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17.05.2006   VfB Germania Halberstadt - VfB 09 Pößneck   2 : 1 (1:0)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Stosch (ab 89. Lorenz), Gottwald, Wiekert, Heckeroth – Vandreike – Alex Kopp, Gerlach – Binsker (ab 90. Werner), Reitzig (ab 94. Schulze), Stefke
VfB 09 Pößneck: Okrucky – Wolter, Müller, Krause, Werner (ab 82. Gäbler) – Sawetzki – Mußler (ab 46. Woitha), Förster, Walther (ab 78. Hurt) – Zimmermann, Schimmelpfennig
Schiedsrichter: Ralf Böhm (Berlin)
Tore: 1:0 Binsker (8.), 2:0 Reitzig (56.), 2:1 Zimmermann (68.)
Torchancen: 10:6 (5:3)
Torschüsse: 17:14 (8:6)
Ecken: 5:6 (3:3)
Gelbe Karten: Gerlach (66.), Kopp (84.), Binsker (89.) – Mußler (42.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 323 (5 Pößneck-Fans)
Äußere Bedingungen: sehr gut bespielbarer Rasen, herrliches Fußballwetter, um die 18 Grad.

Zum Spiel

Nach drei Tagen Spielpause empfingen wir im Friedensstadion schon den nächsten Gegner, die abstiegsgefährdeten Pößnecker. Zum wiederholten Mal musste Trainer Thomas Pfannkuch improvisieren. Neben Fait Banser (langzeitverletzt), fielen auch René Cunaeus (Knie) und Nils Pölzing (krank) erneut aus. Ebenso konnte Nils Thiele (angeschlagen) nicht mitwirken. Somit stellte sich die erste Elf mal wieder von selbst auf und auf der Ersatzbank nahmen neben Keeper Daniel Löffke und Gabriel Lorenz mit Tassilo Werner, André Helmstedt, Mathias Schulze und Mathias Günther vier A-Junioren Platz. Auch Pößneck-Coach Andreas Wohlfahrt hatte einige Personalprobleme, er musste u. a. auf Nico Busse, Gunnar Daum und Kai Kühne verzichten. Dafür gab es ein kurzfristiges Comeback von Gert Müller, der die Thüringer im Winter eigentlich schon verlassen hatte. Ebenso konnte Jürgen Walther nach dreiwöchiger Pause wieder auflaufen.

1. Halbzeit: Bereits nach acht Spielminuten stand es 1:0 für uns, Torschütze Felix Binsker. Alex Kopp hatte einen langen Ball auf Ladislav Stefke gespielt, der im Strafraum seinen Gegenspieler austanzte und auf den völlig freien Binsker ablegte, so dass unser "Jungspund" nur noch ins leere Tor einschieben brauchte (8.). Drei Minuten später lag der Ball erneut im Tor, diesmal jedoch im Kasten von Germania, nachdem David Schimmelpfennig getroffen hatte, aber der Unparteiische Ralf Böhm aus Berlin ahndete ein vorheriges Foul an René Heckeroth und somit stand es weiter 1:0. Dann verunglückte dem agilen Stefke eine Flanke, so dass es für Pößneck-Keeper Svetozar Okrucky gefährlich wurde, der Ball streifte jedoch knapp über die Torlatte (13.). Einige Zeit später setzte Kopp zu einem Solo im Gästestrafraum an, wurde dabei aber geblockt, und in der Folge kam Ingo Vandreike nach einem Abpraller zu einem satten Torschuss, der nur um Zentimeter am Pößneck-Gehäuse vorbei flog (22.). Kurz darauf missglückte ein Pass von Spielführer Enrico Gerlach, aber der Ball kam doch irgendwie zu Friedrich Reitzig kam, jedoch spitzelte der 20-Jährige leider das Leder am Pfosten vorbei ins Toraus (24.).

Danach hatte Kopp mal abgezogen, jedoch blieb Okrucky aufmerksam (25.). Die Gäste erspielten sich erst nach 26 Spielminuten ihre zweite Möglichkeit, Goalgetter Kai Zimmermann hatte aus 16 Metern aufs Tor geschossen, aber knapp daneben. Und noch mal hatten die Thüringer zwei dicke Chancen. Kopp leistete sich einen Ballverlust, so dass Zimmermann aus 14 Metern Entfernung Keeper Kischel zu einer Glanzparade herausforderte. Den folgenden Abpraller brachte dann Claudio Mußler noch mal per verunglückten Torschuss zu Zimmermann, der einen gefährlichen Kopfball folgen ließ, dabei aber unseren Kasten um Haaresbreite verfehlte (30.). Nach einer Vandreike-Ecke köpfte Abwehrchef Randy Gottwald gefährlich aufs Pößneck-Tor und Thomas Wolter musste für seinen schon geschlagenen Keeper retten, indem er den Ball von der Linie schlug (36.). Danach glänzte unsere Offensive mit herrlichem Kombinationsfußball über Reitzig, Stefke und Gerlach, aber der Kapitän konnte den Ball, nach Anspiel von Stefke, nicht im gegnerischen Tor unterbringen, schade (39.). So ging es mit dieser knappen, jedoch hoch verdienten Führung in die Pause.

