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23.10.2005   VfB Germania Halberstadt - FSV Budissa Bautzen   2 : 2 (1:0)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Alex Kopp (ab 60. Pölzing), Thiele, Gottwald, Heckeroth – Vandreike – Gerlach, Stefke – Schlitte, Reitzig, Binsker (ab 60. Banser)
Budissa Bautzen: Schier – Rietschel – Zichner, Kapocsi (ab 69. Golbs) – Pannach, Rettig, Sentivan, Glaubitz (ab 44. Schaumkessel) – Wecker – Kohlschütter (ab 78. Henkert), Kellig
Schiedsrichter: Michael Geiler (Langenwetzendorf)
Tore: 1:0 Schlitte (33.), 1:1 Kellig (61.), 2:1 Reitzig (70.), 2:2 Wecker (87.)
Torchancen: 9:3 (4:1)
Torschüsse: 14:8 (7:4)
Ecken: 3:5 (1:3)
Gelbe Karten: Thiele (38.), Alex Kopp (42.), Gottwald (69.) – Kapocsi (43.), Rettig (75.), Rietschel (85.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 982 (ca. 20 Bautzen-Fans)
Äußere Bedingungen: angenehmes Fußballwetter, um die 14 Grad, anfangs Sonne, später kühl und windig, gut bespielbarer Rasen

Zum Spiel

Am Sonntagnachmittag stand die Spitzenbegegnung des zehnten Oberliga-Spieltages an, Zweiter gegen Vierter, Germania gegen Budissa. Bei uns ersetzte der wieder genesene Alex Kopp den zurzeit formschwachen Nils Pölzing und Fait Banser war nach Verletzung wieder im Kader, saß aber vorerst auf der Bank, für ihn stand „Fritze“ Reitzig erneut in der Startformation, neben den üblichen „Verdächtigen“. Budissa Bautzen musste nur Slavomir Ovecka austauschen, Eric Kapocsi vertrat den slowakischen Abwehrmann. Ansonst lief die derzeitige Topelf des Aufsteigers auf.

Die ersten beiden Torschüsse der Partie gab Bautzen ab, die aber Kischel nicht gefährden konnten. Schon nach neun Minuten hatten wir die erste Chance: Nach Gottwald-Pass spielte Binsker einen Ball hoch in Richtung Strafraum, Rietschel verpasste, Reitzig bekam den Ball, ließ Rettig „alt aussehen“ und scheiterte aber am aufmerksamen Gästekeeper Schier. Danach glänzte Alex Kopp mit einer artistischen Abwehraktion auf Schlitte, der mit Gerlach Doppelpass spielte und Richtung Tor sprintete, aber dann doch auf Binsker ablegte, der aber im Abseits stand (10.)! Den hätte Schlitte alleine machen können und Binsker war zu voreilig gewesen. Und wieder gefiel der „quirlige“ Reitzig mit schönem Trick und Klassepass auf Schlitte, aber angeblich wieder Abseits (20.). Folgend die erste rüde Aktion von Gäste-Kapitän Rettig, der Reitzig absichtlich von den Beinen geholt hatte, aber die fällige Gelbe blieb überraschender Weise aus (25.). Dann Freistoß für Bautzen, Rietschel flankte, wir verteidigten nicht energisch, bekommen deshalb den Ball nicht aus der Gefahrenzone (Kopp) und Pannach setzte zum Nachschuss an, aber Kischel hatte aufgepasst (28.). Dies blieb die einzige Gäste-Chance der ersten Halbzeit.

Wir hingegen machten weiter Druck und wiederholt Reitzig hatte ein Tor auf dem Fuß, schoss aber nach Kopfballvorlage von Binsker aus fünf Metern Torwart Schier an (30.). Das war zum Verzweifeln! Bei der nächsten Aktion lief es besser. Binsker hatte einen Freistoß in Eckfahnen-Nähe herausgeholt, Gerlach geflankt und Schlitte lehrbuchreif unter die Latte ins Tor geköpft (33.). Da hatte die Gäste-Abwehr um Libero Rietschel und vor allem Wecker geschlafen. Und wieder Reitzig, Binsker hatte erneut den Ball erkämpft, herrlich auf Reitzig abgespielt, aber „Fritze“ vergab abermals aus 14 Metern Torentfernung bzw. hatte Schier hervorragend gehalten. Dann bekamen Thiele und Kopp nach angeblichen Fouls jeweils eine Gelbe, beides fragwürdige Entscheidungen. Glaubitz musste dann nach unglücklichem Fall auf die Schulter verletzt raus, für ihn kam Offensivkraft Schaumkessel. In der Zwischenzeit war Reitzig nach schönem Stefke-Pass im Strafraum zu Fall gekommen (43.). Hier hätte es nach Foul von Zichner einen Strafstoß geben müssen! So ging es nach 4:1 Torchancen nur mit einer knappen Ein-Tor-Führung in die Kabinen.

