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05.04.2006   SV 1919 Grimma - VfB Germania Halberstadt   2 : 6 (2:3)
SV 1919 Grimma: Evers – Saalbach, Wohllebe, Hoffmann – Partsch (ab 58. M. Werner), Zaulich, Großmann, Richter – Kunert – Gasch, Haufe
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Stosch, Thiele, Pölzing, Heckeroth – Vandreike – Alex Kopp (ab 86. T. Werner), Stefke (ab 82. Gerlach) – Reitzig (ab 85. Cunaeus), Banser, Binsker
Schiedsrichter: Stefan Weber (Eisenach)
Tore: 0:1 Stefke (3.), 0:2 Banser (8.), 0:3 Banser (10.), 1:3 Haufe (34.), 2:3 Saalbach (43.), 2:4 Banser (60.), 2:5 Reitzig (63.), 2:6 Stefke (81.)
Torchancen: 9:13 (6:4)
Torschüsse: 17:18 (9:5)
Ecken: 7:2 (5:1)
Gelbe Karten: Alex Kopp (19.) – Großmann (13.), Zaulich (19.), Partsch (23.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 160 (ca. 25 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: sehr gut bespielbarer, aber kleiner Kunstrasenplatz, kühles Fußballwetter, um die 5 Grad.

Zum Spiel

Mit 15 einigermaßen gesunden Akteuren traten wir zur Nachholpartie (17. Spieltag) beim krisengeschüttelten SV 1919 Grimma an. Gespielt wurde unter Flutlicht im Jahn-Stadion, auf einem herrlichen Kunstrasenplatz. Verzichten musste Coach Thomas Pfannkuch erneut auf Randy Gottwald, der trotz langer Pause immer noch nicht fit ist. Im Gegensatz dazu biss Sebastian Kischel auf die Zähne und lief ungeachtet seiner Fußverletzung auf. Auch Kapitän Enrico Gerlach (Zerrung) stellte sich in den Dienst der Mannschaft, war aber eigentlich nur für den Notfall vorgesehen. Gabriel Lorenz (Fieber) und Steffen Wiekert (Arbeit) blieben gleich ganz in Halberstadt. So füllten René Cunaeus, Tassilo Werner, André Helmstedt (als Feldspieler mit Nr. 9) und Ersatzkeeper Daniel Löffke den Kader auf.

Achim Steffens, nach zweiwöchiger Pause wieder auf der Trainerbank von Grimma, hatte auch mit großen Personalproblemen zu kämpfen und mit Ex-Kapitän Mirko Liebich (Verein verlassen), André Schober, Stefan Knoof, Thomas Mähne, Sven Johne, Sebastian Hemme und Thomas Massmer fehlten ihm sieben Spieler, Stammkeeper Daniel Lippmann saß nur auf der Ersatzbank, dafür Jan Evers wieder im Tor. Unter den Zuschauern befand sich auch Plauen-Coach Tino Vogel, um kommende Gegner zu beobachten.

1. Halbzeit: Auf dem kleinen, aber sehr guten Kunstrasenplatz ging es sofort zur richtig Sache. Christian Haufe gab den ersten Torschuss ab, bereitete Kischel damit jedoch keine Probleme (1.). Im Gegenzug hatte Fait Banser schon die Führung auf dem Fuß, übersah aber den freistehenden Nebenmann Friedrich Reitzig. Dann aber, wie zuletzt gegen Eilenburg, nach 130 Sekunden Spielzeit die 0:1-Führung (3.). Ladislav Stefke hatte einen Freistoß (nach Foul) lehrbuchreif ins untere rechte Toreck geschlenzt. Und wieder Haufe, der aus 16m abgezogen hatte, aber Kischel blieb aufmerksam (5.). Kurz darauf das überraschende 0:2 (8.), Einwurf René Heckeroth, Hackentrick Stefke, Ball zu Felix Binsker, der sofort aus 18m abzog, jedoch "nur"das Lattenkreuz traf. Mittelstürmer Banser staubte dann aus acht Metern mit dem Fuß ab. Fast im Gegenzug verhinderte Kischel mit einer Glanzparade den Anschlusstreffer, nachdem Markus Richter geflankt und Sebastian Gasch geköpft hatte (9.). Was folgte, war das 0:3 (10.). Grimma’s Abwehrchef Daniel Wohllebe verlor den Ball vor dem eigenen Strafraum, genialer Pass von Alex Kopp auf Banser, der abgezockt aus ca. 10m zum zweiten Mal trifft. Eine Vorentscheidung? Leider nein!

Nach kurzem Schock rappelten sich die Gastgeber wieder auf und bei einem verdeckten Torschuss von Richter hatte Kischel Glück, dass er goldrichtig stand (15.). Der erfahrene Ragnar Zaulich (33) fiel dann erstmals negativ auf, als er sich ein Revanchefoul an Kopp leistete, jeweils Gelb (19.). Grimma drückte weiterhin aufs Tempo und gab sich noch lange nicht geschlagen. So hatte Gasch die nächste Hundertprozentige auf dem Fuß, scheiterte jedoch aus Nahdistanz am hervorragenden Kischel (32.). Dann aber doch ein Treffer der Muldentaler. Der agile Haufe nutzte eine Faustabwehr Kischels von der Strafraumgrenze zum direkten Torschuss und traf ins verwaiste Gehäuse (34.). Vorher hatte das Schiedsrichtergespann allerdings eine klare Abseitsstellung übersehen. Eine Minute später unsere einzige Torchance nach den starken "Anfangs-Zehn-Minuten". Ingo Vandreike vergab dieses Möglichkeit nach einem Konter über Kopp und herrlichem Stefke-Solo (muss selber abschließen). Und wieder Grimma, Partsch konnte Kischel aber nicht bezwingen (38.). Kurz vor dem Pausentee dann doch der Anschlusstreffer zum 2:3 (43.). Haufe hebelte mit einem Klassepass unsere Abseitsfalle aus und Marcus Saalbach ließ Kischel keine Chance. Zu unserem Glück retteten wir den nur noch minimalen Vorsprung in die zweite Hälfte...

