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04.09.2005   VfB Germania Halberstadt - VFC Plauen   1 : 1 (0:1)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Heckeroth, Thiele, Gottwald, Pölzing (ab 70. Alex Kopp) – Vandreike – Gerlach, Stefke (ab 84. Cunaeus) – Schlitte, Banser, Binsker (ab 77. Reitzig)
VFC Plauen: Golle – Pietsch, Dashi, Noll, Gillert (ab 72. Fahrenholz) – Hölzel, Stiefel (ab 76. Schuch), Pannach – Zapyshnyi – Böhme (ab 88. Weigl), Reimann
Schiedsrichter: Stefan Weber (Eisenach)
Tore: 0:1 Böhme (43.), 1:1 Schlitte (80.)
Torchancen: 8:6 (3:3)
Torschüsse: 15:11 (5:6)
Ecken: 3:5 (1:5)
Gelbe Karten: Gottwald (41.), Schlitte (62.) – Stiefel (39.), Hölzel (54.), Noll (86.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 1.216 (ca. 90 Plauen-Fans)
Äußere Bedingungen: herrliches Fußballwetter, 27 Grad, keine Wolken am Himmel, gut bespielbarer Rasen!

Zum Spiel

Am Sonntagnachmittag hatten wir die Vogtländer aus Plauen im Friedensstadion zu Gast, gegen die wir bisher in vier Oberligaspielen sieglos blieben. Unsere Mannschaft war also vorgewarnt, so leicht wie gegen Grimma beim letzten Heimspiel sollte es nicht werden. Wie erwartet, lief bei uns die Stammelf, inkl. des zuletzt angeschlagenen Nils Thiele, auf. Bei Plauen fehlten u. a. Petr Grund und Catalin Popa wegen Verletzung und so kam Blitzeinkauf Sascha Gillert (vom Chemnitzer FC unter der Woche verpflichtet) gleich zu einem Einsatz in der Anfangsformation vom VFC.

Die Gäste legten los wie die Feuerwehr und konnten schon nach vier Minuten den ersten Lattentreffer verbuchen. Nach einer Ecke von Stiefel war Gottwald kurzzeitig orientierungslos und Dashi nutzte eine Unaufmerksamkeit unserer Abwehr und knallte den Ball aus knapp fünf Metern ans Gehäuse! Wir hatten nach acht Minuten unsere erste gute Möglichkeit, als Gottwald einen Freistoss aus der eigenen Hälfte in Richtung Strafraum schlug, Binsker mit Gerlach Doppelpass spielte und auf Banser flankte, aber dessen Kopfball leider zu harmlos blieb und Golle keine Probleme bereitete. Dann kam die wichtige 12. Minute, in der wir in den bisherigen drei Oberligapartien immer das Führungstor geschossen hatten. Diesmal geschah nichts. Erst nach 22 Minuten passierte wieder etwas Erwähnenswertes, da Vandreike aufs Tor schoss, aber Golle war aufmerksam.

Danach „glänzte“ Dashi mit einer doppelten Kerze und sorgte für allgemeine Erheiterung und Belustigung (25.). Bei einer VFC-Ecke hatten wir Glück, dass der gute Ball von Stiefel durch „Freund und Feind“ flog (29.). Folgend gab es eine Verletzungsunterbrechung, weil Dashi (Platzwunde) nach Zusammenprall mit Binsker behandelt werden musste (30.). Drei Minuten später misslingt Pölzing ein Pass und wir laufen in einen Plauener Konter, aber Kischel war auf dem Posten (33.). Kurz darauf passte Gerlach auf Vandreike, der einen Gegenspieler umspielte und aus 17 Metern abzog, aber der Torschuss blieb leider ungefährlich (34.)! Beim nächsten Angriff kam Banser unverhofft zu einer Torchance, nachdem Gottwald aus dem Mittelkreis in den Strafraum geflankt hatte und Noll zu zögerlich agierte, aber Banser verzog aus fünf Metern! Schade!

Dann setzte sich Schlitte, erst gekonnt (Hackentrick) und sodann energisch durch, aber seine gefährliche Flanke entschärfte erneut Golle (38.). Kurz vor der Halbzeitpause fiel dann das überraschende 0:1 durch Böhme (43.). Ausgangspunkt war ein Ballverlust von Schlitte an der Mittellinie; wir ließen Plauen kombinieren und auch Böhme viel zuviel Platz, der dann mittels Sonntagsschuss aus 21 Metern die Führung erzielen konnte. Hier hatte Pölzing nicht frühzeitig gestört. Das Tor war ärgerlich und vermeidbar zugleich gewesen! Mit dem unnötigen, aber nicht unverdienten Rückstand ging es in die Kabine.

2. Halbzeit: Die erste Aktion hatte Plauen. Nach Flanke von Zapyshnyi verlor Vandreike vor dem eigenen Strafraum völlig unnötig den Ball, aber Kischel konnte die Bogenlampe von Hölzel problemlos herunterpflücken (47.). Folgend hatte Stefke den Ausgleich auf dem Fuß (50.). Schlitte glänzte vorher mit einem herrlichen Pass auf den dann freien Neuzugang aus Dessau, aber Stefke wollte aus sechs Metern Torentfernung, völlig freistehend vor Golle noch mal auf den gedeckten Binsker ablegen. Hier hätte er das Tor selber erzielen können und auch müssen!

