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03.05.2006   FC Oberlausitz - VfB Germania Halberstadt   2 : 3 (0:2)
FC Oberlausitz: Soukup – Horinek, Fröhlich, Uhlig – Göschick (ab 80. Seifert), Thomas, Gierich, Patocka – Koch, Hensel (ab 73. Schirmer), M. Küttner
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Pölzing, Cunaeus (ab 51. Stosch), Gottwald, Wiekert – Alex Kopp, Gerlach, Vandreike, Heckeroth – Reitzig (ab 77. Belusa), Binsker (ab 91. Pfannkuch)
Schiedsrichter: Oliver Mattig (Frankfurt/Oder)
Tore: 0:1 Binsker (32.), 0:2 Reitzig (40.), 1:2 Uhlig (51.), 2:2 Thomas (58.), 2:3 Gottwald (84.)
Torchancen: 6:9 (3:3)
Torschüsse: 10:14 (5:7)
Ecken: 9:4 (4:2)
Gelbe Karten: Heckeroth (65.), Gerlach (76.) – Gierich (18.), Patocka (77.), Uhlig (83.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 135 (inkl. 2 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: sehr schwierige Platzbedingungen, extrem holpriger Rasen, aber herrliches Fußballwetter, 20 Grad, viel Sonnenschein.

Zum Spiel

Am Mittwochabend stand im 340km entfernten Neugersdorf, beim Tabellenschlusslicht FC Oberlausitz die Nachholpartie des 23. Spieltages an. Mit einigen Personalproblemen waren wir angereist, Nils Thiele (Gelb-Rot) und Ladislav Stefke (fünf Gelbe) fehlten gesperrt. Fait Banser lag nach seiner Operation am Knie und Fuß im Krankenhaus, ebenso musste Tassilo Werner verletzt zu Hause bleiben. Auch Gabriel Lorenz und Daniel Löffke waren beruflich verhindert. So füllten Sebastian Stosch, Florian Belusa (aus der Zweiten) und Trainer Thomas Pfannkuch die Ersatzbank auf. Bis auf den langzeitverletzten Fritz Winkler konnte hingegen FCO-Coach Dirk Havel seine derzeit beste Elf auf den Platz schicken.

1. Halbzeit: Nach 40 Sekunden schon die erste Ecke für uns, die aber noch nichts einbrachte. Bei der nächsten guten Aktion wurde es für den Gastgeber schon gefährlicher. Randy Gottwald hatte einen langen Ball auf René Heckeroth geschlagen, der eine gut getimte Flanke an den Strafraum brachte und Alex Kopp zog unmittelbar ab, verpasste das Tor jedoch um wenige Zentimeter (6.). Dann eine Ecke der Neugersdorfer, Kapitän Stefan Fröhlich war angetreten, Sebastian Uhlig köpfte aber drei Meter neben den Pfosten (14.). In der 19. Minute die erste hundertprozentige Möglichkeit für den FC Oberlausitz, als Robert Koch mit einem Heber über den herausstürmenden Keeper Sebastian Kischel versuchte, die Führung zu erzielen, aber um Haaresbreite unser Tor verfehlte. Da haben wir großes Glück gehabt. Und erneut stand Kischel im Mittelpunkt, als er einen von René Cunaeus abgefälschten Fröhlich-Freistoss mit einem unglaublichen Reflex noch zur Ecke klären konnte (22.).

Danach war es noch mal Koch, der nach Flanke von Dirk Gierich und folgendem Flugkopfball, unseren Torwart zu einer Weltklasse-Parade zwang (30.). Aus dem Nichts und völlig überraschend fiel dann der 0:1-Führungstreffer durch Binsker (32.). Cunaeus hatte den Ball zu Friedrich Reitzig gebracht, der seinen Sturmkollegen per "tödlichen" Pass herrlich frei spielte, so dass Binsker aus dem Mittelkreis alleine aufs Tor zulief und FCO-Keeper Michael Soukup mit einem trockenen Schuss ins rechte untere Toreck keine Chance ließ. Zwei Minuten später ein Klasseanspiel von Kopp auf Torschütze Binsker, aber die Neugersdorfer Abwehr konnte mit vereinten Kräften im letzten Moment zur Ecke klären (34.). Dann das 0:2 durch Reitzig, der im Stile eines abgezockten Torjägers einen von Uhlig abgefälschten Gerlach-Pass aufnehmen und an Soukup vobei spitzeln konnte (40.). Mit der relativ glücklichen Führung ging es in die Pause.

2. Halbzeit: Mit wütenden Angriffen kamen die Gastgeber aus der Kabine und erneut zeigte Kischel seine Klasse, als er einen gefährlichen Torschuss von Oliver Göschick parieren konnte (50.). Zum wiederholten Mal bekamen wir dann, auch aufgrund des miserablen Platzes, den Ball nach einer Ecke nicht schnell genug aus der Abwehr und Uhlig nutzte dies zu einem satten Torschuss aus Nahdistanz und verkürzte auf 1:2 (51.). Beim von Anfang an angeschlagenen Cunaeus ging es dann nicht mehr weiter, so das Stosch neu in die Partie kam, Pölzing rückte daraufhin in die Innenverteidigung. Und noch einmal hatten wir nicht aufgepasst, so dass erneut Uhlig aufs Tor köpfen konnte, aber knapp vorbei (57.). Dann ein Ballverlust/schlechter Pass von Ingo Vandreike und Falko Thomas erzielte den viel umjubelten Ausgleich, da auch Steffen Wiekert unglücklich für Thomas aufgelegt hatte (58.).