2. Halbzeit: Bei Pößneck blieb Mußler in der Kabine, für ihn jetzt Benny Woitha neu im Spiel. Wir starteten sofort spektakulär: Diagonale Flanke von Sebastian Stosch, Seitfallzieher von Binsker, so dass der Ball am langen Pfosten zu Reitzig kam, der jedoch aus einem Meter Torentfernung unglücklich ans Gehäuse köpfte (49.). Reitzig ließ sich aber nicht beirren und erzielte nach einer schönen und energischen Einzelaktion das viel umjubelte 2:0, als er aus zehn Metern überlegt traf und Okrucky keine Chance ließ (56.). Fast im direkten Gegenzug hatte Pößneck schon die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, Schimmelpfennig hatte aus 12 Metern abgezogen, aber um Zentimeter vorbei geschossen (57.). Eine Minute später war es Gerlach, der nach Binsker-Pass den Ball aus 23 Metern aufs Gästetor geknallt hatte, Okrucky hielt jedoch sicher. Dann musste Gottwald kurzzeitig außerhalb des Spielfeldes behandelt werden, kam aber nach zwei Minuten zurück. Trotzdem gelang den Thüringern der nicht mal unverdiente Anschlusstreffer zum 2:1 durch Zimmermann (68.). Heckeroth hatte vor dem eigenen Strafraum den Ball verloren, wir schauten zu wie Pößneck kombinieren konnte und Goalgetter Zimmermann knallte das Leder aus Nahdistanz ins Netz.

Danach glänzten Reitzig und Heckeroth mit schönem Doppelpassspiel, aber beim erneuten Pass hatte Reitzig zu lange gezögert (74.). Kurz darauf konnte Okrucky eine Flanke von Kopp nicht festhalten und Heckeroth schoss den Abpraller aus Nahdistanz drüber. Das wäre wohl die Entscheidung gewesen (80.). Dann holte Gerlach clever einen Freistoß heraus und Stefke zirkelte den Ball ziemlich knapp am Tor vorbei (82.). Pößneck riskierte jetzt alles und sogar Keeper Okrucky kam bei einer Ecke mit nach vorne, aber noch hielt unsere Abwehr (87.). Coach Pfannkuch nahm jetzt einige taktische Wechsel vor, um etwas Zeit zu schinden. So kam u. a. A-Junior Mathias Schulze zu seinem ersten Oberligaeinsatz. Leider spielten wir in dieser Schlussphase unsere Konter nicht konsequent zu Ende, so dass es bis zum Schluss spannend blieb. Der eingewechselte Thomas Hurt war es dann, der in der 95. Minute den Ausgleich auf dem Fuß hatte, unser Tor aber zum Glück verfehlte. Folgend hatte auch der Schiedsrichter ein Einsehen und pfiff zur Freude der heimischen Fans ab.


Fazit

Mit einer ordentlichen, wenn auch nicht immer überzeugenden Leistung haben wir gegen die abstiegsgefährdeten Pößnecker drei wichtige Punkte eingefahren, 2:1-Arbeitssieg trifft es wohl am besten. Unserer Oberligaelf merkt man die großen Belastungen, mit 13 Ligapartien in den letzten sieben Wochen mittlerweile deutlich an. Dazu kommen die großen Personalprobleme, die auch zu einem hohen Kräfteverschleiß führen, da zuletzt ein Stamm von 13-14 Akteuren durchspielen musste.

Pößneck hat aufgrund der Tabellensituation alles versucht, leidenschaftlich gekämpft und dabei auch viel riskiert. Wir haben gut dagegen gehalten und den Sieg, auch mit etwas Glück, am Ende nach Hause "geschaukelt", wenngleich wir mit der Verwertung der einen oder anderen Kontermöglichkeit frühzeitig etwas Spannung herausnehmen hätten können. Alles in allem gab es eine geschlossene Teamleistung, aus der Steffen Wiekert mit einer souveränen Vorstellung in der Innenverteidigung ein wenig herausragte.


Stimmen

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Die drei Punkte sind heute das Wichtigste. Spielerisch gibt es einiges auszuwerten. Wir müssen das Positive mitnehmen. In unserer jetzigen Situation war der Sieg wichtig."

Trainer Wohlfahrt (Pößneck):
"Mein Team hat sich sehr gut verkauft. Die Tore sind in unsere Druckphasen hinein gefallen. Das war bitter. Im Abstiegskampf sind wir allerdings die Mannschaft mit den besten Voraussetzungen."



 

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