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15.04.2006   VFC Plauen - VfB Germania Halberstadt   6 : 2 (4:2)
VFC Plauen: Schmidt – Hölzel – Schulze, Fahrenholz – Risch (ab 73. Dashi), Pannach (ab 55. Gillert), Noll, Paulick (ab 80. Böhme) – Stiefel – Zapyshnyi, Reimann
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Stosch, Thiele, Pölzing (ab 46. Gottwald), Heckeroth – Vandreike – Alex Kopp, Gerlach (ab 63. Binsker), Stefke – Reitzig, Banser
Schiedsrichter: Marcel Unger (Nordhausen)
Tore: 0:1 Banser (8.), 1:1 Noll (23.), 2:1 Stiefel (26.), 2:2 Gerlach (35., FE), 3:2 Stiefel (38.), 4:2 Zapyshnyi (44.), 5:2 Reimann (77.), 6:2 Stiefel (78.),
Torchancen: 10:5 (7:3)
Torschüsse: 18:11 (10:5)
Ecken: 4:4 (2:2)
Gelbe Karten: Thiele (22.), Kopp (27.), Gottwald (71.) – Paulik (45.), Noll (71.), Böhme (90.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 1.505 (ca. 25 Germania-Fans)
Äußere Bedingungen: herrliches Fußballwetter, um die 15 Grad, Sonnenschein, gut bespielbarer Platz.

Zum Spiel

Am Ostersamstag stand die Nachholpartie (19. Spieltag) beim VFC Plauen an. Trainer Thomas Pfannkuch hatte seit langem mal wieder seinen kompletten Kader zur Verfügung und Kapitän Enrico Gerlach (für Felix Binsker) sowie der auch in Bautzen verletzt ausgewechselte Nils Thiele standen in der Startformation. Randy Gottwald drückte vorerst noch die Ersatzbank. Plauen-Coach Tino Vogel konnte fast aus dem Vollen schöpfen. Er musste nur Keeper Jens Golle (krank) und den langzeitverletzten Catalin Nicolae Popa ersetzen, Adrian Dashi saß mit Gesichtsmaske und gehörte zu den Auswechselspielern.

1. Halbzeit: Plauen setzte uns sofort unter Druck und bereits nach 70 Sekunden gab es die erste Torchance der Gastgeber. Nils Thiele hatte den Ball an Manuel Stiefel verloren und über Andriy Zapyshnyi kam das Spielobjekt zu Christian Reimann, der Sebastian Stosch ausstiegen ließ, aber Keeper Sebastian Kischel nicht überwinden konnte (2.). Wir ließen uns davon vorerst nicht beeindrucken und gingen nach Gerlach-Freistoß und folgender Ecke durch Ingo Vandreike, die Goalgetter Fait Banser mit einem herrlichem Kopfball abschloss, überraschend in Führung (8.). Der VFC war geschockt, im Vogtlandstadion wurde es sehr ruhig, nur unsere Germaniafans waren mit lauten Jubelgesängen zu hören. Auch die nächste gute Möglichkeit hatten wir: Ballverlust Plauen, Banser legt auf Alex Kopp ab, der zu Ladislav Stefke flankte, Pass in den Strafraum, aber Friedrich Reitzig vergab völlig freistehend kläglich, da er den guten Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte (14.). Hier muss das 0:2 fallen!

Der VFC fing sich jetzt langsam wieder und Mathias Pannach schoss aus 16m knapp am Tor vorbei (18.). Jetzt waren die Gastgeber wieder hellwach, weil sie merkten, wie unsicher unsere Abwehr an diesem Nachmittag agierte. So hatte Zapyshnyi, nach Direktzuspiel von René Schulze, den Ausgleich auf dem Fuß, da Kischel beim Herauslaufen gezögert hatte. Pölzing schlug den Ball letztendlich aus der Gefahrenzone (20.). Den folgenden Nachschuss drosch Schulze in die Wolken. Nach einem harmlosen Zweikampf entschied der schwache Schiedsrichter auf Foul, inkl. Freistoß für Plauen. Noll hämmerte den Ball (noch leicht abgefälscht) aus 22m zum Ausgleich ins Tor (23.). Kurz darauf soll Stosch gefoult haben (absoluter Witz) und wieder Freistoß. Diesmal zirkelte Stiefel den Ball über die Mauer an den Innenpfosten und folglich zur 2:1-Führung ins Gehäuse (26.). Gerlach und Vandreike waren nicht richtig hochgesprungen.

Dann wurde es turbulent. Banser hatte Reitzig mit einem weiten guten Ball in Richtung Strafraum geschickt und VFC-Keeper Patrick Schmidt kam heraus gestürmt und sprang brutal in den, vor ihm völlig frei auftauchenden Reitzig hinein (31.). Dies waren ein klarer Elfmeter, eine Notbremse und damit eine klare Rote Karte für Schmidt. Auf eine erforderliche Unterbrechung (Schmidt blieb verletzt liegen) durch den völlig überforderten Unparteiischen warteten alle Zuschauer aber vergebens. Das Spiel lief weiter und Daniel Fahrenholz soll in der Folge Gerlach gefoult haben. Hier gab es nun einen Strafstoß (ein Geschenk), den unser Kapitän, nach einer vierminütigen Verletzungsunterbrechung, dann auch selbst verwandelte (35.). Aber schon 140 Sekunden später die erneute Führung (3:2) für den VFC durch den agilen Stiefel (38.). Carsten Paulick hatte geflankt, Pölzing verlängerte den Ball unglücklich zu Stiefel und der konnte aus Nahdistanz ungehindert einköpfen, da Gerlach nicht energisch gestört hatte. Kurz vor der Halbzeitpause dann noch das 4:2 durch Zapyshnyi (44.). Hierbei hatte Pölzing nach einem langen Fahrenholz-Ball geschlafen und Kischel war auf der Linie kleben geblieben, so dass der Ukrainer aus dem Gewühl heraus einnetzen konnte. Mit dem 4:2 ging es in die Kabinen...

