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25.09.2005   1. FC Magdeburg - VfB Germania Halberstadt   1 : 0 (0:0)
1. FC Magdeburg: Beer – Probst, Prest, Grundmann, Neumann – Kallnik, Plock – Nechyporuk (ab 90. Otte) – Kullmann, N’Dombasi (ab 80. Mensch), Kotuljac (ab 90. Kubis)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Alex Kopp, Thiele, Gottwald, Heckeroth (ab 62.Pölzing) – Vandreike – Gerlach (ab 85. Reitzig), Stefke – Schlitte, Banser, Binsker (ab 77. Hartmann)
Schiedsrichter: Markus Häcker (Pentz)
Tore: 1:0 Kischel (67., Eigentor)
Torchancen: 9:3 (4:2)
Torschüsse: 14:5 (6:3)
Ecken: 7:5 (4:1)
Gelbe Karten: Gottwald (26.), Vandreike (75.) – Prest (51.), Kallnik (88.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 4.912 (ca. 400 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: herrliches Fußballwetter im fast ausverkauften Germer-Stadion, um die 24 Grad, gut bespielbarer Rasen!

Zum Spiel

Vor fast 5.000 Zuschauern empfing uns am Sonntagnachmittag im so gut wie ausverkauften Germer-Stadion der 1. FC Magdeburg, jene Mannschaft, gegen die wir 1974 das letzte Tor erzielten und 1955 (damals noch als Begegnung Lok Halberstadt – Motor Mitte Magdeburg) den einzigen Sieg erringen konnten (jeweils Freundschaftsspiele).

Trotz schwerwiegender Verletzungen oder Erkrankungen unter der Woche konnten Kischel (Schleimbeutelentzündung im Ellenbogen), Heckeroth (Zerrung im Oberschenkel) und Schlitte (leichte Grippe) trotz fehlendem Training auflaufen. So startete die erfolgreiche „Cottbus-Elf“ des letzten Spiels, mit Alex Kopp als rechtem Verteidiger und Nils Pölzing entsprechend vorerst auf der Ersatzbank. Beim 1. FCM fehlten Andy Müller (Adduktoren) und Tim Kreibich (Knöchel) verletzt, dafür stand Christian Prest nach langer Pause wieder in der Startelf. Neuzugang Sven Kubis saß nur auf der Ersatzbank. Beim FCM sollte Neumann den schnellen Schlitte bewachen, aber vorerst spielte Schlitte links und Binsker auf Rechtsaußen. Beide Teams agierten mit einer taktischen 4-3-3 Formation.

Die Partie begann ziemlich flott und so wurde es nach einem Kallnik-Freistoss und Kullmann-Kopfball das erste Mal für uns schon frühzeitig brenzlig (2.). Die folgende FCM-Ecke von Nechyporuk segelte dann ohne weitere Ballberührung gefährlich durch unseren Strafraum. Wir tauchten zwei Minuten später erstmals vor dem FCM-Tor auf, als Schlitte mit Vandreike Doppelpass spielte und einen seiner unwiderstehlichen Sprints startete, aber beim Torschuss im letzten Moment von Probst behindert wurde, so dass Beer keine Mühe hatte, den Ball zu halten (4.). Dann die erste FCM-Torchance, nach Pass von Kotuljac verzog Kullmann nur knapp (5.). Folgend „glänzte“ Gerlach mit einem leichtfertigen Ballverlust (Fallrückzieher), aber Thiele rettete in höchster Not (8.). Kurz danach die, während des gesamten Spiels, einzige sehr gute Aktion von Stefke, der mit einem „Zuckerpass“ auf Schlitte gefiel, aber unser schneller Angreifer verstolpert den guten Ball (10.). Danach wieder unnötige Ballverluste durch Heckeroth und Banser und Nechyporuk schoss letztendlich gefährlich aufs Germania-Tor, aber Kischel klärte zur Ecke. Auch bei dieser Ecke zeigte Kischel nach N’Dombasi-Schuss seine Klasse und hielt hervorragend (13.).

