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06.11.2005   FV Dresden Nord - VfB Germania Halberstadt   1 : 2 (1:1)
FV Dresden Nord: Schäfer – Härtig, Klippel, Jugo, Georgi – Balatka, T. Gaunitz – Courtois de Hurbal (ab 58. Linkert) – Heinisch, Streiber, Pfeffer
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Alex Kopp (ab 62. Pölzing), Thiele, Gottwald, Heckeroth – Vandreike – Gerlach, Stefke – Schlitte (ab 82. Reitzig), Banser, Binsker (ab 42. Löffke)
Schiedsrichter: Daniel Illhardt (Ilmenau)
Tore: 1:0 Jugo (26.), 1:1 Schlitte (45.), 1:2 Banser (77.)
Torchancen: 8:7 (6:3)
Torschüsse: 12:12 (8:5)
Ecken: 4:4 (3:2)
Gelbe Karten: Alex Kopp (51.), Gottwald (55.), Banser (82.) - Courtois de Hurbal (38.), Heinisch (41.), Georgi (53.), Balatka (59.)
Platzverweise: Kischel (41.) – Georgi (67., Gelb-Rot)
Zuschauer: 211 (ca. 45 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: kühles Fußballwetter, um die 8 Grad, windig, wenig Sonne, gut bespielbarer Rasen.

Zum Spiel

Nach zuletzt zwei 0:1-Niederlagen auf des Gegners Plätzen wollten wir nun am Sonntag bei Dresden Nord diese kleine Auswärts-Negativserie beenden und nach den beiden Heimspielen gegen Bautzen und Auerbach, inkl. der sehr guten Leistungen war die Mannschaft hoffnungsvoll nach Dresden gereist. Trainer Pfannkuch rotierte wieder im Angriff und Auerbach-Torschütze Felix Binsker ersetze Friedrich Reitzig in der Startelf. Bei Dresden fehlten Kapitän Mario Scholze und Stammkeeper Alexander Moritz verletzt.

Dresden legte los wie die Feuerwehr und hatte bereits in der ersten Minute durch Courtois de Hurbal, nach Schlafeinlage von Gerlach und Thiele, die erste Torchance, aber Kischel war beim Torschuss aus neun Metern auf dem Posten. Weiter ging es nach 12 Minuten, Alex Kopp verlor den Ball, Thiele griff nicht energisch ein und Pfeffer schloss eine Einzelaktion mit einem satten Torschuss ab, der glücklicher Weise knapp am Tor vorbei ging. Wach waren wir aber immer noch nicht! Kurz darauf hatte nämlich Streiber die nächste 100prozentige Möglichkeit, als er nach Freistoßtrick von Jugo und Flanke von Courtois de Hurbal direkt vor Kischel auftauchte, aber aus sechs Metern kläglich übers Tor schoss (14.). Von uns war nach wie vor nichts zu sehen und Dresden erarbeitete sich weiterhin gute Torchancen. So zog Heinisch unbedrängt aus 14 Metern ab, aber Kischel hielt hervorragend (20.)! Nach drückender Überlegenheit der Elbflorenzer fiel dann die logische 1:0-Führung durch Jugo (26.). Heinisch hatte nach (unberechtigtem) Freistoß geflankt und Jugo gelang ungehindert, nachdem Thiele und Banser den Ball verpasst hatten, ein Kopfball-Aufsetzer, der nach Pfosten-Berührung im Tor landete. Endlich wachten wir auf und nach geschlagenen 29 (!) Spielminuten gab’s die erste gute Möglichkeit für uns. Stefke hatte nach Gerlach-Anspiel eine zu kurze Dresdner Rückgabe von Klippel erlaufen, aber Schäfer war beim Torschuss noch irgendwie dazwischen, so dass der Ball am Pfosten vorbei trippelte. Das war knapp!

Dann fiel erneut Stefke auf, diesmal negativ, als ihm ein katastrophaler Fehlpass auf Heinisch "gelang" und Pfeffer aus aussichtsreicher Position leichtfertig vergab (35.). Wieder Glück gehabt! Kurze Zeit später gelang uns der erste richtig gute Angriff. Über die Stationen Banser und Schlitte kam der Ball zu Alex Kopp, aber dessen gefährliche Ecke konnte die Dresdner Abwehr im letzten Moment zur Ecke klären, die dann aber leider nichts einbrachte (38.). Danach wurde es äußerst turbulent. Erstmal Freistoß für uns, Vandreike flankte, Thiele verlängerte per Kopf auf Banser, der elfmeterreif im Strafraum von Schäfer gelegt wurde, jedoch hatte der, bis dahin durch viele zweifelhafte Entscheidungen negativ aufgefallene Schiedsrichter gepennt und auf Freistoß für Dresden entschieden (40.). Eine krasse Fehlentscheidung! Aber es wurde noch schlimmer. Im direkten Gegenangriff der Gastgeber stieg Heinisch zu hart in einen schon verlorenen Zweikampf mit Kischel ein, so dass es zwischen beiden Streithähnen zu einem Wortduell kam und mit Platzverweis für unseren Keeper endete (41.). Nach leichtem Schubser von Kischel an Heinisch hatte der Linienrichter eine Tätlichkeit gesehen. Streng genommen konnte man den sofortigen Platzverweis geben. Ersatztorwart Löffke kam dann neu ins Spiel, Angreifer Binsker musste dafür raus. Nach der ganzen Aufregung gelang uns jedoch in Unterzahl die übliche Trotzreaktion! Schlitte wurde gefoult, Freistoß, Gerlach durfte flanken und Schlitte bedankte sich mit mustergültigem Kopfball aus Nahdistanz und schon stand es 1:1 (45.).

