im Vogtland gegen Auerbach nicht über ein 1:1 hinaus. Nach acht Niederlagen in Folge holten die Auerbacher gegen die Halberstädter den ersten Punkt.
Dass Germania nicht mehr als ein Unentschieden erreichte, lag vor allem an den ungenutzten Spielanteilen. Die Halberstädter machten von Beginn an viel Druck und bestimmten das Spielgeschehen gegen sehr verunsicherte Auerbacher. Bei den Platzherren lief bis zum Führungstor durch Stabenow in der 18. Minute, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte, so gut wie nichts zusammen. Doch Germania zog aus seinen Vorteilen keinen zählbaren Nutzen. Stefke und Banser hatten Chancen, die Halberstädter in Führung zu bringen.
Nach der Führung kamen die Auerbacher etwas besser ins Spiel, ohne dieses aber gänzlich zu bestimmen. Beide Teams standen sich häufig im Weg und neutralisierten sich förmlich. Germania fehlte es im Mittelfeld an Bewegung. Die zuletzt kritisierte Vierer-Kette der Halberstädter hatte mit Cunaeus für den verletzten Thiele etwas mehr Stabilität, aber eben nur etwas. Es reichte nicht für einen stabilen Spielaufbau.
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Halberstadt optisch und technisch überlegen, nur die Tore fehlten. Auerbach lief hinterher. Lediglich Stabenow erreichte Oberliga-Format. Der Ausgleich der Halberstädter in der 53. Minute durch Vandreike war mehr als verdient. In der Schlussphase bäumte sich Auerbach noch einmal auf, doch Germanias Keeper Kischel hielt mit starken Paraden den Punkt seiner Mannschaft fest.


Volksstimme vom 21.04.2006

Germania Halberstadt
Erneut ist das Vogtland das Ziel

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Germania Halberstadts Oberligakicker wollen eine Scharte auswetzen, und zwar in jener Region, in der sie ihnen beigebracht wurde. Verloren sie doch zuletzt im vogtländischen Plauen deutlich mit 2:6. Morgen geht es erneut ins Vogtland, diesmal allerdings nach Auerbach.
"Dort müssen wir alles das, was wir gegen Plauen falsch gemacht haben, abstellen. Man kann dort verlieren, aber ein 2:6 ist einfach zu hoch. Die Zahl der individuellen Fehler war geradezu haarsträubend", echauffiert sich Germania-Trainer Thomas Pfannkuch heute noch. In Auerbach kan seine Mannschaft, die die Niederlage von Plauen gründlich ausgewertet hat, voraussichtlich in Bestbesetzung antreten.
Auerbachs Team hat im Jahr 2006 immer noch keinen einizgen Punkt geholt. Die Niederlagenserie hält nun bereits seit sechs Begegnungen an. Immerhin zeigten die Männer um Trainer Volkhardt Kramer zuletzt beim HFC eine Steigerung, verloren erst in der 90. Minute.


Volksstimme Halberstadt vom 20.04.2006

Germania Halberstadt
Oberligist will in Auerbach Plauen-Pleite auswetzen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Der Stachel sitzt tief. Sechs Gegen tore gehen an keinem Fußballer spurlos vorbei. Bei Halberstadts Oberligisten VfB Germania Halberstadt wetzt man deshalb für das nächste Auswärtsspiel gegen Auerbach am kommenden Sonnabend bereits die Messer. Im Vogtland soll diesmal gesiegt werden. " Die Mannschaft will gegen Auerbach die drei Punkte holen, die sie in Plauen gelassen hat ", betonte Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch. Das 2 : 6 wolle seine Mannschaft un bedingt vergessen machen.
Die Voraussetzungen dafür sehen derzeit auch ganz positiv aus. Die Pfannkuch-Truppe ist komplett. Die zuletzt noch angeschlagenen Gerlach und Gottwald können nach Aussage von Pfannkuch in dieser Woche voll trainieren. Somit hat der Trainer zumindest keine Aufstellungsprobleme.
Als Achillesferse hat sich bei Germania die Abwehr heraus kristallisiert. Gegen Plauen war die Vierer-Kette sehr an fällig. Individuelle Fehler haben dafür gesorgt, dass sie beim Druck der Plauener immer wieder riss. Zwar war mit Gottwald in der zweiten Hälfte die eingespielte Innenverteidigung wieder komplett, viel geholfen hat das aber auch nicht. Thiele und Gottwald waren an beiden Gegentoren der zweiten Hälfte direkt beteiligt. "Sie haben nach der Winterpause erst einmal zusammen gespielt, da fehlte die Abstimmung noch", erklärte Pfannkuch.
Dass die in Auerbach wieder funktioniert, davon ist der Trainer überzeugt. Muss er auch, denn Auerbach ist mächtig angeschlagen, hat zuletzt in Völpke erneut einen Niederlage einstecken müssen und befindet sich somit fast im Abstiegskampf. Für die Vogt länder ein ungewohntes Gefühl, das sie mit Sicherheit nicht lange spüren wollen. Die beiden kommenden Wochen werden beim VfB Auerbach bereits als die "Wochen der Wahrheit" bezeichnet. Sollte nicht irgendwann der Knoten platzen, könnten die Vorbe reitungen auf die 100-Jahr-Feier des Vereins vom Abstiegskampf überschattet werden, heißt es auf der Homepage der Vogtländer.
Vor Germania Halberstadt stehen nicht minder schwere Wochen. Die Serie der Auswärtsspiele nimmt kein Ende. Zwar können die Germanen nicht mehr in den Abstiegsstrudel geraten, ihre Ansprüche sind aber auch höher. Nach Auerbach steht am 26. April gegen die Amateure von Energie Cottbus noch ein Auswärtsspiel auf dem Programm, ehe erst am 30. April wieder im heimischen Friedensstadion gespielt wird – gegen Dresden-Nord.


Kicker vom 18.04.2006

NOFV-Süd: VFC Plauen - Germania Halberstadt 6:2 (4:2)
Stiefels neue Rolle als Torjäger

Von Gottfried Indlekofer

Das war Offensivfußball pur. Vor allem der VFC zeigte sich in Spiel- und Torlaune. Doch auch Halberstadt bewies Offensivstärke. Erster Angriff, erste Ecke, erstes Tor durch Banser. Doch Plauen schlug zurück. Zwei direkt verwandelte Freistöße brachten die Führung. Auch der abermalige Ausgleich durch den verwandelten Foulelfmeter von Gerlach schockte Plauen nicht. Im Gegenteil. Stiefel und Zapyshnyi sorgten für den Pausenstand. Auch in Halbzeit zwei dominierte der Gastgeber, Reimann und Stiefel machten das halbe Dutzend voll. Halberstadt ließ nach einer Stunde konditionell stark nach.


Volksstimme vom 18.04.2006

Oberliga: Germania Halberstadt kassiert in Plauen herbe 2:6-Schlappe
Schneller Führung folgte herbe Niederlage

Von Mathias Kasuptke

ACHTUNG! Der Autor war kein Augenzeuge. Der MDR-Liveticker diente für diesen Artikel als Grundlage, deshalb ist er mit Vorsicht zu genießen.

