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14.08.2005   VfB Germania Halberstadt - SV 1919 Grimma   2 : 0 (1:0)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Heckeroth (ab 68. Alex Kopp), Lorenz, Gottwald, Pölzing – Vandreike – Gerlach, Stefke – Schlitte, Banser, Binsker (ab 87. Reitzig)
SV 1919 Grimma: Lippmann – Zaulich, Saalbach, Wohllebe – Großmann (ab 63. Behring), Hoffmann (ab 24. Knoof), Haufe, Mähne (ab 81. Schober) – Liebich – Richter, Gasch
Schiedsrichter: Renè Hammer (Ranis)
Tore: 1:0 Binsker (12.), 2:0 Reitzig (89.)
Torchancen: 8:2 (5:1)
Torschüsse: 15:5 (8:2)
Ecken: 6:4 (4:2)
Gelbe Karten: Gottwald (77.), Kischel (82.), Stefke (90.) - Gasch (47.), Knoof (60.), Zaulich (71.), Saalbach (82.)
Platzverweise: Gasch (Gelb-Rot, 67.)
Zuschauer: 747 (ca. 25 Grimma-Fans)
Äußere Bedingungen: Dauerregen mit wechselnder Stärke, dadurch sehr rutschiger Rasen, um die 16 Grad!

Zum Spiel

Im ersten Spiel vor heimischem Publikum empfingen wir am Sonntagnachmittag den SV 1919 Grimma um Trainer Achim Steffens. Diese unbequeme Mannschaft hatte uns die letzte Heimniederlage, vom Mai 2005, beigebracht und dementsprechend waren wir vorgewarnt. Bei uns fehlte überraschend Nils Thiele, der angeschlagen nur auf der Bank saß. Ansonsten lief die Mannschaft vom 4:0 Auswärtssieg in Völpke auf. Nur bei der Taktik gab es eine kleine Änderung; René Heckeroth sollte dieses Mal etwas weiter vorne agieren und mit Vandreike das defensive Mittelfeld bilden. Dies konnte er nur selten ausführen, weil er häufig dem jungen Gabriel Lorenz in der Abwehr helfen musste.

Pünktlich zu Spielbeginn wurde der Regen stärker. Unserem Angriffsspiel machte dies vorerst nichts aus, denn bereits nach 30 Sekunden köpfte Binsker eine gute Heckeroth-Flanke einen Meter übers Tor. Eine Minute später hatten wir sogar schon die Führung auf dem Fuß, als Banser mit einem überragenden Sprint einen Gästepass erläuft und auf Schlitte ablegt, aber dessen Torschuss konnte Lippmann abwehren. Dann hatte Banser wieder eine sehr gute Torchance, nachdem wir herrlichen Angriffsfußball über Binsker, Gerlach und Stefke gezeigt hatten, aber Banser knallte den Ball nach Stefke-Flanke per Direktabnahme übers Tor (4.). Da hatte Lippmann Glück gehabt! Auch vier Minuten später vergab abermals Banser das 1:0, als er nach Stefke-Pass wieder sehr knapp neben das Tor schoss (8.). Erst Binsker erlöste uns mit dem Knaller zum 1:0 (12.). Gerlach hatte sich energisch durchgesetzt und legte auf Binsker zurück, der direkt und unmittelbar aus 19 Metern abzog und den Ball so ins Tor, zur bis dahin verdienten Führung, knallte. Danach hatte wiederholt Banser Pech, als sein guter Torschuss das Gästegehäuse nur knapp verfehlte (16.).

In der 32. Minute gaben die Muldestädter ihren ersten Schuss aufs Kischel-Gehäuse ab, vorher war Grimma doch recht harmlos geblieben. Wir hatten uns bis dahin auf der 1:0 Führung ausgeruht und agierten nicht mehr so zwingend. Nur in der 38. Minute tauchten wir noch mal gefährlich vor Lippmann auf, aber erneut Banser, nach Binsker-Pass, agierte beim Torschuss zu unkonzentriert. Kurz vor dem Pausenpfiff hätten die Gäste fast noch den Ausgleich erzielt (einzige Chance der ersten Halbzeit), weil wir anscheinend schon mit den Gedanken in der Kabine waren und nicht mehr energisch genug verteidigten und Liebich so zu einer sehr guten Möglichkeit kam.

2. Halbzeit: Ohne Wechsel auf beiden Seiten ging es vorerst weiter. Gasch holte sich dann völlig unnötig die gelbe Karte, weil er Gerlach am schnellen Ausführen eines Freistoßes behindert hatte (47.). Wir taten uns beim Offensivspiel jetzt ziemlich schwer, da die Gäste auch viel früher störten und uns so zu Fehlern zwangen. Stefke fiel dann nach einem Pressschlag im Strafraum, aber der ansonsten schwache Schiri ließ regelkonform weiterlaufen (58.). Erst nach einer Stunde Spielzeit hatten wir wieder eine gute Möglichkeit zur Resultatsverbesserung, Stefke hatte clever auf Gerlach gepasst, der den Ball im Fallen nicht richtig traf und somit Lippmann kaum Probleme bereitete (60.). In derselben Minute holte sich Knoof nach rüdem Foul an Vandreike die gelbe Karte. Beim folgenden Konter über Banser und Gerlach, der auf Vandreike zurückgelegt hatte, verzog der Neuzugang aus Gifhorn, indem er den Ball knapp übers Tor schoss (61.).

