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28.05.2006   FC Sachsen Leipzig – VfB Germania Halberstadt   1 : 0 (0:0)
FC Sachsen Leipzig: Burmeister – Wejsfelt (ab 54. Köckeritz), Kittler, Baum – Werner – Garbuschewski, Watzka, Soltau – Boltze, Breitkopf (ab 71. Frauenholz / ab 75. Fischer), Semmer
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Lorenz, Gottwald, Wiekert, Heckeroth – Vandreike – Alex Kopp, Gerlach, Günther (ab 81. Schulze) – Binsker, Stefke
Schiedsrichter: Matthias Lämmchen (Meuselwitz)
Tore: 1:0 Semmer (86.)
Torchancen: 7:7 (4:4)
Torschüsse: 13:11 (8:6)
Ecken: 3:5 (1:4)
Gelbe Karten: Wiekert (42.) – Semmer (64.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 1.538 (inkl. 17 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: sehr gut bespielbarer Rasen, bewölkt, manchmal sonnig, sehr windig, um die 15 Grad.

Zum Spiel

Zum letzten Ligaspiel der Saison 2005/06 ging es am Sonntagnachmittag zum FC Sachsen Leipzig. Aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft wurde im altehrwürdigen "Alfred-Kunze-Sportpark" gespielt. Trainer Thomas Pfannkuch überraschte bei unserer Aufstellung. So gab er A-Junior Mathias Günther (18) eine Bewährungschance von Beginn an und Gabriel Lorenz stand ebenfalls in der Startelf. Auf unserer Ersatzbank nahmen mit Benjamin Bujak und Mathias Schulze zwei weitere Nachwuchsakteure Platz. Bis auf die erkrankten Nils Pölzing und Tassilo Werner war jedoch die komplette Mannschaft mit vor Ort. Sachsen-Coach "Hansi" Leitzke schonte seinen Abwehrstar Adebowale Ogungbure und brachte dafür mit Tino Semmer einen dritten Angreifer. Vor dem Anpfiff wurden diverse Spieler des Gastgebers verabschiedet, Robert Ratkowski, Mats Wejsfelt, Benjamin Fraunholz und Keeper Jan Burmeister, der diesmal für René Twardzik das Tor hütete und zu einem letzten Einsatz kam.

1. Halbzeit: Bereits nach fünf Minuten unsere erste gute Chance. Nach einem Einwurf von Kapitän Enrico Gerlach kam der Ball zu Ladislav Stefke, der unmittelbar von der linken Strafraumgrenze abgezogen hatte, jedoch das Tor knapp verfehlte. Danach ein Konter über den heute sehr agilen Randy Gottwald, aber hier fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss (7.). Kurz darauf gefiel Gerlach mit einem starken Pass auf Alex Kopp und dessen gut getimte Flanke verpasste Stefke nur um Haaresbreite (Wejsfelt hatte entscheidend gestört), Glück für die Leutzscher (9.). Dann lag der Ball das erste Mal in unserem Netz, Nico Breitkopf hatte nach einer Semmer-Flanke getroffen, aber das war ganz klar Abseits (12.). Vier Minuten später schoss Benjamin Boltze mal aufs Tor und Torwart Sebastian Kischel musste nachfassen, hatte den Ball im zweiten Versuch jedoch sicher. Erst nach 24 Spielminuten die erste gute Möglichkeit der Gastgeber, Ronny Garbuschewski hatte gepasst und Boltze zog aus sieben Metern ab, aber knapp daneben. Danach setzte sich Max Watzka am Strafraum gekonnt gegen drei Abwehrspieler durch, konnte jedoch Kischel aus 14 Metern nicht überwinden (27.).

Lorenz war daraufhin nicht in der Lage, eine Soltau-Flanke zu unterbinden, aber der folgende Torschuss von Semmer blieb zum Glück zu ungenau (30.). Bei einem Konter glänzte danach Gerlach erneut mit einem langen Ball auf Felix Binsker, der sich gekonnt auf Linksaußen durchgesetzt hatte, jedoch war Ingo Vandreike von dessen Flanke anscheinend so überrascht, dass er den Ball aus zwei Metern Torentfernung nicht im Gehäuse unterbringen konnte bzw. blieb sein Kopfball für Burmeister ungefährlich (31.). Kurz darauf ein Klasse-Pass von Vandreike auf Binsker, der völlig frei vor Burmeister auftauchte, aber angeblich Abseits (35.). Das war äußerst knapp gewesen. In der 38. Minute hatte dann Garbuschewski maßgenau auf Breitkopf geflankt, jedoch ging dessen Kopfball um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Ebenso köpfte Richard Baum nach einer Garbuschewski-Ecke über die Latte (44.). Die beste Möglichkeit der ersten Hälfte hatte abermals Stefke, der ein mustergültiges Anspiel von René Heckeroth (jetzt im linken Mittelfeld und Günther dahinter) nicht unter Kontrolle bringen konnte und aus einem Meter das Tor verfehlte (44.). Dann war erstmal Pause.

