VfB Germania Halberstadt - zur Startseite
Germania Halberstadt Mannschaft Spielplan Bilder Extras Links Fan-Forum Germania-Fanpage.de Fan-Forum



Spieltage
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30

07.05.2005   FC Rot-Weiß Erfurt II - VfB Germania Halberstadt   3 : 1 (3:1)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Pölzing, Thiele, Gottwald, Wiekert – Vandreike – Alex Kopp (ab 46. Stosch), Gerlach, Heckeroth – Reitzig (ab 78. Belusa), Binsker
VfB Auerbach: Essig – Fritz, Scherer, Habichhorst, Gauder – T. Müller (ab 54. Kinne), Gerke, Anicic (ab 77. Da Silva) – Mensah (ab 74. Weis) – Ullmann, Sander
Schiedsrichter: Andreas Heinrich (Torgau)
Tore: 0:1 Reitzig (11.), 1:1 Sander (16.), 2:1 Sander (16.), 3:1 Mensah (19.),
Torchancen: 7:9 (6:5)
Torschüsse: 11:16 (7:8)
Ecken: 3:11 (0:6)
Gelbe Karten: -
Platzverweise: -
Zuschauer: 248 (31 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: sehr holpriger Rasen, ganz schwierige Platzbedingungen, jedoch herrliches Fußballwetter, 22 Grad, gelegentlich Wolken.

Zum Spiel

Bei herrlichem Sommerwetter stand am Sonntagnachmittag die Partie des 28. Spieltages an. In der Erfurter Grubenstraße trafen wir auf die Regionalliga-Reserve des FC Rot-Weiß. Trainer Thomas Pfannkuch stand erneut nur ein kleiner Kader zur Verfügung. Ladislav Stefke (Zahn-OP), René Cunaeus (Knie) und Fait Banser (Knie- und Fuß-OP) fehlten verletzt, Tassilo Werner weilte bei der A-Jugend. Zum Glück stand Nils Thiele nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung und ersetzte Cunaeus in der Innenverteidigung, ansonsten die erfolgreiche Elf vom Neugersdorf-Auswärtssieg. Auf der Ersatzbank nahmen diesmal Daniel Löffke, Gabriel Lorenz, Sebastian Stosch und erneut Landesliga-Angreifer Florian Belusa Platz. Im Aufgebot von Erfurt II standen mit Paulo Scherer, Andreas Anicic, Joseph Mensah, Carsten Weis vier regionalligaerprobte Akteure und außer Kapitän Tino Gerke (24) war kein Spieler älter als 23 Jahre.

1. Halbzeit: Bereits nach 40 Sekunden der erste gute Angriff. Nils Pölzing hatte herrlich auf Friedrich Reitzig gepasst, aber dessen Anspiel auf Felix Binsker war zu ungenau. Eine Minute später ein erstes Achtungszeichen der Gastgeber, nach einem Freistoß köpfte Tobias Müller knapp am Tor vorbei (2.). Danach ein mustergültiger Pass von René Heckeroth auf den an diesem Tag agilen Binsker, der jedoch beim Abschluss zu lange gezögert hatte (5.). Nach zehn Spielminuten leistete sich Alex Kop einen katastrophalen Ballverlust, so dass Anicic aus ca. 14 Metern abziehen konnte, dabei aber unser Tor um Haaresbreite verfehlte. Dann hebelte Ingo Vandreike mit einem langen Ball die Erfurter Abseitsfalle aus und Binsker schoss in der Folge aus 13 Metern direkt mit seinem linken Fuß aufs Tor, Keeper Stephan Essig konnte nur abklatschen lassen, und Reitzig drückte den Ball mit etwas Glück zum 0:1 über die Linie (11.).

Dann folgten wohl unerklärliche 148 Sekunden, in denen einige Spieler einen extremen Tiefschlaf eingelegt hatten. Der Erfurter Torreigen begann mit dem von Abwehrrecke Thiele begünstigten Ausgleich durch den 20-jährigen Nico Sander (16.). Randy Gottwald hatte zuvor ein Kopfballduell verloren, dass jedoch Thiele locker hätte ausbügeln können, aber er war weggerutscht, so dass Sander aus 15 Metern per Heber über Torwart Sebastian Kischel zum 1:1 traf. Bereits 18 Sekunden später lag der Ball erneut im Netz und wieder hatte Sander getroffen. Vom Anstoß weg hatten wir den Ball verloren, Mensah passte auf Gerke, der auf Sander weitergespielt hatte und Sander traf ohne Gegenwehr von der Strafraumgrenze nochmals per Lupfer über Kischel. Und nur zwei Minuten danach fiel auch schon das 3:1 für Erfurts zweite Mannschaft (19.). Nach einem erneuten unerklärlichen Ballverlust im Mittelfeld glänzte Mensah bei herrlichem Doppelpassspiel mit dem zweifachen Torschützen Sander und ließ unsere Abwehr wie Statisten aussehen, als er den Ball locker aus sechs Metern zum 3:1 einschieben konnte.