Plauen. Es begann so gut im Oberliga-Spitzenspiel zwischen dem VFC und Germania Halberstadt: Eckball Vandreike, Kopfball Banser, 0:1. Da waren noch keine acht Minuten gespielt. Doch am Ende hieß es 6:2 (4:2) für den neuen Spitzenreiter.
Halberstadt agierte zunächst selbstbewusst, mit vier Spielen ohne Niederlage im Rücken. Die Vogtländer ließen sich davon jedoch nicht einschüchtern - sie hatten immerhin neun Spiele ohne Niederlage in Folge auf dem Konto.
Es dauerte allerdings 23 Minuten, bis die Gastgeber den Ausgleich erzielten. Noll verwandelte einen Freistoß direkt. Drei Minuten später tat es ihm Stiefel gleich - da stand es 2:1. Germania konnte den Rückstand zwar noch einmal ausgleichen - Gerlach wurde von Fahrenholz im Strafraum gelegt - doch der vom Halberstädter Kapitän selbst verwandelte Elfmeter war das letzte Halberstädter Tor.
Die Plauener ließen sich das Heft nicht mehr aus der Hand nehmen, spielten souverän. Sie trafen noch viermal - zweimal Stiefel (38./78.), Zapyshnyi (43.) und Reimann (77.) machte das halbe Dutzend voll - ohne allerdings die Partie so zu dominieren, wie es das Ergebnis vermuten lässt: "Es sind zwei Tore zuviel", meinte auch Germania-Coach Thomas Pfannkuch nach der Begegnung.
Es war nach dem 0:5 gegen den FCM in der Vorsaison die höchste Oberliga-Niederlage für die Halberstädter. Dass sie zustande kam, lag an vielen individuellen Fehlern, einer auffallenden Zweikampfschwäche und einer erneut brüchigen Vierer-Kette. Besonders in der ersten Hälfte bereitet Germania die Gegentore drei und vier durch eigene Fehler selbst vor.
Nach dem Seitenwechsel sah es zwar etwas besser aus, doch wieder waren es zwei individuelle Fehler, die für die Gegentore fünf und sechs sorgten. Plauen clever, nahm die Einladung jeweils dankend an. "Wir haben uns immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht", meinte auch Pfannkuch. Das Resümee: Im Oberliga-Spitzenquartett schießt Halberstadt zwar die meisten Tore, kassiert aber auch die meisten.


Sonntagsblick, Vogtland vom 16.04.2006

Plauen nimmt Halberstadt auseinander und stürmt an die Tabellenspitze
So macht Fußball richtig Spaß

Von Karsten Repert

Plauen (kare). Pünktlich zum Saisonfinale präsentierte sich der VFC Plauen in sagenhafter Spiel- und Torlaune. Gestern ballerten die Oberliga-Fußballer mit Germania Halberstadt die erfolgreichste Offensiv-Mannschaft der Liga aus dem Vogtlandstadion.
Über Superlative durften sich die 1.505 Fans in beiden Halbzeiten freuen. Zum einen ließ sich der VFC weder vom frühen Rückstand - 0:1 Banser (8.) – noch von einem krassen Fehlurteil des Schiedsrichters aus der Bahn werfen. Referee Unger (Nordhausen) auf Gerlachs Schwalbe (MDR-Bilder) rein. Gerlach (35./Foulstrafstoß) bedankte sich für das Geschenk mit dem 2:2-Ausgleich.
Was der VFC vor allem in der ersten Halbzeit bot, das war pure Leidenschaft und Tempofußball vom Feinsten. Noll (20.), Stiefel (26.), wieder Stiefel (35.) und Zapyshnyi (43.) sorgten mit dem 4:2-Halbzeitstand frühzeitig für Festtagsstimmung im weiten Rund. Nach der Pause war der VFC samt seines 20-jährigen Torhüters Schmidt jederzeit Herr im Hause. Als die Halberstädter optisch und gedanklich müde wurden, schossen Reimann (77.) und abermals Stiefel (78.) den Tabellenvierten gänzlich ab.
Nun fährt der VFC als Tabellenführer nach Magdeburg, wo am Mittwoch (Anstoß 18 Uhr) das Gipfeltreffen steigt. Der FCM bekleckerte sich unterdessen gestern nicht mit Ruhm, obwohl die Elbestädter den anhaltinischen Pokal in ihren besitz brachten. 1:0 gewannen die Magdeburger nach schwacher Leistung gegen den Landesligisten Staßfurt.


Volksstimme vom 15.04.2006

Germania Halberstadt bei den zuletzt achtmal siegreichen Vogtländern
Findet Plauener Serie ein Ende?

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. "Ich erwarte ein echtes Oberliga-Spitzenspiel, denn Germania Halberstadt ist eine kompakte, sehr angriffsstarke Mannschaft. Wir aber wollen sie bezwingen und damit unseren neunten Sieg in Folge landen", hat sich Plauens Trainer Tino Vogel im heutigen Hit (ab 14 Uhr) des Rangzweiten gegen den Vierten einen "Dreier" auf die Fahnen geschrieben.
Die Vogtländer sind Spitzenreiter 1. FC Magdeburg ganz dicht auf den Fersen. Siegen sie tatsächlich, dann kommen sie am Mittwoch als Tabellenführer zum großen Knüller ins Germerstadion. Doch die Halberstädter (2:0-Hinspielsieger) haben etwas gegen diesen Plan. Thomas Pfannkuch jedenfalls will mit seiner Elf im Vogtlandstadion "unbedingt punkten". Die Vorharzer haben sich zuletzt gesteigert, was beim 1:1 gegen die heimstarke Budissa in Bautzen deutlich wurde.
Positiv ist zu werten, dass mit Abwehrorganisator Randy Gottwald, Mittelfeldspieler Enrico Gerlach und Defensivakteur Nils Thiele gleich drei zuvor verletzte Akteure am Donnerstag schmerzfrei trainieren konnten. Doch wen sollen sie ersetzen? In Bautzen machten René Cunaeus und Sebastian Stosch als "Ersatz" in der Germania-Abwehr ihre Sache gut. Das Halberstädter Mittelfeld wurde von Alex Kopp sehr solide in die Hand genommen. Er dürfte deshalb wieder im Aufgebot stehen.



Volksstimme Halberstadt vom 13.04.2006

Germania Halberstadt
Trainer Pfannkuch setzt in Plauen auf die zweite Reihe

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Eine Rechnung mit drei Unbekannten ist für Trainer Thomas Pfannkuch das Thema Aufstellung vor dem Plauen-Spiel am Sonnabend (Anstoß 14 Uhr). Gerlach, Gottwald, Thiele haben das Lazarett belebt und hoffen jetzt auf baldige Genesung. Stellt sich diese ein, ist der Einsatz dennoch nicht sicher: "Es hat keiner einen Freifahrtschein", betonte Pfannkuch.
Gottwald, Gerlach, Thiele keinen Stammplatz? Was ist los beim Halberstädter Oberligisten. Übermut oder Leistungssteigerung der zweiten Reihe? Die drei gehörten bis zur vor Kurzem noch uneingeschränkt zu den ersten Elf im Team. "Die letzten Spiele sind sehr gut gelaufen. In Grimma und Bautzen hat mich der Rest der Mannschaft überzeugt. Die haben sich mein Vertrauen erspielt und es damit verdient, als gesetzt zu gelten", unterstreicht der Coach seine Meinung. Zudem wolle er kein Risiko eingehen. Die Verletzungen sollen ordentlich ausheilen, damit die drei Spieler für den Rest der Saison zur Verfügung stehen. "Es hilft niemandem, wenn sie jetzt spielen und zum Beispiel bei Gerle die Zerrung wieder auftritt", so Pfannkuch.
Fan-Unterstützung ist jedenfalls auch im fernen Plauen garantiert. Ein Bus mit 50 Plätzen fährt am Sonnabend um 9 Uhr (Spiegelstraße) bzw. 9.10 Uhr von der großen Shell-Tankstelle ab.


Volksstimme Halberstadt vom 13.04.2006

Leute, Leute
Dank an Germania-Fanbus-Fahrer

Von Sabine Scholz

"Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich", sagte Wolfgang Fügener. Er war beim Auswärtsspiel des VfB Germania in Bautzen und auf der Rückreise hörte der Fahrer des Fanbusses, dass der Mannschaftsbus des VfB zwischen Grimma und Leipzig eine Panne hatte. "Er wendete, fuhr zurück und nahm die Mannschaft mit. Das fand ich erste Klasse", lobte der Halberstädter.


Volksstimme vom 12.04.2006

Germania Halberstadt
Kischel hat verlängert

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Germania schnürt das Teampaket für die nächste Saison: Nach Fait-Florian Banser, Alex Kopp und Randy Gottwald hat jetzt auch Torhüter Sebastian Kischel beim Halberstädter Oberligisten seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.
Der Keeper gilt als Konstante im Germania-Team, auf die auch schon andere Vereine ein Auge geworfen haben. "Ich glaube aber, in Halberstadt für die nächste Saison die besten Perspektiven zu haben. Außerdem haben wir eine gute Truppe, in der ich mich wohl fühle", so Kischel.
Der Keeper ist ein Halberstädter Eigengewächs. Kischel hat bei Germania sein Handwerk gelernt, erst als Stürmer, später dann im Tor. Und er hat noch einiges vor: "Wir werden in der nächsten Saison sich ganz oben angreifen. Ich glaube, der Trainer ist dabei, eine gute Truppe zusammen zu stellen." Da braue sich etwas zusammen.


