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26.04.2006   FC Energie Cottbus II - VfB Germania Halberstadt   1 : 1 (0:0)
FC Energie Cottbus II: Thoms – Lempke, Unversucht, Bankert (ab 46. Peßolat), Feick – Aidoo, Nuhs, Dworrak (ab 64. Dörry), Schuppan – Lindner (ab 87. Zemlin), Sahin
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Pölzing, Thiele, Gottwald, Heckeroth – Vandreike – Alex Kopp (ab 60. Werner), Gerlach – Reitzig (ab 89. Helmstedt), Banser (ab 13. Binsker), Stefke
Schiedsrichter: Harald Sather (Grimma)
Tore: 0:1 Binsker (19.), 1:1 Schuppan (53.)
Torchancen: 4:6 (1:3)
Torschüsse: liegt nicht vor
Ecken: liegt nicht vor
Gelbe Karten: Vandreike (39.) – Feick (35.), Schuppan (43.), Lindner (81.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 84 (inkl. 1 Germania-Fan)
Äußere Bedingungen: sehr holpriger Platz, schwierige Platzverhältnisse, aber herrliches Wetter.

Zum Spiel

Am Mittwochabend ging es also nach Cottbus, zur Bundesligareserve des FC Energie. Die ausgefallene Begegnung des 21. Spieltages wurde nachgeholt. Trainer Thomas Pfannkuch konnte seit langem Mal wieder auf seine Stammformation zurückgreifen, mit einem fitten Kapitän Enrico Gerlach, und auch Nils Thiele konnte nach studienbedingter Pause wieder auflaufen. Trotzdem waren wir nur mit einem Rumpfaufgebot angereist. Mit Gabriel Lorenz, René Cunaeus, Steffen Wiekert und Sebastian Stosch fehlten gleich vier Akteure aus den unterschiedlichsten Gründen, so dass u. a. A-Jugend-Keeper André Helmstedt als Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen vermerkt war (mit Nr. 8). Cottbus-Coach Thomas Köhler konnte im Gegensatz dazu aus dem Vollen schöpfen und mit Adolf Aidoo, Sebastian Schuppan, Markus Dworrak und Kenan Sahin standen vier Zweiligaspieler in seiner Startelf. Gespielt wurde im Südstadion, Lipezker Straße.

1. Halbzeit: Der Minutenzeiger hatte noch keine volle Umdrehung absolviert, da tauchte überraschend Friedrich Reitzig, nach langem Gerlach-Pass, das erste Mal alleine vor Energie-Keeper André Thoms auf. Jedoch konnte Reitzig den Ball nicht im Tor unterbringen, da er ihm leicht versprungen war. Kurz darauf hatten Fait Banser, aus dem Gewühl heraus, und Ladislav Stefke, traf die Pille nicht richtig, gute Möglichkeiten, Germania in Front zu schießen, aber es blieb vorerst beim 0:0. Dann ein langer Ball auf Banser, in dessen Folge unser Goalgetter mit Thoms zusammenprallte (11.). Banser musste behandelt werden und konnte nicht weiter machen. Felix Binsker kam somit neu in die Partie.

Binsker "bedankte" sich auf seine Weise und markierte kurze Zeit später die verdiente Führung für Germania (19.). Stefke hatte sich auf Linksaußen durchgesetzt und gefährlich in den Strafraum geflankt, so dass Binsker per Kopfball vollenden konnte. Zumindest hatte der Schiedsrichter-Assistent sofort auf Treffer entschieden, da Binsker einen Cottbuser "angeköpft" hatte, aber der Ball hatte die Torlinie dabei wohl schon überschritten. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel Erwähnenswertes, außer, dass der nicht immer überzeugende Unparteiische Ingo Vandreike für ein Allerweltsfoul die Gelbe Karte gezeigt hatte (39.). Ansonsten gab es keine großen Strafraumszenen, von einem Kopfball des Energie-Bundesligaprofis Sahin, der aber nach einer Ecke übers Tor ging, mal abgesehen (44.).

2. Halbzeit: Cottbus kam mit mächtig Dampf aus der Kabine und setzte uns massiv unter Druck. Im Angriff verloren wir ohne Banser öfters leichtfertig die Bälle und auch das Mittelfeld konnte mit einem angeschlagenen Alex Kopp (Pferdekuss erste Spielhälfte) nicht mehr mit voller Kraft dagegen halten. Der drohende Ausgleich war nur eine Frage der Zeit. Nach einem Fehlpass von Vandreike bekamen wir den Ball nicht schnell genug aus der Gefahrenzone und dann war es soweit. Sahin hatte sich gekonnt durchgesetzt und auf Schuppan abgelegt, der mit Hilfe des unebenen Platzes den 1:1-Ausgleichstreffer erzielen konnte (53.). Schuppan hatte aus ca. 13 Metern abgezogen, der Ball sprang bei dem welligen Geläuf auf, so dass der bis dahin über weite Strecken beschäftigungslose Sebastian Kischel keine Chance hatte, den guten Schuss zu parieren.