Das Spiel war nun wieder völlig offen und die Neugersdorfer setzten alles auf eine Karte, hatten sie doch die Hoffnung auf einen Dreier wiedererlangt. So prüfte Gierich mit einem harten Torschuss erneut Kischel’s Fähigkeiten (63.). Aber auch wir spielten voll auf Sieg und hatten durch Binsker, nach Stosch-Flanke und Kopfballverlängerung von Gottwald, die nächste gute Möglichkeit, jedoch blieb FCO-Schlussmann Soukup aufmerksam. Danach eine schnelle und mustergültige Kombination über Kopp, Binsker und Gerlach, aber die Sachsen konnten Gerlach im Strafraum entscheidend stören (72.). Und noch eine Torchance für uns. Gottwald hatte abgelegt, aber Kopp schoss um Haaresbreite am Oberlausitzer Kasten vorbei (73.). Kurz Zeit später wurde es hektisch. Reitzig war klar im Strafraum gefoult wurden, aber der fällige Elfmeter-Pfiff blieb zur Überraschung aller Fans, auch der Heimischen, aus (76.). Eine krasse Fehlentscheidung von Schiedsrichter Oliver Mattig aus Frankfurt/Oder. Kapitän Gerlach bekam daraufhin Gelb für Meckern, ebenso unverständlich.

Eine Minute später kam dann Angreifer Florian Belusa (aus unserem Landesliga-Team) für Reitzig neu in die Partie. Ein Wechsel der Folgen haben sollte, schließlich war es Belusa, der den entscheidenden Freistoß zum 2:3 herausholen konnte (83.). Binsker hatte vorher einen Klassepass gespielt, so dass der Stürmer unserer Zweiten alleine aufs Tor zulaufen konnte, aber im letzten Moment von Uhlig per Foul gebremst wurde. Wenn das Mal nicht eine Notbremse war und mit Platzverweis hätte geahndet werden müssen? Egal, Gerlach trat zum Freistoß an, kurzes Tohuwabohu im FCO-Strafraum, Kopfball Vandreike, Ballberührung Heckeroth und Abwehrchef Gottwald war es letztendlich, der den Ball aus dem Gewühl heraus über die Linie brachte. Bis zum Schluss kamen die Gastgeber zu keiner Tormöglichkeit mehr, da wir auch clever verteidigt hatten, u. a. wechselte sich Trainer Thomas Pfannkuch aus taktischen Gründen in der 91. Minute selbst ein. Nach 95 Spielminuten pfiff der Unparteiische dann endlich ab und der 2:3-Auswärtssieg war perfekt.


Fazit

Wir hatten zwar die erste Torchance in diesem Duell, jedoch bestimmten die spielstarken Gastgeber vorerst die Partie und waren uns optisch ein wenig überlegen. Aber nicht die Oberlausitzer, sondern unsere Oberligakicker sorgten für die extrem wichtige 0:2-Halbzeitführung. Als dann nach der Pause der Ausgleich gefallen war, gestaltete sich der Spielverlauf relativ offen, jedoch war es unsere Mannschaft, die die Initiative übernommen hatte und massiv auf den Sieg drängte. Außerdem wurde uns in der zweiten Halbzeit noch ein klarer Elfmeter verwehrt. Entsprechend ging der Auswärtssieg beim FC Oberlausitz schon in Ordnung, auch wenn sich der Tabellenletzte "teuer verkauft" hatte.

Auf den Punkt gebracht: "Drei Punkte, Mund abputzen und nach vorne schauen". So war der allgemeine Tenor nach dem Spiel. Auch wenn in dieser Begegnung das Glück manchmal auf unserer Seite stand, waren die erstmals gewonnenen Punkte in Neugersdorf keineswegs unverdient zustande gekommen, zumal wir ohne drei Stammspieler (Banser, Thiele, Stefke) und nur mit einem Rumpfaufgebot angetreten waren. Auf jeden Fall war es, aufgrund des Spielverlaufs, ein Sieg für die Moral unserer Elf.

Mit diesem Dreier haben wir mittlerweile 44 Punkte eingefahren und einen der "Großen" der Liga, den FC Sachsen Leipzig, in der Tabelle überholt. Somit stehen wir mit einem Punkt Rückstand hinter Halle auf Platz 4, haben bisher aber auch eine Partie weniger als der HFC ausgetragen. Demzufolge ist der dritte Rang noch in Sichtweite. Und am Saisonende einen der ersten drei oder auch vier Plätze zu belegen, wäre ja wohl das allergrößte, was der VfB Germania Halberstadt jemals erreicht hätte. Vielleicht können wir ja auch in Erfurt punkten, zumal dann drei Heimspiele (Halle, Pößneck, Meuselwitz) in Folge anstehen.


Stimmen

Trainer Havel (Oberlausitz):
"Heute hat die bessere Mannschaft verloren. Nach unseren Riesenchancen hätten wir 2:0 führen müssen. Stattdessen gehen wir mit einem 0:2 in die Kabine. Aber wir haben große Moral gezeigt. Beim 2:3 haben wir uns taktisch unklug verhalten. Trotzdem: Wenn meine Mannschaft in den nächsten Spielen weiter so spielt, werden wir noch einige Punkte holen. Unsere heutige Leistung macht Mut."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Ich finde nicht, dass Neugersdorf besser war. Natürlich hatten wir etwas Glück, aber der Sieg ist nicht unverdient. Schließlich hätten wir auch einen Elfmeter bekommen müssen. Als ich mich in der Schlussphase eingewechselt habe, war das nur, um etwas Zeit zu schinden. In den Füßen kribbelt es nicht mehr."



 

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