Freie Presse Plauen vom 11.04.2006

Fußball-Oberliga: VFC Plauen erwartet Tabellenvierten VfB Germania Halberstadt
VFC Plauen startet in die Wochen der Wahrheit

Von Ilong Göll

Plauen (fp). Am Sonnabend bestreitet der VFC Plauen sein nächstes Heimspiel gegen den VfB Germania Halberstadt. Um 14.00 Uhr steht auf dem vogtländischen Rasen ein anderes Kaliber von Mannschaft als zuletzt mit dem TSV Völpke. Die Plauener sind gegen die schlagkräftige Truppe von Trainer Pfannkuch über 90 Minuten gefragt. Schlafwagenfußball wie zuletzt zu Beginn der zweiten Halbzeit gegen Völpke könnten durch die Gästespieler teuer bestraft werden. Für den VFC Plauen ist dieses Spiel der letzte Test vor dem Gipfeltreffen in Magdeburg und sollte deshalb siegreich beendet werden.
Mit dem VfB Germania Halberstadt kommt die treffsicherste Mannschaft beider Oberligastaffeln in die Vogtlandmetropole. Bereits 45 Treffer markierte sie in 20 Spielen - so viele wie keine andere Mannschaft der Liga. Selbst der 1. FC Magdeburg (39) und der VFC Plauen (37) hinken diesbezüglich hinterher. Auch im Abwehrverhalten gehören die Gäste zu den Besten der Südstaffel. Lediglich der Spitzenreiter Magdeburg (14 Gegentreffer), der FC Sachsen Leipzig (17) und der VFC Plauen (19) "vernagelten" ihr Tor noch besser. Weil auch der gegenwärtige Torschützenbeste der Oberligastaffel Süd in den Reihen der Halberstädter steht, bläst den Spitzenstädtern ein anderes Lüftchen als am vergangenen Sonntag ins Visier. Germania-Stürmer Banser, im Sommer vom 1. FC Magdeburg zum VfB gewechselt, lochte die "Murmel" schon 16-mal ein und hat den pausierenden Reimann (14) aus Plauen zwei Treffer vorgelegt. Banser zur Seite stehen die schnellen Stefke (5) und Binsker (5), eine echte Herausforderung für das gesamte Abwehrverhalten der Kicker in Gelb-Schwarz.
Doch Bange machen gilt bei den Vogel-Schützlingen nicht. Der VFC Plauen hat ein Ziel vor Augen mit ebenso guten Leuten in seinen Reihen. Ein Glückszustand für Trainer Vogel ist es auch, dass auch seine Einwechsler Gillert, Böhme und Schuch zuletzt sofort zu Hochform aufliefen, keinen Riss in der Elf erkennen ließen - im Gegenteil, sie ruckten in der Mannschaft noch einmal an und spielten ihr Jokerglück aus.
Die Spitzenstädter brauchen in dieser Spitzenpartie Zweiter gegen Vierter die großartige Unterstützung des Plauener Anhangs wie in Leipzig. Erstens sind die Gäste ähnlich stark wie die Messestädter und verdienen Respekt für ihre ausgezeichnete Platzierung in der OL-Tabelle. Zum Zweiten erwiesen sich die Anhaltiner in Plauen bisher spiel- und kampfstark. Hauchdünne Entscheidungen gab es im Vogtlandstadion. Vor zwei Jahren gereichte es den Vogtländern zu einem 1:1 und im vorigen Jahr zu einem knappen 1:0-Erfolg. Auch in diesem Spiel hängen die Trauben erneut hoch. In neun Auswärtsspielen holten die Gäste fünf Siege, zwei Remisspiele und erlitten nur zwei Niederlagen (in Magdeburg und Eilenburg je ein 1:0). Die Erfolgsbilanz der Plauener brilliert mit acht Punktspielerfolgen in Serie. Hinzu kommt noch der Sieg der Plauener im Pokalgeschehen gegen den FSV Zwickau. In neun Heimspielen holten die Spitzenstädter sechs Siege, ein Remis und ärgerten sich über zwei unnötige Niederlagen gegen den Tabellenführer Magdeburg (2:4) und den SV Grimma (1:2). Doch diese sind Schnee von gestern. Jetzt gilt es Endkampfstimmung aufzubauen, bei der die Fans ihren Beitrag dafür leisten können und sollten. Mannschaftskapitän Marco Hölzel ist der Leitwolf in seiner Elf. Auch in der bisherigen Fußballsaison stand er als einziger VFC-Kicker bisher 1 800 Punktspielminuten auf dem Feld. Das bedeutet, er hat im Spieljahr 2005/06 in allen Spielen seine Knochen jeweils über 90 Minuten für seine Mannschaft hingehalten, die Schmerzgrenze oftmals ignoriert. Er ist immer für seine Truppe da und schön wäre es, wenn die Fans aus Plauen sich im Endkampf genau so kämpferisch zeigen, wie es Hölzel seit Jahren für die Plauener Fans tut


Volksstimme Halberstadt vom 11.04.2006

Germania Halberstadt
Cunaeus droht Trainingsbefreiung

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Was war denn da in Bautzen los? An seinen letzten Einsatz kann man sich kaum noch erinnern. Abwehr-Recke René Cunaeus hatte sich in den vergangenen Monaten allmählich aus dem Halberstädter Oberliga-Team zurückgezogen. Grund: Vaterverpflichtungen, neue berufliche Aufgaben, die Leitung der Fußball GmbH und eine gute Mannschaft, in der Cunaeus nicht mehr zur ersten Reihe zählt. Er war eben doch schon mehr Manager als Spieler.
Doch in Bautzen musste der "Lange" ran. Geplant war das nicht. Der Spielermanager war auch nicht mit dem Mannschaftsbus nach Sachsen gereist, sondern traf kurz vor Spielanpfiff mit dem eigenen Auto in Bautzen ein.
Doch angesichts des Fehlens von Randy Gottwald (immer noch verletzt) und dem Ausfall von Nils Thiele, der nach einem Schlag auf den rechten Fuß zur Halbzeit verletzt ausscheiden musste, blieb Trainer Thomas Pfannkuch nichts anderes übrig, als Cunaeus in die Innenverteidigung zu stecken – aus dem Kalten sozusagen. Nach dem Spiel kriegten sich Fans, Spieler und Trainer kaum noch ein, so voll des Lobes waren sie, angesicht der Cunaeus-Leistung. Ganz ohne Foul und Emotionen hat der 31-J ährige mal ebenso Bautzens Torjäger Steffen Kellig aufs Abstellgleis geschoben. Der wird immerhin mit Dynamo Dresden in Verbindung gebracht und hat bisher in der laufenden Saison schon 12 Tore auf seinem Bewerbungskonto.
Halberstadts Trainer Pfannkuch fand dann auch zunächst nur ein Wort für die Beschreibung des Einsatzes von Cunaeus: "Überragend. Was der "Lange" auf dem Platz gezeigt habe, hätte an dessen ganz große Tage erinnert. Das war ein ganz starkes Spiel", so Pfannkuch.
Nach dem Spiel flachste die Mannschaft in der Kabine herum, Cunaeus künftig vom Training auszuschließen. Wenn der schon ohne Training so gut spielt, was soll das dann erst mit Training werden. Dann werde er noch abgeworben. Diese Ängste dürften zwar übertrieben sein, dennoch zeigte Cunaeus in Bautzen, dass er immer noch für eine Überraschung gut ist.