Der erste lehrbuchreife Angriff des Spiels resultierte aus der 22. Minute, über Prest, Neumann, Plock und Kullmann kam der Ball erneut zu N’Dombasi und den folgenden Torschuss vereitelte Kischel im letzten Moment per Fußabwehr. Bis dahin haben wir viel zu viele einfache Bälle verloren und agierten in der Offensive harmlos. Nachdem Schiri Häcker Gottwald für ein harmloses Foul an Kullmann Gelb gezeigt hatte (26.), hätte ebenso Grundmann, nach hartem Rempler an Schlitte, eine Karte verdient gehabt (28.). Dann reagierte auch die Anzeigentafel auf das zwischenzeitliche Fehlpassfestival und fiel vorerst aus (35.). Kurz danach glänzte Plock mit einem schönen Außenrisspass auf Kotuljac, der herrlich auf Nechyporuk passte, aber der Ukrainer zögerte mit dem Torschuss, so dass Kischel keine Probleme mit dem laschen Schuss hatte (36.). Unsere beste Torchance hatte Fait Banser kurz vor der Halbzeitpause. Nach schönem Vandreike-Pass setzte sich Binsker energisch auf Linksaußen durch und flankte auf Banser, der aus sechs Metern Torentfernung völlig frei direkt abzog, aber das Tor knapp verfehlte (44.).

Halbzeitfazit: Nach einem flotten Beginn verflachte die Partie etwas und Strafraumszenen wurden seltener. Wir standen bisher in der Defensive ganz gut, leisteten uns aber auch zu viele einfache Ballverluste und taten für das Angriffsspiel zu wenig.

2. Halbzeit: Ohne Wechsel ging es vorerst weiter. Kullmann gab dann den ersten Torschuss der zweiten Hälfte ab, nach schönem Trick von N’Dombasi und Pass auf Kullman, verzog der 19-Jährige aber deutlich (49.). Dann vertändelten wir unnötig den Ball (Heckeroth), Probst passte auf Kotuljac, der sich energisch im Strafraum durchsetzte, aber Kischel vereitelte den Schuss aus Nahdistanz in hervorragender Manier (53.). Zwei Minuten später ein gefährlicher Pass von abermals Kullmann auf Kotuljac, aber der FCM-Neuzugang aus Nordhorn verstolperte den Ball und schoss weit übers Tor. Hier hatte Alex Kopp geschlafen (55.). Folgend das erste FCM-Tor, aber zum Glück für uns, Abseits! Vorher hatte Gottwald zu unentschlossen agiert (Missverständnis mit Kischel) und der im Abseits stehende N’Dombasi drückte den Ball über Linie (56.). Danach ein langer Pass von Prest auf den quirligen N’Dombasi, der von Heckeroth nicht gestört wurde und unmittelbar abzog, aber Kischel parierte zur Ecke (60.).

Es folgte der erste Wechsel. Der tapfer kämpfende, aber ausgepowerte Heckeroth machte Platz für Pölzing (62.). Nach einem Neumann-Freistoss kam es zu einem Gerangel zwischen N’Dombasi und Thiele, was nach vorheriger leichter Attacke von N’Dombasi an Kischel, mit Freistoss für Germania endete (63.).Dann mal wieder eine kleine Chance für uns. Nach Stefke-Ecke wurde Beer bedrängt und ließ den Ball fallen, aber keiner unserer Spieler war zur Stelle (64.). Aus dem heiteren Himmel fiel dann das glückliche, aber nicht unverdiente Führungstor für den 1. FCM. Kallnik hatte nach Freistoss in den Strafraum geflankt, der Ball sprang auf und Kischel lenkte ihn irgendwie ins eigene Tor (67.). Das hatte der bis dahin stark haltende Keeper nicht verdient. Trotzdem stand es jetzt 1:0 und wir waren auf jeden Fall geschockt! Acht Minuten nach der FCM-Führung knallte Banser einen Freistoss in die Mauer (75.). Was sollte das denn? Den folgenden Konter musste dann Vandreike per Foul unterbinden und sah berechtigt Gelb!

Pfannkuch brachte jetzt Hartmann für Binsker und versuchte noch mal alles (77.). Heyne hingegen verstärkte seine Defensive und brachte für N’Dombasi Abwehrspieler Mensch (80.). Kurz danach die für uns einzige (!) Torchance der zweiten Halbzeit. Gerlach hatte mit Gottwald Doppelpass gespielt, passte in den Fünfmeterraum, Schlitte glänze mit einem Hackentrick und für den schon geschlagenen Beer rettete Grundmann zur Ecke, die dann aber nichts einbrachte (81.). Auch eine gefährliche Flanke, von erneut Schlitte, klärte Neumann zur Ecke, sonst wäre Banser wohl noch heran gekommen (82.). Wir versuchten Druck zu machen, liefen aber nach einem schlechten Pass von Pölzing wiederholt in einen FCM-Konter. Kallnik hatte schnell auf Kotuljac gepasst und Thiele blockte den Schuss im letzten Moment (83.). Bis zum Abpfiff passierte nichts mehr Erwähnenswertes. Um noch mal Torchancen herauszuspielen, agierten wir viel zu harmlos und waren auch mit den Kräften am Ende. Um 15.49 Uhr pfiff Schiri Häcker nach 94 Minuten Spielzeit ab!


