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30.04.2006   VfB Germania Halberstadt - FV Dresden Nord   1 : 1 (0:0)
FV Dresden Nord: Kischel – Pölzing, Cunaeus, Thiele, Heckeroth – Gottwald – Alex Kopp, Gerlach, Stefke – Reitzig, Binsker
VfB Germania Halberstadt: Moritz – Kolan, Michael, Klippel, Georgi (ab 89. Krüger) – Hecht (ab 83. Dietze), Jugo, Scholze, Pfeffer – Hanke, Streiber (ab 88. Rosse)
Schiedsrichter: René Hammer (Ranis)
Tore: 0:1 Hanke (61.), 1:1 Gerlach (67.)
Torchancen: 8:7 (2:3)
Torschüsse: 12:12 (4:7)
Ecken: 3:6 (2:4)
Gelbe Karten: Stefke (59.), Pölzing (72.), Thiele (72.), Gottwald (83.), Cunaeus (88.), Alex Kopp (90.) – Michael (23.), Kolan (44.), Moritz (65.), Hanke (71.), Scholze (81.)
Platzverweise: Thiele (72., Gelb-Rot)
Zuschauer: 636 (ca. 5 Dresden-Fans)
Äußere Bedingungen: wechselndes Wetter, Sonne und Regen, gut bespielbarer Rasen, um die 11 Grad.

Zum Spiel

Nach etlichen Auswärtsspielen und vierwöchiger Heimspielpause empfingen wir am Sonntag endlich wieder eine Mannschaft im Friedensstadion und zwar keinen geringeren, als die elfmal in Folge unbesiegten Kicker des FV Dresden Nord. Trainer Thomas Pfannkuch musste erneut improvisieren, da ihm Fait Banser (verletzt) und Ingo Vandreike (Gelbsperre) nicht zur Verfügung standen. So rückte neben Felix Binsker auch René Cunaeus in die Startformation. Randy Gottwald übernahm die Vandreike-Position und agierte entsprechend im defensiven Mittelfeld. Erstmals in dieser Saison war auch Pfannkuch als Ersatzspieler für den Notfall auf dem Spielberichtsbogen vermerkt. Gästecoach Thomas Baron konnte auf Marcel Courtois de Hurbal, Ivo Kostadinov (beide Gelbsperre) und André Heinisch nicht zurückgreifen.

1. Halbzeit: In den ersten zehn Spielminuten gab es keine großen Torraumszenen zu bestaunen, beide Teams wollten vorläufig sicher stehen. Dann ein erster Aufreger. Ladislav Stefke und Binsker glänzten mit einem herrlichen Doppelpassspiel, aber der letztendliche Stefke-Torschuss stellte Gäste-Keeper Alexander Moritz vor keine großen Probleme (12.). Danach mal ein langer Ball von René Heckeroth auf Kapitän Enrico Gerlach, der auf Stefke weiterspielte, aber dessen Direktabnahme ging übers Tor (20.). Kurz darauf großes Glück für Dresden Nord, als Stefke, nach Einwurf von Alex Kopp, mit einem Schuss aus Nahdistanz nur den Innenpfosten traf und der Ball wieder heraussprang (23.).

Auch die Gäste hatten in der Folge ihre erste gute Möglichkeit. Christoph Klippel war ein Torschuss misslungen, so dass der Ball glücklich bei Martin Kolan landete, der völlig frei vor Torwart Sebastian Kischel auftauchend, das Leder nicht im Gehäuse unterbringen konnte (27.). Und noch mal war es Kolan, der, nachdem wir nicht schnell genug klären konnten, unser Tor mit einem gefährlichen Schuss nur um Zentimeter verfehlte (30.). Dann hatte der Dresdner Sebastian Hecht mal abgezogen und ziemlich knapp am langen Pfosten vorbei geschossen (38.). Nach einer, durch wenige Höhepunkte gekennzeichneten ersten Spielhälfte, ging es in die Pause...

2. Halbzeit: Jetzt ging es mit mehr "Dampf" weiter. Ein abgefälschter Torschuss von Heckeroth ist hier als erstes zu erwähnen (50.). Dann ein gefährlicher Gästekonter und Kischel klärte im letzten Moment vor dem einschussbereiten Rico Hanke (55.). Eine Minute später hatte Friedrich Reitzig auf Gerlach abgelegt, so dass ein Torschuss aus 14m folgen konnte, aber knapp daneben. Die Elbflorenzer gingen dann völlig überraschend 0:1 in Führung (61.). Freistoß von Jens Georgi, Kopp hatte nicht aufgepasst und Cunaeus das Kopfballduell gegen Hanke verloren, so dass der Ball letztendlich glücklich und unhaltbar im Tor landete. Kurz darauf ein schneller Abwurf von Kischel auf Stefke, kurzer Sprint und ein herrliches Anspiel auf Reitzig, der jedoch einen Schritt zu spät kam (63.).