2. Halbzeit: Bei uns kam, nach einem Monat Verletzungspause, Gottwald neu in die Partie und sollte unserem Abwehrverbund eigentlich etwas mehr Stabilität verleihen. Dies gelang auch vorerst, auch wenn Thomas Risch nach Paulick-Pass unser Tor knapp verfehlte (50.). Dann unsere erste von nur zwei Chancen der zweiten Hälfte: Vandreike mit langem Ball auf Reitzig, der sofort mit dem Kopf auf Banser ablegte, aber der folgende Torschuss ging um vier Meter am Kasten vorbei (53.). Zwei Minuten später verletzte sich Pannach ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste raus (55.). Danach wieder ein Missgeschick vom nervösen Kischel, der Thiele anschoss, so dass der Ball zu Stiefel kam, Pass auf Reimann, Anspiel auf Zapyshnyi, der dann aus sieben Metern nur das Außennetz traf, sonst hätte es schon wieder geklingelt (63.).

Kurz darauf unsere letzte Tormöglichkeit. Banser hatte geflankt, Kopfball von Gottwald auf Reitzig, der aus fünf Metern unerklärlicher Weise über die Latte geköpft hatte (65.). Danach stand abermals der Schiedsrichter im Mittelpunkt. Gottwald hatte Noll gefoult, der sich zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ, aber beides Mal gab es nur Gelb, obwohl Noll vom Platz gemusst hätte (71.). Aus dem Nichts fiel dann das 5:2 (77.). René Heckeroth brachte einen Einwurf direkt zum Gegner, Kopfball Richtung Strafraum, Gottwald ist eigentlich da, jedoch Missverständnis mit Kischel und Reimann nahm das Geschenk dankend an, indem er den Ball ins leere Tor spitzelte. Jetzt deutete sich ein Debakel an, zumal wir weiterhin Präsente verteilten. Nur eine Minute später war es Thiele, der den Ball im Vorwärtsgang leichtfertig verlor, alle waren aufgerückt, so dass Stiefel mit einem Alleingang seinen dritten Treffer markieren konnte (78.). Kurz vor Schluss hatte der eingewechselte Robert Böhme noch eine gute Möglichkeit, aber Kischel konnte den harten Schuss aus neun Metern halten. Dann hatte der Unparteiische seine beste Szene, als er pünktlich abpfiff…


Fazit

Am Samstagnachmittag konnten wir seit langem Mal wieder in Bestbesetzung auflaufen. Erfolg hat uns dies allerdings nicht gebracht. Nach der überraschenden Führung müssen wir eigentlich das 0:2 erzielen und hätten entsprechend schon frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen können. Jedoch ließen wir die vorerst verunsicherten Plauener wieder ins Spiel kommen und lagen schnell zurück, auch wenn der Schiedsrichter dem Gastgeber dabei gut geholfen hatte. Auch nach dem erneuten Ausgleich agierten wir viel zu passiv und gerieten durch individuelle Fehler abermals in Rückstand. Diese Unzulänglichkeiten konnten wir auch in der zweiten Halbzeit nicht abstellen, so dass es insgesamt sechs Gegentreffer wurden.

Zusammenfassend entstanden die ersten beiden VFC-Treffer durch vom Unparteiischen geschenkte Freistöße und den vier weiteren Plauen-Toren gingen katastrophale Abwehrfehler voraus. So war nicht ein Gegentreffer heraus gespielt und entsprechend haben die Gastgeber unsere vielen Abwehrschwächen eiskalt ausgenutzt. Die Vogtländer waren vielleicht ein Tor besser, mehr aber auch nicht, was aber im Nachhinein keinen mehr interessiert.

Diese deutliche Niederlage sollte man aber nicht überbewerten. Lieber einmal mit einer richtigen Packung nach Hause fahren, als öfters knapp verlieren. Jetzt heißt es nach vorne zu schauen und am nächsten Samstag beim VfB 1906 Auerbach wieder drei Punkte einzufahren…


Stimmen

Trainer Vogel (Plauen):
"Wir haben ein gutes Spiel gesehen. Die Halberstädter haben mit einer Viererkette gespielt, das birgt natürlich ein Risiko – darauf haben wir uns hervorragend eingestellt. Ein Kompliment an meine Mannschaft. Die Tore geben uns nun natürlich viel Auftrieb für das Spiel in Magdeburg. Bedauerlich die schwere Knieverletzung von Pannach."

"Wir wussten ja, dass Halberstadt extrem offensivstark ist und wir natürlich auch, aber wir haben die Fehler von Halberstadt ganz einfach besser ausgenutzt. Das war ein Riesenspiel, nicht nur die erste Halbzeit. Die Fans sind begeistert. Kompliment an meine Truppe."

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Dann haben wir in den entscheidenden Phasen viele individuelle Fehler gemacht, die zu Gegentoren führten. Das Ergebnis ist ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. So schlecht haben wir nicht gespielt."

"Wir sind alle davon ausgegangen, dass wir eventuell nach der Pause noch den Anschlusstreffer zum 3:4 machen und dann wieder zurück im Spiel sind. Dann bekommen wir auch wieder die Chance. Wir haben dann natürlich zwei individuelle Fehler gemacht und innerhalb von zwei Minuten noch die beiden Gegentore zugelassen bzw. absolut hergeschenkt. So verliert man dann mal in Plauen 6:2."



 

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