Dann gab es wieder einen schnellen Angriff über Heckeroth und Schlitte, aber an dessen Pass in den Strafraum kam Gerlach nicht richtig heran (63.). Vier Minuten später kam es zu einer unrühmlichen Szene, als Gasch wegen Nachtretens (Lorenz getroffen) mit Gelb-Rot vom Platz flog (67.)! Jetzt wurde es auf dem Platz immer ruppiger! Wer dachte, dass wir in der restlichen Spielzeit die nominelle Überzahl ausspielen würden, sah sich vorerst getäuscht. Erstmal ging es mit vielen Fouls und harten Zweikämpfen weiter. Banser wurde umgerissen und der mittlerweile überforderte Schiedsrichter ließ weiter spielen! Danach foulte Zaulich Gottwald rüde, dies wurde zu Recht mit Gelb bestraft (71.). Fußball wurde kaum noch gespielt. Nach 74 (!) Minuten kam Grimma zur zweiten und letzten Torchance des gesamten Spiels, als Wohllebe einen Freistoss auf unser Tor knallte, aber Kischel war auf dem Posten und parierte den gefährlichen und harten Schuss mit einer Faust!

Nach einer Gästeecke kam es zu einem Gerangel zwischen besagtem Kischel und Saalbach (82.). Hier hatte unser Keeper Glück, dass er nach leichtem Kopfstoß nur die gelbe Karte sah und nicht mehr, aber auch Saalbach bekam für sein vorheriges Foul an Kischel eine Verwarnung, auf die eigentlich zwei Minuten später die zweite Karte hätte folgen müssen, nachdem er wiederholt rüde gefoult hatte. Der inkonsequente Unparteiische beließ es kurioser Weise bei einer letzten Ermahnung für Saalbach. In der Folge nahm Vandreike ein Stefke-Ecke direkt ab und Grimma verhinderte mit vereinten Kräften unser zweites Tor (85.). Friedrich „Fritze“ Reitzig machte es dann, kurz nach seiner Einwechslung, besser und erzielte das wichtige 2:0 (89.). Gerlach hatte vorher einen klasse Konter eingeleitet und auf Banser gepasst, der alleine auf Lippmann zulief und im letzten Moment doch auf den freien Mitspieler uneigennützig ablegte, so dass Reitzig nur noch ins leere Tor einschieben brauchte. Grimma wollte dann kurz vor Schluss noch einen Foulelfmeter schinden, aber der Schiri pfiff überraschend super pünktlich ab!


Fazit

Das erste Heimspiel der neuen Saison begann verheißungsvoll. In den ersten 15-20 Minuten erspielten wir uns viele gute Torchancen und bestimmten die Partie eindeutig. Mit einigen herrlichen Spielzügen drängten wir den Gegner weit in die Defensive. Nach dieser guten Anfangsphase verloren wir etwas den Faden und ließen Grimma mehr und mehr ins Spiel kommen. In der zweiten Halbzeit war es sogar eine ausgeglichene Partie, auch wenn sich Grimma kaum gute Tormöglichkeiten erarbeiten konnte. Am Ende gab es das große Zittern auf unserer Seite, erst Joker Reitzig machte kurz vor Schluss den, aufgrund der vielen guten Torchancen, verdienten Sieg klar!

Unsere Fans ließen sich von dem schlechten Wetter nicht beeinflussen und feuerten unsere Mannschaft, trotz Abwesenheit des etatmäßigen Vorsängers Tom (krank), die ganze Partie lautstark an und lieferten erneut eine gute Vorstellung ab!

Mit diesem Sieg gegen die unbequeme Mannschaft aus Grimma verteidigten wir die Tabellenführung der Oberliga Süd vor den punktgleichen Teams aus Magdeburg, Halle und Leipzig. Am kommenden Freitag kommt es damit zum Spitzenspiel des dritten Oberliga-Spieltages, Hallescher FC gegen VfB Germania Halberstadt, ab 19.00 Uhr unter Flutlicht im Kurt-Wabbel-Stadion. Augenzeuge der Grimma-Partie, HFC-Trainer René Müller wird sich wohl seine Notizen gemacht haben, um gut vorbereitet in die nächste Partie gegen den derzeitigen Spitzenreiter zu gehen.


Stimmen

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Anders als zuletzt in Völpke sind wir diesmal sofort ins Spiel gekommen. Es hätte ein guter Nachmittag werden können, wir hätten uns nur mit Toren belohnen müssen! Nach dem Führungstor haben wir allerdings den Faden verloren und uns das Spiel von Grimma regelrecht aufdrängen lassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir immer mehr Angst vor einem Gegentor und haben deshalb nicht mehr konsequent nachgesetzt. Unterm Strich glaube ich aber, dass das 2:0 dennoch verdient ist."

Trainer Steffens (Grimma):
"Die ersten 15 Minuten haben wir vergrunzt. Dann sind wir einem Tor gegen eine Mannschaft, die das erste Spiel 4:0 gewonnen hat und vor Selbstbewusstsein nur so strotzte, hinterhergelaufen. In der zweiten Hälfte haben wir uns durch die gelb-rote Karte selbst geschwächt. Grundsätzlich darf man ein Spiel aber nicht so beginnen, die Niederlage ist ärgerlich."



 

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