Wir brauchten eine Viertelstunde, um uns von diesem Schock zu erholen. Zwischendurch hatte Gerke unser Tor nochmals mit einem guten Schuss knapp verfehlt (28.). Zuvor hatte Kapitän Enrico Gerlach den Ball verloren und machte dabei nicht mal Anstalten, diesen zurück zu gewinnen, er ging weiterhin über den Platz spazieren. Nach 34 Spielminuten war es dann Reitzig, der nach schönem Zusammenspiel mit Binsker ein Lebenszeichen abgab, jedoch konnte Heimkeeper Essig den gefährlichen Torschuss aus Nahdistanz abwehren. Kurz darauf noch zwei heikle Szenen (37.). Erst ein langer Ball von Vandreike auf Binsker, der erneut auf Reitzig gepasst hatte, der abermals glänzte Essig beim Tore verhindern. Die folgende Heckeroth-Ecke köpfte Thiele um Zentimeter am Pfosten vorbei. Bis zur Halbzeitpause passierte dann nichts mehr Erwähnenswertes...

2. Halbzeit: Der durch eine Magenverstimmung geschwächte Alex Kopp blieb in der Kabine und Stosch kam neu ins Team, rückte aber auf die rechte Abwehrseite, Pölzing dafür im Mittelfeld. Wir machten jetzt Druck und drängten auf weitere Treffer. So war es Gottwald, der nach Zusammenspiel von Vandreike und Gerlach, alleine auf Keeper Essig zulief, aber aus sechs Metern das Tor nicht traf bzw. per Lupfer über die Latte schoss (53.). Dann mal ein langer Ball von Gerlach auf Heckeroth, jedoch bereitete dessen Torschuss Essig keine Probleme (64.). Drei Minuten später die nächste gute Torchance. Ein Konter über Gerlach, der auf Binsker weitergespielt hatte und unser Linksaußen schoss aus aussichtsreicher Position aufs Tor, aber wieder war Essig zur Stelle. Ein Ausspielen der Überzahl wäre hier vielleicht angebrachter gewesen, Reitzig hatte vergeblich gewartet. Kurz darauf passte Reitzig auf Gerlach, der unmittelbar abzog, aber knapp daneben (70.).

Dann mal wieder eine "Schlafeinheit" unserer Defensive und Mensah konnte alleine auf Kischel zulaufen, aber der folgende Torschuss bereitete unserem Keeper überhaupt keine Probleme (72.). Eine Minute später spielten Vandreike und Reitzig herrlich Doppelpass, jedoch wurde der letztendliche Vandreike-Schuss geblockt. Trainer Pfannkuch brachte dann für den ausgepowerten Reitzig Landesliga-Angreifer Belusa neu in die Partie (78.). Und Thiele hatte die nächste sehr gute Möglichkeit, köpfte aber nach Vandreike-Flanke um Zentimeter neben das Tor der Thüringer (83.). Binsker setzte danach zu einem Solo an und spielte nach Zuruf von Gerlach doch noch ab, jedoch wurde der Torschuss unseres Kapitäns geblockt (84.). Hier hätte es Binsker eventuell alleine im Strafraum versuchen sollen. Kurz vor Schluss noch die einzige Erfurter Torchance der zweiten Spielhälfte. Kischel konnte einen aufsetzenden Torschuss, auch aufgrund des miserablen Platzes, nicht festhalten, jedoch schoss Sander den Abpraller weit neben unseren Kasten. Das war’s dann…


Fazit

Von Anfang an bestimmten wir in Erfurt das Spiel und hätten eigentlich nach elf Minuten schon 0:2 in Führung liegen müssen, jedoch agierten wir mal wieder bei der Chancenverwertung zu fahrlässig. Dann passierte das Unfassbare und auch nicht Erklärbare. Innerhalb von nicht mal drei Minuten erzielte der Gastgeber drei Treffer, und allen Gegentoren gingen teilweise katastrophale individuelle Fehler voraus. Somit haben wir die zu Beginn, vor allem in der Abwehr, ängstlichen Erfurter massiv aufgebaut und einen Punktgewinn, eventuell sogar einen Auswärtssieg völlig leichtfertig vergeben. Bei dieser Partie war definitiv mehr möglich.

Dass es am Sonntagnachmittag nicht für mehr gereicht hat, dafür gibt es viele Gründe. Kapitän Gerlach, Vandreike und Kopp erwischten einen rabenschwarzen Tag. Diese drei Spieler leisteten sich immer wieder leichtfertige Ballverluste, die dann auch unsere, manchmal überforderte, Abwehrreihe nicht mehr ausbügeln konnte. Von den drei verschlafenen Minuten mal abgesehen, standen wir in der Defensive ansonsten ganz ordentlich und im Angriffsspiel sorgten Reitzig und vor allem Binsker für reichlich Gefahr. Für weitere Treffer in Halbzeit zwei hat es jedoch leider nicht gereicht, wobei Erfurt in der zweiten Spielhälfte nur noch zu einer einzigen Torchance kam.


Stimmen

Trainer Krebs (Erfurt II):
"Ich bin zufrieden. Wir haben die erste Viertelstunde verschlafen, aber dann aus dem Nichts zwei Tore gemacht. Wir haben gut miteinander harmoniert, aber in der ersten Halbzeit zu viele Chancen zugelassen. Unsere 43 Punkte sind traumhaft, eine wahnsinnig gute Bilanz. Jetzt muss die erste Mannschaft ihre Heimspiele ziehen und in der Regionalliga bleiben."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Wir haben fünf Minuten geschlafen und in diesen das Spiel verloren. Nach der Pause haben wir ordentlich gespielt, hatten auch Chancen zum Ausgleich, haben diese nicht genutzt und deshalb hat Erfurt ein weitgehend ausgeglichenes Spiel gewonnen."



 

VfB Germania Halberstadt – die offizielle Fanpage © Copyright 2015
Design & Umsetzung: www.Sebastian-Grote.de / www.web-grafix.de
Impressum