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22.04.2006   VfB 1906 Auerbach - VfB Germania Halberstadt   1 : 1 (1:0)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Pölzing, Cunaeus, Gottwald, Heckeroth – Vandreike – Alex Kopp, Gerlach, Stefke (ab 81. Werner) – Reitzig (ab 65. Binsker), Banser)
VfB Auerbach: Fröhlich – Oehl – Boroczinski, Schmidt – Düring, Gorschinek, Kramer, Göschel (ab 81. Wiegand) – Stabenow – Wemme (ab 71. Korb), Pfoh
Schiedsrichter: Torsten Jauch (Benshausen)
Tore: 1:0 Stabenow (19.), 1:1 Vandreike (54.)
Torchancen: 7:5 (2:3)
Torschüsse: 10:11 (4:7)
Ecken: 5:10 (3:3)
Gelbe Karten: Boroczinski (55.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 400 (ca. 20 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: gut bespielbarer Rasen, bedeckt, um die 10 Grad, später sonnig.

Zum Spiel

Nach der deftigen Klatsche letzte Woche in Plauen ging es am Samstag erneut ins Vogtland, diesmal 20km weiter zum VfB 1906 Auerbach. Trainer Thomas Pfannkuch stellte seine Startformation erneut um. Abwehrchef Randy Gottwald spielte von Beginn an, Nils Pölzing dafür auf der gewohnten Außenverteidiger-Position und René Cunaeus ersetzte den verhinderten Nils Thiele (Studium). Ansonsten die gewohnte Elf, in der Ladislav Stefke als hängender Linksaußen agierte. Auerbach-Coach Volkhardt Kramer musste auf den gesperrten Mark Gerloff (fünf Gelbe) und auf Marcus Wiegand (angeschlagen) verzichten. Hingegen stand Angreifer Michael Korb nach seinem Muskelfaserriss überraschend schon wieder im Aufgebot, drückte aber vorerst die Ersatzbank.

1. Halbzeit: Schon in der ersten Minute ein Freistoß für uns, Ingo Vandreike hatte ausgeführt, jedoch verpasste Friedrich Reitzig knapp. Kurz darauf eine gut getimte Flanke von René Heckeroth und wieder Pech bei Reitzig, dessen Schuss etwas verunglückte, sonst wäre es für Keeper und Kapitän Daniel Fröhlich viel gefährlicher geworden (5.). In derselben Minute köpfte Goalgetter Fait Banser eine Vandreike-Ecke knapp vorbei. Danach überzeugte Alex Kopp mit einem herrlichen Pass auf Banser, der Fröhlich nach gutem Schuss zu einer Glanzparade zwang und abermals Reitzig konnte den Abpraller nicht im Tor unterbringen, Fröhlich hatte noch mal gehalten (9.). Aus dem Nichts fiel dann mit dem ersten Torschuss der Heimelf die glückliche Führung für Auerbach. Ballverlust Stefke, wir spielten daraufhin auf Abseits, schliefen aber bei der Ausführung und die Vogtländer konnten ohne Gegenwehr kombinieren, so dass der Ball letztendlich zu Gunnar Stabenow kam, der im Strafraum noch drei Gegenspieler austanzte und dann locker und überlegt aus Nahdistanz zum 1:0 einschob (19.). Somit war der bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Auerbach hatte auch gleich die nächste Torchance und wir entsprechend Glück, dass keiner mehr an den gefährlichen Pass von Carsten Pfoh heran kam (22.). Daraufhin stand zweimal Banser im Mittelpunkt. Erst verpasste er nach Doppelpassspiel Kopp/Pölzing die Kopp-Flanke nur um Zentimeter (26.), dann köpfte er eine Vandreike-Ecke abermals knapp vorbei (27.). Als nächstes versuchte es Gottwald, mangels Anspielstationen, mal mit einem Distanzschuss, aber weit daneben (34.). Jetzt kam die Sonne zum Vorschein (40.). Das war wohl das Beste an der bisherigen extrem niveauarmen Partie, man könnte auch sagen "Grottenkick". Folgend mal ein langer Ball der Gastgeber, woraufhin Pfoh alleine vor Keeper Sebastian Kischel auftauchte, jedoch am Tor äußerst knapp vorbei schoss (41.). Eine Minute später einer unserer wenigen guten Angriffe. Banser hatte per Kopfball auf Stefke gespielt, der auf Vandreike ablegte, aber der folgende Torschuss aus Nahdistanz ging übers Gehäuse, sonst wäre hier schon der Ausgleich gefallen. Dann war endlich Pause.

2. Halbzeit: Wieder begannen wir druckvoll. Pass von Kopp auf Reitzig, Flanke in den Strafraum und Banser scheiterte erneut am guten Torwart Fröhlich. Die folgenden vier Ecken in Serie (!) konnten wir ebenfalls zu keinem Treffer nutzen, nicht mal eine Torchance war heraus gesprungen. Hingegen hatte Auerbach die nächste gute Möglichkeit. Nach einem katastrophalen Ballverlust im Mittelfeld konnte Holger Schmidt flanken und Pfoh vergab, zum Glück für uns, kläglich (52.). Dann doch der, eigentlich verdiente, Ausgleich zum 1:1 durch Vandreike, der seinen ersten Oberligatreffer markieren konnte (54.). Die Gastgeber hatten den Ball in der Abwehr vertändelt, Kopp setzte nach, passte zu Vandreike, der Fröhlich im zweiten Versuch aus fünf Metern überwinden konnte. Sicherheit brachte uns dies allerdings nicht und immer öfter stand jetzt Kischel im Mittelpunkt des Geschehens.