2. Halbzeit: Kischel musste sofort "Kopf und Kragen riskieren" und klärte mit letztem Einsatz vor dem heranstürmenden Breitkopf, indem er den Ball wegfaustete (50.). Dann glänzten Stefke und Gerlach mit herrlichem Doppelpassspiel, und Stefke tauchte am rechten Fünfmeterraumeck völlig allein vor Burmeister auf, schoss den aufmerksamen Keeper jedoch mit seinem schwachen rechten Fuß an und vergab diese Riesen-Möglichkeit relativ kläglich (56.). Eine Minute später entschied Schiedsrichter Matthias Lämmchen aus Meuselwitz, nach angeblichem Foul von Gottwald, auf Freistoß. Garbuschewski trat an und Watzka schoss in der Folge aus zwei Metern daneben, aber zuvor hatte erneut eine Abseitsstellung vorgelegen. Breitkopf war es dann, der Kischel mit einem Torschuss aus 15 Metern zu einer Glanzparade herausforderte und beim folgenden Nachschuss stand ein Leipziger zum wiederholten Mal im Abseits (68.). Kurz darauf lösten wir uns sehr schnell über "Jungspund" Günther und Vandreike aus der Abwehr, Gerlach spielte auf Kopp, der von Rechtsaußen auf Stefke gepasst hatte, aber Stefke konnte Burmeister aus Nahdistanz abermals nicht überwinden (70.). Das war zum "Haare raufen"!

Und noch mal Stefke, dessen Flanke zu einem Torschuss mutierte und Baum war es, der diesen gefährlichen Ball im letzten Moment vor dem einschussbereiten Binsker von der Torlinie schlagen musste (79.). In der gleichen Minute ein gefährlicher Freistoß der Gastgeber und nach großem Tohuwabohu im eigenen Strafraum begrub dann Kischel den Ball unter sich und klärte somit diese für uns sehr heikle Situation. Kurz darauf kam A-Junior Mathias Schulze neu in die Partie, Günther ging ausgepowert vom Platz und hatte sich, nach einer bravourösen Leistung, den folgenden Applaus der kompletten Mannschaft redlich verdient (81.). Heckeroth agierte jetzt wieder als Verteidiger, Mathias Schulze davor. Dann ein gefährlicher Konter über Gerlach, der den Ball angesichts einer 4-2-Überzahl aber leider verstolpert hatte, schade (82.). Und wieder einmal bewahrheite sich eine Fußballweisheit, "wer vorne die Tore nicht macht, bekommt sie hinten rein". Wir waren im Ballbesitz, schlugen den Ball aber nicht richtig aus der eigenen Hälfte heraus (erst Gottwald, dann Vandreike) und so kam das Leder auch noch unglücklich (Lorenz angeschossen) zu Boltze, der locker an den Fünfmeterraum passen konnte und Semmer traf ohne große Mühe aus Nahdistanz (86.). Das war’s dann.


Fazit

Mit einer "saustarken" Leistung, vor allem mit einer perfekt funktionierenden Abseitsfalle, in die die Leutzscher bestimmt ein Dutzend Mal hinein tappten, haben sich unsere Oberligakicker von der Saison 2005/06 verabschiedet. Dass am Ende keine Punkteteilung heraussprang oder gar ein Auswärtssieg gelang, lag zu großen Teilen an unserer mangelnden Chancenverwertung und kleinen Unkonzentriertheiten zum Ende der Partie.

Und wenn man bedenkt, dass mit Nils Thiele, Nils Pölzing und Fait Banser gleich drei Stammspieler in Leipzig gefehlt haben und mit Mathias Günther ein A-Jugend-Spieler in der Startelf stand, konnte man trotz der unglücklichen Niederlage sehr zufrieden nach Hause fahren. Leipzig hatte zwar auch gute Möglichkeiten für den einen oder anderen Treffer, aber ein Germania-Sieg mit zwei Toren Differenz lag auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Dies hätte dann Platz vier im Abschluss-Klassement bedeutet, aber ob nun Rang vier oder sechs, spielt im Prinzip keine Rolle mehr.


Stimmen

Trainer Leitzke (Leipzig):
"Das war ein gutes Spiel meiner Mannschaft. In der zweiten Halbzeit hatten wir bei den Halberstädter Kontern etwas Glück. Der Sieg war noch mal wichtig für das junge Team. Ich hoffe, dass wir nächste Saison mit den Verstärkungen richtig angreifen können."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Für ein letztes Saisonspiel, in dem es eigentlich um nichts mehr ging, war es ganz gut. Wir können mit unserem Spiel zufrieden sein, mit der Niederlage aber natürlich nicht. Wir hätten unsere Chancen konsequenter nutzen müssen. Trotzdem bin ich stolz auf diese Saison."



 

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