Sächsische Zeitung vom 10.04.2006

Oberliga: Bautzen - Halberstadt 1:1
Zufriedene Gesichter auf beiden Seiten

Von Jürgen Schwarz

Wohl selten sieht man die Trainer beider Mannschaften mit einem zufriedenen Gesicht. Nach dem 1:1 (1:1) im Oberliga-Punktspiel zwischen Budissa Bautzen und Germania Halberstadt war es der Fall.
"Endlich haben wir zu Hause mal wieder ein richtig gutes Spiel gemacht. Das war, auch wenn mir das niemand glaubt, der wichtigste Aspekt für mich", so Budissa-Coach Thomas Hentschel. Dessen Kollege Thomas Pfannkuch machte keinen Hehl aus der Tatsache, mit dem Ziel "einen Punkt mit nach Hause zu nehmen" in Bautzen angereist zu sein. "Also sind wir zufrieden mit dem Spielausgang."
Friede, Freude, Eierkuchen kurz vor Ostern? "Ja, wir sehen die sportliche Situation zurzeit recht entspannt", meinte Hentschel. Dabei hatte der 41-Jährige wenige Tage vor dem Punktspiel gegen Germania eine Hiobsbotschaft erhalten. Jens Schaumkessel, zuletzt in beeindruckender Verfassung, meldete sich mit einer Knieverletzung ab. Zunächst befürchtete man bei Budissa einen Kreuzbandriss. Der bewahrheitete sich zum Glück nicht, "aber wir wissen noch nicht, wie lang die Ausfallzeit durch die Knieverletzung sein wird", so Hentschel.
Der Bautzener Übungsleiter machte aus der Not eine Tugend und brachte erstmals den zur Winterpause verpflichteten Lukas Helcelet. Der hatte bis zum Anpfiff der Partie gerade mal 31 Oberligaminuten in den Beinen. Und der 25-Jährige lieferte eine glänzende Vorstellung ab, die selbst den Trainer überraschte: "So stark hatte ich den Jungen nicht erwartet. Er hat Jens Schaumkessel an diesem Tag vollwertig ersetzt." Helcelet war auch maßgeblich am Ausgleichstor beteiligt. Die Vorarbeit des Tschechen nutzte Rico Glaubitz (19.) zu einem fulminanten Direktschuss. Vier Minuten zuvor hatte Niels Thiele die Anhaltiner in Führung gebracht und damit den Spielverlauf praktisch auf den Kopf gestellt.

Überraschender Rückstand
Die Anfangsviertelstunde hatte eindeutig den konzentriert und offensiv beginnenden Gastgebern gehört. Auch nach dem Ausgleich war Budissa am Drücker, spielte bis zur Halbzeit "eine sehr gute Partie", wie Hentschel befand. In den zweiten 45 Minuten verschoben sich die Spielanteile etwas, obwohl Helcelet mit einem Kopfball (56.) durchaus die Möglichkeit zum 2:1 für Bautzen verzeichnete. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Platzbesitzer im Vorwärtsgang immer vorsichtiger. "Irgendwie hatte ich das Gefühl, meine Spieler bekommen Angst, in einen Konter zu laufen", meinte Hentschel nach Spielende. Und ganz unbegründet war die Vorsicht beim Aufsteiger wohl nicht. In der 70. Minute bekam Friedrich Reitzig das Leder vor die Füße und tauchte frei vor Stefan Schier auf – aber der Budissa-Torhüter hielt glänzend.
Interessant waren Hentschels Aussagen zu den vorangegangen Vergleichen mit Eilenburg und Grimma. Bekanntlich hatte Budissa beide Partien gewonnen, der Trainer danach aber viele Defizite in seiner Truppe aufgezeigt. Nun bekamen seine Mannen viel Lob, hatten aber nur einen Zähler auf der Habenseite. Verkehrte Fußball-Welt? "Nein, überhaupt nicht. Man muss doch sehen, gegen wen wir diesmal gespielt haben. Halberstadt ist ein Spitzenteam der Süd-Staffel. Hätten wir so gespielt wie gegen Eilenburg und in Grimma, wäre die Partie gegen Germania verloren gegangen."
Im Hinspiel hatte Budissa übrigens in Halberstadt 2:2 gespielt, "mit viel Dusel", wie sich Hentschel erinnerte. So gesehen hat sich der Viertliga-Neuling daheim diesen Punkt nachträglich noch verdient. Nun steht der (wohlverdiente) Oster-Kurzurlaub an, danach kommt der FC Oberlausitz Neugersdorf auf die Bautzener "Müllerwiese" (19.4., 19 Uhr). Ein paar mehr als die 657 zahlenden Zuschauer sollten es dann schon noch werden - die Mannschaft um Kapitän Dirk Rettig hat es einfach verdient.


Bild Magdeburg vom 10.04.2006

Bautzen - Germania 1:1
Germania Halberstadt jetzt 4 Spiele ungeschlagen

Von Olaf Scholz

Halberstadt spielt weiter eine gute Rolle in der Oberliga. Nach dem 1:1 in Bautzen ist man 4 Spiele in Serie ungeschlagen.
Germania musste wieder ohne den verletzten Abwehrschef Randy Gottwald sowie ohne Spielmacher Enrico Gerlach (beide Oberschenkelzerrung) ran.
Pech: Die Führung per Kopf von Nils Thiele (15.) glich Bautzen (Glaubitz/19) ruckzuck aus. Für Germania hatte dann Friedrich Reitzig allein vor Bautzens Torwart Schier den Sieg auf dem Fuß (70.) Wurde nichts.
Trainer Thomas Pfannkuch aber zufrieden: "Die Mannschaft hat sehr gut gespielt und noch besser gekämpft".


Dresdner Neueste Nachrichten vom 10.04.2006

Oberliga: Bautzen - Halberstadt 1:1
Trainer Hentschel lobt Zugang Helcelet

Von Jürgen Schwarz

Dresden. Wohl selten sieht man beide Trainer mit einem zufriedenen Gesicht. Nach dem 1:1 zwischen Bautzen und Halberstadt vor 657 Zuschauern war es der Fall. "Endlich haben wir zu Hause mal wieder ein richtig gutes Spiel gemacht. Das war, auch wenn mir das niemand glaubt, der wichtigste Aspekt für mich", so Budissa-Coach Thomas Hentschel. Dessen Kollege Thomas Pfannkuch machte keinen Hehl aus der Tatsache, mit dem Ziel, "einen Punkt mit nach Hause zu nehmen" angereist zu sein.
Dabei hatte Hentschel wenige Tage vor dem Punktspiel gegen Germania eine Hiobsbotschaft erhalten. Jens Schaumkessel, zuletzt in beeindruckender Verfassung, hatte sich mit einer Knieverletzung abgemeldet. Zunächst befürchtete man einen Kreuzbandriss. Der bewahrheitete sich zum Glück nicht, "aber wir wissen noch nicht, wie lang die Ausfallzeit sein wird".
Hentschel machte aus der Not eine Tugend und brachte erstmals den zur Winterpause verpflichteten Lukás Helcelet. Der Tscheche hatte bis zum Anpfiff der Partie gerade mal 31 Oberligaminuten für die Bautzener in den Beinen. Und der 25-Jährige lieferte eine glänzende Vorstellung ab: "So stark hatte ich den Jungen nicht erwartet", lobte der Übungsleiter. Helcelet war auch maßgeblich am Ausgleichstor beteiligt. Seine Vorarbeit nutzte Rico Glaubitz (19.) zu einem fulminanten Direktschuss. Vier Minuten zuvor hatte Niels Thiele die Anhaltiner in Führung gebracht. Helcelet verzeichnete später mit einem Kopfball (56.) durchaus die Möglichkeit zum 2:1.


Volksstimme vom 10.04.2006

Oberliga: Punkteteilung für Halberstadt in Bautzen - 1:1
Germania wieder auf Hinrunden-Niveau

Von Mathias Kasuptke

ACHTUNG! Der Autor war kein Augenzeuge. Der MDR-Liveticker diente für diesen Artikel als Grundlage, deshalb ist er mit Vorsicht zu genießen.