Halbzeitfazit: Nach einer „unterirdisch“ schwachen ersten halbe Stunde konnte es für uns nur besser werden, aber erst nach der Hinausstellung von Kischel gab es die gewünschte Initialzündung bzw. die Trotzreaktion. Auf einmal waren wir hellwach! Vorher war uns der Gastgeber, teilweise mit lehrbuchreifem Pressing agierend, deutlich überlegen und vergab teilweise kläglich eine höhere Führung!

2. Halbzeit: In der Kabine musste es ziemlich laut geworden sein, denn sofort nach Wiederanpfiff setzten wir Dresden massiv unter Druck. So verpasste Schlitte, nach Banser-Ablage und einem leider zu scharfen und damit ungenauen Pass von Stefke, diese Eingabe nur knapp (46.). Dann ein Konter über Heckeroth, Vandreike und Gerlach, dessen Pass nahm Thiele im Strafraum an und zog sofort ab, aber Schäfer konnte erstklassig klären (50.). Dresden stand zwar tief in der eigenen Hälfte, hatte jedoch auch mal eine Chance. Nach Freistoßflanke von Heinisch und Fehler von Gottwald vergab erneut Streiber aus fünf Metern Torentfernung (51.). Folgend wieder eine katastrophale Fehlentscheidung von Schiri Illhardt aus Ilmenau. Den Vorteil einer 4-2-Überzahl bei einem erstklassigen Konter für uns pfiff er ab, um Georgi eine Gelbe zeigen zu können (53.). Eine Frechheit und absolut regelwidrig!

Die nächsten 20 Minuten waren von Mittelfeldgeplänkel und verbissenen Zweikämpfen geprägt. So holten sich Gottwald (musste foulen, nach Ballverlust von Gerlach), Balatka (Zeitspiel) und Georgi (hartes Foul an Schlitte) jeweils Verwarnungen ab. Bei Georgi war es die zweite und somit Gelb-Rot und ab sofort gab es ein Spiel zehn gegen zehn! Zuvor musste auch Alex Kopp, gelb-rotgefährdet, vom Platz, für ihn kam Pölzing in die Partie (62.). Danach hatte dann Gerlach die Chance zum Führungstreffer, nach Doppelpassspiel mit Banser hatte unser Kapitän abgezogen, aber Schäfer vereitelte die gute Möglichkeit (72.). Es folgte der schönste Angriff der insgesamt hitzigen Partie. Über die Stationen Stefke, Gerlach und erneut Stefke kam der Ball zu Schlitte, der von Rechtsaußen herrlich geflankt hatte und Banser war per bilderbuchmäßigem Kopfball zur Stelle (77.). 1:2 und der Jubel kannte bei uns keine Grenzen! Dresden setzte jetzt zwar alles auf eine Karte, kam aber nur noch zu einer guten Möglichkeit und zu einem Torschuss. Erst klärte Löffke einen Linkert-Schuss (86.) und dann hielt er noch einen Jugo-Geschoß im Nachfassen (89.). Das war’s dann! Der 2:1-Auswärtssieg war perfekt!


Fazit

Nach einer ganz schwachen ersten halben Stunde, der 1:0-Führung für Dresden und dem berechtigtem Platzverweis für unseren Torwart Sebastian Kischel haben wir trotzdem in der Elbmetropole gewonnen, und das durchaus verdient! Vor allem nach der roten Karte haben wir eine tolle Moral bewiesen und sind mit einer Trotzreaktion zurück ins Spiel gekommen. Ohne den Platzverweis wäre es voraussichtlich sehr schwer geworden, nachdem uns Dresden anfangs deutlich überlegen war. Aber so gut wie die Gastgeber am Anfang waren, bauten sie nach dem Ausgleich immer weiter ab. In Hälfte zwei bestimmten wir, zeitweise in Unterzahl, ganz klar das Spielgeschehen und hätten durchaus noch höher führen können. Am Ende ein verdienter, teilweise aber auch glücklicher Sieg.

Das einzige was schmerzvoll zurück bleibt, ist die zu erwartende Sperre für Kischel. Hoffentlich werden es nicht mehr als drei Partien Spielverbot. Im Landespokal-Viertelfinale beim FC Grün-Weiß Piesteritz, Samstag, 12.11.2005, Anstoß 13.30 Uhr, wird auf jeden Fall Daniel Löffke im Tor stehen müssen.

Von den insgesamt 45 anwesenden Germaniafans leisteten, unter der Führung von vier „Alten Germanen“, ca. 25 Anhänger einen lautstarken Support und feierten nach dem Schlusspfiff, gemeinsam mit der Mannschaft, überschwänglich den errungenen Auswärtssieg.


Stimmen

Trainer Baron (Dresden):
"Eine gute Halbzeit reicht nicht, um ein Spiel zu gewinnen. Wir haben uns eine Vielzahl von Chancen erarbeitet, aber diese nicht genutzt. Nach der roten Karte ist Halberstadt noch motivierter gewesen. Sie haben uns förmlich niedergekämpft."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Der Sieg ist für uns am Ende glücklich. Wie die Mannschaft den Platzverweis weggesteckt hat, zeigt, dass bei uns alles stimmt. Die Moral ist auf alle Fälle intakt und das passt schon alles. Das sind auch die Gründe, warum ich vorher gesagt habe, unser Ziel bleibt Platz fünf bis Platz acht. Wir haben doch gesehen, was passieren kann, wenn wir nicht ganz da sind. Dann liegt man auch mal schnell zurück und solche Spiele gewinnt man halt nicht immer!"



 

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