2. Halbzeit: Nach acht Minuten standen beide Teams wieder auf dem Platz, das Schiri-Gespann kam aber erst fünf Minuten danach. Egal, weiter ging es mit ansehnlichem Offensivfußball. Reitzig hatte geflankt und Banser schoss Grimma-Keeper Evers an und scheiterte auch im zweiten Versuch, knapp daneben (48.). Im direkten Gegenangriff hätte Richter eigentlich den Ausgleich machen müssen, verzog aber nach gutem Pass von René Großmann um Zentimeter, Glück für uns (49.). Nach zehn Minuten ohne große Strafraumszenen sorgte Banser mit seinem dritten Tor zum 2:4 für eine Vorentscheidung (60.). Heckeroth hatte auf Stefke gepasst, Flanke an den Fünfmeterraum, Binsker und sein Gegenspieler Wohllebe kamen nicht an den Ball, aber Goalgetter Banser stand am langen Pfosten und verwandelte eiskalt. Wir setzten aber noch einen drauf. Banser glänzte in der Folge mit einem Weltklasse-Anspiel auf Reitzig, der sich nicht zweimal bitten ließ, Evers noch austanzte und mit dem 2:5 für den endgültigen KO des Gastgebers sorgte (63.).

Jetzt deutete sich ein Debakel für Grimma an, da sich die Steffens-Schützlinge aufgegeben hatten und wir weiterhin Offensivfußball zelebrierten. So legte Stefke für Vandreike auf, der aber aus acht Metern weit übers Tor schoss (65.). In der 70. Minute eine Traumkombination über Stefke und Kopp, der mit einem überragenden Pass Reitzig frei gespielt hatte, aber es blieb vorerst beim 2:5, da Evers parieren konnte. Gasch traf dann aus einem Meter (!) unser Tor nicht, sonst hätte es schon wieder geklingelt (75.). Kopp spielte sich jetzt in einen Rausch und glänzte erneut mit einem mustergültigen Anspiel auf Stefke, der aber kläglich am guten Evers scheiterte. Auch den Abpraller konnte Banser nicht im Tor unterbringen (75.). Und noch mal ein Traumpass von Kopp, nur diesmal machte es Stefke besser, indem er Evers umkurvte und aus spitzem Winkel zum 2:6 einnetzte (81.). Das war’s dann wohl. Nur der eingewechselte Enrico Gerlach wollte kurz vor dem Abpfiff noch ein Zaubertor erzielen, schoss aber am Dreiangel knapp vorbei. Das wäre auch zu viel des Guten gewesen, 2:6 reichte völlig aus...


Fazit

Alle Zuschauer hatten in Grimma auf dem kleinen Kunstrasenplatz eine abwechslungsreiche Oberliga-Begegnung gesehen. Aufgrund nachlässiger Abwehrreihen gab es duzende Strafraumszenen. Nachdem wir sensationell gestartet waren, hatten wir nach der 3:0-Führung aufgehört Fußball zu spielen und erstarten vor einem immer stärker werden Gegner manchmal in Ehrfurcht. Wir ließen uns in dieser Phase regelrecht "die Butter vom Brot nehmen". Grimma war eigentlich nach zehn Minuten schon "mausetot", aber unsere eigene Verunsicherung und die unzureichende Defensivarbeit holten die Gastgeber in die Partie zurück. Keeper Kischel sorgte jedoch dafür, dass es in der ersten Halbzeit bei zwei Gegentreffern blieb.

In der zweiten Halbzeit spielten wir den Gegner jedoch geradezu an die Wand. Es wurde teilweise Offensivfußball zelebriert und Grimma hatte Glück, dass es am Ende nicht zweistellig geworden ist, da wir es auch beim "Zaubern" manchmal übertrieben hatten. Aber solche Kunststücke wollen die Fans sehen und da sei es verziehen, wenn nicht jede Traumkombination von Erfolg gekrönt ist. Aufgrund der verteilten Torchancen fiel der Sieg aber auch vielleicht etwas zu hoch aus, denn ganz so schlecht, wie das Ergebnis es vermuten lässt, war Grimma nicht. Wir agierten bei der Chancenverwertung einfach abgezockter und cleverer. Dieser Auswärtssieg lässt auf jeden Fall auf mehr hoffen, zumal wir ohne zwei Stammspieler (Gerlach, Gottwald) angetreten waren. Allein die sechs erzielten Tore entschädigten für die vielleicht nicht ganz so guten Spiele der letzten Wochen.br>

Stimmen

Trainer Steffens (Grimma):
"Wir waren nach dem schnellen 0:3 am Ausgleich dran. Hätten ihn eigentlich machen müssen. Insgesamt haben wir die Gegentore zu billig kassiert. Da waren aber auch Spieler auf dem Platz, die in der Bezirksklasse spielen sollen. Am meistens tut es mir leid für Torhüter Evers."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Meine Mannschaft hat verdient gewonnen, obwohl wie auch einige Hänger im Spiel hatten. Unsere Abwehr war zu nachlässig, dafür überzeugte unsere Offensive. Insgesamt fiel der Sieg ein, zwei Tore zu hoch aus."



 

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