Bautzen. Trotz Punkteteilung zufriedene Gesichter bei Germania Halberstadt. Das zweite Oberliga-Auswärtsspiel innerhalb von drei Tagen war das erwartet schwerere. Budissa Bautzen war beim 1:1 (1:1) eine ganze Klasse stärker als zuletzt der SV Grimma, den Germania vergangenen Mittwoch mit 6:2 abfrühstückte. In Bautzen sahen die Zuschauer vor allem in der ersten Halbzeit eine hochklassige Oberliga-Begegnung. Nach dem Seitenwechsel legte sich die spielerische Euphorie etwas, ohne allerdings gänzlich zu verfallen. Bei Germania spürte man das Mittwoch-Spiel in den Knochen, Bautzen hatte dem hohen Anfangsniveau nichts hinzuzusetzen.
Die Halberstädter agierten wie schon in Grimma sehr konzentriert und ballsicher, wirkten technisch reifer als Bautzen. Die Sachsen hielten dafür kämpferisch dagegen.
Die Entscheidung in Bautzen stand schon nach 20 Minuten fest. In der 15. Minute grätschte Thiele in einen Eckball von Vandreike und traf zur 1:0-Führung der Halberstädter. Vier Minuten später erzielte Glaubitz den Ausgleich. In der 70. Minute hatte Reitzig die Germania-Führung auf dem Fuß, allein es fehlte ihm die Kraft.
Germania befindet sich nach dem verkorksten Start aus der Winterpause wieder auf Hinrunden-Niveau, überzeugt mit Selbstbewusstsein und Geschlossenheit. Die zuletzt vermisste Harmonie in der Mannschaft ist wieder gefunden. Das ist umso bemerkenswerter, als mit Kapitän Gerlach erneut der Regisseur fehlte.
Pech für Thiele: Der Torschütze musste zur Halbzeit nach einem Schlag auf den rechten Fuß verletzt raus. Überragend von Cunaeus ersetzt: Der für Thiele eingewechselte Spielermanager stellte untrainiert Bautzens Torjäger Kellig kalt. Begeisterung bei Pfankuch: "Meine Mannschaft hat die Grimma-Leistung bestätigt und den Punkt redlich verdient."


Volksstimme vom 08.04.2006

Germania Halberstadt
Mit Banser in Bautzen auf Torejagd

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. 44 Tore hat der Fußball-Oberligist Germania Halberstadt auf dem Konto. Davon träumt die ganze Oberliga. Dabei haben die Halberstädter sogar noch vier Nachholspiele ausstehen. Hat Germania etwa den besten Sturm der Liga? "Soweit würde ich nicht gehen", hält sich Trainer Thomas Pfannkuch bescheiden zurück. Seine Mannschaft habe es nach dem Winter und den vielen Spielausfällen schwer gehabt. "Gegen Grimma haben wir endlich wieder Fußball gespielt", erklärt der Coach die sechs Tore im Auswärtsspiel gegen Sachsen.
Drei davon hat Fait-Florian Banser erzielt. 16 Tore in 18 Spielen - das ist kein schlechter Schnitt. Der EX-FCM-Angreifer war zu Beginn der Saison in den Vorharz gewechselt. Er wollte eigentlich nur ein Jahr bleiben und sich für höhere Aufgaben anbieten. Jetzt hat er vorfristig bei Germania seinen Vertrag verlängert. "Den möchte ich in meiner Mannschaft nicht mehr missen", macht Pfannkuch keinen Hehl daraus, dass er sich über diese Banser-Entscheidung freut.
Der Trainer schaut dabei nicht nur auf das Torkonto seines Stürmers. "Der Mann ist für unser Team wichtig, er ist emotional, liebt den Fußball und hält die Truppe in Schwung. Man merkt, dass er sich bei uns wirklich wohl fühlt."
Heute muss Germania bei Budissa Bautzen antreten - Anstoß ist 14 Uhr. Der Aufsteiger und Tabellensiebte ist ein unbequemer Gegner. Im Hinspiel kassierten die Halberstädter in der letzten Minute den Ausgleich zum 2:2. "Da ist noch eine Rechnung offen", sagt Pfannkuch und hofft auf einen vollen Erfolg in der Lausitz. Aber was soll schon passieren, mit dem Grimma-Spiel im Rücken und Banser im Sturm?


Sächsische Zeitung vom 07.04.2006

Verfolgerduell in der Oberliga: Budissa Bautzen empfängt Germania Halberstadt
Duell der Torjäger zwischen Kellig und Banser

Von Jürgen Schwarz

Vom Aufstieg redet beim VfB Germania Halberstadt niemand. Obwohl der Tabellenvierte der Süd-Staffel noch Titelchancen hat, wurde von den Anhaltinern kein Lizenzantrag für die Regionalliga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht. Am Sonnabend ist Germania in Bautzen beim Tabellensiebenten zu Gast. Um 14 Uhr wird das Verfolgerduell angepfiffen.
Im Hinspiel hatte man sich in Halberstadt 2:2 getrennt. Interessant war die Konstellation der letzten Tage. Bautzen gastierte am vergangenen Sonntag beim SV 1919 Grimma und gewann mit 2:1. Drei Tage später empfingen die Muldenstädter – übrigens wieder mit Achim Steffens auf der Trainerbank – Germania Halberstadt und gingen mit 2:6 unter. Bereits nach zehn Minuten führte Germania mit 3:0, ehe Grimma bis zur Pause wieder aufschloss (2:3). Im zweiten Abschnitt machten die Gäste aber das halbe Dutzend voll. Allein drei Treffer markierte Fait-Florian Banser für Halberstadt.
Der 24-Jährige ("Ich möchte bald in der Regionalliga spielen") hatte sich schon beim 1. FC Magdeburg einen Namen als Torjäger gemacht, war im Sommer 2005 zu Germania gewechselt. Bereits im Heimspiel letzten Sonntag gegen Völpke (4:0) hatte Banser zwei Tore erzielt.
Und so dürfte das Duell der Goalgetter morgen zwischen Banser und Budissas Steffen Kellig (zwölf Saisontreffer) für zusätzliche Spannung sorgen. Bautzens Trainer Thomas Hentschel hatte während der letzten Trainingstage einiges mit seinen Mannen zu besprechen. "Natürlich haben wir uns über die Siege gegen Eilenburg und Grimma gefreut, aber niemand hat übersehen, dass wir dabei auch Glück hatten", so der 41-Jährige.
Und da sich auch Fußballer auf Dauer das Glück hart erarbeiten müssen, erwartet nicht nur der Trainer eine Leistungssteigerung der Mannschaft. Ausfallen wird leider Jens Schaumkessel, der sich zuletzt in starker Verfassung präsentierte. Möglicherweise muss der 27-Jährige sogar mehrere Monate pausieren, wenn sich der Verdacht auf Kreuzbandriss bestätigt.