Jetzt wurde es turbulent. Vandreike schickte Schlitte mit einem Klasse-Pass in den freien Raum und Schlitte legte auf Banser ab, der abermals verzog. Das war aber egal, weil das Schiedsrichtergespann sowieso auf Abseits entschieden hatte (55.)! Zwei Minuten später die nächste gute Chance für uns: Schneller Angriff über Binsker, Thiele und Schlitte, der wiederum auf Binsker flankte, aber dessen guter Kopfball ging ganz knapp am kurzen Pfosten vorbei (57.). In der Folge ein weiterer guter Spielzug über Binsker und Gerlach, der auf Stefke passte, aber Stefke wurde vor dem Plauener Strafraum gefoult, was der Schiri aber anders entschied (60.).

Dann ein wichtiger Ballgewinn von abermals Stefke, der postwendend auf Schlitte weiter spielte, aber der sofortige Schuss aus 18 Metern flog übers Golle-Tor (64.) Eine Minute später wieder Mal ein Klasse-Pass von Vandreike auf nochmals Schlitte, aber Golle konnte den Ausgleich erneut verhindern bzw. den Schuss aus sechs Metern Entfernung zur Ecke klären (65.). Die folgende Stefke-Ecke knallte dann Banser mittels Kopfball wieder knapp über die Latte! Und nun wieder Schlitte, der eine „Kerze“ im gegnerischen Strafraum produziert, aber wir konnten die Unsicherheit von Golle nicht nutzen (68.). Jetzt kam Alex Kopp für Pölzing (70.) und so stellten wir in der Abwehr auf eine Dreierkette um; Alex Kopp dafür im rechten Mittelfeld, neben Gerlach und Stefke.

Nach 75 Minuten stibitzte Thiele Reimann den Ball vor dem eigenen Strafraum, passte auf Vandreike, der Stefke auf Linksaußen schickte und dessen Flanke Banser per Kopfball, der leider wiederholt das Tor um wenige Zentimeter verfehlte, abschloss. Das war zum „Haare raufen“! Kurz danach verlor Stefke völlig unnötig den Ball an Zapyshnyi, der aus 50 Metern Torentfernung unseren Torwart Kischel überraschen wollte, aber der Weitschuss flog bedeutsam über unser Tor (77.). Nach 80 Minuten dann endlich der viel umjubelte und mittlerweile verdiente Ausgleich durch Schlitte! Vandreike hatte einen klugen Pass in den Lauf von Schlitte gespielt, Noll grätschte dazwischen und wollte auf Golle zurück passen, aber der bisher gute VFC-Keeper schoss Schlitte an und so trudelte der Ball von Schlitte’s Bauch ins Plauener Tor!

Das glückliche Ausgleichstor nahm Trainer Pfannkuch zum Anlass, jetzt alles zu riskieren und auf Sieg zu spielen. Somit brachte er den kopfballstarken Cunaeus für den diesmal enttäuschenden Stefke (84.). Die nächste sehr gute Torchance hatte allerdings Plauen mit einem schnellen Konter, aber Reimann schoss mutterseelenallein aus sechs Metern weit übers Tor (85.), weil wir auch keine Anstalten mehr machten, zurück zu laufen (Vandreike). Dann waren wir wieder am Drücker. Nach Gerlach-Freistoss tauchte völlig überraschend Thiele alleine vor Golle auf, vermag es aber nicht, den Ball ins Tor zu knallen (87.). Fast im direkten Gegenzug hatte Plauen noch eine gute Kontermöglichkeit, verzog aber zu unserem Glück (88.). Ohne eine Sekunde Nachspielzeit pfiff dann Schiedsrichter Weber superpünktlich ab!


Fazit

Gegen einen, vor allem in der ersten Halbzeit, starken Gegner erkämpften wir am Ende mit etwas Glück einen Punkt. Plauen begann mit einem starken Pressing und setzte uns frühzeitig unter Druck. Wir konnten uns nur schwer aus dieser Umklammerung lösen und taten uns auch beim Spielaufbau anfangs schwer, weil wir auch viele einfache Bälle leichtfertig verloren und nicht richtig in die Zweikämpfe kamen. In der zweiten Halbzeit wurde dies erheblich besser. Jetzt erspielten wir uns mehrere gute Torchancen, weil Plauen uns auch sehr viel Platz ließ und sich auf einzelne, aber gefährliche Konter beschränkte. Zehn Minuten vor Schluss erlöste Schlitte dann alle Germania-Anhänger mit dem glücklichen, aber nicht unverdienten 1:1! Kurz vor Schluss hatten beide Mannschaften sogar noch die Chancen, den jeweiligen Siegtreffer zu erzielen, aber das Remis war schon in Ordnung und durchaus verdient!

Die Mitglieder des Germaniafanclubs „Harz“, vor allem die „Alten Germanen“ machten das ganze Spiel richtig Stimmung und leisteten einen hervorragenden Support! Von den zahlreichen VFC-Fans war nicht viel zu hören!

Am Samstag geht’s nach Pößneck. Sollten wir nicht weiter ins Mittelfeld abrutschen wollen, muss dort ein Sieg her, zumal wir die Thüringer auch noch nie bezwingen konnten!


Stimmen

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Wir waren die erste Halbzeit nicht wirklich auf dem Platz. Dort sind wir über weite Strecken nicht konsequent in die Zweikämpfe gegangen. Unterm Strich ist es ein gerechtes Unentschieden. Es nutzt halt nur beiden Mannschaften nicht so richtig was, aber ok. Wir können so zufrieden sein, wie es gelaufen ist!"

Trainer Tino Vogel (Plauen):
"Wir wollten den Sieg und haben so auch gespielt. Über 70 Minuten boten wir guten Fußball und auch danach hatten wir von hinten heraus gute Chancen. Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden."



 

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