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29.03.2006   VfB Germania Halberstadt - TSV Völpke   4 : 0 (0:0)
VfB Germania Halberstadt: Kischel – Lorenz, Thiele, Wiekert – Pölzing, Vandreike (ab 85. Stosch), Heckeroth – Gerlach, Stefke (ab 76. Binsker) – Reitzig, Banser (ab 87. Werner)
TSV Völpke: Pietruska – Herrmanns, Zahn, Heimrath, Bree – Behrens (ab 73. Dannhauer), Helmke, Grabau (ab 78. Lürding), Peitsmeyer – Linzert (ab 80. Ohnesorge), Schulz
Schiedsrichter: Matthias Lämmchen (Meuselwitz)
Tore: 1:0 Banser (59.), 2:0 Banser (72.), 3:0 Reitzig (74.), 4:0 Gerlach (90.)
Torchancen: 11:2 (3:1)
Torschüsse: 15:5 (4:3)
Ecken: 4:4 (3:3)
Gelbe Karten: Stefke (64.), Vandreike (85.), – Linzert (54.), Meckern, Herrmanns (73.)
Platzverweise: -
Zuschauer: 726 (ca. 60 Völpke-Fans)
Äußere Bedingungen: rutschiger, aber gut bespielbarer Rasen, viele Wolken, um die 6 Grad, sehr windig und kühl.

Zum Spiel

Am gestrigen Mittwochabend haben wir im Nachbarschaftsduell gegen Völpke die Oberliga-Begegnung des 16. Spieltages nachgeholt. Trainer Thomas Pfannkuch konnte zwar wieder auf Spielgestalter Enrico Gerlach zurückgreifen, musste aber seine Startformation aufgrund diverser Ausfälle erneut umstellen. Für Randy Gottwald und Alex Kopp (beide Muskelprobleme) rutschten Steffen Wiekert und Gabriel Lorenz in die erste Elf. Auch das Spielsystem erfuhr einige Änderungen. Nils Thiele wurde neuer Chef einer Dreier-Abwehr-Kette, davor agierte ein breites Mittelfeld, mit drei Defensiven, inkl. der lauffreudigen Außen René Heckeroth und Nils Pölzing. Dazu bildete Kapitän Gerlach gemeinsam mit Ladislav Stefke das Kreativzentrum, Fait Banser und Friedrich Reitzig als vorderste Spitzen. Gästetrainer Thoralf Bennert musste auf den langzeitverletzten Ex-Germanen Ronny Röper, Christian Uffrecht (Sprunggelenk) und kurzfristig auch auf Nico Bremse verzichten, so dass Neuzugang Torsten Schulz zu seinem ersten Liga-Einsatz in der Startelf kam.

1. Halbzeit: Mit Rücksicht auf noch eintreffende Zuschauer begann die Oberliga-Begegnung mit zehnminütiger Verspätung. Zu Beginn plätscherte die Partie vor sich hin und war von vielen Fehlpässen gekennzeichnet. Der erste Aufreger war eine gefährliche Heckeroth-Flanke, die aber keiner unserer Akteure erreichte (10.). Völpkes Ronny Bree versuchte es dann bei den Gästen, aber der scharfe Freistoßschuss wurde abgewehrt (13.). Ohne große Torraumszenen ging es weiter. Nach 21 (!) Spielminuten endlich die erste gute Möglichkeit, Reitzig hatte mal aus 17m Torentfernung abgezogen, aber Torwart-Routinier Frank Pietruska war zur Stelle. Und wieder massig Leerlauf im Nachbarschaftsduell. Mittelfeldmann Stefke vollendete dann mal eine schnelle Kombination über Banser und Gerlach, aber sein trockener Schuss ging knapp vorbei (33.).

Danach gab’s eine Einlage von Pietruska, der weit vor seinem Tor den Ball nicht richtig traf und Banser diesen Lapsus fast ausgenutzt hätte (35.). Kurz darauf glänzte Pölzing mit einer herrlichen Flanke, die Reitzig per Kopfball knapp über den (leeren) Gästekasten setzte (38.). Da war es fast schon schwerer, dass Tor nicht zu treffen. Die einzige Möglichkeit der Völpker vor der Halbzeitpause hatte Ex-Germane André Linzert, aber sein Kopfball, nach einer Flanke von Mirko Behrens, bereitete Keeper Sebastian Kischel keine großen Probleme (40.). Dann kam auch die Sonne wieder zum Vorschein, kalt blieb es trotzdem. Kurz vor dem Pausentee noch ein hoher und langer Ball vom agilen Bree, aber Kischel hatte ein gutes Auge bewiesen und brauchte nicht eingreifen. Nach sehr niveauarmen 45 Minuten ging es dann erstmal für beide Teams in die Kabinen.