Dann wurde es trotz einsetzendem Regen turbulent. Erst eine gut getimte Flanke von Kopp auf Stefke, der mit einem herrlichen Seitfallzieher brillierte, dabei jedoch nur die Lattenoberkante traf (65.). Nur ein paar Sekunden später unterbrach Dresden-Keeper Moritz ein Stefke-Solo mit einem Foul an der Strafraugrenze, wenn das mal nicht eine Notbremse war und statt Gelb hätte Platzverweis geben müssen? Den folgenden Gerlach-Freistoß köpfte Hanke im letzten Moment aus der Gefahrenzone. Und nochmals Freistoss. Erneut trat Gerlach an und versenkte den Ball aus 18 Metern diesmal, zur Freude seiner Teamkameraden, im Tor der Dresdner (67.). 1:1 und die Partie war wieder ausgeglichen. Wir machten weiter Druck und wollten jetzt mehr.

Die große Chance zum Führungstreffer vergab dann abermals Stefke, nach schönem Zusammenspiel von Binsker und Gerlach, völlig leichtfertig, als er nach seinem Alleingang völlig frei vor Moritz auftauchte, aber beim Abschluss zu lange gezögert hatte (70.). Auch der Unparteiische René Hammer aus Ranis wollte nun mal im Mittelpunkt stehen und verteilte in den letzten 20 Spielminuten sieben Gelbe und eine Gelb-Rote Karte (72., Nils Thiele), obwohl die Begegnung nicht unfair gewesen war. Hammer agierte am Ende völlig überfordert und brachte unnötige Hektik in die Partie. Fußball gespielt wurde aber auch noch. In Überzahl hatten die Gäste dann kurz vor Schluss noch zwei gute Möglichkeiten. Erst schoss Sascha Pfeffer aus 17 Metern knapp übers Tor und in der letzten Spielminute musste Kopp einen Dresden-Konter per Foul, kurz vor der Strafraumgrenze, unterbinden, so dass Elvir Jugo noch mal einen gefährlichen Freistoss treten konnte, aber Kischel hatte erstklassig pariert. Kurz darauf pfiff Hammer ab.


Fazit

Auch im dritten Liga-Spiel in Folge gelang uns nur ein 1:1-Unentschieden. Trotzdem entführten die relativ spielstarken Dresdner aufgrund des ausgeglichen Spielverlaufes und der beidseitigen Torchancen zu Recht einen Punkt aus Halberstadt. Nach dem Ausgleich hatten wir es verpasst nachzulegen, sonst wäre auch ein Heimsieg im Bereich des Möglichen gewesen. Vor allem in der ersten Halbzeit entwickelten wir viel zu wenig Druck und kamen nur zu vereinzelten Torchancen. Hier machte sich das verletzungsbedingte Fehlen von Goalgetter Banser stark bemerkbar. Binsker und Reitzig können diese Lücke leider noch nicht schließen.

Somit warten wir jetzt schon seit fünf Partien auf einen Sieg. Trotz dieser kleinen Negativserie belegen wir zurzeit mit 41 Punkten den fünften Tabellenrang und können am Mittwoch, ein Auswärtssieg beim FC Oberlausitz vorausgesetzt, den derzeitigen Viertplatzierten FC Sachsen Leipzig überflügeln. Das ist so schlecht nicht. Einzig besorgniserregend ist die angespannte Personalsituation. Neben Banser fallen nun auch die gesperrten Thiele und Stefke beim nächsten Spiel aus. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es diese Saison doch noch zu einem Comeback von Trainer Pfannkuch als Spieler kommt. Das wäre doch was...

Im Kampf um einen vorderen Tabellenplatz hat unsere Mannschaft auf jeden Fall noch nicht aufgegeben, und aus den restlichen sechs Ligapartien wollen Gerlach und Co. immerhin weitere 14 Punkte holen. Bei dem anstehenden Programm, in Neugersdorf, bei Erfurt II, gegen Halle, Pößneck und Meuselwitz zu Hause und in Leipzig wären dies insgesamt vier Siege und zwei Remis. Sozusagen müsste man bis zum letzten Spieltag ungeschlagen bleiben. Dies ist ein schwieriges und ehrgeiziges, aber auch nicht unmögliches Vorhaben. Was dann am Ende, auch angesichts unseres kleinen Kaders, dabei herausspringt, muss man mal abwarten.


Stimmen

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Drei Punkte waren heute möglich. Wir hatten die Chancen, die wir aber nicht nutzten. Wir haben ganz gut Fußball gespielt, sind aber im Abschluss nicht clever genug."
Trainer Baron (Dresden):
Mit dem 1:1 kann man zufrieden sein, das gesamte Spiel betrachtend. Gemessen an den letzten 25 Minuten haben wir unglücklich die Punkte verloren. Schuld sind einige nicht nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen. Insgesamt kann man mit einem 1:1 in Halberstadt immer leben."



 

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