Volksstimme Halberstadt vom 07.04.2006

Oberliga-Fußball
Rekord für Germania: Sechs Tore gegen Grimma

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Das erinnert an vergangene Tage. Germania hatte in der zweiten Oberliga-Serie schon einmal eine Phase, da gelang zu Hause nicht viel, auswärts aber zelebrierte man Fußball. Nach dem Grimma-Spiel vom Mittwoch muss dem Germania-Fan vor den nächsten vier schweren Auswärtsbegegnungen nicht bange sein, auch wenn die letzten Heimspiele nicht eben überzeugend waren.
Die Halberstädter spielten in Grimma genau das, was sie in der Hinrunde der laufenden Saison ausgezeichnet hat: kompromisslosen Offensivfußball gepaart mit viel Kampf. Welche Wirkung diese Mischung hat, zeigte sich an der Mulde. Der SV Grimma hatte dem über 90 Minuten nicht viel entgegenzusetzen. Sechs Tore in einem Spiel, so viele Treffer hat Germania in der Oberliga noch nie erzielt.
Auch Trainer Thomas Pfannkuch war von der Leistung seiner Mannschaft angetan. "Die Jungs haben mich begeistert. Da war endlich mal wieder zu sehen, was sie für gute Fußballer sind und was für ein großer Ehrgeiz in ihnen steckt", erklärte der Coach.
Welcher Ehrgeiz wirklich in ihnen steckt, verdeutlicht vielleicht das Beispiel Kischel. Gegen Eilenburg zehn Minuten vor Schluss unglücklich umgeknickt, stand er gegen Grimma trotz Schmerzen im Fußgelenk zwischen den Pfosten. Und wie er da stand. Als hätte er nie Schmerzen gehabt, bot Kischel eine Leistung, die besonders in der Anfangsphase der Begegnung für viel Sicherheit sorgte. Germanias Keeper verhinderte den einen oder anderen frühen Anschlusstreffer – in der achten Minute parierte er einen Kopfball von Grimmas Gasch, in der 22. Minute hielt er mit einem Reflex einen 14-Meter-Schuss von Richter. Auch nach dem Seitenwechsel war es Kischel, der Grimmas Stürmer mit seinen Paraden zur Weißglut brachte.
Für Trainer Pfannkuch fiel das Ergebnis dann auch etwas zu hoch aus. "Es waren ein, zwei Tore zu viel", meinte der Coach realistisch. "Wir haben verdient gewonnen, obwohl wir auch einige Hänger im Spiel hatten. Unsere Abwehr war zu nachlässig, dafür überzeugte unsere Offensive."
Germanias offensichtliche Auswärtsstärke hat nur einen Nachteil: Sie wird nur von wenigen Halberstädter Fans gesehen. Nach Grimma hatten sich nur 23 Fans auf den Weg gemacht. Die waren aber vom Spiel ihrer Mannschaft so begeistert, dass sie morgen auch zum Auswärtsspiel gegen Budissa Bautzen fahren wollen. Dafür fehlt es aber noch an einigen Mitfahrern. Der Bus hat 50 Plätze. Interessenten können sich kurzfristig noch im Fahrzeughaus Klus melden. Vielleicht gibt es ja wieder eine Torflut.


Volksstimme vom 06.04.2006

Fußball-Oberliga: Germania Halberstadt siegt beim SV Grimma 6:2 (3:2)
Banser, Stefke und Reitzig sorgen für ein Torfestival

Von Mathias Kasuptke

ACHTUNG! Der Autor war kein Augenzeuge. Der MDR-Liveticker diente für diesen Artikel als Grundlage, deshalb ist er mit Vorsicht zu genießen.

Grimma. Mit 6:2 gewinnt Germania Halberstadt beim SV Grimma. Dreimal Banser, zweimal Stefke und einmal Reitzig sorgten für den Höhenflug. Schon nach zehn Minuten führten die Halberstädter deutlich mit 3:0 und alles sah nach einem lockeren Durchmarsch aus. Doch zwischenzeitlich wurde es noch einmal eng. Erst in der zweiten Halbzeit ließ Germania den Platzherren auf Kunstrasen im Grimmaer Jahnstadion keine Chance mehr.
Wie zuletzt gegen Eilenburg. Blitztor nach drei Minuten. Stefke setzt einen Freistoß aus 20 Metern ins rechte untere Eck. Zweiter Angriff - zweites Tor: Banser staubt aus neun Metern ab, zuvor hatte Binsker die Latte getroffen. In der zehnten Minute verliert Wohllebe den Ball und Banser, der nimmt die Einladung dankend an und vollendet. Grimma schien stehend k.o.
Doch die Halberstädter setzen trotz der Führung nicht energisch genug nach, werden leichtsinnig, machen unnötige Fehler. Zur Halbzeit ist Grimma auf 2:3 ran. Haufe und Saalbach hatten die erfolgsentwöhnten Muldestädter (letzter Sieg am 19. November 2005) am Leben erhalten - aber nur zwischenzeitlich.
Auch der überraschend wieder auf der Grimmaer Trainerbank sitzende Achim Steffens, er hatte doch schon seinen Abschied verkündet, konnte den Halberstädter Sturmlauf nach dem Seitenwechsel nicht mehr aufhalten. Es spielte nur noch eine Mannschaft - die von VfB-Trainer Thomas Pfannkuch. Der gab vor dem Spiel die Linie vor: "Nach dem 1:1 gegen Eilenburg wollen wir einen Dreier."
Er bekam ihn und es sah wie ein Geschenk seiner Mannschaft aus. Banser, Stefke und Reitzig verschnürten das Paket nach dem Wechsel. Die Germania spielte, als wollte sie nach den zuletzt enttäuschenden Auftritten zeigen, Trainer wir können es. Pfannkuch bedangte sich auf seine Art: "Nach dieser Leistung haben die Jungs morgen trainingsfrei."


Volksstimme vom 05.04.2006

Germania Halberstadt heute beim SV Grimma
Müssen Gottwald und Gerlach zuschauen?

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Germania Halberstadt gibt derzeit ein Rätsel auf. Der Fußball-Oberligist aus dem Vorharz ist weit von der sehr guten Verfassung der ersten Halbserie entfernt und kommt nach der unfreiwillig verlängerten Pause offensichtlich nicht richtig in Tritt. Bislang wurden durch Germania 2006 ausschließlich Heimspiele ausgetragen, dabei in drei Partien (1. FC Magdeburg 0:1, TSV Völpke 4:0, FC Eilenburg 1:1) lediglich vier Punkte geholt. Der hohe Sieg über Völpke täuscht zudem über die dabei spielerisch sehr mangelhafte Leistung hinweg. Trainer Thomas Pfannkuch wechselte zuletzt in der Partie gegen Eilenburg das System, statt 3-5-2 wurde 4-3-3 gespielt. Doch auch diese Änderung brachte nicht die erhoffte Verbesserung. Für Pfannkuch ist damit endgültig klar: "Einige Spieler müssen ihre Einstellung ändern und sich wieder mit Inbrunst einbringen." Das soll bereits heute (Anpfiff 19 Uhr) im Nachholspiel beim SV Grimma der Fall sein. Der Kontrahent wird übrigens von Ragnar Zaulich betreut, der den nach zwei Hüftoperationen in der Reha befindlichen Coach Achim Steffens als Spielertrainer vertritt. Die Sachsen verloren am Wochenende daheim gegen Budissa Bautzen mit 1:2 und sind akut vom Abstieg bedroht. Bei den Halberstädtern, die das Hinspiel mit 2:0 gewannen, ist der Einsatz von Randy Gottwald und Enrico Gerlach ungewiss. Beide Führungsspieler plagen sich mit Oberschenkelverletzungen herum.


Volksstimme Halberstadt vom 05.04.2006

Halberstädter Friedensstadion
Germania lobt Stadt und erinnert an Investitionen

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). Beim VfB Germania Halberstadt will man den Blick nach vorn richten und Pflöcke für die Zukunft einschlagen. Während der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins würdigten der Ehrenpräsident, Dr. Wolfgang Bartel, und der Fußball-Abteilungsleiter, Frank Butzke, "ausdrücklich" die Zusammenarbeit mit der Halberstädter Stadtverwaltung, die Eigentümerin des Friedensstadions ist.
Der "ausgesprochen gute Zustand" (Bartel) des Stadions und die finanzielle Unterstützung der Stadt beim Betrieb der Anlage sei nicht hoch genug zu würdigen. "Die Bedingungen sind im Stadion für alle Nutzer optimal", unterstrich auch Frank Butzke. Es sei in den vergangenen Jahren sehr viel getan worden, dennoch reiche der Ist-Stand nicht aus.
Besonders mit Blick auf die weitere Entwicklung des Fußballs sei das Friedensstadion "bereits an Grenzen gestoßen", erklärte auch Stadionchef Detlev Büchner. Besonders in punkto Sicherheit gebe es nach einer jüngsten Entscheidung des Bundesgrenzschutzes "dringenden Handlungsbedarf" für den Verein.
In das Friedensstadion muss investiert werden. Davon sind die Verantwortlichen des VfB Germania Halberstadt überzeugt. Nicht nur in Sicherheitsanlagen muss finanziell aufwändig investiert werden, sondern auch in die Zu- und Abgangsbereiche der Spieler und Zuschauer, in die Sanitärbereiche, in Teile der Umkleidekabinen, in den Sprecherturm und den Tribünenbereich. Vor dem Hintergrund einer kontinuierlichen Nachwuchsarbeit sei auch ein Kunstrasenplatz erforderlich, heißt es seitens des Vereins.
"Für einen modernen Spielbetrieb erfüllt die Einrichtung nicht mehr die erforderlichen Kriterien", sagt Büchner als Geschäftsführer des VfB Germania Halberstadt. "Wir müssen uns überlegen, wo wir hinwollen und wie wir diesen Weg beschreiten", fordert Büchner neue Strukturen beim VfB Germania Halberstadt ein. "Im nächsten Jahr beginnt im Verein eine neue Legislaturperiode, die eine Chance bietet, Verantwortung für die nächsten vier Jahre zu übernehmen", erinnerte Büchner.
Es zeichne sich bereits ein Umbruch im Vereinsleben ab. Einige Sportler beendeten ihr Ehrenamt. Für diese Aufgaben müssten neue Mitglieder gewonnen werden, die bereit sind, sich für den Verein einzusetzen.