2. Halbzeit: Ohne weitere Wechsel ging es vorerst weiter. Nach „brasilianischer“ Einlage von Gerlach kam es im Gästestrafraum zu einem Tohuwabohu, Gerlach scheiterte letztendlich als Dritter, nach Heckeroth und erneut Reitzig bzw. vermochte Gerlach nicht, den Ball im Tor unterzubringen, Sentivan hatte diesmal für seinen schon geschlagenen Keeper vor der Linie gerettet (52.). Und die nächste gute Möglichkeit, eingeleitet von Abwehrchef Gottwald, überlegter Pass auf Schlitte, der mit herrlicher Flanke auf Binsker glänzte, aber Binsker knallte den Ball per „Seitfallzieher“ an den Pfosten und beim erneuten Torschuss des zurückprallenden Balles wurde er durch Pannach entscheidend gestört, so dass Schier den Ball ohne Probleme halten konnte (55.). Dann endlich mal die Gäste, als Wecker eine Ecke direkt an die Latte schoss (59.). Eine Minute später wieder Binsker, der mittels Klasseflanke Schlitte frei spielte, aber unser schnelle Rechtsaußen vergab die sehr gute Möglichkeit und schoss übers Tor (60.). Das war zum „Haare raufen“!

Dann brachte Pfannkuch mit Pölzing (für Kopp) und Banser (für Binsker) zwei „frische“ Spieler (60.). Glück brachten diese Wechsel leider nicht. Wir liefen nach Ballverlust in einen Konter, der eingewechselte Pölzing konnte Kohlschütter nicht energisch beim Flanken stören, Heckeroth sah bei der Flanke auch nicht gut aus und Kellig schoss ungehindert aus 15 Metern ins Tor, tunnelte dabei noch Kischel und es stand 1:1 (61.). Dieser unverdiente Ausgleich stellte den bisherigen Spielverlauf völlig auf den Kopf. Kurz darauf hatten wir aber schon die nächste Torchance. Reitzig und Stefke hatten herrlich zusammengespielt, Stefke überlegt auf Schlitte zurückgelegt, aber Schlitte’s Torschuss wurde mit vereinten Kräften von Budissa abgewehrt (65.). Dann fiel aber doch der haushoch verdiente und erneute Führungstreffer. Nach Vandreike-Pass hatte Heckeroth seinen Gegenspieler Golbs „alt aussehen lassen“, mustergültig in den Fünfmeterraum geflankt und Reitzig markierte endlich, per überragenden Hechtflugkopfball, seinen lang ersehnten Treffer zum 2:1 (70.).

Danach wieder ein absichtliches Foul von Rettig, diesmal an Schlitte, der sonst durch gewesen wäre (75.). Eigentlich hätte dies, nach der nicht erfolgten ersten Verwarnung, Gelb-Rot sein müssen! Folgend der einzige Torschuss von Banser, der nach überlegtem Pass von Gerlach Gästekeeper Schier per Distanzschuss überwinden wollte, aber Schier hatte aufgepasst (77.). Anstatt die Führung zu verteidigen, agierten wir zu offensiv und luden Bautzen durch Ballverluste zu Kontern ein. So landete ein Einwurf von Pölzing beim Gegner und in der Folge fiel Wecker nach angeblichem Foul von Gerlach in Strafraumnähe. Dies war eine ganz klare „Schwalbe“, aber der schwache Schiedsrichter Geiler war auf die Schauspielerei herein gefallen. Wecker spitzelte dann den Freistoss direkt aus 20 Metern über die Mauer ins Tor (87.). Das war ärgerlich! Wir kamen dann zu keiner weiteren Möglichkeit mehr und nach 93 Minuten erfolgte der Abpfiff. Unsere Spieler waren traurig, Bautzen jubelte über den glücklichen Punkt.


Fazit

Nach einer abwechselungsreichen und ansehnlichen Partie kamen wir nach guter Leistung leider nur zu einem Punkt gegen die Gäste aus Bautzen. Dieses Remis war für Budissa schmeichelhaft und aufgrund des späten Ausgleichs äußerst glücklich zu Stande gekommen. Im Prinzip waren wir den Sachsen die meiste Zeit überlegen, ließen kaum gegnerische Tormöglichkeiten zu, kamen aber trotzdem zu keinem Sieg, weil wir mit der Chancenverwertung teilweise zu fahrlässig umgingen.

Der Aufsteiger aus Bautzen hatte insgesamt nur drei Torchancen, markierte aber mit einer sehr hohen Effizienz zwei Treffer. Allein in der ersten Halbzeit hätten wir das Spiel schon entscheiden können bzw. müssen. Auch nach der Halbzeitpause vergaben wir die vielen Chancen teilweise kläglich. Das sollte besser werden.


Stimmen

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Wenn wir heute unser ganzes Pech verbraucht haben, ist mir für den Rest der Saison nicht bange. Wir waren klar überlegen und haben uns viele Chancen erarbeitet. Letztlich hat uns das Glück gefehlt. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber angesichts des Verlaufs der Partie kann ich nun nicht zufrieden sein."

Trainer Hentschel (Bautzen):
"Nach dem Spielverlauf bin ich mit dem Punkt sehr zufrieden. Es war viel Glück dabei. Wir hatten zwei, drei Chancen und machen zwei Tore."



 

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