So klärte unser Keeper in Weltklasse-Manier gegen Mirco Wemme, der zuvor von Stabenow überragend frei gespielt worden war (67.). Vorher hatte Cunaeus den Ball in der Vorwärtsbewegung ziemlich leichtfertig verloren und Vandreike war in dieser Situation auch nicht hellwach gewesen. Dann war es der eingewechselte Korb, der am starken Kischel scheiterte und Gottwald klärte letztendlich vor dem einschussbereiten Pfoh (74.). Diesmal hatte Banser die Torchance der Auerbacher durch einen Ballverlust begünstigt. Und noch mal kombinierten die Gastgeber und Pölzing war es, der den Ball im letzten Moment aus der Gefahrenzone geschlagen hatte. Dann mal ein Lebenszeichen unserer Offensive, ein Torschuss von Kopp, aber gefährlich war dies nicht. Kurz vor dem Schlusspfiff hatte dann, der ebenso neu ins Spiel gekommene Ralf Wiegand die große Möglichkeit zum Siegtreffer, nachdem Pfoh abgelegt hatte, aber Kischel rettete uns mit einer erneuten Glanzparade den einen mageren Punkt (90.).


Fazit

Nach der Pleite in Plauen und der teaminternen Aussprache war in Auerbach eigentlich Wiedergutmachung angesagt. Davon war am Samstagnachmittag leider nicht viel zu sehen. Zu Beginn beider Halbzeiten hatten wir ja noch ganz ordentlich gespielt, aber vor allem die restliche Leistung der ersten Hälfte war unterirdisch schlecht, vielleicht mit die schwächsten 35 Minuten in dieser Saison. Die zweite Halbzeit begannen wir zwar wieder druckvoll, aber hätte Kischel keinen überragenden Tag erwischt, wären wir am Ende mit 3 oder 4:1 untergegangen. Mit etlichen Ballverlusten im Mittelfeld haben wir die Auerbacher immer wieder ins Spiel gebracht und es selbst versäumt, die nicht immer sattelfeste Abwehr des Gegners in Verlegenheit zu bringen.

Dem Gastgeber war bis ungefähr zur 65. Minute die Verunsicherung nach sieben Rückrundenpleiten anzumerken, profitiert haben wir davon allerdings viel zu selten. Uns fehlte die Leidenschaft, um den Gegner mit aggressivem Pressing unter Druck zu setzen und entsprechende Torchancen zu erarbeiten. Insgesamt hatte diese Oberliga-Begegnung über weite Strecken nur mittleres Fünft-Liga-Niveau, mehr war es, angesichts der hohen Fehlerquote auf beiden Seiten, wirklich nicht. Unserer kompletten Mannschaft, von Kischel mal abgesehen, merkte man deutlich an, dass die sechs Gegentore vom letzten Spiel noch nicht aus den Köpfen verschwunden sind, uns fehlt nach wie vor das Selbstbewusstsein der Hinrunde.

Nach sieben absolvierten Rückrunden-Begegnungen muss man deutlich bilanzieren, jeweils eine gute Halbzeit gegen Völpke und in Grimma, ordentliche 90 Minuten in Bautzen reichen bei weitem nicht, die teilweise hervorragenden Leistungen der ersten Saisonhälfte zu bestätigen und zurzeit sind wir dabei, einen vorderen Tabellenplatz leichtfertig zu verspielen. In den nächsten Partien muss eine erhebliche Leistungssteigerung folgen, wollen wir nicht ins Oberliga-Mittelmaß abrutschen.


Stimmen

Trainer Kramer (Auerbach):
"Mit dem Punktgewinn müssen wir heute zufrieden sein. Es wäre schade gewesen, wenn es nicht mit dem Unentschieden geklappt hätte. Das war jetzt doch eine Bestätigung, dass wir nicht die Schießbude der Liga sind. Vor allem mit der letzten Viertelstunde kann ich sehr gut leben. Kurz nach der Pause hatten wir einige Probleme und auch in der ersten Hälfte haben wir einige taktische Fehler begannen. Der heutige Punktgewinn wird hoffentlich für mehr Lockerheit vor dem Tor sorgen."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Wir sind zufrieden mit dem einen Punkt. Auch wenn Auerbach zuletzt keine Siege einfahren konnte, haben sie doch in der Vergangenheit nur knapp oder auch teilweise unglücklich verloren. Und in der Hinrunde haben die Auerbacher gezeigt, dass sie auch heimstark sind, da gewinnt man nicht mal einfach so. Wir hatten jetzt vier Auswärtsspiele in Folge, haben in Grimma deutlich gewonnen, in Bautzen und Auerbach jeweils einen Punkt geholt und bei Tabellenführer Plauen, meiner Meinung nach, mit zwei Toren zu hoch verloren. Das ist insgesamt schon o.k. so und zudem eine offensichtliche Steigerung gegenüber der letzten Saison. "



 

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