Volksstimme Halberstadt vom 04.04.2006

Germania-Fanclub Harz
Fanbusse nach Grimma und Bautzen gechartert

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt (mak). In der Anlaufphase der Rückrunde ist die Fanunterstützung für Halberstadts Oberliga-Mannschaft von großer Bedeutung, so dass morgen zum Nachholspiel in Grimma ein Bus mit 50 Plätzen gechartert wurde. Wer ein Ticket für die Fahrt zum ursprünglichen Termin erworben hat, steht damit automatisch schon auf der Liste der Mitfahrer, denn das Ticket behält die Gültigkeit für die Fahrt zum aufgedruckten Zielort. Sollte jemand ein Ticket für Grimma besitzen, aber morgen nicht mitfahren wollen oder können, so sollte er die Fahrkarte im Fanshop im Fahrzeughaus Klus zurückgeben, damit die Plätze neu vergeben werden können. Mindestanforderung wäre eine telefonische Absage unter (03941) 443126.
Abfahrt des Busses nach Grimma ist um 15 Uhr in der Spiegelstraße (Büro Wolf) und um 15.10 Uhr von der großen Shell-Station.
Für die Fahrt nach Bautzen am Sonnabend, dem 8.April, steht ebenfalls ein 50-Plätze-Bus zur Verfügung, der aber nur bei entsprechender Auslastung fährt. Eine Alternative gibt es nicht, so dass die Fahrt dann ganz entfallen muss, wenn der Zuspruch zu gering sein sollte.
Anmeldungen wie gehabt im Fanshop Fahrzeughaus Klus, Klusstraße 76. Abfahrt nach Bautzen wäre um 9 Uhr und um 9.10 Uhr.


Volksstimme Halberstadt vom 04.04.2006

Oberliga: Halberstadt mit fünf Auswärtsspielen in Folge
Kränkelnde Germania steht vor schwerem Auswärtsprogramm

Von Mathias Kasuptke

Den Oberliga-Fußballern vom VfB Germania bleibt wenig Zeit zum Luft holen und Analysieren. Morgen geht es bereits nach Grimma zum Nachholspiel. Danach folgen vier weitere schwere Auswärtsspiele – in Bautzen, Plauen, Auerbach und Cottbus. Nach den eher mäßigen Auftritten vor heimischer Kulisse steht Halberstadts Oberligist somit vor einigen Herausforderungen.

Halberstadt (mak). Am System liegt es nicht. Davon ist Halberstadts Trainer Thomas Pfannkuch überzeugt. "Das hat heute glaube ich auch der Letzte gesehen", meinte der Coach nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Eilenburg (1:1). Zuvor hatte er seine Mannschaft erst in der Formation 3-5-2 und nach der Halbzeitpause 4-3-3 spielen lassen. Gebracht hat der Wechsel allerdings nur wenig.
Bei Germania fehlt es derzeit an Herzblut. Das hat die Mannschaft in der Hinserie ausgezeichnet. Mit dem Weggang von Kevin Schlitte scheinen auch die Emotionen verloren gegangen zu sein. Auf dem Platz ist es ruhig geworden. Auf der Trainerbank ist da mehr Erregung zu spüren und auch zu hören. Nur noch Kapitän Gerlach versucht auf dem Rasen, seine Mannschaft nach vorn zu treiben. Zu wenig für die Oberliga.
Da kann Trainer Pfannkuch die Spielsysteme umstellen wie er will. Gegen Völpke und Eilenburg ließ der Trainer eine Dreier-Kette starten. Ein Regisseur hat sich dort nie gefunden. Fehlt Gottwald wirklich so sehr? Die Umstellung auf eine Viererkette in Halbzeit zwei gegen Eilenburg mit Pölzing in der Innenverteidigung brachte zwar mehr Sicherheit, aber für die drei Spitzen nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Gerlach zu wenig Entlastung. Lediglich Banser konnte teilweise noch für Torgefahr sorgen.
Für die schwachen Auf tritte bei Germania gibt es keine plausible Erklärung. Fehlende Konzentration, schlechtes Passspiel und mangelndes Nachsetzen kann nicht mit dem Fehlen von Schlitte oder Gottwald erklärt werden. Das weiß auch Pfannkuch: "Wir können derzeit unser Spiel nicht umsetzen. Wir wackeln in der Abwehr, spielen schlecht nach vorn und verpassen das Nachsetzen." Morgen gegen Grimma, Anstoß ist um 19 Uhr, muss sich das ändern, denn in Bautzen (9. April), Plauen (15. April), Auerbach (22. April) und Cottbus (26. April) wird es nicht leichter.


Volksstimme vom 03.04.2006

Halberstadt - FC Eilenburg 1:1 (1:1)
Germania ohne Kraft und Emotion

Von Mathias Kasuptke

Halberstadt. Zwei Punkte verloren. Germania kommt zu Hause gegen Eilenburg über ein 1:1 nicht hinaus. Nach der frühen Führung durch Banser bereits in der zweiten Minute gelang den Halberstädtern gegen schwache Gäste nichts mehr.
Die Eilenburger konnten dafür in der 40. Minute durch Petzold ausgleichen und sich verdient einen Punkt sichern. Dabei hatten die Sachsen Sekunden vor dem Spielanpfiff Abwehrregisseur Ackermann verloren. Der hatte sich auf dem Weg zum Platz einen Bänderriss zugezogen.
Doch aus der Lücke in Eilenburgs Abwehr vermochten die Halberstädter kein Kapital zu ziehen. Wie schon zuletzt in der Begegnung gegen Völpke, die zwar 4:0 gewonnen wurde, knarkste es im Gebälk der Germania. Es kommt einfach keine Sicherheit in das Halberstädter Spiel. Eine wacklige Dreier-Kette strahlt auf das Mittelfeld aus, von dort bleibt die Offensive unbedient, die wiederum bis auf Banser harmlos ist. Germania wirkte leidenschafts- und kraftlos.
Nach dem Seitenwechsel stellte Trainer Pfannkuch das System um. Eine Vierer-Kette sollte dem Spiel mehr Sicherheit geben, drei Spitzen mehr Druck machen. Anfänglich schien dies auch zu gelingen. Doch nach 20 Minuten musste Kapitän und Mittelfeld-Regisseur Gerlach verletzt vom Platz. Erneut brach das Germania-Spiel zusammen.
Von der souveränen Spielweise der Hinrunde ist bei Germania nach der Winterpause nicht viel zu sehen. "Wir bringen derzeit unser Spiel nicht auf den Platz. Nach dem 4:0 gegen Völpke hätten wir mit Selbstvertrauen auftreten können. Doch wir wackeln in der Abwehr und spielen schlecht nach vorn. Unser Spiel ist unerklärlich", meinte ein sichtlich frustrierter Halberstädter Trainer Thomas Pfannkuch.