Obwohl Kopp trotz Verletzung auf die Zähne gebissen hatte, ging es partout nicht mehr weiter, so dass der 18-jährige Tassilo Werner neu ins Spiel kam. Stefke rückte jetzt weiter nach hinten und Werner verstärkte unseren "Baby-Sturm" gemeinsam mit den beiden 20-jährigen Reitzig und Binsker. Die Gastgeber drückten weiter aufs Tempo und wir konnten uns nur noch selten aus der Defensive lösen und für entsprechende Entlastung sorgen. So war es der agile Sahin, der den nächsten Treffer auf dem Fuß hatte. Jedoch traf er, nachdem er schon Randy Gottwald, Thiele und Kischel aussteigen ließ, aus spitzem Winkel das leere Tor nicht (65.). Da war das Glück auf unserer Seite.

In den letzten 20 Minuten erinnerten wir uns allerdings wieder unserer Mittel und konnten noch die eine oder andere gute Möglichkeit erarbeiten. Nach einem gefährlichen Vandreike-Freistoss köpfte z. B. Innenverteidiger Thiele mustergültig aufs Cottbuser Tor, aber Thoms fischte den Ball aus dem Dreiangel (69.). Dann war es Stefke, der ein Missverständnis in der Energie-Abwehr zu nutzen schien, aber Thoms konnte im zweiten Versuch klären (84.). Kurz vor Schluss hätte erneut Stefke fast den Siegtreffer erzielt, als er unseren schönsten Angriff über Gerlach und Binsker mit einem 18-Meter-Schuss abschloss, aber Thoms blieb hellwach (87.). Kurz vor dem Abpfiff vollzog Pfannkuch noch einen taktischen Wechsel und brachte unseren eigentlich dritten Torwart Helmstedt als Feldspieler neu in die Begegnung (89.). Dann war Schluss...


Fazit

Nach den zuletzt nicht überzeugenden Oberliga-Begegnungen im Vogtland, Plauen und Auerbach, hatten wir in Cottbus eine ordentliche Leistung abgeliefert. Vor allem in der ersten Halbzeit setzten wir der Partie unseren Stempel auf und hätten mit mehr Abschlussglück durchaus mit zwei oder drei Toren in Führung gehen können. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte ging uns etwas die Ordnung verloren, so dass Cottbus der Ausgleich gelang. Trotzdem rappelten wir uns wieder auf und kamen gegen Ende der Partie noch zu guten Möglichkeiten, die den Siegtreffer hätten bringen können, vielleicht sogar müssen, auch wenn die Punkteteilung schon gerecht war.

Insgesamt gab es in Cottbus eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der der Abwehrverbund mit Nils Pölzing, Gottwald, Thiele und René Heckeroth ein wenig herausragte. Einzig negativ zu erwähnen sind die Verletzungen von Banser und Kopp. Hier muss man mal abwarten, ob beide Spieler bis zum Sonntag, im Heimspiel gegen Dresden Nord, wieder fit werden.

Anmerkung: Ich war selber nicht vor Ort und der vorliegende Spielbericht kam mit Unterstützung des Oberliga-Teams zustande.


Stimmen

Trainer Köhler (Cottbus):
"Wir haben die erste halbe Stunde nicht ins Spiel gefunden, auch weil Halberstadt dort kreuzgefährlich agierte mit langen Bällen und schnelle Außen. Kompliment allerdings für die Leistung meiner Mannschaft in der zweiten Hälfte, in der wir so aggressiv gespielt haben, wie ich mir das vorstelle. Schade, dass Sahin direkt nach dem 1:1 seine Chance nicht nutzen konnte, aber ich kann mit dem Punkt leben."

Trainer Pfannkuch (Germania):
Mit dem Auswärtspunkt bin ich zufrieden. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Spielen haben wir uns erheblich gesteigert. Das Zusammenspiel klappte besser und auch unsere Defensive stand wieder sicherer. Insgesamt sind wir sehr kompakt aufgetreten. Auf dieser Leistung lässt sich für die nächsten Wochen aufbauen."

"Wir wollten den Punkt und haben ihn uns auch verdient. Obwohl wir in der ersten Halbzeit schon hätten höher führen können, hatten wir später auch das nötige Glück als Cottbus die eigenen Chancen nicht nutzte. Deshalb halte ich das 1:1 für ein gerechtes Resultat."



 

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