Fazit

In einer durchaus spannenden Partie konnten wir am Ende auch im fünften Oberligaduell mit dem 1. FC Magdeburg kein Tor erzielen und verloren am Sonntagnachmittag im fast ausverkauften Germer-Stadion zum insgesamt vierten Mal gegen den Club. Nach einem unglücklichen Eigentor von Sebastian Kischel gewann der 1. FC Magdeburg nicht unverdient das „kleine“ Sachsen-Anhalt-Derby mit 1:0! Konnten wir das Spiel in der ersten Halbzeit noch einigermaßen ausgeglichen gestalten, agierten wir in der zweiten Hälfte viel zu passiv und kamen dann nach dem Gegentor nur noch zu einer einzigen Torchance.

Das Spiel stand auf keinem besonders hohen Niveau und so kennzeichneten viele Fehlpässe auf beiden Seiten das Aufeinandertreffen, entsprechend gab es reichlich Leerlauf und wenige gut heraus gespielte Angriffe für unsere Mannschaft. Vieles war dem Zufall überlassen und das einzige Tor der Partie war mehr als glücklich zustande gekommen. Magdeburg wirkte im Angriffsspiel aggressiver und war uns auch läuferisch überlegen. Wir konnten während des kompletten Spiels kaum Offensivpunkte setzen und beschränkten uns lediglich auf eine sehr gute Abwehrarbeit und entsprechende Konter, die aber aufgrund zahlreicher einfacher Ballverluste meist wirkungslos blieben.

Am Ende hatten wir das bis dahin beste Spiel gegen den 1. FC Magdeburg abgeliefert und fuhren trotzdem als Verlierer, aber erhobenen Hauptes wieder nach Hause. Dem ersten Punkt in Magdeburg waren wir wohl noch nie so nah, auch wenn ein Unentschieden, aufgrund der vielen Magdeburger Chancen, wohl nicht gerecht gewesen wäre. Aber fällt das unglückliche Eigentor nicht, geht die Partie vielleicht 0:0 aus.


Zu unseren Fans:
Zum ersten Mal waren wir in Magdeburg mit einer richtigen stimmgewaltigen Fangemeinde vertreten. Vor allem die „Alten Germanen“ hatten sich die eine oder andere Choreografie im Vorfeld einfallen lassen. Am besten gefiel mir das Spruchband „Eure Tradition kann unseren Stolz nicht brechen“! Aber auch viele Mitglieder des Fanclubs Harz und andere Germaniaanhänger beteiligten sich am lautstarken Support, auch wenn es schwer fiel, sich gegen die „Blau-Weiße Wand“ durchzusetzen. Trotzdem konnte man auf unsere Fans stolz sein. Da hat sich etwas Positives entwickelt!

Stimmen

Trainer Heyne (Magdeburg):
"Wir hatten schon in der ersten Halbzeit gute Chancen und Möglichkeiten in Führung zu gehen. Im zweiten Abschnitt haben wir den Druck dann noch einmal erhöht. Wie wir mit diesem Druck von Presse und Zuschauererwartungen umgegangen sind, war schon sehr gut. Für Sebastian Kischel war es natürlich sehr unglücklich, aber er hat seine Mannschaft durch seine prima Leistung zuvor im Spiel gehalten."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Wir haben durch ein sehr unglückliches Tor verloren. Es war eine gute Partie, ein wirkliches Spitzenspiel. In der zweiten Halbzeit haben wir zu passiv agiert. Dadurch kam dieses Übergewicht zustande. Wir waren zu ängstlich. Ich gratuliere dem FCM zum Sieg."

Spieler Kallnik (Kapitän Magdeburg):
„Das Tor war äußerst glücklich, aber ich denke mal, der Sieg war aufgrund unserer vielen Chancen verdient.“

Torhüter Kischel (Germania):
„Der Freistoss kommt rein, auf einmal liegt der Ball drin. Ich weiß selber nicht, was ich da gemacht habe. Das war mein Ding, es tut mir Leid für die Mannschaft. Sonst geht’s vielleicht 0:0 aus und wir nehmen den Punkt mit, den wir holen wollten. Ich kann mir nur entschuldigen bei der Mannschaft, das war schlecht von mir.“



 

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