Schaufenster Sachsen-Anhalt vom 02.04.2006

Jahreshauptversammlung beim VfB Germania Halberstadt
Präsident Herbst: Optimismus trotz einiger Probleme

Von Peter Gehlmann

Halberstadt. Erstmals nach dem Rückzug des Hauptsponsors WSW wurde beim Oberligisten VfB Germania Klartext in Sachen Geld geredet. Zur Jahreshauptversammlung des Vereins waren natürlich die Finanzen des Fußball-Oberligisten das alles beherrschende Thema, da gingen die positiven Einschätzungen für die anderen Abteilungen durch Präsident Olaf Herbst ganz einfach (und leider) etwas unter.
"Die aktuelle Situation ist nach den kriminellen Machenschaften, die zur Insolvenz der Heros-Gruppe führten, sehr schwierig", so der Präsident. Dadurch sei ein finanzielles Loch in Höhe von 40000 Euro entstanden. Dazu kommen nochmals 15000 Euro, die durch die Spielausfälle entstanden sind. Diese 55 000 Euro sollen aber bis zum 30. Juni 2006 wieder reingeholt werden, um damit die Arbeitsverträge mit den Spielern finanziell begleichen zu können.
Das Präsidium hat hart gearbeitet, zusätzliche Sponsoren haben uneigennützig geholfen. "Die Lösung für einen neuen Hauptsponsor ist ebenfalls in Arbeit", blickte Herbst optimistisch in die Zukunft. Bis zum 30. April sollten die Kosten für das nächste Spieljahr gedeckt sein. Das bedeutet, in Halberstadt wird auch im kommenden Spieljahr Oberliga-Fußball geboten.
Aber: "Fußball in der Oberliga ist ein Geschäft, da muss nach kaufmännischen Grundsätzen gearbeitet werden", so nochmals der Präsident. Das habe man in Halberstadt immer getan. Hoffnung für die Zukunft schöpft Herbst auch in der Bildung des Großkreises Harz. 2008/09 rechnet er mit zusätzlichen Geldern aus der Wirtschaft für den Halberstädter Oberliga-Fußball. Dieser sei ein Aushängeschild für die Stadt Halberstadt und auch die Region. In einem zusätzlichen Gespräch wies Herbst Spekulationen über eventuelle Spielerverkäufe in diesem Spieljahr energisch zurück. Auch "netten" Gedanken bezüglich der Regionalliga erteilte er in der jetzigen Lage eine Abfuhr. "Wenn wir zum Abschluss des Spieljahres auf den Plätzen fünf bis acht einkommen, könnten wir zufrieden sein", sagte er. Das sehen die Fans (und auch andere?) vielleicht etwas optimistischer, zumal zuletzt gegen den Aufsteiger aus Völpke trotz einer nicht gerade berauschen Partie nach Toren von Banser (2), Reitzig und Kapitän Gerlach ein klarer 4:0 (0:0) Heimsieg gelang.
Da zeigte sich, wie wertvoll und wichtig Enrico Gerlach für den VfB Germania ist. Schlitte ist schwer zu ersetzen, er spielt jetzt ja in Jena eine sehr gute Rolle, ist gleich Stammspieler geworden und hat sich auch schon als Torschütze ausgezeichnet. Jena steht nach den letzten beiden Siegen gegen Essen und in Kiel auf einem Aufstiegsplatz. Übrigens, bei einem Aufstieg von Jena würde Germania auch finanziell profitieren.
Einige Gedanken des Präsidenten zu Sicherheitsfragen im Stadion. "Wir appellieren an alle Fans, sich anständig zu bewegen", sagte er. Aus Kostengründen ist die Polizei nicht mehr im Stadion präsent, außerdem fehlt der Sicherheitszaun für den Gästeblock. Leider sind nicht alle Fans vernünftig. So mussten bereits zwei Stadionverbote ausgesprochen werden, nachdem der Schiedsrichter mit Flaschen beworfen wurde.


Leipziger Volkszeitung vom 01.04.2006

Fußball-Oberligist gastiert Sonntag beim Vierten in Halberstadt / Maruhn fehlt gesperrt
FC Eilenburg verspricht: Kämpfen bis zum Umfallen

Von Susan Stephan

Die Fußballer aus Eilenburg haben schon morgen die Chance, sich für den enttäuschenden Auftritt beim Halleschen FC (0:1) zu rehabilitieren. "Wir wollen über den Kampf ins Spiel finden und nicht mit Schönspielerei glänzen", sagte Eilenburgs Kapitän Sven Moritz, der mit drei Punkten liebäugelt. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Mannschaft beim Tabellenvierten "von der ersten Minute hellwach sein, sonst ist auch bei den Germanen nichts zu holen", glaubt der Mittelfeld-Wühler.
Das Halle-Spiele wurde am Donnerstag beim Training knallhart ausgewertet. "So geht’s nicht. Was sich einige erlaubt haben, ist eine Frechheit. Ich will eine Reaktion sehen", forderte der auch zwei Tage danach noch wütende Trainer Wolfgang Letzian. Nach dem Abschlusstraining und dem Spiel der Zweiten in Löbnitz wolle er über mögliche personelle Veränderungen entscheiden. Auf Stefan Maruhn kann Letzian nicht zurückgreifen. Er ist nach seiner gelb-roten Karte gesperrt. Dafür steht Daniel Ackermann, fehlte zuletzt wegen der fünften Gelben, wieder zur Verfügung. Fragezeichen stehen dagegen hinter Ronny Delitzsch (Leiste) und Christian Schmidt (Knie). Torwart Christian Kotzbau plagt sich auch immer noch mit Knieproblemen. "Die Ärzte finden nichts. Ich bin aber nur mit Spritzen schmerzfrei", so der 21-Jährige. Auch Patrick Petzold fehlte beim Training (Magen-Darm-Grippe). Er dürfte aber einsatzfähig sein. Wichtig wäre es. Der Mittelfeldspieler war in den vergangenen Wochen der auffälligste Eilenburger. Und seine Erinnerungen an das Germania-Spiel sind auch rosig. Beim 1:0-Sieg im Hinspiel erzielte er mit einem schönen Schuss aus 20 Metern das Tor des Tages.
Zwei der drei bisherigen Duelle gegen Halberstadt gewann Eilenburg. Morgen muss mindestens ein Zähler her, wenn die Zielstellung, aus den nächsten beiden Spielen – nach Halberstadt kommt am Freitag der VfB Auerbach ins Ilburg-Stadion – vier Punkte einfahren, erfüllt werden soll. "Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass alles sehr eng ist. In Panik verfällt aber keiner. Es sind noch zehn Spiele und die entscheidenden Partien gegen unmittelbare Tabellennachbarn kommen noch", so Moritz. Eilenburg ist mit 20 Punkten aus 20 Spielen derzeit Tabellen-11. Gegner Halberstadt spielte in 17 Spielen 33 Punkte ein. Noch scheint aber bei der Pfannkuch-Elf viel Sand im Getriebe. Denn weder beim 0:1 gegen Magdeburg, noch beim 4:0-Sieg gegen Völpke überzeugte das Team.


Volksstimme vom 01.04.2006

VfB Germania Halberstadt
Mit Eilenburg noch eine Rechnung offen

Von Wolfgang Seibicke

Halberstadt. Vor einem weiteren Heimspiel steht Germania Halberstadt am morgigen Sonntag. Mit dem FC Eilenburg kommt der Elfte des Klassements ins Friedensstadion.
Eilenburg, da war doch etwas? Richtig, für die Halberstädter Oberliga-Kicker gilt es morgen eine Scharte auszuwetzen. Nachdem sie in der Hinrunde mehrere tolle Partien ablieferten, in einem Freundschaftsspiel sogar Erstbundesligist VfL Wolfsburg bezwangen, patzten die Vorharzer ausgerechnet in Eilenburg mit 0:1.
Nicht nur das Ergebnis, sondern die Art und Weise, wie die Mannschaft sich dort präsentierte, ließ Trainer Thomas Pfannkuch damals den Hut hochgehen. Für morgen erwartet er von seiner Mannschaft Revanchegelüste und eine Steigerung gegenüber dem Nachholspiel gegen Völpke (4:0), als Germania sich erst nach der Halbzeitpause in die Begegnung hineinkämpfte.
Die Eilenburger müssen morgen auf den gesperrten Abwehrspieler Stefa Maruhn (Gelb-Rot im Nachholspiel beim Halleschen FC). Bei Halberstadt ist der Einsatz der verletzten Randy Gottwald und Alex Kopp fraglich.




 

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