2. Halbzeit: Ohne Wechsel kamen beide Mannschaften nach 18-minütiger Pause wieder auf den Platz. Unsere Elf sogar noch etwas später. Coach Pfannkuch hatte auch genug Gründe für eine lange Halbzeitpredigt. Spektakuläre Torraumszenen blieben aber vorläufig Mangelware. Erst ein Zusammenprall, in Folge dessen Banser außerhalb des Spielfeldes behandelt werden musste, ist erwähnenswert (50.). Danach die erste Möglichkeit von Hälfte zwei: Flanke Stefke, Kopfball Banser, abgewehrt und nachfolgender 17m-Torschuss von Heckeroth, aber Pietruska parierte (55.). Vier Minuten später endlich die Führung zum 1:0. Stefke hatte erneut gefährlich geflankt und Banser war per mustergültigen Kopfball zur Stelle (59.). Von der Völpker Abwehr war dabei nichts zu sehen. Fast im Gegenzug hatten dann die Gäste, nach Ballverlust von Pölzing, den Ausgleich auf dem Fuß, aber Bree scheiterte aus Nahdistanz am aufmerksamen Kischel (62.). Folgend ein Gerlach-Freistoß und Banser köpfte übers Tor (67.). Kurz darauf ein schönes Doppelpassspiel zwischen Banser und Stefke, das eine Ecke von Ingo Vandreike zur Folge hatte. Pietruska verpasste aber den gefährlichen Eckstoß und Thiele rutschte ganz knapp am Ball vorbei (70.). Glück für Völpke.

Mit dem 2:0 durch abermals Banser war dann der Bann gebrochen. Stefke hatte einen genialen Pass gespielt, so dass Banser aus Nahdistanz locker einschießen konnte (72.). Zwei Minuten später schon das 3:0 durch Reitzig. Gerlach hatte einen gefährlichen Freistoß getreten, Pietruska konnte den Ball nicht festhalten und Reitzig staubte per Kopfball ab. Zumindest hatte der Linienrichter den Treffer sofort angezeigt, aber Thiele wollte sicher gehen und knallte den Ball nochmals ins Völpker Gehäuse (74.). Jetzt gab es Chancen im Minutentakt, die Gäste hatten sich aufgegeben. Der eingewechselte TSV-Akteur Sebastian Dannhauer leistete sich dann einen Ballverlust und wir konterten über Banser und Reitzig, aber Pietruska verhinderte vorerst einen weiteren Treffer (77.). Kurz danach glänzte Pölzing mit einer starken Aktion, Binsker flankte in der Folge Richtung Strafraum und erneut Reitzig vergab eine gute Möglichkeit (81.). Aber auch Banser hatte kurz vor seiner Auswechslung einen weiteren Treffer auf dem Fuß, schoss jedoch um Zentimeter am Tor vorbei (86.). Völpke hatte hierbei mal wieder geschlafen. Mit dem Schlusspfiff stellte dann Kapitän Gerlach mit einem direkt verwandelten Freistoß von der Strafraumgrenze den 4:0-Endstand her. Das war’s dann…


Fazit

Am gestrigen Mittwochabend sahen die Zuschauer im Friedenstadion zwei völlig verschiedene Halbzeiten. War die erste Hälfte durch viele Fehlpässe und reichlich Leerlauf - große Torraumszenen fehlten - gekennzeichnet, gab es in den zweiten 45 Minuten eine erhebliche Leistungssteigerung unserer Elf. Hier wurden den Völpkern klar die Grenzen aufgezeigt und am Ende gewannen wir auch in der Höhe völlig verdient und deutlich.

Insgesamt zählt der Sieg mit vier Toren, auch wenn vieles nicht so lief, wie sich das die Mannschaft, inkl. der Trainer und auch die Zuschauer vorgestellt hatten. Zu Bedenken ist aber auch die fehlende Spielpraxis, schließlich war es seit dem 3. Dezember erst das zweite Pflichtspiel und unsere Oberligakicker suchen noch ihren Spielrhythmus. Den gilt es gegen Eilenburg im nächsten Heimspiel am kommenden Sonntag zu finden. Dieser spielstarke Gegner wird nicht so leicht, wie Völpke, zu bezwingen sein.

Noch eins zu den gestrigen Gästen: In dieser Form wird’s ganz schwer für Völpke die Klasse zu halten. Außer Ronny Bree zeigte in dieser Partie kein Spieler Oberligaformat, u. a. erwischte Keeper Pietruska einen schlechten Tag, zumindest bei zwei Gegentreffern sah er nicht gut aus.


Stimmen

Trainer Pfannkuch (Germania):
"Vor allem die erste Halbzeit war eine Katastrophe: Zu lasch, kein Kampfgeist, da fehlte es an allen Ecken und Enden. In der zweiten Halbzeit sind wir dann über den Kampf ins Spiel gekommen. Unterm Strich zählen nur die drei Punkte und die vier Tore."

Trainer Bennert (Völpke):
"In der ersten Halbzeit haben wir gut gestanden und haben Halberstadt ein bisschen den Nerv geraubt. Allerdings haben wir nach dem 0:1 zu schnell aufgegeben und die Köpfe hängen lassen. Unser Manko bleibt, dass wir zu wenige Chancen haben."



 

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